Mieten und andere Qualen

Da findet man die Wohnung die gefällt und eigentlich ganz gut im Preis-Leistungsverhältnis liegt. Die Katze ist zufrieden, die Größe ist optimal, die Nachbarn freundlich. Der Mietvertrag auf 3 Jahre ausgelegt, danach unbefristet – klingt eigentlich als hätte man den Jackpot geknackt. Bis 1,5 Jahre später eine Email der Vermieterin ins Haus flattert: „Ich muss die Wohnung verkaufen, das Miet-Verhältnis bleibt jedoch bis Juni 2023 aufrecht.“ Kudos an die Vermieterin, dass sie so früh Bescheid sagte. Und ich bin es ja gewohnt, umzuziehen.

Aber. Mieten ist teuer

Für den letzten Umzug inklusive Kaution und Makler-Gebühr verschwanden 5000€ von meinem Konto. Na eh, die Kaution bekommt man ja wieder – aber wie stellt man sich das in Zukunft (als Mieter – und seien wir uns ehrlich, selbst mit einem guten Job bekommt man heute nur schwer einen Kredit für eine kleine Wohnung, und wer will schon ins Burgenland ziehen?) vor? Wenn Geld gespart werden muss, weil alle 3-5 Jahre ein Umzug ins Haus steht? Was bedeutet, dass man sich eigentlich nicht wirklich etwas leisten kann (Auto, großer Urlaub, Gaming-PC, usw.). Auch die Tatsache der ständigen Ungewissheit, wie lange noch? Wird der Vertrag verlängert? Mieten ist beschissen. Ja.

Kaufen keine Option

Für 72m² ohne Balkon und Garten, am Rande des Dörfleins kostet die Wohnung ca. 360 000€ und 385 000€ mit allen Kosten wie Grundbucheintragung und dergleichen – am Tiroler Land. Falls ihr also liquide seid und mir mein Wohnerlebnis weiterhin gönnen wollt: Kauft die Wohnung und vermietet sie an mich! Das andere ist, dass die Wohnung, welche zu einer kleinen Siedlung gehört, einst (vor 20 Jahren) als Sozialwohnungen ausgeschrieben und verkauft wurde. Damals hätte man sich die Wohnung noch leisten können. Natürlich, für die Lage der Wohnung ist der Preis „okay“, und ja, das sind so die gängigen Preise, mit denen man rechnen muss.

Und ja

Es schmerzt zu wissen, dass Gobbolino bald wieder ein neues Zuhause bekommen wird, seinen Wald und seine Felder verlassen muss – natürlich wird eine Wohnung in Wald-/Feldnähe angestrebt, sodass unsere Spaziergänge weiterhin möglich sind; aber trotzdem ist es bitter. Und teuer. Mit dem Gaming-PC wirds also nix.

Und natürlich, ich wusste ja, bzw. ahnte, dass dies nicht für immer ist. So in 6 bis 7 Jahren, dachte ich mir, wird sie vermutlich Eigenbedarf anmelden und dann ist sowieso vorbei, oder die Felder werden verbaut, die Hauptstraße quer durch die Siedlung gelegt und dergleichen. Aber dass bereits nach 1,5 Jahren, gesamt nach 3 Jahren die Ära hier zu Ende gehen soll – das ist dann wirklich bitter.

Tja..

So spielt das Leben. Aber abgesehen von der Enttäuschung, spielt nun stärker die Angst mit ein – was, wenn ich bis ich sterbe alle 5 Jahre umziehen muss? Ich arbeite dann also um mir die Miete leisten zu können und stecke die doppelten Gehälter auf ein Sparkonto für den Fall, dass ein weiterer Umzug ansteht. Und dabei, bitte, sind wir immer noch privilegiert – und hatten Glück, dass der Umstand so früh bekannt gegeben wurde.

Immerhin, ein Jahr ist noch Frieden, bevor mit der Suche begonnen wird. Der vorletzte Winter, vielleicht der letzte, der vorletzte Frühling, aber vermutlich der letzte und der letzte Sommer. So spielt das Leben.

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Lockdown Girl.. we’re living in Lockdown World..

Aha!

Es tut sich was! Finally. Wurde auch langsam Zeit. Lockdown ab Montag. Toll, ich muss heute noch Alltägliches kaufen, ach herrje. Andererseits – ich war damals, damals! 2020, als der erste Lockdown verhängt wurde, nicht live dabei, als die Leute die Läden gestürmt und sich ums Klopapier gestritten haben, weil ja niemand wusste, ahnen hätte können, dass der alltägliche Bedarf offen bleibt und man trotz Lockdown auch einkaufen gehen kann. Hat ja auch nie jemand vermittelt, dass Lebensmittel-Geschäfte offen bleiben und zur Arbeit musste man ja trotzdem noch, auch wenn alles andere untersagt war. Die Welt war eine Stille damals. Toll wars.

„Das zentrale Meldesystem von Covid-Fällen in Österreich steht kurz vor dem Zusammenbruch. Der Grund: Eine „noch nie dagewesenen Anzahl an Testergebnissen“.

Kleine Zeitung

True! Denn ich forderte bei der Twitter Community einen High-End Gaming Rechner, wenn wir heute die 20k knacken. Aber immerhin, wenn das System zusammen bricht, dann sind zumindest die Zahlen wieder auf 0. Leute, ihr müsst das alle etwas positiver sehen! Wie schauen übrigens die Zahlen aus? Sind wir schon bei 20k?

Und, auch wenn ich mich darüber freue, dass die Busse wieder leer sind, ich den Anschluss erwische, weil weniger los sein wird und das Leben wieder gänzlich entschleunigt wird – Ghostbusters, Resident Evil und Spiderman werden sich vermutlich nicht im Kino ausgehen.

Entwurmung

Fast schon beinahe großartig finde ich ja, dass manch einer tatsächlich die für Pferde vorgeschriebene Dosis einnahm – und, es gibt bereits erste Tote. Wenn es nicht so tragisch wäre und jene Trotteln die Krankenplätze belegen würden, könnte ich frohlockt darüber lachen und sich im Kollektiv freuen, dass die FPÖ sich und ihre Wähler quasi selbst eliminiert.

Und jetzt, wohin wird das führen? Wird es nächstes Jahr besser?

:D

Nein.

Und wohin das ganze führen wird? kA. Ins Verderben vermutlich. Aber was weiß ich schon. Aber was ich euch sagen kann ist, Kurz kommt wieder – und eigentlich, wenn wir ehrlich sind, war er nie weg – und wenn er wieder kommt, dann werden sie dem Bastl zujubeln, weil, als er weg war, brach die Krise aus (das Konzept von „Folgewirkung“ ist den meisten Leuten fremd), und dann, wenn wir am Tiefpunkt sind, kommt der strahlende Bastl und segnet uns alle, er kehrt zurück, der Heiland, um uns alle zu retten. Und das gemeine Volk wird ihn freudig und mit offenen Armen empfangen!

Ihr glaubt doch alle nicht im ernst, dass die Leute „sich daran erinnern, was er verbockt hat“ und die Ermittlungen? Welche Ermittlungen denn? Achso! Achja, die… ah geh, jeder macht mal Fehler. Bastl, kum, geh ma essen!

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Wirds jetzt was?

Und Sie lesen – das Wort zum Montag.

Die Uhr schreibt 9:17, es ist ein kalter, winterlich Montag am 15.11. im Jahre 2021. Ab 0:00 Uhr gelten Lockdowns für Ungeimpfte in ganz Österreich. Experten meinen, das bringe nichts. Eh.

Ob die Regierung denn nicht wüsse, dass die Maßnahmen nicht ausreichend sein werden, frägt einer auf Twitter. Ach, darum geht es doch gar nicht. Es geht darum so tun als ob man was täte, um sich hinter her nicht sagen lassen zu müssen: „Aber ihr habt nichts getan!“ – „Woll! Aber die Leut machen nit mit, nit unsere Schuld!“ Weil kontrollieren will eigentlich keiner, ausser Military-Boi Nehammer, da werde die Polizei durchgreifen. Is okay, mach ma glei Polizei-Staat draus, passt scho. Kickl schreit aus der Menge, aber keiner nimmt ihn ernst. Tja, und Schallenberg ist halt doch nur Kurz, der ein, oh mein Gott, man wird es nicht glauben, ein Comeback plant, aber immerhin will Tirol ihn schon mal nicht empfangen, weil, keine Zeit und dann zieht er noch die Uni Wien ran, weil ihm alle Unrecht tun, armer Bub, aber die Uni Wien distanziert sich – und ich frage euch: What? The? Hell…

Also, zusammenfassend und to be honest – ich wünsche mir einen Lockdown, hardcore – denn ich will Twitter und Social Media brennen sehen.

Burn baby burn.

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Aber das wars jetzt oder? Spoiler: Nein!

I know, ich kanns nicht lassen.

Nun gut

Ein jeder scheint mittlerweile erkannt zu haben, dass Krisenmanagement nicht zu den Stärken einer menschlichen Spezies zählt, oder kritisches Denken oder gar den Willen zum Utilitarismus – und somit sieht es auch denkbar schlecht für den Klimawandel aus. Deswegen, kauft euch schon mal reichlich Sonnencreme, es wird heiß! Aber die Meere, und die Korallen? Die mögen keine Sonnencreme. Ja, und? Liegt Österreich am Meer?

Jap. Meine Damen, meine Herren. So ist es.

Und dann fand ich noch dieser nette Karte auf Reddit:

Also, frei von Reddit geklaut: Kauft SUVs, fliegt ordentlich durch die Gegend und bald haben wir einen direkten Meerzugang in Österreich! Go go go! Die 100 schaffen wir auch noch. Aber, dann besteht das nächste Problem darin, dass die Deutschen unsere Liegen mit Handtüchern besetzen, also… lästiger Skitourismus oder lästiger Badetourismus. Selbst mit dem Klimawandel wird Österreich vom Tourismus abhängig bleiben.

ABER!

Aber ich habe noch eine viel bessere Karte, bitte sehr.

Also, wenn wir einen direkten Meereszugang haben möchten, und okay, in diesem Szenario liegt Innsbruck bereits unter Wasser, aber wer will schon in der Stadt leben, bräuchten wir eine Steigerung von 1000 Meter.

Wie sieht das für euch aus? Spannend oder?

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Taylor Swift – All too well

Heute, am Tag an welchem Taylor’s Version von Red veröffentlich wird, werde ich die Karten fürs ausgefallene (danke kleiner Covid) Lover-Konzert vom Juni 2020 in Berlin zurück senden, um Gutscheine und folgend die Kosten erstattet zu bekommen. Ein toller und gleichzeitig bitterer Tag. Natürlich habe ich auch den Adapter der Kopfhörer vergessen und somit muss ich warten um den Songs in Schleife zu lauschen.

All too well

Dieser Song könnte auch 20 Minuten sein.. ein Meisterwerk.

Und eigentlich hätte Taylor mit allen „From the Vault“ Songs gleich nochmal ein Album raus werfen können, weil, neue Songs?

From the Vault, Taylor’s Version

You’re welcome. Eine Playlist mit allen, bisher neuen, ungehörten Songs, die es damals nicht aufs Album geschafft haben.

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Ja, was denn nun?

Erst kürzlich entdeckte ich einen Storch mit dem Namen „Leo“ auf dem Schildchen und dachte mir instant: „Armer Leo, die Welt in die du geboren wurdest, ist ziemlich kaputt“.

„Ja dann, retten wir sie gemeinsam!“ Wäre ein guter Ansatz, aber völlig utopisch.

Willkommen zu einer neuen Folge von: „We’re doomed“ verfeinert mit einer groben Portion Realismus und garniert mit illusionären Lösungsansätzen.

Oh shit!

Exakt. Wir sitzen wahrlich und für wahr in der Scheiße. Ich meine damit nicht „wir“, die privilegierten Österreicher und Deutschen, und Schweden und Franzosen und Nord-Amerikaner und Kanadier und so, die auch 40Grad in den Städten um 2030 locker weg stecken, sondern den gesamten Rest.

Aber wenn wir uns ganz ehrlich sind, seit der Entdeckung Amerikas und der quasi Einführung von Rasse und Norm sitzt ein Großteil schon längst in der Scheiße. Denn, welcher Grund, wenn nicht den Gedanken Christi an die „wilden Buschmenschen“ (und somit an ihre Ländereien) zu bringen, rechtfertigt das Versklaven von Afrikanern als Arbeitskräfte? Macht Sinn oder?

Der gesamte Rest setzt sich aus denen zusammen, von deren Tragik wir profitieren. I know, wissen wir. Die arme Fabriksarbeiterin in China, die, wenn wir aufhörten zu konsumieren, keinen Job mehr hätte. So oder so, aus dem System ist nicht mehr zu entkommen. Aber, ich wollte es nur nochmal erwähnt haben.

Zurück zu Leo.

Die Zukunft bedeutet Verzicht

Aber auch nur für jene, die sich eben das Leben nicht (mehr) leisten können. Man möchte meinen, zugunsten der gesamten Erdbevölkerung wäre es in Ordnung eine Verschärfung von Klassismus in Kauf zu nehmen und jene eben die zu arm (geworden) sind, um weiterhin am gesellschaftlichen Tralala teilnehmen zu können (wie Skiurlaube, ans Meer fliegen, gesund essen) sollen halt ihren Verzicht mit Würde tragen. Jene die erbten und Kapital ansammeln konnten, haben eben Glück gehabt. Und nein, durch ehrliche Arbeit, wird und wurde noch nie jemand reich. Besonders heute nicht mehr.

Die Problematik dahin gehend ist, dass, selbst wenn wir (in utopischer Wunschvorstellung) annehmen, durch Verzicht schaffen wir es auf die 0 und Tsunamis, Überschwemmungen, Waldbrände, Hitzewellen, und der gleichen beruhigen sich auf ihre Naturgegebene Gewalt – selbst dann sitzt der Großteil der Bevölkerung noch immer in der Scheiße.

Aber soll man deswegen nichts tun?

Nein, natürlich nicht. Aber die Sache ist eben komplizierter und mit Verzicht der Armen (in dem Steuer auf X und Y erhoben wird) ist es eben nicht getan. Mag man reiche Leute wie Bezos, Gates oder Musk in ihre Pflicht nehmen – aber erneut, wer würde so dumm sein, das System auf welchem Reichtum und Luxus fußt den Garaus zu machen? Kapitalismus wirkt. Und der Kreis ginge ja nur weiter: Bezögen wir unsere Kleidung fair, kostete das T-Shirt nicht mehr 10€ sondern 50€ (wenn wir davon ausgehen, dass die Fabriksarbeiterin in China entsprechend entlohnt wird und die Arbeitsbedingungen menschenwürdig sind, und, sie zuhause auch nicht auf 3m² leben muss, weil China nun mal komplett überfüllt ist) und erneut – so funktioniert das nicht mehr. Es kann nicht funktionieren.

Und nehmen wir an, Frachtschiffe werden eingestampft um der Meeresverschmutzung entgegen zu wirken und gleichzeitig wird die Lärmbelästigung für Fische gemindert, und wir angewiesen wären, regional, kontinental zu konsumieren, besser noch zu produzieren unter Einhaltung aller Arbeitsbedingungen (und nein, Amazon ist kein Maßstab), das T-Shirt kostete locker über 100€, locker.

Nein. Es funktioniert nicht (mehr).

Wenn wir wollen, dass alle Menschen in Würde leben können – dann müssen wir weit aus mehr tun, als lediglich auf gewisse Privilegien zu verzichten.

Die Lösung?

Es wäre nicht mein Blog, böte ich nicht gewisse Lösungen (oder zumindest einen Ansatz) für unser aller Welt-Dilemma an. Ob diese Lösungen umsetzbar oder sinnvoll ist, das ist eine andere Frage und wird ein ander mal beantwortet.

  • ein Kind-Politik für alle Länder, wer ein zweites will adoptiert. Ja, wir sind zu viele Menschen.
  • Bildung, Bildung, Bildung – gratis und für alle. Warum? Weil Bildung wichtig ist, jeder soll lesen und frei denken können, sich äußern und andere respektieren. Was, wenn das Mädchen, die ein universal Mittel gegen Krebs finden könnte, einfach keine Bildung erhält, weil sie in einem Dorf in Indien lebt, und nie heraus kommen wird? Okay, selbst wenn – die Pharmaindustrie würde sie vermutlich umbringen lassen, weil, hey, womit, wenn nicht mit kranken Menschen, kann besser Geld gemacht werden? Tatsache. Niemand hat vor, Krebs für immer heilbar zu machen. Nähert sich der Schwurbelecke? Okay Hans-Dietmar-West, dann sag mir eines, warum gibts Patente auf Medikamente? Hm? Warum? Aha!
  • Ja, ich meine damit auch menschliche, emotionale Bildung. Darunter fällt auch die Therapie auf Krankenkasse.
  • 2x Flüge pro Jahr an einen Ort der eigenen Wahl – weil Urlaub, Meer, andere Kulturen, mal was anderes sehen außer die drei Heim-Seen oder Haus-Berge, für jeden nach wie vor möglich sein soll. Ich würde auch für Jugendliche (vielleicht sogar verpflichtend) ein soziales Auslandsjahr anordnen, und mit Ausland meine ich nicht Deutschland sondern Südamerika, Afrika, Australien, usw.
  • Und natürlich Gratis-Öffis für alle. Wie finanzierbar? Sinnvolles Gehalt für Politiker, Reichen-Steuer und so weiter. Na eh, die Frage, wie und welche Art zu Leben inwieweit für einen selbst Lebenswert ist, darf nicht von anderen entschieden werden: Für einen Reichen ist es wichtig, 3 Boote zu besitzen, für die Mittelschicht ist es wichtig, gut zu Speisen und gewisse Events besuchen zu können, Urlaub auf den Malediven zu machen und für die Unterschicht, ja, die freut sich, wenn sie am Ende des Monats 10 Euro übrig hat.
  • Man könnte durchaus gewisse Standards vereinbaren, wie bspw – und ja, ich rechne das auf die gesamte Welt: Abzüglich aller Kosten (Wohnen, Strom, Internet, Essen) sollen bspw. 500€ zur freien Verfügung übrig bleiben. I know, das Bedingungslose Grundeinkommen wäre eine Idee – und es wäre vermutlich ein wirtschaftliches Desaster, aber come on, wenn man wollen würde, funktionierte es auch. Aber man will nicht, weil, wie gesagt, man fickt das eigene System nicht ohne consent in den A.

Okay, Peanuts.

Denn unser großer aller Feind nennt sich Kapitalismus. Funktioniert eine Welt ohne Kapitalismus? Probably, aber eben nicht mehr so wie jetzt. Ich bin mir sicher, es gibt bereits Bücher dazu ob und wie es funktionieren könnte – aber, dies sind nur Gedankenfetzen.

„Ja, merkt man, weil sonst würdest du so einen Blödsinn nicht schreiben.“ Shut the f* up, Carl-Ludwig-Kevin. Nur weil du einen von Papa finanzierten BA in Wirtschaftswissenschaften hast, bedeutet das noch gar nichts.

Ja, was denn nun?

Nachdem das System Kapitalismus laufen wird, bis gewisse Länder im Burn-Out landen (ohne Aussicht auf Therapie oder Erholung) und der Klimawandel über den Rest drüber fetzt, würde ich meinen: We’re doomed!

Also, Leo, falls du dies hier irgendwann lesen solltest – ich hoffe es geht dir gut, ich hoffe das Internet hat nicht all zu großen Schaden in deiner frühkindlichen Psyche überlassen, weil die erlaubten 2-Tablet Stunden am Tag dich jetzt zu einem Vollzeit-Tablet Junkie gemacht haben, und ich hoffe, der Planet brennt noch nicht komplett. Ich hoffe, du konntest bereits Urlaub am Meer machen, und ja… who knows wie deine Zukunft aussehen wird.

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Woche #0811

Mauz meinte um 3:20(!) Hunger bekommen zu müssen und hat seit dem im Halb-Stundentakt geweckt.

Dann musste er aufs Klo (was er gerne draussen erledigt). Er ging dann nach zwecklosem Miauen und anstupfen aufs (saubere) Kistchen. Er scharrt dann immer eine Weile, weil er irgendwie (noch) nicht so richtig verstanden hat, wie man richtig scharrt und vergräbt. Oder er stellt sich (bemerkenswert hartnäckig) absichtlich so dumm an, sodass man endlich Erbarmen finden und ihn raus lassen möge. Ich traus ihm eh zu: „Schau, ich kann das nicht, lass mich raus!“

Um 5:50 bekam er dann sein Essen. Dann war Frieden.

Bis 6:20. Dann wollte er dringend raus. Weil, immerhin gibt es ein Revier zu verteidigen und wer weiß, wer davor schon alles überall gewesen sein kann. Ich mein, das ist kein Kinderspiel, das ist hartes Leben und harte Arbeit.

Wir lieben sie einfach. Unsere Bebis.

*

Ich kann nach wie vor keine russischen Buchstaben lesen oder gar schreiben oder gar aussprechen. Warum?

*

Winter ist da, und da auf 1000m gelebt wird, oder gefroren, gab es auch bereits Schnee. Ich hasse es. Schal vor Mund und Nase weil kalt und dank Asthma bekommt man schlecht Luft. Und, die erste Erkältung, und/oder irgendwas mit den Mandeln folgte als gleich, sodass mittlerweile Nachts ein Befeuchter laufen darf. Nützt eh nix. Aber, pures und erhitztes Zitrone-Ingwer-Wasser welches ab der zweiten Tasse wie Medizin schmeckt, zeigt bereits Wirkung, denn der Zustand hat sich durchaus verbessert.

„Ja aber des nützt eh nix bei dir, weil du ständig draußen bist und was tun musst und nie Frieden gibst!“ – Ja, aber, die Tiere! Ja, aber! Aber!

*

Und! Ich bekam ein Huion-Tablet geschenkt. Einfach so! Jetzt steht meiner Designer-Kariere nun wirklich nichts mehr im Weg. Ob ich mich nicht freue, wurde gefragt und ich meinte: „Naja.. jetzt muss ich mir Tutorials anschauen, wie man mit Krita anständig malt und das ist Arbeit!“ Und Tutorials können auch unfassbar überfordernd sein mit Layer und Farbabgleich und Kugeln und Zeugs. Aber natürlich freue ich mich, immerhin kann ich jetzt versuchen einen Gobbolino-Comic zu malen (ich könnte sogar einen ganzen Zeichentrickfilm malen, oh mein Gott, ich könnte sogar einen Classic-Tier-Disney Film malen) und meine Kinderbücher illustrieren wenn die Hyper-Fixation (oder wie ich es nenne, der Flow) wieder mal zuschlägt.

*

Oh, und meine Let’s Plays (Elder Scrolls Online) sind nun mit einer sagenhaften Qualität von 360p inklusive Webcam Bild verfügbar. Wen es interessiert. Und ja, natürlich trage ich Lippenstift und ja natürlich sitze ich gekrümmert und leiste Vorarbeit, sodass die Katze, die ich als Greisin besitzen werde, auch ordentlich und bequem Platz auf meinem Buckel findet.

Wer sich bessere Qualität wünscht, dem steht es frei mir einen neuen Gaming-PC zu kaufen. Aber dann bitte mit tollen Lichtern und durchsichtig, sodass er richtig episch ausschaut!

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Den alten Herren geht es übrigens gut und den alten Damen ebenfalls. Gemeint sind die beiden Warmblüter und die beiden Ponys.

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Hab ich erwähnt, dass ich mir Stirnfransen geschnitten und diese verschnitten hab und nun mit Glätteisen versuche, diese in Form zu bringen und immer wieder aufs Neue daran scheitere aber ich immer und immer wieder die gleichen Fehler mache? Nein? Okay. Ich hab mir Stirnfransen geschnitten und diese verschnitten und versuche nun mit Glätteisen, diese in Form zu bringen, scheitere aber immer wieder aufs Neue daran und ich werds einfach nicht mehr lernen und den gleichen Fehler immer wieder machen.

*

Irgendwas wollte ich noch berichten. Ahja! „Choctaw County Affair“ von Carrie Underwood funktioniert tatsächlich beim Karaoke. Etwas Text-Intensiv, aber es funktioniert.

Country, bestes Genre einfach.

Wie meinte Miss V zu Madame (8): „Jetzt lebst du richtig in deiner Stimme!“

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CMYK und wie all meine Designs

plötzlich sinnlos und unbrauchbar geworden sind.

Willkommen in der Welt von ADHS und „Oh mein Gott, ich bin so motiviert, ich schaffe zig Designs an einem Tag und schau wie gut ich mit Inkscape und Maus (bitte, ich hab das mit Maus gemalt) umgehen kann, bis drei in der Nacht, schau nochmal 20 Designs, aber welche lad ich hoch, und oh mein Gott, jetzt hab ich 5 Shops und tbh, das sollte ich wirklich ständig machen, ich hab Talent dafür, let’s do this, wait, schau, die Katzen schauen echt super aus, was, warum gefällt es dir nicht? Ach egal, mir gefällt es und es ist super, ich finde, ich sollte eine ganze Reihe davon machen!“

Bis zum bitteren Aufwachen als Tassen bestellt wurden, und die Farben ganz und gar nicht dem ideal entsprachen..

„Für den Druck eignet sich am besten das CMYK-Farbprofil, während sRGB am besten geeignet ist, um Designs im Internet anzusehen. Um von beidem das Beste zu erhalten, empfehlen wir dir, dein Design zunächst im CMYK-Farbprofil anzulegen. Bevor du das fertige Design hochlädst, solltest du es aber ins sRGB-Profil konvertieren.“

And guess what:

„But Inkscape cannot output CMYK color files, CMYK exists only as a color selection possibility. Even worse problem with Inkscape and CMYK is that Inkscape knows nothing of real CMYK printing. The shown text Euroscale Coated v2 is the name of one generic CMYK printing color profile.“

(insert mental breakdown)

Was mach ich jetzt?

Idk..

Mit Krita weiter arbeiten.

Oder gar nichts.

Ich bin auf die bestellten Taschen gespannt.. nein, ich hab Angst.

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You feel that G?

So wie der G-Punkt einfach nie gefunden wird, schafft es auch die österreichische Regierung mit ihrer G-(m)isere nicht, irgendwelche sinnvollen Regeln und Richtlinien umzusetzen. Und dabei geht es längst nicht mehr um geimpft oder genesen, then, to be honest, we’re already f*cked.

Hallo, Realität!

Willkommen in der Realität an diesem tollen Montag Morgen. Mein Name ist Creature, C4t Creature, und ich werde euch durch diese schreckliche Zeit hindurch begleiten. Für Fragen stehe ich jeder Zeit zur Verfügung, ob die Antworten jedoch eurem Bedürfnis nach Bestätigung und Sicherheit entsprechen.. well, we will see.

Stellen wir uns die einzig richtige Frage:

Wie werden die nächsten Jahre ausschauen, nachdem sämtliche Pläne der Regierung versagt haben und künftig auch versagen werden?

  • Testen wird mandatory für Events, Gastro, Nightlife, Kino und generell, einfach für alles. Geimpft, Ungeimpft, Genesen, wurscht. 1G zählt nur mehr.

Honestly, ohne Tests wirds nicht mehr gehen. Und zwar die nächsten 10 Jahre. Mindestens. Mark my words. Denn natürlich tragen auch Geimpfte den kleinen Covid spazieren und, noch viel schlimmer, merken oft nicht, dass er bereits auf ihren Schultern hockt und von oben die Welt bestaunt (und natürlich Aussicht nach der blassen Influenza hält, in welche er immer noch unsterblich verliebt ist).

  • Im Idealfall gibt es sichere Testkits für zuhause. Pro Monat bekommt jede Person 20 Stück. Gratis.

Introvertierte wie ich freuen sich, denn wir verkaufen die ungebrauchten Tests an der Straßenecke: „Hey! Psst! Brauchst a Test? 50€ das Stück, Oida des is a Schnäppchen!“ Ich sehe die Wirtschaft blühen und florieren. Und gehts der Wirtschaft gut, nunja, dann gehts zumindest den oberen 10k gut.

November 2021

Die Zahlen sind höher als im Vorjahr. Oh Shit! Oh no! What can we do? What would Buffy do?

Deswegen rufe ich dazu auf: Erinnert euch also an diesen Tag, und erinnert euch daran, dass wir heute den „Kampf gegen Covid und die Pandemie“ verloren haben. Da gibt es kein Entkommen mehr. Irgendwer muss ja die schlechten Nachrichten überbringen.

Und wenn ich die Tweets lese und daran denke, dass wir alle Menschen sind und in Österreich leben: Schminkt euch das mit dem Pandemie-Ende ab. Never gonna happen. Eher zerbricht das ganze System. Also literally. Und damit meine ich wirklich: Sozialleistungen, nada, Krankenversicherungen, naja, also vielleicht und unter gewissen Punkten wird X und Y noch übernommen, aber wir haben nun wirklich keine Kapazitäten mehr. Sorry, not sorry.

Und wenn ich mir die Leute draussen anschaue (und obviously lausche), dann gibt’s die Pandemie nicht mehr, Covid ist eine Grippe und die Maske ein willkürliches und derbes Spiel der oberen 10k aus der Reihe: „Das gemeine Volk, unser Spielplatz! Hahaha!“

Weil, ja, niemand spricht darüber, dass eigentlich, eigentlich(!) nur die finanziell schwächer gestellten Leute darunter leiden, und nicht jene, die sich das Leben (nicht nur wohnen) leisten können. Tja.

So ist das eben.

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Eingeordnet unter Just about Life, Kulturelles, Wtf Politik?

Woche #2510

Du meine Güte, in kürze ist Jahresende und bald gibt es Geschenke. Folge diesem Link für meine Amazon-Wunschliste. Nützt eh nix. Geschenke sind wichtig und gut! I know, wir sind alle Konsumjunkies, aber wisst ihr was, dieser gewollte Minimalismus irgendwelcher Hipster-Neureichen ist genau so sinnlos, und eigentlich nur ein Armen-Cosplay. Aber dazu liegt bereits ein Beitrag in den Entwürfen, der irgendwann, in Jahren oder Jahrzehnten an die Öffentlichkeit gelangt.

*

Ich habe angefangen russisch zu lernen und lasst mich euch sagen: Koreanisch ist um Welten einfacher. Dass das Alphabet teilweise verkehrt und gänzlich anders verwendet wird, belastet mein Hirn mehr als komplett neue Zeichen zu lernen. Natürlich kann ich kein Koreanisch mehr lesen, wäre aber recht schnell wieder drinnen denke ich. Beim russischen hingegen tue ich mir wirklich verdammt hart. Vielleicht habe ich auch neben meiner Dyskalkulie auch eine kyrillische Legasthenie. Who knows. Trotzdem finde ich es spannend, diese Sprache, mit der ich so wirklich gar nichts zu tun habe – ich schaue weder russische Serien (noch nicht!) noch gibt es eine russische Taylor Swift – zu lernen. Aber die Idee, wenn mir wer lästig kommt, einfach irgendwelche russischen Tweets vor zu lesen (weil let’s be honest, vor Russen hat jeder Respekt) motiviert! Sinnvoller wäre es gewesen Italienisch zu lernen, nachdem ich jedes Jahr mindestens einmal in Italien bin. Aber wo wäre dann die Herausforderung?!

*

Apropos Herausforderung: Der Kurs ist online. Und ich dachte mir, na was soll denn online schon viel passieren. Man sieht mich nicht. Man kann mich nur hören. Wobei, die Sache mit dem Sehen, es hätte ja auch sein können, dass man mit Video beitreten muss, weswegen ich den halben Nachmittag vor der ersten Einheit so verbracht habe, meine Webcam in eine sinnvolle (und mir schmeichelnde) Positionen zu bringen.

Aber gut.

Nun, zum Thema online vs. anwesend: dieses „Wer mag vorlesen?“ dieses, „Meldet euch, sonst muss ich euch auswählen“ kickt genau so, als säße ich mitten drinnen. Es ist also ganz gleich ob online oder direkt dort. Social Anxiety, hallo!

*

Mit diesem Beitrag entlasse ich euch in den Montag.

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