Woche #2403 – Corona, 2.0

Wir befinden uns noch immer im Krisengebiet. Die Todesrate steigt, die Zahl der Infizierten explodiert. An Tests zu kommen ist beinahe unmöglich: Sie sind fiebrig und schwach? Nix da. Sie husten und hatten Kontakt zu einer Person die in Italien war? Ah geh, bleibens‘ dahoam! Ja, na eh. Bleibt daheim!

Die Wärme hat sich verzogen, also ist es nicht mehr ganz so schlimm. Stellt euch vor, es wäre Sommer mit 25 Grad und die Badesaison hätte eben gestartet. Aber wer weiß schon, wie lange sich dies jetzt tatsächlich ziehen wird: 13. April heißt es offiziell – und ja, man wird am 13. April gewisse Bestimmungen (z.B. sportliche Outdoor Aktivitäten wie wandern, biken oder dergleichen) lockern müssen.

Für die Zahlen in Österreich empfehle ich übrigens diese interaktive Karte: Link. Aktuell zählen wir fast 5000 Erkrankungen.

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Lustigerweise hatte mich letzte Woche eine Magen-Darm-Grippe heimgesucht. Das erste Erbrechen zog sich furchtbar in die Länge. Ich dachte mir während des Vorganges, wie viel da Platz ist und ob das irgendwann wieder aufhört. Ich brauche wohl nicht alle Einzelheiten zu schildern; und nach zwei-drei Tagen fühlte ich mich wieder besser. Mittlerweile bin ich fast wieder fit und konnte mit Gobbolino auch schon kurze Spaziergänge unternehmen. Allerdings geht er auch gerne alleine bei diesem Wetter.

*

Wie nutze ich meine Zeit? Nicht sonderlich sinnvoll:

Serien. Im Bett liegen. Filme schauen. Schlafen.

Jurassic World Alive spielen: man kann sich aktuell täglich 4x 350 Pfeile für wenig Gold kaufen und bekommt täglich eine 3h-Anlock-Kapsel. Leider befindet sich das Raptorennest (welche ich dringend für den Unique-Indoraptor benötige) 50 Meter außerhalb meiner Reichweite… das ist sehr bitter.

Während ich im Bett liege und döse, denke ich mir, dass ich jetzt bspw. eine Zeitungs-Seite mit Blogartikeln aus diesem Blog machen könnte (oder gar eine ganze Zeitung!), mit Indesign oder Illustrator oder womit auch immer man sowas macht. Dann überlege ich mir und schmiede Pläne, wie ich die (aktuell stillgelegten) Blogs wieder aktualisieren und Öffentlichkeitstauglich herrichten könnte; ich könnte mich auch in Photoshop üben und kreative Katzen-Laser-Raumschiff Bilder gestalten, oder malen, oder eine Sprache lernen oder ein tolles, richtig gutes Video von Gobbolino machen. Gesangsübungen. Was aufnehmen. Let’s Plays. Ich verspüre nicht einmal eine große Lust was zu spielen! Gäbe es jetzt Elder Scrolls VI Single Player, ja, ich würde spielen. Aber nein, ich ziehe die Ruhe im Bett vor. Ist das bitter? Ist es.

Warum?

Weil draußen die Sonne scheint? Vermutlich! Wenn ich schon draußen nichts sinnvolles machen kann, dann soll es auch nicht herinnen sein.

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Soviel aus der Welt der Quarantäne.

Die Leute hier gehen übrigens Spazieren und halten sich marginal an die 1 Meter Abstands-Regel. Ich finde ja, diese Regel könnte und sollte man weiterhin beibehalten. Ich hasse es, geht man wo und ständig rempeln einen Leute an. Dieser Platz, den ein jeder einzelne dadurch bekommt ist wirklich schätzenswert.

Die Parks, die Wege zum Inn und Spielplätze sind allerdings durch sichtbare „Nein, du darfst da nicht rein“-Bänder gekennzeichnet. Aber nur die Eingänge, auf der Seite könnte man dann hinein gehen. Tun aber nur die wenigsten. Und sobald die Todesrate anfängt anzusteigen, in sagen wir…  10 Tagen ca. wird sich auch noch der letzte an all die Beschränkungen und Bestimmungen halten.

Tja. Wer hätte gedacht, dass dieser kleine Covid mal für solch einen großen Trouble verantwortlich sein wird?

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Ein authentischer Bericht aus dem Corona-Krisengebiet

Es ist Frühling. Der 16. März 2020. Morgen soll es laut Wetterbericht 20 Grad haben. 20! Inklusive Sonne. Die Ausgangssperre wäre wesentlich einfacher zu ertragen, hätte Väterchen Frost Einzug gehalten und unsere Glieder erzittern lassen. Vermutlich, oder sogar mit ziemlicher Sicherheit, wird, sobald die Sperre in 1-2 Monaten aufgehoben wird, Schneesturm und Hagel über uns herein brechen; aber dann ist es dem Klimawandel zu verdanken, welcher des Kapitalismus‘ fleißige Diener (noch) nicht von seiner Arbeitskraft entledigt, also ist es nicht ganz so tragisch. Auf auf ihr tüchtigen Bienchen!

Zahlen und Fakten

Wir befinden uns in Österreich. In Tirol. Nicht unbedingt St. Anton oder Ischgl (dem Virenpool, welcher sich via „Aber i hob doch nit an Lift zuasperrn kennen!“ mit schuldig an der europäischen Krise gemacht hatte), sondern im Bergdorf, der Provinz Innsbruck. Innsbruck beherbergt ca. 311 000 Einwohner. Tirol ca. 751 000, und Österreich ca. 8,8 Millionen. Der Stand der aktuell Infizierten liegt bei 254. 900 ca in ganz Österreich. Soweit die Fakten.

Die Zahlen mögen (eigentlich) nicht beeindrucken: 900 Fälle auf 8 800 000 (ca. 0,01%) klingt jetzt nicht danach, als wäre es notwendig, dass die Menschen nicht einmal mehr für einen Spaziergang im Wald das Haus verlassen dürfen (die Vorschrift vermittelt allerdings, dass kürzere Spaziergänge um den Kopf frei zu kriegen, durchaus erlaubt seien solange man alleine ginge, oder zu zweit aber nur, wenn man im gemeinsamen Haushalt lebt), andererseits ist es durchaus eine Notwendigkeit, geht man davon aus, dass 1 Mensch 2-3 andere Personen anstecken kann. Und da niemand anständig getestet wird (bzw. nicht einmal bei Symptomen) bzw. die Kapazitäten überlastet sind (max 300 Testes pro Tag), darf man wohl davon ausgehen, dass die Dunkelziffer sicherlich schon im 5-stelligen Bereich angelangt ist.

Woher?

Corona ist eine Rache der Natur an der Menschheit, welche Fledermäuse verspeist und Gottes Kreaturen in kleine Käfige zusammenpfercht, diese grausamst ermordet und sie hinter her zerstückelt, um sie dann in ihre großen Mäuler hinein stopfen zu können.

Corona ist Menschen gemacht, genauer, vom Herrn Bundeskanzler Kurz selbst in Umlauf gebracht worden, um Österreichs Grenzen endgültig zu sperren: „Ich habe nicht nur die Balkanroute gesperrt, sondern auch Österreich vor diesem unglücklichen Virus beschützt und die Grenzen geschlossen!“ sagte er im Juli 2020. Zusatzeffekt: Dass nur Alte und Schwache daran zugrunde gehen, spart sich das System Pensionen. Wohin diese Gelder fließen? Sicherlich nicht in die Gehälter jener Einzelhandels-Angestellten, die aktuell ihre Gesundheit riskieren.

Corona wurde von asiatischen Zwangsarbeitern, welche illegal in italienischen Fabriken schufte(te)n, aus China mitgebracht und via Tourismus verbreitet. Südtirol wurde lange Zeit nicht als Krisengebiet eingestuft, die fleißigen Studenten kehrten schnellstmöglich in die nahe gelegene Studentenstadt zurück. Da die Uni oft, und besonders zu Beginn langweilig ist, gingen diese Skifahren und siehe da, wer ist Schuld? Wer?

Der Politiker, der Retter des Volkes

„Nein, wir werden keine Ausgangssperre verhängen!“ hieß es erst noch vor kurzem, warum auch, das gesellschaftliche Leben solle nicht leiden, wählt uns! Wir verbieten euch eure Freiheit nicht. Wählt uns! Wir schauen aufs Volk. Ja, na eh. Freiheit! Wir schreiben niemanden etwas vor! FREEDOM!

Wäre zumindest sichergestellt, dass, sollten all die Alten wegsterben und Wohnungen frei werden, diese günstig an junge Leute vermietet werden, welche im Schnitt nicht 900€ für 32m² ausgeben möchten oder gar können, dann könnte man bei diesem Geschwafel vielleicht noch ein Auge zu drücken. Dem ist aber nicht so.

Es war also ein durch und durch dummer Zug, der vielleicht auch das eine oder andere Leben auf seinem Konto verbuchen darf: Denn seien wir ehrlich, bereits ab Tag 1 hätte man eine sofortige Sperre veranlassen sollen – dass sich immer noch Menschen tummeln, die das ganze als Hysterie betrachten, bzw. sich verarscht fühlen (ein Politiker spricht vor 10 Journos auf winzigem Raume, aber man selbst solle Zusammenkünfte über 5 Personen meiden), ist natürlich verständlich (nicht, dass sie sich dennoch treffen, aber verärgert sind) und liegt in der Natur des Menschen (schlussendlich das zu tun, was man selbst gerade will, ohne Rücksicht auf andere, weil die eigene Einschätzung die Richtige ist und wenn die sagt, dass das nicht so schlimm ist und der Staat nur kontrollieren möchte, dann ist das so!). Trotzdem gilt es, zumindest ein wenig bedächtig zu sein – auch, wenn man selbst sich nicht in Gefahr befindet, weil man Jung und Gesund ist. Die Wohnungen werden nicht günstiger wenn die Alten weg sind!

Die Sperre

Dass diese Sperre vorerst lediglich nur 1 Woche gelten soll war klar. Natürlich! Wer hielte sich dann ernsthaft daran, hätte die Politik gesagt: Mindestens 2 Monate dürfen Sie Ihr Haus nicht verlassen! Ganz, ganz im ernst. Niemand. Wirklich, niemand. Dass diese Sperre sicherlich (und mindestens) auf 3-4 Wochen ausgeweitet werden wird, ist auch klar.

Hätte man anderes verkündet, wäre vermutlich Chaos ausgebrochen, das Gejaule laut und Kurz nie mehr wieder gewählt worden (auch wenn er in diesem Falle nichts dafür gekonnt hätte; Pech halt, dass genau dessen Klientel eben diese Charakterzüge aufweisen, tja.. SSKM).

Aber bei einer Woche schaffen die Leute es, mit versammelter Kraft (denn wir müssen zusammenhalten!) via Social Media (ein Hoch auf Social Media! Was täten wir nur ohne Internet! Was haben die Leute davor getan!?), sinnlose Challenges zu veranstalten (damit einem nicht langweilig wird – oh my fucking God, seriously. Wenn du eine Woche im Haus bleiben musst und nichts mit dir anzufangen weißt, dann liegt das Problem nicht an der geforderten Isolation, sondern an dir), gemeinsame Balkonkonzerte zu veranstalten („Nit, es is zu laut!“, „Ruhestörung!“, „Es ist Mittagsruhe, die alten Leut wollen schlafen!“), Lesungen für Kinder die der Schule fernbleiben müssen und nicht auf den Spielplatz dürfen via Webcam zu organisieren (nette Idee, aber interessieren tuts halt wirklich niemanden… gebt ihnen Minecraft!), und einfach im Haus zu bleiben, denn wir müssen zusammen stark sein. Was haben diese Leute getan, wenns mal 3 Wochen durch geregnet hat? Oder man krank war?

I know, I know. Mein Zynismus wird mir noch auf den Kopf fallen; konnte man sich Vor-Corona frei für die heimische Isolation entscheiden und nicht, dass man von staatlicher Obrigkeit dazu gezwungen wird jegliche sozialen Kontakte einzudämmen. I know. I know. Trotzdem. Come on, people.

Dennoch belustigt mich diese Profilierung eines jeden einzelnen auf Social Media. Waren die Leut zuerst auf der „Ach, das ist alles nur Hysterie“-Schiene, schafft man das jetzt alles gemeinsam! Es bringt mehr Klicks! Mehr Likes. Und seien wir uns ehrlich: Genau darum geht es. Genau so wie dieser Eintrag hier Klicks und vermutlich Likes bringt (und ich freue mich über jeden einzelnen)! Und ja, auch ich werde wohl wieder vermehrt Let’s Plays aufnehmen um weitere Follower zu gewinnen: „Hot Girl plays Skateboard game!“ Ich rechne in 3 Wochen mit Fame und Fortune.

Übertriebene Hysterie?

Als all die Bilder von leergeräumten Lebensmittelgeschäften letzten Freitag (dem 13.) Twitter überfluteten, scherzte ich, man müsse sich das eigentlich alles Live anschauen, es sei eine „once in a lifetime“-Situation. Wer könne denn ehrlich sagen, er war dabei, war er doch nicht tatsächlich dabei. Und jetzt ist er wahrhaftig dabei, weil er eben nicht dabei ist. Und nein, dank meiner Faulheit (und meines Asthmas) konnte ich all den Wahnsinn nicht hautnah miterleben. Hätte ich aber gerne. Ich gehöre zur Sensationsgeilen, hechelnden Katastrophenhungrigen Meute; aber auch da wird man enttäuscht: Weder werden Fernseher gestohlen, noch Autos in Brand gesteckt. Auch wandeln keine Zombies, die Köpfe spalten und Gehirne essen. Es ist eigentlich alles ziemlich langweilig, Hollywood wird keine Freude damit haben..

Zurück zum Thema. Wer hätte zu Beginn gedacht, dass Corona derartige Auswirkungen nach sich ziehen würde? Niemand. Corona, a bissl grippig fühlt man sich, aber mehr auch nicht. Is bald vorbei. Viel Wind um nichts. Und ich kann es ja beizeiten immer noch nicht ganz glauben; da eben nicht 90 000 hinweg gerafft werden, sondern relativ wenig Leute, wirken all die (durchaus notwendigen) Maßnahmen, so unfassbar surreal. Die gemeine Hausgrippe wütet jeden Frühling und Herbst, nennt zahlreiche Todesopfer ihr Eigen, wird vernachlässigt, und dieses kleine chinesisch-italienische Corona, bekommt Sonderregelungen.

Ja na eh, die Ansteckungsgefahr ist deutlich höher, die Sterberate für alte Menschen fix. Die Übertragung ist einfach und hartnäckig, und ein jeder, auch jene die keine Symptome zeigen, könnens haben und verbreiten – ich versteh es, und ich halte mich auch daran, bis auf kleinere Spaziergänge natürlich – um den Kopf frei zu kriegen; trotz all dem wirkt diese Situation dennoch surreal. Fast Filmreif. Leben wir etwa doch nur in einer Simulation?

Zusammenfassung

Hier sind wir also.

Der erste Tag in häuslicher Isolation.

Das Leben geht weiter.

Ich werde weiter berichten.

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Woche #0802: Linz!

Ich war noch nie in Linz und habe den Leuten auch nicht geglaubt, die meinten, Linz sei jetzt nicht so besonders schön. Die Wahrheit ist allerdings: Linz ist durchaus hässlich. Naja, fast. Die Donau ist toll.

Die Gebäude gleichen Kerkern der ehemaligen DDR. Alles ist farblos (bis auf die blau-beleuchteten Museen nahe der Donau) und aus Beton. Auch wenn wenige Sonnenstrahlen durchscheinen, die Blockreihe nahe der Donau vermittelt leider kein angenehmes Bild. Man würde dort nicht wohnen wollen, selbst wenn die Natur gleich neben an ist.

Oder das dortige Leitungswasser: Wird das ungefiltert aus der Donau in die Leitungen gepumpt oder warum schmeckt es so unfassbar widerlich? Positiv zu vermerken ist, dass ein Döner Kebap keine 5€, keine 4,50€ kostet, sondern lediglich 3,50€! Und niemand braucht mir erzählen, dass ein Kepab der 5€ kostet mehr Wert auf Herkunft und Haltung des Tieres legt, als jener, der 3,50€ kostet. Wirklich nicht.

Der Dom

Fast jede Stadt besitzt ihn: Den Dom. In Linz ist es der sogenannte Marien-Dom. Ein prunkvolles, relatives neues Gebäude aus Mitte dem 19. Jahrhundert, in Auftrag gegeben von Linzer Bischof Franz Joseph Rudigier, misst der Turm eine Höhe von 134 Meter und ist somit nur wenige Meter kleiner als der Wiener Stephansdom (136m).

Die Krypta

Spannend jedoch: Die Krypta (Bild unten rechts). Zu dieser gelangt man mittels Treppe oder auch einem Lift. Wie neugierige Kinder und nichtsahnend stiegen wir also aus und vernahmen nach nur wenigen Metern ein Murmeln. Und gar wohl! In klein angerichteten, dunklen Kammern saßen in gekrümmter Haltung Menschen, die unverständliche Gebete murmelten. Man hatte das Gefühl, als befände man sich in den unterirdischen Hallen einer geheimen Sekte. Creepy wäre es geworden, hätten sie sich umgedreht, im d’Accord, uns angestarrt, während das schwere Tor oben verschlossen wird, und alle ihre Folterwerkzeuge zur Opferung der neugierigen Unheiligen gezückten hätten. Aber nein, sie haben uns nicht bemerkt.

Der beste Kaffee der Welt

..kostet 3,90€ und lässt sich im cubus im Ars Electronica-Gebäude konsumieren, ganz oben. Ja, er ist teuer. Aber dieses Geschmack! Üblicherweise brauche ich mindestens 3-4 Zucker, damit Kaffee überhaupt trinkbar ist (von Genuss ganz zu schweigen). Hier reichte einer aus. Einer!

Der Kaffee war mild, aber schmeckte nach Kaffee; perfekt abgestimmt zwischen Milchschaum und Kaffee. Und das beste: er war weich und cremig. Nicht so hart und bitter wie die Gewöhnlichen, die man hier bekommt. Nein, er war cremig, weich, perfekt. 10/10.

Künftige Mission: Einen eben so guten Kaffee im Bergdorf zu finden.

Ars Electronica

Ein interessantes Museum, welches zum Mitmachen einlädt. Aber Vorsicht, nicht alles was sich bewegen lässt, gehört mit zur Ausstellung. Normalerweise, und der erfahrene Museums-gänger weiß, dass wenn sich etwas bewegen lässt, oder eine Schublade da ist, dass sich dahinter noch etwas verbirgt oder es Teil der Ausstellung ist. Nicht so im Ars Electronica. Hier gibt es tatsächlich einige Teile von Ausstellungsstücken, die weder Sinn noch Zweck besitzen, sondern lediglich gut ausschauen sollen. Tja.

Bad Cop Bad Cop in der Stadtwerkstatt

Die Stadtwerkstatt ist das kleine „abgefuckte Punk-Veranstaltungslokal“ direkt neben dem Ars Eletronica und kleiner als das PMK (ein ebenso „abgefucktes Veranstaltungslokal“ in den „Bögen“). Es spielten Bad Cop Bad Cop (eine all Women-Punk-Band) und Make War, deren Tour-Vorband. Beide waren großartig und besonders, dass die Frauen von BCBC bereits jenseits der Anfang 20 sind, machte das ganze noch besser.

Spazieren am Chiemsee

Das verlängerte (und nahezu perfekte) Wochenende endete mit einem Zwischenstopp und Spaziergang am Chiemsee.

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Woche #1602

Eislaufen wird nicht besser, wenn man nach wie vor keine geeigneten Schuhe trägt und stattdessen immer noch auf jene hässlichen, unbequemen Plastikdinger angewiesen ist. Und nein, dicke Socken helfen auch nicht und wenn, nur marginal.

Auch nicht sonderlich toll ist, wenn der Drummer der Taylor Swift-Punkrock Coverband abspringt, nicht, weil ihm Taylor Swift nicht gefällt, nein, sondern weil er Punk nicht mag (und ihm dies zu langweilig ist). Und der Bassist plötzlich andere Pläne hat. Tja.

Und zu guter Letzt musste ich mir alle 5(!), ja davon gibt es 5, Filme von Twilight anschauen. Was jedoch interessant ist, ist, dass es zum Jubiläum eine Buchfassung mit vertauschten Rollen gibt; und das hört sich ziemlich lustig an. Allerdings, so muss man zugeben, dass der Twist im letzten Film durchaus unvorhersehbar war.

Ich habs übrigens gekauft. Auf Englisch. Ich wollte bei der deutschen Fassung (auch war ich zu faul um weitere Angebote zu durchsuchen) nicht das Original mitkaufen.

*

Desweiteren versuchte ich mich beim Skateboard fahren. Nicht im Real Life (dafür bin ich zu uncool, nach wie vor), aber mit einem Skateboard Simulator (genannt SESSION), der, wenn man wirklich keine Ahnung von all den Tricks hat, fast keinen Sinn macht, vor allem, wenn man erst später bemerkt, was der eigentliche Sinn und Zweck dahinter ist: Tricks filmen, und aus unterschiedlichen Perspektiven abspeichern – und wenn man absolut nicht weiß, wie man überhaupt mit einem Controller umgehen soll, da man eigentlich sonst nur via Keyboard spielt, dann wird das ganze recht… interessant.

Es macht sicherlich am meisten Sinn, beherrscht man einerseits die Physik hinter dem Ganzen, beziehungsweise, wenn man sich etwas mit der Materie auskennt und auch gewohnt ist, mit einem Controller zu spielen.

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Ich habe ja nie viel vom Valentinstag gehalten; dieses Jahr allerdings, wurde ich in ein veganes Restaurant eingeladen mit anschließendem Ausgehen und Karaoke.

Der pinke Burger am Nachbartisch schreckte mich ab, also versuchte ich die Pizza. Ich schicke hiermit voraus, dass ich jegliche Form von Käse (ausser Mozzarella) hasse. Gestank, Geschmack und Konsistenz empfinde ich als unfassbar widerlich. Auf Pizzen befindet sich meist (meist!) Mozzarella, und kein Käse, zumindest in Italien. Nun, so toll der Abend war, der Kokos-Käse Ersatz, welcher sich auf der bestellten Pizza befand, schmeckte so richtig nach Käse…

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The Man

Man kann über Taylor Swift sagen was man möchte: Aber sie ist durchaus ein Genie.

Nicht, dass sich dieser Beitrag die Mühe macht, sämtliche Easter Eggs heraus zu filtern, aber einige wenige Szenen möchte ich euch durchaus näher bringen, die doppelten Standard, Sexismus und Stereotype zusammenfasst und perfekt thematisiert:

Ebenfalls bezeichnend: The Wolf of Wallstreet-Referenzen:

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Corona-Virus, so so.

Es ist durchaus spannend zu beobachten, wie von „Ah geh, is ja lei a Grippe“ die meisten Menschen, auch jene, die davor Hamsterkäufe und übertriebene Vorsicht belächelten, selbst beginnen zu zweifeln und Vorsicht walten lassen.

Und ganz davon abgesehen – ob die mediale Berichterstattung zur Massenpanik führt(e) oder ob es tatsächlich eine Art „Survival of the Fittest“-Revival mit verschärften Spielregeln gibt, wie: Kein Impfstoff, keine Resistenz da neu sowie eine höhere Mortalitätsrate (besonders bei Alten und Kranken) – lassen sich doch einige Dinge generell benennen, an denen es mangelt oder welche bisher vernachlässigt wurden:

  • Überlastung von Krankenhäusern (mehr Personal! mehr Betten!)
  • Homeoffice als Teil der Arbeitskultur
  • Ausbau der digitalen Netz- und Infrastruktur
  • Regelmäßiges Händewaschen
  • Betreuungsplätze (falls Schulen geschlossen werden müssen)
  • Pflegekräfte besser entlohnen

Über die Mentalität krank arbeiten zu gehen

„Aber der Chef wird sonst böse!“, „Aber ich kann doch die Kollegen nicht im Stich lassen!“ oder aber auch: „Ich verliere sonst meinen Job!“ Tja. Willst du für den Tod deiner Kollegen verantwortlich sein? Willst du das? Nein? Dann bleib zuhause.

Die Universität Innsbruck schickte erst gestern eine E-Mail, mit der Aufforderung, dass man, wenn auch nur geringfügig unter – Halsschmerzen, Kopfschmerzen, leichter Husten, (geringfügig) erhöhte Temperatur, Übelkeit, Magen-Darm-Symptomatik, Unwohlsein leidet oder ein Schwächegefühl bemerkt, man mindestens 10-12 Tage daheim bleiben und LVs fernbleiben soll, während LV Leiter gesamtes Material online zur Verfügung stellen müssen und den Studierenden kein Nachteil im Studienverlauf droht, sollten sie aufgrund eines der Symptome nicht teilnehmen können. Klingt wie Weihnachten oder? Ich hätte dies vollends ausgenutzt und wäre wohl ans Meer gefahren derweil.

Droht uns eine tatsächliche Gefahr?

Vielleicht. Vermutlich. Oder auch nicht. Vielleicht entwickelt sich der Virus weiter und Infizierte bekommen Hunger auf Gehirne und Blut. Vielleicht sind wir auch übermorgen bereits in einer post apokalyptischen Zombie-Welt, in der es nur mehr 100 000 Menschen in ganz Europa gibt. Who knows? Niemand kann das wissen.

Wer kann schon sagen, wie viele Leute es dahin raffen wird: Die gemeine Hausgrippe heimst jährlich ca. 20 000 Tote allein in Deutschland ein. Medien berichten Corona habe bisher mehr Leute als SARS auf dem Gewissen. Aber wer vertraut schon blind den Medien? Wir aufgeklärten Millennials und digitalen Weltbürger doch nicht. Wir wissen, wie Medien arbeiten und werden der BILD sicherlich kein Vertrauen schenken.

Trotzdem schadet es sicherlich nicht, sich öfters als gewöhnlich die Hände zu waschen oder hustende Menschen in der Öffentlichkeit zu fragen, ob sie sich nicht doch testen lassen wollen. Nur zur Sicherheit, vermutlich is eh nix, aber who knows.

 

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Schneekatze!

Gobbolino gibt es auch auf Instagram! Zwar mag er es gar nicht, wenn ich ihn fotografiere und ihm dieses Ding sinnlos ins Gesicht strecke, aber er freut sich sicherlich über ein paar Follower mehr!

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Corona Virus Memes

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28. Januar 2020 · 11:08

„Cats“

Was glaubt ihr, bedeutet „OVmU“ oder „OmU“?

Man sollte eigentlich annehmen, sofern man OV als „Original Version“ versteht (was dann die Original Sprache, in welcher der Film gedreht wurde, wäre), dass „mU“ für „mit Untertitel“ stehen könnte. Könnte! Nicht muss. Könnte! Aber so sei es, dass dem nicht der Fall ist; nein.

Denn bei Cats im Metropol (ein eigentlich gutes und korrektes Kino) bedeutet dies: Die gesprochenen Dialoge im Film sind Deutsch (auch Wortfetzen zwischen den Songs), die Songs auf Englisch mit deutschen Untertiteln. Exakt. Was es übrigens noch lächerlicher macht, ist die Tatsache, dass es gefühlt 15 gesprochene Sätze gibt.

Zur Kritik

Ich gestehe, ich habe das Musical Cats nie gesehen. Nicht aus Desinteresse. Oder weil ich Musicals schrecklich finde. Nein, sie gingen einerseits an mir vorbei, andererseits verspüre ich bei Opern, Tanzaufführungen und Musicals immer diesen Drang, selbst wieder mehr zu tanzen, zu singen, eben ein wenig dahin gehend zu tun. Was aber zu teuer ist und da ich nach wie vor der Meinung bin, dass wenn, es vielleicht 3 Abende die Woche sein sollten, oder mindestens 4-5 Trainingseinheiten, muss ich dieses Vorhaben ruhen lassen. Als ich jung war, wollte ich sogar eine Musical-Ausbildung machen, bis ich bemerkte, dass alle Sänger und Sängerinnen in etwa gleich klangen und austauschbar waren. Das wollte ich dann auch wieder nicht.

Was lässt sich darüber sagen?

Die negativen Kritiken überschlagen sich und ohne eine Musical-Version gesehen zu haben, kann und darf ich schlecht darüber urteilen. Worüber ich aber urteilen kann, denke ich, ist jenes, dass, hätte man dem Film noch ein paar Millionen mehr ins Budget geschmissen, es vermutlich weniger billig (nicht einmal trashig) gewirkt; und ja, Taylor Swift wirkt als einzige so, als mache ihr der Film tatsächlich Spaß. Und sie kommt, bei den negativen Kritiken, auch am besten weg.

Treffendes Zitat:

„Gut möglich, dass Cats am Ende vor allem Futter für jede Menge humorvoller Parodien bieten wird oder als Kultfilm à la Rocky Horror Picture Show mit einer tanz- und verkleidungsbegeisterten Fangemeinschaft weiter lebt. Bleibt zu hoffen, das Hollywood wenigstens von Starlight Express die Finger lässt. Da geht es um menschliche Lokomotiven.“ (Zeit.de)

Facts (ja! Fakten!)

  • Uraufführung 1981 im New London Theatre.
  • „Beautiful Ghosts“ wurde von Taylor Swift und Andrew Lloyd Webber geschrieben.
  • Jennifer Hudson (Grizabella) erhielt 2007 für Dreamsgirls den Oscar für beste Nebenrolle.
  • Eminenz Old Deuteronomy wird das erste Mal von einer Frau gespielt (Judi Dench).

Fazit

Ich fand ihn nicht so schlecht. Ich fand ihn unterhaltsam. Entweder etwas trashiger und selbstironischer, oder etwas mehr Zeit und Budget und man hätte einen durchaus, vermutlich und vielleicht auch für gewöhnliches Publikum sehenswerten Film gehabt. Und ja, wie das Zitat oben sagt, es wird sich wohl eine liebevolle Fangemeinde um diesen Film scheren und diesen lieben und hegen und pflegen. So soll es sein.

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„Easy A“

US-Amerikanische High-School-Filme sind sowas wie Märchen: Es wird eine Welt kreiert, die es so nicht gibt. Und nirgendwo je gegeben hat. Und nie geben wird. Und besonders abstrakt wird es, wenn sie in Kalifornien spielen.

Emma Stone streamt (2010 nannte man es noch „broadcasten“) über einen Vorfall, der eine Reihe von anderen Vorfällen (und Gerüchte) mit sich gezogen hatte. Und spricht dabei nur die Wahrheit.

Easy A ist eine Komödie mit vielen Darstellern der 90er, die längst in Vergessenheit geraten sind: Mutter Patricia Clarkson und Stanley Tucci leben zusammen gewürfelt in einer antiautoritären Patch-Work-Familie und zugegeben, zugegeben, die Witze die sich daraus abgeleitet haben, waren nett. Ja, okay, der Film hat durchaus seine Momente.

So, let’s bring it on

Emma Stone passiert also das, was jedem High School Mädchen passiert: die böse (in dem Fall hochreligiöse) Bitch (Amanda Bynes) verbreitet Gerüchte – in diesem Fall etwas, was Emma ihrer California-Klischee-Freundin als Notlüge auftischt, weil sie nicht mit deren Hippie-Eltern campen gehen wollte. Sex before Friends. Und jetzt ist sie die Schulschlampe, die ihre Jungfräulichkeit an einen Typen aus dem Community College (College für Arme) verloren hat. Der Lehrer (Thomas Hayden Church), wirkt etwas creepy, und über-bemüht, aber schlussendlich bemerkt er zumindest, dass die Gerüchte nicht wahr sind. Im Gegensatz zu seiner Frau, Lisa Kudrow, der Schulpsychologin, die Emma Stone gleich eine Handvoll Kondome aufzwingt.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell und verdreht Gerüchte reisen und wieder zurück geschleudert werden. Emma geht damit locker-lässig um, und da „Der Scharlachterote Buchstabe“ gelesen wird (aber hey, es gibt eine Verfilmung, nicht die mit Demi Moore!) klebt sie sich in weiterer Folge ein rotes A aufs Korsett.

Wegen übler Anrede sitzt sie Stunden mit dem Schulschwulen ab und es kommt zum „Gentlemens Agreement“: Er will quasi hetero sein, bis er aus dieser Hölle (aka Highschool) kommt. Es wäre eine Win Win Situation, die Leute nähmen sie wahr, wenn auch nur als Flittchen und er landet nicht mehr im Trash. Zuerst wenig begeistert, sagt sie gegen Bezahlung zu und es gibt klassischen Fake-Sex auf einer Party.

„If they already got you, give them more they can’t handle.“

Es kommt wies kommen muss. Das „Sex for Money-Rumor“ verbreitete sich sehr, sehr schnell. Und je mehr Kunden es gibt, desto mehr Gerüchte folgen. Und als ein Dude sie tatsächlich um ein Date frägt, sie aber für Geld flach legen will, bemerkt sie, dass das ganze, so lustig und lukrativ es ist, vielleicht nicht so das wahre zu sein scheint. Wo sind die Kavaliere, sie zitiert sie ironischerweise aus den John Hughes (Come on!) Filmen. Und sie spricht von den Helden der 80er, John Cusack mit der Beatbox (in Say Anything, übrigens kein John Hughes-Film), Jake aus 16 Candles (ein Film der so grandios überbewertet ist), Judd Nelson in Breakfast Club – I want my life like an 80s Movie! Mit einer Musical Nummer wie ein Ferris Buller! Aber nein, ihr Leben ist kein 80er Jahre Film…

Die Geschichte zieht sich weiter, sie sucht Rat in der Kirche: Pfarrer ist der Vater der Schulbitch, deren Freund Chlamydien hat, weil dieser mit der Schulpsychologien Lisa Kudrow, ohne Kondome, gevögelt hatte – Jemand hatte sichtlich Spaß beim schreiben, oder einen billigen Roman gelesen.

Emma Stone ist am Tiefpunkt angelangt als ihr einer, der vorgab ernstlich interessiert zu sein, 200$ vor die Nase hält. Und natürlich, wie in einem typischen Film der 80er ist der vermeintliche Good Guy in sie verliebt, und der hat sowieso nichts von dem geglaubt was die Leute sagten. Sie mag den Typen auch aber da ihre ehemalige beste Freundin in ihn verliebt ist, kann sie ihn nicht daten.

Und kurz bevor der Film auf sein endgültiges Ende zusteuert, wird es Zeit, alles klar zu stellen. Und so kommen wir zur Anfangsszene: Dem Podcast, Broadcast, Live Stream, whatever.

Fazit

Eine nette satirische Komödie, Emma Stone spielt sympathisch und überzeugend, der Soundtrack ist großartig und ja, es ist durchaus eine ironische Hommage an die Filme der 80er.

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