Gibt es ein Leben nach dem Internet?

Und ich meine damit nicht als Folge eines apokalyptischen Auslösers (ABC-Krieg, Aliens, Zombies, Viren), oder ein globales Stromnetzversagen (wobei das durchaus passieren kann) und man dann eben für ein paar Tage kein Internet mehr hat.

Nein, ich meine, aus welchen Gründen auch immer, dass die Menschheit eines Tages beschließt, das Internet nicht mehr so zu nutzen, wie sie es aktuell nutzt: Kommunikation, Shoppen, Liebe, Hass, Freizeit, und so weiter. Vielleicht sogar das Internet gar nicht mehr nutzt.

„Möchten Sie auch einen Internet-Anschluss zum Festnetz?“
„Nee Danke, bin gerne natürlich. Brauch dieses Fakenet nicht..“

Zunächst wird dieser von Medien genannte „kurzlebige“ Hype wohl von Kindern der heutigen TikTok Generation ins Leben gebracht. Vielleicht war ihnen das Tun und Handeln ihrer Eltern peinlich, vielleicht aber, erkannten sie keinen Lebenserfüllenden Sinn dahinter, vielleicht waren sie der Selbstinszenierung auch einfach nur müde. Wer weiß. Jedenfalls, spätestens die Kinder der heutigen 14jährigen TikTok Stars (also … in ca. 15 Jahren) werden diesen Lebensstil in Frage stellen.

Okay, seriously

Aber ich meine das tatsächlich ernst, denn ich kann es mir durchaus vorstellen, dass irgendwann die Leute sagen: Ja gut, das Internet verwende ich tatsächlich wenn ich auf Wikipedia was nachschauen muss; und dass Apps wie Facebook, Twitter, Insta und TikTok mit dem Wegsterben ihrer Generation verschwinden, und da einfach nichts mehr nachkommt. Stellt euch vor, in 100 Jahren ist die gesamte Bevölkerung von Facebook mit toten Accounts befüllt, die sich gegenseitig anschweigen.

Wer nutzt dann Facebook noch? Ein paar schwurblige Firmen, die immer noch finden, man müsse eine Facebook-Seite haben. Facebook wird doch jetzt schon kaum mehr sinnvoll genutzt. Vielleicht bleibt Twitter mit einer Handvoll User bestehen, um sich Tag täglich über „Das geht doch einfach nicht!!!! RÜCKTRITT SOFORT!“ aufzuregen und sich von der Bubble feiern lassen. Wobei, in vielleicht 50 – 100 Jahren wird auch Twitter Geschichte sein. Alle „sozialen Medien“ werden Geschichte sein.

RIP
Social Media
2007-2070
Represent yourself in Peace.

Aber nochmal: ich meine das tatsächlich ernst; dass vielleicht in zehn Jahren die Leute sagen: „Nee… kein Bock mehr, ne.“ Und das Internet nur mehr zur Erleichterung gewisser alltäglichen Dinge nutzen (Arzt-Termine, Shopping, evtl. Arbeit weil remote-work trotzdem toll ist), aber im Endeffekt all diese exzessive Nutzung wie beispielsweise Schulunterricht via Zoom, Remote-Meetings, und der gleichen dazu führen, dass das Internet im Freizeit-Bereich gänzlich verdrängt wird und in Vergessenheit gerät. Mark my words.

„Weißt noch, Internet?“ – „OH MEIN GOTT! WEICHE VON MIR SATAN!“

Oder

„Weißt noch, wie wir Nächte lang wach lagen und gescrollt haben.“
„Jaaa voll geil wars! Weißt du noch was gescrollt hast?
Nee.. kein blassen Schimmer mehr..“

„Ich auch nich…“

Klingt unlogisch? Ist es aber nicht.

Vielleicht führt diese gezwungene, digitale Notwendigkeit tatsächlich dazu, dass sich die einen oder anderen davon abwenden, abkehren, und in 50 Jahren, in 20 Jahren fragen: „Wie bescheuert bist denn du, warum nutzt du das noch, das braucht doch keiner.“ Und wenn wir uns Fakten und Medien, Medienrealität und Medienkonsum anschauen, dann liegt es auf der Hand, dass irgendwann eine Generation kommt und sagt: „Geh heast, i kenn mi nimma aus, lass uns wieder ordentlich publizieren, mit Fakten und so und Kontrolle.“ Und von sich aus, soziale Medien gar nicht mehr nützen will, weil alles was gepostet wird eh irgendwo nur Fake ist, und keiner eigentlich mehr Lust drauf hat, egal wie kreativ der Fake ist.

Ich sage der Trend geht nicht Richtung Ready Player One, er geht Richtung, weg vom Netz. Richtung, Internet wenn notwendig, mit easy Hand-wisch Bedienung aber der Rest, der gesamte Rest, wird sich wieder ins real life verlegen. Denn man möchte, die Freiheiten, die man in gewissen Situationen wie einer ewig andauernden Pandemie, hat, sinnvoll nutzen. Weg vom Handy. Weg vom Fake. Der Flugreisen-Urlaub, der jedem nur mehr einmal pro Jahr zusteht (wegen Klimawandel), will nicht mit Inszenierung vergeudet werden, sondern mit Erleben.

Und so weiter.

Klingt nicht mehr so abwegig oder?

Und ich geb euch noch eines: Festnetztelefone. Sie werden wieder kommen. Durch remote-work, Home Office und genereller ständiger Erreichbarkeit wird man es leid, ständig erreichbar zu sein. Remote-Work wird sich auch weiterhin durchsetzen, da die Pandemie kein Ende finden wird, nicht in absehbarer Zeit; aber diese ständige Erreichbarkeit, unternimmt man einem Spaziergang oder gönnt man sich eine Pause, wenn das Telefon klingelt, „Du.. Herbert-Kevin, hast du mal Zeit, ich brauche dringend..“, Nein. Ende. Erneut: Man will das irgendwann nicht mehr. Festnetztelefone werden in spätestens 10 Jahren wieder en vouge.

Mark

my

words,

Mark.

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Woche #1011 (November 2020)

Gobbolino musste wieder Mal zum Tierarzt, der am Telefon bereits lachte, als ich „Marderbiss“ erwähnte: Mai, da Gobbolino. Tja, nützt nichts kleiner Mauz. Ich glaube unterdessen nicht mehr gänzlich an seine Unschuldigkeit bei diversen Verletzungen.

Nehmen wir den roten, dicken Kater, der ihn anjault, vertreibt oder auch Mal nicht in die Wohnung lässt. Es wäre das eine, ginge Gobbolino ihm tatsächlich aus dem Weg, aber nein, der kleine Mauz schleicht ihm hinter her und tratzt ihn womöglich auch.

Foto

*

Die Woche ist sonnig, das Wetter kühl, ich habe meinen ersten, wenn auch kleinen Ollie geschafft. Wie man sehen kann, bin ich bereits wenige Zentimenter in der Luft. Nach einer Stunde üben! Ja, am Vorderfuß und an der Höhe des Sprunges wird noch gearbeitet.

*

Übrigens, darf ich euch vorstellen: Sea Creature! Sea Creature war ein Geschenk zu einem ganz besonderen Anlass, und darf neben Murmel und Merlin einziehen. Auch wenn es durchaus gewöhnungsbedürftig ist, will ichs nie mehr her geben. Stellt euch Sea Creature und mich am Strand vor. Nicht im Sand, aber am Strand! Bei 30 Grad!

 

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#ESO Wenn ein Bug vielleicht ein Intelligenz-Test ist

Als die DLC Markarth veröffentlicht (für ESO+ Kunden natürlich gratis – und ja, ESO+ rentiert sich) wurde, erschlich sich ein Bug oder ein (versteckter) Intelligenz-Test meine Aufmerksamkeit.

Wer einst in die Welt von Himmelsrand aka Skyrim eingetaucht ist, der weiß, dass in Markarth selbst die Betten aus Stein sind, und in diesem Falle erlebt man sogar tatsächlich ein schauriges Wiedersehen. Was in Einsamkeit ein wenig auf sich wünschen lies, beförderte hier sämtliche Erinnerungen zu Tage. Brrr..

Anyway.

Mit dazu gab es neue Quests und neue Weltbosse, die es zu besiegen galt und innerhalb weniger Tage besiegt wurden.

Der große, rote Balken taucht auf, boost, und geht scho! Nicht dieses Mal. Der Quest um die Leerenmutter scheitert damit. Und ganz gleich, wie viele User „STOP DONT KILL THE BOSS SHE SUMMONS THE REAL BOSS“ tippen, es ändert nichts an der Tatsache, dass dieser Quest vermutlich eines der besten Experimente im Bezug auf die menschliche Psyche und Lernfähigkeit ist. Ein brillanter Schachzug wenn man so will.

Und so beobachtete ich das Spektakel vom Rande aus, mit eine Reihe weiterer Spieler, die bereits überrissen hatten, wie das ganze funktioniert.

(Ich bin die mit dem weißen Hut aus dem Hexenevent); und wie man sehen kann, fanden es noch weitere Spieler belustigend.

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#ESO Sets und andere Qualen

Ein komplettes Set, das weiß jeder, der sich in Adventure RPGs bereits verlaufen hat, ist wichtig. Sehr wichtig. Und sinnvoll. Es gibt Boost, mehr Regeneration gewisser Attribute und Boni, wie Geschwindigkeit oder eine Chance von 12% der Unverwundbarkeit mit einer Dauer von 4,5 Sekunden wenn Attacke X zustande kommt, unter Y Bedingung. Also, ab und an, und wenn, bemerkst dus nicht.

Meine Magicka DDin (Damage Dealer) trägt einerseits den Falschen Gott, möchte aber nun auch das Neue Mond von Akolyth Set besitzen, was kritische Treffer um einiges boosten wird. Das Problem: Letzteres muss hergestellt werden, ersteres gefarmt. Erstes ist mittlerweile komplett auf violett, das zweite.. nunja, lassen wir das mal.

Nun gut, mittlerweile besitze ich die Muttertränen, aber immerhin kaufte ich mir für 50k einen Blitzstab vom Akolyth Set, auch wenn ich jetzt auf der Suche bin nach zwei Blitz- oder vielleicht sogar Flammenstäben vom Falschen Gott, damit ich die Haube und die Schultern des Infernalen tragen kann, welches mir durchaus nochmal mehr kritischen Schaden gibt. Tja.

Ihr wolltet, dass ich blogge. Hier habt ihr Einträge. Lest sie.

*

Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Vergabe der CP (Champion Points) durchaus wichtig ist, und hierbei bin ich euch keine große Hilfe, sondern vergleicht das Angebot diverser Build-Hersteller. Was ich aber sagen kann ist: Es funktioniert. Im Schnitt mit CP460 beträgt mein Schaden ca. 20-30k. Das ist okay.

Übrigens auch wichtig: Skills über Dauer, die deinen Schaden um 20% erhöhlen. Mit einem Skill der Magiergilde (welcher mir entfallen ist), mache ich also nochmal Schaden auf Zeit und 20% mehr in dieser Zeit. Man merkt es. Wird scho, wird scho.

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#ESO Neujahrsfest!

Ich beginne diesen Beitrag in der Hälfte des Events, und lasst euch sagen meine Lieben, mit Kernholz lässt sich gut Gold machen. Jeweils 10 Stück für 60 000 Gold (abzüglich der Gildenabgaben, Netto also 55 800), besitze ich nun ca. 370 ooo Gold. 40 weitere Stücke sind im Angebot (Nachtrag: die wollte dann niemand mehr..).

Kehrt zu Breda zurück.

Indrik und Kronendesaster

Dieses Fest ist und war die letzte Möglichkeit eine der zahlreichen Indrik-Erweiterungen zu bekommen.

Kehrt zu Breda zurück.

Nur fehlen die Ereignisscheine.

Kehrt zu Breda zurück.

Diese werden vermutlich mit 1250 Kronen (ca. 12 Euro) nachgekauft. Und natürlich kaufte ich Frostmahr für 4,500 Kronen und investierte ca. 20 Euro. Andererseits: Wofür gebe ich sonst Geld aus? Eben. Und steht mir dieses Pferd für immer und für alle Charaktere zur Verfügung? Eben.

Kehrt zu Breda zurück.

Anfang Januar bekomme ich 19 000 Kronen. Diese müssen für ein Jahr reichen. Das wird knapp (Nachtrag: Ich habe noch immer 11k Kronen, aber mir mittlerweile Katzenbankier und Katzenhändler geleistet).

Kehrt zu Breda zurück.

Neujahrsfest Quests

Tanze mit den Zechern im Keller von Ebenerz! Bewirf die feine Herrschaft im elfischen Himmelswacht mit Schlammbällen. Fische in Schattenfenn und stürze dich in Ostmarsch aus unterschiedlichen Höhen ins kalte Wasser und wärme dich mit den Trunkenen im Handtuch am Feuer. Verdiene dir Badetücher, einen Schneeball-Freund (der dich ständig bewirft) und Pelzhauben!

Kehrt zu Breda zurück.

Dazu Stilseiten diverser Waffenstile und Monturen durch kaiserliche Wohltätigkeitschriebe, die sich, nunja, schau ma mal, 4 sind aktuell für jeweils 10k im rennen. Bisher kein Erfolg.

Kehrt zu Breda zurück.

Alle diese 11 Quests (mit dem Neujahrsritus, wo es gilt einen Schrein zu finden) werden täglich wiederholt, auch wenn ich mittlerweile bereits alles Sammelbare beinander habe. Seltene Zutaten gibt es trotzdem.

Kehrt zu Breda zurück.

Und gegen Ende? Habe ich ca. 20-30 Tiefwinter- und Wohltätigkeitsschriebe auf der Bank liegen, weil, ja, weil die niemand mehr haben wollte. Aber! Ich bekam auch den Indrik und den kleinen roten Indrik. Insofern, I did it! Mühsam wars.

Abgeschlossen: Neujahrsfest.

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Woche #1102

„Du bloggst gar nicht mehr (sadness)..“

„Schreib Blog!“

Ja, ja!

Obwohl die österreichische Politik und Corona mir soviel Anlass zu polemischen, zynischen Äußerungen gäben, nutze ich nichts davon. Vermutlich, weil die Realität bereits so drunter und drüber ist, dass mir von vornherein jeglicher Wind aus den Segeln genommen wird. Vielleicht aber auch, überfordert der Content. Vielleicht aber auch, ist das Blogschreiben endgültig gestorben und wird wirklich nur mehr für ein paar Verbliebene gemacht. Na gut, seis drum. Immerhin etwas.

*

Gobbolino geht es gut. Er hat einen neuen Baum zum klettern gefunden.

Und! Es gibt tatsächlich etwas:

Vor einigen Tagen kam er nicht heim. Aß kein Frühstück. Kam nicht wenn man ihn rief. Er kommt meistens. Irgendwann kommt er. Es wurde Mittag. Er kam nicht. Es wurde Nachmittag. Man machte sich auf die Suche. Nichts. Rief ihn. Nichts. Es wurde Abends. Nichts. Nachts. Nichts. Ja, ihr könnt euch meine Angst vorstellen. Irgendwann legte man sich zu Bett. Und ich träumte, dass er in meine Arme kroch. Da-dumm. Gobbolino! Er sprang vom Kasten herunter. Er ist da! Hat er Verletzungen?! Nein. Glück gehabt. Aber dreckig ist er. Und jedes Zimmer, dass er betrat stank nach Kuhscheisse. Zwei Packungen hat er gefressen, nicht gegessen, hinunter geschlungen. Und so dreckig war er. Und so gestunken hat er! Ein wenig hab ich ihn geputzt, die weißen Füßlein, an denen Kuhscheiße klebte, abgewischt. Nach einigen Tagen gings..

und seitdem kommt er wieder regelmäßig nach hause, bleibt beim Spaziergang in der Nähe… Man vermutet, er wurde wohl im Kuhstall eingesperrt..

Schaut, wie hübsch Gobbolino ist! (Ich musste die Filter anwenden, da er noch immer braun und dreckig war); zu TikTok werde ich noch eigens bloggen.

*

Neben dem alten Warmblut-Herren (der über die Wiese fetzen liebt! und es auch tut, sich kürzlich in eine Hafidame verliebt hat und die beiden, ganz gleich was der Reiter sagt, sich ein Rennen lieferte – was dahin führte, dass die Besitzerin vom Nachbarstall zu hören bekam (und vielleicht a bissl stolz war, dass man sowas mit ihren Pferden machen kann): „Wer ist denn die Wahnsinnige, die da ohne Sattel und ohne Helm übers Feld fetzt!“) kümmere ich mich aktuell auch um zwei alte Pony-Damen, die zunächst sehr biestig waren, aber wie ich bemerken musste, sehr sensibel auf leichte Fragen reagieren. Die Grundkenntnisse von Natural Horsemanship sind beiden bekannt, oder sie sind unfassbar lernfähig und ich bin wirklich dankbar, bereits soviel gelernt zu haben und es auch anwenden zu können. Es erleichtert den alltäglichen Umgang mit allerhand Tieren wirklich.

*

Zweimal war ich bereits wandern. Und es ist besser, bei eisiger Kälte und Sonnenschein zu gehen, als bei etwas feuchterem Wetter. 1,5 Stunden schafften wir die 2-Stunden Strecke trotz vereistem Weg. Oben angekommen gab es zwar Essen to go, wir aber, wie immer, hatten kein Geld dabei. Und durften uns auch nicht auf den Tisch setzen, der sei nur für Gäste. Welche Gäste? Die drei Gestalten die bereits beim Eingang aßen? Manchmal übertreibt man.

Eine Woche später gingen wir wieder auf weg; 2 Stunden erneut in 1,5 Stunden geschafft, diesmal ohne Eis. Aber feuchtem Wetter. Und ich spüre die Kälte noch immer in den alten Knochen. Tja.

*

Was gibt es noch spannendes zu berichten..

Ahja! Zwei Dinge.

Erstens, die Software Notion ist das, was ihr noch nicht wusstet, dass ihr es brauchtet. Sprich, eine Verwaltungssoftware, beliebigfach einsetzbar und nützlich! Ich nutze sie und habe fast schon mein gesamtes Leben dokumentiert. Und meine Uni-Lvs nachgetragen (sowas hätte ich mir wirklich gewünscht zu Uni-Zeiten).

Das beste zum Schluss:

Ich habe mit Madame (8) ausgehandelt, sie steuert quasi die Hälfte zur Autorensoftware Papyrus Author bei, wenn ich gewisse Bedingungen erfülle (ihre Bedingungen). Die Software ist mächtig und jeden Cent der 200€ Wert.

Nun, Leute, es gilt einen Roman mit mind. 250 Seiten zu schreiben, und zwar so, dass dieser auch ohne, dass beteiligte Parteien sich blamieren müssen, zu Verlagen geschickt werden kann. Ja, I know, wie lange rede ich schon davon, und sehe ich mir all das an, was ich bereits geschrieben habe, habe ich das Ziel fast erreicht. Das Problem ist nur: All diese Geschichten sind unfertig und auf das fünffache geplant. Tja.

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Winter is coming!

Es wird kalt. Nächste Woche gibt es Schnee. The End.

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Woche #2110, oh wait.. #2810

Es ist Oktober. Es ist Herbst. Es windet. Stark sogar. Blätter verwelken. Hochlandrinder grasen friedlich. Gobbolino fängt Mäuse und verspeist sie von Kopf bis Schwanz. Den Salat (das Grasbüschel, welches er bei der Jagd mit ausgerissen hatte), hat er allerdings nicht angerührt. Habe ich diese Geschichte nicht schon mal erzählt? Mir dünkt, ich hätte sie bereits erzählt. Nun denn, Gobbolino der herbstliche Jäger. Ich habe das Geräusch noch deutlich in Erinnerung, wie das kleine Köpflein der Maus zwischen seinen Zähnen zermalmte.

*

Der 24jährige Herr übrigens, liebt das Springen. Und wenn ich ihm den Sattel auflege, schaut er zu mir, als ob er mich fragen wolle, nein, warum denn? Ja, weil wir das ab und an müssen. Zumindest eine gewisse Zeit. Danach kommt er runter, und wir springen viel besser! Ja, nach wie vor reite ich ohne Sattel sicherer als mit: auch über ein 55cm Hindernis (das ist hoch für mich! Und ich klebe am Rücken wie ein Zeck!) und der Herr? Der tut nichts anderes, als nochmal 30cm drauf zu legen und einen Galoppsprung auszulassen (da hats mich in den Sattel zurück geschlagen, dass ich jetzt, Tags darauf, wirklich alles spüre, meine Hüfte!). Und wenns schief liegt, sucht er sich die höchste Stelle aus! Ja, es gefällt ihm sehr.

Als wir dann endlich den Sattel weg legen konnten, fragte eine andere Reiterin, ob ich denn Lebensmüde sei! Nein, warum? Mit Sattel reiten ist doch viel gefährlicher! Ist es tatsächlich. Falle ich ohne Sattel, rutsche ich meist schon runter und lande auf den Füßen, bevors gefährlich wird, mit Sattel allerdings, versucht man sich bis zum bitteren Ende fest zu halten, und landet dann oft sehr unglücklich. #TeamBareback.

*

Wann immer ich in diesen Snowboarder- und Skateshop „Moreboards“ gehe, komme ich mit einem Paar pinken Schuhen heraus. Ja, das Skateboard fahren, man muss es tatsächlich sagen, ich habe Talent dafür. Nein, wirklich. In diesem, meinem fortgeschrittenen Alter, in welchem man sowas nun wirklich nicht mehr anfangen sollte (vor allem schon der Verletztungsgefahr wegen), fahre ich unfassbar gut. Ja, das darf man so sagen. Allerdings muss man auch sagen, dass ich meine Hüfte allmählich spüre. Ja, ich habe Schmerzen.

*

Gestern früh schneite es und der Schnee liegt noch. Ich verspürte eine dezente Weihnachtsstimmung nach „am Fenster sitzen und Schnee beobachten“, „Tee trinken“, „Keksteig essen“ und „Geschenke!!!!“

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#ESO Eventwahnsinn

Da gibt es also dieses Event. Wie so oft es eben Events gibt. Diese dauern 12 Tage. Man bekommt Ereignisscheine, 3 Stück pro Tag bei einem beliebigen Boss, die sich in Federn und Beeren investieren lassen und, wenn alles vollzählig ist, man einen farbigen Hirsch bekommen kann (davon gibt es übrigens auch mehrere und diese sind über das Jahr verteilt, und ja die Beeren bekommt man nur bei speziellen Events. Diesmal sinds rote Beeren und ein roter Hirsch). Sofern man alle 4 Federn und alle 4 Beeren besitzt – wovon eine Feder und eine Beere je 10 Ereignisscheine kostet. Übrigens kann man nur 12 Ereignisscheine gleichzeitig besitzen, also ja, das ganze artet etwas in Planung aus.

Wie viele Marken besitze ich, und wie viele brauche ich noch, und wann hole ich mir was. Aber gut. Dazu gibt es immer wieder Zusatzaufgaben, wie aktuell und zu jeder Zeit im Oktober: Schriebscheine. Diesesmal: Hexenfestschriebe.

Hexenfestschriebe

Man holt sich den Quest bei der Hexe, bekommt eine Pfeife, die den XP-Gewinn für die nächsten Stunden boostet und kann sich sogar (lediglich optisch) in einen Untoten verwandeln! Aber jetzt geht das Dilemma los:

Für diesen Quest, für welchen man gegen Ende mit 15 abgegebenen Schriebscheinen einen Hexenhut bekommt und sich mit 28 Hexe nennen kann (aktuell bin ich Meisterdieb), braucht man Hexenfestschriebe. Diese Hexenfestschriebe bekommt man aber nicht  immer, beziehungsweise sind diese nicht immer in Plünderschädeln und Dremora-Plünderschädeln (welche man bekommt, wenn man diverse Bosse in Gewölben, Verliesen oder dergleichen tötet), vorhanden, sondern eben randomly. So kann es sein, dass man an einem fünf oder sieben bekommt und anderen Tagen gar nichts – was dazu führt, dass man jeglichen Selbstrespekt verliert und anfängt, in Gilden zu betteln. Wo man diese dann natürlich auch bekommt.

Soweit so gut.

Die Aufgaben

„Stelle eine Schale mit entsetzlichen Augäpfeln her“. Gut, dazu habe ich alle Zutaten und auch meinen Versorger-Level ausreichend geskillt, dass ich dieses Rezept herstellen kann. Es handelte sich um ein gewöhnliches, grünes Rezept. Daneben gibt es noch blau (besser), violett (schon viel besser) und gelb-golden (just go and f*ck yourself).

Diese gelben, also goldigen Rezepte sind sehr selten – so selten, dass sie nicht einmal für viel Geld in der Gildenbank verkauft oder geschweige denn Gratis hinterlegt werden, oder so einfach gekauft werden können (na eh, dann wäre es ja nichts besonderes mehr), eigentlich auch nie zu finden sind, und/oder man eben nicht die Zutaten besitzt (wie teure Drachenknochen, die auch noch sehr, sehr selten sind) und/oder man Rezeptverbesserung und Rezeptqualität  erst ausreichend leveln muss, was bedeutet, sinnlos Zutaten vergeuden und hart erkämpfte Skillpoints in diesen sinnlosen Blödsinn zu investieren, nur um an diesen verdammten Hut zu gelangen! I’m so done…

Sicherlich macht es Sinn, wenn man seine Health- und Magicka-Booster selbst herstellen und nicht immer auf „Kronen-Stärkungsmahle“ angewiesen ist.. aber.. Skillpoints sind hart erkämpft – und aktuell möchte ich sie in Spähen und Ausgraben investieren (die Antiquitäten-Linie, welche mit mit dem Kapital Greymoor letztins ins Spiel integriert wurde und sehr spannende und interessante Einrichtungsgegenstände liefert – aber dazu später mehr), oder sonst wie, jedenfalls nicht ins Kochen!

Denn, entweder folgt man einer endlosen, elendigen und langen Hauptstory oder sucht vergebens an allen Orten nach Himmelsscherben (3 davon = 1 Skillpoint) oder aber kämpft sich mit Gruppen durch Verliese, die meist 20 bis 30 Minuten Besprechungszeit via TeamSpeak in Anspruch nehmen, sämtliche Nerven rauben, und man sich dann auch noch schief von der Seite anreden lassen muss „Ne, ich weiß‘ ja, du kannst nich reden wegen deim Mikro ne, aber zuhören kannste ja.“ Oida.. führ di auf oder es setzt was!

Das Ende der Geschichte

Ja, ich habe diesen hässlichen Hut schlussendlich nach Betteln und Bitten um Zutaten und Handeln und Tauschen und Nachfragen erhalten. Es dauerte keine 13 Schriebscheine, auch keine 14. Sondern 15! Und ja, ich habe die goldenen Rezepte einfach aufgegeben und werde auf den Titel Hexe vermutlich verzichten, weil, wtf.. so mühsam!

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Kinderlos? Kinderfrei?

„Nein, die arme Frau. Da ist sie über 50 und ganz allein!“
„Hat sie denn keine Kinder?“
„Nein!“
„Oh wie schrecklich! Aber einen Mann?“
„Auch nicht.“
„Oh Schreck! Sie ist ganz allein!“
„Niemand, der sich im Alter um sie kümmert.“
„So traurig.“
„Ja, so traurig.“
„Wie geht es eigentlich Jean-Lukas? Ist er immer noch bei denen, wie heißen die? Neo Nazis?“
„Ja :(“
„Oh, naja, kann man nix machen, die Gesellschaft, weißte eh. Die Dina-Marielle kommt mich ja auch nur einmal zu Weihnachten besuchen, so sind sie halt, die jungen Leut, kannste nix machen.“

Kinderlos vs Kinderfrei, I

Das Kinder kriegen galt bis lange in die Moderne als Altersvorsorge. Bestenfalls zehn – drei werden die Winter nicht überstehen, mit zweien verstreitet man sich, bleiben immer noch fünf andere. Nebenbei bemerkt, was man heute gerne vergisst, war das Kinderkriegen auch eine naturgebenene Konsequenz, folgte Frau artig den ehelichen Pflichten. Sex bedeutete Kinder. Bis in die 1960er und der Entwicklung der Pille.

Diese ist zwar ein Teufelszeug sondergleichen, kann aber zur Überbrückung als kleineres Übel angesehen werden, bis der Mann (als Kollektiv) gelernt hat, selbst Verantwortung zu übernehmen und nicht davon aus zugehen, die Frau kümmere sich schon darum. Und in aufgeklärten Kreisen sind wir auf gutem Weg dahin. Und förderte man Sexualkunde in Schulen, mache man Mädels begreiflich was mit Körper, Psyche und Leben nach und mit einem Kind passiert, anstatt dies mit den Worten „Ist halt so, das ist normal! Hat jede so durchlebt! Aber wenns dich nur einmal anlächelt! Ach, die Hormone regeln das schon!“ abzutun; und würde man Buben vorrechnen, was Alimente sie kosten werden und sich das getunte Auto eher schwer ausgehen wird… Es gäbe weniger Teenager-Geburten und sähe man Abtreibungen als gewöhnliche Möglichkeit an, sich eines Unfalls zu entledigen oder sei es „nur“ eine Meinungsänderung, wir hätten wenig arme Alleinerziehende und weniger Arme.

Aber was red ich denn da, die Wirtschaft profitiert von Armen.

Pro-Choice

Wie ihr wisst, bin ich für die allumfassende und auch von Kassen finanzierte Möglichkeit, dass Frauen in allen Kliniken Abtreibungen vornehmen lassen können. In Polen wurde erst kürzlich ein Gesetz erlassen, welches Frauen nun dazu zwingt, den Fetus auszutragen, selbst, wenn man weiß, dass dieser nicht Lebensfähig sein wird. Der Sinn dahinter? Sicherlich nicht jener, jedes Leben zu schützen.

Und ich könnte diese Pro-Life’er ja eher ernst nehmen, kümmerten sie sich auch danach um das Wohl des Kindes, wenn es dann auf der Welt ist, anstatt es in ein Heim zu stecken und/oder der Frau zu sagen: „Tja, Pech gehabt, hättest dich halt nicht vergewaltigen lassen müssen, zieh längere Röcke an, selbst Schuld wenn’d rumvögelst“. So allerdings muss man annehmen, dass es lediglich um Fremdbestimmung anderer geht, und zwar, die Schwangere, die das ungeborene Leben, das Kind, austragen muss, und zwar um jeden Preis. In Österreich wollte beispielsweise auch Norbert Hofer (FPÖ) eine 3-wöchige Bedenkpflicht einführen, dass die Frau ihre Entscheidung nochmal überdenken kann (muss), was eindeutig zeigt: Es ist nicht nur Fremdbestimmung, man spricht ihnen auch die Fähigkeit ab, eigene Entscheidungen fällen zu können.

Also, zusammengefasst: Pro-Lifer finden es humaner, eine Frau zu einer Schwangerschaft und Geburt mit allen physischen und psychischen Konsequenzen zu zwingen (Dammriss, Inkontinenz, Depressionen, Armut, usw.) und ihr danach zu sagen: „Ja kannst es ja weg geben“ – anstatt ihr sofort die Möglichkeit zu geben, sich dessen gleich zu entledigen, und zwei Leben damit zu schützen, nämlich das ungeborene, welches weder Erfahrungen, Gefühl noch Erinnerung besitzt und auch nicht unter (eventuellen) gewissen Umständen (bspw. aus Vergewaltigung, in Armut, labiles Elternhaus, usw.) aufwachsen muss; und ihr eigenes. Sie zu zwingen, das Kind zu bekommen und sie danach ohne Betreuungsmöglichkeiten (was uns übrigens Corona sehr gut zeigt, dass es gerade daran sehr fehlt), und Unterstützung einfach sich selbst und der Armut zu überlassen. Na eh, das ist sicherlich humaner, als der „Mord eines ungeborenen Kindes“.

Auch der Satz „Keine entscheidet sich leicht für eine Abtreibung“ ist bullshit. Spricht man mit Frauen, die bereits abgetrieben haben, sind diese oft sichtlich erleichtert. Dieser Satz führt lediglich dazu, Abtreibungen weiterhin als etwas Negatives hinzustellen. Auch die Annahme, Mutter und Kind wachsen zusammen und „irgendwie geht das schon“ – natürlich geht es irgendwie, wenn es Großeltern gibt, wenn die Beziehung stabil ist, keine finanziellen Sorgen, und, und, und. Aber wenn Frau nicht möchte, selbst wenn die könnte, ist das kein Grund, ihr eine Schwangerschaft, Geburt und Kind aufzuzwingen.

Kinderfrei vs Kinderlos, II

Ich habe erst kürzlich auf Twitter eine hitzige Diskussion darüber geführt, dass Frau bitte nicht so naiv sein und den Aussagen ihres Mannes all zu viel Glauben schenken soll, wenn dieser verspricht, sich gleich viel um das kommende Kind zu kümmern. Und wenn er sein Versprechen hält und es tatsächlich tut? Ja, also.. Soll ich jetzt jubeln?

In manchen Fällen verlässt der Mann die Frau, in manchen anderen beginnt er, Überstunden zu schieben „um die Familie zu finanzieren“, und in manchen anderen Fällen, will er nicht, weils eh Frauensache ist und das Kind sowieso über die Brust mit der Mutter eher bondet. Und manchmal „hilft“ der Mann mit. Möchte sagen, tut der Mann seinen rechtmäßigen Anteil, also nein, liebe Frauen, euer Mann „hilft“ nicht beim Aufzug, er tut, was er soll, das ist keine Sonderleistung die honoriert werden muss: „So nett! Der Vater geht mit dem Sohn auf den Spielplatz! Wie nett! So ein guter Mann!“ Nein!

Und das, ist einer der vielen Gründe, warum Frauen sich häufig gegen Kinder entscheiden. Aber sehen wir uns die Sache genauer an.

Warum entscheiden sich Frauen gegen Kinder?

Es gibt simple Gründe: Von „Ich will nicht“ bis „Ich habe Angst, vor …“ – und alle sind gleichwohl berechtigt.

Finanzielle Gründe

Stichwort: Unbezahlte Carearbeit. In den meisten Fällen, kümmern sich Frauen um den Nachwuchs, arbeiten Teilzeit („Der Mann verdient besser“), bekommen weniger Pension und landen in Altersarmut. Ja. Kinder sind für viele Frauen, besonders aus finanziell Einkommensschwachen Schichten, eine Armutsfalle. Darüber brauchen wir nicht diskutieren.

„Aber sie suchen es sich selbst aus, ob sie daheim sein wollen!“ Ja, und das ist auch in Ordnung. Jene, die zu zu 100% Eltern sein wollen (ganz gleich ob Mann oder Frau) sollen das, ohne finanzielle Einbußen können dürfen! Es geht um die Möglichkeiten – und die sind aktuell nicht Sinnhaft vorhanden. Teilzeit muss anständig entlohnt werden, Betreuungseinrichtungen müssen gewährleistet sein und wenn man für eine gewisse Zeit daheim bleiben möchte, ganz gleich wer, sollte auch das abgesichert sein. „Aber dann wird das ausgenutzt!“ Ja, es gibt immer Leute die gewisse Sachen ausnutzen, so what?

Angst und Zweifel

Keiner der populären Gründe, aber durchaus nicht zu verachten: der gesellschaftliche Druck und die Gesellschaft an sich: Der Druck, Kinder bekommen zu müssen. Eltern, Freunde, Bekannte, Verwandte, das Dorf, alle fragen sich, ja wann kommt es denn? Und irgendwann gibt sie nach. Und dann wissen es alle anderen auch besser. Und wenn etwas daneben geht, ist immer die Mutter Schuld, und erneut, alle anderen wissen es besser. Handlungen müssen immer gerechtfertigt werden: „Du gehst arbeiten? Aber wer kümmert sich um das Kind! Die Kita!?! Rabenmutter!“ oder „Du bist den ganzen Tag daheim? Wie soll das Kind da gesunde soziale Strukturen kennen lernen?“

Und damit einhergehend: Sexismus und auch Homophobie. „Aber warum trägt dein Mädchen ein blaues T-Shirt? Du kannst doch deinem Buben keinen rosa Elsa-Rucksack geben, wie soll er denn da männlich werden! Willst du, dass er schwul wird?“ Einst hörte ich, „Ich hab ja nix gegen Schwule, aber mein Kind muss jetzt nicht unbedingt schwul sein“, ist okay, Robert der du die SPÖ wählst und dich als aufgeklärten Linker siehst. Ist ok.

Die Angst vor einer Schwangerschaft und deren psychischen wie physischen Konsequenzen und Veränderungen, mit unter natürlich auch ästhetischen Veränderungen, die genau so mit adäquate Gründe sind als der Dammriss oder die Inkontinenz. Natürlich kann man all dies weg argumentieren, dass Hormone und Co das regeln werden und sicherlich auch zu einem gewissen Teil tun, trotzdem gibt es auch dazu einen interessanten # nämlich #birthrape.

Und natürlich der (durchaus berechtigte) Zweifel, ob man in diese Welt tatsächlich noch ein Kind setzen muss: Klimawandel, Krieg, Internet, usw. Damit einher gehend, die Angst, in der Erziehung zu versagen.

„Egoistische Gründe“

Die bisher genannten Gründe werden oft akzeptiert oder zumindest wird mit einem Auge darüber hinweg gesehen. Folgende Gründe, werden oft nicht akzeptiert:

Es ist einfach kein Wunsch da. Oft spielen Gesellschaft, Umgebung und Erziehung eine große Rolle, ob nach der Ausbildung nach einem Mann gesucht und ein Kind gezeugt wird. Auch hier gibt es einen guten Hashtag: #regrettingmotherhood. Aber eigentlich bleibt der tatsächliche Wunsch aus und man folgt vielleicht lediglich dem Vorbild anderer oder dem Wunsch des Mannes, der seine zwei Buben möchte, zwei Mädchen bekommt, aber trotzdem legitim wieder mit Lego spielen darf/kann.

Das Gefühl „da sein zu müssen“ und die nächsten 20 Jahre gebunden zu sein. Übrigens auch ein Grund, warum sich manche Frauen gegen das Stillen entscheiden, da sie das Gefühl haben, ihr Körper gehöre nicht mehr ihnen, sondern lediglich dem Kind.

Und dann natürlich der „egoistischste“ Grund von allen: Ein Kind raubt Zeit, Geld und Nerven und manche Frauen, so auch ich, sind nicht bereit diesen gesellschaftlichen wie konservativen Narrativen nachzukommen, die so lange für eine Frau als Überlebensnotwendig galten. Finde einen guten Mann, der dich umsorgt, oder du fällst deiner Familie zur Last. Sei hübsch, und nicht klug, die Männer mögen das nicht; stich andere Konkurrentinnen aus und plane gut; bekomme Kinder, die dich im Alter umsorgen – der wohl noch egoistischerer Grund überhaupt Kinder zu bekommen, neben der egoistischen und nicht minder narzisstischen Denkweise, man müsse die eigenen Gene weiter geben.

Hab ich was vergessen?

Kinderfrei vs Kinderlos, III

Das von „Kinderlos“ aber nie von „Kinderfrei“ gesprochen wird, trägt sicherlich mit dazu bei, die Idee, eine Frau oder ein Paar könne ohne Kind leben, sei seltsam. Ein Mann ohne Kind? Gib es zu lieber Leser, liebe Leserin, das klang jetzt weniger schlimm, nicht? Dieser wird eher akzeptiert und liest sich auch eher harmloser, nicht? Gebt es zu. Die Idee, dass die Frau ohne Kind ist, als der Mann ohne Kind, ruft in euch eine gewisse Regung hervor. Gebt es zu. Aber keine Sorge, das ist nur anerzogen. Ihr könnt dieses anerzogene Denken überlisten und sie aktiv hinterfragen: Warum? Warum finde ich, dass eine Frau ein Kind haben sollte, aber der Gedanke an den Mann ohne Kind wiegt weniger schwer, und warum wiegt der Gedanke des („armen“, ja oft auch „unfähigen“) alleinerziehenden Vaters (weil Rabenmutter oder tote Mutter) schwerer als das eh schon bekannte Bild der alleinerziehenden Mutter (weil selbst schuld und/oder Kerl abgehauen). Ihr seht worauf ich hinaus will?

Nehmt eure Ideen und Vorstellungen die ihr habt, auseinander. Hinterfragt sie!

Konklusio

I know, ich habe hier sehr viele Themen angesprochen und viele werden wohl nicht mit allen d’accord gehen, aber ganz gleich, solange ich euch etwas zum Nachdenken anrege, habe ich meinen Teil vollbracht.

Und wenn ihr in geselliger Runde beisammen seid: Fragt doch mal warum jemand ein Kind möchte – und nicht, warum nicht. Die Antwort wird neben „Altersvorsorge“, „Gene weiter geben“ immer „Weil ich will“ sein, und selten „weil ich hoffe, dass mein Kind die Welt zu einem besseren Ort machen kann.“

Mic drop. k4tze ab.

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