Verlorene Tasche

Es sieht wohl so aus, als dass ich heute (Dienstag dem 22.5.), meine schwarze Aperture Laboratories-Tasche im Bus vergessen und folglich verloren habe – denn sie wurde nicht beim Busfahrer der Linie A abgegeben, aus welcher ich um 19:28 am Marktplatz ausgestiegen bin.

Dies lässt nur drei Schlüsse zu:

  1. Der nette Herr bei der Leitstelle hat sich im Bus vertan und mir den falschen angesagt und sie liegt tatsächlich noch in einem anderen und wird ihren Weg zur Lost&Found Stelle finden.
  2. Oder jemand hat sie mitgenommen und durchstöbert sie gerade.
  3. Oder sie wurde tatsächlich gestohlen, denn ich wurde beim aussteigen kurz angerempelt. In diesem Falle fürchte ich, dass der Dieb sie samt Inhalt wegwerfen wird.

Im Falle von 2 und 3 verfasse ich diesen Beitrag – denn (un)glücklicherweise habe ich auch mein goldenes paperblanks-A5-Notizbuch „Journal of possible things“ darin gelagert (die Nummer entfällt mir gerade, war ich bereits bei #8?) und in diesem, sollte der Finder eben blättern, findet sich die URL zu diesem Blog – wie auch eventuell eine Emailadresse, aber dessen bin ich mir nicht mehr sicher.

Desweiteren beherbergt der Inhalt Nahrung (eine Banane, heute gekauft; Schokolade (dunkle Rittersport Nuss) und einen Butterspitz von gestern), „Calibans Krieg“ (ein Buch mit 600 Seiten) sowie ein Ladekabel, Kopfhörer und eine vom Reiten dreckige Jeans und dreckige Socken, die ich damals vergessen hatte und eigentlich waschen wollte.

Warum man die Tasche tatsächlich mitnehmen sollte, anstatt sie abzugeben ist mir jedoch schleierhaft. Normalerweise gibt man die Dinge doch ab, die man findet. Sei es bei einem Geschäft (alle geschlossen, glaube ich) oder eben beim Busfahrer.

Sollte der Finder diesen Beitrag lesen – bitte ich um Kontaktaufnahme. Auf der „Über Mich“-Seite gibt es ein Kontaktformular. Ich hätte meine Lieblingstasche mitsamt Inhalt gerne wieder und bedanke mich für die Kooperation.

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Ein Kommentar

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Woche #1705

Es gibt so Zeiten da sind Auffassungsgabe, Spinnensinn und Wahrnehmung der Realität komplett durcheinander gewürfelt. Zum Beispiel habe ich heute offenbar meine Jacke vergessen, war aber fix der Meinung, ich hätte sie mitgenommen. Als mir das bewusst wurde, bemerkte ich, dass ich mir den Pullover verkehrt rum angezogen hatte und sicher schon in ein, zwei Geschäften zwecks Frühstück gewesen war, und musste schlussendlich bedrückt feststellen, dass ich auch „Calibans Krieg“ (The Expanse-Buchreihe, Band 2) daheim liegen gelassen habe.

Vor wenigen Tagen war mir, als befinde ich mich in einer anderen Stadt, ja gänzlich einem anderen Land. Alle Häuser, die ich passierte, sahen anders und fremd aus und waren mir unbekannt – bis ich bemerkte, dass mein Hirn sich wohl darauf eingestellt hatte bei der Haltestelle „Marktplatz“ aus zusteigen, ich diesen aber dank meiner Lektüre verpasst hatte, und es folgend nicht die Realität akzeptieren konnte und sich alles seltsam fremd anfühlte. Ich stieg dann zwei, drei Haltestellen später aus und war immer noch verwundert. Die Erklärungen liegen offen auf der Hand: Entweder bin ich ein Host (Park: RealWorld) und/oder die Simulation, in der wir uns befinden wurde gerade geupdated oder gehackt. Oder aber auch, ein Tumor drückt in meinem Gehirn auf gewisse Stellen, die für den Realitätssinn verantwortlich sind. Vielleicht reißt auch einfach nur die Realität ein, weil es ihr selbst zu viel wird, mit den Menschen und ihren dämlichen Ideen, sodass sie sich denkt: „Leute… ernsthaft? I werf mi mal in den Freitod, bis später!“ Vielleicht also hatte die Realität gerade versucht sich umzubringen, scheiterte aber an etwas. An was wohl?

Anyway, so oder so: Seltsam.

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„Star Trek: Discovery“, S01E10 bis S01E13

Spoiler!

Einmal Mirror-Universe und zurück. Der klassische Trekkie erleidet vermutlich einen Herzkasperl nach dem anderen: Zuerst muss er einen gänzlich neuen Staubmilben-Antrieb akzeptieren, und dann wird ihm noch ein moralisch zwielichtiger Captain untergeschoben, der sich dann als Bösewicht aus dem Mirror-Universe entpuppt. Doch zum kardiologischen Wohl aller fliegt die Discovery wieder in eine gemächliche Richtung: Moment, die Klingonen haben den Krieg gewonnen? Was in neun Monaten nicht alles passieren kann.

Aber von vorne..

„This is not our universe!“ hieß es in Episode 10 als auch sogleich vulkanische Rebellen zum Angriff starteten. Und kurz darauf erinnern wir uns auch wieder: The Terran Empire! Nicht die Föderation, die im guten Sinne Hand und Tür für jede Kreatur öffnet, sondern das menschliche Böse regiert. Und an ihrer Spitze sitzt, man hätte es erwarten können: Philippa Georgiou.

Neben dem Mirror-Universe läuft die „Tyler-Voq“ Storyline weiter und wir erfahren, dass Voq, der Klingone, der von Michael Burnham getötet wurde, sich in den Knochen von Lt Tyler befindet und nach und nach mehr Macht über dessen Geist erlangt. War er zu Beginn einfach nur seltsam (und mühsam), wird er gegen Ende zu Voq, dessen DNA geerntet und mit seinem Verstand in Tylers Körper integriert wurde. Aber auch nur für eine kurze Zeit, denn so kompliziert die Prozedur war diesen in dessen Körper zu manövrieren, scheint es ein Kinderspiel zu sein, Voq in Tylers Geist wieder zu töten und zwar in der 12. Folge.

Stamets bemerkt recht früh, dass sich der Feind (in Form von Lt Tyler) an Bord befindet und auch sogleich seinen Geliebten tötet. Sie töten den „schwulen Schwarzen?“ Aber gut, mittlerweile ist es auch Gang und Gäbe Kinder in Anfangsszenen zu töten. Ich notierte mir, dass die 10. Folge bereits einen gewissen Seifenopern-Charakter aufweist.

Episode 11

Im Mirror-Universe angekommen, sollen sie so tun als ob Tilly ist Captain des Schiffes (was übrigens auch ihr Traum ist). Michael existiert in diesem Universum als Tochter von Philippa und Lorca, dessen Geliebte sie offenbar war (wait, what?) und der sie durch „Raum und Zeit“ hindurch verfolgte. Seifenoper? Spanische Telenovela! Einzig allein deren Empfindlichkeit gegenüber Licht unterscheidet sie von den anderen Menschen und somit entblößt sich der wohl konstruierte und feine Twist in DSC. Herrlich! Sicherlich, wer einst dem Haus Slytherin zugewiesen wurde und The one who must not be named diente, der kann nichts Gutes im Schilde führen.

Des weiteren begegnen uns die Andorians and Tellarites, die, wie wir aus der Geschichte Star Treks wissen, gemeinsam mit den Vulkaniern und den Menschen die Föderation gegründet haben. In Episode 11 sehen wir sie auf der Seite der Klingonen im Krieg der Aliens gegen das Terran Empire. Dort trifft Michael auf ihren Ziehvater, der sobald das Gute in ihr erkennt und einwilligt, ihr zu vertrauen. Doch noch bevor die Rebellion dem Hinweis zur Flucht folgen kann, zerstört Philippa den Aufstand.

Episode 12

In Folge 12 gibt es ein Wiedersehen zwischen Tocher und Mutter, während Stamets eine Konversation mit seinem Parallel-Alter-Ego führt und bemerkt, dass irgendwas „corrupted“ ist. Während Mutter und Quasitochter sich viel zu erzählen haben und einen Kelpianer (Saru!) verspeisen, sagt sie ihr gegen Ende die Wahrheit. Und ja, Philippa kennt die Föderation, sie sei gefährlich und das Prinzip verwerflich.

„Equality. Freedom. Cooperation…. delusions that Terrans shed millenia ago. Destructive ideals that fuel rebellions and I will not let you infect us again.“ – Mirror Philippa Georgiou

Stamets unterhält sich mit seinem toten Freund, der ihn darauf hinweist, dass dessen Mirror-Ich für die gesamte Misere überhaupt verantwortlich ist und wenn sie nicht bald handeln, wird das Mycelium, dessen Vorräte auf der Discovery infiziert wurden, alle Universen zerstören! Und alles was er tun muss ist aufwachen – denn er befindet sich immer noch in einer Art Koma. Das Netzwerk ist in Gefahr und der Schaden verbreitet sich weiter. Doch als er die Augen öffnet, ist es zu spät. Die Vorräte sind kaputt.

Episode 13, Zusammenfassung und Kritik

Auch wenn die Discovery durch Zufall in ein anderes Universum geschleudert wurde, so war es doch Lorcas Plan die ganze Zeit über. Er kehrt zurück und tötet die Mannschaft. Wie lange hatte er also, ohne aufzufallen, in diesem Universum verbracht? Monate? Jahre?

Kurz nachdem Philippa Seite an Seite mit Michael gekämpft und Lorca getötet hatte und der Quasi-Tochter den Weg zurück Rückkehr ermöglichen möchte, da sie selbst, als gefallene Herrscherin dem Tod geweiht ist, nimmt Michael sie in letzter Sekunde mit auf die Discovery und in das andere Universum. Eine gute Idee – ich mag den Charakter, besonders in dieser Form.

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„Westworld“, S02E03

Immerhin wissen wir jetzt, wie die tote Großkatze nach Westworld kam – wo sie eigentlich nicht sein sollte – und alle Parks auf einer gemeinsamen Insel liegen (müssen). Die Rückblende zu Beginn erinnert uns daran, dass Charlotte versucht hatte Informationen über den Park aus dem Park in Gestalt von Abernathy, Dolores‘ Vater, zu schaffen – dieser sich aber aktuell irgendwo im Park befindet.

„Virtù e Fortuna“

Grace & RajWorld (vermutlich wenige Tage nach dem Vorfall)

„If being pampered by our world-class spa isn’t your cup of Darjeeling Tea, the park’s jungles and mountains are your only chance to glimpse magnificent beasts long vanished from your world.“ – Delos Destinations Website

Es braucht nur einen kurzen Auftritt – und schon ranken sich Theorien und Ideen um Grace. Ist sie Emily, Williams Tochter oder Mitglied von Delos? Das erklärte, warum sie den an ihr interessierten Mann auf dessen Mensch-sein prüft und anschießt. Aber von vorne: Wir befinden uns in RajWorld, White Stripes erklingen im Hintergrund, alles deutet auf Safari hin – und als die Reise beginnt, wird schnell klar: Das Chaos hat sich auch in anderen Parks ausgebreitet, denn Hosts werden vermisst – bis auf einen und dieser sagt: „These violent delights…“ Plötzlich springt eine große Raubkatze aus dem Gebüsch, jagt Grace bis ans Ende des Parks, übertritt Linie und sie beiden stürzen in den See. Ja, es ist die tote Katze, die in Episode 1 zwei Wochen nach dem Vorfall am Ufer gefunden wurde.

Ein neues Symbol! Einmal in Grace’s Buch – und einmal bei Bernard.

Maeve (danach)

Als Maeve und Konsorten auf die Ghost Nation-Hosts treffen, erinnert sie sich an die schrecklichen Dinge und vergisst dabei ihre Admin-Rechte. Hector spricht deren Sprache – diese wollen lediglich Sizemore, der aber von Maeve noch gebraucht wird. Sie fliehen und retten sich in den Untergrund.

Maeve und Hector halten sich an den Händen und Sizemore bricht das Schweigen – das sei falsch und die Storyline sei eine andere, Hector habe eine Geliebte, sie und er, dass ginge nicht! Und Hector, der Maeve seine Liebe schwört, realisiert, dass die Sätze, die er sagt, lediglich gescriptet waren – denn Sizemore beendet sie für ihn. Autsch. That hurts.

Maeve ist belustigt, wer war Isabella (die offenbar einzig wahre Liebe von Hector)? „She left me“ sagt Sizemore. Und dann hat er sich also seine idealisierte Inkarnation und Happily Ever After Geschichte erschaffen? Wie traurig. Und siehe da, Feuer am Ende des Tunnels. Es ist die nicht mehr einarmige Armistice mit einem Flammenwerfer! Yes! Und wir treffen auf Felix und Sylvester, unsere Lieblingstechs – und einen neuen Park: ShogunWorld

Bernard & Dolores (danach)

Wir halten uns nicht lange in der Gegenwart auf, sondern verschwinden mittels Rückblende in die Vergangenheit, dorthin, wo Abernathy gefunden (als Gefangener in einem Camp von Banditen), und kurze Zeit später wieder verloren wird.

Es gelingt Bernard und Charlotte diesen zu befreien und quasi in Sicherheit zu bringen. Quasi. Denn Dolores wartet bereits und nimmt Bernard, Charlotte und Abernathy gefangen. Sie, beziehungsweise Wyatt, hatte die Confederados erfolgreich rekrutiert: der Kampf gegen einen gemeinsamen Feind und die durchaus sinnvollen Geschenke, konnten Colonel Brigham schließlich überzeugen: Das Gewehr wird am wiederauferstandenen Jesus/Major Craddock getestet. Im Hintergrund wachen die Vermummten der Wyatt-Storyline.

Dolores‘ Vater verhält sich merkwürdig, spricht in Rätseln, spricht von einem Zug, wo er hin muss, zitiert Sätze aus seiner Professor-Kanibalen-Kult-Leader-Karriere und versagt. Die Informationen, die Charlotte und Sizemore in Season 1 hoch geladen haben, waren zuviel des Guten und Bernards Hand beginnt wieder zu zittern, noch mehr, als er sieht, was in Abernathys Code vor sich geht.

Peter: „I am bound by my own fire that my own tears do scold like molton lead.“
Wyatt: „It’s alright, I am here.“
Peter: „Dolores?“
Wyatt: „Daddy?“
Peter: „Dolores! The calf’s in the field, and I’m worried. There’s blue tongue spreading all through these parts.“

Dolores trifft auf Bernard und wir fragen uns – wir oft sahen wir sie zusammen? In Episode 1 wurden beide einander einst vorgestellt, und wir nahmen an, Bernard hatte sich seitdem mit Dolores unterhalten – was aber nicht der Fall war, es war Arnold. Das zusammentreffen findet statt und Dolores bemerkt, dass Bernard noch nie in der Außenwelt war.

Bernard: „What do you want, Dolores?“
Wyatt: „To dominate this world.“
Bernard: „This world is just a speck of dust sitting on a much, much bigger world. There’s no dominating it.“
Wyatt: „You’ve never been outside the park, have you? Out to that great world you speak of. I have, and the world out there is marked by survival, by a kind who refuses to die. And here we are. A kind who will never know death, and yet we’re fighting to live. There is beauty in what we are; shouldn’t we too try to survive?“

Charlotte schaffte es zu entkommen und rückt mit einer Söldner-Armee an. Der wilde Westen vs High Tech, das kann nur schief gehen. Trotzdem folgt Dolores ihrem Plan und opfert die Confederados – ja, sie hat sie nur benutzt, denn „the Valley Beyond“ ist nicht für jeden gedacht.

Bernard, der versuchte zu fliehen, wird K.O. geschlagen.

Teddy

Zwar ist Teddy alles was Dolores noch hat, trotz dessen lässt er nach der Schlacht die Gefangenen gehen. Natürlich beobachtet Dolores seinen quasi Verrat. Wird Teddy tatsächlich für den Untergang der Hosts verantwortlich gemacht werden können? Wird sich Teddy gegen Dolores stellen? Es bleibt interessant.

Theorien, Fragen und dergleichen

Ja, diese Episode warf wieder viele, viele Fragen und Theorien auf – manches davon, wurde aus der Facebook-Gruppe „Beyond Westworld“ gestohlen, manches von Reddit kopiert. Da „Beyond Westworld“ nicht öffentlich ist, habe ich mich dazu entschlossen, die Zitate und Informationen unzitiert zu lassen.

  • Als erstes: Zombie-Clementine is back!
  • Zweitens: Armistice is back!
  • Grace: Welche Rolle spielt Grace? High Level Security? Das könnte erklären, warum sie ausreichend über die Hosts informiert ist, und ihren Verehrer erst testet. Ist sie Williams Tochter Emily? Ist sie jemand vom Board? Fakt ist, sie weiß, wie der Park funktioniert und ist sicherlich nicht ohne Grund dort.
  • Indian-themed Raj World: Interessant ist, dass RajWorld „first generation“ Hosts sein könnten, wenn das was wir sahen, tatsächlich mechanische Teile waren. Man vermutete in den sozialen Medien, dass ihre Timeline vielleicht in früheren Zeiten angesetzt sein und sie die jüngere Version von Theresa sein könnte – was jedoch nicht mit dem Tiger zusammen passt, mit dem sie am Ende ins Wasser fällt.
  • Auch interessant: „I’ve been wondering if they might pull the idea that the „future“ timeline is actually way in the past after the FIRST big malfunction and we’re watching Arnold not Bernard.“ In diesem Falle wäre Grace tatsächlich Theresa. Aber ich glaube, das führt zu weit – denn auch Charlotte ist in dieser Timeline – außer natürlich, sie ist ein Host, was ich aber bezweifle.
  • Auch: „Remember when the new girl shoots the dude to see if he is human? Just like what happened to William in the first season. I think it may have had to do with Arnold/Bernard trying to prevent it from opening.“
  • Aber alles spricht für die aktuelle Zeitlinie: Der Tiger, die Rebellion und einer der Hosts zitiert Dolores/Shakespeare/Leadsatz der ersten Season: „These violent delights.. have violent ends.“
  • Dolores: Code oder nicht Code? Bewusstsein oder Narrative? Man kann es noch nicht sagen.
  • Aber: „For me that definitely means Dolores’s recent actions are not of her free will, but is a code or narrative programmed into other hosts as well in other parts of the park to do the exact same thing.
    – I think the “violent delights” is the virus that is running rampant through the hosts allowing them to step out of their programming.“ Eine tatsächliche interessante Idee. Mit der Konsequenz: „So instead of it being a new narrative, it’s just a code to set them free … Possibly.“ Und: „Of course if it’s a virus then someone must’ve spread it.“
  • Wenn jemand meint, Dolores sei zum Bösewicht mutiert, in dem sie mordet und versucht die Macht an sich zu reißen, der sei daran erinnert, dass – wenn dir plötzlich bewusst wird, dass du über Jahrzehnte lang vergewaltigt, gefoltert und ermordert wurdest – just for fun – und besonders von deiner großen Liebe, der mittlerweile den Park besitzt, dann wärst auch du auf Vergeltungszug. Ihr Verlangen nach Rache ist durchaus menschlich und spräche für ihr Bewusstsein.
  • Ghost Nation: Jetzt wirds spannend. Maeve konnte die Hosts nicht kontrollieren, Stubbs ebenfalls nicht – der aber trotzdem lebendig und bei guter Gesundheit ist. Bedeutet das, Elsie lebt noch?
  • Daher: „So I’m gathering that Ghost Nation is designed to protect the humans?“ Würde erklären, warum Stubbs mit dem Leben davon kam und diese an Sizemore interessiert sind – Grace wird also gut aufgehoben sein. Und auch die Tatsache, dass Dolores auch auf diese Jagd macht, bedeutet wohl, dass diese als eine Art Sicherheitsvorkehrung für Urlauber, Konsumenten und Besucher gedacht sind und nach wie vor ihrer Aufgabe folgen.
  • Jemand meinte, „I think the other hosts are no longer responding to “God Commands,” as part of their awakening“ – Maeve besitzt zwar Admin-Rechte, aber nur gegenüber bestimmten Gruppen. Offensichtlich gibt es noch höhere Admin-Privilegien, God-Mode like Ford, oder so.
  • Bernard: Was sah Bernard? „I think he said holy shit because he saw it was the whole entire history needed to make hosts, draw reveries – the whole shebang which is why he uploaded it from Abernathy.“
  • Eine legitime Frage: „Why doesn’t Bernard just use that tablet to max out his own stats?“ Ja, warum eigentlich nicht?

„So wait. no accent when she’s Wyatt but it comes back when she’s Dolores? am i crazy?“

 

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Woche #1405

Die Schafe, die hinterm Haus im Frühjahr und Herbst grasen dürfen, von den Kindern (und mir) mit hartem Brot gefüttert und gestreichelt werden, und mir Anlass geben kleinen Kindern Albträume zu bescheren (denn Schafe lieben Kinderfinger zum Fressen – der Bub aber glaubte mir nicht), wurden bereits zur Alm gebracht. Der redselige Bauer meinte, viel zu heiß sei es gewesen, zu wenig Regen und generell sei es zu warm für die Jahreszeit. Auf der Alm ist es kühler. Stichwort Schafe: Gestern sah ich das zutrauliche Babyschaf vom Stall wieder. Es steht in mitten einer Herde mit ganz vielen anderen Babyschafen. Auch die geborenen Fohlen fangen an, miteinander zu spielen, wobei der etwas ältere und frechere mir auf Schritt und Tritt folgt – die Mutterstute schaut, und bevor sie sich in Bewegung setzt muss ich ihn ihr zurück bringen – was nicht so einfach ist, denn der kleine Racker rennt mir gleich darauf wieder nach. Ein putziges Fohlen. Ich würde ihn gerne behalten, auch wenn er erst in drei, vier Jahren reitbar ist. Andererseits fürchte ich um seinen Charakter: der Vater ist der Sohn einer nervösen, aber schnellen Stute und die Mutter ist das sturrste Vieh, dem ich je begegnet bin.

Was das Wetter betrifft, so würde ich gerne wissen beziehungsweise lernen, wie man die Satelliten-Bilder interpretiert, um solche Sätze wie „Die Luftschichten sind labil“ schreiben zu können und „Es lässt sich nicht vorhersagen wann und wo Regenschauer und Gewitter auftauchen können.“ Das ganze erinnert mich an ein Wetter, dass wahnsinnig geworden ist, labil, psychisch beeinträchtigt, krank und verstört und gar nicht mehr weiß, was es wann tun soll oder zu tun hat, oder schlimmer, es sich seiner „Instabilität“ bewusst ist und dies gnadenlos ausnutzt: Oh, die Menschen möchten ihre Leiber im See kühlen – dann lasse ich es kurzfristig gewittern. Oh, die zwei Frauen möchten reiten gehen, so ein Pech, Regenguss komm herbei! Wir konnten uns unterstellen, aber die Stute meinte, sie wolle lieber im Regen stehen – was dann interessant war, denn ein Schuh hatte angefangen sich innen aufzulösen, was beim Gehen unangenehm ist, was dann dazu führte, dass ich auf dem durchnässten Pferd wieder Platz nahm.

Anyway, die Luftschichten sind „labil“ und das Wetter ist quasi nicht vorherzusehen. Üblicherweise kommt es von Westen, oder auch nicht. Vielleicht auch von Norden, selten, aber auch möglich. Die dunklen Wolken dort drüben? Ja, die mögen kommen, oder auch nicht. Man weiß es nicht. Aber was ich eigentlich sagen wollte: Es wird kühler.

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„Westworld“, S02E02

In der zweiten Folge sehen wir zum ersten Mal die Welt außerhalb des Parks und wir folgen dem jungen William, wie er durch das Versprechen von Marketing via Big Data Logans Vater, Mr Delos, überzeugen kann, in den Park zu investieren. Und wir sehen, dass die Hosts tatsächlich zur Erheiterung der Gäste auch außerhalb des Parks in Verwendung waren. Die Motivation Williams sich nach wie vor, nach 35 Jahren, dem Park zu zuwenden, liegt in der Suche nach der Antwort auf die Frage, die noch keiner gestellt hatte (wait, what?). Außerdem möchte er den größten Fehler beheben, den er je machte.

Die Trailer warfen uns Fragen auf, die hiermit beantwortet wurden: Ja, Dolores war mehrmals in der Außenwelt und erinnert sich mittlerweile an alles, bleibt aber in ihren Antworten einfallslos und konsistent; es sind nach wie vor Zitate ihrer vergangenen Builds. Und sie möchte die Waffe, die William einst in jungen Jahren ihr zeigte, und nach der sie nun sucht, gegen die Menschen einsetzen.

Fazit: Eine ruhige Folge, die mehr Antworten in Rückblenden gibt, als Fragen aufwirft – und das ist ok. Zugegeben, eine etwas schwierige Folge zu reviewen – wer Fehler findet, der darf sie behalten.

Zur Orientierung:

Achtung, Spoiler

„Reunion“

Arnold

Die Folge beginnt mit Arnold, und einem Sneak Peek in die moderne Welt, die wir uns insgeheim doch futuristisch und anders erwartet haben, welche aber sich kaum von unserer unterscheidet. Dolores ist mit dabei, aber Arnold ist der Meinung, sie sei noch nicht bereit. Er zeigt ihr sein Zuhause und wir sehen auch das Zimmer seines verstorbenen Kindes. Bernards Erinnerungen wurden also tatsächlich aus Arnolds realem Leben gespeist.

William und Logan (etwas nach der Eröffnung des Parks, vor ca. 35 Jahren)

Logan erhält eine private Demonstration und soll aus all den Anwesenden die Hosts ausfindig machen – und ist zu recht überrascht, als er erfährt, dass alles Hosts sind. Zwei Jahre später versucht William, der mittlerweile mit der Schwester Logans verheiratet ist, Mr Delos davon zu überzeugen, dass es sinnvoll wäre in den Park zu investieren (wir sehen Dolores und ihre Dose). Dieser aber ist nicht an Fantasy interessiert und William lässt ihn wissen, dass Westworld bald die einzige „Reality“ sein wird die zählt, und lockt ihn mit Marketing und Big Data. Nur so wisse man, wie der Mensch tatsächlich tickt.

Etwas später spielt Dolores auf der Abschiedsparty von Mr Delos, und die Transformation des jungen, naiven William zum MiB hat bereits begonnen. Dolores macht Bekanntschaft mit Williams Tochter, die ihn später für den Suizid ihrer Mutter verantwortlich macht. Und Mr Delos stirbt vermutlich bald, Logan nimmt Drogen und beschwert sich bei Dolores über seinen Vater und William:

„So Do you want to know what they’re really celebrating up there? That, darling, is the sound of fools fiddling while the whole fuckin species starts to burn. And the funniest fuckin part they lit the match. Here’s to you assholes. May your forever be blissfully short.“ – Logan Delos

William und Dolores (etwa 30 Jahre zuvor)

Die Romanze, auf welche ein tragischer Fallout folgte und einen gebrochenen Mann zurück ließ, dessen Weg ihn trotzdem immer und immer wieder zu dieser einen Person zurück führt.

„Bring yourself back on line, Dolores.

You really are just a thing. I can’t believe I fell in love with you. Do you know what saved me? I realized it wasn’t about you at all. You didn’t make me interested in you, you made me interested in me. It turns out you’re not even a thing. You’re a reflection. You know who loves staring at their own reflection? Everybody. Everybody wants a little bit of what I found here, and I can’t wait to use you and every one of your kind to help give it to them. There is something else. There’s something beyond that. I think that there is an answer here to a question no one’s ever even dreamed of asking. Do you wanna see?“ – William zu Dolores

Dolores (unmittelbar nach dem Start der Robotrebellion)

„I used to see the beauty in the world, but now I see the truth“ sagt Dolores zu Teddy und zeigt ihm, was den Hosts widerfährt, während sie repariert werden, zeigt ihm seine eigenen Geschichten und zahlreichen Tode, an die er sich natürlich nicht erinnern kann. Warum? frägt er. „Just for fun.“ Sie frägt die überlebenden Techs, wie viele kommen werden? 600? 800? Und beginnt ihre Army of Revenge zu rekrutieren.

Auf dem Weg dorthin begegnet sie Admin Maeve, die Zugang zu allen Hosts und die Fähigkeit diese zu befehligen besitzt, aber nach wie vor nur auf der Suche nach ihrer Tochter ist und sich von Dolores, die ihren eigenen Rachefeldzug führt, nicht abhalten läst. Revenge? „It’s the only way to fight“, weil sie frei ist. „Do you feel free?“ frägt Maeve. Etwas, woran ich immer noch zweifle: Folgt Dolores tatsächlich ihrem eigenen Willen oder ist es das Endspiel von Ford? Das letzte Spiel für William, welches ihn ins Grab bringen wird.

Sie führt die Hosts zusammen und ködert sie mit Reichtum – und wenn diese nicht parieren, werden sie getötet und neu programmiert. Denn sie hat ein Ziel: Keinen Ort, aber eine Waffe – um den Park zu zerstören. Oder sich selbst? Die Menschen? Wir sehen in der Rückblende große Gerätschaften: Terraforming? Die Flut? Wird Westworld überflutet?

“Glory; the valley beyond. Everyone’s got a different name for it, but they’re all bound for the same destination. Doesn’t matter what you call it, I know what we’re going to find there. An old friend was foolish enough to show me. Long ago. And it’s not a place. It’s a weapon. And I’m going to use it to destroy them.” – Dolores zu Major Craddock (Confederados)

Next Quest: Den Colonel zu überzeugen – und wenn dieser sich nicht überzeugen lässt, sind es zwei Parteien, gegen die sie zu kämpfen hat: Delos und die Confederados.

MiB (irgendwann danach)

William spielt sein altes Spiel und befreit Lawrence; sein Weg führt ihn erneut nach Pariah, wo Chaos herrscht („A story play all the way out“). MiB sagt, Lawrence sei frei. Auf seiner Reise trifft er auf Al Lazo, und versucht dessen Unterstützung zu gewinnen, aber nein: „This game was meant for you William, but you must play it alone. I’ll see you in the valley beyond, William.“ Next: kollektiver Host-Suizid. Hi Mr Fring, bye Mr Fring. Eine gelungene Überraschung.

Und ja, the Man in Black bekommt von Ford noch eine letzte Storyline geschenkt, die er alleine spielen muss – und ich gehe davon aus, dass diese ihn zu Dolores führen wird, denn ihr Weg, führt sie immer zu ihm – in Season 1 erinnerte sie sich nach 35 Jahren an den jungen William, und erkennt den alten Mann. Sein Plan ist es den Fehler den er einst machte (Dolores die Waffe zu zeigen und/oder Werkzeuge), ungeschehen zu machen.

Theorien, Gedanken und dergleichen (Quellen: Social Media, Internet)

  • „Nobody is watching, nobody is judging. At least that’s what we tell them. This is the only place in the world where you get to see people for who really they are“ – sagt der junge William zu Mr Delos, um ihn zu gewinnen. Ein paar Jahrzehnte später sagt er ähnliches zu Lawrence: „A place they could sin in peace. But we were watching them.“ Und nun stellen wir uns vor, dass eine Corporation massenweise Server mit vielen, dunklen Informationen von vielen reichen und mächtigen Leute seit 35 Jahren beherbergt. Big Data im großen Stil?
  • Ein weiterer biblischer Hinweis findet sich, als Dolores Confederados beim Abendmahl überrascht, erschießt und jenen in der Mitte, Major Craddock, kurz darauf wieder zum Leben erwecken lässt. Major Craddock = Jesus?
  • Versuchte Mr Delos, der – durch Keuchen und Husten dem Tode geweiht, sein Leben zu verlängern und sich somit Westworld zu Nutze macht? Ford sagte in der ersten Season: „But, of course, we’ve managed to slip evolution’s leash now, haven’t we? We can cure any disease, keep even the weakest of us alive, and, you know, one fine day perhaps we shall even resurrect the dead. Call forth Lazarus from his cave.“
  • Könnte es sein, dass das „Valley Beyond“ nur ein anderer Name für den Tod ist? Das Leben nach dem Tod?

Und, wer wissen möchte – wie sich die Timelines bisher entwickelt haben, der werfe einen Blick auf folgendes Bild – und wem das geschriebene Wort lieber ist, der folge diesem Link.

 

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„Star Trek: Discovery“, S01E06 bis S01E09

Lange ist es her und Season 2 wird nicht vor 2019 erhältlich sein. Discovery macht uns mit dem Spore-Drive bekannt und wie gegen Ende der letzten Folge bemerkt, zieht dieser – begibt sich ein Mensch an die Stelle des Tardigards (die große Staubmilbe) – merkwürdige Konsequenzen nach sich, bis zu einer doch recht unerwarteten Wendung.

Es wird immer offensichtlicher, dass Cpt. Lorca noch zwiespältigere Ideen verfolgt als bisher angenommen. Er geht nicht, wie man es von einem Captain erwarten möchte, mit seinem Schiff unter, sondern war der einzige, der heil davon kam und seine Crew dem Tod überließ. Admiral Cornwell rät ihm, sich darauf einzustellen, dass Kommando abzugeben. Und auch Michael Burnham weiß mittlerweile, warum Lorca Verwendung für sie hat: Sie würde vieles tun, dass nicht dem Kodex von Starfleet und der Föderation entspricht.

Star Trek: Discovery begibt sich also in Gebiete, in der zuvor noch nie eine Star Trek Serie gewesen ist – und erntet Hass, Spott und Häme.

Episode 6 bis 9

In Episode 6 lernen wir den künftigen Sicherheitsoffizier Lt. Tyler kennen, der einst Opfer klingonischer Folter und Missbrauchs war und sich alsbald zum Love-Interest für Michael Burnham entwickelt, die, so sagen manche, einen noch kaputteren Partner braucht, um selbst etwas empfinden zu können. Warum auch nicht.

Wir erfahren auch, dass sie ihren Ziehvater Sarek doch nicht enttäuscht hatte, was ihren Charakter doch maßgeblich beeinflusste. Es war nicht, wie sie angenommen hatte, dass sie nicht aufgenommen wurde, sondern weil sich Sarek zwischen Spock, seinem eigenen Sohn und ihr entscheiden musste und schlussendlich Spock den Vorzug für die Expedition gab (der aber gerne darauf verzichtete und ebenfalls zur Starfleet ging). Family things are never easy. Natürlich frägt man sich, warum Spock, in welchem Universum oder Timeline auch immer, nie von einer Schwester, aber einem Bruder spricht, aber ja – in Season 2 erfahren wir mehr, denn ein junger Spock soll gecastet werden.

Episode 7 präsentierte uns, was jede Serie einmal braucht: Eine Groundhog-Day-Folge. Stamets erlebt dieselbe Situation immer und immer wieder. Die Auflösung: Der mit Lt Tyler Mitgefangene aus Episode 6 machte sich an einem „Time Crystal“ zu schaffen, um hinter das Geheimnis des Spore Drives zu kommen und das Schiff sowie das Wissen, später an die Klingonen verkaufen zu können. Lt Stamets, der durch den Spore Drive offenbar mit jeder Zeitform, Zeit- und Alternativ-Welt verbunden zu sein scheint, ohne merklich den Verstand zu verlieren, kann als einziger den Tag retten. Welch unsägliche Tragik, dass Burnham und Tyler ihren ersten Kuss nie erlebt hatten.

In Episode 8 landen Saru, Lt Tyler und Michael auf einem fremden Planeten, um an eine Technologie, besser gesagt einen Kristall zu gelangen, der es möglich macht, Klingonenschiffe zu enttarnen. Wait, what? Yay! Eine klassische Star Trek-Episode! Bis auf das Fehlen des Captains, denn Cpt Lorca schätzt die Dunkelheit.. Dabei treffen sie auf mehr oder weniger friedliche Energiewesen, die einen starken Einfluss auf Saru haben und er daraufhin versucht, die Mission zu sabotieren. Wir werden darauf hingewiesen, dass Saru ziemlich schnell laufen kann – und demonstriert es wenige Minuten später sogleich. Show, don’t tell!

In Episode 9 mussten um die 133 Spore-Drive Sprünge gemacht werden, um das Klingonenschiff zu enttarnen, während Michael und Tyler an Bord gehen, um eine weitere Technologie zu kommen. Irgendwie kommt mir vor, versucht Starfleet immer wieder auf unterschiedliche Weisen, an unterschiedliche Technologien zu gelangen.. um für Frieden zu Sorgen.

Michael tötet Klingone Krell und Stamets, der mittlerweile doch verrückt geworden ist, wer kanns ihm verübeln, springt ins Mirror-Universe.

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Revenge of the 5th!

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5. Mai 2018 · 9:21

[#WritingFriday] Week 15

Woche 15 ist schon lange vorbei, am Freitag dem 13. im April wäre sie gewesen – ich werde es wohl nie auf die Liste schaffen, aber sei’s drum. Immerhin schaffe ich es, dem Zufall sei Dank, zumindest an einem Freitag wieder mal zu veröffentlichen.

Die verbleibenden Themen für den April sind:

Es wird nicht einfacher.

Und mich überkommt die Lust, alles unter einer speziellen Kategorie zu schreiben und die Themen in eine Art unabhängiger Geschichtenkomplex zusammen laufen zu lassen: einer alternativen Realität, in der seltsame Kreaturen Menschen infizieren, die sogleich dem Wahnsinn verfallen – oder sterben. Also ja, eine Zombie-Geschichte – was, zugegeben, nicht sonderlich originell ist, aber was solls. Immerhin hatten wir im Krankenhaus die drei Verwachsenen. Die Chefärztin musste sich schlussendlich gar nicht mehr entscheiden, da die äußeren beiden angefangen hatten, den in der Mitte aufzufressen. Sie starben alle. Die Infektion zog nach Norden weiter und konnte nach einiger Zeit, durch ein mysteriöses Mittel eingedämmt werden. Denn was gegen Karies hilft, kann auch gegen andere Infektionen behilflich sein.

Verfasse einen Dankesbrief an den Erfinder von Zahnpasta.

„Sehr geehrter Herr Ottomar von Mayenburg,

Ich schreibe diesen Brief lange nach Ihrem Tod, denn die Vereinten Nationen sind Ihnen zu größtem Dank verpflichtet. Durch Ihre Erfindung der Zahnpasta, war es uns möglich die weitere Ausbreitung der Infektion zu lähmen und sie schlussendlich zu besiegen – auch wenn für Millionen die Hilfe zu spät kam.

Wie das, hätten Sie sich vielleicht gefragt. Es trug sich an einem gewöhnlichen Abend im Quarantäne-Quartier A-VII zu. Ein kleines Mädchen wollte ihrem Stoffbären vor dem zu Bett gehen die Zähne putzen und hatte den aufgenähten Mund, auf welchem sich offenbar Keime der Infektion befunden hatten, reichlich mit Zahnpasta eingeschmiert.

Sie selbst hatte das Glück von Natur aus immun zu sein, wie nur ganz wenige andere – weswegen sie ohne Probleme durch den Analysator gehen konnte – dieser übrigens nur eine bestehende Infektion erkennen kann, weswegen TeddyLeddy, so der Name des Bären, ebenfalls keine Reaktion zeigte – und auch die Keime auf Kleidung und Gegenständen nicht erkannt wurden, und es immer wieder zu Ausbrüchen innerhalb der, wie man annahm, sauberen Zonen kam.

Alsbald sie die Zahnpasta auftrug, fing der Stoffbär Feuer und verbrannte. Dieser seltsame Vorfall nötigte die Wissenschaftler dem Phänomen erneut und noch intensiver nachzugehen; Sie müssen wissen, es hatte nach und nach eine Art Apathie eingesetzt, da sich keine eindeutigen Lösungen fanden und die Priester, deren Predigten unsere Sünden (so auch die Wissenschaft) zur Verantwortung zogen, konnten viele renommierte Köpfe für ihre Seite gewinnen, welche daraufhin ihre Forschung einstellten und den Fakt als Gottes Gegebenes Geschenk akzeptierten.

Wie dem auch sei. Das Mädchen, welches sich leichte Verbrennungen zuzog, weinte bitterlich, dass TeddyLeddy gestorben war und wollte keinen Ersatz. Beide wurden aus Marmor gefertigt und triumphieren am Heldenplatz der Vereinten Nationen in London.

Die Mischung aus Bimssteinpulver, Calciumcarbonat, Seife, Glycerin, Kaliumchlorat und Pfefferminz-Aroma war exakt jene, die notwendig war, um die Infektion zu stoppen. Zwar konnten die meisten der Infizierten nicht mehr gerettet werden – aber wir alle, die wir am Leben sind, einarmig oder nicht, mit weniger Gliedmaßen als gedacht oder noch allen dran – sind dankbar für diesen glücklichen Zufall, der mittlerweile auch erklärt, warum sich so viele Menschen auf seltsame Weise selbst entzündet hatten. Niemand hatte Antworten darauf oder Zeit, eine Antwort zu finden.

Ein Flammenmeer, das können Sie sich denken, überflutete die Welt für kurze Zeit, Wälder mussten in Verbindung mit der chemischen Substanz der Zahnpasta niedergebrannt werden, viele Tiere und Menschen verloren ihr Leben im Zuge der „Reinigung“, wie die Priester, die mittlerweile wieder an Ansehen gewonnen hatten, es nannten. Trotzdem, war es eine lange, lange Diskussion – aber das Überleben der menschlichen Rasse und auch der anderen Geschöpfe erforderten Opfer. Mittlerweile kämpfen wir nicht mehr gegen die Infektion, sondern die Rebellion und den Glauben an, die beide übrigens nichts miteinander zu tun haben, die Medien uns drei Parteien aber immer irgendwie in Verbindung bringen wollen. Ich sage es Ihnen, wirre Zeiten sind es.

Wie dem auch sei, verehrter Herr Mayenburg – dank Ihnen hat der Planet Erde eine zweite Chance bekommen – und so auch die Menschheit.

Mit freundlichen Grüßen,

die Vereinten Nationen des Planeten Erde.“

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