„The Revenant“

 

Folgendes sind persönliche Eindrücke, die alsbald nach Beendigung der Vorstellung festgehalten wurden, ohne von Kritik oder dergleichen gefärbt.

 

Ein Weasly! Dachte ich mir und war erfreut. The only redhead in Hollywood, it must be a Weasly then. Mad Max aka Bane spielte wie immer solide und Leo-never-wins-an-oscar performte ebenfalls, wie nicht anders gewohnt. Der von Schmerz gepeinigte Blick, die zerrissenen Lippen, das Krächzen, die Narben, das „rotten“ Fleisch, vielleicht heimst er sich diesmal die Statue ein.

Interessant war jedoch zu beobachten, wie lange man in eisiger Kälte, ohne richtigem Essen, ständig nassen Füßen und Beinen, schweren Verletzungen, unsauber genähten Wunden und mit Sturz auf einen Baum, überleben kann. Sicherlich, hätte Pawnee ihn nicht „gerettet“, wäre der Herr sicherlich früher zu seiner ermordeten Frau zurück gekehrt. Unser eins wird ja schon nach einem Einbruch ins Eis beinahe ins Krankenhaus geliefert..

Next. Die berühmte Bär-Szene.. Die verdammte Bär-Szene rang mir doch ein Lachen ab. Aber selbst ohne von zahlreichen Usern diverser Plattformen darauf hingewiesen worden zu sein, hatten manche Stellen einen unfreiwillig amüsanten Nebeneffekt. Und dabei wollte das Tier lediglich seine Kinder schützen. Die armen Bärenkinder.. Eine tatsächliche und stille Vergewaltigung erwartete man jedoch nicht.

 

Was ich mich jedoch unmittelbar nach Ende des Filmes fragte: Warum zum Teufel wurde dieser Film für 12 Oscars nominiert? Wenn man davon ausgeht, dass die Oscars das Highlight der Filmschaffenden Menschen ist.

Warum? Ich verstehe es nicht. Aber vielleicht ging der tiefere und kreative Sinn an mir vorbei.

Der Film dauerte ca. 150 Minuten. Er war lang. Keine gefühlten drei oder vier Stunden und/oder bei welchen man sich beim Endkampf denkt „Endlich…“ (Vgl. Man of Steel). Aber er war Lang. Aber damit rechnete man, man hatte sich davor darauf eingestellt.

 

Die Naturszenen waren nett – die Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen, die Sonnenstrahlen durch den Schnee, die Sonnenstrahlen zwischen den Wolken und die Sonnenstrahlen zwischen  den Bäumen. Ich folgte einer ästhetisch in Szene gesetzte Natur, die mich jedoch nicht zu bestaunen vermochte. Was aber vermutlich mit meiner persönlichen Abneigung gegen Winter und Kälte zu tun hat. Sicherlich, aber nicht nur. Es muss auch an der Zweckentfremdung gelegen haben, denn sie (die Bilder) trugen nichts zur Untermalung einer Szene/Geschichte/Emotion bei, sondern existierten alleine für sich. Was ja auch nichts Negatives sein muss – aber für mich persönlich – in diesem Zusammenhang – unstimmig war.

Des weiteren gibt es Charaktere, die agieren, Körperteile verlieren und Emotionen zeigen. Aber in keinem Fall wäre mir vorkommen, als werde der Zuschauer wohin geführt um schlussendlich dem einen oder anderen Empathie entgegen zu bringen. Nein, auch nicht die Rückblenden nach Native-America-Town. Es wird einfach keine Verbindung hergestellt. Aber vielleicht war eben genau das die Intention? Dass ein jeder für sich steht? Live alone, die alone? Der Zuschauer alleine im Raum sitzt wie die Protagonisten auf der Leinwand?

Es hätte mir um keinen Leid getan. Die Tiere taten mir Leid. Die Pferde, der Bär, die Bärenkinder, das Bison das von den Wölfen getötet wurde, die Wölfe vom Mahl verscheucht wurden.

 

Meinetwegen soll ein höherer Unterton in diesen Sonnenstrahlen klingen. Und soll das Western-Genre den adaptiv-romantischen Touch verlieren und auf das runter gebrochen werden, was es ist: Ein blutiges Auslöschen des Schwächeren durch den Stärkeren. Und sollen die Darsteller ungewöhnlich ins Bild gesetzt werden, um weg vom Mainstream und hin zu einem „anderen“ Blick gehen und meinetwegen..

Aber wenn es die Intention gewesen sein soll, diverse Naturästhetiken ohne Sinn und Zweck aneinander zu heften; Geschehnisse ohne wirkliche Story einfach schreiten/fließen zu lassen, ohne eine zusammenhängende Geschichte/Fabel zu entwickeln, die in Erinnerung bleibt und die Inszenierung der Charaktere einen unberührt lässt, weil … bitte beliebige Theorie einsetzen … dann könnte man den Film als künstlerisch interessant betrachten und sicherlich einen tieferen Sinn erkennen.

Aber soll es sein, dass Nordamerika auf die Inszenierung ihrer eigenen Geschichte bedacht ist, und deswegen diesem Film 11 Oscars verliehen werden, und ausgerechnet dem Hauptdarsteller nicht, nur um den Herrn DiCaprio erneut zu foppen. Wer weiß das schon. Dieser Zirkus kann nicht ernst genommen werden.

 

Fazit: Der Film war .. mäßig. Ein Film, den ich mir Sonntag Nachmittag ansehen würde, aber kein 2. Mal. Er war nicht überwältigend und langatmig. Oftmals auch Langweilig. Es wurden Bilder einer Geschichte aneinander geheftet, ohne diese allerdings zu erzählen. Aber wer weiß, vielleicht war das die Intention. Wer weiß.. und natürlich: R-Rated, was auch sonst.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Filme!, Kritik und Rezension

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s