„The Walking Dead“, S06E15

Spoiler. Spoiler. Spoiler.

Wobei, ist es ein Spoiler? Mittlerweile traut man TWD und Cliffhangern gar nicht mehr über den Weg. Und laut diversen Meldungen solle man sehr besorgt sein. Und dann passierte es. Blut auf der Kamera. Schnitt und Ende.

Was war das? Ernsthaft? Von hinten angeschossen? Nicht im Kampf gefallen, wie es sich für einen ordentlichen Krieger gehört? Och komm. Das ist seiner nicht würdig. Da wäre der Pfeil im Auge treffender gewesen. Dass die Folge mit einem Cliffhanger in das Season-Finale überleiten muss war zu erwarten. Ich danke jeder einzelnen Serie, die groß teils auf Cliffhanger verzichtet. Ich habe nichts gegen Cliffhanger, sofern deren Einsatz gerechtfertigt ist, aber TWD besteht nur mehr aus solchen. Und die  „krasseste“ Folge „ever“ steht noch bevor. Marketing kann funktionieren (Deadpool), muss aber nicht (Batman V Superman).

Maggie verliert ihr Kind? Arme Maggie und armer Glenn. Es nagt an allen. Eine innige Duschszene, emotional, sich umeinander kümmernd und sorgend. Der bittere Beigeschmack folgt mit der Gewissheit der allgegenwärtigen Gefahr.

„I don’t take chances anymore“ sagte Rick und es ist absolut nachvollziehbar. Nach all dem was bisher war und dem Wissen, dass es vermutlich nie anders sein wird. Ich wiederhole mich. Aber was soll man denn großartig dazu sagen? Die nächsten Gegenspieler haben bereits ausgekundschaftet und wissen Bescheid. Und wenn „Alexandria“ beschützt werden muss, so befinden sich alle draußen im Feld. Wie immer. Hätte ich mich nicht schon längst damit abgefunden, wäre mein cholerisch Gemüt ausreichend angefüttert worden, um weitaus wütendere Beiträge zu verfassen. Lehrte mich Nimoy in jungen Jahren, dass ein gewisses Maß an Logik auch Vorteile haben kann, so muss auf diese bei TWD mittlerweile wohl gänzlich verzichtet werden. Die sich aber und abermals wiederholende Situation lenkt (wieder mal) zur lang ersehnten (und in diesem Fall gehypten) Super-Villain-BadAss-Katastrophe. Yay. And the show must go on.

Alles in allem eine sehr menschliche Folge. Carol geht, das Gewissen und Rick machen sich auf die Suche nach ihr, das Gewissen verlässt Rick. Kommt er zurück? Nein, er soll nicht nach ihm suchen. Er geht und sucht Carol. Aber auch Rick hätte mittlerweile die Kranken verbrannt. Damals, nein. Aber heute, ja. Er nimmt es wie es kommt. Rick akzeptierte den Zustand, und man sieht was aus ihm geworden ist: Eine Art Realitäts-Abfindung in grässlicher Form. Aber eh, verständlich. Und Carol metzelt. Sie will es nicht, aber sie tut es. Immerhin ist sie gut bewaffnet. Ihr Überlebenswillen ist stärker als wie das Leben der anderen und offensichtlich Bösen. Immerhin etwas.

Nur noch wenige Tage, dann hat dieser Schrecken ein Ende. Aber vermutlich gibt es einen Cliffhanger zur nächsten Season. Besteht etwa eine Korrelation zwischen Cliffhangern und Spoilern im Web im Bezug auf die Qualität einer Serie und je nachdem, eine ab- oder zunehmende Lust diese zu sehen? Weniger Cliffhanger, weniger Spoiler, folgend eine angenehmere Serie, weil weniger Spoiler und daher weniger Druck und mehr Gelassenheit, und eventuell eine durchdachtere Story, die nicht nur auf Unterhaltung abzieht? Aber was red ich da. Dummes Geschwätz meinerseits.

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