„The Huntsman – Winter’s War“

Real Life Frozen! Beinahe, fast – aber nicht ganz. Es folgt ein subjektives Review. Inkl. Spoiler.

Die Schlange mit den Blümchen und die Schildkröte mit den Blümchen und die winzigen, offensichtlich geschlechtslosen Feen (?). Ach du meine Güte, war der Film putzig. Die Kostüme waren ansehnlich und auch die Regie ordentlich. Die Schneeflocken! Es fehlte zwar noch das gewisse Etwas, aber ich mochte den Film. Ja, ich mochte ihn wirklich. Lästig waren lediglich die Besucher, die sich zwei Sitze weiter, permanent in Zimmerlautstärke unterhielten und mit ihren Handys spielten. Ich würde solchen Leuten sofort Hausverbot erteilen. Und ich mag definitiv kein Parade-Beispiel für Anstand sein, aber sowas? Ernsthaft? Diese Dreistigkeit. Sie konnten sich glücklich schätzen, dass ich nichts zu werfen hatte. Und Angst, aus dem Kino geschmissen zu werden, da es das einzige in näherer Umgebung ist, dass nicht nur Independent OV-Filme zeigt.

Anyway.

Die Musik war ab und an, im Vergleich zur Szene etwas schwach, die Story gewöhnlich und da es ein Märchen war, natürlich auch vorhersehbar. Kann es sein, dass eine Szene aus dem Trailer fehlte? Ein Prequel und Sequel zur gleichen Zeit. Aber alles in allem sehenswert, vorausgesetzt man mag Fantasy. In diesem Falle wurde sogar der 3D Effekt adäquat verwendet. Wenn er bspw. bei Batfleck V Superman absolut katastrophal war, gab es hier nichts zu bemängeln. Keine doppelten Ränder, keine ungewollte Unschärfe. Es schwebten sogar kleine Schnee-Partikel im Raum herum. Generell aber möchte ich an dieser Stelle festhalten, dass man auf 3D verzichten kann und sollte. Bei Animations-Filmen lass ich es mir noch einreden. Gut, in diesem Falle… Man versteht meine Aussage.

Als ehemalige (Mittelalterliche) Schwertkämpferin empfand ich die Choreographien als äußert gelungen. Die der Kinder, sowie die Gruppen-Fights. Etwas Schmerz und Wehmut krochen aus meinem Herzen, da ich keine Möglichkeit mehr habe, diese selbst nachzustellen und damit aufzutreten.

Aber man erkläre mir bitte eines: Warum zum Teufel ließ man einen Australier schottisch sprechen? Warum zum Hades so künstliche Akzente? Gab es einen speziellen Grund dafür? Es wirkte seltsam und unfreiwillig komisch. Übrigens, Lense Flairs – besser, weil weniger, aber dafür wenn, dann sehr deutlich.

Die Zwerge waren großartig. Und auch wenn sie sich nur derben britischen Pub-Slang um die Ohren schmissen, wirkte es sympathisch und amüsant. Und dass die derbe Zwergin dann gegen Ende doch nachgibt, darf dem Grundton der Geschichte nicht übel genommen werden. Es ist eben ein Gut gegen Böse Märchen.

Charlize Theron, Aoen Flux und Furiosa als böse Königin war erneut sehr gelungen, auch wenn man ihr zu wenig Spielraum gegeben hatte. Sie ist großartig. Dieser bitterböse Blick. Der verzweifelte Blick. Der laszive Blick. Und. Und. Und. Sie kann es einfach.

Thor war ausnahmsweise nicht oben ohne („Sei nicht so sexistisch!“), aber dafür trug er die selbigen zwei Gesichtsausdrücke und grinste wie eh und je. Emily Blunt aka Elsa aka The Ice Queen war gut besetzt, wird sie ja als neue „Action-Heldin“ gefeiert (Edge of Tomorrow, Sicario). Ich kann mir allerdings nicht helfen, dass ich bei Jessica Chastain, nachdem ich den nun .. sicher vierten Film mit ihr sah, immer noch überlegen musste: Kennt man die? Ich weiß nicht woran es liegt, aber sie bleibt mir einfach nicht im Gedächtnis. Dabei gibt es an ihr nichts auszusetzen.

Notiz am Rande im Bezug auf „junges Hollywood“. Alle Darsteller waren über 30. Nein, ich störe den Lesefluss nicht via „gendern“, das geschieht schon durch meine unglücklichen und der späten Stunde zu verdankenden Satzkonstruktionen; und ja, damit meine ich auch die Frauen. Emily Blunt, die noch jüngste mit 33, Chastain mit 39(!) und Theron mit 40 Jahren. Lediglich eine der Zwerginnen war 28. Und was die Kleinwüchsigkeit betrifft, führt Chastain mit nur 1,63.

Fazit: 7,5 von 10 Let it goooo’s.. 9 von 10 Do you wanna build a Snow-owl? für die Eis-Eule. Und 7 von 10 Its the first time in forever für die Liebesgeschichte sowie 8 von 10 Lifes too short, für eine Mutter deren Kind ermordet wurde, und deren verstoßenes, zerbrochenes Herz schlussendlich doch noch die Liebe akzeptierte.

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