„A bigger Splash“, Sneak Preview

Die erste Regel des Sneak Preview: Niemand verlässt den Raum, egal wie schlecht der Film ist.
Die zweite Regel des Sneak Preview: Niemand verlässt den Raum, egal wie schlecht der Film ist.

Lasst mich eine Geschichte erzählen… Spoiler folgen einer Inhaltsangabe die fünf Tage ruhen durfte.

The one who must not be named liebte einst Tilda Swinton – Schon alleine daraus ließe sich eine Geschichte machen, immerhin war Tilda einst ein Vampir, oder ist sie es tatsächlich? Es wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Manche meinen, sie esse kleine Kinder um ihre Jugend zu bewahren und manch anderer glaubt an ihre Unsterblichkeit, an ein Göttergleiches Wesen. Gene? Ernährung? Unkonventionelles Leben? Ausserirdische Herkunft? Man wird es nie erfahren.

Voldemort liebte sie über sechs Jahre, bis er sie an einen feschen Belgier (Beinahe Love-Intererst des Androiden in The Danish Girl UND Love-Interest der Beinlosen Marion Cotillard in Rust and Bone) weiter gab. Mit dem ist sie glücklich liiert und urlaubt auf einer italienischer Insel. Tilda war einst Rockstar, bis sie ihre Stimme verlor. Jetzt erholt sie sich zurück gezogen in der Idylle und sonnt nackt. Die Haut etwas gealtert, aber kaum tiefe Falten, einen fast makellosen Körper und eine Präsenz.. Tilda Swinton eben. 56!

Plötzlich taucht der kahlköpfige Gegenspieler von Harry Potter in Begleitung der 50 Shades of Grey Tochter auf; die zwar dezent 10 Jahre zu alt für eine 17jährige Lolita ist, aber was solls. Sie allerdings hält sich für 22, und das trägt sie keck nach außen. BHs sind sowieso überbewertet. Und Voldemort kann tanzen!

Und natürlich liebt der Real-Life Ex von River Song Tilda noch immer, sie aber ihn nicht mehr. Aber geflirtet wird. Eine Anziehung besteht nach wie vor. Aber sie ist glücklich mit dem feschen Belgier, den Lolita als „unvergessliches Summer-Adventure“ will und dann auch bekommt. Er will eigentlich nicht, aber gibt sich für die Geschichte her. Er will wirklich nicht. Dennoch überredet das Gör ihn, sie doch zu seinem Vorschlag, sie könne doch zu einer Bucht wandern, zu begleiten. Und anstatt sich nach dem anstrengenden Spaziergang im Nass abzukühlen, zieht sie es vor, sich auszuziehen und sich ihm in der Sonne liegend anzubieten. Dem Akt wurde keine Szene gewidmet. Nur sie, nackt, wie sie ihn mit den Fingern herbei tippelt.

Voldemort, wie eh und je, nimmt sich was er will, aber erneut: Tilda liebt ihn nicht mehr. Wobei man sicherlich bemerkt, dass noch was vorhanden sein muss, denn sie flirtet. Oder ist es nur mehr tiefe Freundschaft? Damn you! Aber nein. Sie will wirklich nicht, aber es ist bereits zu spät und er steht mit herunter gelassenen Hosen da. Sie ist verzweifelt. Er will, nein, er muss gehen, gleich morgen früh.

Ein Vakuum an sich zerfleischenden Emotionen und unausgesprochenen Wünschen entsteht. The Dark Lord nimmt ein Bad draußen im Pool, bis der Belgier auftaucht. Er ohrfeigt diesen, immerhin hat er Töchterchen flach gelegt auf die Voldemort selbst heiß ist. Man erinnere sich an die laszive Karaoke-Szene. Und immerhin hat er erst vor einem Jahr erfahren, dass sie seine Tochter ist. Also who cares? Es ist ja nicht so, dass er sich fortpflanzen will. The Lannisters approve!

Der fesche Belgier stößt Voldemort aka M. in den Pool, dieser zieht ihn nach. Ein Gemenge folgt. Kurz davor hatten er und Tilda noch gescherzt, dass wohl nur noch er im Kreise der Flachgelegten fehle.

Oder so… Es gab Leute, die wieder einmal glaubten, sich dreist in Zimmerlautstärke unterhalten zu müssen und weder böse Blicke, noch Tritte gegen den Sessel ließen sie verstummen. Wie sehr ich so was verabscheue. Gibt es denn keinen Respekt mehr vor der Leinwand? Nichtmal mehr bei OV-Vorstellungen?

Sicherlich hatte der eine oder andere schon an gewisse Gay-Porn Phantasien, es wäre wohl das perfekte und ironische Ende gewesen. Aber Nein. Und wofür Harry 7 Bücher und 8 Filme brauchte, schaffte der Belgier binnen weniger Minuten: Er ertränkt Voldemort, wohlgemerkt aber unabsichtlich und versucht ihn innig via Mund zu Mundbeatmung wieder zum Leben zu erwecken. Nope. Er versucht es wieder, bis er aufgibt und der Kopf sinkt nach unten. Gay-Porn? Fast.. aber Nein.

Und man denke sich hier ende der Film. Aber es folgt der Epilog, denn die Tochter war erst 17 und kann nur mit der Erlaubnis der Mutter ausreisen (oder so) und der Polizeibeamte äußert sich als Fan. Es bleibt eine Kerbe bei allen Beteiligten. Die Flüchtenden wurden mit ins Spiel gebracht, die in Lampedusa an Land gingen. Und die sollen für den Mord verantwortlich gemacht werden, zumindest könne man die Anlage unbemerkt zum Pool betreten, so Tilda. Aha? Der Film endet mit dem Entschwinden der Beiden..

Fazit: Eine interessante Geschichte über Liebe und Vergangenheit, getragen von der Femme Fatale und The one who must not be named, der recht häufig nackt unterwegs ist. Jop. So richtig nackt. Aber in Europa sind Geschlechtsteile normal und ein jeder hat sie. Im Gegensatz zu Nordamerika, wo es wohl seltsam geformte und offensichtlich vom Teufel geküsste Fleischgebilde sind, die zu Unzucht und Raserei anregen. Omfg! Natürlich muss man sie zur Gänze bedecken.. man möchte die Leute ja nicht zu unkeuschen Phantasien anregen. Und Liebesszenen nur in Pastell. Lolita und der Belgier im Nebenpart, von letzterem möchte ich definitiv mehr sehen („Sei nicht so..“ – „Was? Er ist ein guter Schauspieler mit einem interessanten Blick.. God Dammit!“). Nebenbei gibt es eine interessante musikalische Untermalung über die sich ein paar italienische Anekdoten streuen.

Fazit II: Interessant. Sehenswert. Doch, ja.

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Eingeordnet unter Filme!, Kritik und Rezension, Sneak Preview

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