Je mehr ich fleh, je minder ich erlange!

 

Die tolle Jagd, sie macht mir weh und bange;
Je mehr ich fleh, je minder ich erlange.
Wo Hermia ruhen mag? Sie ist beglückt;
Denn sie hat Augen, deren Strahl entzückt.
Wie wurden sie so hell? Durch Tränen? nein,
Sonst müßten meine ja noch heller sein.
Nein, ich bin ungestalt wie wilde Bären,
Daß Tiere sich voll Schrecken von mir kehren.
Was Wunder also, daß Demetrius
Gleich einem Ungeheur mich fliehen muß?
Vor welchem Spiegel konnt ich mich vergessen,
Mit Hermias Sternenaugen mich zu messen?
Doch, was ist dies? Lysander, der hier ruht?

William Shakespeare: Ein Sommernachtstraum, 1596.

 

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