„Me before you“

Daenerys Stormborn of the House Targaryen, the Unburnt, the First of Her Name, Queen of Meereen, Queen of the Andals, the Rhoynar and the First Men, Lady Regnant of the Seven Kingdoms, Protector of the Realm, Khaleesi of the Great Grass Sea, Breaker of Chains and Mother of Dragons trifft schlussendlich doch noch Tywin Lannister und kümmert sich um dessen, nach einem Unfall gelähmten Sohn Finnick Odair (Hunger Games went wrong?), während ihre Beziehung zu Neville Longbottom deutlich darunter leidet, aber Clara Oswald, ihre Schwester, ist damit einverstanden. Denn! Und nun der Twist, der vermutlich die erste Flut an Tränen im Saal lostrat: Finnick möchte so nicht mehr leben. Einst war er vital und voller Abenteuerlust. Nun ist er gelähmt, kann gerade noch den Finger bewegen und Sarkasmus ist sein bester Freund. Khaleesi, die hübsche aber einfache Kellnerin, von der reichen Mutter auserwählt (und bezahlt), soll ihm den Lebenswillen zurück bringen. Doch der Brief aus der Schweiz liegt schon da.

So. Jetzt aber ordentlich.

Der Film erzählt eine Liebesgeschichte und behandelt dabei das Thema Sterbehilfe. Man erinnere sich an Ramon Sampedro, einem spanischen Autor, sowie die Verfilmung Mar Atrendo mit Javier Bardiem, die seinerzeit heftige Diskussionen in Spanien um die Sterbehilfe ausgelöst hatte. Darf man den Medien Glauben schenken, so zog auch die Buchvorlage Diskussionen nach sich.

Die Sterbehilfe ist stark umstritten. Man unterscheidet zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe. Die aktive Sterbehilfe erfüllt den Wunsch des Patienten sein Leben zu beenden – diese ist in Österreich, der Schweiz und Deutschland verboten. In Belgien, Niederlande, Luxemburg und im US-Staat Oregon aber erlaubt. Die passive Sterbehilfe bedeutet, dass auf alle Handlungen verzichtet werden, die das Leben weiter verlängern könnten. Folgend gibt es noch die indirekte aktive Sterbehilfe, die zwar keine Lebensverlängernden oder verkürzenden Maßnahmen vornimmt, aber ausreichend Schmerzmittel verabreicht.

Die Kontroverse wird im Film nur am Rande angesprochen, der Vater gewährt dem Sohn den Wunsch, die Mütter – des Sohnes und die der Kellnerin, sind anderer Meinung. Auch sie selbst ist hin und her gerissen, hatte sie sich doch nach und nach in ihn verliebt; und nicht zuletzt zweifelt sie, da die Mutter sie hoch bezahlt und ihre Familie das Geld braucht. Schlussendlich gibt ihr die Schwester den Anstoß das beste aus den verbleibenden Monaten zu machen, mit manchmal mehr und manchmal weniger Erfolg. Er entschließt sich aber gegen Ende immer noch für den Tod und finanziert ihr einen Neustart.

War der Film gut? Zig Taschentücher und viel mehr Tränen und Nasen, die geschnäuzt haben, würden sagen Ja. In großer überwiegender Zahl waren es Frauen, die den Film besuchten und Männer, die (vermutlich) von ihren Freundinnen überredet wurden. War der Film gut? Emilia Clarkes extrovertiertes Augenbrauenspiel tanzt noch vor meinem inneren Auge. Etwas weniger wäre dann vielleicht mehr? Sie gefällt mir als Daenerys wirklich sehr gut, und bis zum Ende dachte ich mir: Jenna Coleman (die Schwester, Clara aus Doctor Who) wäre soviel besser in der Rolle gewesen. Gegen Ende war ich jedoch mit der Wahl einigermaßen zufrieden. Es war ok.

War der Film gut? Hat er mich berührt? Berührt, teilweise. Belustigt, auf jeden Fall. Wäre eine Katze oder ein Hund der Hauptakteur gewesen und gegen Ende gestorben, ich hätte gejault wie ein geprügelter Schlosshund und wäre meinen Mitmenschen noch Tage danach damit in den Ohren gelegen. Ein tragisches Schicksal, die ewige Liebe, Selbstfindung – eigentlich alles interessante Themen, aber.. Ms. (8) fasste den Film nach Sicht des Trailers folgendermaßen treffend zusammen: Sie fängt an ihr Leben zu genießen und Dinge zu tun, die sie nie getan hätte, aber nicht, weil sie das will, sondern weil sie glaubt, er würde diese Dinge wollen und es für ihn eine Art Ersatzbefriedigung sein kann, ihr dabei zuzusehen?

Aber eines wurde ganz deutlich: Ich vermisse Clara Oswald.

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