Pokémon Go

Aber naturalmente nahm ich den Hypetrain Richtung Overkill und kreierte ebenfalls eine Pokémon Trainerin: DaisyCatnip. Eingestiegen am 14.7.2016, am 25.7 auf Level 17. Mein bestes Pokémon ist derzeit ein Jolteon und besitzt ca. 922CP.

 

Eine Woche danach

  • Fast jeden Abend verschicke ich verschiedene Tierchen (hauptsächlich Zubats, Weedles, Pidgeys und Traumatos), um „Candy“ zu bekommen. Die besten werden zur Entwicklung bereit gehalten, die dann erfolgt, wenn ein Glücksei zur Verfügung steht um schneller zu leveln, ergo, um bessere Tierchen zu bekommen.
  • Prinzipiell macht es jedoch nichts aus, da die Arenen sowieso nicht haltbar sind. Wenn man sie für 10 Minuten hält, ohne dass das Spiel ständig neu gestartet werden muss, hat man doch viel erreicht.*
  • Freezing und Bugs nerven zwar nach wie vor, aber man akzeptiert sie. Eine halbe Stunde ohne Bug ist in Ordnung.
  • Mittlerweile gehen die Pokébälle regelmäßig aus, das Inventar ist viel zu winzig und so verfüttere ich auch an den niederen CP-Viechern Beeren.
  • Während der Busfahrt werden mehr denn je Pokéstops abgewischt, denn die Anzahl eher sinnloser Items steigt, während die Zahl der Pokébälle sinkt.
  • Und ständig stellt sich die Frage: Mache ich es überhaupt richtig? Kämpfen wie Entwicklung wie sammeln.
  • Und transferierte ich schon eigens gelaufene, daher ausgebrütete, Pokémon? Vermutlich.. Das letzte was ich ausbrütete war, man wird es kaum glauben, ein Weedle! Wtf? Immerhin bekam ich auch schon Pikachus mit CP11..
  • Allerdings wird der Fun-Factor etwas beeinträchtigt: Pokévision und Services wie Evovle-Calculator machen das Spiel mehr zu einer Competition über Wissen und Zeitinvestition, als wie dass es dem ursprünglichen Sinn des Spieles diente: Draußen herumlaufen und Viecher fangen.

* Heute Beispielsweise hielt ich die Arena neben meinem Büro, mehrmals für ca. 10 bis 15 Minuten und manchmal aber auch nur zwei Minuten. Und so sehr man dem Spiel die soziale Interaktion anrechnen möchte, bleiben die Gruppen unter sich. Manchmal wirft man sich einen Blick zu, lächelt, ohne jedoch miteinander ins Gespräch zu kommen.
** Am Tag an dem der Beitrag online ging, war die Arena von einmal 1200CP und zweimal 1500CP-Monstern besetzt. Sinnlos.

Ein Suchtfaktor alá Skyrim bleibt jedoch aus. Aber immerhin treibt es die Jugend raus in die frische Natur und manche kündigten sogar ihre Jobs! Natur und Initiative. Das ist doch mal ein Konzept. Allerdings gab es auch schon Todesfälle. Ein weiterer Erfahrungsbericht findet sich hier. Und sicherlich, all die Diskussionen über Datenschutz und so weiter, denn sogar Mr. Robot himself spielt Pokémon Go.

Mittlerweile entdeckte ich drei Arten von Spielern:

  • Gruppe 1. Ich nenne sie die „Die Freizeit-Spieler“

Unkonventionelle Menschen, oftmals Stundenten die zwecks Spaß an der Freude und Neugier in Gruppen über den Campus ziehen und dabei wirkten, als folgten sie keinem bestimmten Ziel. Waren sie in den ersten Tagen noch an „Meeeiiiiiiii!! Schau, da is der Hund („Fuchs..“)! Es Iiiiivvviiii. Na is des liab. Meiiiii und da is die rosa Kugel. Meiiiiiiii!!!“ erkennbar, verteidigen sie heute mit kühlen Gesichtern die Arena am Campus.

  • Gruppe 2. „The real Deal“

Kinder und vor allem Gruppen von jungen Männern, denen es hauptsächlich um „Competition“ und Erfolg geht. Da hörte ich: „Geh, I gea doch ka halbe Stund für des blöde Vieh!“ oder las im Gruppenchat von Erfolgen und wo man welches Pokémon zu welcher Uhrzeit finden kann. Diese jungen Herren sind es auch, die Facebook-Gruppen gründen, Maps erstellen und schließlich Massen-Lure-Events ins Leben rufen.

  • Und dann gibt es Gruppe 3, die „Die Single-Player“

Während der Busfahrt werden Pokéstops gewischt, am Weg zur Arbeit gibt es Pausen und ab und an werden Arenen verteidigt. Diese Spieler, entweder introvertiert oder ohne Zugang zu anderen Spielern, weil im Freundeskreis niemand spielt, sind daran erkennbar, dass sie alleine durch die Gegend marschieren und sich bei Events eher am Rande beteiligten. Sie hätten gerne wen, aber dann bemerken sie, dass sie Team Gelb sind, und niemand mag Team Gelb. Ich bin Team Gelb.

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