„Star Trek Beyond“

Bewaffnet mit einem überteuerten „Limited Edition“ Getränk inklusive der U.S.S Franklin oben drauf, ausgestattet mit einem unauffälligen und für den Kinogang adäquaten blauen Kleid sowie einem Star Trek Science-Pin, fieberte ich dem Einlass entgegen.

Geeknation fasste die Atmosphäre des Filmes perfekt zusammen:

„Star Trek Beyond is not the best Star Trek movie in the franchise, and it’s certainly not the most intellectual or politically-relevant by any means either. But what Beyond manages to do that Into Darkness and its morbidly boring title didn’t, is capture the same sense of wonder and heart that made the Original Series such a milestone when it first arrived. Yes, there are explosions aplenty and yes, it all does come down to a final battle with some very muddled motivations like in both of the previous two films, but at least this time, when Captain Kirk throws a punch, we know why he’s doing it and we feel the emotion behind it.“

Und natürlich schmerzte es mich in den ersten Minuten mit ansehen, wie die Enterprise (wieder einmal) zerstört wurde, in diesem Falle war es jedoch zielführend, um dem Zuschauer zu verdeutlichen: Es geht auch anders. Die Crew muss ohne Enterprise auf einem fremden Planeten zurecht kommen. Die Abfolge der Geschichte – der Alltag im All, der Hilferuf und dann natürlich der Kampf auf einem fremden Planeten, sowie die Inszenierung – bei der zwischen Ereignis A und B nicht eine Szene eingesetzt wurde, um die Geschichte zu zeigen, sondern einfach Ereignis A auf B folgen zu lassen, ohne großartig Zeit zu verschwenden – verlief im Stil der alten Serie. Sogar die Kostüme glichen TOS mehr als wie in den ersten beiden Filmen, die sich offensichtlich erst mit und durch moderne Umsetzung beweisen mussten. Auch das Gedenken an Leonard Nimoy wurde gebührend eingebracht, denn so wie im realen Leben, verstarb auch Ambassador Spock. Jaylah aka „Lassie“, eine der 50 neuen Lebensformen, zeigt Präsenz und darf gerne im vierten und bereits bestätigten Teil erweitert werden.

Die homosexuelle Auslegung von Sulu erfuhr jedoch von George Takei Kritik.

Simon Pegg antwortete im The Guardian darauf:

„He’s right, it is unfortunate, it’s unfortunate that the screen version of the most inclusive, tolerant universe in science fiction hasn’t featured an LGBT character until now. We could have introduced a new gay character, but he or she would have been primarily defined by their sexuality, seen as the ‘gay character’, rather than simply for who they are, and isn’t that tokenism?“

George Takei publizierte wenig später einen offenen Brief auf Facebook, in dem er klarstellte, dass bereits der Kuss zwischen Kirk und Uhura heftige Reaktionen ausgelöst hatte. Er und Gene Roddenberry hatten damals über einen homosexuellen Sulu gesprochen, aber man kam zum Entschluss, es bei einer Andeutung zu belassen:

„Gene made a conscious decision to make the main characters heterosexual, and worked within those parameters to tell incredible stories that still challenged many cultural values of the time. So the lack of gay characters was not some oversight by him; it was a conscious decision with which he grappled. I loved Gene as a friend, and I respected his decision and the context under which he created these stories.“

Fazit: Sehenswert. Beyond ist durch und durch eine gelungene Hommage im Stil von TOS zum 50. Jubiläum von Star Trek.

:D right #ship, right #dress and right #movie this time. #startrek #startrekbeyond #ussfranklin #pin

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Interessante Links:

Bezüglich der Diskussion zwischen Reboot und der Vision von Roddenberry, empfehle ich folgende drei Artikel. Es ist immer wieder interessant zu sehen, worauf man nicht achtete: Die Science Fiction und Philosophie hinter Star Trek. Star Trek ist eben deswegen Science Fiction, nicht nur um der Wissenschaft Willen und der Technik die vorherrscht – die schlussendlich und gemeinsam das Gute zum Vorschein bringt – sondern eben auch wegen den komplexen Fragestellungen im ehrlichsten Sinne einer klassischen SF.

R.I.P Leonard Nimoy und Anton Yelchin.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Filme!, Kritik und Rezension, Popkultur 'n Geek-ish, Science-Fiction

Eine Antwort zu “„Star Trek Beyond“

  1. Pingback: Kritik: Star Trek Beyond – filmexe

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