Monatsarchiv: August 2016

„Stranger Things“, Season 1

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Wenn der Hype um Mitternacht aus allen Ecken kriecht und die lustigen Medien flüsternd auf Stranger Things hinweisen, und nur flüsternd, denn man ist sich noch nicht ganz so sicher, was man davon halten soll, dann folgt man diesem Ruf und legt sich nach acht Folgen um 3 Uhr früh schlafen. Um halb 8 wird man durch lautes Gerede geweckt, da die Nachbarskinder ein totes Schaf auf der Wiese hinterm Haus gefunden haben. So der Stand vor ein-zwei Wochen. Dank gilt jenen, die mich darauf hinwiesen, das Flüstern der Medien wäre fast überhört worden.

Stranger Things erinnerte, wie so viele, auch mich an Explorers (1985), teilweise und erst nach etwas Recherche an Die Goonies (1985), vor allem aber an Stand by Me (1986) oder auch E.T. (1982). Vieles war nur allzu deutlich an Steven Spielberg, Steven King und auch John Carpenter angelehnt. Ich vermutete etwas Twin Peaks (1990) wie Nightmare on Elm Street (1894) und auch Poltergeist (1982) dahinter. Es finden sich zahlreiche Verweise zur Popkultur der 1980er wie Filmposter zu The Thing (1982) oder The Evil Dead (1981), Star Wars Referenzen oder Dungeons and Dragons zeigen. Ich fand es nach einigen Folgen sehr spannend darauf zu achten.

Alles was in den 1980ern und 1990ern an Rang und Namen besaß, lässt sich auf irgendeiner Weise, irgendwo in Stranger Things finden. Es erinnert an Kinder, die die Welt in ihre eigene Hand nehmen und komme was wolle, sich dem stellen. Diesen Kindern konnten weder Eltern, noch das Gesetz etwas anhaben. Stranger Things erzählt eine Geschichte in einer wenigen strikten Welt, die durch ein klar gezeichnetes Tor in eine fremde Dimension führt. Es wurde nichts erklärt. Die Dingen lagen wie sie gefallen waren und so blieben sie auch. ‚The Upside-Down‘ war mystisch und einfach, gruslig und gespenstisch und vor allem: Authentisch. Es wirkte echt, obwohl keine logische Erklärung gegeben war. Und diese wurde auch, ganz im Sinne der 1980er, nicht benötigt. Es war eine Zeit fern von hyper recherchierten wissenschaftlichen Erklärungen und endlosen Foren-Diskussionen über korrekte Darstellung. Es war eine Zeit, die sich eher um das Erzählen von Geschichten bemühte als wie um wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit. Sie war einfach da und besonders dieser Fakt, war neben dem Fehlen moderner Technologien, wirklich entspannend. Das Fernbleiben von Erklärung und Technologie erlaubte dieser Geschichte ein Stück tiefer zu folgen ohne sich ernsthafte Gedanken um den Wahrheitsgehalt machen zu müssen. Man durfte sich faszinieren lassen, ohne hinterher als einfältig bezeichnet zu werden. Ob diese Art der Erzählung auch für andere Geschichten funktioniert, sei dahin gestellt. Es war jedenfalls eine dankbare Abwechslung zum alltäglichen technischen Overkill.

Aber ich wiederhole nur das, was Medien mittlerweile zur Gänze wiederkäuen. Und auch wenn das 80er Jahre Feeling nicht ganz zu 100% aufkommen will, der originale Trash der 1980er hätte in diesem Werkstück nichts verloren gehabt.

Und natürlich darf in dieser Hommage Winona Ryder nicht fehlen. Wer erinnert sich nicht gerne an Veronica aus Heathers (1989) oder an Reality Bites (1994), Beeltejuice (1988) oder auch Edward mit den Scherenhänden (1990) – um nur einige wenige (aber meine Favoriten) zu nennen. Winona war großartig! So wie sich Marisa Tomei („Hot Aunt May“ in Spiderman Homecoming, 2017) das gewisse Etwas über die Jahre bewahren konnte, so auch Winona Ryder. Während viele Schauspieler dieses im Laufe ihrer Karriere einbüßen und in gewisse graue Abbilder ihres vergangenen Selbst fallen, so heben sich nur ganz wenige davon ab und bewahren sich diesen einzigartigen Charme. Ich jedenfalls war begeistert von Winona.

Fazit: Eine sehr gelungene Abwechslung zum aktuellen Serienangebot.

Weitere Reviews

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ARK: Survival Evolved #8

Fast mehr als 80 Stunden sind verbracht. Es wird nun Zeit, das Grauen zu zähmen, die Bestie zu unterwerfen und sich Fleischfresser ins traute Heim zu holen. Der Lakai wurde beritten, ein prächtiges Tier, gute Ausdauer, ein wahrer Kämpfer und Streiter, die Blutlust pocht durch seine Venen, ich spüre es. Er wartet nur darauf seine Zähne in warmes Fleisch zu keilen. Der Ausritt erinnert etwas an Pferdchen reiten.

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Folgend ist nun auch ein Spino in unserer Familie aufgenommen worden: Khal Drogo! Wie war das mit den weniger emotionalen Namen? Nachdem er jedoch recht hochlevlig und ein erprobter Krieger ist, trägt er diesen Namen zurecht.

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Sowie die ‚königliche Hoheit‘ selbst: Eine stattliche Rexdame!

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Und nochmal ein Carno: The Godfather

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Das wirklich Tolle ist: Alle Tierchen sind auf neutral gestellt, was bedeutet, wenn ein größenwahnsinniger Bobby versucht uns anzugreifen, gehen vier mächtige Fleischfresser auf ihn los. Ständig erklingt die Battle-Musik für ein bis zwei Sekunden und ehe es passiert ist, ist es schon wieder vorbei, ohne dass man weiß, was eigentlich geschehen ist. Die Dreistigkeit der A.I dieser Dilophosaurier überrascht mich immer wieder aufs neue: Natürlich greife ich Rex, Spino und Carno an, wenn ich ein winziger, kleiner Giftspucker bin.

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ARK: Survival Evolved #7

„Warte, ich geh nur noch schnell den gelben Beacon holen!“ sagte Tribemate #72, schwang sich auf seinen Pteranodon Butterfly und ward nicht mehr gesehen.

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Yay.. und dabei waren wir eben dabei, das Gehege für die Saurier zu vergrößern, da in absehbarer Zeit die ersten Terror Birds eintreffen sollten. Als wir nach einer hoch levligen Katze suchten, wurden in der Nähe der nördlichen Base einige dieser Biester gesichtet. Zu zweit zwangen sie einen Rex in die Knie.

Kurz darauf schnappte er sich The Dark Knight, meinen(!) Vogel, um seinen Vogel zu retten, und vielleicht noch den Beacon zu looten.

„Tribemate #72 was killed“

Wtf? Erneut? Und mein Vogel ist noch dort? Ich war böse. Ich war sehr böse. Wenn The Dark Night stirbt..

Respawn. „Wir nehmen Wind of Change mit“ sagte er und bestieg den Lvl 169 Scorpion. Ängstlich wie ich bin, fürchtete ich um ihr Wohlergehen, musste mir aber im Laufe des Geschehens weniger Sorgen um sie, sondern eher um ihn und mich machen, denn Wind of Change ist eine ausgesprochen gute Kämpferin die es, ohne sich ernsthaft anzustrengen mit Carnos, mehreren Mücken, Krokodilen und Schlangen aufnehmen kann! Das kommt davon, wenn man die Tiere zuerst auf Health levelt und dann erst auf Melee Damage. Zwei Sümpfe weiter stellte sich heraus, dass Wind of Change auch eine ausgezeichnete Schwimmerin ist. Bald erreichten wir den Wald der roten Bäume.

Ein Carno stürmte aus dem Dickicht hervor.

„Tribemate #72 was killed“

Ich suchte das weite. Ich wollte nicht sterben und Wind of Change, so sagte ich mir, wollte das auch nicht. Und während dieser häufig Sterbende Zuhause einen Vogel zähmte, versteckte ich mich und verdurstete fast. Ich wartete also und wartete, verhielt mich ruhig und wagte es nur selten ein kurzes Feuer zu machen.

Es dauerte bis zum Morgengrauen und zum Leid der Geschichte, verlief die Heimkehr ohne weitere Zwischenfälle. Tribemate #72 suchte nach den Vögeln, während ich ausharrte. Carnos, Terror Birds und anderweitiges gieriges Ungeziefer wartete nur auf guten Menschenschmaus. Die beiden Flugsaurier hatten sich im ständigen Kampf gefunden und die Health war sehr tief. Armer Dark Night! Er wäre fast gestorben! Aber zum Glück kehrten wir wohl Nachhause zurück. Moth ist nun gezähmt! Moth wird als Lasttier Einsatz finden.

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Aber was lernten wir daraus? Wenn man einen hochlevligen Skorpion bei sich hat, so kann einem fast nichts passieren. Wind of Change eignet sich hervorragend bei Sumpf, Wasser und im Kampf. Einzig allein gegen Mücken tut sie sich etwas schwer.

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ARK: Survival Evolved #6

Nach 60 Stunden Spielzeit ist zumindest das Ufer an dem gelebt und ausgerüstet wird sicher. Der Spinosaurier, der seit geraumer Zeit das Fürchten lehrt, war plötzlich verschwunden. Es ist eine Wasserkreatur, grässlich und groß, die schneller schwimmt und klettert als einem lieb ist und seine Opfer grausam zerfetzt und verschlingt! Der Versuch ihn zu zähmen endete mit dem Tod.

Ich ließ mir jedoch folgende Dinge sagen:

  • Das Level sagt nicht soviel aus. Ein Lvl 5 Rex tötet einen X High Lvl Raptor ohne Probleme. Selbst mit einer Armee an Raptoren wäre man den größeren Viechern unterlegen.
  • Die Empfehlung war, mit Tricertops oder Carno, bestenfalls im Kollektiv auf Erkundungstour gehen. Vorsicht jedoch vor Leech!
  • Carnos, so meine erfahrene Quelle, seien leicht zu fangen und gute Begleiter. Ich erinnere mich an eine der ersten Nächte als ein Carno unser Haus zerstörte, der Schrecken nistete noch Tagelang in meinen Gliedern. Die Ruine steht noch..

Doch nun, der Alltag:

Tribemate #72 und ich bekamen Nachwuchs! Gleich zweimal! Und sogleich starben sie. Warum? War es zu kalt? Zu warm? Es kam alles so … unerwartet. Ich hatte keine Chance ihnen Beeren ins Inventar zu legen. Es waren die ersten! Die kleinen Dodo Babys… So kurz nur auf der Welt, die armen Kleinen.. Sogleich sie das Licht der Welt erblickten, sogleich starben sie. Sie hätten Hilfe gebraucht und ich war ahnungslos. Trotz zwei ein halb Seasons Call the Midwife (Die „Wenn ich krank bin“-Serie) war ich eine schlechte Hebamme..

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Wie konnte das passieren?

Ich fand befruchtete Dodo Eier und dachte nicht daran das Telefon zur Recherche heran zu ziehen, sondern brütete sie sofort aus. Zu kalt? Ein Standing Torch wird helfen. Und siehe da! Eines erwachte zum Leben! Die Schale brach und ein kleines Dodo-Kind stand vor mir. Das stolze Elternpaar war in diesem falle Dodo und Lala oder Lili und Lalo? Selbst wenn das Spiel einem sagt, wer die Eltern sind, bin ich von Promiskuität im Stall überzeugt. Freie Liebe und so. Weniger Emotions-behaftete Namen? Check.

Ark wird mich noch in den emotionalen Burnout treiben. Das töten von Kühen in Minecraft, die Versklavung der Villager in einem dunklen Keller, wo sie gezwungen werden Karotten einzupflanzen und sie zu ernten, grenzwertig. Aber Dinosaurier? Um Gottes Willen! Es sind verdammt nochmal Dinosaurier! Kindheitserinnerungen, die abgeschlachtet, gehäutet und gezähmt und geritten werden. Oh, ich mochte die Stegosaurier, sie waren meine Lieblingssaurier! Was, du hast einen getötet? Wie konntest du nur!?

Folgend, die recherchierten idealen Umstände zwecks Ausbrüten:

  • Der Brutraum braucht eine perfekte Temperatur zwischen Wärme und Klimaanlage, die es ab Lvl 55 gibt.
  • Und Beeren. Man muss sie füttern. Via Hand, sonst fallen sie sofort tot um. Anfangs sogar alle paar Sekunden, da nur Platz für 2-3 Beeren ist. Dieser Vorgang kann Stunden dauern, bis die Viecher Jugendlich sind und alleine aus dem Trog fressen. Und dieser sollte immer voll gefüllt sein.
  • Den Namen solle man zuerst vergessen. Das vergeudet nur Zeit.
  • Vor dem Schlüpfen kann man die Eier auch in einen Kühlschrank packen, und dann den Rest ausbrüten wenn Zeit und Muse gegeben ist.

„Ja man sollte die Geburt gut planen“ schreibt einer aus dem Arkforum.de, bei dem ich mich einst versuchte anzumelden, es aber zwecks fehlender Kreativität hinsichtlich des Pseudonyms nie dazu kam. Ein anderer schreibt: „Wir haben um ca. 23:00 angefangen mit dem Brüten – um Mitternacht war das Baby da….“ – Und meine Quelle erzählte: „Meine Spino Zwillinge haben in den ersten realen 24h bestimmt 6 randvolle Tröge verputzt. Plus das was ich den paar Stunden lang ins Inventar alles gestopft habe bis sie an die Tröge gehen.“

Und nochmal: Man merkt bei Ark, viel intensiver als wie bei Minecraft, dass ein gewisses Ziel benötigt wird und kurzfristig erreichbare Ziele. Die Endgegner irgendwann zu besiegen: Ja. Aber was tut man in der Zwischenzeit um zu Leveln und sich auszurüsten?

Farmen! Und Wind of Change zähmen, eine hochlevlige Scorpion-Dame. Es benötigt eine gewisse Struktur,  ein Gemüsebeet ist ein guter Anfang.

Eines Abends flog ich durch die Nachbarschaft und wurde Zeuge einer interessanten Szene.

Ein Brontosaurier wurde von einem Raptor angegriffen. Der Raptor unterlag. Drei oder vier Bobbys (Dilophosaurier) griffen an, die der Bronto jedoch immer wieder wegschubste. Er selbst wurde bis zur Klippe gedrängt, fiel hinunter und es sah so aus, als hätte er die größenwahnsinnigen Quälgeister besiegt. Plötzlich aber verfing er sich zwischen zwei Palmen – was öfters passiert. Ich dachte mir: Soll ich ihm helfen? Üblicherweise befreie ich in Not geratene Pflanzenfresser, auch wenn, vor allem bei Triceratopse, die Gefahr besteht, dass sie zum Dank angreifen. Aber es ist die Natur (und verdammte 0’en und 1’en) und man soll sich nicht einmischen. Und als ich mich endgültig entschlossen hatte einzugreifen, trotz des bebenden Bodens und der Tatsache, dass ich mich selbst sowie The Dark Knight in Gefahr zu bringen würde, erlag der Brontosaurier auch schon seinen Verletzungen. Ethisches Dilemma 2.0.

Nun gut. Die Neuzugänge sind: ein Krokodil mit gefährlichem Namen Sarcopath sowie weitere Bobbys, diesmal mit Namen Lulu, danke Tribemate #72, sowie ein Carno namens Der Lakai und zwei Raptoren, sowie zwei Lystosaurier (Franz und Francis) und ein Dodoweibchen. Warum der plötzliche Domestizierungszwang? Aus Eiern gibt es Kibble und Kibble braucht man für spezielle Früchte zwecks schnellere und effizienterer Zähmung zwecks besseren Viechern. Unglücklicherweise sind die Lystosaurier, sowie das Krokodil, sowie die Raptoren und auch der Carno männlich.

Und dann gab es noch eine Flugsaurierdame, ein besonders hübsches Exemplar. Butterfly und The Dark Knight hätten sich vermutlich im Kampf um die Gunst der Dame gegenseitig in den Tod gebissen. Ich wollte das erbeutete Prime Meat noch sinnvoll zum Einsatz bringen und eine Compy Dame zähmen (die mir allerdings alle verstarben), und siehe da, kaum ist man weg greifen andere Viecher das wehrlose Tier an und tot war sie. Merke: Bleib beim Zähmen dabei. Geh nicht weg. Und wenn, dann nicht weit.

Übrigens, machte ich das erste Mal Bekanntschaft mit einem Leech, ein Blutegel, der aus meiner Brust schaute. Seltsames Gefühl..

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Gezähmt wurde und wird hauptsächlich von Tribemate #72. Bei mir sterben die Viecher, ich habe offensichtlich keine Hand dafür. Erneut fuhren wir mit dem Floß Richtung gefährlicher Norden und besorgten uns zwei Katzen. Sootica und Kitty! Erinnert sich jemand an Gobbolino, der Hexenkater?

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„BFG – Big Friendly Giant“

Sowie der Trailer Großes versprechen mochte, so warnte er auch vor einer gewissen Erwartungshaltung. Und das lag nicht zwangsläufig nur an dem Namen Steven Spielberg, den man mittlerweile mit Skepsis beäugt, sondern an den eigenen Erwartungen. Man sehnte und wünschte sich eben gerade auf Roald Dahl’s Vorlage, auf den Trailer mit seinen sanften Farben und der Märchenhaften Atmosphäre einen glaubhaften und verzaubernden Fantasyfilm.

Nun, wie ich andeutete: Steven Spielberg war beziehungsweise ist neben Schindlers Liste (1993) als Schöpfer zahlreicher Ikonen der Popkultur bekannt: E.T. (1982), Indiana Jones (1981, 1984, 1989), Jurassic Park (1993), Der weiße Hai (1975) und sogar Hook (1991). Mit gemischten Gefühlen erinnerte man sich an das Saal füllende Popcorn Kino wie Saving Private Ryan (1998) oder die Katastrophe Twister (1996). Und Wikipedia nannte mir ein paar SF-Klassiker, deren teils Neu-Verfilmungen auf seine Kappe ging: AI – Künstliche Intelligenz (2001), frei nach Isaac Asimov oder Minority Report (2002), frei nach Philip K. Dick, oder Krieg der Welten (2005), sehr sehr frei nach H.G. Wells, die sich von teils solide und teils grottig die Spannweite teilen. Sicherlich, folgt man dem „klassischen SF“ Prinzip, dass sich SF durch seine Ideen glorifziert und sich weniger auf die schöne Sprache reduziert, so könnte man schließen, dass die Filme lediglich die Idee transportieren, aber auf schöne Bilder verzichten sollen. Und genau das taten sie, nicht. Schöne Bilder, Emotionen, aber zu wenig Idee. Für gute SF empfehle ich u.a. die Serie Black Mirror, aber ich weiche ab.

Gut. Der Saal fast leer, die Vorführung auf englisch, die Werbung auf deutsch, zweisprachig erzogene Kinder in den letzten Reihen, und entgegen der Hoffnung, fanden sich hier wirklich die besten Szenen im Trailer wieder.

Was mich teilweise schockierte und ich aus rationaler, „erwachsener“ Sicht absolut schrecklich fand waren die Darstellungen der bösen Riesen. So grässlich und böse und Furcht einflößend. Mein erster Gedanke war: Sowas zeigt man Kindern? Wachsen Kinder von heute auch noch mit Grimms Märchen und abgeschnittenen Zehen und Fersen sowie von Dornen erblindeten Menschen auf? Und nicht zu vergessen: Artax Tod in Die Unendliche Geschichte und der rote Stier in Das letzte Einhorn. Aber ich schweife erneute ab.

Dritter Versuch: Der Film war atmosphärisch, kindisch, kindlich und auch witzig. Die Szene bei der Queen artete etwas aus, aber das war okay. Wenn man die Gelegenheit hat einen Riesen bei der Queen vor zu laden, dann auch mit ausreichend Zeit. Wenn ich sage, dass ich den Film nett fand, so meine ich das nicht böse. Ich fand ihn sehr nett, aber wenn man sich beispielsweise an Stardust (2007) auf der Vorlage von Neil Gaiman erinnert, dann vermisst man bei BFG das gewisse Etwas. Natürlich, die Ideen eines Roald Dahls sind großartig, die Verfilmung erreichte dann aber dennoch nicht den 100% Wow-Effekt. Einerseits schade, aber es war in Ordnung.

Fazit: 3 von 5 Riesen für die Angst einflößende Darstellung der garstigen Riesen, 5 von 5 Waisenkinder für das kecke Waisenmädchen und 12 von 10 Träume für die Idee dahinter.

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„The Secret Life of Pets“

Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen: Herbst 2015 – der erste Trailer von Pets und der erste Eindruck war: „Den muss ich gehen!“ Und während das Jahr vorbei zog, der Tag des Filmes näher rückte und man den Trailer auch schon in seiner längeren Fassung x-mal gesehen hatte, schlich sich Resignation ein: Man akzeptierte fast unweigerlich, dass die witzigen Momente im Zusammenhang weit weniger amüsant sein dürften und die besten Szenen bereits im Trailer verschossen wurden. Wie immer. Lasst mich dazu nur eines sagen: Dem ist nicht so! Wer nichts lesen möchte über Wirkung und Eindruck, der stoppe hier.

Der Trailer verrät einige amüsante Details, die aber eben im Zusammenhang mit all den anderen in einem fließenden Lachen mitgenommen, ja beinahe mitgerissen werden. Ein seltener Fall von: Der Film übertrifft den Trailer. Der 3D Kameraflug über New York hatte, wenn man sich in den mittleren, eher vorderen Reihen befand, dezent die Wirkung einer Achterbahnfahrt; die Farben waren bunt und die Stimmen schrill. Ich fand es fast ein wenig schade, als die Geschichte dann wirklich anfing, so auch in eine vorhersehbare Richtung plätscherte und eine Szene die Nächste in Sachen Hektik und Lautstärke zu übertreffen versuchte. Irgendwann musste ich mir Tempo-Stückchen in die Ohren stopfen. Aber das war okay, die Ausreißer nach oben, die stimmigen Karikaturen und liebevolle Parodien auf gewisse Tierarten entschädigten vollkommen dafür. 3D war adäquat eingesetzt mit Viechern, die aus der Leinwand in den Saal krochen – es empfiehlt sich wohl in den mittleren Reihen Platz zu nehmen.

Fazit: Wenn man Animationsfilme aus dem Hause Minions mag, dann wird man auch mit diesem Film eine besondere Freude haben. Wenn man Tiere mag, wird man mit diesem Film eine große besondere Freude haben.

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„Independence Day Resurgence“

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Ein Ding braucht Weile. Ein sehr verspätetes Review..

Lasst mich einige Worte zum ersten Teil sagen, den Kritiker gerne als „Guilty Pleasure“ verdammen: Independence Day war großartig. Ich mochte den Film und zitierte zitiere bei Gelegenheit immer wieder gewisse One-Liner. Die Anzahl der Charaktere war adäquat, sodass es möglich war mit dem einzelnen mitzufiebern. Jeff Goldblum und Will Smith standen in der Blühte ihrer Schauspielkarriere und harmonierten mit der gesamten Szenerie. Sicherlich, Independence Day war klischeehaft, voller Pathos und Heroismus und dennoch besinnt man sich gern daran zurück.

Erinnert man sich also zurück, waren 1996 außerirdische Lebewesen die „real“ angenommene Gefahr und wenn auch nur aus dem Wunschdenken heraus, mit einer fremden Zivilisation in Kontakt zu treten. Nach dem alle fremden Kulturen auf dem Planeten Erde kolonisiert und/oder verdrängt wurden und die SF über die letzten 100 Jahre erfolgreich zum Hype beigetragen hatte und der Mensch immer nach „mehr“ träumt, ist die Faszination verständlich – der Kapitalismus dankt. Durch Serien wie The X-Files bis Roswell und diversen Pseudo-Dokumentationen, über die Alien-Reihe selbst und was es noch alles gab, florierte das Genre. Und dabei bedenke man, dass sich bereits Kant Überlegungen zu extraterretistischen Lebensformen gemacht hatte und davor die Griechen. Niemand nahm 1990 an, dass einst Maschinen mit künstlicher Intelligenz die große Bedrohung sein könnten, denn der Terminator war besiegt. Maschinen waren besiegbar. Dies war Thema 1980 gewesen, als die ersten Heimcomputer in die Wohnzimmer einzogen und Cyberpunk aktuelle Popkultur war. Und Kriege im Zeichen der Religion? Fanden wie eh und je statt. Was die Menschen heute fürchten sind Chaos, Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit, künstliche Intelligenz im Form von Supercomputer sowie genetisch veränderte Kreaturen, seien es Mutanten, Superhelden oder was auch immer. Nennen wir es Machtverlust und/oder Machtlosigkeit. „Genetisches Enhancement“ ist längst Kern vieler philosophischen und medizinischen Debatten, siehe das „Gattaca-Argument“: Wieviel ist erlaubt, sodass kein Wettbewerbsvorteil und eine Zweiklassen-Gesellschaft alá Gattaca entstehen und was sind die genetischen, biologischen Konsequenzen für künftige Generationen?

Nun aber zu Independence Day Resurgence.

Um was ging es? Was war die Geschichte? Alien vs. Mensch? Alien vs. Alien co-op Mensch? Mensch vs. Alien co-op Alien vs. Alien?

Man tut einem Film nichts gutes, wenn man versucht ihn extra groß zu machen, ihn mit zig kleinen Nebenstorys ausfüllt und mit Charakteren belädt und dabei das wesentliche, „the big picture“, vergisst: Die Geschichte an sich, das Gefühl und die Spannung. Er tut beinahe krampfhaft zuviel, für das was er sein möchte. Nur was möchte der Film sein? Eine Hommage? Ein selbstständiger SF-Film? Ein Blockbuster?

Hatte Independence Day eine einfache Geschichte, war Independence Day Resurgence überladen mit belanglosen Nebengeschichten, die alle einer eigenen Szene bedurften, anstatt die Figuren so zu schreiben, dass es nicht notwendig gewesen wäre, als die Szenen tatsächlich zu filmen. Die vielen Figuren, die man fast krampfhaft versuchte instand zu halten, scheiterten dann doch an der Realität: Was in einer Serie funktioniert, muss nicht zwangsläufig im Film funktionieren. Weniger ist mehr. So wie dieser Eintrag. Er ist viel zu viel für das was er sein will: Eine Kritik. Ein Raunzen. Eine Enttäuschung, aber! Es ist mein Eintrag. Independence Day Resurgence wurde nicht für sich produziert und wenn man versucht der Masse zu gefallen, allen zu gefallen, muss man in Kauf nehmen, dass die Masse nicht dankt.

Weiter. Einerseits ließ man den Charakteren ausreichend Screentime und einen Platz am Rande der Geschichte, der sie dann auch gegen Ende im Gesamten legitimierte, andererseits erlaubte ihnen das Drehbuch nicht, ihre Rollen zu spielen. Jeff Goldblum war da, aber wo war sein Charakter? Wo war David Levinson? Das hat nichts mit Charakterentwicklung zu tun, sondern mit „Bringen wir die Alten an Bord, aber nicht zuviel, weil sie sind alt und zweckdienlich für die Älteren. Jugend Ftw!“

Brent Spinner aka Data aka der verrückte Wissenschaftler, hell yeah! Wenigstens einer hat es zurück geschafft und Spaß daran. Bill Pullman, Mr. President, Sir! Wo waren Sie? Minus zwei der Jüngeren, plus der Ausbau einer der alten Figuren und diesem Aspekt wäre etwas geholfen. Und auch wenn der Fokus auf die jüngere Generation gerichtet sein möchte, so verfehlt dieser ebenfalls gänzlich sein Ziel. Sie sind da. Okay. Und weiter? Niemand hätte es gekümmert, wenn die Aliens sie alle aufgefressen hätten. Im Gegenteil, das hätte den Film zu einem großartigen Film inklusive philosophischer Botschaft gemacht! Aber.. so?

So ergab zum Beispiel die Geschichte um die Mutter (Vivica A. Fox) keinen Sinn. Sie war da, sie spazierte durchs Bild, sie starb. Es beeinträchtigte nicht einmal den Sohn (Jessie Usher) sonderlich, bis auf die Tränen bei der Ansprache. Die Mutter starb eben, und er steht da? Emotionen! Wo sind die Emotionen? Ich sah kaum welche und die Szene lies mich kalt. Der junge Freund (Travis Tope) von Liam Hemsworth sowie der Aktenkoffermensch (Ich finde ihn bei Imdb nicht mal) und der afrikanische Warlord (Deobia Oparei). Wozu? Diversität? Okay.

Meine Idee? Weg damit und stattdessen einen ausgereiften Charakter. Der Zwist zwischen dem Sohn und Liam Hemsworth hätte keiner eigenen Szene bedurft, sondern lediglich etwas schauspielerische Leistung abverlangt. Selbiges Erzählprinzip bei den Aliens: Man hätte ihrer Angst und später ihrer Freude ruhig etwas mehr Spielraum geben können ohne den Überraschungseffekt zu vereiteln.

Es fehlte Klischee und Hommage an die 1990er. Ich vermisste Irrwitz und Wahnsinn und jegliche Realitätsferne. Physik und Logik wurden zwar wie so oft (Tendenz bessernd) ignoriert, und auch wenn das überdimensionale Raumschiff mit eigenem Biotop anreist, dass offenbar für Menschen nicht gefährlich ist und das Wasser eine angenehme Dichte zu haben scheint, sowie auch der Retterplanet, der die „primitive Sprache sprechende“ Spezies aufnehmen möchte, und es zumindest die Richtung anpeilte, in der ich den Film gerne durchgehend gehabt hätte, so wirkt es alles in allem verdammt unstimmig.

Entweder man macht es pompös und unrealistisch und denkt sich: Scheiß drauf oder man lässt es. Und ich dachte nie, dass ich das einst schreiben würde: Mir fehlte Testosteron und Girlpower und Stereotype One-Liner. Man darf nicht ein Thema wie Aliens vs. Aliens vs. Mensch nehmen und daraus versuchen eine ernste Geschichte zu machen, denn so wirkte es. Und das funktioniert nicht. Schon gar nicht, wenn dieser Geschichte ein Kultstatus vorauseilt.

Zuerst vernichten die Menschen den „Lifestar“ der friedlich aus dem Wurmloch heran schwebt und dann bietet Eve’s kuglige Schwester ihnen an, die Revolution zu führen, denn einen weiteren Angriff überlebten sie vermutlich nicht. No na nit. Hauptsache die gesamte Welt wählt demokratisch den Faschismus zurück, stellt sich aber mit vereinten Kräften gegen Aliens.

Die, wenn auch nicht so liebevoll wie erwartet, aber dennoch vorhandene Hommage, besteht in der Kopie einiger klassischer Szenen aus dem Vorgänger. Die Hail Mary erfuhr nicht einmal ansatzweise an Würdigung wie sie es verdient hätte und auch die Liebesgeschichte war flach und eindimensional. Wem war damit gedient? Wozu ein semi-romantisches Element? Die Charaktere waren wie wahllos aneinander gewürfelte Verbindungen ohne jeglichem Gefühl dazu. Ich beginne mich zu fragen, ob irgendeiner der Schreiber den ersten Film überhaupt gesehen hat. Ich beginne mich zu fragen, ob nicht eine unausgereifte AI hinter dem Drehbuch stand.

Und auch wenn manche Kritiker sagen möchten, Will Smith habe gefehlt. Nein, auch Will Smith hätte das Drehbuch nicht mehr retten können. Sicherlich, das Drehbuch wäre dann gänzlich ein anderes gewesen, aber auch Will Smith hätte einen typischen Emmerich nicht mehr „besser“ machen können, die wehende US-amerikanische Fahne und der stehende Eiffelturm. Anderes Thema.

Was gut war? 3D wurde eingesetzt, wie es sich für 3D ziemt: Kamerafahrten durchs All, ansonsten fiel es mir nicht störend auf. Der Film wurde offensichtlich von Dell und Windows gesponsert und Apple-Produkte fehlten in diesem Universum gänzlich.

Fazit: „Independence Day: Wiederkehr lebt sehr stark vom Erbe seines filmischen Vorfahren – und verprasst es.“ (Zitat vip.de)

Damit gute Nacht.

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ARK: Survival Evolved #5

Nach 57 Stunden sind nun auch zwei Flugsaurier gezähmt, The Dark Knight und Butterfly. Mittlerweile trägt die Frau der Eisenzeit auch Citin-Armor. Man darf es mit der Zeitordnung nicht ganz so genau nehmen. Die Eisenzeit, jene als man begann Eisen für Werkzeuge und Waffen zu verwenden, fand ca. 700 vChr. statt, und wenn man davon ausgeht, dass ca. ab Lvl 40 auch Schusswaffen zu bekommen sind, man sich also ganz schnell im 20. Jahrhundert befindet, und das Zeitalter der Dinosaurier zwischen 235 Millionen Jahren bis zur Kreide-Tertiär-Grenze vor etwa 65 Millionen Jahren lag, dann..

Wie dem auch sei.

Mit diesen wagte man sich sogleich ins Innere des Landes und wurde Zeuge von unsagbarem Grauen! Terror Birds, die alles zerfleischen was ihnen in die Quere kommt. Gladiatorenkämpfe der Urzeit! Groß gegen Klein gegen Klein gegen Groß. Ein blutiges Massaker, eine gefährliche Welt, bei den Sümpfen tief im Lande. Und wenn man jetzt zufällig auf „E“ drückt.. hat man verloren. Und wenn jetzt zufällig die Stamina (Ausdauer) ausgeht.. hat man verloren. Nein, ich werde dort nicht landen. Ängstlich wird der nächste Felsen gesucht, die Gegend durchleuchtet, Herr Röntgen wäre vor Neid erblasst. Gefährlich ist es, im Sumpf.

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„Fliegen wir auf den hohen Berg!“ sagte ich, die Stamina schon sehr angeschlagen. Am Hang weidet ein Alpha-Rex. Am Berg selbst gab es Obsidian, Crystals und viel Metall. Und sogleich ist man heillos überladen. Das Fernglas auf 8, bloß nicht versehentlich auf „E“ kommen, hüte dich vor der Taste neben W. All die Mühen wären umsonst. Aber sie liegen so nahe beieinander. Ich blicke zweimal, dreimal auf die Tastatur. Der Vogel hängt in der Luft. Langsam fliegen, Stamina sparen. Es ist gefährlich im Landesinneren.

Doch – wir schafften es heil Nachhause zurück, aber der Schrecken saß noch tief. Gute Nacht, du friedliche Welt..

Ja, ich mache gerne Screenshots. Nein, es ist nicht (immer) gefährlich. Ja, es sind zu viele Bilder. Nein, ich werde sie nicht aussortieren. Ja, ich finde sie ästhetisch. Nein, der Leser hat kein Mitspracherecht. Mein Blog, meine Regeln. Schaut, der Berg und der Fluss! Die Landschaft! Jetzt sag einer, dass das nicht toll ist!

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ARK: Survival Evolved #4

Alsbald wir den Sumpf verlassen hatten, versuchten wir einen Weg zurück zu finden. Das Gehölz war dicht, der Wald dunkel und kurz darauf näherten sich Unglück verheißende Schritte. Und siehe da, drei Raptoren zogen gekräftigt und gestärkt ihre Todesspur hinfort.

Nun gut. Aus dieser Lehre haben wir gelernt und sind via Floß Richtung Norden gefahren, zum Eisberg. An der Küste jedoch labten sich Rex und Krokodil an einem Parasaurus. Aus einer weiteren Base im Norden wurde dann nichts. Bis auf ein Bett steht dort nichts. Zu gefährlich war es und vor allem zu kalt.

Nach 40 Stunden waren weitere Dinosaurier gezähmt: Zwei Stegosaurier, die wirklich, wirklich lange benötigten – und ich wollte sie haben, da ich diese als Kind so gern mochte; einen Raptor und einen Tricertops gleichzeitig, sowie einen Brontosaurier. Wobei der Brontosaurier, der auch zum Holz farmen gut geeignet sei, erst ab Lvl 50 reit tauglich gemacht werden kann. Ich dachte mir jedenfalls, man könnte ja alles in der Gegend zähmen und frei rumlaufen lassen, es wäre so nett gewesen. Hallo, Betty Jones! Tritzo! Wie geht es euch? Allerdings sterben sie dann, da sie wenn einmal gezähmt, nicht mehr von alleine fressen. Die AI ist nicht ganz so intelligent, wie sie sein könnte. Ein Carno verfängt sich immer wieder hinter dem gleichen Felsen, anstatt dass er außen herum gehen könnte.

Aber damit wären wir bei den moralischen Dilemmas angelangt, die Ark so toll machen. Da stehen gesattelte und nützliche Tiere im Stall, gesichert vor dem Feind und andere, die fröhlich in der Gegend wandern dürfen, aber auch Gefahr laufen, getötet zu werden. Was ist nun „besser“? Oder der Art gerechter? Dem Spielziel dienlicher? Ich dachte mir, dass ich das Gehege vielleicht vergrößere..

Derzeit sind gezähmt:
– 4 Triceratopse*: Spike Jones, Betty Jones, Bee Jones und Tritzo Jones (letztere beiden dienen zur Arbeit)
– 3 Raptoren: Rapsie, Buffy und Rapsie Bee (Rapsie Bee ist ebenfalls ein Arbeitsraptor. Seltsamerweise wird nur mit Rapsie und Buffy ausgeritten. Moment.. eine Armee aus Raptoren! Und Compys.. und Bobbys..)
– 2 Parasaurier: Lady und Larry (die ersten!)
– 2 Stegosaurier: Leia und Lucky (zwei Damen, vermutlich Mutter und Tochter)
– 2 Phiomias: Sally und Harry (die Rennschweine!)
– 2 Lystrosaurier: Franzl und Sissie #3 (Sissie #2 verstarb auf dem Weg zum Gehege durch einen Piranha).
– einen männlichen Dilophosaurus: Bobby
– einen männlichen Compy: Spock
– und einen weiblichen Brontosaurier: Littlefoot! („Oh mein Gott. Sie hat nicht..“ – „Doch hat sie..“ – „Wie kann sie nur?“ – „Diese Bestie…“).
– eine Unmenge an Dodos zwecks Eier zwecks Kibble, zwecks Taming, via Bodenhaltung inklusive Balkon. Trotz Balkon ist es keine Freilandhaltung. Absolut moralisch bedenklich.

* Und ja, „Triceratopse“ ist eine akzeptierte Pluralform!

Während des Zähmvorganges ritt ich mit Buffy, dem schnellen LV101 Raptor, immer wieder heim und lud Sachen wie Holz und Thatch und Fiber ab, dass ich neben dem zähmen farmte und hatte dabei noch Zeit für Screenshots. Ich hätte auch einen großen Tricertops mitnehmen können, oder ein Phiomia, aber wo bliebe das Abenteuer? Moralisches Dilemma: Besteht der Wert eines Sauriers in seiner Schnelligkeit, seiner Effizienz im Kampf und Ästhetik und zugegeben, seit Jurassic World in seiner Popularität? Nein. Doch. Vielleicht. Ja auch. Aber Buffy eignet sich für mein Vorhaben, im Moment, einfach.. besser.

Ich werde jedoch das Gefühl nicht los, dass mich Buffy irgendwann auffressen wird. Sie hat diesen Wahnsinn in ihren Augen. Dieses lüsterne Grinsen. Diese gierigen Glupscher. Und irgendwann wird sie mir den Rücken fallen und mir das Fleisch vom Körper reißen und sich an mir verköstigen. Irgendwann.. aber bis dahin ist sie ein treues Reittier.

Es gilt nun die nächste Stufe des Transports zu bewältigen: Der Pteranodon Butterfly wurde gezähmt und besitzt nun stolze 140 Lvl. Der Sattel, nicht all zu günstig, verschlingt ca. 230 Hide.

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Das war diese Session: Die Brücke übers Wasser wurde gebaut, eine Menge Holz gehackt, versehentlich einen Raptor während des zähmens getötet und mehrere Viecher dem Menschen gefügig gemacht, eine erfolgreiche Urbanisierung und Domestizierung des Urwalds.

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