„Mike and Dave Need Wedding Dates“

Ohja! I did it! Es folgt ein höchst subjektives und kaum informierendes Review.

Ich musste zuerst lange überlegen, ob ich dafür Geld ausgeben soll oder nicht und hatte mich noch gewundert, wer sich in solch einen dämlichen Film setzt, als ich eine weitere einzelne Reservierung sah. Und schlussendlich waren es inklusive mir drei verzweifelte Gestalten, die sich, allesamt ohne Begleitung und aus welchen Gründen auch immer entschlossen hatten, sich den Film anzusehen. Das Mädchen war vermutlich wegen Zac Efron dort („Vorurteil!“), ich besuchte die Vorstellung wegen Aubrey Plaza (Parks and Recreation) und der Herr, der hinter mir saß, war vermutlich wegen Anna Kendrick dort („Vorurteil!“), derzeitige Favoritin um Marvel’s Squirrel Girl. Das Wunsch-Casting ist berechtigt. Allerdings äußerte auch Stranger Things Darstellerin Shannon Purser (Barb) Interesse. Eine wissende Meinung räumt ihr jedoch wenig Chancen ein, sie habe zu wenig gemacht und je nachdem wer schlussendlich den Film produziert, wären die Chancen gegeben oder auch nicht. Man zweifelt.

Zum Film:

Basierend, auf einer mehr oder weniger tatsächlich realen Geschichte (die Links informieren dezent), gewinnt der Film besonders durch die vier sympathischen und absolut derben Hauptdarsteller. Wir lieben Aubrey als zynische April Ludgate in Parks and Recreation; Adam DeVine darf derzeit etwas in Modern Family mitmischen; Zac Efron ist, meines Wissens, ein Teenieschwarm(?) und Anna Kendrick war bisher nur in Nebenrollen, u.a. in Twilight zu sehen – mir war sie, bis eben auf die Gerüchte um Squirrel Girl, unbekannt. Ein gute Gelegenheit also mir ein genaueres Bild von ihr zu machen.

Die Witze sind tief, manchmal sogar tiefer als man sie sich erwartete hätte, hätten jedoch durchaus noch tiefer sein dürfen, wie im Abspann gekonnt gezeigt bzw. improvisiert wurde. Die Story ist 0815: Allzeit Versager slash Party Jungs, die zur Hochzeit der kleinen Schwester, anständige Dates mitbringen sollen um nicht erneut Chaos zu stiften, treffen auf ihre (weiblichen) Meister und ruinieren (fast) die Zeremonie. Mit vereinten Kräften und bis dass der Tod sie scheidet, endet schlussendlich alles in einem Happy End, no na nit, wir sind immer noch in einer von Hollywood produzierten Komödie. Nett fand ich, dass die Selbsterkenntnis über das (fast) ruinierte Leben, Geschlechter unabhängig geschah. Das eine Geschlecht wollte sich nicht um des anderen wegen bessern, sondern um seiner/ihrer Selbstwillen. Immerhin etwas.

Fazit: Entgegen der Annahme, dass der Film richtig schrecklich sein musste, war er im Endeffekt, zu dritt allein im Kino und von Scham gepackt, für so etwas Geld ausgegeben zu haben, doch ganz unterhaltsam. Sicherlich, die spärlichen Besucher sprechen nicht unbedingt eine Empfehlung aus, aber er ist auch nicht so schlecht wie man zunächst annehmen mag. Die aktuelle Wertung von IMDB von 6,2 ist berechtigt.

Und wäre Madame (8) meinem Vorschlag gefolgt, und hätte sie sich den Film parallel in der ca. 400km entfernten Hauptstadt, geistig gemeinsam aber bedauernswerterweise physisch getrennt mit mir angesehen, hätten wir uns fabelhaft darüber amüsiert! Denn so blieb das Vergnügen nur auf meiner Seite und etwas unvollständig, als wie, wenn sie den Film mit mir gemeinsam angesehen hätte. Right in your feels! (8)

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Eingeordnet unter Filme!, Kritik und Rezension

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