Monatsarchiv: Dezember 2016

„Doctor Who“, S10E00, Christmas Special

Es heißt: Man lernt die Dinge erst dann zu schätzen, wenn man sie verloren hat. Wir hatten den Doctor zwar nicht verloren, aber er war weg. 24 Jahren um genau zu sein. Vielleicht nicht ganz 24 Jahre, sondern nur ein Jahr, aber zumindest fühlte es sich wie eine lange, lange Zeit an. Und ich bemerkte nach den ersten fünf Sekunden, wie sehr ich den Doctor vermisst hatte. Zur Hölle mit Game of Thrones und Westworld und The Walking Dead. Zur Hölle damit! Gebt mir den Doctor zurück, gebt der Menschheit den Doctor zurück! Man sieht was passiert, wenn der Doctor nicht in der Umgebung ist. Doctor? Explain! Aber dabei muss er sich nicht erklären, denn wir wissen, wo er die letzten 24 Jahre, die letzte Nacht verbracht hatte..

Ein war ein gutes Special, eine humorvolle Persiflage und gelungene Hommage an das Superhelden-Genre das uns inflationär auf den Tisch gestellt wird. Clark ist Grant und Lois Lane ist Lucy, Grants große Liebe seit 24 Jahren, die von seinem besten Freund geschwängert und verlassen wurde. Klischee. Seitdem ist er Nanny für Tochter Jennifer und männliche Nannys kann es nie genug geben. Ernsthaft, was ist falsch daran? Der junge Grant schluckt einen Edelstein und bekommt seinen Wunsch erfüllt: Ein Superheld zu sein, inklusive Fliegen, übermenschliche Kraft und Röntgenblick. Der Rest ist Geschichte und eine gute Episode. Ich rufe „mehr“! Aber niemand hört mich. Sogar Krang aus der Animationsserie Super Mutant Ninja Turtels bekommt einen kleinen, aber feinen Auftritt – zumindest erinnert das Gehirn doch stark daran. Wir haben Aliens, wir haben einen Screwdriver (keine Sonnenbrille, sondern einen richtigen Sonic Screwdriver!) und viel wichtiger, wir haben einen Doctor!

Und wenn gewollt wird, dass der Doctor wieder jung, Tennant-esk (es kann nur einen geben!), mit ebenso junger Begleiterin ausgestattet werden soll, um auch das jüngere Publikum anzusprechen – und wenn schon nach einem jungen Doctor gesucht wird, so empfehle ich Domhnall Gleeson (ein Weasly, man sah ihn auch u.a. in Ex Machina) –  lasst mich euch sagen: Das ist nicht notwendig. Die harmonische und perfekt aufeinander abgestimmte Beziehung zwischen dem Doctor und Nardole (River Songs Angestellter aus dem Christmas Special 2015) würde locker ausreichen um ganze Seasons zu füllen! Und zugegeben, als Tennant-Fangirl tat ich mir – nach Wibbly Wobbly-Matt Smith – mit einem plötzlich alten, E-Gitarren spielenden und Sonnenbrillen tragenden Doctor schwer – doch mittlerweile möchte ich den alten Kauz nicht mehr her geben. Niemals mehr. Ich will keinen neuen Doctor. Soviel also dazu und zuviel Emotionen gegen Ende des Jahres, ich wünsche erholsame Feiertage.

Wer Reviews bevorzugt, die tatsächlich Inhalt wie Hintergrund wiedergeben, der klicke bitte hier:

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Jólaköttur!

Die isländische Weihnachtskatze! Laut Legende frisst sie all jene, die im Sommer nicht die Wolle zu Garn gesponnen haben und beschenkt all jene mit Kleidern die fleißig waren. Ich habe kein Garn gesponnen, werde ich jetzt gefressen? Aber ich war anderweitig fleißig, anzunehmen also, dass die Katze gütig sein wird. Außerdem habe ich immer eine Packung Katzenleckerlis in Reichweite, sowie ausreichend Dinge rumstehen, die Jólaköttur runter werfen kann. Damit wäre sie eine Zeit beschäftigt, folgend hoffentlich auch besänftigt. Ich wünsche allen ein frohes Fest der Geschenke. Möge Jólaköttur euch gnädig sein. :D

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #25

Die 5 besten Road Trip Filme

Die Frage mit den „besten“ ist immer so eine Sache. Ich freue mich schon, wenn mir überhaupt 5 Filme zum jeweiligen Thema einfallen, denn so bewusst macht man sich nie Gedanken darüber. In diesem Falle fielen mir doch ein paar ein, nicht zwangsläufig die besten, aber jene, die sofort im Gedächtnis blieben oder an ein gewisses Gefühl beziehungsweise an die (illusionäre) Idee eines Roadtrips gekoppelt sind; selbst wenn dieser dann durch den Realitätsfaktor zwangsweise an Abenteuer einbüßt und der Stau (oder seltsame Gestalten am Rastplatz) oftmals das einzige ist, was sich von der sechsstündigen Autofahrt abhebt. Somit also 5 Roadtrip-Movies die zeigen, wies richtig geht. Keine Wertung bezüglich der Reihenfolge.

4. Natural Born Killers (1994) – Ohne Worte.

2. Zombieland (2009) teilt sich mit Fanboys (ebenfalls 2009) einen Platz.

3. Eurotrip (2004) – „Scotty doesn’t know. Scotty doesn’t know… don’t tell Scotty.“ Film wie Soundtrack sind ein Konglomerat was zu Beginn der Jahrtausendwende unter Mainstream Punkrock à la Simple Plan und College Humor à la American Pie en vouge war. Nett: Matt Damon. Der Film: Schlecht. Aber: Fällt definitiv unter Roadtrip, erinnert aufgrund des Damon’schen Cameos.

1. Mad Max – Neu wie alt. Der Inbegriff eines Sprichwörtlichen Road Trips.

5. Jeepers Creepers (2001) – Horrortrash vom schlechtesten, aber amüsant. Irgendwie verfehle ich das Thema..

Weitere die mir einfielen und eher unter die Kategorie „die besten“ fallen: Fear Loathing Las Vegas, Roadtrip, Thelma und Louise, Little Miss Sunshine, Blues Brothers, …

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Ps: Das Urban Dictionary hat einige interessante Definitionen bezüglich des Begriffes „Roadtrip„:

„When a bunch of kids get in a car (most likely a VW Bus, most likely with tons of drugs, and drive to an exotic destination (like Vegas or New Jersey). It happened more in the 70s.“

„The long and boring trip that eventually becomes memorable and fun through time.“

„Long car rides with friends, family, pets, etc. Generally entails excessive heat, or air conditioning, rest stops, pee breaks, speeding, sleeping, and lots of cities. Red bull is acceptable.“

„A Road trip is a car trip that is defined by the word „trip“. The trip is a not the journy but a feeling that you get after smoking to much.“

„using „herbs“ while in a car.“

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„Fantastic Beasts and where to find them“

Viel zu spät aber doch noch folgen Bilder von Kreaturen, ein paar Gedanken und dezente Recherche.

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Auch wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass sich 3D demnächst wieder aus den Kinosälen verabschieden darf, gestehe ich erfreut, dass der 3D-Effekt bei den Kamerafahrten und den Tierchen stimmig geplant und eingesetzt wurde. Es wirkte nicht störend. Wenn ein Film jedoch nicht darauf ausgelegt ist und dieser Effekt im Nachhinein mehr schlecht als recht irgendwie rein gemurkst wird, dann nervt es und verdirbt einem durch unscharfe Bilder das Sehvergnügen. In Fantastic Beasts hatte man ein gewisses Achterbahn-Feeling und ich bedauerte die Kürze der Fahrten. Und wenn die Kreaturen und Tierchen plötzlich auf einen zuhuschten und sie zum Greifen nahe waren, fühlte man sich „mitten“ drinnen. Das war nett.

Eddie Redmayne hatte mit seiner Stephen Hawking Performance und seiner, wenn auch dezent übertriebenen Darbietung in The Danish Girl bewiesen, dass er ein guter Schauspieler ist, der es durchaus schafft, auch weniger konventionelle Rollen zu meistern. Insofern ist es vollkommen in Ordnung, wenn er in den nächsten Jahren Newt Scamander miemen und sich ein Fandom aufbauen darf. Dass die Filme auch alle zwei Jahre angesetzt sind, finde ich etwas zu weit gegriffen, lässt aber den Darstellern ausreichend Möglichkeit, nebenbei noch andere Projekte zu verfolgen. Ich frage mich, ob wir ihn auch mal in einer Rolle sehen werden, die sich nicht nur aus schiefer Kopfhaltung, null Blickkontakt und schüchternem Lächeln zusammensetzt. Ich sähe ihn gerne als einen James Bond oder als einen Bully, in einer Rolle, in der ‚mehr‘ zeigen darf was er kann.

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Ich suchte nach dem Tweet: „Find a man who look at you like Newt looks at creatures“ fand ihn aber noch nicht. Zugegeben, auch mir entsprang ein Funke der Verehrung wenn der schüchterne Blick, plötzlich aufleuchtet. Dank gilt der visuellen Gestaltung und Nachbearbeitung. Es stellt sich die Frage: Können wir Filme, trotz des Wissens um ihre Entstehung dennoch genießen? Egal, es geht ja um die Tierchen, deswegen:

Ich fand aber auch Katherine Waterston aka Porpetina Goldstein sehr interessant und denke mir, hätte man sie gelassen, wäre noch viel mehr heraus zu holen gewesen. Der dicke Bäcker (Dan Vogler) hielt für kalkulierte Lacher her, wirkte sympathisch und sorgte für das „Ohh… der Arme“ und folgend für „Ohja.. immerhin bäckt er tolle Kreaturen“. Und auch die hellsehende Schwester (A Fine Frenzy, u.a. Sängerin und Pianistin) wirkte trotz Klischee sehr sympathisch. Leider konnte ich mit Colin Farell gar nichts anfangen und auch Johnny Depp erscheint mir hier vielleicht etwas fehl besetzt? Seit Johnny Depp in den letzten seiner Filme immer wieder die gleiche Figur darzustellen scheint, verlor er etwas an Reiz und wirkt nur mehr wie ein Schatten seiner besten Charaktere.

Der Film war unterhaltsam, wenn auch etwas langatmig. Es war kein Harry Potter und das kann man nun positiv oder negativ sehen. Mir schien, es fehlten ausgedehnte epische Szenen, aber das war auch schon beim letzten Harry Potter so. Der Regisseur war der gleiche.

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Und auch wenn der Merchandising Markt mit den bisher gezeigten Tieren ausgelastet sein mag, so vermisste ich doch „mehr“ davon und zwar nicht im Sinne von Quantität, sondern Qualität. Es braucht keine 100 Tiere, wenn 5 Tiere aktiv in die Geschichte mit eingebaut werden. Groots kleiner Bruder und der große Vogel, sowie das unsichtbare Vieh und auch der süße Niffler sollten zwar zeigen, dass der Film von putzigen Kreaturen und wo sie zu finden sind, handelt, dienten aber schlussendlich (doch nur) als Legitimation, eine weitere Wizard-World Geschichte pompös erzählen zu können inklusive aller damit verbundenen Folgen. Daher: Weniger Story, mehr Tiere!

Ebenso hätte man in dieser Hinsicht ruhig noch mehr Unterschiede zwischen der amerikanischen und englischen Welt zeigen können. Ich vermisste etwas das Zusammenspiel der einzelnen Charaktere und hatte das Gefühl, dass eine Geschichte erzählt werden muss, um an die voran gegangenen Erfolge anknüpfen zu können.

Fazit: 7,2 von 11 putzigen Kreaturen.

Fazit II: War ich zufrieden? Ja. Ich wurde unterhalten, ich lächelte, ich fühlte mit. Nur fehlte etwas. Nur was? Ich mag das Universum – ein weiteres in dem ich gerne leben würde – Ich mochte die Darsteller und ich mag putzige Kreaturen. Aber irgendwas fehlte.. War es die Erwartung an einen epischen Film, die mich dann ohne Strumpf zurück ließ, im Sinne von „Master has given c4t an expectation, c4t is free“? Wer weiß.

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„Arrival“

Die englische Originalversion dreimal aus Faulheit (und dem kalten Wetter wegen) aufgeschoben, musste ich mich nun mit der deutschen Version zufrieden geben. Die Syncro tat in diesem Falle weder dem Film noch dem Inhalt schlechtes, denn wie das Thema selbst, gründet auch der Film auf Kommunikation. Der Film baut nicht auf die englische Sprache auf und vermittelt auch keine Witze, deren Sinn bei der Übersetzung verloren ginge, sondern erzählt eine Geschichte deren Botschaft in allen Sprachen funktioniert.

Es folgt ein Review mit Spoiler, dass vermutlich kaum sinnvollen Informationsgehalt aufweist, und lediglich jene ansprechen mag, die den Film bereits gesehen haben.

Man könnte den Film auch so umschreiben: Das Ende ist der Anfang und der Anfang das Ende. Alles, an was sich Louise im Zusammenhang mit ihrer Tochter erinnert, geschieht in der Zukunft. Zeit ist nicht linear, zumindest nicht für die Aliens (u.a. Abbott und Costello) die sie besuchen. Dort erfährt sie die Nummer des chinesischen Militärchefs und verhindert somit einen Krieg der Welten. Ihr Buch über die Sprache der Heptapoten wird publiziert, sie erinnert sich daran und kann im Zuge dessen die Nachricht der Aliens, die sie kurz vor der Explosion erhalten hatte, übersetzen. RIP Abbott.

Zurecht sagte man mir, dass der Film „grausam“ sei, denn wer würde, im Wissen, dass einem einst alles genommen wird, dennoch genau diesen Pfad einschlagen? Fraglich, wenn die Zeit nicht linear ist, ob sich dann Abstraktionen ergeben (können) oder ob sie tatsächlich so verläuft, wie sie die Zukunft sah? Der Film lässt das offen. Und wie der Doctor schon sagte: „People assume that time is a strict progression of cause to effect, but actually, from a nonlinear, non-subjective viewpoint, it’s more like a big ball of wibbly-wobbly, timey-wimey… stuff.“

Sprache ist ein interessantes Phänomen und Arrival thematisiert zurecht deren Komplexität, deren wir bereits im Alltag erliegen. Ein Zyniker mag sagen, „Ich bin nicht dafür verantwortlich was du verstehst“ und ein Empfänger mag sich wehren in dem er sagt: „Du musst deine Worte klarer wählen“ – Wir kennen das Problem aus alltäglichen Disputen und Diskussionen und nicht zuletzt hängt sich mancher Streit an einem einfachen fehlinterpretierten Wort, folgend einem Missverständnis auf. Es hat also sicherlich seinen berechtigten Sinn, dass man in Philosophie Lehrveranstaltungen selten über Seite zwei einer philosophischen Primärlektüre hinaus kommt und Stunden damit verbringt, die ersten Sätze zu ergründen bis sich die Diskussion nur mehr um bestimmte Worte und deren Auslegung dreht. Aber das ist wichtig.

Ein vielleicht handgreiflicheres Beispiel: Im gälischen gibt es kein „nein“ und kein „ja“, sondern nur ein „ist nicht“ oder „war nicht“ oder „ist“ – wie im lateinischen. Allseits bekannt: In kälteren Regionen gibt es verschiedene Worte für Schnee, mit denen ein Südländer, selbst mit Übersetzung nichts anfangen könnte. Es ist eine andere Art der Kommunikation. Ein Volk, deren Sprache nicht über bestimmte Verben verfügt, die zukünftiges und vergangenes ausdrücken, kommuniziert und lebt anders als wie jene, deren Sprache komplexer strukturiert ist. Und auch da hakt die Linguistin ein: Unsere Sprache ist schwammig und lässt viel Spielraum bei Interpretationen. Im Unterschied dazu ist die Sprache der Physik, mathematische Zeichen und Formeln, eindeutig und somit trifft faktische Aussagen über die Welt. Und auch das ist ein interessanter Aspekt des Filmes, gerade diese beiden Disziplinen nebeneinander (nicht gegenüber) zu stellen – zumal es auch Story-technisch Sinn ergibt einen theoretischen Physiker heran zu ziehen.

Interessant und besonders stimmig fand ich das Beispiel mit Schach: Jemand, der Sprache anhand eines Spieles erklärt (im Film mit Mahjong – kann übrigens süchtig machen) kennt folgend nur ‚Sieg‘ oder ‚Niederlage‘, aber weder ‚Werkzeug‘ oder ‚Helfen‘. Je nach dem mit welchen Mitteln man also eine Sprache beleuchtet, bekommt man ein anderes Ergebnis.

Und nun sind wir hier: Die Kreise sind Worte und Sätze zugleich. Vergleichbar mit chinesischen Zeichen deren Satz auf einmal geschrieben werden kann. Abbott und Castello haben zudem eine andere Art der Zeitaufassung, und zwar, dass Zeit nicht linear ist. Doch dies ist fast nur ein nebensächlicher Aspekt. Der Film, die Geschichte, die Szenerie beleuchten zwischenmenschliche Abgründe die sich in Katastrophensituationen ergeben. Krieg, Raub und Mord sieht man lediglich entfernt über die News, während Louise im Bett liegt. Die Geschichte behandelt die menschliche Seite.

Und besonders hier verdeutlicht der Film (wieder mal), dass Menschen einfach primitiv sind. Als sie in ihren Anzügen (und dem Vögelchen) hinauf schreiten und ihre Gerätschaften auspacken, wirken sie trotz Hightech erbarmungslos unterentwickelt. Besonders deutlich wird dies durch die Leere und Einfachheit des Raumschiffes und der Aliens, denen sie gegenüber stehen.

Dieser Eindruck bestätigt sich, als der Urinstinkt, die Familie schützen zu wollen, zu Handlungen verleitet, die ebenfalls fast einen Krieg ausgelöst hätten. Man kann ihnen jedoch keinen Vorwurf machen. Und sobald das Wort „Waffe“ gefallen war, schalteten alle Stationen auf Offline. Selbst wenn zu Beginn noch eifrig zusammen gearbeitet wurde, wird doch bald klar, dass viele nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Ich verstehe jede außerirdische Macht, die sich davon abwendet und die nächsten 3000 Jahre die Menschen observiert und einen gewissen Sicherheitsabstand hält – wäre da nicht Fermis Paradoxon. Lest es euch durch.

Ich finde es auch immer nett, wenn alltägliche Dinge in Filmen realistisch dargestellt werden: Es wurden verschiedene Geräte verwendet (nicht nur Apple), Louise lief Barfuß (und nicht im Schuhen im Haus) und auch wie die Schwerkraft in dem Schacht des Raumschiffes dargestellt wurde, fand ich recht interessant und originell.

Eine Frage die mir dennoch im Kopf blieb war: Wofür brauchen die Aliens in 3000 Jahren die Hilfe der Menschheit?

Fazit: Der Hype eilt dem Film nicht voraus, sondern ist gerechtfertigt. Einer der wohl besten SF Filme 2016.

Hier noch ein paar gestohlene Aliens.

Kurze Recherche danach:

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„Killer Cookies from Outer Space“ – eine Weihnachtsgeschichte

Vorsicht: Kann Spuren von Splatter enthalten.

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Sibirien. Sibirischer Winter. Um Mitternacht. Tante Olga hatte wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit Kekse gebacken. Wenn auch mit wenig Zucker versehen, waren sie köstlich geworden. Nach und nach, ganz behutsam, gab sie die unterschiedlichen Sorten in die geerbten Dosen. Der garstige Geist der Urgroßmutter Natascha klebte daran und ließ sie jedes Jahr aufs neue wissen, wie unzureichend die Kekse, und ganz besonders die ihren, doch waren. „Nastrovje!“ sagte Tante Olga und toastete der gerahmten Fotografie der Urgroßmutter, die grimmig über die Küche wachte, zu.

Der Wind zischte um das alte Haus und mit ihm schlüpfte ein Killer Cookie nach dem anderen in den angenehm warmen Wohnraum. Tante Olga hatte eben die letzten Kekse eingepackt, da entdeckte sie noch weitere. Sie waren weiß, wie die Unschuld selbst und ihr flockiger Körper erinnerte an einen Südseetraum, weit weg von der unfreundlichen und kalten Eiswüste. Fern von Väterchen Frost.

„Na sowas, wo kommt ihr denn her?“ fragte sie belustigt und klaubte eines nach dem anderen auf. Sie hatte sie bereits alle in ihrer großen Hand, da öffnete sich ein Loch in der Mitte eines jeden Keks und entblößte sich als roter Schlund. Die Kekse kreischten. Tante Olga war entsetzt. Was ist das? Sie hüpften auf ihren Arm, hoch zum Gesicht und fraßen sich in die Wangen, durch den Mund hinab in den Körper bis die arme Frau tot um fiel.

Wohl genährt, aber nicht satt zogen sie ihren Weg fort. Strategisch gut positioniert platzierten sie sich auf einem Teller im Wohnraum. Sohn Dimitri kam sogleich und griff nach den Keksen. Er war ein hungriger Bub. Die Kekse sprangen auf ihn und fraßen ihm die Augen aus den Höhlen bis sie sich am Gehirn labten. Er fiel tot um.

Onkel Pavlov trat ins Haus. Als gleich er seine Frau und den Sohn, tot und angenagt daliegen sah, nahm er Axt und Beil. Wo war der Mörder? Er suchte und durchforstete jeden Raum. Das Schloss an der Tür war nicht gebrochen, die Fenster fest verschlossen. Hinter der Couch lauerten sie. Sie lachten und kicherten. Der Angriff formierte sich. Der Onkel horchte auf. Langsam ging er in die Nähe aus der das Lachen kam. Da läutete das Telefon. Die Vibration deutete eine Nachricht an. Doch er ignorierte die Information.

Ein kleiner Keks lag auf dem Tisch. Verlassen und einsam, unschuldig und köstlich. Der Onkel richtete sich auf und steckte ihn ohne zu zögern in den bärtigen Mund. Sogleich verzerrte er das Gesicht vor Schmerzen. Blut quoll aus dem Mund heraus. Der Killer Cookie hatte ihm die Zunge aufgefressen und biss sich durch die Wange in die Freiheit. Weitere Kekse stürmten heraus. Sie schrien und jubelten. Er schwang das Beil. Er schwang die Axt, doch verfehlte er die lieblich, weißen Kekse jedes mal. Sie hüpften. Eines biss ihm sein Ohr ab. Andere machten sich an den Beinen zu schaffen. Bis auch er tot um fiel. Sie hatten gesiegt.

Stille herrschte. Nach und nach kamen mehr Kekse in den Wohnraum, verängstigt und unsicher. Kleine Kekskinder setzten sich zitternd vor den Baum, der bereits herrlich dekoriert war. Sie blickten mit ihren großen, schneeflockigen Augen auf und fragten was denn nun passieren würde? Bekäme man das Raumschiff wieder in Gang? Ein großer Killer Cookie bejahte und tätschelte das Kind. Er wusste nicht, wie lange sie wohl auf diesem Planeten sein würden. Aus der Küche kamen Geräusche.

Einige der anderen kamen mit verpackten Geschenken wieder. Es waren Finger, Ohren, Nasen und Zehen, eingewickelt in hübschem weihnachtlichen Geschenkspapier. Die Kinder hatten eine Freude mit dem menschlichen Fleisch und nagten genüsslich daran. Hier und da schlürften sie etwas Blut. Ein kleiner Keks rülpste, kicherte und schlief zufrieden ein. Weihnachten war für Familie Kokosbusserl noch einmal gerettet.

Doch wie sieht wohl die Zukunft aus? Werden sie auf der Erde überleben können? Und was sind das für leblose Körper in den Dosen? Welch schrecklicher Ort. All dies und noch viel mehr in Kürze.

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Ein Spiel für Zwischendurch: The Room

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Das Puzzlespiel wurde 2012 von einem britischen Studio namens Fireproof Studios für Apple entwickelt. Spieldauer ca. 3 Stunden. Die Fortsetzung „The Room 2“ weist zwar deutlich mehr Puzzles auf, jedoch fehlt mir die Liebe zum Detail, die beim ersten Teil sehr zur Geltung kommt. Nicht nur im Design, sondern auch in der Geschichte und den Puzzles selbst. Ich ertappte mich des öfteren staunend über die tollen Einfälle und Ideen. Diese 5€ sind also gut investiert. Im Vergleich dazu, kostet Kino mehr und dauert oft kürzer. Man bemerkt auch, dass das Spiel für einen Touchscreen entwickelt wurde, da via Maus die Steuerung manchmal etwas umständlich ist.

Nachdem der erste Teil wirklich gelungen war, schien mir, litt die Fortsetzung an einem gewissen Erfolgsdruck. Er fängt nicht ganz so ein, wie der erste Teil und auch das Design ist nicht ganz so ausgearbeitet. Wem dennoch der erste Teil gefiel, der darf sich guten Gewissens auch ruhig den zweiten kaufen.

Die Puzzles sind einfach bis mittelmäßig schwer, und wenn man heraus gefunden hat wie und wonach man schauen muss, unterhält das Spiel einen Abend lang. Wie ein guter Film, nur eben mit etwas Eigeninitiative.

Fazit: Nett :)

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