„Doctor Who“, S10E00, Christmas Special

Es heißt: Man lernt die Dinge erst dann zu schätzen, wenn man sie verloren hat. Wir hatten den Doctor zwar nicht verloren, aber er war weg. 24 Jahren um genau zu sein. Vielleicht nicht ganz 24 Jahre, sondern nur ein Jahr, aber zumindest fühlte es sich wie eine lange, lange Zeit an. Und ich bemerkte nach den ersten fünf Sekunden, wie sehr ich den Doctor vermisst hatte. Zur Hölle mit Game of Thrones und Westworld und The Walking Dead. Zur Hölle damit! Gebt mir den Doctor zurück, gebt der Menschheit den Doctor zurück! Man sieht was passiert, wenn der Doctor nicht in der Umgebung ist. Doctor? Explain! Aber dabei muss er sich nicht erklären, denn wir wissen, wo er die letzten 24 Jahre, die letzte Nacht verbracht hatte..

Ein war ein gutes Special, eine humorvolle Persiflage und gelungene Hommage an das Superhelden-Genre das uns inflationär auf den Tisch gestellt wird. Clark ist Grant und Lois Lane ist Lucy, Grants große Liebe seit 24 Jahren, die von seinem besten Freund geschwängert und verlassen wurde. Klischee. Seitdem ist er Nanny für Tochter Jennifer und männliche Nannys kann es nie genug geben. Ernsthaft, was ist falsch daran? Der junge Grant schluckt einen Edelstein und bekommt seinen Wunsch erfüllt: Ein Superheld zu sein, inklusive Fliegen, übermenschliche Kraft und Röntgenblick. Der Rest ist Geschichte und eine gute Episode. Ich rufe „mehr“! Aber niemand hört mich. Sogar Krang aus der Animationsserie Super Mutant Ninja Turtels bekommt einen kleinen, aber feinen Auftritt – zumindest erinnert das Gehirn doch stark daran. Wir haben Aliens, wir haben einen Screwdriver (keine Sonnenbrille, sondern einen richtigen Sonic Screwdriver!) und viel wichtiger, wir haben einen Doctor!

Und wenn gewollt wird, dass der Doctor wieder jung, Tennant-esk (es kann nur einen geben!), mit ebenso junger Begleiterin ausgestattet werden soll, um auch das jüngere Publikum anzusprechen – und wenn schon nach einem jungen Doctor gesucht wird, so empfehle ich Domhnall Gleeson (ein Weasly, man sah ihn auch u.a. in Ex Machina) –  lasst mich euch sagen: Das ist nicht notwendig. Die harmonische und perfekt aufeinander abgestimmte Beziehung zwischen dem Doctor und Nardole (River Songs Angestellter aus dem Christmas Special 2015) würde locker ausreichen um ganze Seasons zu füllen! Und zugegeben, als Tennant-Fangirl tat ich mir – nach Wibbly Wobbly-Matt Smith – mit einem plötzlich alten, E-Gitarren spielenden und Sonnenbrillen tragenden Doctor schwer – doch mittlerweile möchte ich den alten Kauz nicht mehr her geben. Niemals mehr. Ich will keinen neuen Doctor. Soviel also dazu und zuviel Emotionen gegen Ende des Jahres, ich wünsche erholsame Feiertage.

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