„Gotham“, S03E12

Stimmungsvoll eröffnet Folge 12 mit der Beerdigung von Mario, dem Verlobten des Rehleins. Es scheint die Sonne, etwas Regen tröpfelt auf die dunklen Schirme nieder, die Farben sind hart und grell ganz im Gegenzug zum schummrig düsteren Nebel, in den Gotham sonst gehüllt ist. Man muss es ihnen lassen: Stimmungsvolle Szenen arrangieren können sie, die Leut von Gotham.

Akt I

Alsgleich befinden wir uns beim Penguin, amtierender Mayor von Gotham. Die Zahlen sprechen Gutes und ein Interview auf nationaler Ebene mit einer Talkshow-Moderatorin steht an. Wo? City Hall. Live. Den Penguin freut es eher weniger. Verständlich, im trauten Heim fühle sich gewiss jeder wohler. Die Moderatorin mag ihn nicht. Nachts wird er von Halluzinationen und dem Geist seines Vaters heimgesucht. „Help me!“ ruft dieser. Die gerahmte Urkunde, die besagt, dass er „sane“ ist, liegt zerbrochen am Boden.

Zsasz (der bleiche, sympathische, wenn auch etwas dümmliche Auftragskiller) erwartet Jim mit einem Glas Milch. Jim hat eindeutig Scheiße gebaut, aber hey, gute Arbeit! Er mochte Mario auch nicht. Recht schnell wird ein Fall eingeführt, der das mehrmalige Wiederauferstehen einer Toten thematisiert, was in Richtung Social-Media Spekulationen läuft: Die Wiederkehr des Jokers. Wenig später folgt das erste Zusammentreffen mit dem Reh und Jim. Sie ist wütend. Es herrscht Stille im Saal: „You’re the real virus Jim. You seep into people’s lives until you destroy them.“ Später gibt sie Falcone deutlich zu verstehen, dass sie Jim nie mehr wieder sehen möchte. Er frägt, ob sie sich sicher ist, denn er selbst kann sich mit dieser Bürde belasten. Sie jedoch würde daran zerbrechen. Wenn Jim stirbt, dann durch seine Hand.

Schnitt zur Katze und ihrer Mutter. Der Raum ist hoch und hell erleuchtet. Im Hintergrund hängen weiße Vorhänge, unschuldig und vom Winde verweht, wie die Vergangenheit selbst. Selina sitzt gebückt in schwarz, verletzt und trotzig auf einem Tisch. Warum kam sie zurück? „To see you“ sagt die Mutter. Nach 11 Jahren? Sie hatte keine Wahl, sie musste gehen. Die Katze frägt, wer ihr Vater ist. Doch die Mutter: „You are not dating that kid?“ Arme Katze, alle Welt interessiert sich für ihr Liebesleben und sie ist einfach nur genervt davon: Eine Vorzeige Feministin. Die Mutter entschuldigt sich, die Katze schickt sie weg.

Akt II

Der Penguin erwacht durch die Rufe seines Vaters in Geisterhafter Gestalt. Kurz darauf klingelt es an der Tür: Die Polizei teilt ihm mit, dass jemand die Gebeine seines Vaters ausgegraben hätte. Mittlerweile ist klar, dass auch Mario vom Virus befallen war. Falcone trauert über den Verlust, aber er trauert auch über das Schicksal von Jim. Denn in gewisser Weise war er ihm mehr Sohn als Mario. Das Rehlein hasst Jim.

Klein Batman rätselt mit Bond, Alfred Bond über die kristallene Eulenstatue. Es klopft und Batman bringt die Statue außer Sichtweite. Kurz darauf durchfließt Tageslicht die Eule und sie wirft seltsame Zeichen an die Wand. Es ist Selinas Mutter, die eine Box für ihre Tochter bei sich hat. Bruce, sichtlich betroffen, versucht sie zu überreden, dass sie bleiben soll und er zeigt ihr, wo sie Selina finden kann, denn er kennt den Verlust. Klein-Batman spricht mit der Katze und macht ihr klar, dass es vielleicht das letzte mal ist, dass sie die Möglichkeit haben wird, ihre Mutter zu sehen: „She’s reaching out.“ Die Mutter tritt hervor und in der Box befinden sich Kindersachen. Selina fällt ihrer Mutter in die Arme.

Jim und Harvey folgen dem Leichenbestatter des Mädchens und landen bei einer dubiosen Menschenansammlung. Ein Redner erklimmt das Podest und referiert darüber, wie die Menschen Gothams Sklaven wären, wie die Zeit versagt und sie jemanden brauchen, der für sie aufstehen würde! Im Hintergrund läuft die letzte Übertragung des Jokers. „You are all prisoners. Prisoners in your own mind!“ Jim löst die widerspenstige Menge auf.

Der Penguin bekommt erneut Besuch von Vater und Mutter: „He can not be trusted!“ Wer? „The birthday boy!“ Und es stellt sich heraus, dass des Penguins neuer Berater das Geburtstagskind ist. Er folgt seinen Spuren, findet den Sack mit der Leiche seines Vaters und tötet ihn in guter, manischer Penguinmanier: In Rage und mit einem Pokal. Welcome Back, Penguin!

Akt III

Das Rehlein hatte in der Zwischenzeit Barnes aufgesucht, der sich nach wie vor als Vollstrecker des Gesetzes erklärt. Der Virus habe ihm nicht schlecht getan, im Gegenteil! Er fühle sich stärker und besser denn je! Und auch Jim wird seinem Urteil eines Tages unterlaufen. Er wird gerichtet. Sie alle werden gerichtet und exekutiert! Lee bittet Falcone währenddessen das Attentat auf Jim – das bereits in vollem Gange ist – aufzulösen. Sie sprach von Hass und Rache, doch in Wirklichkeit hat sie Angst, dass sie Jim noch immer liebt. Natürlich tut sie das! Als Falcone Jim gegenüber steht, sagt er: „If it was up the me – you’d be dead.“ Die Jazzmusik…

Dinner bei den Waynes: Katze und Mutter stellen abwechselnd ihre diebischen Fähigkeiten bei Alfred unter Beweis. Batman bietet der Mutter an, sie solle doch bleiben – doch sie fahren zurück zum Hotel. Die Mutter küsst Alfred auf die Wange und die Katze verdreht die Augen. Love-Interest für Alfred? Wollen Sie den armen Butler auch noch diesem Wahnsinn aussetzen? Ich ahne schreckliches und irgendwie, abgesehen davon, mutet die Sache seltsam an. Immerhin sind wir in Gotham und Gotham ist grau und düster, und man gäbe doch nicht ohne Zweck einem Mädchen die verlorene Mutter zurück? Im Hotelzimmer wird die Mutter von einem unbekannten Kleinganoven erwartet. Die Katze sagt, Bruce habe Geld und er werde ihn bezahlen. „The past has come to punish me“, so die Mutter.

Live in Gotham! Die Moderatorin frägt den Penguin, ob er denn nicht Galavan ermordet hatte, denn sie will des Penguins wahres Gesicht entlarven. Mord? Nein, „Public Service“ träfe es wohl besser. Doch der Penguin verliert die Fassung, als er erneut den Geist seines Vaters sieht: „To hell with the people!“ raunzt er vor laufender Kamera, der Ruf als erfolgreicher Mayor und Liebling des Volkes, dürfte damit wohl verloren sein. In nächster Szene sehen wir Ed und die Auflösung des Rätsels. Armer Oswald Cobblepot. Der Geist war gefaked. Es gibt keine Geister. Nicht mal in Gotham. Aber warum ihn nicht gleich töten? Nein, das wäre zu einfach: Zuerst zerstören sie ihn, dann übernehmen sie sein Reich und dann töten sie ihn!

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Gotham, Kritik und Rezension, TV-Shows!

2 Antworten zu “„Gotham“, S03E12

  1. lukaslastofthetimelords

    Ich hätte da eine Kleine Frage wo schauen sie Gotham ich dachte es gibt einen Regionsblocker

    • Entweder via Google Suche „GothamS03E14 stream“ oder auf diversen Streamingportalen. Dürfte nicht all zu schwer, zu finden sein. Vorsicht aber vor Viren, Pop-Ups und Co, diverse Blocker empfehlen sich und eben „schauen worauf man klickt“.

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