„The Walking Dead“, S07E09 und S07E10

The Walking Dead meldet sich zurück.

Ein Zombie für ein Königreich

Alles in allem geht es mittlerweile darum, das Königreich auf die Seite der Aktiven zu ziehen, und auch der König merkt, es wird knapp. Negan will immer mehr und in immer kürzeren Abständen. Die Bewohner von Hilltop haben sich quasi unter Maggies Führung dazu bereit erklärt, Widerstand zu leisten. Wurden Rick und Co. in der 9. Folge noch von Jesus dem König vorgestellt, geht es in der 10. darum, diesen für sich ein zu nehmen. Aber der König, der dieses Königreich für die Menschen erbaut hatte, hält nichts davon mit Rick gegen Negan in den Krieg zu ziehen. Er hatte schon genügend Leute in den Tod geschickt, damit hätte er abgeschlossen. Der Tiger faucht. Daryl wird Audienz gewährt, und somit bekommt der „sexiest redneck alive“ wieder etwas mehr Screentime. Es wurde aber auch Zeit.

Die gesamte 9. Folge wird von seltsamer Stimmungsgeladener Musik begleitet, die das Mid-Mid-Mid-Winter-Season Finale aus- und den Endspurt einleitet. Kinder üben im Hintergrund den Umgang mit dem Bogen, Soldaten laufen ihre Runden. Das Königreich wirkt einfach strukturiert und ordentlich, es wird gegärtnert und es macht nach wie vor einen sehr soliden und friedlichen Eindruck. Ob das am Tiger liegt?

Zu Beginn der 10. Folge demonstrieren die Saviours erneut ihre Macht, es bauscht sich ein Konflikt auf und Richard, der Mann mit dem kleinen Wagon, der auch schon Carol versuchte zu überreden, ihm zu helfen, provoziert. Morgan wird am Ohr verletzt und verliert seinen Stock.

Daryl erkundigt sich nach Carol, ob sie hier gewesen war und wenn sie hier wäre, dann würde die Situation anders aussehen. Morgan bejaht, und genau deswegen sei sie gegangen. Uns wird erst jetzt bewusst: Carol weiß von nichts. Nichts von Glenn oder Abraham, gar nichts.

Richard leiht sich derweil Daryls Hilfskraft aus, um einige der Saviours abzufangen und zu töten. Und wenn sie versagen, es gäbe nur ein Haus mit einer Frau, die aber sowieso bald sterben würde. Die Szene wird emotional und Daryl frägt, wie die Frau hieße. Nach etlichen Sekunden der Spannung und Wiederholungen, fällt der Name: Carol.

Carol und ein unerwartetes Wiedersehen

Carol trifft im Wald auf den kleinen Benjamin, der sich dem Kampf gegen Negan anschließen will und versucht, den König zu überreden. Carol meint, er solle nicht hier herum rennen, er könnte noch getötet werden, sie habe ihn schon vor Ewigkeiten gehört. Und schon wieder bekommt sie Essen. Irgendwie glauben die Leute, sie schaffe es nicht alleine. Eine arme Frau, alleine im Wald. Benjamin bespricht sich mit dem König und erneut wird darauf hingewiesen, dass es sehr wohl einen Grund gibt, warum Carol es vorzieht alleine am Stadtrand zu wohnen. Es ist eigentlich eine tragische Geschichte.

Das lang ersehnte Wiedersehen zieht sich bis zum Ende der Folge hinaus. Daryl klopft. Es folgt eine kurze Umarmung. Warum sie ging? Sie möchte niemanden mehr verlieren. Carol macht Abendessen und erkundigt sich, wie es den anderen geht. Daryl schweigt. Oder zumindest lässt uns die Dramaturgie glauben, dass er schweigt. Denn eine Minute zu lange und man würde die Tatsachen erahnen. Aber er lügt. Allen geht es gut. Und sie ist glücklich. Sie ist erleichtert. Wenn sie nur wüsste.. Er verlässt ihr Haus. Hält inne. Kehrt zurück und sie umarmen sich.

Gegen Ende der Folge verlässt Daryl das Königreich, dass ihm Asyl gewährte. Zuvor hatte er sich mit dem Tiger angefreundet. Er sei außerordentlich gut mit ihr, und der König wäre beeindruckt. Aber Daryl geht.

Jadis und die Schrottplatzkids: „We take, we don’t bother“

Zu Beginn der 9. Folge sehen wir, wie der Priester das Lager ausräumt und davon fährt. Der Beifahrer lässt sich nur mit einem kurzen Blick erhaschen und das Internet spekulierte sogleich wer oder was das wohl gewesen sein könnte. Mittlerweile wissen wir, es ist die Gruppe um Jadis und die Schrottplatzkids.

Und sogleich denkt man sich: Warum müssen sich Leute in Post-Apokalyptischen Filmen immer dementsprechend kleiden? In Lumpen gehüllte Bewohner des Schrottplatzes, die seit Anbeginn des Outbreaks zusammen waren, stellen sich Rick und der Gruppe entgegen.

„We own your lives“ sagte sie, als sie am Ende der 9. Folge gefangen genommen werden. Rick aber sagt: „The saviours own our life.“ Und wenn sie diesen in die Quere kommen.. dann.. Aber es gibt einen Weg: „Join us.“ Aber Jadis lehnt ab. Übrigens hatte Jadis nur darauf gewartet, dass jemand das Haus im See ausräumte. Es war von vornherein ihre Beute. Interessant aber, dass Jadis und die Schrottplatzkids noch keine Bekanntschaft mit Negan gemacht hatten.

Der Priester befindet sich bei ihnen und Rick darf seine Fähigkeiten gegenüber dem wandelten Tetanusrisiko zeigen. Er begräbt es unter Müll und durchbohrte sich mit dem stachligen Helm die Hand. Das Internet rätselt ob Rick jetzt ein Zombie wird, ob nicht doch etwas Zombie Blut in seine offene Wunde gelangte. Wer weiß. Aber Rick hatte sich bewiesen und sie willigt ein. „Tell us what you want, we get it“ sagt Rick. Sie will Waffen, „to fight your fight“. Halbe Halbe von dem was Negan besitzt. Ein Drittel. Halbe Halbe. Ein Drittel.

Sehr häufig steht Tara im Bild. Natürlich: Weswegen sonst durfte sie Folgen zuvor, Bekanntschaft mit den quasi Amazonen machen, die Waffen wie andere Nahrung horten und auf alles schießen was sich bewegt?

Fazit: Es tut sich was.

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