„The Walking Dead“, S07E12 und S07E13

Es tut sich was, es tut sich was, es tut sich was. Gut so. Geschrieben vor ca. 10 Tagen.

Honeymoon und Zombies

Rich und Michonne campen, kämpfen und suchen nach Waffen um sich für den großen Krieg vorzubereiten (und Jadis‘ Wünschen nachzukommen). Zwischendurch kopulieren sie. Honeymoon im Post-Apokalyptischen Zeitalter. Rick genießt die Zweisamkeit und würde die Tage (vielleicht sogar Wochen und Monate) gerne noch ausdehnen, aber Michonne macht sich Sorgen und möchte zurück gehen.

Sie finden ein Militärlager, die Zombies tragen noch alle ihre Waffen. 63 an der Zahl, die sie später Jadis aushändigen, die aber die doppelte Menge will und mit überlegenem Alienhaften Gesicht auf Rick herunter lächelt. Ja ja, sie kämpfen schon mit ihm, aber sie will die Waffen und die Katze. Rick möchte 10 behalten. 5. Und so weiter. Gegen Ende behält er 20.

Die CGI-Reh-Szene störte mich jetzt weniger, und vermutlich steckte man lieber drei Blicke mehr in die Zombies und den Tiger, aber mei. Sicherlich, auch der andere Fehler, dass die Zombies am Jahrmarktsgelände, nachdem Michonne aus weiter Ferne snipert – ungestört weiter trotten. Mei, lass es der Romantik wegen egal sein. Gönnen wir ihnen eine gute Zeit und seltsame Pläne, die Autos involvieren..

Die Frage was „danach“ ist, interessiert auch Michonne. Die Welt muss „re-organisiert“ werden und Michonne möchte die Aufgabe in Ricks Hand legen, aber Rick möchte es mit ihr gemeinsam machen. Als das Gemetzel beginnt und Rick auf ein Mini-Rießenrad klettert, um das Reh zu Begutachten, fällt er rücklings hinab und Michonne glaubt, Rick wird eben von Zombies verspeist. Eine Welt bricht zusammen. Doch als sie bemerkt, dass er noch lebt, fällt sie ihm um den Hals und alles ist gut. Oder? Sie klauben die Waffen zusammen, nehmen Proviant mit (davon gibt es ganz viel) und treten den Heimweg an.

Später im Auto ist sie sichtlich verstört. Und Rick hält eine Ansprache: Es geht nicht mehr um sie beide. Wenn er stirbt, dann muss sie weiterleben, um die Gruppe zu führen. Es geht um die Zukunft, „We’re gonna fight them!“ sagt er, „It’s not about us anymore“. Deutet das auf Ricks Tod hin? Würde man Rick sterben lassen? Würde man? Ich sehe Fans mit Boykott drohen, wenn das passiere. Gäbe man dann der Serie ihren Frieden, die von Season zu Season nur noch mehr gestreckt wird? Gäbe man? Wer weiß.. Aber vermutlich nicht.

Zwiespalt und Rache

Tara hat es nicht leicht. Sie weiß, das Rick die Waffen und die Anzahl der Amazonen braucht, aber sie hält dicht. Und die Kamera, die von Folge zu Folge auf Taras leidenden Blick verweist, legt uns nahe: Ja. Da kommt was. Nur Judith gegenüber erwähnt sie die Amazonen am Meer. Und es würde in einer unkontrollierten Schießerei enden. Die Amazonen machen keine Ausnahmen mehr. Und sie frägt, was ihr aller Leben wertvoller mache, als das von ihnen? Nur, weil sie sich dem Übel stellen wollen? Tara zweifelt und leidet und gegen Ende erzählt sie Rick davon. Es kommt, wie es kommen muss.

Rosita hingegen drängt auf Vergeltung. Ihr Wille zur Rache ist sogar so stark, dass sie sich mit der Frau verbündet, wegen der Abraham sie verlassen hatte. Sie brachte Sasha was zum snipern mit. Doch zuvor hat sie noch eine Auseinandersetzung mit dem Priester, nur zu fürs Protokoll und das Kapitel abschließend. Er ist der Meinung, dass er richtig gehandelt hatte, sie zum Warten zu bewegen. Hätte er das nicht getan, wäre Negan vielleicht bereits tot. Who knows..

Carol und das Königreich

Wenn wir uns ehrlich sind, hatte Episode 13 nur einen Sinn: Carol und den König dazu zu bewegen, dass sie mit Rick gemeinsam gegen Negan in den Krieg ziehen. Und dafür musste ein kleiner Bub sterben, Carols Fanboy. Man hätte es ahnen können. Er wollte von Carol lernen, brachte Morgan ein Buch und hatte außergewöhnlich viel Screentime und so verblutet er wenig später auf Carols Tisch.

Aber was passierte? Lasst mich von vorne beginnen: Der königliche Garten weist Schädlinge auf, die Ernte muss verbrannt werden, aber sie wird wieder wachsen: Indiz eins: Die Lieferungen an Negan können nicht mehr (rechtzeitig) eingehalten werden. 12 Kohlköpfe (Nachtrag: oder Melonen) wurden bestellt. Auf dem Weg zum Abgabeort, stehen plötzlich Einkaufswägen ineinander geschoben, die einen Pfeil abgeben und zu einem Grab führen, dass bereits geschaufelt ist und „Burry me here“ sagt. Man wundert sich. Irgendwie hinken manche Szenen gewaltig..

Negans Leute sind nicht ganz so überzeugt davon als sie bemerken, dass ein Kohlkopf (Nachtrag: oder Melonen… wie zum Teufel kam ich auf Kohlköpfe?) fehlt. Richard bietet sich als Todesopfer an. Zudem sollen sie alle ihre Waffen abgeben. Entweder sie händigen sie aus, oder lassen es auf eine Schießerei ankommen. Der König in Sorge, bedacht auf Frieden und emotional aufgewühlt, gibt sie ihnen. Aber der zottelige Redneck schießt Benjamin, den Buben, an. Indiz zwei: Eine unfaire Behandlung, die nach Rache dürstet.

Richard hatte später zu Morgan gesagt, er hätte sich freiwillig hergegeben, er hätte sich als Opfer angeboten, um den Krieg zu starten. Aber jetzt sei es an der Zeit Vertrauen zu schüren um dann zuzuschlagen. Morgan stranguliert Richard vor den Saviours und erzählt dem König was vorgefallen ist. Es war also Richards Idee: Das Grab, in dem er dann tatsächlich begraben wird – was wohl auch das Grab seiner Tochter war – denn wir erfahren noch kurz von seiner tragischen Geschichte, wie er Kind und Frau verlor – der Pfeil Aus Einkaufswägen und der fehlende Kohl. War es also die Vertrauensaktion? Negans Handlanger war übrigens sichtlich bedrückt, als er vom Tod des Jungen erfahren hatte.

Und Carol? Die leidet unter Albträume und raucht. Sie verlässt das Haus, macht sich auf den Weg ins Königreich und beweist Gelassenheit, indem sie, ohne mit der Wimper zu zucken, mindestens fünf Zombies mit der Stange eines Verkehrsschildes vom Baum herab metzelt. Sie ahnt, dass etwas nicht stimmt und frägt Morgan, warum Rick beim König Audienz wollte. Was passierte in Alexandria? Aber Morgan meint, sie solle Daryl fragen. Er habe über ihren Aufenthaltsort gelogen, es ist nicht seine Sache, ihr von Alexandria zu erzählen. Aber ja, sie haben einen Deal mit den Saviours. Und Morgan fragt sie, ob sie zufrieden ist mit dem was sie wollte. Einsamkeit und Frieden? Oder war es schon zu spät? Carol verliert eine Träne und stürmt aus dem Haus.

Nach dem Inzident mit Richard sucht das verstörte gute Gewissen von Rick, Morgan, Carol auf. Morgan frägt, ob sie wissen will, was in Alexandra passierte. Sie möchte wissen, was mit ihm passierte. Er erzählt in aller kürzer. Dann berichtet er von Alexandria, eben so kurz. Er möchte gehen und Negan töten. Jetzt sofort. Indiz drei: Carol schreitet zum Kingdom und auch der König weiß: Es wird Zeit. Aber nicht heute. Auch nicht morgen. Und vielleicht auch nicht mehr dieses Jahr. Morgan spitzt seinen Stock zu.

Fazit: Es wird langsam.. aber nur.. langsam.

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