Welcome to the Hellmouth!

“In every generation there is a chosen one. She alone will stand against the vampires the demons and the forces of darkness. She is the slayer.”

Fast 20 Jahre ist es her, dass Buffy das erste mal über die Scheibe flimmerte. 1997 in den USA und 1998 auf ProSieben. Ich war nicht von Anfang an dabei, und ich weiß gar nicht mehr, wer oder welches Medium mich damals informierte, dass man die VHS aus Großbritannien bestellen und dadurch ein halbes Jahr vor der deutschen Ausstrahlung in den Genuss kommen konnte – und zwar am Stück. War es schon das Internet? Who knows. Ich besitze die VHS Boxen immer noch.

Angeregt durch zahlreiche Beiträge auf Social Media sah ich mir die ersten beiden Episoden an. Die erste Reaktion war, neben einem heimeligen Nostalgie-Feeling, zugegeben, etwas Belustigung: Buffy wirkt mittlerweile wirklich sehr trashig, aber auch sympathisch oder anders gesagt: Trash mit Charme. Ebenfalls auffallend war, das fortgeschrittene Alter der 16-jährigen High School Schüler, was aber in den 1990ern üblich war, dass Anfang bis Mitte 20 Jährige dafür gecastet wurden. Ich wunderte mich über die Kürze von Buffys Rock, was mich folgend daran erinnerte, dass Sarah Michelle Gellar ursprünglich für die Rolle der Cordelia vorgesprochen hatte und umgekehrt. Charisma Carpetender als Buffy? Dann erinnerte ich mich daran, dass ich Angel nie zu Ende geschaut hatte und erinnerte mich noch an ganz viele andere Dinge.

Wie denke ich über ein Revival?

Puh. Nerdist hat gute Gründe geliefert, wie und warum ein Revival funktionieren könnte, Sarah Michelle Gellar spricht sich dagegen aus, und auch Joss Whedon hat nachvollziehbare Bedenken (selber Link).

“I have always believed that what was so unique about the show was the use of horrors of those formative years. With high school and college as a backdrop, we were able to address racism, identity, bullying, guilt, death, first love and heartbreak using the demons as metaphors for the demons we all experience. I am not sure how that translates into adulthood, although I am sure it could. The burden of saving the world a lot always weighed heavily on her, so for her sake, I hope she is somewhere on a beautiful beach located far away from any Hellmouth.”

Ich erwähnte schon bei der Zusammenfassung von Jessica Jones, dass ich fast in Ms Jones die neue „Buffy“ sehe. Nimm eine Handvoll Dämonen, gibt Jessica einen Pflock und man hätte eine erwachsene und düstere Version von Buffy. Meiner Meinung nach könnte es (das Konzept) funktionieren, aber nicht unter der Marke „Buffy“ – und wenn, dann müsste es ein deutlicher Schnitt zu den ersten 7 Seasons geben. Davon abgesehen, wurde die Geschichte in Comicform weitergeführt, die ich jedoch, zu meiner Schande, nie gelesen habe.

Was war meine Lieblingsseason?

Die 5. und 6. Season, eindeutig. Season 2 und 3 empfand ich als typische Klischee-Vampir-Geschichten, auch wenn Spike mit dabei war. Nein, Spike ist nicht nett – auch wenn er britischen Charme und die Coolness besitzt. Spike ist nicht der Typ Mann, mit dem man sich abgeben sollte. James Marsters dazu:

„Spike was evil, and I think a lot of people forgot about that. Joss was constantly trying to remind the audience, “Look, guys, I know he’s charming, but he’s evil.” He’s a bad boyfriend. It would be bad to date a guy like this. And I think he wanted to reinforce that in the most dramatic way imaginable. And also give Spike a really good reason to try to reform and try to become better and try to get a soul. Joss doesn’t do anything with half measures. He goes all the way with things. And I’m glad he does.“ (themarysue.com)

Season 4 drehte sich um das Leben am College Campus, wie wir es alle (fast) kennen. Es gab Riley, den Tutor und einen „kastrierten“ Spike, der zur Belustigung und als Buffys künftiger Love-Interest diente. Wir lernen daraus, dass die Universität, ebenso wie die Highschool, der Kreißsaal des Grauens und des Bösen und the forces of darkness ist. Möchte man also überleben, empfiehlt es sich von Sex und Bildung Abstand zu halten. In der 5. tritt plötzlich Buffys Schwester auf, the „Key“ und Buffy.. Nunja. Wir wissen, was am Ende der 5. Season passiert.

In der 6. Season, ohne die 5. Season zu spoilern, gibt eine Musical-Folge, die, meiner Meinung nach, mit Abstand eines der besten Musicals ist, dass je gedreht wurde. Ich kann mich nicht entscheiden, welchen Clip ich präsentieren soll.. aber nachdem ich diesen Song schon den ganzen Tag als Ohrwurm habe und fleißig im Büro singsumme, möchte ich meine Leserschaft daran teilhaben lassen:

Fazit: Buffy ist und bleibt für mich eine der besten Serien, die je produziert wurde. Zwar mit gewissen Schwächen und Höhepunkten, Trashelementen, Klischee-Vampiren sowie interessanten Special Effects, Universitätskursen und feministischen Botschaften.

10 von 10 Holzpflöcke, 10 von 10 kämpfenden Buffys, 10 von 10 Faiths, 10 von 10 Buffy-Spike-Ships und 10 von 10 Once more with Feeling’s!

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, TV-Shows!

3 Antworten zu “Welcome to the Hellmouth!

  1. Pingback: Die 5 BESTEN am DONNERSTAG / FREITAG #44 | it's just curiosity!

  2. Sehr schöner Artikel!
    Kommt mit auf die Liste für den Goldenen Phoenix!

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