Monatsarchiv: April 2017

„Life“

Fazit: Ist es Satire? War es ein Versehen? Schafft Life es zum nächsten Kult-Alienfilm? 10 von 10 Seesternaliens und 9 von 10 Libellenartigen Käferaliens und ein gerechtfertigtes Happy End.

Spoiler ahead. Lese nur, wer ihn gesehen hat!

Neben Deadpool bleibt Name und Marke Jake Gyllenhaal dem aktuellen Type-Casting als anti-sozialer Creep treu, während Deadpool nur beinahe Deadpool ist – und ich wette, ohne recherchiert zu haben, dass (der Film wurde von Rhett Reese and Paul Wernick geschrieben, jene Herren die auch bei Deadpool ihre Fingerchen im Spiel hatten) eine gewisse Szene kein Zufall war, und jene, die den Film gesehen haben, wissen genau, wovon ich spreche. Es war kein Zufall.

Im Falle Gyllenhaals war dessen Charakter zu lange im All und möchte eigentlich dort bleiben, auch wenn sich sein Körper dagegen ausspricht. Er vermisst auf der Erde nichts und erneut, er mag das All. Life veranschaulicht neben einem friedlichen Miteinander in Schwerelosigkeit – den ganzen Film über – dass das All beziehungsweise die Arbeit auf einer Station, gerade für körperlich beeinträchtigte Menschen hervorragende Jobmöglichkeiten bietet. Und somit spricht Life das Leben auf verschiedenen Ebenen an. Ich verstehe die schlechten Kritiken wirklich nicht..

Zur Geschichte:

Eine Probe vom Mars hat ihren Weg verlassen und muss von der ISS abgefangen werden – es könnten sich für die Erde feindliche Bakterien darin befinden. Geschafft, getan. Nach wenigen Tagen stellt sich heraus, dass es eine Zelle ist, die rasch wächst. Sie füttern die Zelle mit Glyzerin bis sie zu einem Gemisch aus Nerven- und Muskelgewebe heran wächst. Sie imitiert Daddy, der ihm den Finger zum Spielen reicht und die Abstimmung auf der Erde ergab, dass der Marsianer Calvin heißen soll.

Gestatten, Calvin.

Soweit so gut. Calvin entwickelt sich prächtig. Doch plötzlich streikt die ISS und Calvin liegt regungslos da. Und was tut die Gattung Mensch? Genau, man versucht Calvin via Elektroschocks wieder aufzuwecken. Elektroschocks! Calvin fühlte sich bedroht, greift an, bricht und zerquetscht Daddy die Hand. Schließlich entkommt er. Und nicht um sonst wurde immer wieder eine festgebundene Ratte (des arme Vieh…) mit ins Bild genommen. Calvin nähert sich dem Nagger an, imitiert friedlich dessen Schnuppern und als die Ratte zu beißt, muss auch sie daran glauben.

Daddy kann schließlich gerettet werden und Deadpool versucht Calvin zu töten. Kill it! Kill it with Fire! Nichts da. Calvin ist schlauer und kriecht Deadpool in den Mund – inklusive Würgegeräusche sowie stimmige Optik in lang gezogener Szene, bei der eine Zuschauerin den Saal verließ. Ryan Reynolds darf den restlichen Film als Leiche herhalten. Zugegeben.. mir selbst hat es den Hals zugezogen..

Calvin lernt rasend schnell, adaptiert Fähigkeiten und entwickelt sich zu einer intelligenten Lebensform. Er sieht mittlerweile wie ein süßer Seestern aus. Als er versucht durch die Luftzufuhr zu entkommen, legt er die Verbindung zur Erde lahm und durch einen weiteren Zwischenfall neigt sich die ISS der Erde zu. Sie werden alle verbrennen! Eine Dame klettert nach außen um die Verbindung zu reparieren, schraubt ein Ventil auf und Calvin flutscht heraus. Er krallt sich an ihr fest und attackiert das Kühlsystem des Raumanzuges, den die Frau im All ertrinken lässt (nachdem sie Selbstlos die Tür von außen verriegelt hatte damit keine Rettung, weder von ihr noch von Calvin, möglich ist), während Calvin sich durch die Triebwerke retten kann, die die ISS wieder in eine stabile Bahn manövrierten. So musste man also Calvin den Vorzug geben, anstatt sich durch den Eintritt in die Atmosphäre verbrennen zu lassen. Und es fällt mir immer wieder auf, wie zerbrechlich und simpel und klein und fragil die ISS wirkt, im Vergleich zu den großen, tollen Raumschiffen, die wir in der Science-Fiction ständig serviert bekommen.

Alles wird abgeriegelt und versperrt, doch Calvin ist ebenfalls wieder auf der ISS. Daddy erkennt aber, kurz vor seinem Tod, dass Calvin nicht böse ist. Er muss töten, um zu überleben. Währenddessen hatte sich Calvin am Bein von Daddy fest gefressen. Trotz zuckersüßem Alien gibt es gewisse Plotholes.

Mittlerweile ist Calvin gewachsen und gleicht einem Libellenartigem Käfer-Schmetterlings-Ding. Und er ist schnell. In Schwerelosigkeit geboren, kann er sich perfekt in der Umgebung orientieren und sich zurecht finden. Warum eigentlich er? Warum ist Calvin keine sie? Ist Calvin Geschlechtslos?

Erneut wird die Station abgeriegelt und die letzte, noch verbleibende Dame kratzt sich am Finger und etwas Blut gelangt in die Öffnung. Calvin, der mittlerweile als Lebensform am Schirm erkennbar ist, ändert abrupt seine Richtung und steuert auf die Menschen zu. Ein Mitglied, dass zuvor Vater wurde, versperrt sich in der Schlafkammer. Die Mannschaft ist derweil viel zu sehr mit ihrem eigenen Überleben beschäftigt, öffnet Türen, die geschlossen bleiben sollten, um sich schlussendlich gegenseitig retten zu wollen. Dass Calvin sich ebenso über die Möglichkeiten freut, ist gewiss.

Ein Shuttle dockt an und wir erfahren, dass es drei Protokolle gab – wenn die ersten beiden versagen, kommt Nummer 3 zum Einsatz und je nach Ermessen wird eingegriffen oder kontaminiert und die ISS soll im Zuge dessen ins All geschickt werden. Die Dame, die noch lebt, gibt auch gleich zu verstehen – der Dramatik wegen – dass es ihre Idee gewesen ist und eine ganze Reihe Leute diese unterschrieben und im Zweifelsfall den Tod der Mannschaft besiegelt hätten.

Trotzdem. Sie haben also versagt. Eh klar, zuerst experimentiert der Mensch mit fremden Substanzen, dann möchte er sich so schnell wie möglich aus der Affäre ziehen und sich selbst retten auch wenn es schon viel zu spät und den Tod weiterer Crew Mitglieder bedeutet. Künftig sollte man sich, wenn so etwas außer Kontrolle gerät, wirklich überlegen, ob man den Freitod nicht vorzieht – aus Wohlwollen den anderen (und vielleicht der gesamten Spezies) gegenüber. Es wäre illusorisch zu glauben in solch einer Situation schaffe es irgendwer noch lebendig und heil zurück zur Erde.

Mittlerweile versucht auch der frische Vater sich zu retten, schwebt zum Shuttle, Calvin ist ihm sogleich dicht auf den Fersen und erledigt ihn. Mehr oder weniger opfert er sich kurzerhand als er sieht, dass es aussichtslos ist. Nach und nach fällt das Lebenserhaltungssystem der ISS aus und es wird kalt.

Donnie Darko und die Protokoll-Frau sind noch übrig und erneut wird wieder einmal die ISS halb zerstört. Gibt es einen Film, bis auf Dokumentar-Filme, die auf der ISS spielen aber sie dabei nicht zerstören? Erneut: Die ISS wird wieder in die Erde eintauchen und sie werden es nicht überleben, aber Calvin schon.

Aber es gibt einen letzten Plan. Creepy Jake verschanzt sich mit Calvin in eine Rettungskapsel und schießt sich hinaus ins All, während die Protokoll-Frau zur Erde fliegt. Calvin folgt ihm und klammert sich an jede noch so erdenkliche Atmosphäre und umschlingt den Heizstrahler, der etwas Luft von sich gibt, innig. Ein wirklich trauriges und herzzerreißendes Bild: das arme Alien, dass sich so sehr daran fest krallt und am Leben bleiben möchte. Dann krallt es sich an Jake fest und wir sehen abwechselnd beide Kapseln, einmal auf die Erde zu rasend und einmal ins All abdriftend. Wir sehen die Kapsel im Meer landen und ein paar asiatische Fischer die darauf zusteuern.

The End.

Endsong: Spirit in the Sky.

Amüsantes Zitat zum Film:

„David’s [Jake Gyllenhaal] character is the worst offender, with the most awkward scenes and lines, some of them bordering on bad comedy. When he tells Miranda that as a traumatized military vet, he doesn’t want to go back to Earth because “I like the hum up here, and the air,” he sounds like a dopey space-age Forrest Gump, trying to turn a monotonal, hyper-simplistic statement into a manifesto. When he busts out Goodnight Moon for a dramatic, emotional reading at a critical moment, the entire film threatens to fall down the gravity well of its own idiocy. It’s a moment designed for endless parody; surely Saturday Night Live is already queuing up a guest spot where Gyllenhaal laboriously reads other children’s books in the middle of deadly catastrophes.“ (theverge.com)

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Serienmittwoch #69

Was ist der Serienmittwoch? Der Serienmittwoch ist so etwas wie die „5 besten am Donnerstag“. Eine Bloggerin stellt Fragen und gibt der Blogger-Commune Gelegenheit sie zu beantworten. Die aktuelle Idee gefällt mir besonders, auch wenn mein Beitrag etwas zu spät dran ist.

 Entwerft eure Serien-WG

Zugegeben, ich fand HIMYM schrecklich und das einzige was ich mir bezüglich WG-Serien ansah war Friends (damals gab es kein Internet und keine Streaming-Angebote) und Big Bang Theory – bevor die Sendung, die u.a. durch Insider-Witze unterhaltsam auf Physik und Geek-tum referierte, zu einer Beziehungs-Soap wurde. Allerdings muss auch TBBT als das gesehen werden, was es ist: Zwar wird der Klischee-Nerd ins Zentrum gerückt und erfährt somit Aufmerksamkeit (Nerd-sein wird en vouge), aber aufgrund spezieller Präsentation wieder ins Lächerliche gezogen. Die Leute lachen nach wie vor über den pickligen Nerd mit Karohemd und Brille und auch TBBT konnte das leider nicht ändern.

Da ich in der Science-Fiction zuhause bin, verfrachte ich meine Serien-WG auf ein Raumschiff, die „Eviltree“ – so auch vermutlich der Titel der Serie.

Mit dabei wären meiner Meinung nach:

1. James Holden (The Expanse) – Nachdem in Social Media Gruppen gelästert wird, welches denn überhaupt seine Fähigkeiten sind, außer allen Kaffee zu bringen – dachte ich mir, sollte man die überaus wichtige Fähigkeit auch nutzen. Außerdem ist er ein guter Captain. Die „Rosinante“ muss also für kurze Zeit auf Holden verzichten.

2. Oswald Cobblepot aka The Penguin (Gotham). Es braucht einen geschickten Redner, einen Wahnsinnigen und einen Helden, jemanden mit Stil und Flair.

3. Clara (Doctor Who) – Ihr neugieriges, optimistisches Wesen und ihre Erfahrung müssen dabei sein, denn die Daleks sind im Anmarsch, außerdem besitzt sie eine TARDIS, die jedoch (in der Serien-WG) defekt ist.

4. Jessica Jones (Jessica Jones) – Jede Serie braucht ihren Anti-Helden.

5. Jack Harkness (Doctor Who, Torchwood) – Eyecandy und eventueller Love-Interest für..

6. Dirk Gently (Dirk Gently’s Holistic Detective Agency) – Ich sehe schon wie Dirk Gently aus dem Raumschiff geworfen wird, weil er jeden in den Wahnsinn treibt. Immerhin versteht er sich mit Nummer 8.

7. Selina aka Catwoman (Gotham) – Eine geschickte und vorlaute Diebin kann auch in der Science-Fiction nützlich sein. Partner in Crime für Nummer 2.

8. Data (The Next Generation) – Ein Muss! (Oder Spock…).

9. Pa’u Zotoh Zhaan (Farscape) – Eine Heilerin und Priesterin als eine Art Doktor-Ersatz.

10. Ich – natürlich bin ich mit an Bord, als Erdling, ohne Fähigkeiten, ohne Erfahrung, die alle anderen in Schwierigkeiten bringt. Man braucht einen Klischee-Erder. Ich wäre vermutlich mit Clara und Dirk befreundet.

Jetzt sähe ich gern so eine Serie. Fraglich wer sie produzieren soll: AMC, HBO, Netflix oder Starz?

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #42

Heute möchte Gorana wissen:

5 Filmszenen, die mich schwer beeindruckt haben, und die ich nie wieder vergessen werde

Man muss es leider sagen: Auserwählte Szenen, so vielfach sie vermutlich genannt werden, so sehr sich die kollektive Meinung daran fest gefressen hat und man es irgendwo ganz und gar nicht mag, mit dieser derart übereinzustimmen: Sie sind einfach gut. Sie blieben hängen und fraßen sich ganz tief im Gehirn fest und dort sind sie noch immer. Ich wünschte, ich könnte etwas Abwechslung bieten.

Die Reihenfolge und Nummerierung entspricht nicht der Wertung:

4. Apocalypse Now – Das Intro.
Als ich den Film das erste mal im zarten Jugendalter sah, begriff ich so ganz, ganz viele Dinge nicht, die mir später einen Schauer über den Rücken jagten.

2. Jene Szene, in der Ellen Ripley das Alienbaby aus ihrer Brust gebiert (Alien III) und sich gleichzeitig in den Mutter-Kind-Tod stürzt. [YouTube Link]
Alien III war, so vermutet meine Erinnerung, der erste Alienfilm, den ich sah, und der mich schwer beeindruckt hatte. Und besonders eben diese genannte Szene, in der sich Ripley mit dem Alienbaby in die Tiefe stürzt, ließ mich schon damals Ripley, wie auch das Alienbaby, bedauern.

3. Einer meiner Lieblinge ist jene Szene, in der die Enterprise ganz zu Beginn bei Star Trek Into Darkness, begleitet von dieser epischen Musik, aus dem Wasser aufsteigt. Warum nur so kurz? Warum soviele Unterbrechungen? Wie ein verknallter Teenie muss ich im Kino gesessen und die Leinwand angeglotzt haben. So episch und doch so kurz.

1. Und besonders auch: Als das Einhorn (Das letzte Einhorn) sich auf den Weg macht, begleitet von „When the last eagle flies.. and the…“, und während ich nach dem passenden Video suche, finde ich immer neue Szenen aus besagtem Film: wie das Einhorn gegen die Harpye kämpft oder Schmendrick der Zauberer an der wollüstigen Baumdame hängt, das Skelett mit der leeren Flasche und nicht zuletzt und/oder als all die Einhörner wieder aus dem Meer kommen.

5. Fight Club – enough said, watch:

Eine weitere Szene, an die ich mich erinnere ist jene, als Scarlett O’Hara (Gone with the Wind) im Dreck kniet, Erde in ihrer Hand hält und sich schwört, sie werde nie wieder Hunger leiden. Ein immer noch beeindruckender Film.

Oft genannt, und meiner Meinung nach doch überbewertet, aber sicherlich bis in die Unendlichkeit Symbol trächtig: Die Knochen-der Primitive Mensch lernt damit zu töten-Schnitt-Raumschiff-Szene in der Space Odyssey. Meinetwegen, der zeitlich längste Schnitt in der Filmgeschichte (oder?) war gut – trotzdem überbewertet.

Ein Zusatz… Ich bitte um Verzeihung für den Regelverstoß:

!!!!

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3 Shows: Eine Timeline

Gestern Abend triggerte mich Social Media durch eine Meldung, dass The Expanse und TNG zur gleichen Zeit spielen. Folgend suchte ich mir die Eckdaten dreier Science-Fiction-Serien zusammen und ordnete die Ereignisse chronologisch und in unterschiedlichen Farben. Ein nächster Schritt wird sein – Tech, Gesellschaft und generelle Entwicklung genauer zu vergleichen – in dem ich mir eine Periode heraussuche, die in allen drei Serien thematisiert wird.

Kurze Klärung der Zeitlinie in The Expanse

Die Einschätzung, wann das Geschehen in The Expanse ansetzt, ist schwierig, da das Autorenteam, das unter dem Pseudonym „James SA Corey“ schreibt und auf die Frage nach einer Timeline folgendes klärte: „The Wikia doesn’t have it because we deliberately do not specify the passage of time, or the dates of anything. Anything someone gives you will be what they are making up. It ain’t canon.“ Trotzdem gelang es Fans in etwa eine Timeline zu schaffen (die ab sofort bei Lektüre/Sicht der Serie gegen geprüft und aktualisiert wird).

Netflix nennt das Jahr, in dem The Expanse ansetzt, das 23. Jahrhundert, was leicht möglich und ohne Recherche anzunehmen ist, da die Serie mit „spielt 200 Jahre in der Zukunft“ beschrieben wird. Reddit User weisen darauf hin, dass eine ganz bestimmte technologische Entwicklung nach der Kolonisation des Mars zustande kam, und die Events in den Büchern ca. 150 Jahre später spielen. Je nach dem, von welchem (die technologischen Entwicklungen betreffenden) Zeitrahmen man ausgeht, landet man Ende des 23. Jahrhunderts oder Mitte des 24. Wobei letzteres, fokussiert man sich auf die serielle Umsetzung, im 24. Jahrhundert spielen muss, da eine Brennerei eine bestimmte Sorte Alkohol, den Ganymed-Gin, seit 2307 herstellt. Thx Reddit!

Anyway – ich gehe, bis ich absolute Sicherheit besitze, vom Fan-Kanon aus, der sich auf das RPG bezieht, welches Buch wie Serie voraus ging, und um 2350-2360 angesiedelt ist – sowie der exzellenten Beobachtungsgabe diverser Reddit-User. Und nach dem das geklärt ist, lasst mich beginnen – mit einigen zeitlich nahe beinander liegende Meilensteine dreier grandiosen Science-Fiction Serien: The Expanse, Star Trek und Doctor Who.

In etwa um das Jahr 2035 wird der Mars anvisiert und folgend kolonisiert (The Expanse). Zwei Jahre davor, 2032, trifft John Marc Kelly, Kommandant der Ares-IV-Mission, als erster Mensch auf eine Raumanomalie (Star Trek: Raumschiff Voyager, Folge 6.08 „Ein kleiner Schritt“). Etwa 10 Jahre später treffen der zwölfte Doctor und Clara bei einem Besuch der Snowcap University eine andere Version Claras (Blood and Ice). 2049 verschmelzen die Vereinigten Staaten und Kanada ihre Währungen zum „North American Dollar“ (The Expanse), im Jahre 2054 gibt es endlich Heilung gegen Krebs durch Nanomedizin (The Expanse). Um den 21. November 2059 landet der 10. Doctor auf dem Mars und besucht die Bowie Base One, die allerdings in wenigen Stunden zerstört werden wird (The Waters of Mars). Vom Jahre 2373 reist die Enterprise-Crew ins Jahr 2063 zurück, um den Plan der Borg, die Entstehung der Vereinten Föderation der Planeten zu verhindern, auf zu halten (Star Trek: Der erste Kontakt). Zeitreisen! Bleiben wir optimistisch, so könnte der Mars um das Jahr 2050 bereits bewohnbar sein.

Während im Jahre 2155 eine Massenimmigration aufgrund des instabilen Ökosystems der Erde auf den Mars statt findet und die Kolonie eine Population von 12.4 Millionen erreicht (The Expanse), beginnt im Jahre 2156 (nur ein Jahr darauf!) der Irdisch-Romulanische Krieg (TOS: Spock unter Verdacht, ENT: Die dunkle Seite des Spiegels, Teil II). Ein wenig später, nämlich im Jahre 2164 treffen der erste Doctor und seine Begleiter auf ein London, dass seit gut Zehn Jahren von den Daleks beherrscht wird. Sie schließen sich einer Gruppe von Widerstandskämpfern an und gemeinsam verhindern sie die Zerstörung des Erdkerns und besiegen die Invasoren (The Dalek Invasion of Earth). Doch nur drei Jahre davor wird 2161 die Vereinigte Förderation der Planeten in San Franscico durch Menschen, Vulkanier, Andorianer und Tellariten gegründet. Ihre primäre Aufgabe besteht darin, das Unbekannte zu suchen und zu erforschen. Sie sind bestrebt, ihre friedliche Expansionspolitik fortzusetzen und neue Mitglieder auf zunehmen. Gegen Ende des 22. Jahrhunderts wählt Mars sich in die Unabhängigkeit (The Expanse). An und für sich nichts schlechtes, aber was zeigt uns das? Nationen, die zur Abspaltung tendieren, verlieren (mehr oder weniger). Es folgt eine Invasion der Daleks und womöglich schlimmeres!

Zwischen 2230 und 2270 wird in The Expanse das Sonnensystem ausgekundschaftet sowie kolonisiert. Die Kolonisation von Ceres, ein Zwergplanet sowie Massereichstes Objekt im Asteroidengürtel, welcher zwischen Mars und Jupiter liegt, findet 2247 statt; nachdem im Jahre 2202 der besonders wichtige Epstein-Drive entwickelt wurde, während etwas später Cpt. Kirk und Co sich 2285 dem Zorn des Khan aussetzen. Davor jedoch, um etwa 2262, beschließen Erde und Mars in Koalition eine Navy zu gründen, die als ultimative Polizei des Sonnensystems gilt (The Expanse), während sich in einem alternativen Universum eine neue Enterprise Crew zusammen rauft (Star Trek Beyond). Im Oktober 2307 beginnt die Produktion des Ganymede Gin (The Expanse) während die Enterprise NCC-1701-C bei der Verteidigung eines klingonischen Außenpostens 2344 zerstört wird (TNG: Die alte Enterprise).

Ca. 2350 spielt die aktuelle Zeitlinie von The Expanse und die Hauptzeitlinie von Cpt. Picard und seiner Crew, die bereits in den unbekannten Weiten des Alls unterwegs ist und großartige Abenteuer an Bord der Enterprise erlebt. 2367 nähert sich ein unbekanntes Raumschiff der Erde und die ISA (Indian Space Agency) bitten den elften Doctor (Matt Smith) um Hilfe (Dinosaurs on a Spaceship).

Die Abenteuer der Voyager nehmen im 25. Jahrhundert Platz, während im Verlauf des Jahres 2400 der Heimatplanet der Daleks im Sonnensystem der Erde auftaucht und die Menschen den ersten Kontakt zu den Daleks haben (Invasion of the Daleks). Doctor? Explain!

Bei all dieser Recherche, die ich gestern Abend zusammen stellte und heute noch durch ein paar Quellen ergänzte, wurde mir immer wieder schmerzhaft bewusst: Ich werde nie das 23. Jahrhundert erleben. Nicht einmal das 22. Jahrhundert. Wenn ich Glück habe, lebe ich vielleicht bis Ende des 21. Jahrhunderts und beobachte die Kolonisation des Mars am Schirm, weit weit weg vom eigentlichen Geschehen. Die Tatsache stimmt mich wirklich traurig. Zu früh geboren um das All zu erkunden, zu spät, um die Erde zu erforschen..

Anmerkung: Fehler bezüglich der Zeitangaben (und generell) dürfen gerne gemeldet werden.

Quellen:

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Diablo III, Season 10, I

Gut. Da wären wir also. Ausgerüstet mit Goldie, Eulenbanner und männlichem Demon Hunter, der ohne/oder unter der Rüstung einen Hipster Schal trägt.

Marauder wird wohl dasjenige Set bleiben, dass ich immer und immer wieder spielen werde – aber die anderen müssen gesammelt werden; schon alleine wegen der Amory, die es erlaubt Skill und Set zu speichern, ohne dass man sich großartig umziehen oder das jeweilige Set zusammen suchen muss. Ein interessantes Feature. Fast besser ist jedoch Kanais Cube – der es erlaubt eine Zusatzfähigkeit von drei Rüstungsteilen wie Waffe, Rüstung und Jewerly zusätzlich zu bekommen. Es entfalten sich ungeahnte Möglichkeiten und Macht. Und ungeahnte Komplikationen, was man jetzt gerne aktiv hätte und was am meisten Sinn macht und..

Mittlerweile schaffe ich Torment X in passabler Zeit, farme meine Rift Keys mit Torment IX oder wenn ich faul bin, mit XIII – und bin besonders glücklich, wenn kleine Treasure Goblins meinen Weg kreuzen, die ich mit ein-zweimal Multishot zielsicher erbeuten kann. Welch toller Anblick und dieser hatte sich fast über die gesamte Map verbreitet.

Leider ist es „Drogon“ nicht möglich den halbnackten, dämonischen Sklaven Maximus zu verwenden, was mich sehr, sehr traurig stimmt.. Immerhin ist Goldie mit dabei, der sich mit den Frettchen um Gold streitet und sich immer wieder freut, wenn normale Rifts gespielt werden.

Bei der Seasonal Journey fehlen mir noch folgende Aufgaben zum Stash-Tab.

  • T12 Rift under 6 Minutes (.. public game)
  • Complete 1 Conquest (= 3 Gems auf 64 – was nicht ganz so einfach ist)

Und

  • T13 Rift under 5 Minutes (public game..)
  • GR 60 Solo (55 gestern knapp verloren)
  • One 50+ Augment (Ein Gem auf Lvl 55 – welcher dann zerstört wird, sowie 3 große Steine und eine Ancient Waffe – die dann besonders gut werden soll.. Unglücklicherweise levelte ich einen Gem bereits auf Lvl 50 und sah, dass das sein Maximum ist.. )
  • 3 Gems auf 55 (Ich rechnete es mir aus und brauche noch ca. über 30 Greater Rifts…)
  • Complete 2 Conquests (= Boss Mode, Alle Bosse auf T13 unter 20 Minuten)


Werde ich es schaffen? Werde ich mir einen zusätzlichen Stash-Tab freischalten können? Werde ich?

Ich hoffe.. soviel unnütze Sachen die man behalten möchte – und im Zweifelsfall als Crafting Materials verwertbar sind.

Wie spielt sich mein Demon Hunter mit fast jenen Skills die das Set verlangt?

Zugegeben, ich habe nicht nachgesehen, sondern jene genommen, die das Set vorschlägt. Ich bin leider wirklich nicht der Typ, der sich alles ganz genau ansieht und sich zusammen schustert was zum besten Erfolg führt. In diesem Falle sind es Sentries (aktuell 5 + 80% Zusatzstärke) und Multishot sowie Vengeance. Nicht so schlecht.. Die Skills „fühlen sich gut an“ – und das ist die Art und Weise wie ich mir meine Skills und Runen aussuche, ob sie sich im natürlichen Spielverlauf „gut“ anfühlen, ob sie „passend“ und „stimmig“ sind.

Werde ich jemals einen Hardcore-Character anfangen?

Hahaha. Nein.

Madness! 5 Sentries!

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #41

Heute wird es etwas persönlicher..

Die 5 (besten) Fakten über mich

.. aber nicht einfacher.

Fakten. Wenn wir das Wort auseinander nehmen, handelt es sich um „eine Tatsache (lateinisch factum, res facti; griechisch πράγματα)“, folgend um einen „wirklichen, nachweisbaren, bestehenden, wahren oder anerkannten Sachverhalt.“ Danke Wikipedia. Wir kennen mittlerweile auch alternative facts, eines der ersten großen Übel des 21. Jahrhunderts, aber sei’s drum. Moment, das wäre eine Idee: Die „fünf besten alternative facts über mich“!

1. Ich schicke mir aus dem Urlaub selbst Postkarten mit einem personalisierten Text (eine Karte aus der Vergangenheit, adressiert an „künftiges Ich“), während die anderen Empfänger den seit Jahren üblichen „Dies ist eine Ansichtskarte aus [Land einfügen] =^.^=“ bekommen. Ja, ich versende noch Postkarten, auch wenn diese immer seltener ankommen. Wer gerne Postkarten erhält und schickt, der möge sich Postcrossing anschauen: Wildfremden Menschen Karten schicken und selbst welche aus den USA, Russland, China, Italien und so weiter erhalten.

2. Ich versuche derzeit Mitglieder für eine Taylor Swift Punk-Pop/Rock-Coverband zu rekrutieren, bisher ohne Erfolg (zumindest nicht in der erreichbaren Gegend). Gitarre und Gesang wären vorhanden. Ja, ich meine das ernst.

3. Zeit-Management und ich sind.. keine Freunde, wie man an der Aktualität der meisten Beiträge locker feststellen kann. Das ich die Abgabefrist für Seminararbeiten einhalte oder es rechtzeitig zur Arbeit schaffe, rechtzeitig Dinge für das richtige, erwachsene und verantwortungsbewusste Leben zustande bringe, liegt lediglich daran, dass ich die (vermutlich negativen) Konsequenzen fürchte.

4. Trotz meiner Bewunderung für Physik sowie einem wissenschaftlich geschulten Blick, habe ich keine Probleme mit Einhörnern, Bach-Blüten hingegen sind mir suspekt..

5. Es bewegt mich kaum bis gar nicht, in Filmen 100 Menschen abgeschlachtet zu sehen, aber wenn ein kleines Hündchen sich das Bein bricht, bin ich den Tränen nahe und bange um dessen Leben.

Und zum Beweis für Fakt Nummer 2, ein Cover unter vielen, dass ich sehr gelungen finde:

 

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Happy Zombie Jesus Day.. Or not..

Fast hätte ich es vergessen, danke Social Media! Und zur Erklärung was ein Lich tatsächlich ist, der folge dem Link.

Edit: Und nun wissen wir auch, WordPress vom Telefon aus zu bedienen funktioniert eher .. weniger.

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„Star Trek: The Next Generation“ S01E01 und S01E02

Gute 30 Jahre ist es her seit Star Trek – The Next Generation die Herzen von jung und alt eroberte. Und so sahen Madame (8) und ich uns die ersten zwei Folgen der ersten Season an, die 1987 in den USA und 1990 in Deutschland debütierte. Folgend muss auch die gesamte erste Season und dann alle Seasons geschaut werden. Bestenfalls alle 703 Folgen. Und wenn wir damit fertig sind, dürfte dann auch Star Trek Discovery erschienen sein.

Episode 1

Die Doppelfolge und Eröffnung der ersten Season hinterließ Faszination, verknalltes Gebrabbel bis zur Übereinstimmung, dass Picard der bessere Captain als Kirk ist. Das wussten wir zwar davor schon, aber es ist immer wieder nett, im eigenen Glauben bestätigt zu werden.

TNG zeigte uns bereits Touchscreens, aber mit festem Interface. Und wenn man zurückblickt, agierte Data zu Beginn noch sehr in Spock’scher Tradition, während sein Name auch etwas seltsam anmutet. Jedoch nicht so seltsam wie Riker ohne Bart. Madame (8) meinte irgendwann, auf der Enterprise sei alles so autoritär, so militärisch, aber eine Basisdemokratie würde wohl eher nicht funktionieren: „Captain, wir werden angegriffen!“ – „Moment, lasst uns darüber abstimmen, was als nächstes zu tun ist. Wer stimmt für Angriff?“ 4 Hände heben sich. „Wer stimmt für Kommunikationsaufnahme?“ 4 andere Hände ragen in die Luft. „Wer enthält sich?“ 19 Hände zeigen auf.

Es stellte sich auch die Frage, wie dazu mal die Rezeption im Bezug auf Diversität war. Wurde es einfach als gegeben hingenommen, dass schwarz, weiß, Frau, Mann, Kind bunt gemischt sich miteinander die Enterprise teilten, und erst heute ein Tam Tam darum gemacht wird, weil damals der Blick für die Problematik fehlte oder als Marketing Strategie noch nicht entdeckt wurde? Sicherlich bei TOS, Season 3 und dem ersten „interracial kiss“ wurde die Sendung boykottiert, aber bei TNG in den 80ern? Man müsste recherchieren..

Dass die Quallen Aliens zum Ende der ersten Folge friedlich von dannen ziehen durften, ist auch etwas, was Star Trek immer auszeichnete. Man landete auf einem fremden Planeten, begegnete einer fremden Spezies und man verhielt sich vernünftig und versuchte auch die fremde Lebensform zu verstehen und nicht selten war es dann der garstige Mensch, der das arme Ding geknechtet und gequält hatte. Wir stimmten überein, dass das Quallenhafte Alien sehr entzückend war.

Fazit: Eine glückliche Reise in die Kindheit..

Episode 2

Fazit: „it never happend“

Kurzfassung: „Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern“ schrieb Madame (8) zu Beginn und gegen Ende sollten wir wissen, warum wir sie wohl verdrängt hatten. Ab und an mochte man den Eindruck gewinnen, Patrick Stewart denke sich entweder: „Omg, wozu habe ich mich vertraglich verpflichten lassen“ oder „Omg. Wie genial!“ Fun Fact: Sexroboter Data!

Alles in allem muss wohl eine Hommage an TOS gewesen sein, als Kirk und Co auf diesem seltsamen Liebes-Planeten landeten und Spock glücklich und verliebt herum spazierte. Die Folge allerdings fand ich wiederum nett.

:D

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #40

Zeitlich etwas sehr spät, aber dennoch. Das Thema dieser Woche:

5 Serien, die ich immer wieder empfohlen bekomme, aber bisher noch nicht gesehen habe

Ha! Oftmals sind es immer wieder die gleichen und ab Nummer 3 merkte ich, dass ich tatsächlich überlegen musste, was ich nicht schon gesehen habe.

1. The Wire: Eine Folge gesehen, aber irgendwie nicht so sonderlich einen Weg dahin gefunden, auch wenn sie wirklich gut sein soll. Allerdings tat ich in diesem Fall genau das nicht, was ich anderen immer rate: „Du musst mindestens 4 Folgen sehen, bevor du etwas über eine Serie aussagen kannst, oder eine ganze Season (LOST)„. Vielleicht eines Tages..

2. The Sopranos: Eine halbe Season gesehen.. und auch wenn mir bewusst ist, dass Die Sopranos maßgebend dazu beitragen haben, uns qualitatives Fernsehen zu bescheren, fürchte ich, mit Tony nicht mehr warm zu werden.

3. Hannibal: Steht bereits auf der Liste.

4. American Horror Story: Ich liebe Horror und Splatter, besonders wenn es sinnbefreite, kultige B-Movies aus den 80ern und frühen 90ern sind. Was ich hingegen nicht anschauen kann, sind Filme, die in ominösen, psychiatrischen Anstalten spielen, in welchen der Patient jeglichen Qualen ausgeliefert ist, während verstörte Kreaturen hin und her huschen. Zombies und explodierende Leichenteile? Lächerlich. Mörderpuppen und Serienkiller? Lachhaft. Aber eine creepy Psychiatrie? Ich weiß nicht wieso, aber das ist mein wunder Punkt. Wie Nadeln und Spritzen. Sicherlich, jede Season ist anders und ich glaube nur die zweite spielt in einer Psychiatrie .. Aber, nein danke.

5. Vikings: „Du magst doch Game of Thrones? Schau dir Vikings an“ – Werde ich eines Tages machen..

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Loki’s World-Domination-Tour: PARIS

 

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