Monatsarchiv: Juli 2017

„MindGamers“

Es ist schon einige Zeit her, dass ich diesen Film im Kino besuchte, die Kritik folgt dennoch.

„When you fall, you fall forward.

„Wtf did I just watch? :D“

Hinter mir hörte ich schon die ersten lästern: „Na so an Schmarrn, na so an Blödsinn.“ Insgesamt befanden sich 5 Leute, ein zweier Gespann und drei Einzelpersonen im Kino. Mich selbst fragte man hinter her: „Nach dem schlechten Trailer hast du dir den Film wirklich gegeben?“ Offensichtlich.

Der Film, bestückt mit britischen Schauspielern, die man aus Serien (TWD, The Expanse) kennt und dem etwas bekannteren Namen Sam Neill, ist eine österreichische Zusammenarbeit der Firma Terra Mater und Red Bull. Der Campus der WU durfte als Teilkulisse herhalten.

2014 produziert, erschien er 2015, worauf 2016 gleichnamige Wettbewerbs-Denkspiele, ebenfalls unter der Leitung von Red Bull entstanden, die sehr an Escape Rooms erinnerten. „In ­einer halb analogen, halb digitalen Gaming-Umgebung werden die „Red Bull Mind Gamers“-Finalisten aber nicht nur von Logik-Nüssen gefordert. Sie werden von Enoch auch aktiv mani­puliert und in die Irre geführt“ so ein Artikel auf RedBull.

Die Presse behält recht, wenn sie schreibt, dass irgendwann jeglicher Interpretationsversuch der religiösen Komponenten, von denen man nicht weiß, was man eigentlich halten soll, scheitern muss. Der Film beginnt mit einem Bibelzitat: „Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“. Der Name des Computers lautet Enoch – jene Figur, die Gott vor ihrem Tode zu sich nahm. Die bleiche Seherin (Antonia Campbell-Hughes, bekannt als Natascha Kampusch in 3096 Tage) trägt Flügel und stürzt sich auf der Suche nach einer weiteren Realität in den Tod, die rothaarige Unbekannte erinnert an Lillith, die Schlange.

Worum geht es: Durch Experimente mit Ratten haben Wissenschaftler einen Weg gefunden, Gehirne miteinander zu verbinden und Fähigkeiten von einem zum anderen zu transferieren. Nun schlagen sie die Quantenbrücke zum menschlichen Geist und stehen kurz davor, alle Menschen in einem gigantischen Netzwerk miteinander verkoppeln zu können. Durch das Zwischenschalten eines Quanten-Computers können Fähigkeiten plötzlich „geteilt“ werden und das bedeutet, dass querschnittsgelähmte Sportler wie Voltaire (Ryan Doyle – Freerunner/Parkour-Weltmeiser mit Film-Debüt) wieder laufen können. Und die Gruppe der Wissenschaftler will das quasi „neurologische WIFI“ allen zu Teil werden lassen. Wäre da nicht eine mysteriöse, rothaarige Frau, die etwas dagegen hätte. Jedenfalls, Quanten! Eine Rezension meinte: „Aber Quanten, das wissen nicht nur Fans von Schrödinger, Plank und Terry Pratchett, machen alles kompliziert.“

Wir kennen diese Technik bereits aus Sense 8. Hier und da schlüpft einer der Protagonisten in den Körper des anderen und ist sofort fähig, seine Talente im fremden Körper zu benutzen. MindGamers zeigt, anders als Sense 8, anhand eines etwas dicklichen und sichtbar unsportlichen Menschen, dass das Vorhaben wohl nicht so einfach umzusetzen ist. Wenn in Sense 8 der große Afrikaner plötzlich die perfekten Skills der kleinen, wendigen Koreanerin beherrscht, wirkt es leider nicht sonderlich überzeugend. MindGamers schafft hier zumindest das, wo Sense 8 schwächelt.

Als Science-Fiction will der Film aber nicht verstanden werden – denn laut der Produzentin Joanne Reay heißt es: „Nichts im Film ist unsere Erfindung, sondern basiert auf Fakten.“ Offenbar waren Leute aus dem Team des Wiener Experimentalphysikers Anton Zeilinger als wissenschaftliche Berater am Film beteiligt.

Zugegeben, man weiß nicht was man sich nach der Sicht von MindGamers denken soll. Ich wurde zumindest gut unterhalten, die ab und an eingesetzten Arthouse/Indie-esken choreographierten Tanz-/und Parkour-Szenen fand ich nett, der symbolträchtige Umstand, dass die Übertragung während eines Tanzes, in der die Paare, fast wie bei einer Hochzeit schwarz und weiß trugen, verkündet wurde, war vielleicht etwas zu viel des ganzen.

Vielleicht mehr verwirrend als hilfreich ist die Tatsache, dass es mehrere miteinander, nicht lineare verbundene Realitäten gibt. Leider wird dieser Tatsache nicht auf den Grund gegangen. Das Ende klärt diesbezüglich etwas auf.

Nachdem ich die eine oder andere Kritik überflogen habe, fand ich jedoch nicht das, wonach ich suchte, nämlich Antworten auf folgende Fragen: Wer war die rothaarige Frau tatsächlich? Und warum stürzten sich die Leute ständig von Dächern? Warum hüpften sie ständig durch die Gegend?

Fazit: Jesus (TWD) spielt mit! Und Naomi (The Expanse)! Und Lucille!

Treffender: „Wer gerne bei Filmen herauspuzzelt, worum zum Teufel es eigentlich geht, könnte noch ein bisschen Spaß haben. Der Rest fragt sich, was das alles soll.“ (warp.robots-and-dragons.de)

Nachlese:

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„Gotham“, S03E19

Zusammenfassung der Episode: Guilty! Guilty! Guilty!

Zweite Zusammenfassung der Episode: Edward, Edward, Edward, Edward, Edward, Edward.

Jim und Harvey, eine kaputte Eule und Fox und Alfred

Harvey und Jim versuchen die geheimen Verstecke des CoO ausfindig zu machen und stoßen in einem Keller auf einen (geheimen) Raum. In der Mitte steht eine (geheime) Eule, die, als sie mit der Taschenlampe angeleuchtet wird eine (geheime) Karte von Gotham zeigt, auf der verschiedene Orte markiert sind. Als gleich das Geheimnis der Eule gelüftet ist, wird sie durch eine Explosion komplett zerstört. Obvious things are obvious.

Barnes steht im Licht: GUILTY! Und Jim wird k.o. geschlagen. In der GCPD herrscht Grau in Grau. Jim sitzt angekettet auf einem Stuhl und wird gefragt, mit wem er noch geredet hat. „You can go to hell!“ Jim, der Feind Gothams und Barnes mimt Jury, Jugde und Excutioner! Und er wählt als Strafe den Tod durch Enthauptung. „The Virus was a gift!“ Davon ist Barnes fest überzeugt und alsbald ist von Jim angewidert, der sich wie Lee aufführt: beide verstehen nicht worum es geht und welche Möglichkeiten sich eröffnen. Irgendwelche letzten Worte? Der klassische Fehler aller Superbösewichte. Jim möchte als ehrenhafter Mann mit seiner Marke und als Soldat sterben.

Plötzlich landet eine Granate in der GCPD und draußen herrscht Tageslicht. Tatsächlicher Sonnenschein! Kein Nebel! Blauer Himmel strahlt über Gotham! Barnes flieht. Und als sich Jim auf den Weg zu Kathryn macht ist es bereits wieder ein Grau in Grau. Bei all den Logik- und Regiefehler, die sich immer wieder bei Gotham einschleichen, darf diese Tatsache wohl nicht über-symbolisiert werden, dass während der Außen-Aufnahme einfach gerade die Sonne geschienen hatte.

Alfred und Harvey beraten in der GCPD gemeinsam über einer Karte ihr weiteres vorgehen. Alfred erzählt Harvey von der Eule die sie einst gestohlen haben – wir erinnern uns an die unglaublich unrealistische und physikalisch unmögliche Szene – die allerdings auch zu Bruch ging.

Jim hat derweil Kathryn im Verhör: Wo ist die Bombe? Wo ist Bruce? Und wir finden heraus, sie ist nicht die Anführerin des Court of Owls, sondern nur eine Mittlerin, ein einfaches Mitglied. „You don’t know anything“ sagt sie. Alfred stürzt herein und sie höhnt, dass das „Bad-Cop-Good-Cop“ Spiel doch langsam etwas langweilig werde. Er nimmt ein Messer und rammt es ihr durch die Hand: Butler, nicht Cop.

Kurz darauf poltert es und Schüsse fallen. GUILTY! Barnes zerlegt die Einrichtung der Polizeistation, inklusive Rauch. Mit seiner Guilty-Triade darf er den Big Bad dieser Episode spielen, schneidet Kathryn den Kopf ab (WTF!!) und wird von Jim mit einer Shotgun angeschossen, aber er entkommt.

Lucius Fox macht darauf aufmerksam, dass das Virus verschwunden sei. Nur, wer hat es?

Evil Lee is evil

Lee träumt von Mario. Sie sitzt am Feuer und er erzählt ihr, dass er die Dunkelheit, den Virus, in sich hatte. Die Szenerie kommt ihr zu real vor. Und er sagt, sie solle trinken. Plötzlich hält sie ein Glas mit Blut in der Hand. Verschreckt wacht sie auf. Das halb ausgetrunkene Glas mit Rotwein wird achtlos auf den Boden geworfen.

Kurz darauf sucht sie den verrückten Hutmacher Jarvis Tetch auf. Albträume verfolgen sie Nachts und sie gibt Jim die Schuld dafür. Sie frägt den Hutmacher, warum er Mario infiziert hat? Warum nicht sie? Und Tetch erinnert sie an die Teestunde und wie sie Jim angesehen hatte. „That love was doomed“ – von Anfang an. Und da Gordon für den Tod seiner Schwester Alice verantwortlich ist, habe er keine Form von Liebe verdient; und so musste die Liebe, die Lee für ihn empfand dem Hass weichen. Und es funktionierte! Wem gilt es die Schuld zu geben? „Who’s to blame?“ Die Frage ist eine Rhetorische: „I am“.

Am Ende der Folge möchte Lee Gotham verlassen – was sie oft möchte: „I’m done with this place.“ Sie nimmt das Virus, dass sie aus der GCPD gestohlen hat und injiziert es sich selbst. Evil!

Nygmobblepot!

„You’re alive!“ Ed ist schockiert und erstaunt zugleich, Oswald in der anderen Zelle zu sehen. Zur Sicherheit tatscht er ihm auf den Kopf. Wir erinnern uns: Nygma halluzinierte eine hyper-gay-Penguin-version, inklusive Musical. Und wir erinnern uns weiter: Ed wollte den Court kennen lernen und der Penguin hatte einen Anschlag vereitelt.

„Newsflash Ed, I’m not dead.“ (Penguin)

Edward besteht darauf, dass Penguin ihn „The Riddler“ nennt, aber Pengy (so nennt ihn Ivy, er hasst es) weigert sich und nennt ihn Edward. „That’s your name, isn’t it? Edward? Edward, Edward, Edward, Edward, Edward.“ Ed ist sichtlich genervt und fragt ihn, ob es ihm nur darum geht, dass er ihn nicht „zurück liebt“? „Get over it!“ ruft er, aber das ist nicht was der Penguin sagen will: „In shooting me, you gave me something to live for – Revenge“ antwortet der Penguin. „You are difficult to kill. More cockroach than Penguin“ sagt der Riddler. Beide sind drauf und dran sich gegenseitig zu töten.

Aber zurück zum eigentlichen und der Frage, deren Antwort wir bereits kennen: „Who runs Gotham?“ Es kommt, wie es kommen muss und die beiden müssen zusammen arbeiten um der Zelle zu entfliehen. 6 Stunden gilt Neutralität: „No sabbotage, no murder.“ Der Penguin täuscht mit wabbliger Götterspeise vor von Ed ermordet zu werden und siehe da: Es funktioniert. Sie sind frei.

Riddler: „Your death scene was quite convincing.“
Penguin: „I’ve had some practice.“

Ohne Worte..

Als sie draußen sind bekräftigen sie noch mal das Abkommen. Der Riddler höhnt, wen er denn hätte? Und Oswald sagt, die Freaks von Hugo Strange. Ihre Wege trennen sich. Zeit sich aufzustylen und dem anderen mit Stil und Charme gegenüber zu treten, sich in die Arme zu fallen und..

Catwoman, I

„Where is Bruce?“ frägt die Katze, die sich in das Anwesen geschlichen hatte, und von Klon-Bruce, der sie bereits erwartet hatte, überrascht wurde. Ohne lange zu zögern, greift sie ihn an. Der Kampf ist kurz, aber gut. Alfred kommt dazu und versucht Selina aufzuhalten, aber auch er bemerkt den Klon und wird niedergeschlagen. Logik-/Regiefehler: Alfred hat keine bleibende Narbe. Solch ein Budget und solche Fehler.

Als die Katze wieder erwacht, bittet Alfred sie um ihre Hilfe. Es ist rührend, wie sehr Alfred die Vaterrolle einnimmt und leidet, so unfassbar leidet, dass sein Junge in so großer Gefahr ist. Die Katze sagt: „No.“ Und Alfred geht auf Level 2. Bruce war ihr immer ein loyaler Freund. Ob sie noch sauer ist, weil er ihr gezeigt hatte, wer und wie ihre Mutter tatsächlich ist? Selina ist hin und her gerissen und frägt, was für sie dabei raus springt und Alfred marschiert auf die 180 zu: Wenn sie jetzt ginge, sei sie keinen Deut besser. Solle sie doch davon rennen und sich hüten, jemals wieder zurück zu kommen.

Batbruce, III

Der Zen-Meister führt Bruce zu einem Safe. Dort soll er die weiße Perlenkette seiner Mutter, die die emotionale Verbindung zum Tod seiner Eltern symbolisiert (die Kette zersprang in Einzelteile), hinein legen. Aber er zögert und die Hand zittert: „I can’t.“

Der Zen-Meister zeigt Bruce den CoO, der für den Mord an seinen Eltern verantwortlich war, aber mit seiner Hilfe, wird sich Gotham ändern und der Court verschwinden. Erneut taucht der Safe auf und dieses mal schafft es Bruce, die Kette hinein zu legen. Und? Was fühlt er an den Gedanken seiner Eltern. „I feel nothing“ – Und sogleich erkennen wir den Fehler:

Der Schmerz, der ihn sozusagen zu Bruce Wayne machte, ist weg und er gleicht einer Art Waffe, die sich nach belieben manipulieren und einsetzen lässt.

Gotham ab.

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„Doctor Who“, S10E03, S10E04 und S10E05

Je mehr es dem Ende entgegen geht und Peter Capaldi sich in einen neuen, noch unbekannten und sicherlich (tragischerweise!) nicht in einen von Katherine Parkinson gespielten Doctor regenerieren wird, desto mehr beginne ich ihn zu mögen. Kaum zu glauben aber wahr, nach dem 10. Doctor brauchte ich 2,5 Seasons um mit Matt Smith warm zu werden und als er ging, war es ein trauriges Ereignis. Sie wachsen einem ans Herz und dann gehen sie.

Folge 3

Wir befinden uns im London des 19. Jahrhunderts (1814). Die Themse ist zugefroren und in der Ferne ist ein Elefant zu sehen.

„The TARDIS is always looking for trouble, a bad girl“ so der Doctor über sein blaues Gefährt. Und Bill frägt sogleich: „Now we do stay out of trouble“? Ha! Never. Aber was sind die Regeln? „Stop worring about it!“ sagt der Doctor mit seinem unglaublich charmanten schottischen Akzent. Hakuna Matata, it means no worries.. for the rest of your days.. Erneut werden unsere Erinnerungen etwas aufgefrischt und das mitnehmen eines Flyers wird noch keinen Butterfly-Effect auslösen. Und sicherlich wirkt sich alles auf die Zukunft aus, so wie auf jeden einzelnen Tag ein anderer Tag folgt. Und gibt es irgendwelche Nebenwirkungen vom Zeitreisen? So wie die Lichter unter den Füßen? Und was ist mit seinem „Magic Wand“? Bei aller Ehre, aber „Magic Wand“? It’s a Sonic Screwdriver! Und sogleich wird dieser von diebischen Straßenkindern stibitzt. Wir erfahren in dieser Folge, dass das London des 19. Jahrhunderts multikultureller war, als die „weiß gewaschenen“ Geschichtsbücher einem vermitteln wollen.

Und siehe es da, sogleich stirbt ein Kind und der Doctor kann nichts ausrichten und die Lichter kreisen unter dem Eis herum. Bill nimmt das sehr mit. Sie hatte noch nie jemanden sterben sehen. Und der Doctor sagt, dass die Optionen was getan werden könnte, eher limitiert seien. Hat der Doctor schon Menschen getötet? Sie hätte mit dem 10. Doctor keine Freude gehabt. Der Doctor bejaht. Wie viele?

Back to Topic. Es gibt nur eine Möglichkeit den Lichtern auf die Spur zu gehen. Der Doctor organisiert Tauchanzüge, sie tauchen in die Tiefe der Themse hinab und erblicken sogleich ein armes Tier, dass klägliche Laute von sich gibt und einsam ist. Wir erinnern uns an eine ganz spezielle und grausame Torchwood-Folge, in der Alienkreaturen bei lebendigem Leibe von Menschen geplündert wurden. Laut dem Doctor war die Kreatur schon immer da. Aber was passiert nun ihr? Man muss sie frei lassen, aber wie? Bill soll die Anweisung geben, sie gibt die Richtung vor. „Save her.“ Gesagt getan, der große Fisch darf frei sein und zieht nach Grönland. Der Lärm auf der zugefrorenen Themse hatte die Lebewesen, die sich darunter finden, gestört.

Zurück auf der Universität klopft es hinter der Tür. Nardole ist wegen des Vorfalles entrüstet. Nach einen kurzen Disput treffen sie die Übereinkunft: Der Doctor darf weiterhin in die Freiheit.

Folge 4

Bill und ihre Freunde ziehen in ein wunderbares, altes, knarrendes Geisterhaus. Ein Haus, wie es sich wohl ein fast jeder von uns wünschen möchte wenn man jung und aktiv ist. Große Zimmer, mystisch und gespenstisch. Hervorragend für eine WG geeignet. Der Vermieter ist freundlich und ein wenig erinnert die Geschichte an das Märchen mit dem Westflügel, der nicht betreten werfen darf (in dem sich dann die Köpfe der einstigen Geliebten befinden, die sich nicht daran gehalten haben). Der Turm ist verboten. Der Doctor ahnt bereits etwas und stellt sich als Onkel vor wird als Großvater vorgestellt.

Das Haus stammt aus den 1930ern, es gibt keine ordentlichen Steckdosen und sowieso kaum Technik. Der Doctor ist fasziniert. Bill macht klar, dass ihr „Großvater“ nicht erwünscht ist. Er sei zu alt und zu seltsam. Ihre Freunde allerdings sehen das anders. Bis auf einen, der ständig in seinem Zimmer sitzt.

Und es ist, wie es in einem klassischen Horrorfilm immer ist: Türen und Fenster schließen sich abrupt, Alienkäfer kriechen heraus und das Holz saugt die sich wundernden und ängstlichen Menschen ein. Es knarrt und krächzt, alle geraten in Panik und manche rennen die Treppen hinauf. Natürlich! In diesem Falle sogar gerechtfertigt, denn die Enkelin befindet sich im Turm – und diese gilt es aufzusuchen. Immer und immer wieder finden sich Hinweise. So erfahren wir die scheußlich grausame Geschichte dahinter: Es gibt weitere verschwundene, 6 an der Zahl: Alle 10 Jahre nährt sich das Haus von jungen Menschen!

Der Vermieter macht die Käfer mit einer Stimmgabel gefügig. Groots Freundin kristallisiert sich hinter dem Kasten hervor. Die Tochter braucht Menschen um zu überleben. Und irgendwann kommen wir drauf, es ist nicht mehr der Vater, es ist der Sohn, der die Mutter retten wollte und die Larve konnte das (Shit happens – falsche Alienrasse, die Tok’ra wären in diesem Fall sinnvoller gewesen). Doch die hölzerne Mutter sieht die Sinnlosigkeit und gibt die anderen, heute gefressenen, wieder zurück. Sie umarmt ihren Sohn und beide sterben gemeinsam. Das Haus bricht zusammen.

Am Ende sehen wir, wie der Doctor in den Tresor geht. Ein Piano erklingt: „We’re both Prisoners.“

Folge 5

“Space … the final frontier. Final because it wants to kill us. Sometimes we forget that, start taking it all for granted — the suits, the ships, the little bubbles of safety — as they protect us from the void. But the void is always waiting.”

Space Zombies! Die 5. Folge der 10. Season leitet mit einem Zitat aus Star Trek ein: The Final frontier – it wants to kill us.Und der Doctor belehrt uns in Physik beziehungsweise Astronomie, dass man sicherlich 12 Sekunden im Luftleeren Raum überleben kann, aber nur wenn man atmet, da der Druck sonst die Lungen zerreißen würde. Druck sei das Hauptroblem: 15 Sekunden Maximum, 19 – dann ist man tot. Ich würde wirklich gerne seine Lehrveranstaltungen besuchen.

„You’re missing space“ stellt Nardole fest und der Doctor antwortet: „Going to space is exactly like camping.“ Exactly!

Währenddessen werden uns Space-Zombies vorgestellt. Sie laufen, wie Zombies eben laufen: Langsam und trottend und sie sind tot. Man muss leider auch sagen, dass Nardole als ziemlicher Spielverderber auf den Plan tritt. Er mahnt den Doctor erneut, dass er sich einer speziellen Aufgabe verpflichtet hat und diese auch ausführen soll. Aber der Doctor braucht das Abenteuer, den Notruf und die Gefahr! Und genau deswegen braucht er einen Companion, der ihn zurück hält – aber das wussten wir beim 10. schon – denn auch (Doctor) Donna riet ihm dazu. Bis auf Clara. Gegen Ende war es Clara, die das Abenteuer suchte und vielleicht wird sie deswegen bei allen so genannten Fans verhasst, weil sie, mehr oder weniger, nach dem Abenteuer suchte und sich dadurch von der Nebenrolle zur Hauptrolle entwickelte. Ganz gleich. Ich liebte Clara.

Gut. Wir befinden uns im Weltraum und die Station hat durch die TARDIS ausreichend Atmosphäre bekommen. Unlicensed oxygen detected. Doch wir finden heraus, dass man eigentlich für die Luft bezahlen muss. Man soll nur soviel nutzen, wie man auch tatsächlich braucht. Da die Maschine aber heraus gefunden hatte, dass das System nicht ausreichend Profit abwirft, wird die Station abgeschaltet und die Leute nach und nach getötet.

„Captialism at its best.“

Jeder Suit hat eine gewisse Anzahl an „breathes“ verfügbar und Luft muss gekauft werden. Sie treffen auf die letzten Überlebenden. Es wird geredet, erklärt und einen Ausweg gefunden. Die Geschichte neigt sich dem Ende zu und Bills Anzug, den sie davor noch finden hatten können, funktioniert plötzlich nicht mehr. Nun ist es Zeit die Lektion, die der Doctor gelehrt hatte auch anzuwenden: Sie soll nicht ihre Luft anhalten, oder ihre Lungen explodieren. Der Doctor setzt ihr gegen Ende den Helm auf, Bill überlebt. Doch der Doctor ist erblindet.

Next!

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„The Walking Dead“, S07E15 und S07E16

Seasonfinale! Spät aber doch. Was mir von den beiden Folgen noch stark in Erinnerung geblieben ist, ist die Musik. Die teilweise an die 1980er erinnernden Instrumentalstücke, die so gänzlich surreal und so .. entfernt und distanziert wirkten.

Oceanside

Es kam wie es kommen musste und Tara hatte das Versteck der Frauen von Oceanside preisgegeben. Erwartungsgemäß fühlte sie sich schlecht. Zurecht. Binnen kürzester Zeit erreicht eine Gruppe das Lager und Tara hatte sich im Haus versteckt. Offenbar ohne Probleme. Cindy (meine Güte, die ganzen Namen) ist wütend, sie hätte sie gleich von Anfang an töten sollen. Hätte sie. Aber Tara hatte keine Wahl: Sie brauchen ihre Waffen. Entweder jetzt oder die anderen (unter der Leitung Ricks) greifen ein. Aber die Frauen von Oceanside sind davon überzeugt, dass es kein Gewinnen gibt – der Schmerz über den Verlust sitzt noch immer tief. Zu spät. Rick löst Explosionen aus und stürmt das Lager. Taras Waffe war übrigens leer, denn wieso solle sie jemanden verletzen wollen? „No one needs to get hurt!“ – einer von Ricks Lieblingssätzen, bis er sämtliche Leute im Kampf verliert. Nach und nach können weitere Amazonen für den Endkampf gewonnen werden und als die alte Frau nicht möchte und sich weigert und mit einer Waffe droht, wird sie von Cindy nieder geschlagen. Die Freiwilligen ziehen mit Rick und den erbeuteten Waffen von dannen.

Hilltop

Bosslady Maggie regiert Hilltop und Gregory weiß das. Schlimmer noch, dass manche seiner Leute Zeuge wurden, wie Maggie ihn vor einem Zombie retten musste und lässig sagte: „Er übt noch“- Gregory hat sein Gesicht verloren, endgültig. Maggie for president! Maggie, die immer wieder in Sashas Tagträumen auftaucht, in Rückblenden oder Erinnerungen. Maggie, die schwanger ist und deren Kind sich bald zu Judith gesellen und damit Cooral mit Enit zum Babysitten verdonnert.

Sasha

Sasha, wir erinnern uns, zog es vor gegen Negan alleine an zu treten und landet in Daryls alter Zelle. Negan, freundlich wie eh und je, erledigt den Fast-Vergewaltiger und gibt ihr ein Messer. Sie kann ihn damit töten, sich selbst oder den bald erwachenden Walker. Oder: Sie hilft Negan. Negan, der sie eben gerettet hatte. Aber Sasha zieht den Suizid mit Eugenes Hilfe vor, auch wenn er ihr dazu rät, das Angebot anzunehmen. Man könne schließlich nicht ewig rennen. Natürlich nicht! Und besonders dann nicht, wenn man sich eine hervorragende Position erschummeln konnte. Die Tabletten, die er einst für die Mädchen von Negan entwickelt hatte, gibt er nun Sasha – die in einem Sarg in Richtung Alexandria anreist – und dort, erwartungsgemäß als Zombie heraus klettert. Live long and prosper!

Alexandria

Zu Beginn der letzten Folge stellte sich Dwight Rick gegenüber, der sich aus Negans („I am Negan, we’re all Negan“) umklammernden Griff befreit hatte und nun für die Freiheit unter Ricks Führung kämpfen möchte. Denise (deren Freundin er erschossen hat) möchte ihn tot sehen und Daryl ist drauf und dran ihr diesen Gefallen zu tun. Aber lässt es schlussendlich. Dwight wird eingespannt bei Negan zu spionieren.

Dass der vorbereitete Plan Negan eine Falle zu stellen natürlich daneben gehen muss, ist klar. Was wäre eine ganze Season Vorbereitung ohne Fail? Alle sind in Position und Eugene steht auf dem Truck. Wird Rick Eugene erschießen? Und als die vorbereitete Bombe nicht zünden will.. kommt es wie es kommen musste.. Jadis und die Schrottplatzkids sind und bleiben Trash. Negan hatte ihnen ein besseres Angebot unterbreitet, was diese bereitwillig angenommen hatten.

Als der große Kampf mit berittener Kavallerie und einem CGI Tiger (der Coooral vor Lucile rettet) und einer ganzen Menge Mannes- und Frauenkraft (Carol!! Maggie!!) von statten ging, spürte auch ich, die immer höhnisch und sarkastisch lästert, eine Träne in meinen Augen. Ja wirklich! Meine Augen wurden feucht vor Freude. Diese liebevolle und zugleich starke Inszenierung des endgültigen… wtf? Negan lebt noch immer? Es geht weiter? Das war erst der Anfang? Ich Naivchen, hatte ich doch tatsächlich geglaubt, der Kampf gegen Negan fände nun sein Ende..

Auf zu Season 8! Die vermutlich in kürze, also im Oktober 2017 bei AMC zu sehen sein wird. Yay! Derweil begnügen wir uns mit Fear the Walking Dead in seiner aktuell dritten Runde. Und ich gebe offen und ehrlich zu: Der Ableger gefällt mir um einiges besser, und nicht nur – weil eine Frau mittleren Alters (geb. 1965) die Hauptrolle mimt, sondern weil.. dazu kommen wir noch. In einem eigenen Beitrag. Demnächst.

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #53

Es wird wieder einmal Zeit für die 5 besten.

5 Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde

Eine einsame Insel, der Gedanke ruht wohlig fein auf meiner Seele. Was würde ich geben, um für die nächsten Wochen, Monate und Jahre auf einer einsamen Insel verweilen zu können. Aber der Klimawandel, das Gespenst mit dem uns die Chinesen in den Wahnsinn treiben wollen, macht diesen Wunsch etwas zunichte. Selbst wenn ich mir ein Haus am Strand kaufen wollen würde – und hätte ich die finanziellen Mittel dazu – dürfte/könnte/sollte es sich nicht direkt am Strand befinden. Meh..

Bücher sind diesem Falle einfacher als Filme. Für Filme bräuchte man Elektrizität und das entsprechende Gerät dazu – was vielleicht, wenn es eine winzige Insel ist, schwierig werden dürfte. Außerdem kann man Bücher als Kopfunterlage oder als Untersetzer verwenden. Die Möglichkeiten sind zahlreich!

1. „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende (1979) – Ein Buch, dass ich immer und immer wieder lesen kann. Schon im Kindergarten, ich hatte den Film bereits gesehen, tat ich so, als könne ich das Buch lesen, auch wenn ich die Buchstaben noch nicht erkannte.

2. „Wuthering Heights“ von Emily Brontee (1847) – Ebenfalls ein Roman den ich immer und immer wieder lesen kann. Auch wenn er nicht gerade auf eine Südsee-Insel passt. Eher auf eine stürmische, schottische Insel mit Wind und Sturm und Wetter und Regen und Kälte und keiner Menschenseele im Umkreis von 20 Kilometern.

3. Isaac Asimovs gesammelte Roboter-Geschichten – Keine Worte notwendig, Asimovs Geschichten sprechen für sich und hinterlassen immer ein Lächeln.

4. „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare (ca. 1600) – Zu Beginn meines Studiums hatte ich Freude daran, die Rolle der Helena (Die tolle Jagd, sie macht mehr weh und bange, je mehr ich fleh, je minder ich erlange.) gänzlich auswendig zu lernen und Teile kann ich sogar jetzt noch. Es ist eindeutig mein Lieblings-Stück von Shakespeare und muss daher mit auf eine einsame Insel. Sollte es zu langweilig werden, könnte man alle Rollen auswendig lernen und entsprechend spielen..

5. Ein Notizbuch (und Stift). Ich weiß, die Antwort ist schrecklich – aber ohne mein Notizbuch verlasse ich grundsätzlich nicht das Haus, und somit müsste es mit auf eine einsame Insel. Was steht da drinnen? To-Do-Listen (die ich aktuell zu jedem erdenklichen Event erstelle und auch abhake), Kurzgeschichten-Ideen, Zeichnungen, Spielstände (Uno und das Wort-Würfel-Spiel), Einkaufslisten, welche Texte noch zu vervollständigen sind, Reise Recherchen, …

To do Liste für die (imaginäre) einsame (Südsee)Insel:

[ ] Kunstwerke aus Steinen, Muscheln, Palmenzweigen und dergleichen am Strand gestalten
[ ] und (wenn möglich) fotografieren (oder auch nicht)
[ ] und später auf Instagram posten.
[ ] eine Kokosnuss öffnen und trinken (2x täglich mindestens) – ist übrigens schwerer als man sich vorstellt, denn bei einfachem auf den Boden schmeißen wird das Ding noch lange nicht kaputt.
[ ] je nach Größe der Insel verschiedene Spaziergänge unternehmen.
[ ] Schnorcheln und Sandgebilde bauen.
[ ] in der Hängematte lesen.
[ ] Eine Flaschenpost verschicken, oder zwei, oder drei.
[ ] den „Sommernachtstraum“ auswendig lernen.
[ ] viel musizieren.
[ ] Versuchen zu überleben ohne dabei wahnsinnig zu werden. Wilson?

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Doctor!? Explain?

Gefunden, darüber amüsiert und geteilt:

Zugegeben, als ich den 12. Doctor mit Sonnenbrille und Gitarre erblickte, konnte ich die Sache nicht ganz so ernst nehmen. Als ich dann recherchierte und heraus gefunden hatte, dass Peter Capaldi in seinen jungen Jahren in einer Punk-Rock-Band Leadsänger/Gitarrist war.. sah die Sache schon anders aus. Fotografien finden sich hier.

Hörbeispiele hier:

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„Transformers 5: The Last Knight“

Nach Guy Ritchie zeigt uns der nächste seine Idee der Arthus Saga, und in der Interpretation von Michael Bay gibt es sogar dreiköpfige Drachen und Dinosaurier! WHERE ARE MY DRAGONS! Dragon?

Es folgt ein Review mit Spoilern.

Den ersten Teil hatte ich gesehen und gemocht, den zweiten und dritten Teil zwar gesehen, aber weitgehend ignoriert, Teil vier nicht gesehen und ignoriert und die Sicht von Teil fünf war dem Tod meines Telefons (RIP) geschuldet. Und da lediglich drei Leute (inklusive mir) reserviert hatten, war der Quasi-Memorial Service mit hübschem Kleidchen, netten Sandalen mit Absätzen und rotem Lippenstift perfekt um mein (totes) Telefon ein letztes Mal auszuführen.

Und wenn die Stimmung bereits in die Tiefen des „F*ck it“ eingetaucht ist und man weiß, was man zu erwarten hat, nämlich einen dummen und hirnrissigen Actionknaller, dessen „Story“ nur dazu dient noch mehr Action-Szenen irgendwie aneinander reihen zu können, dann kann der Film tatsächlich unterhaltsam sein. Zugegeben, vermenschlichte Roboter und Hunde imitierende Dinosaurier(!)-Autobots haben ihre ganz eigene Wirkung. Und wenn gegen Ende die Erde fast zerstört wird, hat man mich soweit, dass ich handzahm aus dem Napf fresse und die Sinn- und  Zusammenhangslosen Storyelemente, die zahlreichen Regiefehler und das seltsame Bild bereitwillig akzeptiere. Lag es am Kino oder am Saal oder warum war der Film nicht 16:9? Und warum änderte das Bild immer wieder seine Größe?

Zur Story (?)

Optimus Prime und die Autobots verweilen schon seit geraumer Zeit auf der Erde – als des Menschen Freund und Helfer, was den Succubus in der Heimat ganz und gar nicht freut.

Magie gibt es wirklich! Und zwar an Bord eines Alienschiffes! Und auf der Erde in Form von Merlins Stab! Stanley Tucci (was auch immer ihn dazu bewogen hat, da mit zu machen. Nach kurzem Überfliegen einiger Kritiken las ich, dass er bereits in Teil vier dabei war, aber mit einer anderen Rolle. Wtf?) miemt zu Beginn den Zauberer. König Arthur und die Ritter der Tafelrunde bezwingen mit einem Dreiköpfigen Drachen-Autobot die Feinde!

Ganz zu Beginn wird das Mädel Izabella (mit z) dem vom Leben geschlagenen Marky Mark gegenüber gestellt (und ich mag dieses kleine Mädel) und alsbald ihr Autobotiger Beschützer von den bösen Menschen – die, die Erde von den Autobots, die täglich vom Himmel fallen, befreien wollen, töten – gibt es ganz große Gefühle! Aber Izabella ist ein starkes Mädchen.

Die Story rast voran – wir lernen Vivian kennen, Professorin für Geschichte und Love Interest für Marky Mark. Und wir sehen immer wieder Rückblenden zu Zeiten König Arthus, dessen Tafelrunde von zwölf Autobot-Rittern bewacht wurde.

Und ja, natürlich ist Vivian nur dazu da, um hübsch zu sein, auch wenn sie gegen Ende eine doch nicht so unwichtige Rolle einnimmt. Und ja, natürlich müsste ich als Feministin Filme wie diesen meiden, und natürlich wird die USA wieder zum Retter aller stilisiert, das wissen wir, wenn wir Michael Bay lesen. Und warum gab ich Geld ich diesen bescheuerten Film aus? Weil das Erwachsenen-Dasein manchmal keinen Spaß macht, mein Telefon gestorben ist und ich Lust auf einen No-Brainer hatte.

Aber Warum?

Und immer wieder taucht die Frage auf: Warum passiert sowas? Warum wird sowas produziert?? Es muss tatsächlich Menschen gegeben haben, die das Script lasen und sich dachten: „Yeah, geil Alter!“ Aber vermutlich lief es wirklich so ab:

„Irgendeiner in der Runde der Autoren hat den ersten Satz geschrieben, diesen abgedeckt, und der nächste hat den zweiten Satz geschrieben und immer so weiter. Und am Ende dieses Prozesses stand „Transformers: The Last Knight“.“ (welt.de) Derjenige, der den Film sehen und das Review schreiben musste, hat wohl sehr gelitten. Vermutlich hatte er eine Wette verloren oder so.

Folgend hier eine treffende Zusammenfassung von zwei aufeinander folgenden Szenen (musikexpress.de) und: „Man kann diesen Film als Kunstfilm verklären, so wie es mit der „Fast & Furious“-Reihe mittlerweile geschieht. Sollte man aber nicht, weil in diesen verfilmte Wirren nicht eine einzige Szene von gewisser Qualität steckt.“ Ich dachte tatsächlich auch schon an eine Art Kunstfilm, vielleicht eine Art versteckte Zeitkritik, in der niemand mehr dank der Ambivalenz zwischen Vernetzung und Durchsichtigkeit Orientierung findet, und sich deswegen an die einfachen Dinge hält, wie Merlins Stab? Oder so? Und welche Geheimnisse hat es mit der Uhr auf sich? Vielleicht wurde das Script auch nur von einer AI verfasst und die (gewollt) schlechten Kritiken sollen zeigen, dass es immer noch Menschen braucht? Oder so?

Ich meine ja, Blockbuster sind dazu da, dass sie das Kino-Publikum möglichst auf einfache Art und Weise unterhalten wird; und dann muss es Leute geben, ein Testpublikum oder so, deren Insassen entweder bezahlt wurden und/oder taub und blind waren, die diesen Film durchgewunken haben. Aber vermutlich hatten auch deren technische Geräte den Geist aufgegeben und somit träumten sie sich in eine Illusion hinein, in der das geliebte Gerät noch unter den Lebenden verweilt und sogar sprechen und sich verwandeln kann und gegen Ende die Welt rettet! Oder so.

Jedenfalls..Wtf?

Fragen und Gedanken, die hängen geblieben sind:

  • Wird es der kleine blaue Wall-E -Verschnitt schaffen?
  • Waren es damals (im Mittelalter) auch schon „Autobots“? Also „Auto“ bezogen auf Automobil oder Automatik? Automatik ergäbe Sinn, wenn sie sich automatisch/selbstständig in Dinge verwandeln können, aber da sie eine Spielzeug Reihe sind, die sich in Autos verwandeln können (was auch im Film – wenn auch nur ganz ganz am Rande – vorkommt), fragte ich mich irgendwann, ob die Autobots dann für die Erfindung vom Automobil maßgeblich beteiligt waren, oder ob sie diese sogar in irgendeiner Weise beeinflusst haben? Ich meine.. das muss doch irgendwo in der Geschichte durchgesickert sein. Wie war das mit Verschwörungstheorien?
  • Ich bekam nie Transformers als Kind, sondern Dinosaurier. Was auch okay war. Ich mag Dinosaurier und hey! Die Autobot-Dinosaurier! Warum gibt es keinen Film über Autobot-Dinosaurier?
  • Wie viel hat man Anthony Hopkins gezahlt, damit er da mitspielt?
  • Warum spielen alle so dermaßen schlecht?
  • Wann hatte Vivian bitte Zeit sich ständig umzuziehen? Und wozu?
  • Die Uhr die Hitler tötete. Wtf? Aber wie? Es war eine Uhr? Aha? Ich sags ja: Unsere Geräte leben! Mein armes Telefon allerdings nicht mehr..
  • Bumblebee zeigt ganz neue Seiten..
  • Immerhin gab es ganz viel Diversität: Bei den Kids.
  • Der Staff! Die Erde! OMG! Die Rettung! Die Rettung durch eine Frau! Immerhin etwas..
  • Optimus Prime mit einer Screentime von gefühlten 5 Minuten aber den epischsten Szenen und Momenten weil Optimus Prime.
  • Der Moment, als während einer der letzten Fights, das Arthus-Talisman-Ding an Marky Marks Arm runter kroch und man hofft, fleht, gerade zu betet: Bitte nicht. Und dann passiert es doch..
  • Stonehenge wtf?

Für meine Leserschaft recherchiert

  • Bumblebee erhält seinen eigenen Film (filmstarts.de), der dem aktuellen Trend folgend in den 1980ern spielen soll. Darf man, durch all die filmischen Geschichten der letzten Zeit, die in den 1980er angesiedelt sind, daraus schließen, dass man sich sowas wie eine De-Vernetzung wünscht? Back to the roots?

Fazit: Science-Fiction Mittelalter Trash der Trash sein will? Nicht sein will? Ein Film, der nie produziert hätte werden dürfen, aber so im Rückblick gesehen gibt es: 12 von 12 putzigen, süßen Haustier-Dinosaurier-Autobots, und das Mädel. Das Mädel war cool.

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R.I.P Samsung Galaxy S5 (2015-2017)

Für manche ist es ein lebloses Gerät, ein Gebrauchsgegenstand, ein Objekt. Ein Handy oder Smartphone. Etwas, dass man kaputt machen oder umtauschen kann. Etwas, dass am Hintern klebt und das Leben bestimmt.

Aber für mich war mein Telefon mein Begleiter, ein Freund und Kumpane. Mein Fotograph und Musikant. Mein Spielgefährte! Auf Reisen begleitete es mich, machte die schönsten Fotos und spielte Musik. Es mühte sich ab, sodass ich mich an Ingress und Pokémon erfreuen und ärgern konnte. Ich brachte es unzählige Male in Gefahr oder anders gesagt: Wir erlebten die tollsten Abenteuer zusammen: Bei Sonnenuntergang im Wasser, im Schnee und Regen und in der Sonne. Es überlebte die Hitze am Strand und die Kälte in den Bergen. Und wie viele Male fiel es mir zu Boden und wie viele Male hatte es einen Kratzer oder Sprung im Display? Oft und niemals! Ein treuer Freund. Bis es starb. Vor wenigen Tagen. Es rührte sich nicht mehr. Kein Trick half. Und so begrabe ich es für immer. Mein Telefon.

Noch bin ich nicht bereit es in die Kiste, oder besser gesagt, in sein Massengrab zu verfrachten wo es Seite an Seite mit ausgedienten Telefonen und MP3-Playern liegen kann. Ja, ich habe sie fast alle noch, bis auf die ersten zwei, glaube ich.

Welches sein Nachfolger sein wird, steht noch offen. Ein Samsung? Ein HTC? Sony? LG? Eines ist klar, es wird kein IPhone werden. Wichtig sind Kamera- und Musikfunktion, sowie Pokémon und Ingress. Aber besonders die Kamera ist wichtig.

Derweil bin ich abgeschnitten von der digitalen Welt. Verlasse ich den PC, kann mich niemand mehr erreichen und das Gefühl ist wirklich großartig. Ich vermisse mein Telefon (und die Kamerafunktion), aber keinesfalls vermisse ich die ständige Verfüg- und Erreichbarkeit, auch wenn Ton und Vibration, sowie sonstige Benachrichtigungsmodi immer ausgeschaltet und/oder deaktiviert waren. Ich entscheide, ob ich kommunizieren möchte oder nicht. Nicht der Anrufer (bei Unbekannter Nummer nehme ich generell nicht ab, wer weiß wer da dran sein könnte..), nicht das Piepsen einer SMS oder das Aufblinken am Display, dass jeden in den Wahnsinn treibt. Mich zumindest haben diese Geräusche immer so sehr verschreckt, dass ich sie – primär also nicht der Verfügbarkeit wegen ausgeschaltet habe, sondern weil mich aus dem Nichts auftauchende Geräusche komplett aus der Ruhe gerissen haben. Es gibt nur ein Geräusch, dass ich bedingungslos akzeptiere: Die Ankunft der TARDIS.

Und ja natürlich blickt man ab und an, manchmal mehr, manchmal weniger drauf, ob sich nicht doch jemand gemeldet hat, ob nicht doch ein Bild auf Instagram oder ein Blogbeitrag geliked wurde, aber diese vollkommene Abwesenheit jeglicher digitaler Knechtschaft hat befreiendes. Ich verlasse meinen PC und habe weder Uhrzeit noch Informationen über die Welt. Ich bewege mich quasi zu 100% analog, ohne einer digitalen Schnittstelle. Ich überlege, ob ich tatsächlich all die kommunikativen und sozialen Apps beim nächsten sofort gleich deaktivieren soll.

Und doch leidet Social-Media darunter. Wenn ich abends im Bett, auf der Toilette oder während der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln WordPress-Blogs überflogen und Beiträge geliked oder Instagram durchforstet habe, mich über 9Gag amüsierte und über Facebook ärgerte, bleibt das mittlerweile fast auf der Strecke.

Und durch die aktuelle Unmöglichkeit, Geschehnisse sofort zu teilen – denn sie sind erst mit Heimkommen und via Sitz an den Rechner für andere verfügbar – entsteht etwas, dass man fast vergessen hat: Diese Momente gehören nur einem selbst. Das schwimmen bei Regen oder die Babyluchse im Alpenzoo. Kein Telefon, dass davon ablenkt und sogleich in die Welt hinaus verfrachtet, nein, die Momente gehören einem ganz allein.

Und trotzdem werde ich mir ein neues Telefon anschaffen und vermutlich dem alten Wahn verfallen, viel zu oft drauf blicken, sinnlos Apps hin und her wischen und zig Tausende Fotos machen. Oder auch nicht, wer weiß?

PS: Sobald ich den alten Zettel mit der Garantie finde, werde ich den Leser wissen lassen, wie viele Tage mir „geschenkt“ wurden. Ich habe die paranoide Ahnung, dass es zeitlich mit Ablauf der Garantie zusammen fallen könnte..

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Woche #0607

Das Wetter sagt: „Hinaus mit dir!“, die Arbeit sagt: „Nein!“ und so sitze ich seit einer gefühlten Ewigkeit an diversen Aufgaben (von denen ich mir manche selbst eingebrockt habe), am konstruieren von Plänen, wie ich sämtliche Dinge, die ich noch erledigen und in angenehmer Zeit unterbringen möchte, am erstellen von To-Do Listen und am resignieren, in dem ich mich auf meine Sonnenbank (eine Bank, die in der Sonne steht, umkreist von Dornen und Unkraut) oder ins Bettchen verkrieche.

Wisst ihr wie es sich anhört, wenn eine Taube von einer Straßenbahn getötet wird? Plopp. Es macht einfach nur Plopp und das Tier war tot. Sie und ihre Freundin eilten noch über die Straße, doch die hintere war zu langsam und wurde von der Straßenbahn erfasst. Und da lag sie. Eine detaillierte Beschreibung erspare ich dem Leser. Niemand hatte ihren Tod beobachtet, außer ich. Ich war über mich selbst erstaunt, dass ich nicht sofort wegblickte, aber es war wohl die Hoffnung, dass sie es doch noch schafft und ich nicht allen ernstes den Tod einer Taube beobachten würde. Es hatte etwas surreales an sich.

Die Busse fuhren einer nach dem anderen über sie drüber und auch mein Bus hatte Blut an den Rädern. Ich mag Tauben, sie sind intelligente Tiere, finden ihr Zuhause aus hunderten Kilometer Entfernung wieder und orientieren sich unter anderem an Bahngleisen. Wenn man sie verzüchtet, ihre Hälse lang macht oder den Körper entstellt, so entwickeln sich diese, züchtet man sie nicht weiter, nach ein paar Generationen wieder zurück zur Urform. Woher ich das weiß? Ich sah mir mal eine Dokumentation über Tauben an. Warum sieht man keine Kinder-Tauben? Weil sie binnen eines Monats die Größe ihrer Eltern erreichen.

Soviel von mir. Ich lebe noch. Bald folgen zig Beiträge, u.a. zu Transformers 5, dem Tod meines Telefons und natürlich Gotham wie Doctor Who und 13 Reasons Why und warum ich es für wichtig halte, dass sich jeder diese Serie ansehen sollte, besonders Jugendliche und ihre Eltern. Alles in Bearbeitung, lauft nicht weg!

PS: Ich habe das (einzige) Einhorn in Ark gezähmt – nach dem vierten Versuch, als ein roter (!!) Lvl 143 Alpha Raptor meine Katze und Flugsaurier mehrere Male zerfetzt und auch zweimal das Einhorn getötet hatte. Save Game ftw!

 

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