„Star Trek: Discovery“, S01E03, S01E04 und S01E05

Episode 3 bis 5 sind jene, die den Spore-Drive einführen, oder wie ich sie nenne: Die „Das-arme-Tierchen!!“-Storyline. Die gute Nachricht zuerst, das Tierchen überlebt und die Idee legt den Grundstein für die darauf folgende Story, auf der man sicherlich noch aufbauen kann. Ich behandle sie trotzdem separat.

Michael Burnham wird von Cpt. Lorca angeheuert, während sie sich auf einem Gefangenentransport befindet. Wir vermuten bereits, dass der nicht ganz so tugendhafte Lorca andere Pläne hat, als dem ehemaligen ersten Offizier ihren Job zurück zu verschaffen. Wie Star Trek schon in der Vergangenheit seine Ideen mit Wissenschaft zu erklären versuchte, so auch hier. Es geht um Physik und Biologie als gemeinsames, und nicht getrenntes.

„Imagine a microscopic web that spans the entire cosmos. An intergalactic ecosystem. An infinite number of roads leading everywhere.“ (Cpt. Lorca)

The Spore Drive

Laut Memory Alpha Wiki war dieser in den 2240er und 2250er ein Experiment. Dabei wird ein Pilz der Spezies Prototaxites stellaviatori verwendet, um Sprünge von bis zu 90 Lichtjahren durch zu führen – oder, binnen kürzester Zeit überall hin zu können, ohne Spuren zu hinterlassen.

Um sich diese Technologie nutzbar machen zu können, wird ein Tierchen, genannt Tardigrade, verwendet, das mit dem gesamten Universum verbunden zu sein scheint, dem „mycelial network“ und mit diesem kommuniziert. In Folge 5 allerdings wird das Tierchen von seinen unsagbaren Qualen, die es bei jedem Sprung erleidet, erlöst, da es via DNA Injektion auch bei Lt. Stamets funktioniert, der darauf hin jedoch seltsame Bewusstseinszustände davon trägt, womit sich Episode 6 bis 9 befasst.

Getestet wurde der Spore Drive zuerst auf der USS Glenn, die dann jedoch, quasi durch den Spore Drive selbst verschuldet in eine „Hawking radiation firewall“ crashte und die Crew ihr Leben verlor. Das Tierchen konnte noch an Bord der Discovery gebeamt werden.

Kritik und Fazit

Da der Spore Drive sowie auch Spocks Stiefschwester nie in irgendeiner der vorausgegangenen Serien erwähnt wurden, muss also etwas gravierendes passieren, dass dazu führt, dass sämtliche Geschehnisse auf der Discovery aus dem Gedächtnis aller gelöscht wird. Die Produzenten versicherten, dass in Season 2 einige dieser Unstimmigkeiten erklärt und bereinigt werden sollen.

Prinzipiell finde ich die Serie immer noch anschaubar. Ich kann aber auch nach Sicht aller bisherigen Folgen nachvollziehen, warum manche Leute Schwierigkeiten damit haben, DSC als „Star Trek“ zu akzeptieren. Cpt. Lorca ist kein freundlicher, positiver und aalglatter Captain wie Picard oder Kirk es waren. Er verfolgt eigene Ziele und lässt die Crew wie Starfleet darüber im Dunklen, die Föderation ist von seinem Vorgehen nicht begeistert und zu alle dem schaukelt sich der Krieg mit den Klingonen hoch.

Star Trek: Discovery bewegt sich im medialen Kontext des 21. Jahrhunderts, Krieg und düstere Charaktere sind ausschlaggebend für Handlung und Storyline. Es ist keine nette Welt mehr, sondern eine dystopische. So ist es eben aktuell. Wie ich immer sage: Star Trek ist ein Spiegel seiner Zeit. Die heile Welt gibt es nicht mehr, findet euch damit ab.

Vielleicht noch erwähnenswert: Das mansplainende Alien Lt. Commander Saru ist auf Michael Burnham (die übrigens tiefes Mitgefühl für das Tierchen empfand) eifersüchtig, da er nie die Chancen hatte, die ihr zu Teil wurden. Das erklärt seine Feindseligkeit. Saru ist zudem einfach ein unsympathischer und aktuell auch langweiliger Charakter. Man könnte ihn aus der Story schreiben und nichts würde sich ändern, leider.

Fazit: Immer noch nett anzuschauen.

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7 Kommentare

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, Science-Fiction, Star Trek, TV-Shows!

7 Antworten zu “„Star Trek: Discovery“, S01E03, S01E04 und S01E05

  1. Pingback: „Star Trek: Discovery“, S01E06 bis S01E09 | it's just curiosity!

  2. Stimme dem Artikel Großteils zu. Wenn man mit der Negativität und Düsterkeit leben kann, ist die Serie durchaus spannend und anschaust, aber eben doch Star Trek untypisch.
    Saru kommt bei mir aber deutlich besser weg. Ich finde ihn cool, weil er eben wirklich ein Alien ist, das nicht nur „anders“ aussieht, sondern teilweise auch ganz anders denkt als die Menschen um ihn herum.
    Wer mir am wenigsten gefällt ist Tilly. Die würde ich am liebsten aus der nächsten Luftschleuse schmeißen ….
    Bin auch froh, dass das Tardigrade Alien überlebt hat. Hoffe es taucht zu einem späteren Zeitpunkt nochmals auf. Ist eine sehr gelungene neue Alienartikel über die ich gerne noch mehr erfahren hätte.

  3. Ich werde mit der Serie leider einfach nicht so recht warm. Sie ist okay und ich hatte auch keine turmhohen Erwartungen, aber so wirklich zünden will sie bei mir (noch) nicht.

  4. Und es wird m. E. immer noch besser.

    • Ich sah es bereits bis zu 9. Folge – es ist durchaus unterhaltsam und spannend gemacht. Ich mag auch die Bilder, aber es ist eben wirklich anders – was aber nichts schlechtes sein muss. Vor allem das Ende der letzten Folge.

      • Es ist richtig düster … Hast Du schon von der Voq-Theorie gehört? Und hast Du – als Kontrastprogramm – The Orville gesehen? Zuerst wollte ich ja nicht, aber jetzt bin ich definitiv ein Fan. Ist das ideale Kontrastprogramm zu ST: Discovery.

      • Ja und ja. Konnte aber erst die erste Folge sehen, die war noch etwas „naja“, die anderen stehen aber auf der „in näherer Zukunft“-Liste.

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