„The Walking Dead“, S08E04

Wehe der Tiger stirbt! Auch Pixel haben Gefühle!

Die Folge beginnt mit einer Rückblende: Der König bereitet den Kampf vor. Abschied von Freunden und Familie, Kindern, Frauen und Männer, die zurück bleiben, während die Soldaten dem König folgen, der vom Sieg überzeugt ist. Zuversichtliche Musik kündigt bereits seinen Fall an.

Es ist zwar nett, dass man sich soviel Zeit nimmt – und somit, wenn auch unabsichtlich, ein zeitlicher Rahmen für ein Crossover mit FTWD geschaffen wird – aber wenn in einer Season lediglich nur drei Tage behandelt werden und der Kampf gegen den aktuellen Endboss über zwei Seasons dauert.. hinterlässt es Ermüdung.

Ein König fällt

Der König spricht. Optimistische Musik begleitet ihn. Die Kamera stellt ihn ins Zentrum. Umrundet ihn, den König, der sie alle retten möchte. Er lächelt. Sie werden siegen! Sie werden das Land beschützen: We will win, you trust the King, we will win! Sie alle sind eins! Ein einzelnes Herz! Carol lächelt, wenn auch verbissen. We are one! We are one! So wie sie sich zum Abschied umarmten, so liegen sie jetzt auf ihm. Arme und Leichenteile finden sich verstreut auf dem Schlachtfeld zwischen Leichen und Tod – der König überlebte, seine Soldaten starben. Welch Ironie.

Sie sind tot. Viele, vielleicht alle. Der König kann es nicht glauben. Wut nährt Vergeltung. Die ersten Zombies richten sich auf, die Mutter, die zuvor noch ihrem Kind Adieu gesagt hatte, sein Freund. Zombies umzingeln ihn, er robbt davon. Neben ihm eine Waffe ohne Munition.

Wo sind die Angreifer? Und wie viele Außenposten gibt es?

„Your Majesty!“ Einer lebt noch! Der Tiger! Wo ist der Tiger!? Doch der Soldat wird erschossen, der König gefangen genommen und Zombies sind auf dem Weg. Viele Zombies. Wohin soll es gehen? The Sanctuary. Der König stürzt, und richtet sich wieder auf. Den Gehstock belässt man ihm aber noch.

„Does Negan know your name?“ frägt er den Mann. „I’m Negan“ antwortet dieser. Der Treibende hörte von ihm, den Geschichten und dem Tiger. Wie das Volk seine Mauern baute, ihm in den Tod folgte und ihm selbst aus dem Jenseits treu beiseite steht. Der König versucht sich zu befreien, aber es wird einfach nichts mehr. It is what it is. Einer lebt noch, Jerry, und tötet den bebrillten Neganjünger.

Jerry: „Your Majesty!“
The King: „You don’t need to call me that!“
Jerry: „Yes I do.“
Jerry: „Thank you your Majesty.“
The King: „For what?“
Jerry: „For beeing such a cool dude.“

Badass Carol

Die Angreifer verstauen schwere Geschütze und werden von Carol überrascht. Zwei, drei leben noch – die Waffen befinden sich noch immer in den Händen der Angreifer und werden eben verladen. Carol schreitet zur Tat. Carol ist einer der wenigen Gründe warum man sich TWD noch anschauen kann. Sie eröffnet das Feuer und lockt Zombies an. Man braucht also nur warten – und den roten Knopf betätigen. Push the red button. Don’t push the button! Push the button! It’s a trick! It’s not! Do it! No! Do it! Why?

Sie wirft ihre Waffe weg. Don’t shoot! Sie sagt ihnen wo die anderen sind, wenn sie sie gehen lassen. Dass die Saviours darauf reinfallen ist leider ziemlich traurig. Sie nimmt eine Geisel, die sogleich von seinen Kameraden erschossen wird. Der rote Knopf ist gedrückt und das Tor öffnet sich. Ist das nun eine Art Borg Geschichte? We’re Negan, der einzelne ist egal, da sie eh alle mit einem Großhirn, der Borgkönigin Negan verbunden sind?

Warum müssen Bösewichte immer so dämlich sein? Nehmen wir an, es benötigt tatsächlich drei Seasons um eine Geschichte zu erzählen, könnte man dann nicht die Intelligenz der Gegner etwas erweitern? Und ich spreche nicht nur von Negan, sondern von allen.

Zwischendurch erfolgt erneut eine Rückblende: Hat der König davor gekämpft? The Dead – ja.“ I’m ready to become what I must.“ Really? Davor war er Zoowärter und der Tiger brauchte seine Hilfe. Und dann wurde er zu dem, der er nun ist. Er sei bereit. Endgültig. Wo ist der Tiger? Wie war es bei Carol? War sie schon immer stark? Sie entschied sich dafür.

„We need to end this!“

Gegenwart: Noch immer kämpft Carol um die Waffen: Sie lässt sie nirgendwo hingehen – und plötzlich sieht sie den König am Zaun. Waffen oder König? König oder Waffen? König, und die Waffen sind weg – werden aber von Rick und Daryl verfolgt. Und erneut schmeißt wer die Post-Apokalyptische Variable Zombie in den Raum: Sie können im Weg stehen, einen von hinten beißen, sie können von überall her plötzlich auftauchen. Deswegen, Augen auf die Fahrbahn!

Rick entert den Truck, der Fahrer verliert die Kontrolle und der Truck stürzt einen kleinen Abhang hinab. Die Sonne geht bald unter und die Waffen sind in Sicherheit. Fast.

Carol, Jerry und der humpelnde König werden von Zombies verfolgt, sie sollen ihn doch zurück lassen! Niemals! Nachdem so viele Menschen für ihn und seine Worte gestorben sind. Warum beschmieren sie sich nicht mit Zombieblut und spazieren gemütlich hindurch? So viele Fragen und so wenig Antworten.

Der König will sie aufhalten. „Go! I’m not your king! I’m not your majesty! Go!“ ruft er. Wo ist der Tiger! „I ain’t no King. I’m nothing, I’m just some guy!“ Der Tiger! Der TIGER! Er rettet ihn! Und stirbt! NEIN! DER TIGER! NICHT DEN TIGER! Sie töten den TIGER! Aber es war klar, nachdem er es bereits angesprochen hatte wie er ihn rettete..

Aber der Tiger! Das macht mich traurig.. Der arme Tiger..

Nur drei kehren ins Königreich zurück.. Kein Cliffhanger. The End.

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Eingeordnet unter Kritik und Rezension, The Walking Dead, TV-Shows!

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