„The Walking Dead“, S08E05

Wir befinden uns wieder in der postapokalyptischen Zombiewelt und fragen uns: wie erging es dem Priester derweil, nachdem der Angriff gegen Negan zwar irgendwo erfolgreich, aber noch nicht zum gewünschten Ziel geführt hatte.

Und während ich Korrektur lese, fällt mir auf, könnte man irgendwo dezent einen philosophischen Unterton in der Geschichte sehen: Während Negan tötet, und Gregory versucht das Töten zu vermeiden, tötet „King Assface“ sein Volk, in dem es für ihn sterben darf. Negan versklavt sein Volk und beschützt sie dafür. Es wird auch verdeutlicht, wie unterschiedlich Begründungen und Ansichten im Bezug auf das „richtige“ sind. Negan möchte den Menschen über ihre Schwächen hinweg helfen und Gabriel will das auch, nur auf unterschiedlichem Weg. The Walking Dead hat durchaus auch eine philosophische Komponente, blickt man etwas dahinter.

Rückblende, vor Ricks Angriff

Gregory ging zu … wie war sein Name? Simon! Kurz darauf spricht er bei Negan vor und bittet, sofern möglich, dass keine Leute getötet werden. Er könne ein Massaker aufhalten, ginge zu seinen Leuten und überrede sie. Negan lacht. Glaubt er tatsächlich, dass Hilltop noch unter seiner Kontrolle verweilt. Wrong. Negan überlegt, ob er ihm zuhören oder ihn gleich töten soll. Aber Gregory ist überzeugt, Hilltop gehört nach wie vor ihm.

„People are resources“ sagt Negan, das Fundament von dem, was sie hier zu erreichen versuchen. Glaubt Gregory wirklich etwas davon was er sagt? We need to win it all. Rick, the Widow und King Assface müssen gefangen und exekutiert werden!

Negan: „We kill the right people in the wrongest way possible!“

Next!

Zurück in der Gegenwart, nach Ricks Angriff

Der Priester und Negan befinden sich noch immer im Trailer, umzingelt von Zombies, die aber nach und nach davon ablassen. Gabriel überlegt und frägt Negan, warum er andere töte? Gibt es einen Grund? Vielleicht führte sein Weg ihn hier her um eine Beichte abzulegen. Negan aber hat nichts zu beichten. Warum wurde Gabriel zum Priester? „I love God and I love people“ und beide will er zusammen bringen und ihnen durch schwere Zeiten helfen.

Negan möchte das gleiche, Leute durch ihre Schwächen helfen und erzählt, dass er einst Jugendarbeiter war und bemerkt mehrmals, dass die Menschen schwach sind. Aber er benützt deren Schwäche um sie stark zu machen. Auch Gabriel wurde stärker. Er war beim Außenposten dabei als Negans Männer im Schlaf ermordet wurden.

Möchte Negan wirklich nicht beichten bevor sie tot sind? Negan ist davon überzeugt, dass er niemanden getötet hat, der es nicht verdient hatte. Die Arbeiter behandelt er wie Sklaven – aber das sei eben Wirtschaften. Manche gewinnen, manche verlieren aber niemand hungere. Und was ist mit den Frauen? Alle hätten ihre Wahl getroffen. Gab es davor eine? Negan wird wütend, Gabriel entreißt ihm die Waffe und entkommt in einen anderen Raum, schafft es aber nicht Negan zu töten – was aber ein genialer Streich gewesen wäre mit dem niemand gerechnet hätte. Aber nein.

Negan versucht Gabriel zu überzeugen, dass sie es beide schaffen werden. Er tötete davor, aber das ist nicht seine größte Sünde. Er ließ Menschen im Stich und hörte sie sterben. Und jeden Tag arbeitet er daran, dieses Verfehlen besser zu machen. Er bietet ihm Beichte und Absolution an.

Negan erzählt, dass er einst eine Frau hatte – diese verstarb. Er hatte sie hintergangen, und sie war krank. Er beichtet, dass er sie nicht töten konnte und schwach war. Gabriel öffnet die Tür und gibt ihm die Waffe: „You’re forgiven.“ Sie beschmieren sich mit Zombieblut und gut ist. Warum nicht immer so? Gabriel stürzt, die Tarnung fällt auf. Fight.

Wieder eine Rückblende, die in die Gegenwart führt

Wir sehen erneut wie Eugene Videospiele spielt als der Strom ausfällt. Die Jünger diskutieren, nachdem ihr Führer verschollen bleibt: Solle man Negans Tod akzeptieren? „We are all Negan!“

Die Arbeiter müssen in Reih und Glied gehalten werden. Sie sind hungrig und unzufrieden. Unten im Keller, dort wo sie hausen, ist es zu heiß. Sie brauchen Wasser. „We work, you protect us“ – das ist der Deal. Irgendwer hier drinnen machte das Chaos erst möglich! Wo ist Negan? Wir wissen, dass es Dwight war, aber dieser agiert souverän. Die Leute glauben, dass es Eugene war, aber Eugene ahnt, dass Dwight dahinter steckt. So oder so, Dwight kann sie hinaus führen, ohne dass jemand zurück gelassen wird. Aber Simon ist dagegen, eine Frau schießt zwei der Aufmüpfigen nieder.

„I am Negan!“ und der all ersehnte Retter taucht zur rechten Zeit auf und die Masse kniet. Das Volk dankt und Gabriel wird eingesperrt. Irgendwie wiederholen und vermischen sich die Dinge: Ein König, der sein Volk in den Tod führt, ein Tyrann, dessen Volk willig kniet. Eigentlich eine epische Geschichte, wäre sie dramaturgisch nicht so unglaublich langweilig erzählt.

Rick and Daryl – The Boondock Saints, Teil 2345

Es ist nicht möglich, dass Rick in einer Folge nicht dabei ist – und somit wird der sterbende Fahrer zur Rede gestellt. Benzin läuft aus dem umgekippten Wagen, die Waffen versuchen gerettet zu werden. Daryl will The Sanctuary in die Luft sprengen. Dort aber gibt es Arbeiter und deren Familien! Er darf nicht. Dann eben die Nordseite, die Arbeiter sind im Süden. Aber die Arbeiter könnten sich auf die Seite der Saviours stellen und dann haben sie niemanden mehr. Das Königreich sei geschlagen.

„We’re not doing this!“ – „Nah, you ain’t doing this.“

Rick ruft ihm in Erinnerung, dass es einen Plan gibt, an den man sich halten müsse – oder auch nicht: es starben eh schon Leute, Dinge ändern sich und Daryl ist entschlossen. Rick lässt ihn das nicht tun, Daryl schlägt ihn nieder – bis das Auto mit all der Munition explodiert was ihnen die Entscheidung abnimmt.

Sie gehen in unterschiedliche Richtungen davon.

The End.

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