„Black Mirror“, S04E05

Folge 5 entführt uns gleich zu Beginn in eine schwarz-weiße post-apokalyptische Szenerie. Es gibt keine Einführung, kein langes drum herum. „Metalhead“ ist mehr Kunstfilm als eine Serien-Folge, was sich in der Kürze von 40 Minuten sowie der Kameraführung und des künstlerischen Stils bemerkbar macht. Es ist so, wie eine Kurzgeschichte sein soll: Eine Episode, die sich vielleicht in ein größeres Ganzes fügen ließe aber dennoch für sich alleine steht.

Drei Personen sind auf der Suche nach etwas. Sie besitzen eine Nummer und stürmen ein Lagerhaus, während der dritte versucht via Zahlenkombination ein Auto zu knacken. Als bald sie die Kiste mit der entsprechender Nummer gefunden haben, werden sie angeschossen. Ein kleines Roboter-Tierchen hüpft herab und macht fortan Jagd auf die Menschen.

Und das ist sozusagen der Inhalt der 5. Folge. Das Tierchen ist überaus klug, selbstständig, lädt sich alleine auf und kann sich seiner Umgebung anpassen. Es kann Gegenstände in seine Griffel nehmen und Türen aufmachen. Daneben schießt es Tracker in das Fleisch des gegenüber, sodass es die Menschen finden und vernichten kann.

Allerdings interessierte mich auch die Umgebung und warum die Tierchen Jagd auf Menschen machen, in Lagerhäusern warten/bzw. diese auf Leben und Tod verteidigen und die Menschen sich offenbar irgendwo verstecken müssen – was aber nicht erklärt wird. Zumindest gibt es noch fließend Wasser in den Häusern, was darauf hindeuten kann, dass die Auseinandersetzung erst kürzlich begonnen haben musste. Als Automobile gibt es Elektro-Autos.

Die Überlegenheit der Technik wird demonstrativ und sehr ästhetisch in Szene gesetzt – wenn auch etwas langwierig zu beobachten. 40 Minuten fühlen sich wie fast 1,5 Stunden an. Aber die Idee dahinter ist interessant und regt natürlich zum Nachdenken an: Mensch vs. Maschine. Auch bemerkenswert ist, dass eine über 40jährige Frau die Hauptrolle spielt.

Inspiriert wurden die Macher durch Roboter-Videos von Boston Dynamics. So gesehen ist die Vision dieser Folge wirklich nicht weit von der Realität entfernt, bis vielleicht auf das bedingungslose Auslöschen von Feindobjekten und der Selbstständigkeit. Auch lesenswert: Kommentar bei Vulture.

Offtopic

Wenn ich mir die Roboter-Tierchen (danke Asimov fürs Verniedlichen von Robotern) ansehe, denke ich mir: Man sollte mit vierbeinigen Robotern Wettbewerbe und Turniere veranstalten, die in klassischer Dressur und Westernreiten gecoded und abgehalten werden und physisch in der Lage sein müssen, die gestellten Aufgaben/Figuren zu bewältigen – und die während der Vorführung auch selbst geritten werden. Das wäre doch interessant, nicht? Gewertet werden dann: Technik des Tierchens (also physische Ausübung der Figuren), Sitz des Reiters (auch der Reiter wird bewertet) und wie die Tierchen gesteuert werden (keine Fernsteuerung, das wäre zu einfach) – was dann via Konsole oder irgendwelchen Hebeln und Knöpfen geschähe, oder so. Die Idee ist noch nicht ganz ausgereift – vermutlich, weil die Roboter-Tierchen die Aufgaben sofort bestehen würden, bzw. der Code sich herumsprechen würde, und so weiter – man müsste dann also von einem komplett anderen Ausgangspunkt ausgehen. Wie, XY ist zeitlich begrenzt oder YZ  darf nicht verwendet werden, und so weiter. Aber die Idee fände ich irgendwo nett.

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