Monatsarchiv: Februar 2018

Woche #2602

Aktuell durchleben wir die wohl kälteste Periode seit gut 10 oder 12 Jahren. Minus 20 Grad Nachts, kaum weniger als Minus 10 Tagsüber. Es ist kalt. Wirklich kalt. Und der garstige Nordostwind aus der Arktis (auch bekannt als „Väterchen Frost“) macht das ganze nicht besser. Auf freiem Feld hat es ca. gefühlte Minus 20 Grad.

Achtung, Pferde-Content

Woher ich das weiß? Ich war heute draußen, samt Pferd. Allerdings musste ich irgendwann einsehen, schon wegen des Gefröstels meines Körpers und den zur Seite gelegten „Muli-Ohren“ meiner felligen Begleiterin, dass der Wind heute siegen würde. Es war einfach zu kalt, und ganz gleich wie viele Schichten ich noch hätte anziehen können, ich spürte ihn direkt auf der Haut. So kehrten wir um und auch sie war darüber erfreut.

Warum zum Teufel ging ich überhaupt hinaus? Ich hatte der Dame versprochen, dass wir heute ins Feld gehen. Gestern waren wir auf dem Platz und sie ließ es mich durch eine kurze und/aber harmlose Bockerei zu Beginn spüren, was sie davon hielt. Nämlich nichts. Sie tat ihre Meinung kund und verhielt sich danach wieder artig. Außerdem wollte ich wieder allein auf Weg, da sie, was ich immer noch seltsam und zeitgleich amüsant finde, wenn wir allein am Weg sind, viel sicherer und furchtloser ist. Sind wir mit der Leitstute unterwegs, übernimmt sie sofort deren nervösen Charakter und erschreckt vor Dingen, die ihr sonst egal sind.

Ich wollte also keinen tänzelnden Nervösling unter mir haben, sondern ein Abenteuerpferd. Zuerst hatte ich Angst alleine hinaus zu gehen und suchte ständig wen, lag der Besitzerin in den Ohren sie möge doch Zeit haben, und jetzt versuche ich auch oft alleine hinaus zu kommen. Andererseits, von vier Pferden ist sie die einzige, die sich motiviert mit mir ins Abenteuer stürzt. Wenn die Leitstute als „die Schnelle mit Gas“ vorgestellt wird, ist sie die „Zickige“, die eben auch nicht mit jedem kann oder mag. Die „Junge“ und die „Faule“ sind aktuell schwanger, nachvollziehbar also, dass sie nicht mehr so recht wollen. Einst spürte ich sogar einen harten Tritt des kleinen Monsters. Ich habe vollstes Verständnis für die beiden. Dennoch und zugegeben, es dauerte ca. etwa drei Monate bis wir so weit waren.

Warum ich nicht regelmäßig über meine Pferde-Erlebnisse blogge?

Zum einen, weil ich glaube und annehme, dass es kaum wen interessiert – wobei mir das noch egal sein könnte; zum anderen, weil Pferdemenschen und besonders Pferdefrauen sehr, wie soll ich sagen… mühsam sind und ich mich, zumindest hier, nicht deren Kritik aussetzen möchte.

Um die Dimensionen etwas zu veranschaulichen: Nehme einen Star Trek- und einen Star Wars-Fan und gebe beide in einen Raum, sie werden debattieren, vielleicht sogar laut werden und sich anschreien. Oder meinetwegen einen DC- und einen Marvel-Fan. Disney vs Warner Bros. Konsole vs PC.

Setzt man zwei Pferdefrauen mit unterschiedlichen Meinungen in einen Raum, hagelt es Kritik, Neid, Blut und Hass. Es wird beleidigt und angefaucht. Ich beobachte es tagtäglich in Foren und Social Media Gruppen. Jede Meinung wird angefeindet und die Bezeichnung „Tierquäler!“ fällt nicht selten. Nein, ich übertreibe nicht. Wer einst in einem Stall zu tun hatte, weiß wovon ich spreche. Nur in ganz wenigen Gruppen wird Wert auf einen neutralen Umgang gelegt, ohne dass man den Fragensteller gleich zerfetzt. Denn auch die „falschen Fragen“ zu stellen, werden, wenn nicht mit Hass, aber mit Hohn und Spott bedacht.

„Stallweiber“, wie sie umgangssprachlich genannt werden, „seien die schlimmsten!“ meinte eine frühere Bekannte zu mir, die ich einst wegen Rat angerufen hatte. Hebe ich mich aus dem ganzen heraus? Natürlich! Ich weiß viel zu wenig und bin über jede Gelegenheit zu lernen dankbar, und trotzdem glaube ich (und da haben wir die Antwort, also nein, ich bin auch nicht besser), dass man ein Pferd nicht unbedingt, polemisch gesagt, bewusstlos prügeln muss („Du musst dich durchsetzen!“), dass es tut, was man möchte. So lasse ich das Pferd, welches ich meistens reite, auch mal diskutieren. Zwar sage ich bestimmt „Nein“ und treibe mit Schenkeldruck weiter und manchmal gibt sie gleich nach und akzeptiert meine Meinung. Manchmal diskutieren wir etwas länger. Und wenn sie wirklich hartnäckig „Nein“ sagt, versuche ich den Grund zu erkennen. Gab ich ihr falsche Hilfen? Macht ihr was Angst? Bin ich selbst unruhig oder unkonzentriert? Verlange ich zuviel? Hat sie heute einfach keine Lust mehr? Der Fehler, so glaube ich, liegt in erster Linie immer beim Menschen. Aber auch da scheiden sich die Meinungen. „Es gibt einen Grund, warum…“ und „Der verarscht dich!“ Die Wahrheit liegt wohl dazwischen.

Aber ja, auch das könnte mir egal sein – trotzdem habe ich nicht das Verlangen viel oder oft darüber zu schreiben. Vielleicht ab und an. Hin und wieder. In Beiträgen wie diesen.

Und der übliche Rest

Ich sah übrigens auch, dass der letzte Eintrag wieder Ewigkeiten her ist (und sich die Entwürfe wie Fruchtfliegen vermehren) – was an der Tatsache liegt, dass ich Tagsüber nach der Erwerbstätigkeit in den Stall eile und Abends meine Zeit mit (aktuell) Ark Survival (Aberration DLC) verbringe. Das Schreiben leidet, das Bloggen leidet, das Lesen leidet. Sogar Instagram leidet! Immerhin komme ich zum Serien schauen: Everything sucks und The End of the fucking World. Man möchte fast wieder Teenager sein – aber nur fast.

Am Wochenende sah ich Black Panther und musste (erneut) feststellen, dass mich männliche Superhelden langsam ermüden. Viel interessanter fand ich die Geschichten um die beteiligten Frauen. Sie hatten Raum, die Charaktere waren hervorragend gespielt und überragten die männlichen Darsteller mit Leichtigkeit. Und ja, männliche Film-Helden haben bisher nur deswegen profitiert, weil die weibliche Rolle einfach scheiße geschrieben war. Mittlerweile ändert sich das. Denn sowie in Everything sucks und The End of the fucking World, interessiert mich die Geschichte des Mädchens mehr, als die des Jungen.

Nebenbei erwähnt hatte Tirol vergangenen Sonntag Wahlen; die 60%ige Wahlbeteiligung ist wohl Väterchen Frost zu verdanken. Das Ergebnis blieb wie erwartet gleich. Manche Dinge ändern sich nicht mehr.

Ps: Ich hatte und habe aktuell das Gefühl, dass die Kälte wohl niemals mehr aufhören wird. Sie wird bleiben und es wird für immer kalt sein. Kein Frühling und keinen Sommer mehr. Nur mehr Winter mit Minus 10 Grad. Minus 20 Grad. Gefühlte Minus 30. Die Erklärung ist einfach: Habe ich mich früher bei diesem Wetter mit Laptop unter der Bettdecke verkrochen und die Zeit ausgesessen bis es wärmer wurde, erlebe ich es jetzt jeden Tag direkt und ungefiltert an Haut und Haar.

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Thoughts and Prayers.. it’s a game

Das ultimative Spiel: Thoughts and Prayers – gefunden (wieder mal) bei escapology done wrong. It’s the Internet of things! Of many useless things!


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Steam Sale! Again. Und einige Überlegungen

Auf meiner Liste befinden sich immer noch folgende Spiele:

Wobei ich viele davon vermutlich nie kaufen werde, weil ich mir dann doch denke: Meh und sie im Zuge eines „Ohhhh! Das sieht nett aus!“ auf meine Liste gelegt habe, Early Access vielleicht noch etwas versprochen, aber dann doch wenig tatsächliche Begeisterung hinterlassen hatte.

Aber! Etwas was mich besonders reizt, ist Shelter.

Ein Spiel, in dem man eine Dachsmutter spielt, die auf ihre Jungen aufpassen muss. Ein langsamer, gemütlicher Indie-Walking Simulator, der aktuell nur 1€ kostet. Warum also noch überlegen? Mittlerweile gibt es auch Teil 2 mit Luchsen, und beide gemeinsam sind für ca 20€ erhältlich. Also erneut, warum lange überlegen?

„Something ate one of my babies and I legitimately got upset to the point I had to stop playing for a bit.“ (Review)

Zugegeben, das erste Review sagt eindeutig, dass das kein Spiel für mich ist. Wirklich. Ich sollte die Finger davon lassen. Ich sehe den emotionalen Meltdown bereits vor mir. Ich meine, wenn ich ein Pferd in Skyrim aus Versehen töte, lade ich den letzten Spielstand und versuche den Fehler nicht nochmal zu machen. Übrigens machte man mich darauf aufmerksam, dass es das Genre „Kreaturen und Tierchen“ bei Film und TV bereits gibt. Es nennt sich „Creature Feature“.

Was mich aber zur Überlegung anregt – sind die Entwickler.

Might and Delight ist ein kleines Studio, welches den Bildern zu urteilen nette, kleine Indiegames produziert. In diesem Falle denke ich mir, man sollte 20€ aufopfern um die Entwickler zu unterstützen, damit man auch weiterhin nette Spiele bekommt, wie so The Stanley Parable von Galactic Cafe. Welches einst kostenlos erhältlich war, aber locker auch 10€ Wert ist und nie eine Fortsetzung bekommen hatte, etwas ähnliches, dass ca. 1 Stunde dauerte. Gut, The Stanley Parable ist kein gutes Beispiel. Aktuell für 15$ zu haben.

Andererseits, wer sagt, dass mir das Spiel tatsächlich gefällt? Sogar an Spore verlor ich das Interesse, da man als Pflanzenfresser einfach nicht weit kommt. Vielleicht sollte ich es wieder mal spielen. Immerhin habe ich mir damals im Sale alle Erweiterungen geschnappt – aber seien wir ehrlich, dafür ist der Steam Sale da.

Ich kaufte mir auch alle Episoden von Life is Strange, musste es aber beiseite legen, da ich nach 2 Minuten derartige Kopfschmerzen und Motion Sickness bekam, dass ich das Spiel erst wieder mit Controller und 5 Metern Abstand spielen werde.

Insofern: Was tun? Irgendwer Anregungen? Soll ich 1€ ausgeben um zu sehen, wie es mir gefällt? Vermutlich werde ich das tun. Danach kann immer noch etwas investiert werden..

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #82

Haha! Diesmal ists einfacher – aber auch persönlicher.

5 Filmstars, die mir besonders ans Herz gewachsen sind

Wobei „besonders ans Herz gewachsen sind“, etwas anderes ist als – “ […] um die Liebe zu Filmstars. Ich für mich bin dauernd in irgendwelche Filmstars verliebt, manchmal aber auch nur in eine Rolle, die dieser Filmstar spielt.“

Diesmal ist es leider unmöglich, mich nur an 5 bis 7 Aufzählungen zu halten. Ich frage mich, wie das andere immer schaffen? Insofern nehme ich die Reihung anders vor:

  1. Kindheit/frühe Jugend: Winona Ryder (in all ihren Rollen). Ich wollte nicht sein wie sie, ich wollte bei ihr sein, wollte mit ihr Abenteuer erleben und .. mehr. Gleichzeitig waren es aber auch Christian Slater (besonders in Heathers und Pump up the Volume) und Ethan Hawke (und nein, nicht die Rolle des Troy in Reality Bites, sondern als junger Abenteurer, der einen Sack voller Bücher mit in die Wildnis schleppt und Tiere mag (Wolfsblut)). Ein wenig später kam auch Steve Buscemi als durchgeknallter Mathematiker in Armageddon dazu. Ich könnte die Liste an „Childhood-Crushes“ ewig weiter führen: Mr Spock, Howling Mad Murdock, Ferris Bueller, Michael J. Fox, …
  2. Wiederkehrend – Frauen: Evan Rachel Wood, Keira Knightley (Kostümdramen!), Jenna Coleman und Marion Cotillard. Vielleicht stehe ich auch ein klein wenig auf Taylor Swift.
  3. Wiederkehrend – Männer: Tom Hardy (besonders als Mr. Heathcliff), Tom Hiddleston, Harry Lloyd, James McAvoy, Jimmy Simpson und Cillian Murphy.
  4. Aktuell: Tim Rozon alias Doc Holliday und Dominique Provost Chalkley alias Waverly in Wynnona Earp. Letztere sogar noch mehr als ersterer, was vielleicht aber auch an der homoerotischen Beziehung zu Officer Haught liegen mag. Die beiden harmonieren einfach perfekt.
  5. Künftig und in Kürze (Juni…): Steven Strait alias James Holden in The Expanse, Season 3.

Ich hab sicher welche vergessen…

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Superheroes against Superheroes!

Kann was!

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Woche #0802

Neues aus der Rubrik: Erlebt, gesehen, gelesen und gehört. Unser Thema heute: Dinge, die mich während des scrollens ankotzen. Getippt am 8.2.2018. Veröffentlicht ein paar Tage später.

Ganz gleich ob Vergewaltigung, Beschneidung oder Stealthing, behandelt ein Artikel das Leid ausschließlich eines Geschlechts (überwiegend Frauen), meldet sich aus dem Nichts heraus ein Mimimi-Mann und weiß alles besser. Als ob es diesen Mimimi-Mann tatsächlich interessierte, wie es männlichen Opfern ginge. Don’t read the comments. Don’t read the comments. Stop it! Aber es nützt nichts, ich scrolle weiter.

Ich weiß nicht, ob die aktuelle politische Lage in Österreich Satire ist oder real. Seit einiger Zeit bin ich mir dessen nicht mehr ganz so sicher. Erkenntnis: Twitter ist dabei nicht hilfreich. Ein Blogger stellte sich die Frage, warum denn erst jetzt protestiert werde, und nicht schon bei schwarz-rot. Vermutlich weil nationalsozialistisches Gedankengut und die Häufung diverser „Einzelfälle“ selbst für konservative Politiker zu viel ist? Who knows? Andererseits wird seit Jahrzehnten gewitzelt („Keller?“ – „Na, des andere“), wenn es Österreich wieder mal in die internationalen Medien schafft, also ja – warum erst jetzt?

Dann sah ich einen Post von einer Dame, die ausschließlich Bio-Lebensmittel kauft und davon die Schnauze voll hat: Warum könne man nicht auf mit Pestiziden verseuchte Äpfel genau das drauf schreiben, anstatt auf heimisch gezüchtete (trotzdem neben der Straße und ebenfalls behandelt aber halt „bio“) Bio drauf klatschen. Und nicht, dass ich viel mehr über Bio wüsste als der Normalverbraucher, so verstehe ich trotzdem nicht, wie sich etwas Bio nennen kann, aber nicht nachhaltig (Stichwort Palmöl) produziert wird. Warum kann Bio nicht „rundrum natürlich und nachhaltig“ bedeuten? So richtig. Nicht nur als Marketing und Werbestrategie. Sondern wirklich. Aber vermutlich spielen EU-Normen und Co eine große Rolle und so. Dinge und Regeln und Erlässe und weiß die Hölle was, die niemand wirklich zu durchschauen vermag.

Etwas später stolperte ich in einer Feminismusgruppe über ein Video von jungen Mädels, die mit einem Song gegen Heidi Klums Horrorshow protestieren. Ein Kommentar darunter: „Warum kann es nicht mehr divers sein?“ oder „Warum sind die alle hübsch und schlank?“ Seriously? Dürfen nur dicke, dunkle, entstellte – kurz gesagt nicht „Normschöne“ (offenbar die Bezeichnung für weiße und schlanke) Menschen diesem Wahnsinn widersprechen? So wirkt es nämlich, wenn ständig rumkritisiert wird.

 

Das gleiche passiert wenn man dünn ist: Wird jemand, der in den Augen anderer zu dünn ist, kritisiert, ist es nur „lieb gemeint“, eine dicke Person auf ihr Dicksein anzusprechen ist hingegen pure Häme. Schäm dich! Body-Positive wirbt ebenfalls überwiegend mit Übergewichtigen und nicht Untergewichtigen. Sicherlich, Untergewichtige laufen am Laufsteg und junge Mädchen eifern dem nach. Trotzdem, schon mal daran gedacht, dass es auch „natürlich“ dünne Menschen gibt, die sich vielleicht ausgeschlossen fühlen wenn „Dick-sein“ als Ideal (wie bei Body-Positive) zelebriert wird? Keine Sorge, ich stehe mittlerweile darüber (hat aber gedauert), trotzdem. Warum kann „Body-Positive“ nicht „Alle Körper“ bedeuten? Oder besser: Kümmert euch um was anderes, als über das Aussehen von Frauen zu diskutieren.

Zuvor war mir auch ein Artikel über Adipositas ins Auge gesprungen, laut welchem Fettleibigkeit nicht selbstverschuldet ist. Da ich weder Kenntnisse noch Erfahrungen dazu besitze, enthalte ich mich einer Meinung. Oft aber wird die Sucht nach Essen mit der Sucht nach Tabak und Alkohol gleichgesetzt. Warum nie mit Nasivin (Beitrag folgt)? Das Zeug ist genau so teuflisch und verlockend. Ich bin übrigens wieder clean.

Anyway, ein Kommentar darunter sagte: Anstatt gesundes Essen mit hohen Steuern zu belegen, genannte Bio-Produkte sind meist doppelt so teuer, könnte man diese einfach günstiger machen und die ärmere Bevölkerungsschicht, die vermehrt unter Adipositas leidet, könnte sich anständiges Essen leisten anstatt Fast Food zu kaufen. Erneut, alles eine Strategie, die wir genormt geschulte Menschen nie in der Lage sein werden, zu überblicken oder gar zu begreifen. Moment.. könnte das meine Verschwörungstheorie sein?

Soviel dazu.

Ich habe übrigens aus Lust und Laune 20€ in die Bitcoin-Bubble investiert. Der Kurs ist gefallen und ich habe 6 Cent seitdem verloren. Damn. Eben nochmal geschaut: 50 Cent dazu bekommen.

Aber hey, immerhin geht in Richtung Space etwas weiter. Congratulations Space X!

 

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2048

Liebe Freunde der Spielsucht, ich habe wieder ein Spiel gefunden, welches euch die verhasste Zeit, mit der sowieso niemand etwas anzufangen weiß, in Windeseile vertreiben wird. Kommt und seht. Vergesst Freunde, Familie und Nahrungsaufnahme, sondern spielt!

Entwickelt wurde das Spiel vom italienischen Software-Entwickler Gabriele Cirulli bereits im Jahre 2014 und dem einen oder anderen mag es sogar bekannt sein. Ich kannte es nicht.

2048 nennt es sich und das Prinzip ist schnell erlernt. Klickt hier für die Browser-Variante. Ja, mein Score ist noch niedrig, doch die Nacht ist jung, die Motivation etwas im Keller, aber die Sucht hoch.

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„Name Your Genre“

Miss Booleana startete eine interessante Blogparade: Unser ganz persönliches Genre. Und das bedeutet:

Wenn es um Filme geht, hat ja jeder so ein „Ding“. Etwas, dass sich schwer in Kategorien und die typischen Genres einordnen lässt. Das ist nicht nur Komödie, Drama oder Actionfilm, sondern spezieller. Na eben so euer persönliches Ding.“

Die Regeln:

  1. Griffiger Name
  2. Mindestens 5 Filme

Bei Regel Nummer 1 mag ich zwar scheitern, dafür gibt es gleich drei Genres mit jeweils (mindestens) 5 Filmen.

1. „Kreaturen und Tierchen“

Ganz gleich, ob Dinosaurier in Transformers 5 und Jurassic World oder putzige Pokémons in Star Wars – The Last Jedi das Herz erobern; der Xenomporph mehr Empathie empfängt, als die beteiligten Menschen oder das Alien Calvin (Life) sofort verteidigt und dessen Handlungen mit Logik gerechtfertigt werden. Seien es Critters, Gremlins, Sandwürmer oder Drachen. Ganz gleich. Es sind (früher Puppen- heute) CGI (!) – Kreaturen, die mir das Herz stehlen. Sollen 1000 Menschen in einem Film sterben, wehe aber der Regisseur lässt das arme Hündchen krepieren. Ein Film, in dem CGI-Tiere gequält werden? Keine Chance. Ich zweifle daher, ob ich mir Jurassic World 2 ansehen werde. Immerhin stürzen mehrere Dinosaurier in den Tod..

Kurzum: Ein Film gewinnt an Unterhaltungswert (und/oder lädt zum Mitfühlen ein („Aber die armen Tiere!!“)), wenn ein putziges, hässliches, hübsches oder garstiges CGI-Tierchen bzw. eine Kreatur über die Leinwand hüpft. Und aus welchem Grund auch immer, der Mensch hat Schuld und das Tierchen ist immer gut und Opfer seiner Umstände. Auch das Alien wollte nur sein Überleben sichern, aber nein, die Menschen müssen ja dazwischenfunken.

1. „Sinnlose und besonders schlechte Katastrophenfilme“

Ich liebe BMovies. Ich bin ein Fan der schlechten aber mit Liebe zum Detail versehenen Filmkunst der 1970er und 1980er. Und genau so schlecht, wenn auch sicherlich mit weniger Liebe kreiert, dürfen „meine“ Katastrophenfilme sein, sofern eines gegeben ist: Bauwerke der Menschheit sollen binnen weniger Sekunden zerstört und diese Sekunden minutenlang mit brachialem Sound und enormer Rechenleistung ausgekostet werden. Bis der letzte Wolkenkratzer umstürzt oder das letzte Haus vom Wind weggefegt wird. Außer bei der Enterprise, da empfinde ich tiefe Trauer, zerstört man sie sinnlos bei irgendwelchen Gefechten. Ich meine, die Enterprise. Zerstört doch die ISS, aber nicht die Enterprise.

Beispiele: Geostorm oder Armageddon oder The Day after Tomorrow, Deep Impact, Independence Day, Twister – und so weiter. Und ja, manche sind tatsächlich wirklich grottenschlecht. Trotzdem, dafür wurden gute Rechner gebaut: Um das Ende der Welt in all seiner Herrlichkeit zu ästhetisieren und gegebenenfalls zu zelebrieren. Solange kein Tier verletzt wird.

1. „Mindfuck“

Ob ihrs glaubt oder nicht, aber ich habe bereits kurz vor der Jahrtausendwende von „Mindfuck“ als einem neuen Genre gesprochen. Mittlerweile ist es weit gebräuchlicher als damals; doch gerade um die Zeit sprach man von Memento, 12 Monkeys, Mullholland Drive, Fight Club und auch The Machinist. Auch American Psycho und Minority Report werden oft genannt, gehören aber eher zur verträglichen Sorte.

Der Nachteil an solchen Filmen ist: Der Überraschungseffekt wirkt nur einmal. Weiß man bereits worum es geht, kann man sich den Film noch zwei-drei Mal aufgrund der hervorragenden Machart ansehen, aber dabei bleibt es auch. Die meisten Vertreter findet man, laut Recherche, tatsächlich um die Jahrtausendwende. Was passierte, dass „Mindfuck“ außer Mode geriet? Wobei man natürlich auch Black Mirror dazu zählen könnte..

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Wem gehts gleich?

Ich habe noch immer den Hauptquest (Sturmmäntel vs Kaiserliche) offen.. was aber daran liegt, dass ich beide Seiten unsympathisch finde und die Konsequenzen fürchte. Genauso, wie ich No Man’s Sky aufschiebe und Skyrim stattdessen spiele, anstatt dass ich mutig in die Welt hinaus trete, einen Planeten erkunde und nach 20 Spielstunden ins All hinaus komme – um weitere Planeten zu erkundigen und mich über das umständliche Inventar zu ärgern.

Eigentlich ist es interessant: Ich traue mich ohne zu zögern ein Pferd ohne Sattel zu reiten (auch draußen), reise alleine in fremde Länder, aber wenn es darum geht, einen fremden Planeten in einem Spiel zu erkunden, bin ich ein Feigling. So ziehe ich es vor, all die bekannten Städte und Dörfer in Skyrim zu besuchen, mich an den lieblichen Erinnerungen zu erfreuen und über Drachen zu ärgern („Naaaa. Nit scho wieder. I hab ka Zeit für den Blödsinn…), die Knochen Nachhause zu bringen („Du kannst nicht schnell reisen wenn Feinde in der Nähe sind“), wohl wissend, dass ich sie nie, nie, nie verarbeiten werde – und erfülle nebenbei den einen oder anderen Mini-Quest, der mir dann aber wieder zu mühsam wird, weil jeder Dungeon im Prinzip gleich aussieht… Dennoch, so ein Planet ist riesig und die Gefahren bestialisch und man könnte sterben und alles verlieren und müsste alles erneut sammeln oder auch nicht, weil böse Tiere lauern und dann hätte ich keine Ressourcen mehr und sterbe einsam und alleine auf einem mir gänzlich fremden Planeten und niemand würde sich je an meinen Namen erinnern. Oder so.

PS: Ein Hoch auf F5.

Wem geht es noch so? Oder seid ihr unerschrockene Abenteurer?

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„Black Mirror“, S04E02

„Arkangel“ heißt die zweite Folge der vierten Season und zeigt was passiert, wenn man Helikopter-Eltern Zugang zu gewissen Technologien gibt und veranschaulicht die Konsequenz, möchte man jeden Tritt und jedes Wort des Kindes verfolgen und unter Kontrolle haben.

Alles beginnt wie gewöhnlich: Eine Geburt, ein sauberer Kaiserschnitt, ein Spaziergang im Park, ein bellender Hund, eine verängstigte Mutter. In der Nähe eine süße Katze mit Halsband. Die Mutter unterhält sich, das Kind rennt irgendwo rum – und verschwindet. Der Horror aller Eltern. Nach ein paar Stunden taucht das Kind auf: Sie folgte der Katze.

Und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Arkangel heißt die Firma und das Produkt, welches zwar noch in der „Trial Period“ ist, sei trotzdem „save“ und „fully tested“. Und das beste? Es ist kostenlos!

Ein kleiner Stich ins Gehirn – das Kind bleibt still und die Mutter wird in alle Funktionen eingeweiht. Auf einem Tablet wird angezeigt, wo sich das Kind befindet, was das Kind sieht und wenn es etwas nicht sehen soll, dann lässt sich das verpixeln, sprich ausblenden. Oh, und übrigens der Eisenhaushalt ist niedrig.. Kurz: eine Rundum-Kontrollfunktion.

Das Kind wird älter, der Hund bellt (verpixelt) und als einer der Buben in eine Schlägerei verwickelt wird und blutet, erkennt sie Blut nicht. Er versucht es ihr zu erklären und spielt Gewaltvideos ab, die sie aber ebenso verpixelt sieht. Auch als sie Blut malt, verpixelt es – sie sticht sich mit dem Bleistift in die Hand und auch dort sieht sie alles verschwommen. Sie wird panisch und attackiert die Mutter. Aber auch deren Blut sieht sie nicht.

Die Lösung liegt auf der Hand, denn auch die Mutter weiß, dass sie einen, vielleicht auch zwei Schritte zurücktreten muss.

Das Implantat lässt sich nicht mehr entfernen (wtf?), aber immerhin könne man das Tablet in den Schrank stellen und alle Funktionen deaktivieren. Das Kind darf folgend ohne Überwachung auf die Straße und freundet sich mit dem Buben an. Er zeigt ihr Porn und wie Terroristen Beine absägen oder Köpfe abschlagen.

Und als die Tochter nicht ans Telefon geht, kann es die Mutter nicht lassen und holt das Tablet aus dem Schrank.

Kritik

Natürlich ist es unrealistisch, dass ein Kind bis zum Schulalter nie einen Unfall oder sich Verletzungen zugezogen hatte, aber es geht ja um die Idee dahinter.

Und die Folge spricht natürlich viel mehr an, als wie nur die übertriebene Fürsorge der Mutter. Ebenso wird der leichte Zugang zu Medien kritisiert (Ein Seitenhieb dahin, dass Kindern der Zugang zu Gewalt dank Internet deutlich erleichtert wird und vielleicht ein Argument für die Legitimation kompletter Überwachung?) und auch die Beeinflussung von Teenagern durch Pornographie. Vielleicht bewerten aber auch nur wir gewisse Verhaltensweisen und Vergehen anders, da wir unsere eigenen, jugendlichen Sünden als harmloser empfinden – weil „damals war es anders“? Auch legt die Serie den Gedanken nahe, dass nicht nur der Ausschnitt, sondern das Gesamtbild wichtiger ist, welches aber nie auf einem kleinen Tablet zu sehen ist, entfernter lässt sich dies auf die Medien übertragen.

Doch gerade durch den einfachen Zugang zu gewissen Inhalten, fühlen sich Eltern darin bestätigt, ihr Kind zu überwachen und behütet aufwachsen zu lassen, wie dies eben in ihrer Kindheit der Fall war. Sie wollen dieselbe Sorglosigkeit und vergessen dabei, dass das in der Form nicht mehr möglich ist. Heute lesen sie private Nachrichten der Kinder und/oder sperren gewisse Apps. Natürlich gab es auch früher Eltern, die regelmäßig in den Tagebüchern ihrer Kinder gestöbert hatten und ein Privatleben bis zum Auszug unmöglich gestalteten. Trotzdem, die Intensität scheint dank vielfältiger Möglichkeiten zu zunehmen.

Die Episoden der vierten Season sind weniger extrem wie die ersten zwei und auch „Arkangel“ ist allgemein verträglicher als manche andere. Fast schon banal, der Schauer über dem Rücken bleibt aus, auch wenn das Verhalten der Mutter immer wieder zum Kopfschütteln anregt – worin vielleicht, wenn man so möchte, die Stärke dieser Folge liegt: Nicht die Technik, sondern das Verhalten der Menschen rückt ins Zentrum.

Übrigens, auch diese Folge ist nicht so weit aus der Realität gegriffen. Das Produkt nennt sich Angelsense und lässt das Kind via GPS-Tracker jederzeit orten. Thx Reddit.

PS: Jodie Foster führte bei dieser Folge Regie.

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