Woche #1405

Die Schafe, die hinterm Haus im Frühjahr und Herbst grasen dürfen, von den Kindern (und mir) mit hartem Brot gefüttert und gestreichelt werden, und mir Anlass geben kleinen Kindern Albträume zu bescheren (denn Schafe lieben Kinderfinger zum Fressen – der Bub aber glaubte mir nicht), wurden bereits zur Alm gebracht. Der redselige Bauer meinte, viel zu heiß sei es gewesen, zu wenig Regen und generell sei es zu warm für die Jahreszeit. Auf der Alm ist es kühler. Stichwort Schafe: Gestern sah ich das zutrauliche Babyschaf vom Stall wieder. Es steht in mitten einer Herde mit ganz vielen anderen Babyschafen. Auch die geborenen Fohlen fangen an, miteinander zu spielen, wobei der etwas ältere und frechere mir auf Schritt und Tritt folgt – die Mutterstute schaut, und bevor sie sich in Bewegung setzt muss ich ihn ihr zurück bringen – was nicht so einfach ist, denn der kleine Racker rennt mir gleich darauf wieder nach. Ein putziges Fohlen. Ich würde ihn gerne behalten, auch wenn er erst in drei, vier Jahren reitbar ist. Andererseits fürchte ich um seinen Charakter: der Vater ist der Sohn einer nervösen, aber schnellen Stute und die Mutter ist das sturrste Vieh, dem ich je begegnet bin.

Was das Wetter betrifft, so würde ich gerne wissen beziehungsweise lernen, wie man die Satelliten-Bilder interpretiert, um solche Sätze wie „Die Luftschichten sind labil“ schreiben zu können und „Es lässt sich nicht vorhersagen wann und wo Regenschauer und Gewitter auftauchen können.“ Das ganze erinnert mich an ein Wetter, dass wahnsinnig geworden ist, labil, psychisch beeinträchtigt, krank und verstört und gar nicht mehr weiß, was es wann tun soll oder zu tun hat, oder schlimmer, es sich seiner „Instabilität“ bewusst ist und dies gnadenlos ausnutzt: Oh, die Menschen möchten ihre Leiber im See kühlen – dann lasse ich es kurzfristig gewittern. Oh, die zwei Frauen möchten reiten gehen, so ein Pech, Regenguss komm herbei! Wir konnten uns unterstellen, aber die Stute meinte, sie wolle lieber im Regen stehen – was dann interessant war, denn ein Schuh hatte angefangen sich innen aufzulösen, was beim Gehen unangenehm ist, was dann dazu führte, dass ich auf dem durchnässten Pferd wieder Platz nahm.

Anyway, die Luftschichten sind „labil“ und das Wetter ist quasi nicht vorherzusehen. Üblicherweise kommt es von Westen, oder auch nicht. Vielleicht auch von Norden, selten, aber auch möglich. Die dunklen Wolken dort drüben? Ja, die mögen kommen, oder auch nicht. Man weiß es nicht. Aber was ich eigentlich sagen wollte: Es wird kühler.

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