Monatsarchiv: Juni 2018

Space Force!

Genau so:

Gefunden bei The Nerdess.

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Cersei Lannister: Villain, Anti-Hero, Heroine

Auch wenn 2019 und das Ende von Game of Thrones noch in weiter Ferne liegen, bedeutet das nicht, dass es nichts zu erzählen gäbe. Erst gegen Ende der 7. Season dachte ich mir: Cersei ist eigentlich ziemlich cool – wenn sie die Möglichkeit dazu hat. Und anstatt sie zu verschmähen, zu hassen oder Lena Headey auf Conventions zu meiden, sollte man einen Blick tiefer in ihre Geschichte und auf ihren Charakter werfen. Cersei mag sich als Gegenspielerin einen Namen gemacht haben – aber wenn man genau hinblickt, erkennt man eine Anti-Heldin, wenn nicht sogar eine Heldin.

Achtung, dieser Artikel enthält Spoiler für Season 7 und behandelt Film-Cersei.

“I don’t play her as a villain. I just play a woman who is a survivor and will do exactly what a man would do — which is, you know, murder somebody when you’re in a war.” – Lena Headey

Warum mögen wir Anti-Helden?

Warum findet Walter White (Breaking Bad) Anklang? Weil er cool ist? Sicherlich auch. Auf seinem Weg vom Krebspatienten zum Drogendealer, der lediglich seine Familie beschützen will, verzeiht man ihm vieles: Er lügt, bringt andere in Gefahr und wird kriminell, während seine Frau Frau Skyler für die selbe Intention und dahin gehendem Verhalten, aber ohne sich und ihre Familie unnötiger Gefahr auszusetzen oder das Gesetz zu brechen, verurteilt wird. Im Gegenteil, sie ist die Spielverderberin, ähnlich wie Carmela Soprano.

Warum funktioniert es bei Jessica Jones oder Wynonna Earp? Liegt es an den männlichen Stereotypen, die beide aufweisen wie Hang zum Alkoholismus, derbe Sprache und physische Stärke, die wir mit Anti-Helden verbinden und dadurch auch Frauen in der Rolle akzeptieren? Liegt es tatsächlich an der Geschlechter-Dualität und starren Rollen-Verteilung?

Dieser Vergleich lässt sich in gewisser Weise auch auf Arya und Daenerys übertragen. Wenn Arya einen Genozid an der Frey-Familie verübt, freut sich der Zuschauer wie ein Kind zu Weihnachten. Röstet Daenerys hingegen die gesamte Lannister-Armee, wird sie für wahnsinnig erklärt – denn wir sympathisieren mittlerweile mit Jamie Lannister. Und wenn Cersei strategisch taktiert, um sich ihren Feinden zu entledigen, sei es auch mal in dem sie ein gesamtes Gebäude explodieren lässt, folgt ein Shit-Storm sondergleichen. Warum? Erlauben wir Frauen mit traditionelle Rollen nicht (ohne dem Attribut der Femme-Fatale, Jugend oder allgütigen Mutter-Figur) Macht zu besitzen?

Oder liegt es daran, dass wir mit Drachen und der jungen hübschen Khaleesi und den Stark-Kids eher sympathisieren, als mit den Lannisters, den von Beginn an inszenierten Gegenspielern. Vermutlich tragen mit Lust gebrochene Tabus wie Inzest und die deutlich zur Schau gestellte Arroganz der Lannisters mit dazu bei, dass man sie nicht mag. Vielleicht liegt es auch an der Jugend der Stark Kids und auch Daenerys, während Cersei an die „nörgelnde Mutter“ Schwieger-/Mutter erinnert, die bereits ihren Platz und Rolle gefunden haben soll, und durch ihr Ausbrechen aus diesem System unser gewohntes Bild über den Haufen wirft – und uns somit in eine verzwickte Lage bringt.

Natürlich lassen sich diese Fragen nicht exakt beantworten, aber ich möchte versuchen einen Denkanstoß zu geben, warum Cersei kein Bösewicht, sondern eine Anti-Heldin ist, und vielleicht, unter gewisser Betrachtung, nicht nur zur Heldin, sondern fast schon zur feministischen Ikone wird.

Was unterscheidet Helden von Anti-Helden?

Der Anti-Held ist der Gegenpart zum Helden. In der Literaturwissenschaft ist der Anti-Held eine passive, resignative oder generell eigenschaftslose Person, die nicht in der Lage ist Entwicklungen aktiv zu beeinflussen und den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt ist. Ein Held hingegen ist eine strahlende Figur und glich lange Zeit dem antiken Vorbild der Unfehlbarkeit, bis er im 18. Jahrhundert auch Fehler haben durfte und diese mittlerweile überwinden darf, um seine Heldenreise zu vollenden. Heute ist der filmische Anti-Held jemand, der nicht in die vom Autor geschaffenen Strukturen passt, Schwierigkeiten damit hat und außerhalb der Norm agiert und reagiert. Seine Geschichte zeigt dessen Unvermögen in der bestehenden Umwelt auf, mit der er sich nicht identifizieren kann. Er selbst hat Fehler und Schwächen. Häufig weist er selbstzerstörerische Eigenschaften auf (schlechte Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, Drogen) und legt sie auch nicht unbedingt ab. Er lebt damit.

Einfacher gesagt, wenn sich der Held mit Unfehlbarkeit und kleineren Fehlern brüstet und diese gegen Ende überwindet, muss der Anti-Held mit diesen leben und wird sie kaum überwinden. Und eigentlich ist die Bezeichnung „Anti-Held“ nicht einmal so griffig, denn genau in dieser Auseinandersetzung mit der geschaffenen, suboptimalen Umwelt, in der sich der Charakter befindet, wird er zum Helden. In dem er sie meistert oder auch nur akzeptiert und nicht daran zu Grunde geht.

Vielleicht interessanter:

Anti-Heldinnen

Anti-Helden und besonders Anti-Heldinnen sind nicht der Preis, der am Ende des Zieles wartet. Anti-Heldinnen sind selten, wenn überhaupt Love-Interest, viel mehr aber Protagonist. Sie lassen eine allgemeine „likeablility“ vermissen und stellen weder Hure noch Heilige dar. Viel wichtiger: Es ist ihnen egal, ob sie gemocht werden, von der Audienz, dem männlichen Counterpart oder anderen Charakteren. Anti-Heldinnen unterliegen gewissen Charaktereigenschaften, die bei männlichen Charakteren nie so wirklich negativ ins Blickgeld fallen. Sicherlich wird übermäßiger Alkohol-Konsum mittlerweile generell als negativ bewertet, trotzdem fällt dieser bei Frauen eher ins Gewicht als bei Männern.

Anti-Heldinnen weigern sich flach und klischeehaft gehalten zu werden, weigern sich Zwecken zu dienen, die eigentlich keine sind. Sie sind ungern dazu da, die Geschichte des Helden voran zu treiben, sondern agieren um ihrer selbst willen. Sie erinnern den Zuschauer schmerzhaft daran, dass traditionelle Rollen und verhärtete Denkweisen aufgebrochen werden müssen. Typische Anti-Heldinnen in Westeros sind Arya Stark (deren Motiv Rache ist), Brienne of Tarth (für welche Gerechtigkeit mehr wiegt als alles andere), Yara Greyjoy (die in, für ihr Geschlecht, untypischen Strukturen lebt und dementsprechend agiert) und in gewisser Weise auch Daenerys Targaryen, die weder Hure noch Heilige ist, ein konkretes Ziel verfolgt (den Thron) aber keine traditionell männlichen Attribute zur Schau stellt (und ebenfalls ins Kreuzfeuer gerät). Und: Cersei Lannister.

Cersei Lannister und Westeros

Die Welt von Westeros ist patriarchal geprägt. Cersei wuchs in einem männlichen Umfeld auf und beobachtete den Spielraum der Akteure, ohne Möglichkeit selbst daran Teil zu nehmen, und dies lediglich aufgrund ihres Geschlechtes. Sie lernte, ohne aber das Wissen je selbst anwenden zu können beziehungsweise zu dürfen. Wie viele junge Mädchen war sie in Rhaegar Targaryen verliebt und wurde in eine arrangierte (und unter anderem gewaltvolle) Ehe mit Robert Baratheon gezwungen, der eigentlich eine andere Frau (Lyanna Stark) liebte.

“When we were young, Jaime and I, we looked so much alike even our father couldn’t tell us apart. l could never understand why they treated us differently. Jaime was taught to fight with sword and lance and mace, and l was taught to smile and sing and please. He was heir to Casterly Rock, and l was sold to some stranger like a horse to be ridden whenever he desired.” – Cersei Lannister, „Blackwater“

Ihr Bruder Jaime lebt quasi das alternative Leben von Cersei. Ein Leben, dass sie hätte haben können, wäre sie als Mann geboren worden. Und beide haben eine ähnliche Reise: Beide waren arrogante Kinder und beide erleiden Blöße: Cersei verliert beim Walk of Shame eines ihrer femininen Attribute aufgrund ihrer Affäre mit Jaime und Jaime verliert als Swordsman und Ritter seine Hand. Während Jaime aber nach Hilfe sucht, verschließt sich Cersei und versucht energischer als zuvor, ihre Macht zurück zu holen – koste es was es wolle. Und dies macht sie, in meinen Augen, fast zu einer feministischen Ikone: Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand, auch wenn das bedeutet andere zu verletzen. Sie tut, was getan werden muss, um das eigene Überleben zu sichern.

Cersei Lannister: Anti-Heldin

Cerseis Ambitionen und Motivation isolieren sie vom traditionell weiblichen Charakter, der zu Beginn von Game of Thrones üblich war. Nach dem Tod ihres Vaters musste sie handeln, um ihre Macht auszubauen. Sie fordert den Zuschauer heraus, stereotype Geschlechterrollen neu zu hinterfragen. Nicht mehr ist sie die Frau, die still daneben sitzt, sondern jene, die trotz ihrer weiblichen Präsenz, Wort und Initiative ergreift. Wenn Arya, Brienne und Yara sich dem Männerbild anpassen, mag Cerseis Verhalten verwirren – denn man kennt es in dieser Welt nicht anders. Sie schneidet sich nicht die Haare ab und trägt auch keine Hosen, um akzeptiert zu werden.

Hätte Cersei sich ihrem Vater oder ihrem Bruder untergeordnet, wäre sie gemocht worden. Oder zumindest hätten wir Mitleid mit ihr gehabt. Aber darauf legte sie nie Wert. Es ist ihr reichlich egal, ob das Volk sie hasst. Sie beweist immer wieder Klugheit und versucht sich in Schlüsselpositionen zu manövrieren, sei es, dass sie ihre Kinder strategisch verheiratet, sich mit zwielichtigen religiösen Fanatikern einlässt oder Morde in Auftrag gibt. Und welche anderen Mittel bleiben ihr zwecks Machterhalt als Frau in Westeros sonst übrig?

Selbst ihre Beziehung zu Jaime kann als eine Art Rebellionsakt gesehen werden, um wieder Kontrolle über ihren Körper zurück zu erlangen, die ihr durch die Ehe, als Gegenstand für Sex und Kinder, genommen wurde. Wenn gute Frauen, gebrochene Männer retten, so bleibt die gebrochene Frau sich selbst überlassen. Kein guter Mann versucht sie zu retten. Sie verliert ihre Tugend und wird zur Hexe, die verstoßen im Wald leben muss. Als Anti-Heldin ist sie nicht diejenige, die gerettet werden kann – aber auch nicht gerettet werden will. Und gegen Ende ist es Cersei, die auf dem Thron sitzt und alles in ihrer Macht stehende tut, um diese Position zu halten.

Von wiederholenden Vergewaltigungen (nicht nur durch ihren Ehemann, sondern auch Bruder) bis hin zum Walk of Shame (als Strafe für ihre Beziehung zu Jamie), waren es Männer, die ihr am nächsten standen und diese Taten vollzogen. Ihr Vorgehen gegen Margery und die Vernichtung der Sept of Baelor speisen sich aus dem Verlust von politischer Macht, was wieder zu einer marginalisierten Position geführt hätte und hat. Nach dem Walk of Shame wird sie von politischen Entscheidungen exkludiert und muss mit den anderen Frauen auf der Seite sitzen.

Cerseis Motivation ihre Familie zu beschützen und den Namen ihres Hauses zu bewahren, ihr Durchhaltevermögen und Konsequenz, um jene Macht zu behalten in deren Besitz sie nun ist, lassen sie, in meinen Augen, zur Heldin werden.

Cersei Lannister: Heldin

„You should have taken the realm for yourself. Jaime told me about the day King’s Landing fell. He was sitting in the Iron Throne and you made him give it up. All you needed to do was climb the steps yourself. Such a sad mistake. … When you play the game of thrones, you win or you die — there is no middle ground.“ – Cersei Lannister, „You win or you die“

Alles was sie tat, leitet sich daraus ab. Sie kennt das Spiel um den Thron, sie weiß wie Macht funktioniert und taktiert. Sie steht zu ihren Motivationen und schert sich einen Dreck darum, ob ihre Handlungen und die Weise sie zu erreichen, verwerflich sind. Sie lebt es und will es und handelt dementsprechend. Cersei entschuldigt sich nicht ständig für die Dinge die sie tut. Im Gegenteil, sie steht dazu. Auch das lässt sie zur Heldin werden. Vielleicht sogar zu einer feministischen Ikone, einem Vorbild, dem wir vielleicht etwas mehr Beachtung schenken sollten.

Ihre Liebe zu ihren Kindern und die Art wie sie sie beschützte, ließ sie in den Augen der Zuschauer menschlich werden. Und in gewisser Weise zeigt man Verständnis, wenn sie die Macht, die sie bisher nur aus der Ferne beobachten konnte und deren Unterlegene sie war, nicht mehr aufgeben möchte.

Cersei sitzt gegen Ende der 6. Season auf dem Thron. Sie agierte strategisch und handelte den Umständen entsprechend; verfolgte das, was sie von Männern wie ihrem Vater, ihrem Mann und anderen lernte und wandte es zielführend an. Cersei ist nicht verrückt, sondern politisch – was sich zwar nicht ausschließen muss, aber lediglich zu behaupten, sie sei wahnsinnig, tut ihr Unrecht.

Cersei tut, was sie tun muss, um ihre Macht zu halten. Cersei tut, was sie tun muss, um zu überleben. Abgesehen von all diesen Aspekten, wäre es einfältig und naiv Cersei als wahnsinnig, verrückt oder böse abzustempeln, sondern als ambitioniert, klug und durchsetzungsfähig.

Unglücklicherweise stellt sich Cersei in Season 7, die generell die Martin‘sche Feder vermissen lässt, gegen alle Vernunft und kann zurecht als etwas ignorant bezeichnet werden. Aber ginge man davon aus, dass die Welt nicht von Zombies bedroht werden würde..

Konklusio

Eine lieblose Zwangsehe, Vergewaltigungen, Tod ihrer Kinder, der Walk of Shame und Belustigung über ihre Romanze zu Jaime – trotz alledem ist sie die erste Frau in Westeros, die tatsächliche Macht in den ihren Händen hält. Kann man Cersei wirklich für ihre Taten verurteilen? Kann man sie dafür verurteilen, dass sie versucht alles mögliche zu tun, um nicht wieder in ihre alte Stellung zurück zu fallen? Erneut: Aryas Familienmord und Daenerys Feldzug unterscheiden sich nur marginal von Cerseis Handlungen.

Kann man Cerseis Selbsterhaltungswillen wirklich für „böse“ empfinden? Wenn man sich ihre Taten in einem größeren Zusammenhang, als nur im aktuellen Kampf um den Thron betrachtet, kann sie durchaus als Heldin gelten.

Dass Cersei auf den ersten Blick unsympathisch wirkt und einen Rattenschwanz an negativen Kritiken mit sich zieht, liegt sicher auch daran, dass es in den ersten drei Büchern keine Erzählung aus Cerseis Perspektive gibt. Es ist leichter, jemanden als „böse“ zu sehen, wenn man ihn immer nur durch die Augen von Sansa oder Tyrion sieht. Ihr erster Auftritt folgt in „A Feast for Crows“. Auch trägt dazu bei, dass sie bereits in Season 1 mit unsympathischen Tendenzen (Inzucht, Arroganz, usw.) auftritt, und die Gewalt, die sie erfahren hatte, durch wenige Sätze quasi belanglos (weil es eben so ist) und bereitwillig akzeptiert wird. Man sieht es nicht, es war schon immer so, also kann es nicht so schlimm sein oder? Erst als Sansa Stark, die zu Beginn als verzogene Göre auch nicht gerade beliebt ist, von Ramsey vergewaltigt wird, folgt der Ruf die Serie zu boykottieren.

Cerseis Entscheidung für Gewalt und das Niederbrennen ihrer Feinde ist ein Akt der Vergeltung als wie auch der Selbsterhaltung. Erneut, sie tut, was notwendig ist.

Aber nicht nur Cersei unterliegt diesen beiden Zügen, auch Jon Snow, Arya Stark und Daenerys, selbst Tyrion wenden diese an, und werden dafür gelobt und bejubelt. Dass man Cersei nicht als gleichwertig akzeptiert, liegt wohl auch am unglücklichen Zustand, dass sie jene unterstützt, die wir hassen und die Gegenspielerin jener ist, die wir lieben. Aber abgesehen aller emotionalen Sympathien tut Cersei nur das, was sie muss: Überleben.

Quellen:

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„Westworld“, S02E07

Wir kommen dem Ende näher. Nur mehr 3 Episoden, viele Fragen wurden bereits beantwortet und leider, ich muss erneut betonen, schafft es die zweite Season nicht ganz so, mich in ihren Bann zu ziehen. Ohne Zweifel, sie ist großartig und ich mag die Verwirrung und wäre die gesamte Season in einem verfügbar, hätte ich sie vermutlich auch schon durch geschaut, aber dieses ewige Warten lässt den interessanten Tenor stimmlich etwas versagen. Er hustet bisweilen während der Vorführung und muss gegen Ende vielleicht sogar das Konzert absagen.

„Les Écorchés“

„In French, „écorché“ means flayed, and the term is used in art to describe a figure of a living being stripped of its skin. This title brings the drone hosts to mind, but surprisingly none made an appearance in this episode.“ (elle.com)

Bernard, Charlotte & Stubbs (Gegenwart)

Bernard lässt Stubbs wissen, dass die Teams nicht hier sind, um Überlebende zu retten, sondern etwas viel wichtigeres: Daten. Karl Strand, Leiter jenes Teams, welches die leblosen Körper der Hosts aus dem See gezogen hatte, lädt zum Spaziergang ein und sie gelangen zu jenem Haus, in welchem Bernard Theresa getötet und Ford sein geheimes Labor hatte. Charlotte wartet bereits – und der Plan ist eigentlich simpel: Die Daten sollen an den Meistbietenden verkauft werden. Hinter der Tür, die Bernard einst nicht sehen konnte („What Door? It doesn’t looks like anything to me.“) wartet die bereits aus dem Trailer bekannte Bernard-Army.

Bernard wird daraufhin gefoltert, denn Charlotte will mehr über Dolores Machenschaften in Erfahrung bringen.

Ford & The Cradle

„The Cradle“, Fords Bewusstsein in digitaler Form. Anthony Hopkins, man muss es anmerken, trägt viel zum Charme der Serie bei. Man schaut ihm gerne beim Philosophieren zu.

„God recreates his creation“ beginnt er und lässt eine Fan-Theorie nach der nächsten sterben: Die Aufgabe der Loops war es, die Hosts „sentinent“ zu halten, der Park war ein Experiment und die Gäste dessen Variablen. Den Hosts oblag Kontrolle über die Gäste, sodass der Park diese beobachten und herausfinden konnte, was sie antreibt, „so that Delos can understand, copy them“, um Back-ups herstellen und diese folgend zu „entcoden“, sodass die zahlende Klientel bis ins letzte Detail analysiert werden kann.

Freier Wille ist eine Illusion. Aber sie sind frei! sagt Bernard, trotz dessen ist Ford dafür verantwortlich und er kann es ihnen wieder nehmen. Delos‘ Projekt (Unsterblichkeit) funktioniert nicht, noch nicht. Nicht in der realen Welt (wie wir bei Mr Delos gesehen haben), aber hier schon, im Cradle. Das Ziel der Hosts, the Valley Beyond, bedeutet also deren Ende? Sterblichkeit? Mortality? Keine Möglichkeit mehr zur Wiederherstellung, ein letztes und vergängliches Leben?

Wie hat es begonnen? Ford bringt Bernard in Arnolds Zuhause, Arnold, der alles erschaffen habe. Und Ford habe ihn, Bernard, erschaffen. Nach dessen Vorbild. Und nun wissen wir auch: Dolores hatte ihn getestet, sie kannte ihn, Arnold und dessen Erinnerungen, besser als alle anderen. Sie waren lange, lange hier zusammen.

Und plötzlich nimmt er ihm den freien Willen wieder weg, schickt ihn zurück und Bernard erinnert sich nicht. Aber wir sehen die Narbe! Die Narbe am Kopf, die, die er am Strand trug! Das System funktioniert wieder und Dolores ist bereits gefährlich nahe.

Dolores

Speaking of which: Dolores marschiert inklusive Roborebellion ins Controlcenter und hinterlässt einen Haufen toter und nackter Securitys. Sie schreitet Richtung The Cradle und alles was sich ihr in den Weg stellt, wird vernichtet.

Dolores trifft auf Charlotte, die sie töten will und stellt sie zur Rede. Aber Charlotte versucht sich heraus zu winden, meint, was für wunderbare Kreation sie doch seien. Soviel mehr! Und so toll! Dolores frägt nach dem Schlüssel und Charlotte antwortet, sie wüsse doch gar nicht, was sie damit tun soll – doch, weiß sie.

Dolores spricht einen ihrer Monologe: „You created us from your own image“ und doch, „now it is you who want to become like us. Chances of eternity, die in that valley with all the souls you’ve captured.“

Angela befindet sich derweil beim Cradle, bezirzt einen Soldaten, wiederholt ihre Rede aus der ersten Episode der ersten Season und sprengt sich und ihn und alles in der Umgebung in die Luft. Yes! Moment, das bedeutet tatsächlich: Kein Back-up mehr. Tot bleibt tot, oder?

Ford & Bernard

Bernard kehrt zurück, muss aber zum Valley Beyond – bevor die Menschen und Dolores auftauchen. Und Ford leitet den Weg. Er spricht von einer neuen Geschichte. Was geschah, als in der Vergangenheit all die großen Bibliotheken Bränden zum Opfer fielen? Sie gingen verloren und wurden neu geschrieben. Bernard schaut zu, wie im Controlcenter Menschen sterben. Klassische Musik begleitet ihn. Es ist nicht mehr länger seine Story, sagt Ford, es ist Bernards Geschichte und dieser fährt das System runter, um den Hosts die Freiheit zu ermöglichen.

„Your very nature, Bernard, ensures they will devour you and all the beauty of who you are of who you could be will be poured out in to the darkness forever. Unless we open the door. I’m sorry Bernard, but you just don’t have it in you to survive. It’s my fault, really.“ – Dr. Robert Ford.

Ford flüstert Bernard zu, lässt Licht zu Schatten werden und Bernard metzelt sich durch einen Haufen Statisten.

MiB & Maeve

Die Geschichten greifen ineinander über. Nachdem Maeve mit ihrer Tochter geflohen war, reitet William auf sie zu. Maeve erinnert sich an die schrecklichen Dinge, doch William ist nicht an ihr interessiert: „No, not you. It’s too obvious“ – er ist mittlerweile verrückt geworden und glaubt in jedem Grashalm eine perfide Aktion Fords zu sehen. Maeve schießt ihn an: „I’m nothing like the rest of them.“

/initate GodMode+

Lawrence‘ Reiter wenden sich gegen den Gunslinger und greifen ihn an. Maeve will sehen wie er stirbt – als Lawrence sich ihr entgegen stellt um seinen alten Peiniger zu retten. Maeve kontrolliert ihn nicht, aber lässt ihn an seine unzähligen Leben erinnern, was der Gunslinger tat, wie oft er dessen Frau erschossen hatte. Ist Lawrence awake? Wir wissen es nicht. Aber er erinnert sich. Und wird wütend. Maeve gibt ihm die Waffe und er schießt. The end is near.

Doch das von Sizemore gerufene Rescue-Team taucht auf/funkt dazwischen, das Kind wird von Ghost Nation Reitern mitgenommen und Maeve angeschossen. What? No!!! Sizemore aber nimmt sie mit.

Während Maeve auf der Barre liegt, tritt Dolores näher an sie ran. Ihre Tochter war nur eine weitere Geschichte. Und Maeve konnte sich für ihren eigenen Pfad entscheiden, der sie nun hier her brachte. „I’m sorry this is where it ends“ sagt Dolores und verlässt die Szenerie mit ihrem Gefolge.

Theorien, Fragen und was das Netz ausspuckt

Wir wissen nun also: Delos Plan all along war es, Daten der Gäste zu sammeln, während die Hosts diese Daten beschützen sollen. Es gibt auch keinen freien Willen mehr für Bernard und Dolores hatte Erfolg. Dolores, die den Weg der Dunkelheit und Rache (zurecht!) wählte.

  • Szenen, die wir zwischen Bernard und Dolores gesehen haben, sofern es nicht Arnold war, waren also jene, in welchen Dolores Bernard getestet hatte und nicht umgekehrt.
  • Via Reddit: „Ford said that the human-host minds don’t work in the real world, which is why he had put himself in the cradle. Apparently, he is stable there. Knowing this, we can then assume that the Valley Beyond is likely just a massive server cluster holding human-host minds, waiting for Delos Corp to perfect host implantation. It’s the cradle, but for human-host brain modules.“ – Zugegeben, macht Sinn.
  • Auch eine interessante Frage: „What if the hosts leave the park in the host replicas of the guests that died.. with their consciousness transferred over..“ – Well.. das würde die toten Körper im See erklären, da sie diesen dann nicht mehr brauchen.
  • No One is Happy: Menschen gieren nach Unsterblichkeit, während Hosts via Sterblichkeit nach dem Sinn und Zweck des Lebens suchen.
  • Vielleicht etwas Gossip aber: Talulah Riley (RIP Angela) war 2x mit Elon Musk verheiratet.
  • „Via Westworld Beyond-Facebook-Gruppe: The whole park exists as an experiment to observe and replicate guests through observation. In the same way that Bernard is a close replication of Arnold. Bernard’s personality is built through observation by Ford and Dolores, with tricking Dolores being a sort of next level Turing test. Think about that for a second. Recreating a person based on how other people percieve you, not an actual direct high fidelity digital copy like Ford and the Delos CEO, whose name I forget at the moment. There are some serious implications about the nature of reality here that I hope they address. Who is the real you? Are you who you think you are, a deeply biased and flawed perspective and fundamentally cannot account for how other people percieve you, or are you how other people truly percieve you? We are heroes of our own story, but sidekicks, villains, friends, and extras in everyone else’s. The show seems to lean towards the idea that constructing a person from observations with minimal fidelity can lead to true free will, awake, as Maeve would say. That human consciousness simply cannot properly exist inside a host. Technologically, it’s just nitpicking. If Ford can exist in the Cradle, then existence in a host mind is just a processing and memory engineering problem. But I think the show is definitely leaning towards a fundamental difference between hosts and humans.“

Links zum besseren Verständnis gewisser Sachverhalte:

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„The Beauty and the Beast“

Altlasten werden abgearbeitet. Lest hier über The Beauty and the Beast.

Der Spruch „Disney gab uns unrealistische Vorstellungen von der Liebe, dem Leben und allem anderen“ hat seine Berechtigung: Wenn man singt, kommen keine süßen Tiere und helfen beim Haushalt. Die Wäsche bleibt liegen und im besten Falle scheißt ein Vogel drauf, oder eine Ratte knabbert die Kabel an. Und ganz bestimmt nehmen gänzlich unbekannte Männer Drachen, Biester und den Tod für einen Kuss in Kauf. Und beim Sex wird auch nicht gesungen. Alles in allem wurde man also ziemlich belogen.

„Es ist kein charmantes kleines Kino, sondern ein Cineplexx, ein Multiplexx“ – sagte Madame (8) und hatte sich damals mir zu liebe in die monströsen Kapitalhallen des Mainstreams vorgewagt, um mich in den Disney Film mit Hermione zu begleiten. Wir beide saßen im 7. Saal in der 4. Reihe, beide 3D. Neben mir hatte nochmal eine Gestalt ein einzelnes Ticket reserviert und ich bin in solchen Fällen immer sehr gespannt, was das für Menschen sein mögen. In diesem Falle war es ein älterer Herr.

Bildquelle: HannaAlexandra_Art (Instagram)

Zum Film

Ich erinnere mich gut daran, wie ich, als ich Die schöne und das Biest zum ersten mal sah, der Verwandlung des Biestes entgegen fieberte und in meiner Erwartung dann tief von den Zinnen des Schlosses stürzte, als ich erblickte, wie hässlich der Prinz war. Instant wünschte ich mir das Biest zurück. Und auch hier, wie in manchen anderen Punkten, bleibt die Real-Verfilmung dem Zeichentrick-Klassiker treu. Sicherlich, Dan Stevens ist sicher nicht hässlich, aber in diesem Aufzug war das Biest.. netter.

Madame (8) fand den Film unnötig, mich hatte er nett unterhalten. Ich wippte bei den Songs mit und summte „Going through the Motions“ am Heimweg. Wir beide waren uns einig, dass Emma Watson (die die Rolle der Cinderella 2015 abgelehnt hatte) eine adäquate Belle ist, die Bücherei uns den Atem stocken ließ und die Szene, in der Belle einem kleinen Mädchen das Lesen bei bringt, wirklich nett war. Madame (8) bemängelte (auch zurecht), dass Political Correctness auf Kosten der Authentizität gefeiert wurde – und die Interracial Couples auch etwas inflationär eingesetzt wurden. Das Totschlag Argument, dass sich Belle in ihren Gefängniswärter verknallt, der doch ganz nett ist, lassen wir außen vor. Immerhin fungiert Shakespeare als Liebesknecht und lässt die Schöne und das Tier sich näher kommen.

Gay-Things

LeFou erschien mir schon damals sehr zu Gaston hingezogen, deswegen verwunderte es mich auch nicht, dass Disney eine eindeutig homosexuelle Figur mit ins Spiel brachte, wenn auch die Darstellung etwas übertrieben war. Was mich störte war die Diskussion, die im Web entbrannte und die Tatsache groß im Web angekündigt wurde, was nach Werbung schreit. Wenn bei Ghostbusters via Feminismus-Keule Marketing betrieben wurde, so ist es hier die LGBT Community die herhalten darf. Aber erneut: Eine Medaille, zwei Seiten: Es hat auch etwas positives, denn vom kapitalistischen Schreckgespenst Disney abgesehen, finde ich es nett, dass kleine Kinder, die heute aufwachsen, Homosexualität als etwas normales und Alltägliches betrachten, etwas mit dem sie aufwachsen sind. Hollywood ging dies bezüglich schon einige Schritte (Bsp.: Brokeback Mountain, Black Swan), wagt sich aber mittlerweile auch ins Mainstream Kino vor. Mit den Power Rangers tritt der nächste lesbische Charakter auf. Warum wird hier erklärt:

„Because the studios are first and last about making money, they are loathe to include anything that might alienate segments of the audience. So kudos to Disney and Lionsgate for cracking open the fairytale and superhero worlds respectively. (…) But their executives would have calculated there is really no downside to briefly including gay issues. On one hand, they are responding to pressure for more diversity in movies. On the other, they benefit from any controversy because more potential ticket-buyers are aware of their movie.“ (stuff.co.nz)

Obvious things are obvious.

Feminismus?

Belle erfand also die Waschmaschine, um mehr Zeit zum lesen zu haben und nebenbei einem Mädchen das Lesen bei zu bringen – eine Idee, die sicherlich Emma Watson ins Spiel brachte.

Belle gilt als Disneys erste feministische Heldin. Jeffrey Katzenberg, damals CEO der Disney-Animation, ordnete den feministischen Twist an und beauftragte die Newcomerin Linda Woolverton (eine von der Frauenbewegung der 70er Jahre inspirierte Feministin) als Autorin. Als Vorbild diente ihr Katherine Hepburns Performance als Jo March in Little Women. Die Originalgeschichte übrigens wurde 1740 von Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve im französischen Journal „La Jeune Américaine et les contes marins“ publiziert. 1755, nach ihrem Tod, wurde die Geschichte von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont bearbeitet und in einem Kindermagazin veröffentlicht.

Belle sollte die Wende in Disneys Damenwelt einläuten, wurde quasi als Kontrapunkt zu Arielle konzipiert und ebnete den Weg für künftige, starke Frauenfiguren. Passive Prinzessinnen wie Cinderella und Schneewittchen mussten Kämpferinnen wie Mulan, Pocahontas und Merida weichen. Innerhalb des Disney-Universums dominieren heute selbstbestimmte Frauenfiguren – und nicht mehr die Suche nach dem perfekten Mann. Thx Orf.at.

Emma Watson dazu:

„[Books are] so powerful and they have the ability to change your life and your outlook, and this story really speaks to that, the sacred nature of books and their ability to transport you and empower you, (…) We still live in a world where there are probably over 80 million girls who won’t get to go to school just because of their gender.“ (Mashable.com)

Und:

„I loved Belle a long time before I became a feminist or a feminist activist. Of course the fact she’s so interested in literacy and she loves books, the fact she’s independent minded of course made me feel close to her.“ (metro.co.uk)

Feministisch also? Vielleicht auch nicht:

„The main – indeed the only – stated piece of feminism is that Belle has a job, so escapes the passivity and helplessness that has defined heroines since Disney and beyond. (…) The underlying message baked into this pie is that laundry is women’s work, which the superbly clever woman will delegate to a horse while she spreads literacy. It would be better if she had used her considerable intellect to question why she had to wash anything at all, while her father did nothing more useful than mend clocks. (…) Watching this film as a feminist fairytale is like listening to someone who claims to be able to speak German, then realising that they have only mastered one phrase. They can ask for directions, but if you actually told them the way to the Bahnhof, they’d be stumped. Still, hats off for trying. It’s better to speak a tiny bit of feminism than no feminism at all.“ (theguardian.com)

Oder:

„It would be beneficial for filmmakers to remake Disney movies that perpetuated sexist stereotypes into films that provide healthy portraits of women, but this adaptation of Beauty and the Beast fails to do so. Instead, feminism is hijacked to dispel the story’s sexist qualities so that the film industry can profit off a remake of the film without losing potential audience members due to criticisms of misogyny in the outdated story.“ (observer.com)

Und dem kann man als Feministin nicht widersprechen, und trotzdem muss man sich mit den kleinen Erfolgen zufrieden geben und eine Botschaft auch einfach sein darf: Die weibliche Protagonistin braucht keinen Mann und hat andere Interessen, als das Interesse eines Mannes auf sich zu ziehen, nämlich Bücher und inspiriert junge Leute mehr zu lesen. Sie ist die Heldin, die gegen Ende den Mann zwar rettet – aber aus freien Stücken wieder zurück kehrt.

Aber ja, es ist nachzuvollziehen warum Madame (8) den Film als unnötig empfand. Und genau so unnötig sind all die anderen Reboots, Neuverfilmungen oder Realverfilmungen wie Aladdin unter Guy Ritchie (könnte vielleicht etwas werden) und Mulan, welches gänzlich ohne Sing-Sang auskommen soll/will.

Warum die Leute im Dorf nicht altern..

Reddit user Hainted erklärt:

„[The village]  is caught in the Enchantress‘ curse as well. It’s stated outright that she erased the memories of the Prince, his lands, and servants from the villagers‘ minds, but if you pay attention she also locked the village in a time loop.“ Let’s do the Time-Loop Again! Let’s do the Time-Loop Again!

Noch mehr Beweise und Belle’s Song erscheint in komplett neuem Licht!

„But what if Belle sees „every morning just the same“ because she’s literally seeing the same morning play out over and over again? That would explain why she’s able to wander through town and announce everything that is happening in the village without looking, like Bill Murray predicting a waiter dropping a stack of flapjacks in a diner.“ (Dorkly.com)

Wie der Vater zurück in die Stadt kam, wir erinnern uns, Wölfe und so, bleibt offen.. Magic? Plothole? Who knows! I don’t and you don’t and nobody knows! Not even Leonard Cohen knows!

Zu guter Letzt:

Fazit: 4 von 6 tanzenden Teetassen und 5 von 5 Fußsessel Kläffer, 9 von 10 Singsang-Songs und 9 von 10 Hermiones, sowie drei Rosenblätter und 3 von 7 Flauschigkeitspunkten. Mit anderen Worten: Unterhaltung, wenn man sich darauf einflässt und das Original mochte. Nochmals mit anderen Worten: Unnötig und langweilend für die, die sowieso darüber motzen möchten.

Lesenswert:

Quellen:

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„Fear the Walking Dead“, S04E01 und 04E02

What.

The.

Fuck.

Genau so zerstört man eine gute Serie. Genau so. Thx AMC. Thank you very much. Selbst wenn es vermutlich einen guten Grund gibt, warum und wieso und weshalb – I don’t like it.

Spoiler

Ich mochte FearTWD, weil es eben nicht TWD ist. Keine gefühlten 30 Minuten eine Rick-Ansprache pro Folge, kein qualvoll in die Länge gezerrtes Narrativ um jede Minute eines jeden Charakters erzählen zu können/müssen. Ich mag/mochte FearTWD, weil Madison charismatischer, cooler und konsequenter ist als Rick. Und besonders, weil sich die Story nicht über 30 Charaktere spannt, deren Namen man ständig vergisst, sondern lediglich um eine Familie und ein, zwei Nebencharaktere, die auftauchen und wieder verschwinden. FearTWD ist überschaubar und man empfindet echte Sympathie, weil, erneut, es nur eine Handvoll Protagonisten gibt und keine 30, deren Überleben man recht gleichgültig gegenüber steht. Ja, stirb, Person deren Name ich schon wieder vergessen habe. Who cares.

Es werden also 6 weitere neue Haupt- wie Nebencharaktere eingeführt: wie Morgan; Morgans Begleiter John, der zugegeben ein gewisses sympathisches, naives Element mitbringt; Maggie Smith (LOST, Taken) als filmende Journalistin Althea; einen neuen (Hipster) Big Bad namens Mel mit Trailerpark; sowie ein kleines Mädchen und Jenna Elfman als Naomi. Und zu guter Letzt verwirrt die erste Folge unnötig sinnlos mit forcierter Suspense-Mystery, während die Zweite unterschiedliche Timelines aufklaubt, und am Ende der ersten Hälfe das Rätsel (Wie kam es dazu? Und viel wichtiger: lebt Madison noch?) auflösen soll. In diesem Falle wird noch mit übertriebenen Filtern gearbeitet, sodass wirklich klar ist, wann sich welche Szene abspielt.

Was bei Westworld funktioniert, wird, so fürchte ich, FearTWD scheitern lassen. Aber vielleicht sind ja auch nur die ersten 8 Folgen so gestaltet und im August geht es in der üblichen Erzähl-Taktik weiter.

Trotzdem, was zur Hölle hat man sich dabei gedacht? Ja, irgendwas muss man sich dabei gedacht haben – trotzdem bleibt mein Interesse kühl und abwartend. Die Gier nach der nächsten Folge, wie es aktuell nur The Expanse schafft, bleibt aus.

But Why?

Als verlautet wurde, dass Morgan Teil des Hauptcasts werden soll, war anzunehmen, sie bleiben in der Vergangenheit und erzählen ein weiteres Detail. Aber nein. Die Geschichte um Madison und ihre Familie springt 2 Jahre in die Zukunft, um dort anzuknüpfen, wo TWD (ich sah das Ende noch immer nicht) endete, um (vermutlich) die wenigen interessanten Charaktere aus einer längst dahin sterbenden Serie zu retten. Wie zum Beispiel Morgan. Und wenn, wie Gerüchte kursieren, Daryl Ricks Posten übernehmen soll, da (offensichtlich) auch Andrew Lincoln mittlerweile erkannte, dass TWD schon längst Zombiefutter ist, könnte TWD sogar noch einmal interessant werden. Anyway..

Andererseits, was hätte man in den zwei Jahren gezeigt? Das TWD-Universum und der Umgang mit menschlichen Ressourcen und Konflikten, Zombies und das (Über)Leben in einer postapokalyptischen Welt lässt nicht all zu viel Spielraum zu ohne ins Belanglose abzudriften. Warum nicht eine Season zeigen, wie eine Gruppe versucht, ein Postsystem (Ich weiß, es gibt einen Kevin Costner Film dazu) einzurichten oder eine Radio-Sendung zu schalten, versuchen Technik und Wissenschaft zu restaurieren, anstatt sich ständig zu bekämpfen und dumme, menschliche Fehler zu machen, bei denen man unweigerlich denkt: But Why? Warum können keine intelligenten post-apokalyptischen Serien gedreht werden?

Sicherlich, wäre alles beim alten geblieben, wäre die Story wie eh und je weiter gegangen und hätte Madison dabei begleitet, wie sie sämtliche Farmer killt, deren Farm übernimmt und, durch irgendwelche dummen Aktionen, diese wieder verlassen muss oder gar zerstört. Vielleicht ist es sogar gut, dass zwei Jahre gesprungen wurden? Who knows? I don’t. So gibt es zumindest einen Aufhänger, Cliffhanger und wooho! Abwechslung zum alten Format.

Was passiert in den ersten beiden Folgen?

Morgan wandert von Atlanta nach Texas. Allein. Denn er möchte weg von Menschen, Menschen tun ihm nicht gut. Er trifft auf Althea, eine Journalistin mit SWAT-Truck, welcher er, nach langem hin und her und gegenseitigem retten, doch ein kurzes Interview zusagt. Er trifft zu Beginn auf John, einen naiven Cowboy, der ihm nicht mehr von der Seite weicht und macht Bekanntschaft mit den neuen Big Bads. Am Ende gerät er in einen Hinterhalt von Nick, Alyssa und Victor. Aber wo ist Madison?

Episode 2 zeigt uns die Vergangenheit, mit hellem Filter, Madison und ihr Camp in einem verlassenen Baseballstadium. 47 Personen beherbergt sie und es werden immer mehr. Alles ist friedlich und Nick (wir kennen ihn meist mit Blut beschmiert neben Zombies laufend) möchte, nachdem er den Damm zerstört hatte, nicht mehr hinaus.

Die Geschichte tut ihren ersten Schritt und zeigt Charlie, ein kleines Mädchen, und ein Camp welches leer ist. Geräumt, Geräuschlos, lediglich ein paar Zombies befinden sich eingesperrt in Silos, sowie Naomi, von der man noch nicht weiß, was man halten soll. Und bald finden wir heraus, wer die neuen Big Bads sind: Menschen, die Camps von Zombies befreien, lustige Akteure, die tanzend mit Musik Zombies fangen und in einen Wagon locken. But why? Sie zwingen Madison nicht zur Kapitulation ihres Camps, sondern sie warten. Saviours 2.0: Give and live, join or die.

Und da jedes Camp irgendwann fallen muss..

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„Timeless“, S01E03

Die Rückblende ruft in Erinnerung: Flynn kidnappte nicht nur das Mutterschiff, die Zeitreisekapsel, sondern auch den Projektleiter von Mason Industries, Anthony. Rufus belauscht nach wie vor Wyatt und Lucy für Connor Mason, hat aber keine Freude daran. Und wir sollten uns wirklich die Frage stellen: Warum wurde Lucy tatsächlich für die Mission ausgewählt? Und wer oder was ist Rittenhouse?

Timeless ist keine Serie, die man am Stück schaut (außer das Wetter ist grauslich), sondern eher zwischendurch genießt. Ein Erlebnis für kurze Zeit und sicherlich wollen all die Fragen beantwortet werden, aber alles mit der Zeit.

Episode 3 spielt in den 1960ern.

Lucy durchblättert ein Fotoalbum. Gut, dass es sowas noch gibt und Menschen sich die Mühe machen Fotos auszudrucken und ein zu kleben (ich nehme es mir tatsächlich immer wieder vor aus den Reisefotos ein Bilderbuch drucken zu lassen…) – denn wären sie nur digital verfügbar, ließe es wohl ein gewisses heimeliges Gefühl vermissen. Kurz darauf bekommt sie einen Anruf von Mason Industries und wird gefragt, was an einem gewissen Datum passiert ist. Warum googelt nicht einer der Mitarbeiter danach? Da sitzen sicherlich 20 Leute.

Wyatt holt sich die Umstände des Todes seiner Frau wieder mal in Erinnerungen – gut, denn nur so wird eine mittelmäßige und forcierte Romanze verhindert. Und mittlerweile wird auch der Projektleiter, Anthony, verdächtigt gemeinsame Sache mit Flynn zu machen, denn 30 Minuten vor seiner Entführung rief er eine Nummer an, die es nicht mehr gibt. Und wie konnte Flynn ihn überhaupt entführen, so viele Soldaten und so hohe Sicherheitsvorkehrungen?

Wir befinden uns im Jahr 1962, Nevada, genauer, bei einem Fundraising Event mit diversen Politikern sowie Präsident JFK. Wenn Flynn die Staaten in seinem Sinne verbessern und retten möchte, warum erst bei Kennedy, warum nicht schon früher? Es gäbe sicherlich ausreichend Gelegenheiten wichtige Personen einfach so um zubringen oder zu manipulieren. Vielleicht weniger spektakulär und mit geringerer Fehlerquote, aber deutlich sinnvoller. Aber, Flynn hat einen Plan.

Sie landen in der Nähe des Atompilzes und wir erfahren, dass Vegas, heute auch Sin City genannt, einst als Atomic City bekannt war. Und tatsächlich, 60km davon entfernt befindet sich ein Testgelände für Atombomben: Operation Sunbeam nahm dort in den früheren 60ern Platz.

Rufus demonstriert den „Vorteil“ seiner Hautfarbe: er ist quasi unsichtbar für die weiße Oberschicht und kann sich ungesehen herum treiben und Informationen sammeln. Auch Anthony, der Projektleiter ist da. Als Gefangener? Nein, wohl eher als Mitspieler, wie Connor Mason bereits vermutet hatte. Es macht keinen Sinn was er sagt und rät Rufus, er solle verschwinden, bald könnte es zu spät sein. Rufus tut sich schwer damit, den Verrat seines Lehrers zu akzeptieren.

Die Folge führt uns eine gewisse Judith Campbell vor, ehemalige Mätresse von John F. Kennedy und anderen einflussreichen Personen, wie u.a. des Mafia Bosses Sam Giancana. Ich fragte mich sogleich, warum sie nicht bekannter ist und es keinen Film über sie gibt, das Material wäre doch perfekt. Kurz gegoogelt: Ihre Memoiren (auf Amazon für 40€ bzw. 70€ erhältlich) wurden für den TV-Film Power and Beauty (2002, Susan Seidelman) als Vorlage verwendet, Natasha Henstridge spielte die Hauptrolle. Zeit für ein Remake mit Scarlett Johannsen.

Judith befindet sich, auch wenn Wyatt und Lucy versuchten dies zu verhindern, in Flynns Gefangenschaft, denn er besitzt Bilder, die dem Präsidenten erheblichen Schaden zufügen könnten. Ihre Aufgabe ist es, die Schlüssel des Generals zu stehlen.

Wyatt kämpft zwischendurch immer wieder mit seiner eigenen Vergangenheit und schickt ein Telegram am Jessica, seine verstorbene Frau. Was auch immer passiert, so die Nachricht, sie solle mit Wyatt gehn, auch wenn er ein Arsch ist. Immerhin hat es in Back to the Future 2 funktioniert.

Flynn, so wissen wir jetzt, hat es auf Christy Pit abgesehen – den Plutonium Kern, benannt nach dem US-amerikanischen Physiker Robert Christy. Er gibt Judith die Fotos wie Negative und flüchtet mit der Beute und Anthony in die Dunkelheit.

Rufus, der immer noch Unsichtbar in den Augen der Weißen ist, stiehlt mit Leichtigkeit ein Auto und sie verfolgen Flynn. Interessant ist, dass sie als Historikerin die Leute würdigt und schätzt, wie Judith, was sie als Frau in der Zeit machte und wo sie war und was sie sah. Und diese lässt Lucy wissen: Sie tat es nicht für Kennedy, sondern für sich.

Kurz darauf kommt es zu einer Schießerei, Anthony gibt Rufus noch rechtzeitig den Koffer und flieht, er ist noch nicht bereit das Wohl seiner Familie zu opfern, wie Flynn es tat – doch der Koffer ist leer. Flynn ist nicht dumm und immer einen Schritt voraus, und erneut von der Bildfläche verschwunden. Wyatt ist der Ansicht, dass Anthony nun nicht mehr gerettet werden soll, sondern eliminiert. Rufus frägt sich, warum das alles so passieren musste, und welche Intentionen sein Freund hatte – Wyatt interessiert das nicht. Er ist Soldat und befolgt Befehle. Lucy frägt ihn: Wenn er nicht hinterfrägt, wie kann er sich dann sicher sein, auf der richtigen Seite zu stehen?

Das Mutterschiff kann alsbald in der Gegenwart ausfindig gemacht werden. Und nein, Wyatts Frau lebt nicht und Lucy verlässt ihren Verlobten. Aber er wartet, weil er ist attraktiv und offenbar perfekt. Flynn buddelt derweil den vergrabenen Plutonium-Kern aus. Und wozu lässt sich Plutonium verwenden? Hint: Back to the Future II.

Zeitreisen, again

Erneut, was wäre, wenn die Möglichkeit des Zeitreisens in der folgenden alternativen Realität noch nicht gefunden wurde, die Institution nicht erbaut und sie plötzlich irgendwo auftauchen? In einer Wand oder so, die davor noch nicht da war – oder im Weltraum, denn bei all den Berechnungen muss doch auch der Standort der Erde, die mit 30km/s um die Sonne marschiert und die Geschwindigkeit der Milchstrasse miteinbezogen werden, oder? Haben sie dazu eine Software entworfen, die sie genau zu jener Zeit wieder am selben Ort landen lässt? Wozu braucht es dann einen Piloten? Wie kann man ein „guter“ Pilot sein, wenn es um Zeitreisen geht? Muss der Pilot alles im Kopf berechnen? Und wenn ja, wäre das nicht etwas fahrlässig? Rufus verliert bei Stress gerne mal die Nerven.

Und warum weiß das Kontrollzentrum von den jeweiligen Missionen und frägt sogleich: Was ist passiert? Werden sie auf diesen Tag hin gebrieft – „Am 3. Juni 2016 kommt eine Zeitreise-Kapsel zurück, um von ihrer Mission im Jahre XY zu berichten“. Oder läuft die Zeit wie bei Outlander einfach weiter und die Reise in die Vergangenheit ändert quasi nichts bis wenig an den Zeitreise-Aktivitäten der Gegenwart? Ergibt das irgendwie Sinn? I don’t get it.

Rufus, Lucy und Wyatt klären über den eigentlichen, einstigen, Verlauf der Geschichte auf (denn an ihren eigenen Geschichten, da sie sich in der Quasi-TARDIS befunden haben, ändert sich nichts) – und man könnte sie auch einfach für Spinner halten, stünde das Kontrollzentrum nicht da, wo es sein sollte und an dessen Stelle eine Klapse. Vielleicht habe ich auch etwas übersehen, dass dieses Detail erklärt.

Aber, auch andere haben ihre Probleme damit:

  • I don’t get Timeless‘ rules of time travel (Reddit) -> Unter anderem stellt sich die Frage: Warum also immer die Eile, wenn sie eine Zeitmaschine haben? „My understanding is that the lifeboat is tied to the mothership, and can only travel in its wake, so it is only able to arrive at a time in the past after the mothership has already arrived there.“ Damit ließe sich auch erklären, warum sie nicht ein paar Minuten „davor“ auftauchen können, sondern immer nur nach dem Flynn bereits gelandet ist. Und hier nochmal ausführlicher.
  • Und: Rules of Timetravel (Reddit)
  • Warum keine großen Veränderungen passieren: „in fact, the show is critically dependent on the timeline being extremely resistant to change. Otherwise it would change chaotically the instant a time machine even displaced a bit of air in the past (which will quickly and completely change weather patterns over the entire world, and all those people who died in bad weather would change into a completely different set of people, and that would completely destroy the present.)

    Rittenhouse needs this huge convoluted plan to change history, precisely because (in this show’s time travel rules) history is so difficult to change significantly.“

Oder aber: unser Eingriff ins raumzeitliche Geschehen wird komplett überbewertet und kleine Änderungen tun nichts zur Sache. Wie, als wenn eine Masche im Pullover aufgeht. Es ist immer noch derselbe Pullover mit derselben Farbe und demselben Schnitt, aber eben mit einer Laufmasche. Und nur wenn diese zu groß wird, ist es am Ende kein Pullover mehr, sondern ein Wirr aus Wolle. Und sicherlich, Menschen nehmen sich und ihre Handlungen gerne für zu wichtig und deswegen muss ein jede Handlung sofort zu unweigerlichen, schrecklichen und schlimmen Konsequenzen führen.

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Woche #2406

Eben wollte ich einen Beitrag erstellen und darüber berichten (jammern), wie traurig mich die Tatsache jedes Jahr stimmt, dass mit Sommerbeginn (21. Juni) die Nächte wieder länger werden und musste kurz darauf feststellen, dass bereits drei Tage seit des traurigen Datums vergangen und die Nächte bereits wieder länger sind als zuvor, aber immer noch kürzer als die Tage. It’s something!

*

Die Hälfte des Jahres ist um – höchste Zeit, um sich Gedanken zu machen, was dieses Jahr unbedingt noch erreicht werden muss, weil es bald zu spät ist und wir alle tot. Anyway, tatsächlich habe ich weniger geschrieben als die Jahre zuvor, bin aber durch die tägliche Reiterei mittlerweile so fit, dass 1000 Höhenmeter auf normalen Wanderwegen kaum mehr ein Problem darstellen. Sicherlich, meine Asthmatiker-Lunge beschwert sich nach wie vor, aber die Beine tragen mich recht gut ans Ziel. Again, it’s something!

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In New York (bei Coney Island) fand am 16. Juni die Mermaid-Parade statt. Interessant, denn erst vor kurzem kaufte ich mir „Mermaid Nailpolish“ im Bipa, nachdem ich die Werbung dazu gehört hatte, die großspurig meinte, dass Einhörner Out (What?!) und stattdessen Meerjungfrauen- und Männer In seien. Was ist so besonders an diesem Nagellack? Er schimmert Permutfarben – wie manch anderer von anderen Firmen. Allerdings ist er durchsichtiger und lässt sich daher gut als zweiten Aufstrich verwenden, möchte man einen schimmernden Effekt haben. Ja. In diesem Falle bin ich ein Werbeopfer. Marketing done right.

Allerdings verfärben sich helle Farben im Kontakt mit Sonnencreme gelblich (nicht nur beim Meerjungenfrauen-Lack sondern generell), insofern…

*

Ebenfalls interessant: Ich beginne eine neue Serie (Timeless) und siehe da, es wird keine dritte Season geben. 16 Folgen für die erste Season und 10 für die zweite (Timeless wurde ja schon mal gecancelt, aber von Fans wiederbelebt), ein geplanter Film soll die losen Enden dann noch miteinander verknüpfen. Irgendwie wird jeder Blödsinn verlängert (wie The Magicans, ich quälte mich durch 7 Folgen und kam aus dem WTF nicht mehr heraus) und gute Serien (wie The Expanse – mittlerweile gerettet) abgesetzt. Warum?

*

Ich nahm übrigens an, dass ich eine der wenigen (quasi) Erwachsenen bin, die Dinosaurier mögen. Bin ich nicht – denn als ich vor kurzem ein paar Paläontologie- und Dinosaurier-Gruppen auf Social Media beitrat, durfte ich zu meinem erfreulichen Erstaunen feststellen, dass nicht nur ich unter dem Genozid und Tierquälerischer Handhabung der Dinosaurier in Jurassic World: Fallen Kingdom litt, sondern auch andere. Und, dass es noch ganz viele, viele Menschen gibt, die an den großen Echsen interessiert sind.

Madame (8) meinte: „Glaubst du, es gäbe die Filme, wenn du die einzige wärst die Saurier möge?“ Offenbar nicht, allerdings handelt es sich ja auch um Hybrid-Dinosaurier (seit dem ersten Film übrigens), die im dritten (!) Teil nicht mehr der Fall sein sollen, wobei hier Kreaturen wie Indoraptor und Indominus Rex gemeint sind, die erfolgreich von der Rexdame und Blue getötet wurden. Fraglich, wie die Geschichte weiter gesponnen werden soll, nachdem die gemeine und schießwütige Bewölkerung vermutlich alle freilebenden Dinosaurier binnen kürzester Zeit abgeschlachtet haben wird.

Vielleicht geht es auch so weiter:

Ich habe meine Blue in Ark Survival übrigens auf Nahkampf gelevelt, während Raptora, der Rennraptor, mittlerweile tatsächlich eine gute Geschwindigkeit hinlegt – was praktisch ist, will man schnell von einem Taming-Pit zum anderen und wieder zurück, weil man Mutton-Meat (bestes Zähmungsfleisch) vergessen hat und noch einen Sattel herstellen muss. Man möchte das neue Tier schließlich sogleich reiten, selbst wenn es nur wegen seiner Fähigkeit Eier zu legen, aus der freien (gefährlichen!) Natur gestohlen (gerettet!) wurde. Und wir wissen, aus Eiern lässt sich Kibble herstellen, die die kleinen Neugeborenen (gezüchteten) Dinos manchmal bevorzugen, bestenfalls Kibble aus Eiern von Dinosauriern, die noch nie nie nie gesichtet wurden..

*

Und trotz Sommeranfang, ist das Wetter kalt. Als ich gestern Abend noch am See lag, fröstelte es mich. Und ich glaube, mich sogar etwas erkältet zu haben. Aber ich erinnere mich an die Festspiele vor X Jahren, bei welchen ich einst für ein paar Produktionen als Statist mitwirkte, dass es immer drei Wochen während den Aufführungen gab, die eisig kalt waren. In dieser Zeit bettelten wir um zusätzliche Kleidung „Das sieht man doch unter dem Kostüm nicht!“ und tranken Glühwein Tee.

Ein Kommentar

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Marvel Has a Pandering Problem NOT a Diversity Problem!

Mr Raymond leitete mir vor wenigen Tagen ein Video weiter und ich muss sagen: Es ist gut. Informativ und zynisch, die Beispiele werden gut erklärt und man folgt dem Gesagten gerne ohne abzuschweifen. Manchmal jedoch auch etwas anmaßend; denn niemand, weder der sporadische Comic-Konsument oder jene, die etwas tiefer in die Materie verwebt sind, können alles kennen und wissen – und im Gedächtnis behalten. Nichts desto trotz: Sehr sehenswert – und sie spricht vermutlich vielen eingefleischten Comic-Fans aus der Seele.

Aus der Beschreibung zum Video: „Recently, Marvel has been in the news after the VP of sales claimed diversity was killing sales. Social justice warriors, feminists and lefties were all quick to jump on the story to claim diversity is not the reason for declining sales and for once, I actually agree – diversity itself is not what’s killing Marvel comics; bad writing and pointless SJW pandering is killing Marvel comics. If you think the two may seem one in the same, check out my (((short))) 30 minute analysis!“

Schaut es euch an, es sind 30 gut investierte Minuten.

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„Shake it off!“

Toll, jetzt habe ich dieses WKO-Lied als Ohrwurm. Wenn es euch genau so geht, rate ich zu Taylor Swift. Man kann sie mögen, ablehnen, hassen oder lieben, aber dieser Song beißt sich wie ein ausgehungerter Zeck im Ohr fest.

Ich glaube, für jeden sollte eine passende Musikrichtung mit dabei sein.

Das Original:

Rock-Cover:

African Hipster Cover:

Pop-Punk Cover:

Metal-Cover:

Noch ein Metal-Cover:

Trauiges Singer-Songwriter Cover:

Nettes Singer-Songwriter Cover:

Vintage Cover:

Violinen-Country Cover:

Und zu guter Letzt ein Disney Style-Cover:

7 Kommentare

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Ein Kommentar zum „12h-Tag“

Selbst wenn man sämtliche Nachrichten Kanäle entabonniert und versucht, allem Schlechtem, dass einem entgegen geschleudert wird, auszuweichen, kommt man an manchen Nachrichten einfach nicht vorbei. Wie zum Beispiel dem 12h-Arbeitstag, der in Bälde Realität sein könnte und sein wird.

Ich hörte die Nachricht im Radio und einer der Menschen, wer auch immer es war, meinte, man solle doch jetzt bitte keine Gräuelpropaganda verbreiten, die 12 Stunden seien doch nur in Ausnahmefällen möglich und der Arbeitnehmer könne immer noch entscheiden und auch sogar ablehnen, wenn Gründe wie Kinder oder Pflege vorliegen. Wait, what?

Sicherlich, Nazi-Sprech ist in der aktuellen Regierung en vouge, während Kinderlose schon seit jeher die Arschkarte gezogen haben. Eine Bekannte arbeitete einst im Hard Rock-Café und bekam immer nur die Spätschichten zugeteilt. Der Grund? Sie ist kinderlos. Andererseits ist es natürlich wieder toll, dass es für Alleinerziehende solche Möglichkeiten gibt. So oder so ist das gesamte System suboptimal.

Da ich also informiert bin, dachte ich mir, lasse ich mich durch die Kommentare in meinem Lieblingsforum erheitern, welches ich so lange Zeit gemieden habe. Übrigens, selbst im berüchtigten Krone-Forum, einer schrecklichen Boulevardpresse (vergleichbar mit der BILD), bemerken die Leute langsam, dass nicht nur die „scheiß Auslända!“ verloren haben, sondern auch sie selbst. Tja, Pech gehabt. It’s too late baby now, it’s too late.

Aber nun zum Forum.

Ein nettes Posting war:

Ein anderer meinte: „Verkehrte Welt… Auf der einen Seite sollen, lt. Studien 50 % der Arbeitsplätze durch die Digitalisierung verloren gehen, auf der anderen Seite wird so ein Gesetz beschlossen.“ Auf der anderen Seite sollen die Leute bis 70 arbeiten, andererseits „ver-altet“ die Gesellschaft, da der Großwurf an Nachwuchs fehlt und die Leute dank moderner Medizin immer länger leben. Sicherlich, so denkt die Logik, je älter, desto länger soll gearbeitet werden, dumm nur, dass ab 50 niemand mehr realistische Chancen hat eingestellt zu werden – und eben, die Hälfte der Jobs via Digitalisierung wegfallen werden. Insofern denkt man sich, wäre doch ein 20h/Tag sinnvoller um zumindest ein paar Leute unterbringen. Lustigerweise wird aber auch keine Maschinensteuer eingeführt, die unser sozialpolitisches System etwas entlasten könnte. Oder wie fast alle anderen Länder eine Vermögenssteuer, die, oh my f*cking god! die Leistungen sogar weiterhin gewährleisten könnte, aber nein, damit ließe sich wohl keine (un)ordentliche Politik machen. Offenbar ist nur ein gespaltenes Land ist ein einfach zu regierendes Land.

Der Kommentator schreibt weiter: „Auf der einen Seite gehen nordische Staaten dazu über die Normalarbeitszeit zu verkürzen, auf der anderen Seite [wird] so ein Gesetz beschlossen.
Also entweder wir leben auf einem falschen Planeten oder unsere Politiker sind äußerst kurzsichtig……..?“ Vermutlich steckt ein teuflischer Plan dahinter, teuflischer als der Teufel selbst. Und dieser diabolische Plan sieht vermutlich vor, dass alle Leute krank werden und in die Mindestsicherung fallen. Dann kann man sie zur Zwangsarbeit verpflichten und in großer, gnädiger Güte mit einem Euro die Stunde vergütet, während auf das Vermögen zugegriffen wird, sodass man nie und nimmer eine Chance hat, aus dem Sumpf heraus zu klettern.

Und was können wir dagegen tun? Am Stammtisch bei nam Bier ordentlich auf den Tisch hauen und sagen wies ist! Ernsthaft! Ironischerweise ist dieser Beitrag ist im Prinzip nichts anderes, er klopft auf den Tisch, nicht mit der Faust aber mit ein paar Fingern tippelt er nervös auf den Tasten, hat neben sich ein Glas Wasser stehen und sagt: So gehts nit!

Oh – und dann wäre noch dieses Problem:

Also, was ist die Lösung? Kornkreise malen und hoffen, dass Aliens auf uns aufmerksam werden, uns belehren und unterstützen – wie Karellen oder uns gänzlich vernichten, oder uns einfach richtig versklaven um, keine Ahnung, weil sie Sadisten sind und Freude daran haben, so wie manche Kinder Freude daran haben, Schneckenhäuser zu zertreten oder Ameisen via Lupe zu verbrennen.

Moment, was, wenn heimische Politiker bereits Goa’ulds in sich tragen und dies die Alienhafte Versklavung ist, die sich Schriftsteller und Filmemacher schon so lange wünschen mit der naiven Wunschvorstellung, dass sich die Menschen einander an den Händen greifen und gemeinsam für ihre Freiheit kämpfen? Freedom! Was ist, wenn wir schon seit Jahrzehnten von Aliens unterwandert werden? Mind Blowing!

Manche würden an dieser Stelle wieder sagen: „Dein Zynismus macht es nicht besser.“

Doch.

Und siehe da, was mich kurz vor der Veröffentlichung dieses Beitrages noch erreicht hat: Ein Lied! Und zwar ein ganz besonderes Lied. Achtung, dieses Lied könnte zu Ohrenkrebs und dem Absterben von Gehirnzellen führen, sowie zur berechtigten Frage: WHAT. THE. H…

Ich vermute mal, dass irgendwo ein Werbefutzi geknebelt und gefoltert im Keller der WKO (Kein Scherz – dieses Video produzierte die Österreichische Wirtschaftskammer(!), wodurch wir sicher sein können, dass es sich nicht um Satire oder Parodie handelt) eingesperrt ist und dieses Meisterwerk dichten musste. Und irgendwo, in irgendeinem Raum gab es Leute, die sich das ausdachten, produzierten und dann der Meinung waren: „Joa. Geil, oder?“ Für wie blöd hält Österreichs Elite eigentlich den Bürger?

Offenbar soll es auch schon im Radio zu hören gewesen sein.

W.T.F? Seriously? Too much Internet for today. Infiltrierung und Gehirnwäsche des Bürgers auf Kosten der Steuerzahler, you’re welcome:

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