„Timeless“, S01E05

Thema diesmal: Die Schlacht von Alamo, am 5. März 1836.

Wir hören zu Beginn der Folge den original Wortlaut des berühmten Briefes von Colonel William B. Travis, der überhaupt erst von der Schlacht erzählt und in Zeitungen publiziert wurde und für die Entstehung Texas (Wyatts Heimatstadt) wichtig ist.

Rufus muss mit Rittenhouse kooperieren, ob er will oder nicht – und Wyatt droht Ersetzung. Seine Aufgabe war es, Flynn zu töten, was er bisher nicht geschafft hatte, also kommt der nächste (ein guter Soldat, wie Wyatt meint): Aber immerhin hat er noch eine Chance. Mit Granaten bepackt ist dies seine letzte Gelegenheit.

Flynn bietet dem Gegenspieler spanisches Gold der Königin Isabella II und meldet sich zum Dienst, die Rebellion ein für alle mal zu zerschlagen. Farmer und Einwohner kämpfen in dieser, auch Schwarze, denn die Sklaverei wurde in lateinamerikanischen Staaten um ca 1810 abgeschafft (in den USA erst um 1880). Kurz begegnet uns David „Davy“ Crocket, ein Abenteurer und Held, der seine Geschichten erzählt. Auch Lucy ist begeistert und fangirlt. Aber sie sind keine Touristen und die Suche nach Flynn geht weiter.

Wyatt erleidet Soldaten-Flashbacks bis ihn Lucy unterbricht. Colonel Travis wird von Flynn besucht, der ihn als gleich tötet und so liegt es an Lucy, den berühmten Brief zu schreiben. Draußen versammeln sich Gegner mit roter Flagge: Slaughter everyone! In der Original-Fassung, wie sie in den Geschichtsbüchern geschrieben steht, hätten zumindest Frauen und Kinder Gnade erhalten. Wyatt versucht die Situation zu retten, findet aber keine Unterstützung, und auch Flynn bekommt dieser Umstand wenig, verfolgt ihn doch der Tod seiner Frau und seines Kindes immer, und immer wieder. Und selbst wenn der Gegenspieler selbst Vater ist, es ist Krieg und dieser verlangt gewisse Opfer.

Auch nicht schlecht: Der Druck, der auf Lucy lastet, hat sie doch einen Brief zu verfassen, der Geschichte schreibt. Rufus kann derweil einen Teil der Bevölkerung retten, während Wyatt an sich zweifelt. Als der erste Angriff überstanden ist, erzählt er seine Kriegsgeschichte, wie er Kameraden zurück lassen musste, und sie eine Münze warfen, wer sich nun opfern müsse und wer nicht.

Der nächste Angriff folgt, Frauen und Kinder befinden sich bereits in Sicherheit. Wyatt möchte in der Vergangenheit bleiben und kämpfen, denn jeden, den er kannte, ist weg. Lucy aber überredet ihn. Sie brauchen ihn, vertrauen ihm. Aber Wyatt weiß nicht was tun, die Schuld und die eigenen Kriegserfahrungen nagen an ihm. Die Flucht gelingt und die Geschichte ändert sich nur marginal. Aber Lucy gelingt es, ihn wieder in die Realität zu holen. Lucys Brief ist übrigens sehr gut und es ändert sich nicht wirklich etwas.

Man muss natürlich auch sagen, dass die Serie doch sehr amerikanisch ist und das amerikanische Wohl, den Stolz, Sieg und Freiheit mächtig zelebriert.

Ein interessanter Gedanke:

  • „Could you imagine if Flynn tried to prevent the Alamo and the team had to convince Santa Anna to massacre everyone to ensure Texas existed?“ – Wow. Das wäre ein guter Twist gewesen.

Auch wenn Sklaverei erwähnt wurde, wurde sie nicht ganz korrekt dargestellt:

„Those were slaves, and the Alamo was fought to keep them in chains. The Texans were largely cotton growers who relied heavily on slavery. When Mexico abolished slavery in 1829, the Texans negotiated a temporary exemption for Texas that allowed them to keep their slaves, but the Texans eventually decided to rebel.

This rebellion led to the Alamo standoff, and once the Alamo had become a slogan, Texans and volunteering Southerners declared the Republic of Texas, promptly writing slavery into their constitution: “All persons of color who were slaves for life previous to their emigration to Texas, and who are now held in bondage, shall remain in the like state of servitude … Congress shall pass no laws to prohibit emigrants from bringing their slaves into the republic with them, and holding them by the same tenure by which such slaves were held in the United States; nor shall congress have power to emancipate slaves.“ (Source)

Und erneut sticht das Zeitreise-Paradoxon übelst ins Auge, wenn man zwischendurch daran erinnert wird, dass es nur eine andere Handlung braucht, die alles bisherige verändern könnte. Und trotzdem arbeiten alle noch bei Connor Mason und jeder weiß über die aktuelle Mission Bescheid, aber sowas muss man wohl akzeptieren..

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Eingeordnet unter Kritik und Rezension, Science-Fiction, TV-Shows!

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