Der Raubüberfall

Es war dunkel. Die Luke des Flugzeuges öffnete sich und ich hatte mich schon vertikal positioniert, um nicht mit der Bombe gemeinsam raus geworfen zu werden. Sie landete Ziel gerecht auf einem beliebigen Feld.

Kurz darauf stürmten wir das Gebäude. Auf den Tischen lagen Sicherheitsnadeln. Jemand hatte ihnen gesagt, dass wir kommen würden. Die Dame, die mir die Tische und Stühle gezeigt hatte, zeigte sich ahnungslos, doch das Blitzen in ihren Augen stellte sie bloß. Ich versuchte die anderen zu warnen, aber nur einer verstand, was ich meinte. Mal mehr, mal weniger geschickt, entfernten wir die Sicherheitsnadeln, und schmissen sie weg. Manche waren offen und manche kaputt.

Plötzlich fand ich mich in einem Raum wieder, in welchen die Dame mich gebracht hatte. Eine blonde Begleiterin stand neben ihr. Sie wirkte ebenfalls wie eine Verkaufsdame, hatte aber einen Kugelschreiber in ihrem Strumpf stecken.

Ich rief: „Wenn man nicht gerade ein Auftragskiller ist, trägt man keinen Kugelschreiber im Strumpf!“

Da zückte sie den Kugelschreiber und griff mich an. Ich entwendete ihr den Kugelschreiber geschickt und katapultierte sie gegen die Wand, sodass die Vase der Pflanze zerbrach.

„Ich war eh noch vorsichtig!“ sagte ich (und ich war tatsächlich vorsichtig, denn ich hatte sie ganz behutsam gegen die Wand geworfen), und fügte hinzu: „Schau, du hättest es erst gar nicht versuchen sollen. Ich bin da einfach besser als du.“

Wir verließen das Gebäude. Ich war die letzte. Das Flugzeug startete, aber etwas war falsch. Ich rief es meinen Kollegen zu, aber sie hörten mich nicht, sie starrten nur auf ihre Telefone.

„Die Drehzahl ist zu hoch, vielleicht sollte sich das wer anschauen und ich hätte übrigens auch gerne den größeren Teil der Beute, immerhin habe ich mich in Gefahr gebracht“ meinte ich zu einem, der den Sack voller Gold auf seinem Schoß hatte.

Dann legte sich das Flugzeug in die Vertikale und die Luke öffnete sich. Die Bombe flog gezielt auf eine beliebige Stelle.


Manchmal frage ich mich wirklich, was mein Gehirn verarbeitet, dass ich einen derartigen Blödsinn träume.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Kreatives, Kurzgeschichten

Eine Antwort zu “Der Raubüberfall

  1. Nicht immer ergeben Träume einen Sinn. Manchmal träume ich unsäglichen Nonsens. Bedenklich wird es nur dann, wenn man mehrere Tage hintereinander denselben Traum hat.

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