Monatsarchiv: April 2019

Pre-„Avengers: Endgame“-Zusammenfassung

11 Jahre. 21 Filme. Avengers: Endgame markiert mit dem 22. Film des MCU das Ende von Phase 3.

Werfen wir einen Blick zurück. Dieser Beitrag verzichtet auf Spoiler und wurde frei von Screen Junkies‘ Video „The COMPLETE MCU Recap | CRAM IT (Avengers: Endgame Edition)“ übernommen. Wem eine halbe Stunde zu viel investierte Zeit ist, um auf den neuesten Stand der Dinge zu gelangen und nach dem Film g’scheit mitreden zu können, der lese hier nach. Ich selbst wollte mich nämlich vor der Premiere nochmal informieren, wie es wo wann zu was kam. Oder danach. Je nach dem.

Falls ich einige wichtige Details vergessen oder falsch habe, bitte in den Kommentaren anmerken, ich werde sie dann nachtragen beziehungsweise umändern.

Let’s fez.

Steve Rogers wird im 2. Weltkrieg von Hydra zu dem gemacht, was er heute ist: the first Avenger, Captain America. In Winter Solider kämpft er gegen BBF Bucky, der es ebenfalls durch die Zeit schafft, für Hydra mordet, so auch Tonys Vater auf dem Gewissen hat und in Wakanda quasi wieder normalisiert wird. Captains große Liebe ist die britische Spionin Peggy Carter alias Agent Carter. In Civil War härten sich die Fronten zwischen Steve und Tony alias Iron Man. Tony will eine Registrierungspflicht für Superhelden, Cap sieht das anders. Es kommt zum Showdown am Müncher Flughafen.

Captain Marvel, alias Captain Carol Danvers, bekommt durch Zufall/Unfall mit dem Tesseract zu ihren Kräften; verliert ihre Erinnerungen und wird von den Kree für deren Zwecke manipuliert, bis sie erkennt, dass Mar-Vell, ebenfalls Kree und alte Bekannte, für die friedlichen Krulls kämpft. Gegen Ende vermöbelt sie ihren ehemaligen Meister und Lehrer. You go Girl! Sie ist aktuell der stärkste Charakter im MCU, und eine jener drei, die ihre Kräfte von einem Infinity Stone bekommen haben.

Nick Fury, geblendet durch die Katze (alias Flerken) Goose, trifft das erste Mal in Verbindung mit Carol Danvers auf außerirdische Lebensformen und beschließt danach die Avengers Initiative zu gründen, um noch mehr Superhelden zu rekrutieren, wie beispielsweise Tony Stark, um den Tesseract (der sich eine gewisse Zeit in Goose befindet) in The Avengers vor Loki zu beschützen.

Tony Stark alias Iron Man, dessen Vater schon ein begabter Erfinder war, besitzt den Arc Reactor, der ihn am Leben erhält und in der Lage ist, Power Suits mit ausreichend Energie zu versorgen. Nebenbei ist er intelligent, gut aussehend und reich. In Age of Ultron kreiert Tony eine AI, zum Schutz eigentlich, die ein Eigenleben entwickelt. Hallo AI-Enthusiasmus! Ultron will einen Körper, unterstützt vom Mind Stone. Aber anstatt Ultron einen neuen Körper zu verschaffen, kreiert JARVIS (Tonys Butler-AI) mit der Hilfe von Thor ein neues Lebewesen: Vision.

Vision, welcher auch Lover von Wanda alias Scarlet Witch wird, sie in Civil War bekämpft und schließlich in Infinity War von Thanos umgebracht wird. Die Geschichte um Hydra spitzt sich in Age of Ultron zu, Wanda und ihr Bruder unterziehen sich Hydras Experimenten um Rache an Tony Stark zu nehmen, denn eine Rakete von Stark Industries tötete ihre Familie. Während sie gut davon kommt (Gedankenkontrolle, Telekinese und Energy Beams) ist ihr Bruder eines: Schnell. Und Tot. Der Charakter gehörte damals FOX-Studios und war ein Teil der X-Men (die um ca. 1 Milliarde von Disney zurück gekauft wurden). Sie ist nach Captain Marvel die mächtigste Heldin im MCU. Wanda, die am Ende von Age of Ultron einige Menschen auf dem Gewissen hat, soll im Avengers HQ unter Visions Aufsicht bleiben. Diese Ereignisse in Sokovia führen zu Civil War. Wanda bricht aus und steht auf Team Caps Seite, kämpft gegen Vision und verletzt War Machine so stark, dass er sich die Hüfte bricht und ohne Suit nicht mehr gehen kann. Gegen Ende verziehen sich Vision und Wanda und werden ein Paar (Comic Easter Egg). War Machine ist ein guter Freund von Tony und vor allem bekannt, mit einem anderen Darsteller aus Iron Man 1-3.

Tonys Vater war Konkurrent von Hank van Dyne. Hank kann Ameisen kontrollieren, so auch seine Tochter Hope alias The Wasp. Diese rekrutieren Scott als Ant-Man. Beide van Dynes arbeiteten einst für S.H.I.E.L.D., entdecken in Ant-Man and the Wasp den Quantum Realm, einem Ort an dem Zeit und Raum ihre Bedeutung verlieren. Dorthin gelangen sie, weil sie sich auf die Suche nach Hanks Frau und Hopes Mutter machen und sie gegen Ende auch finden.

Natascha Romanov, russische Spionin alias Black Widow, wurde einst von Hawk Eye rekrutiert und auf die gute Seite der Macht gebracht. Beide verbindet eine nicht romantische, aber tiefe Bindung. Später rekrutiert sie Bruce Banner alias The Hulk. Sie ist es, die in Age of Ultron die Hydra Crimes ins Netz ladet, welches auch ihre schrecklichen Taten offenbart und somit eine neue Identität braucht. Sie verschwindet, bis sie in Civil War an der Seite von Cap kämpft, danach aber wieder untertaucht. Ihren ersten Auftritt hat sie in Iron Man 2. Es dauerte über 10 Jahre, bis sie ihren eigenen Film bekommt – der in Planung ist.

In Verbindung mit Black Widow steht Hawk Eye, den wir in Thor das erste mal sehen. Archer Skills over 9000. Auch er ist auf Caps Seite, wird eingesperrt aber unter Anordnung von Hausarrest zu seiner Familie am Land entlassen. Keine Spur von ihm in Infinity War. Ebenfalls in Verbindung mit Natascha steht The Hulk. Ihre On-Off-Maybe-Love-Story zieht sich durch mehrere Filme, es wird aber nie etwas ernstes draus. Bruce Banner, wir wissens, wird wegen einer Überdosis Gamma Strahlung zum Hulk. Damals noch gespielt von Edward Norton. Er hat seinen großen Auftritt in The Avengers, hilft als Bruce Banner Ultron zu konstruieren und kämpft dann im Ring der Gladiatoren bei Thor: Ragnarok. In Infinity War kracht er direkt ins Haus von Doctor Strange und warnt die Leute vor dem, der kommt: Thanos.

Thanos‘ Auftritte ziehen sich durch das MCU wie die Infinity Stones. Er vernichtet die Hälfte aller Lebewesen im gesamten Universum und setzt sich am Land zur Ruhe. Loki und Ronan zählen zu seinen Untertanen. Ronan, der uns in Guardians of the Galaxy begegnet und dem Dance-Contest ausweicht sowie in Captain Marvel. Loki ist Thors Adoptiv-Bruder: Wir lernen seine tragische Geschichte in Thor kennen, wünschen ihm den Tesseract und die Weltherrschaft in The Avengers und fieberten Thor: The Dark Kingdom (aufgrund seiner Beliebtheit wurden Szenen nachgedreht) entgegen. Und jetzt ist er tot. Getötet von Thanos. Aber halb so wild, auf Disney-Stream bekommt er eine eigene Serie.

Thanos‘ Töchter sind Gamora und Nebula. Beide kennen wir aus Guardians of the Galaxy: Zuerst Feinde dann Freunde. Zu den Guardians zählen Star-Lord alias Peter Quill, die Mutter von der Erde, der Vater ein Planet (ein Celestial) – was auch erklärt, warum Peter den Power Stone so einfach in der Hand halten konnte. Star-Lord wurde von Yondu als Space Pirate alias Ravager aufgezogen. Gamora verlor ihre Eltern bei einem Angriff von Thanos, so wurde auch Drax‚ Familie von Ronan getötet. Thanos zieht sie gemeinsam mit Nebula auf, die er kontinuierlich verbessert und quält. Des weiteren gibt es den sarkastischen Fanliebling und Trash Panda namens Rocket und der lebende Baum, namens Groot, der sich gegen Ende des ersten Guardians-Teil aufopfert. Als Star-Lord merkt, dass Ego für den Tod seiner Mutter verantwortlich ist, tötet er ihn. Nebula splittet sich ab um Thanos zu töten und Yondu stirbt, in dem er sich für Star-Lord opfert. Right in the feels.

Ebenfalls aus weiter Ferne: Thor, der Gott des Donners aus Asgard. In Thor lernen wir die Brudergeschichte kennen; zuächst Gegner in The Avengers, dann quasi Verbündete in The Dark Kingdom, bis sie gemeinsam Seite an Seite in Thor: Ragnarok gegen die böse Sista Hela kämpfen. Man könnte fast annehmen, dass MCU ist eine große Soap Opera, eine Telenovela mit etwas mehr Budget. Im Kampf gegen Hela und einem fetten Demon wird Asgard zerstört, die Überlebenden retten sich auf ein Schiff. Und Thanos taucht auf.

Wakanda hingegen hält sich versteckt vor der Welt, denn dort gibt es Vibranium, ein seltenes und unbesiegbares Metall. Caps Schild ist aus Vibranium, genau so wie Wolverins Krallen. Wer König in Wakanda ist, ist gleichzeitig auch Black Panter, inklusive Superkräfte und indestructibale Suit. T’Challa, so der Held mit Namen und künftige König, wird von seinem Cousin heraus gefordert; seine kleine Schwester Shuri ist ziemlich intelligent und versucht während Thanos Angriff in Infinity War den Mind Stone aus Visions Stirn zu entfernen, ohne Vision dabei selbst zu töten – was ihr leider nicht gelingt, denn die Zeit ist zu knapp. Und dann gibt es noch Okoye, eine ziemlich coole Kriegerin.

Spiderman! Wir kennen die Story: einst von einer radioaktiven Spinne gebissen ist Peter Parker heute You Tube Star, die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft und mit Tom Holland perfekt besetzt. Tony rekrutiert Peter, aber dieser will noch Teenie sein, Tony sagt das war eh nur ein Test.War es nicht. In Civil War kämpft er an Iron Mans Seite, bis er schließlich in Infinity War in dessen Armen stirbt. Right in the feels.

Last but not Least: Doctor Strange, einst ein arroganter Chirurg, der durch einen Unfall die Fähigkeit zu arbeiten verliert. Er macht sich auf die Suche nach Frieden, meditiert und wird Herrscher über die Zeit. Doctor Strange ist im Besitz des Time Stones, davor war es Tilda Swinton, deren Auftritt als White Washing kritisiert wurde, aber seien wir uns ehrlich: Es ist Tilda fucking Swinton! Sorry, but not sorry. Es gibt eine Dark Dimension und der Umhang führt ein Eigenleben.

Soviel dazu!

Halt! Die Gems!

Die Gems (thx Wiki)

  • Space Stone (Blau): Das erste mal sehen wir den Tesseract in einer Post-Credit-Szene bei Thor; er wird in Captain America: The First Avenger von Red Skull (der sich später auf Vormir befindet) gestohlen, um eine Waffe, die von Hydra produziert wurde, in Gang zu setzen. In den 80ern taucht er bei Captain Marvel auf (Dr. Wendy Larson aka Mar-Vell versucht die Krulls damit in Sicherheit zu bringen) und verleiht Carol Danvers bei einer Explosion ihre Kräfte. Der Tesseract wird von Goose der Katze, gefressen (irgendwann wieder ausgekotzt) und in die Obhut von S.H.I.E.L.D. übergeben. Loki stiehlt diesen in The Avengers um die Erde zu erobern. Danach wird er in Asgard aufbewahrt. Loki stiehlt diesen erneut (Thor: Ragnarok) und gibt ihn nach der Zerstörung Asgards Thanos. Damit rettet er seinem Bruder das Leben und opfert sich selbst. Don’t worry, Disney hat ihn bereits unter Vertrag.
  • Mind Stone (Gelb): Existiert lange Zeit in Lokis Zepter, was Loki in The Avengers behilflich ist, denn die Gedanken anderer lassen sich damit kontrollieren. Nach The Avengers fällt das Zepter in die Hände von Hydra, die damit an Menschen experimentieren (Post-Credit-Szene The Winter Soldier). Die einzigen Überlebenden sind Wanda und ihr Bruder Pietro, Age of Ultron zeigt deren Potential und die quasi Geburt von Vision. Der Mind-Stone besitzt eine eigene Intelligenz, was sich die KI Ultron zunutze macht aber durch Thor und JARVIS vereitelt wird, was zu Vision führt. Qualitäten des Mind-Stones: Umfangreiches Wissen und die Fähigkeit neues Leben zu schaffen.
  • Reality Stone (Rot): Taucht das erste mal in Thor: The Dark World auf, genannt Aether und ist eigentlich kein Stein, sondern eine Art Flüssigkeit. Diese kann, wenn sie mit einem Host zusammen geführt wird, alles in dunkle Materie verwandeln und das Leben von Sterblichen aussaugen. Mit ihr lassen sich Portale zu anderen Welten öffnen. Der Reality Stone scheißt quasi auf die Gesetze der Physik und macht damit, was er will. In Infinity War holt sich Thanos diesen vom Collector.
  • Power Stone (Violett): Ronans Quest in Guardians of the Galaxy. Der Stein verbessert die Stärke seines Besitzers und kann gesamte Zivilisationen zerstören. Ronan versucht folgend den Planeten Xandar zu vernichten, wird aber von den Ravagers, Nova Corps und den Guardians gestoppt. Thanos vernichtet in Infinity War die Hälfte von Xandars Bevölkerung.
  • Time Stone (Grün): Im „Eye of Agamoto“, benannt nach dem Meister der Mystic Arts, kann der Stein die Zeit manipulieren. Doctor Strange erweist sich würdig und wir lernen was über Time Loops.
  • Soul Stone (Orange): Mit dem Soul-Stone lässt sich die Seele und das Sein einer Person manipulieren. Er taucht in Avengers: Infinity War das erste mal auf; Gamora hatte bereits in Guardians of the Galaxy Thanos gefragt, ob es diesen Stein tatsächlich gibt, weil so wenig überliefert ist. Schlussendlich findet Gamora diesen dann auf dem Planeten Vormir, erzählt aber Thanos nichts davon – dafür aber Nebula. Die dann von Thanos gefoltert wird – das eine führt zum anderen und Thanos opfert Gamora.

Jetzt aber noch mal zurück zu Infinity War:

Was passierte nochmal in Infintiy War

Erstens, meine Kritik dazu, zweitens eine kleine Zusammenfassung:

Thor überlebt. Loki opfert sich. Thanos kämpft gegen Hulk, bis Heimdall diesen zur Erde schickt und er vor Doctor Stranges Nase landet. Thor wird von den Guardians aufgesammelt, nachdem auch deren Schiff von Thanos zerstört wurde. Das Team splittet sich auf: Thor und Rocket suchen nach dem Schmied (Thors Hammer wurde von Hela zerstört), die restlichen versuchen Thanos und den Reality Stone zu stoppen – was aber nichts nützt, Thanos nimmt Gamora mit und opfert sie für den Soul Stone auf Vormir. Bruce, nicht Hulk, warnt Tony und Strange – was dazu führt, dass Tony, Spiderman und Strange sich bald im All befinden. Black Widow, Falcon, Wanda und Vision verweilen im Avengers HQ. Steve und Bucky in Wakanda. Shuri versucht den Mind Stone aus Visions Stirn zu entnehmen ohne ihn dabei selbst zu töten, aber die Zeit reicht nicht aus.

Die Guardians sind mit Strange und Tony im All. 14 Millionen Timelines, und nur eine gibt es, in welcher Thanos besiegt werden kann. Strange händigt Thanos den Time Stone aus. Als Star-Lord beinahe den Handschuh in der Hand gehabt hätte, erfährt er von Gamoras Tod und tja… they lose. Thanos macht sich auf den Weg zur Erde, Mind Stone und tötet Vision. Thor, Rocket und Groot tauchen ebenfalls auf – es gibt eine Schlacht. Und wir alle wissen, wie sie ausgeht. The snap.

So, ich hoffe ihr seid nun bestens informiert und bereit für ENDGAME.

Reihenfolge der Filme 

MCU Phase 1

  1. Iron Man (2008)
  2. Der unglaubliche Hulk (2008)
  3. Iron Man 2 (2010)
  4. Thor (2011)
  5. Captain America: The First Avenger (2011)
  6. Marvel’s The Avengers (2012)

MCU Phase 2

  1. Iron Man 3 (2013)
  2. Thor: The Dark Kingdom (2013)
  3. Captain America: Winter Soldier (2014)
  4. Guardians of the Galaxy (2014)
  5. Avengers: Age of Ultron (2015)
  6. Ant-Man (2015)
  7. The First Avenger: Civil War (2016)

MCU Phase 3

  1. Doctor Strange (2016)
  2. Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)
  3. Spider-Man: Homecoming (2017)
  4. Thor: Ragnarok (2017)
  5. Black Panther (2018)
  6. Avengers: Infinity War (2018)
  7. Ant-Man and the Wasp (2018)
  8. Captain Marvel (2019)
  9. Avengers: Endgame (2019)

MCU Phase 4

  1. Spider-Man: Far From Home (Kinostart: 5. Juli 2019)

The End.

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Happy Zombie Jesus Day!

Happy Zombie Jesus Day!


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Die schönsten Geräusche der Welt

Eben auf Twitter gesehen und sofort für einen Beitrag verwertet:

  1.  Meeresrauschen
  2. Das zufriedene Schnauben von Pferden
  3. Schnurrende Katzen
  4. Gewitter
  5. Regen, der an Fensterscheiben klopft
  6. ein plätschernder Fluss oder Bach
  7. Knistern eines Feuers
  8. das Poppen von Luftpolsterfolie
  9. Schritte im Schnee
  10. Wenn die Leute einfach still sind
  11. Wenn der Staubsauger einen Kiesel aufsaugt
  12. Vogelgezwitscher
  13. Die qualvollen Schreie der Untoten
  14. Maiskörner, die eben zu Popcorn werden

Allerdings gibt es auch Geräusche, die ich hasse und besonders, wenn sie von anderen Menschen verursacht werden: Wie zum Beispiel, wenn Menschen mit Plastik knistern, oder trommeln, oder wo kratzen, tippen oder auch nur ständig vor sich hin murmeln. Wenn jemand ewig in der Popcorn Packung nach den letzten Krümel kramt; im Kino. Ganz schrecklich an Orten, wo es eigentlich still sein sollte. Ewig herum fitzeln, bis sie diese eine Packung aufgemacht haben. Ewig brauchen, um an dieses eine Chips-Stück zu gelangen. Seriously Dude, leers dir auf einen Teller!

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Notre Dame, das Internet, und alles andere

Wenn mich etwas immer wieder erheitert, dann ist es die menschliche Dummheit. Nicht unbedingt die des einzelnen, wobei die Entscheidung die der einzelne trifft, natürlich zu solch verzwickten Situationen führen kann, mehr jedoch die kollektive Gesinnung: Schützen wir Künstler! Ja! Reformieren wir das Urheberrecht! Ja! Installieren wir Uploadfilter! Ja! … Wait, What? Exakt. You get the point.

For Example:

Tja, das passiert eben, wenn alte Dudes Sachverhalte entscheiden dürfen, von denen sie keine Ahnung haben. Und nein, dies wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern.

Ihr wisst ja auch, wenn man „Google“ bei Google eingibt, kann es das Internet zerstören. Fast kommt es einer griechischen Tragikomödie gleich, wenn die Verantwortlichen durch Artikel 13 und Co. tatsächlich das Internet „löschen“ wie es einst war. Die sich darauf beziehenden Memes sind berechtigt und zeichnen sich durch einen zynischen und frisch aus der Realität importierten Nebengeschmack aus. Sicherlich, die glorreichen Zeiten von Napster und Co. sind lange Geschichte, und wie das mit den Uploadfiltern dann tatsächlich aussieht, kann keiner sagen, denn Zitate, Satire und Memes fallen unter Zensur (wie soll der Filter wissen was Original Content und was ein Zitat ist?). Vermutlich wird sich jedes Land seine eigene Auslegung zurecht stutzen, und somit wird sich (vermutlich) im großen und ganzen nichts ändern oder aber das Internet bricht zusammen: alle Server explodieren zeitgleich, ganze Städte werden im Feuer untergehen und alles was wir je online hochgeladen haben, wird für immer verschollen sein. Die Leute müssen wieder anfangen, sich im Real Life zu verabreden und die Menschheit stirbt aus. Hmm..

Auch gehe ich davon aus, dass emsige Anwälte des freien Internets bereits jetzt schon den Fall für den europäischen Gerichtshof (EuGH) vorbereiten, der auch die Vorratsdatenspeicherung wieder aufgehoben hatte.

Aber bleiben wir bei Notre Dame. Denn darum ranken sich bereits jetzt Mythen und Legenden, wie es denn zum Brand kam und manche sind der Meinung, Daenerys Targayren habe was damit zu tun. Wenn überhaupt, dann der Night King oder Cersei Lannister, aber nicht Daenerys.

Es gibt mittlerweile so viele Meinungen und Aussagen rund um den Vorfall, dass es besonders in diesem Falle ist, die Realität von Fake News unterscheiden zu können. Ein Scroll durch Twitter reicht aus, um zu wissen was ich meine.

Auch interessant (und sehr sehr cool), dass Ubisoft bis zum 25. April Assassins Creed Unity gratis(!) hergibt: Die Reihe spielt in Paris und ein jeder solle in den Genuss Notre Dames kommen, welches für die nächsten 5 bis 6 Jahre verschlossen bleiben soll. Da Notre Dame für das Spiel sehr umfangreich katalogisiert wurde, wird dieses auch beim Wiederaufbau behilflich sein können. In your Face, Game-Bashers!

Bereits 850(!) Millionen Spendengelder haben sich gefunden – und man frägt zurecht, wie schnell das Übel der Welt beseitigt werden könnte, wenn sich ALLE reichen Menschen zusammen tun und spenden würden. Wird wohl auf ewig ein theoretisches, experimentales Gedankenspiel bleiben und statt etwas mehr Geld für Arme und Bedürftige klar zu machen, wird ihnen einfach a bissl mehr weg genommen, gell Österreich? Shame on you.

Und zu guter Letzt: Eine Aufnahme vom Gratis-Orgelkonzert von vor zwei Jahren in Notre Dame.

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„Game of Thrones“, predictions vor S08E01

For all we know – das Ende muss so gestaltet sein, dass ein jeder „halbwegs“ damit zufrieden ist und man kann es nicht jedem recht machen. Vor allem nicht der engstirnigen, fanatischen Fangemeinde, deren einzige Wahrheit ihre Wahrheit ist.

Und somit gebe ich meine Prognosen ab, die, wie mir erscheinen – am wahrscheinlichsten sind:

In Anlehnung an die Azor Ahai-Theorie wird Daenerys vermutlich durch die Hand Jons den Heldentod for the greater good sterben müssen. Auch die Drachen werden ihr Leben lassen, vernichten aber davor noch einen Großteil von White Walkern – wenn sie nicht den Night King selbst sehr, sehr arg in Mitleidenschaft ziehen. Aber! Das Kind von Daenerys und Jon wird leben. Bleibt die Frage, ob Daenerys für „Lightbringer“, siehe Theorie, geopfert wird oder, dass das Kind leben kann (Kindbett, Prophezeiung, usw.). Da bereits zwei Kinder in der Serie geopfert wurden (Daenerys Sohn für Khal Drogo und die kleine Shireen), gehe ich nicht davon aus, dass noch ein weiteres Kind sterben muss, oder? Aber who knows. Das sind alles nur Mutmaßungen ohne Hand und Fuß.

Der Kampf gegen die Lannisters ist zu verachten, er ist nonsense und selbst wenn Cersei nach Winterfell marschiert, wird der Winter sie bereits ausgehungert haben. Fakt ist auch, dass Kings Landing vernichtet werden wird. Und zwar ziemlich schnell. Simple as that.

Fix überleben werden: Arya (weil sie einfach cool ist) und The Hound (er hat schon zu viele Tode hinter sich, warum sollte er jetzt sterben beziehungsweise Frieden finden?), was aber nicht im Zusammenhang stehen muss. Ich gehe auch nicht davon aus, dass Arya und Gendry noch gepaart werden, auch wenn die Fans (und ich), das natürlich gerne sähen. Ebenfalls überleben wird die kleine Lyanna Mormont.

In Anlehnung an die Prophezeiung („valonqar“ alias der „kleine Bruder“), vor welcher Cersei so viel Angst hat: Ja, sie wird sich bewahrheiten, aber nicht Tyrion wird sie töten, sondern Jaime. Auch Sansa wird sterben, aber vermutlich auch nur, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war. Es ist durchaus möglich, dass Jaime den Heldentod sterben wird – so aber auch bei Brienne, deren Tod sehr ritterlich und ehrenvoll sein wird, im Kampf gegen den Night King oder so. Ihre letzten Worte gelten Jaime, eh klar.

Wer, wen nicht Tyrion würde die kollektive Fangemeinde auf dem Thron (zumindest) akzeptieren? Eben. Säße Daenerys am Ende auf dem Thron, sähe sich HBO gezwungen erhebliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, da angry white boys das Gebäude stürmen und lauthals protestieren würden. Säße Jon auf dem Thron, wäre das einfach lächerlich und zu Klischeehaft – auch wenn die Reihe „A Song of Ice and Fire“ heißt und eigentlich Jon damit gemeint ist, auch wenn sich die Serie um Daenerys und Jon gleichermaßen drehte. Also, nein. Ich gehe davon aus, dass es entweder Tyrion sein wird (der in Wahrheit übrigens ein Targaryen ist) oder niemand, und das große Reich splittert sich in kleinere, unabhängige Königreiche auf.

Ich glaube damit Recht zu haben, weil es das harmloseste Ende wäre. Es wäre nicht aufregend und ein ok-Abschluss. Es wäre nichts tragisches und all diese Tode und Geschehnisse ließen sich auf Prophezeiungen und Legenden zurück führen, wodurch die Mystik erhalten bliebe. Erneut, alles nur halbgare Überlegungen und zwei-drei Stunden auf Reddit würden meine Meinung sicherlich schnell enden, aber – ich glaube dennoch Recht zu besitzen.

Wir werden sehen…

Fun fact übrigens:

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„Salvation“, Season 1

Ich stelle mir bei Serien wie dieser, eine gut durchmischte Gruppe an Schreiberlingen und kreativen Köpfen vor, die an ihrem Tisch sitzen, mit Kaffee, Tee und Chai-Latte und einen grandiosen Einfall nach dem nächsten haben; dabei aber nach Lehrbuch vorgehen und nach wenigen Minuten bemerken, wie ihre Einfälle sämtliche Klischees miteinander verpaaren – und aus dieser Ernüchterung die Konsequenz ziehen und noch mehr absurdere Ideen (die sich alle gegenseitig an „Wtf? Lol!“ und „What the …?“ und „Whaaat! Wie genial!“ übertreffen wollen) hinein schreiben.

Das in etwa ist die Kurzfassung des Eindrucks, den Salvation hinterlässt.

Die Schreiberlinge kommen alle aus unterschiedlichen Bereichen und bringen alle unterschiedliche Ideen mit: Hard Science-Fiction und Physik, Drama, Trash, Humor (ein Komiker ist für die humoristischen Elemente und Parodie zuständig, er wird aber nie zu Scrabble Abende eingeladen, weil seine Witze entweder zu flach, oder zu intelligent sind), Verschwörungen und (vorhersehbare) Plotwists und natürlich: Die Gefahr aus dem All – Asteroiden!

Kurz: Die Serie ist großartig! Auch wenn ein Klischee das andere jagt, jeder Plottwist den Weg für den nächsten ebnet, und die Serie eigentlich ganz schrecklich sein müsste (die Ratings der zweiten Season sind sehr schlecht, vermutlich wird es keine dritte Season mehr geben und der Asteroid die Erde zerstören), liebt man sie spätestens ab der dritten Folge.

Die Schauspieler sind sympathisch, so auch die Charaktere – und man bemerkt: Warum sind nur Männer kluge Techs, Military und Wissenschaftler, während Frauen Pressesprecherinnen, Journalistinnen, Self-Publish-Authors und reiche Damen sind? Andererseits, wer sind wir, dass wir Medienarbeit geringer bewerten als Wissenschaft? (Ich weiß, die Wissenschaft ist ein männlich dominierter Bereich und dies soll mit weibliche Präsenz aufgebrochen werden, was aber hier kaum der Fall ist). Dennoch, for all we know: Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert das Weltgeschehen. Der erste Gedanke war: „What, warum is da keine Frau dabei!“ Immerhin gibt es eine Madame President.

Worum gehts?

MIT-Student Liam entdeckt via Simulation etwas seltsames: Einen Asteroiden. Seine App warnt ihn, als er gerade Sex hat. Als er seinen Professor auf diese unglaubliche Nachricht aufmerksam machen will, findet er dessen Wohnung komplett zerstört vor. Nicht nur das: er wird beobachtet und verfolgt. Kurz um sucht er Hilfe beim Tech-Genie/Milliardär Darius Tanz, welcher eigentlich den Mars kolonisieren will.

In 168 Tagen soll der Asteroid einschlagen und ein 6. Massensterben zur Folge haben. Das Pentagon weiß bereits Bescheid und will Raketen zünden. Jedes Kind weiß mittlerweile, dass ein Asteroid dieser Größenordnung in zig Hundert Teile zerbersten und ebenfalls großen Schaden anrichten würde – natürlich würden die Teile des Asteroiden nur die östliche Hemisphäre treffen und der Grundstein zu Weltpolitischen Spannungen wird säuberlich in Reihe und Glied gelegt.

Darius hat eine andere Idee und wird sogleich von Liam unterstützt: Via Gravitation soll der Asteroid von seiner Bahn gelenkt werden. Wie sie dort hinkommen? Liams Professor beziehungsweise auch Darius hatten an etwas gearbeitet, dass sich EM-Drive nennt und eigentlich die klassischen Naturgesetze in Frage stellen würde, allen voran Newtons 3. Gesetz (allerdings gibt es Diskussionen darüber..). Darius aber lässt uns wissen, dass mit jeder Zeitwende, die vorigen Gesetze entkräftet und verbessert werden.

Yes, the trash is real! Und es ist großartig!

Während Darius also 100kg von angereichertem Uran und 2 Milliarden zur Verwirklichung braucht, schleicht sich Grace (die Pentagon Pressesprecherin) Nachts hinab und stiehlt die Codes von ihrem Freund Harris, der ebenfalls bei der CIA ist (und ihr Boss) um Darius das Uranium beschaffen zu können, denn sie ist sich sicher: Darius kann die Welt retten. Sie will nicht den Osten opfern, damit der Westen unbeschadet bleibt. Dabei verliert sie einen Ohrring im Koffer, und Chaos ist vorprogrammiert – aber! Darius braucht das Uran gar nicht für den EM-Drive…

Yes, the trash is real! Und es ist großartig! Ich liebe diese Serie schon jetzt.

Und damit beende ich die Inhaltsangabe, denn die Freude die Plottwists, seltsame und fragwürdige Entscheidungen, Verwicklungen, Verwirrungen und die kindlichen Einfälle der Schreiberlinge mit sich bringen, mag ich niemanden nehmen. Es ist wirklich großartig. Es ist trashig. Aber gut.

Die Serie, die 2017 das erste Mal auf CBS ausgestrahlt wurde, beendete eben seine zweite Season und läuft aktuell auf Netflix. Wie zu Beginn erwähnt sind die Ratings sehr schlecht, und vermutlich, wenn die Serie nicht von einem Streaming Sender gekauft, wird es keine dritte Season geben. Was ich sehr schade finde. Aber noch habe ich Season 2 nicht gesehen.

Kritik / SPOILER!

Natürlich freute ich mich auf das Season Finale, wurde aber leider enttäuscht.

Sicherlich, es kündigte sich schon über ein paar Folgen an, dass der Zwist zwischen Russland, die einst mit Absicht angegriffen wurden (aber die Sache als Asteroiden Einschlag vertuscht werden wollte) und den Staaten, zu eskalieren droht. Gegen Ende, als die Hacker Gruppe Re/Syst (die exakt so ist, wie man sich eine Hackergruppe vorstellt, im Untergrund, junge Leute mit Piercings und gefärbten Haaren, die für die Sache auch bereit sind zu sterben) ein US-Militärschiff, sowie eine russische Base in die Luft jagen, schlägt Russland zum Gegenangriff und sendet ein paar nukleare Bomben Richtung Washington (habe ich erwähnt, dass sehr viel SF-Trash dabei ist?). Die Leute befinden sich derweil im Bunker – der sie die nächsten 100 Tage sicher halten soll, oder auch, wenn der Asteroid auf die Erde einschlägt – genauer, in und bei „Salvation“, dem Raumschiff das mit 160 auserwählten Personen zum Mars fliegen hätte sollen, um dort die Menschheit weiter leben zu lassen.

Der Twist selbst, (der dem Komiker (den ich oben erwähnte) öfters Chancen gab, wenn auch humpelnde, Running Gags einzubauen) war gar nicht so das Problem, denn Verschwörungen gibt es immer wieder (und sie wurden auch sehr satirisch eingefädelt), und auch die fast schon Soap-Opera-artigen Liebesdramen hätte man akzeptieren können (Grace, eigentlich mit ihrem Boss Harris liert, verknallt sich in Darius, der trifft seine ehemalige große Liebe wieder, und auch wenn er an zweite Chancen glaubt, stimmt halt das Timing nicht, und klar, er ist auch in Grace verknallt; die On-Off Beziehung zwischen Liam und Jillian und die Affäre der Tochter von Grace mit dem Sohn von Harris und so weiter) – was aber leider einen tiefen Schatten über die Serie wirft war jenes:

Wenn die mitwirkenden Damen viel Spielraum einnahmen (auch wenn keine von ihnen Wissenschaftlerin war und zur Lösung des Problems direkt beitrug) und es Folgen gab, die sich lediglich um Grace drehten, verkamen alle drei, Grace, Jillian und Claire (die Ex von Harris) zu liebeshungrigen, weinerlichen „I want you“-Babes, die, auch wenn das Ende der Welt nahe steht, nur eines im Sinn haben: bei ihrer großen Liebe sein zu wollen. Dagegen spricht auch nichts, im Gegenteil – die Art jedoch, wie das ganze wieder in Szene gesetzt wurde, diente lediglich dazu, die eh schon heroischen Männer aus dem Drama heraus zu nehmen, und um sie noch heroischer zu inszenieren.

So meint Darius in letzter Sekunde zu Grace, sie solle gehen, denn Harris brauche sie. Ernsthaft? Warum nimmt er sie nicht mit? Gegen Ende finden sich Darius und Liam, der Jillian in letzter Sekunde verlässt, ohne ihr zu sagen warum (ich würd‘ den Typ so abschießen), wieder gemeinsam ein, weil sie beide eine Lösung haben, wie sie die Erde dennoch retten können. Ja, I get it. Er will sie sicher und verschlossen halten. Eh klar. Trotzdem. Das wie!

Leider wurde Amanda, die Reporterin, der das Wohl der Menschheit am Herzen lag, zu früh ermordet und auch die Präsidentin der Vereinigten Staaten entging nur knapp einem Mordkomplott.

Fazit

Wer SF-Trash mit Verschwörungen und Drama und Eyecandy mag, you’re welcome, thank me later.

Thx Reddit:

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„Ascension“, Mini-Serie

Nach Salvation (Einträge folgen), die nächste SF-Trash Serie, die auf Netflix mit ihren Reizen lockte. Ascension ist eine US-kanadische Miniserie mit nur 6 Folgen und wurde 2014 das erste mal ausgestrahlt.

Achtung, diese Besprechung beinhaltet massive Spoiler. Wer die Serie noch sehen mag, ohne dass Überraschungsmomente genommen werde, sollte nach der kurzen Inhaltsangabe, aufhören zu lesen.

Kurzes Fazit: Sehenswert. Es sind nur 6 Folgen.

Worum gehts?

1963 startete ein Generationenschiff zu einer 100jährigen Reise nach Proxima Centauri, einem Stern, der unserer Sonne am nächsten ist, um dort einen habitablen Planeten zu bevölkern und das Überleben der menschlichen Rasse zu sichern. Nach exakt 50 Jahren geschieht ein Mord.

Spoiler

Eindrücke während der Serie, Inhaltsbezogen

Das Generationenschiff ist riesig. Es gibt auch eine Art Strand. Sie besitzen zwar alte Gerätschaften aus den 60ern, konnten sich aber mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln so weit entwickeln, dass kleine Laptops entworfen werden konnten.

Etwas seltsam ist, dass die Upper Deck Leute nie die Lower Decks besuchen, und sich somit dort nicht auskennen. Das Schiff ist zwar riesig, aber nicht soooo groß, dass man über 50 Jahre nicht von A nach B geht, beziehungsweise, dass die Lower Decks nicht einmal aufbegehren und hier und da mal die Kontrolle übernehmen – dürften die Arbeiter doch an Masse und Zahl überlegen sein.

Trotz dessen, dass das Schiff riesig ist, und neben Massentierhaltung auch anderen Fabriken beherbergt, zieht sich eine Spur des Zweifels am Rande entlang, wenn 600 Menschen dort Platz haben sollen und die Räumlichkeiten der Upper Decks teils sehr großzügig ausgestattet sind. Außerdem: Woher kommen die Waren? Sie haben immer wieder neue Waren – nach 50 Jahren und bei 600 Menschen, müssen diese doch irgendwann aufgebraucht sein – außer sie fabrizieren sie selbst, was aber mehr als 600 Menschen für eine Produktion erfordern müsste – und noch mehr Platz für Anbau und dergleichen. Aber ganz gleich, es ist ein interessantes Gedankenspiel.

Seltsam wird es, als man bemerkt, dass die Kameras, die überall installiert sind, und die Bilder nach außen transportieren, von niemanden entdeckt werden. Nach 50 Jahren wird man doch das eine oder andere auseinander genommen oder umgeräumt haben oder alte Dinge zerlegen.

Dann gibt es eine Birth-List: Was bedeutet, dass nur bestimmte Paare sich fortpflanzen dürfen, und ihr Implantat entfernen lassen können. Auch gibt es gematchte Paare: Wenn der PC, alias der mathematische Algorithmus, empfindet, dass diese und jene Gen-Kombination sinnvoll für das Überleben (die Weiterentwicklung) der menschlichen Rasse ist, werden diese zwei Menschen gepaart. Und es ist okay. Die Leute akzeptieren das. Fast.

Daneben gibt es die Stewardessen „Guardians of the Birth List, Body and Soul calling – wife, mother, caregiver to all.“ (Wait, WTF? Handmaidstale auf Glamours 60s?) und die Frau des Captains ist Bordelldame höchsten Grades. Sie wählt die hübschesten und perfektesten Mädels selbst aus, welche dann auf exklusiven Partys die ranghohen Militärs bedienen und für die eine oder andere Seite spionieren.

Eindrücke über die Serie (massive Spoiler!)

Mir ist bewusst, dass eine Serie über ein Generationenschiff einiges an Kreativität und Suspension of Disbelief abverlangt und vieles an Spielraum offen lässt beziehungsweise ließe, um vorhandene Gesellschaftssysteme zu kritisieren oder einen gänzlich neuen Gesellschaftsentwurf zu entwickeln – in diesem Falle aber konzentrierte sich die Handlung auf die äußeren Umstände und die Tatsache, dass das Schiff als quasi Petrischale für genetische Evolutionsexperimente dient. Die Genetik wurde erst 10 Jahre vor „Start“ des Schiffes entdeckt, also warum nicht gleich testen?

Natürlich überlegt man sich, wie man seit den 60ern das ganze geheim halten konnte, vor inneren und äußeren Blicken, von der Logistik ganz abgesehen – aber, darum geht es nicht.

Aber! Gegen Ende reist ein Crewmitglied tatsächlich auf den Planeten, der von drei Sonnen umgeben ist. Wie? Indem, dass nur die besten Eigenschaften weiter vererbt werden, entwickeln/erreichen manche Crewmitglieder die nächste Evolutionsstufe, können elektromagnetische Impulse senden und schlussendlich auch teleportieren. Richtig gelesen, das ist die Auflösung. Jap. Sorry to say, aber das ist das Ende.

Aber schaut euch die 6 Folgen trotzdem an. Die Frage natürlich, wie dieser eine Mensch auf dem fremden Planeten überlebt, oder ob er damit in den sicheren Tod geschickt wurde – lässt sich an dieser Stelle nicht beantworten.

Dass auch die Verschwörungswebsite, auf welche die Menschen gelangen, wenn sie sich über die näheren Umstände informieren möchten, ein Teil des ganzen ist – und Kritiker, die zu nah an der Wahrheit graben, um das Experiment zu gefährden, einfach getötet werden, muss natürlich ebenfalls angesprochen werden und vermittelt: Trust no one.

Kritik (Spoiler)

Schade finde ich, dass das Gefühlsleben der Passagiere nicht näher betrachtet wird. Zwar gibt es Kritik an der „Hineingeworfenheit“, denn man sei schon allen Personen, die man je kennenlernen würde, begegnet – aber eine wirkliche Tiefe bleibt aus. Was vielleicht in dem Fall ganz gut ist.

Auch gibt es nach wie vor Klassenunterschiede. Wenn die 1960er Star Trek und eine fiktive klassenlose, utopische Gesellschaft hervorgebracht haben, dann hätte dies ebenfalls ins Experiment mit einbezogen werden können, wie sich soziale Strukturen entwickeln. Stattdessen aber scheint es von vornherein die Upper und Lower Decks zu geben, die (natürlich) miteinander im Konflikt stehen. Nach oben zu kommen ist schwer, nach unten zu fallen einfach. Warum nicht jeder ein gleichwertiger Teil der Gesellschaft sein kann… ist fraglich.

Anyway: Für einen verregneten Samstag-Nachmittag eine passable Unterhaltung mit Potential zu mehr.

Lesenswert auf Reddit

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Führerschein, bye bye..

Btw! Ich habe die praktische Führerschein-Prüfung verschissen – und im Moment wars das auch: 2000€ für nichts investiert.

Warum? Einer der Hauptgründe möchte ich meinen war folgender:

  • Man stellte mir einen Fahrlehrer zu Seite, mit dem ich noch nie gefahren bin: Ergo war meine Nervosität größer und nach Umhören und Erkundigen gilt dies als absolutes No-Go: Üblich ist es, einen Fahrlehrer mitzugeben, mit dem bereits öfters gefahren ist, dem (oder auch der) man vertraut, der einem Nervosität nehmen und Sicherheit vermitteln soll. Der die Schwächen des Prüflings kennt und gegebenenfalls heimlich eingreifen kann bzw. voraussehen, wo es kritisch werden könnte.

Am Platz war es nicht besser:

  • Schon zu Beginn zeigte ich Unsicherheit und wusste nicht mehr wie man das Auto startet (Es war bereits gestartet…).
  • Dann stimmte was beim Einparken nicht – und ich weiß nicht was es war (Es war ein leichter Fehler).
  • Dann beantwortete ich eine Frage zum Motor falsch (man musste 3 Fragen beantworten, wieder ein leichter Fehler).

Des weiteren, auf der Straße:

  • Schauen auf Gangschalter: Fehler. Ständig kritzelte der Prüfer was und mit jedem Strich stieg die Nervosität. Aber seien wir uns ganz ehrlich, durch dieses umständlich den Kopf um beinahe 180° zu drehen um den 3S-Blick korrekt zu machen (wo man schlussendlich eh nichts sieht), geht bei weitem mehr Aufmerksamkeit und Zeit drauf, als diese Millisekunde, um sicher zu gehen, den richtigen Gang eingelegt zu haben.
  • Mein Pech war auch das Streufahrzeug bei Steigung und Gegenverkehr: Ich entschloss mich zu überholen, und dieses Manöver brachte mir gleich drei schwere Fehler ein, da, als ich exakt auf Höhe des Streufahrzeugs war, auf Gegenverkehr traf und weiter fuhr, anstatt zurück zu fallen und dem hinteren auf die Motorhaube zu krachen. Shit happens: „Überholt mit zu hohem Gang bei Gegenverkehr!“ lautete die Anklage. Herr Richter, ich erhebe Einspruch!
  • Mein Auffahren auf die Autobahn passte ebenfalls nicht: „Fährt mit 70km/h auf die Autobahn auf!“ Ja mit was sonst? 50? 100? Hinter und vor mir waren LKWs, weder langsamer noch schneller wären in diesem Moment nicht drinnen gewesen, ich finde 70 km/h waren für die Situation angemessen. Ausserdem, wann hat er drauf geschaut? Eben. Sicherlich werde ich irgendwann 70km/h gefahren sein.
  • sowie die Spurhaltung und meine Blicktechnik (Ich habe kein einziges Mal den 3S-Blick vergessen! Habe auch in die anderen Spiegel geschaut und kontrolliert wie ich fahre, dafuck dude?)
  • Das Auto stürzte mir natürlich auch zweimal ab.

Und warum ich aktuell damit abgeschlossen habe?

  • Fehlendes Vertrauen in meine Fahrschule – wenn, würde ich wechseln.
  • Die L-Tafel ist bereits ausgelaufen und man bekommt sie nur einmal (was bedeutet: keine Möglichkeit mehr zu üben),
  • was bedeutet, ich müsste zunächst 200€ in den Neuantrag investieren (so im Vertrag der Fahrschule, üblicherweise 90€),
  • sowie 50€ für eine verpflichtende Fahrstunde,
  • und sicherlich nochmal 300-400-500-600€ in weitere Fahrstunden.
  • Und der Druck, zu wissen, nochmal knapp 1000€ bei erneutem Versagen abgeben zu müssen, ist es mir (im Moment) nicht wert.
  • Und ja, mir ist bewusst, dass ich am Ende vielleicht 2000€ ausgegeben und nichts dafür in der Hand habe.

Zugegeben, ich bin an diesem Tag schlechter gefahren als sonst. Trotzdem hätte er mich durchlassen können. Wirklich.

Zusammengefasst: Ich hatte einen Tag mit der schlecht möglichsten Kombination an Ereignissen, die das ganze zum Worst Case machten, erwischt.

Ein Wunder, dass ich niemanden umgebracht habe an diesem Tag. Sicherlich musste ich eine Vollbremsung bei einem zu späten Fußgänger machen und hielt bei anderen nicht rechtzeitig an, aber da war ich im Schritttempo; diese eine 30er Zone, die mir bisher kein Fahrlehrer gezeigt hatte, wurde mit 35 durchschritten und so weiter (wurde aber nicht notiert, vermutlich war es eh schon zu spät). Es kam viel zusammen, aber das war alles schon im Stadium der extremen Nervosität und dem Wissen, bereits verschissen zu haben (Anhand der Striche, die der Prüfer machte – und ja, ich hörte jeden einzelnen. Kratz. Kratz. Kratz. Kratz. Kratz.).

Eigentlich hätte ich irgendwann rechts ran fahren sollen, mich umdrehen und fragen, ob es Sinn hat weiter zu fahren, oder gleich zu wechseln, nachdem er bereits 15 Striche gemacht habe. Aber diese Coolness fehlte mir in diesem Moment. Leider.

Tja… soviel dazu. Wenn mir jemand die Fahrstunden bezahlen möchte, werde ich mich gerne nochmal daran versuchen. Die Theorie-Schein gilt für die nächsten 1,5 Jahre. Ca. ein Jahr habe ich Zeit, zu entscheiden, was ich machen möchte.

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Was du in deinen 30ern erreicht haben solltest

Erste und ultimative Antwort: Gar nichts.

Es geht niemanden einen Scheißdreck an, was du nach welchen Standards erreicht haben solltest. Wobei doch, wenn du geschafft hast, dir bisher nicht das Leben zu nehmen: Gratulation!

Madame (8) meinte einst: „Warum willst du mit 30 aussehen wie 20? Willst du die alte, creepy Frau in der Disco sein, die du damals mit Anfang 20 belächelt hast?“ – selbst wenn, who cares? (Okay, wenn wir ehrlich sind: Niemand will die creepy, alte Frau/(und schlimmer noch) der creepy, alte Dude sein, der in der Disco herum hampelt und sich an die jungen Mädels ran macht. Niemand. Übrigens, gehen wir nicht mehr in Discos. Wir besuchen Salsa-Abende. Oder Konzerte. Wenn überhaupt. Meistens ist es doch nur mehr Karaoke oder Kino. Wenn überhaupt. Die Couch ist auch okay. Oder das Bettchen. Mit Twitter. Vollkommen ausreichend.

Trotzdem. Was kann ich dafür, dass die Abstinenz von Alkohol und Tabak meine Haut noch nicht ganz so arg altern lassen haben, wie bei manchen anderen? Und hätte ich regelmäßig Sonnencreme verwendet, gäbe man mir sicher noch die Anfang 20. Merke: Verwendet auch tagsüber eine Creme mit mindestens LSF15! Und vergesst nicht, diese ab und an nachzutragen. Und hätte ich mich besser ernährt, mehr auf Obst und Gemüse geachtet, ginge ich sicherlich noch als 18jährige durch. Und hätte ich regelmäßig Sport betrieben, dann .. nun gut, lassen wir das.

Nachdem ich in den 1980ern geboren bin und jeder, der in den 1980ern geboren ist, dieses Jahr 30 oder darüber sein wird, muss auch ich erkennen, dass die feinen, aber kleinen Schwindeleien (die mir übrigens außerordentliche Freude bereiten) irgendwann nicht mehr ganz aufgehen werden, bestehe ich weiterhin darauf, als Mitte 20jährige durch zugehen. Irgendwann ist die Rechnerei nicht mehr spannend, sondern mühsam. Irgendwann stimmen Details nicht mehr miteinander überein und irgendwann macht einfach alles keinen Sinn mehr. In den 90ern geboren zu sein und einen Teil der Jugend ohne Internet und Handy verbracht haben? Nicht unmöglich, aber schwierig. In den 90ern geboren zu sein, und sagen können: „Ja, das waren halt die 80er! I’ve been there!“ You get the point.

Und natürlich stellt sich zeitweise die Frage, was man in seinen 30ern erreicht haben muss/sollte.

Die einen lassen sich scheiden, bei anderen ist das zweite Kind bereits unterwegs, mei nett! Das dritte auch? Ja! Aber meine Frau mag nicht so wirklich; die Jugend hat sich noch nicht ganz unter den Stirnfalten verkrochen, und man zockt gelegentlich das eine oder andere Spiel; der Job wird immer mühsamer, der Chef war auch schon netter, die Überstunden machen zu schaffen, die Bandscheiben, ja, das Kreuz auch, und ausgehen ist auch nicht mehr so wie früher, 3 Bier, dann ist genug! Mei, die Kinder, holst du sie am Freitag von der Kita? Aber Schatz, ich wollte doch.. nein, ist gut, ich verzichte gerne auf mein Leben. Ist in Ordnung. Und unter all diesem Gedöns und Getöse unterschiedlicher Aussagen diverser 30- bis 40jähriger, steht man auf weiter Flur und überlegt: „I’m a f*cking loser! Wait, but, why?“ Bis man realisiert: „It’s not me! It’s them! All of them!“

„Du kannst aber nicht ewig Kind sein!“ – „Doch kann ich.“

Es wird immer Leute geben, die dir sagen werden: „Mit 30 ist das Leben vorbei! Mit 40 musst du was erreicht haben. Da kannst du nichts mehr ändern. Da solltest du gefestigt sein!“ Und natürlich hinterlassen diese Sätze Unsicherheit sowie gewisse Fragen: Muss ich das tatsächlich? Was wenn nicht?

Googelt man kurz, finden sich zig Artikel, dass man auch mit 40 oder 50 sein Leben noch komplett neu ausrichten kann. Oder mit 60! Und besonders unsere Generation, von denen die wenigsten (so zumindest mein Eindruck) tatsächlich erwachsen geworden sind, nagen an der Definition von „Erwachsen-sein“. Erwachsen-sein, einst definiert als die Elterngeneration, dieses biedere, langweilige Dasein, ohne Wahnsinn durchs Leben schreiten, rationale Entscheidungen treffen, Versicherungen verstehen und ohne Angst wo anrufen zu können. Die Generation, die keine Fehler macht und sich nicht mit diesen Halbgaren Memes identifizieren mag. Erwachsen-sein, definiert durch: sein Leben im Griff zu haben und zu wissen, wohin man möchte und sich zu kennen, das Leben zu akzeptieren, weil man hat ja mit 30 bereits gefestigt sein müssen und da wäre unschicklich, jetzt noch an allem zu zweifeln!

Who are these people?

Ich hasse Fragen, die einen zwingen sich mit dem eigenen Selbst auseinander zu setzen. Das, was ich in meinen 20ern noch gern getan habe, da das Selbstbewusstsein groß und fern jeglicher Kritik stärker strahlte als Tschernobyl, geriet irgendwann immer mehr in den Hintergrund. Sicherlich, selbst in meinen 20ern war mein Selbstbewusstsein angeknackst, aber zumindest konnte man sich die Fehler schön reden. Und sicherlich, in den 30ern fällt alles auf eine gewisse Narrenfreiheit zurück, während man in den 20ern ausprobieren konnte, und nichts (von all dem, oder das wenigste zumindest) kleben blieb.

Und es stellt sich die Frage: Wer sind diese Leute? Die, die alles auf die Reihe kriegen. Wer sind sie? Und gibt es sie tatsächlich? Sind sie nicht vielleicht nur ein Mythos der Eltern-Generation, der in das Unterbewusstsein ihrer Kinder tradiert wurde und kontinuierlich wird, weil sie selbst nichts auf die Reihe brachten, um so den Schein zu wahren? So wird es sein!

Die Alten, unsere Eltern, und die Jungen, diese Digital-Natives, Generation Laptop (nicht Stand-PC, wie wir), die Streamer (und nicht alten CD-Gamer), die jungen, dynamischen Start-Up Menschen, nicht wir, die wir Schiss vor einem Anruf bei der Krankenkasse haben, um irgendwas Belangloses in Erfahrung zu bringen. Die, die hinaus ins Leben schreiten, sich optimiert selbst präsentieren und damit massiv Kohle scheffeln.

Werden wir je deren Level erreichen, oder werden wir ewig die creepy Zwischengeneration sein, die weder dies noch das ist. Wer sind wir? Und existieren wir tatsächlich? Sind wir nicht nur Einbildung unseres gekränkten Selbst, dass in die Welt geworfen wurde und in der Zerworfenheit der Generationen keinen Ausweg mehr findet?

„Du musst erwachsen sein!“

Wir sind erwachsen (glauben wir) und haben Verpflichtungen (die wir hassen) und kommen diesen nach (lol, ja genau), ohne darüber zu jammern (haha, nice try), weil jeder die gleiche Last zu tragen hat, manche sogar noch mehr. Aufgrund der etwaigen Diskriminierung bestimmter Gesellschaftsmodelle verzichte ich an dieser Stelle auf Beispiele.

Irgendwo im Zuge meiner Recherchen las ich, dass man in den 30ern erkannt hat, dass die Erwachsenen, vor denen man soviel Respekt und Ehrfurcht hatte, gar nicht soviel wissen, wie man einst glaubte. Im Gegenteil, den wohl höchsten allgemeinen Bildungsgrad haben Maturanten, Menschen zwischen 18 und 20. Die wissen über Mathematik, Biologie, Politik und Geschichte Bescheid. Danach fokussiert man sich auf Spezialgebiete, wenn überhaupt. Will ich damit sagen, dass wir zunehmend verdummen? Natürlich!

Back to the roots

Ja, fellow friends, die 30er sind angebrochen – nicht nur bei uns selbst, sondern auch in der weltpolitischen Lage scheint alles wieder dorthin zurück zu kehren, wo das Übel einst begann, von dem sich das kollektive Gedächtnis noch nicht erholt hat und die Schuld noch immer mit sich trägt (und offenbar nichts daraus gelernt hat, weil, ja.. kollektives Schuldgefühl und so, und den gleichen Fehler, am besten noch zur gleichen Zeit, noch fünfmal machen muss um daraus zu lernen.. whatever).

Und trotz dessen sind wir mittlerweile die Alten, fern ab von den jungen Influencer und smarten Start-Up-Gründern, die ihre Mitzwanziger richtig geil fetzen lassen. Könnten wir auch, aber wir sind die Generation in between. Weder Digital-Native, noch Digital-Immigrant. Verloren in der Zeit.

Wie will man also von uns erwarten, dass wir jemals erwachsen werden, gemessen an den Standards der Elterngeneration vor uns, deren Ideale nicht mehr anstrebbar sind, beziehungsweise sein wollen und auch nicht angestrebt werden können, weil es schlicht und einfach nicht mehr möglich ist (aus allerlei Gründen)? Und wir auch nicht wissen, wie sich die Nachfolge Generation verhält, wenn diese erwachsen ist – derer wir auch kein Vorbild sein können; wenn überhaupt nur als Karikatur dienlich sind, die sie lässig beiseite schieben, weil sie soviel toller sind und soviel mehr erreicht haben als wir, vor allem, weil sie viel mehr Möglichkeiten und das besonders wichtige, die Jugend dafür besitzen!

Tja, ihr lieben Leute, die in den 1980ern geboren sind:

Wir sind die seltsamen Between’ers, die schrägen Alten, die Generation, die nicht erwachsen werden will (oder kann!). Generation XYZ Whatever. Generation „I don’t give a fuck und jeder sagt mir, was ich zu tun habe und ich mag eigentlich nur am Strand liegen und meine Ruhe haben“, Generation „Schleich di mit deiner deppaten Erwartungshaltung; geh, mach ein Bild für Instagram für dein Start-Up für Wasserflaschen für Armlose“, Generation „Geh mir nit auf die Eierstöcke!“ und zu guter Letzt: Generation „I don’t give a fuck.“ Oder so.

Anyway, was ich damit sagen will, falls sich jemand angesprochen fühlt und am gelebten Leben zweifelt, wenn die Erwartungshaltung anderer regelmäßig an die Tür klopft, in die Timeline gespült und unter die Nase gerieben wird:

Du musst gar nichts erreicht haben.

Und viel wichtiger: Don’t give a fuck.

Wenn du in deinen 30ern noch ein Studium anfangen willst, who cares. Wenn du auf 26m2 lebst und glücklich damit bist, so what? Und wenn du einfach nur faul sein und schlafen willst, do it!

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Der Planet, der bereits Parkplätze hatte

Wir landeten spät nachts mit unseren Raumschiffen auf einem fremden Planeten.

Vor uns lagen Parkplätze auf Pflastersteinen, aber das verwunderte nicht. Wir bauten unser Lager auf. Ein Crew-Mitglied versuchte in das innere der Gebäude zu gelangen, aber die Türen ließen sich nicht öffnen. Meine Freundin und ich verbrachten die Zeit derweil mit Dokumentation der Umgebung. Wir wollten alles festhalten, was wir auf diesem fremden Planeten erlebten, immerhin würden wir ab jetzt unser restliches Leben hier verbringen. Ein wenig später druckten wir die Fotos aus und bemerkten, dass es bewegte Bilder waren – auch von fremden Menschen, die wir nicht kannten. Es erinnerte mich etwas an die Zeitungen aus Harry Potter, nur dass die bewegten Bilder auf den Fotos viel länger in der Dauer und unterschiedlicher waren. Und ich fragte mich, warum wir jetzt Druckerpapier für die Menschen verschwendet hatten, die wir gar nicht kannten und überhaupt, warum waren die da oben?

Wir wollten unseren Fund den anderen zeigen – und da fielen mir die Pflastersteine auf. Wieso gab es hier Pflastersteine? Es lebte also schon wer hier? In einer Garage sahen wir kleine Häuser, und ich dachte mir, warum wir nicht in eines dieser aufstellbaren Gartenhäuser ziehen, anstatt in unseren Zelten zu wohnen. Man könnte sie draußen aufstellen, aber draußen ist es zu gefährlich und hier, in der Garage, wäre es geschützt vor Witterung und Meteoren. Unsere Zelten hielten dem sicherlich besser stand, als diese vorgefertigten Häuser.

Von irgendwo her hörten wir Stimmen. Als ich den Teppich beiseite schob, sah ich darunter Licht. Da wohnte wer! Plötzlich öffneten sich kleine Spalten und wir sahen Menschen. Menschen, die wie Tiere bei Massentierhaltungen in kleinen Käfigen gehalten wurden. Andere Menschen schnitten sich aus dem Fleisch Stücke heraus, aßen diese und schlugen auf deren Köpfe. Sie lachten dabei. Nicht jene, die die Menschen, die in den Käfigen waren aßen, sondern die anderen, die, die gefangen waren. Sie lachten. Offenbar gefiel es ihnen, eingepfercht zu sein und entstellt und aufgegessen zu werden. Bald stellte sich heraus, dass es die herrschende Klasse war, die in den Käfigen lebte und gerne gefoltert wurde. Ja, sie wollten es so!

Wir wollten fliehen, aber man versicherte uns, dass uns nichts passieren würde, solange wir keine Religion mitgebracht hätten oder sie ausübten. Alles war gut. Wir aber blieben skeptisch.


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