Monatsarchiv: Dezember 2019

Woche #3012

Auf Wunsch einer gewissen Person wird also dieser Eintrag angelegt.

Was ist passiert? In den letzten Wochen, den letzten Tagen und letzten Stunden vor dem Jahreszahlen-Wechsel. Denn eigentlich und seien wir uns ganz ehrlich, ist Silvester lediglich eine Kalenderangelegenheit. Das Jahr springt um eine Zahl nach vorne, TIER 20. Wir verlassen das gewohnte, bereits durchgespielte 2019 (mit dem einen oder anderen offenen Quest), und werden die ersten Wochen immer noch 2019 schreiben, und uns denken: Oh, 2019! So jung war ich damals noch und so alt bin ich heute! Und trotzdem schwingt eine gewisse Symbolik mit: Man will Silvester mit dem/der/den Liebsten verbringen, bestenfalls in Ruhe und Frieden, ohne Knallzeugs, welches Tiere verschreckt und so manchem kleinem Kind bei der Herstellung die Hände zerfetzt hatte. Aber, not such a fun fact at all, so meinte die Bekannte meiner Mutter: Ziehen die Kinder und Jugendlichen es vor, schlecht bezahlt in Kleider-Fabriken und eben Knallkörper-Fabriken und dergleichen zu schuften, anstatt auf dem Kinderstrich. Boykott ist also auch keine Lösung. Tjo. Dumm gelaufen.

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Aber was ist jetzt eigentlich passiert?

Der rotbraune Herr, denn ich aktuell 2-3x die Woche reite, traut sich mittlerweile ordentlich Gas zu geben, wenn wir draußen galoppieren. Bei ihm übrigens gänzlich ohne Festhalten. Wenns bei den Haflingern manchmal einen Griff in die Mähne gebraucht hat, bringt mich jegliches festhalten mit den Beinen oder an der Mähne (und sei es nur, dass die Zügel aufgenommen sind) aus dem Gleichgewicht. Ich weiß nicht, für wen das was aussagt.

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Habt ihr gewusst, dass man verschneite, matschige und eisige Almen auch ohne wintertaugliche Ausrüstung besteigen kann? Durch den Wald und so? Wo es keinen Weg gibt. Mit Sneakers und Herbststiefel und Jeans? Ja, kann man. Man gefährdet zwar sich, das eigene Leben und andere dadurch (in dem man in den Vordermann rutscht, beide in den Abgrund stürzen, gemeinsam sterben und von Füchsen aufgefressen werden. Fuchs Bebis!! Bebi Fuchsis!), aber es funktioniert. Und wenn man Menschen mit zwei Gehstöcken im Wald belächelt, muss man dennoch anerkennen, dass sie so manches Mal durchaus notwendig und von Nutzen sein könn(t)en. Im Sommer dann nochmal. Dann barfüßig.

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Übrigens könnte ich ohne Verluste auf Fleisch verzichten. Dieses Fleischimitat, welches sich in veganen Dönern befindet, könnte man, wäre man unwissend, nicht von Tierischem unterscheiden. Wozu man immer noch auf richtiges Fleisch bestehen muss und nicht einfach den Anbau von… was auch immer das war .. fördert, bleibt mir etwas schleierhaft. Oder zumindest Fleisch aus der Petrischale. Es ist nun wirklich nicht mehr notwendig Tiere dafür zu töten. Andererseits ist es notwendig auf Menstruationsartikel (und mir scheiß egal ob es Alternativen gibt) nach wie vor eine Luxussteuer zu setzen und Brüste zu sexualisieren.. also, ja, nein. Wird sich auch in den nächsten zehn Jahren vermutlich, wahrscheinlich und mit ziemlicher Sicherheit nicht ändern.

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Oh! Gutes Stichwort. 10 Jahres Challenge!

Auf der einen Seite sehen wir 2009. Auf der anderen 2019 (oder 18, same same). Und ja, es stört mich massiv, dass die eine Collage nicht auch schwarze Umrandungen besitzt, aber ich bin jetzt wirklich zu faul, alles neu zu machen.

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Dem Mauz scheinen die Knaller nichts auszumachen. Er liegt friedlich im Bettchen und schläft. Er hatte übrigens wieder Verletzungen… ich werde wohl bald ausreichend Fotos für eine „Warrior Wall“ haben, die seine Verwandlung vom hübschen fotogenen Mauz in eine Kampfkatze veranschaulichen wird: Inklusive Verletzung (einst blutete er wie Maria aus den Augen), Genesung und Narbe.

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Btw: Wenn jemand zu euch sagt: „Leck mich am Arsch!“ sagt darauf: „Mit oder ohne analer Penetration?“

I know. Is kindisch. Aber genau so kindisch ist es, andere mit Kraftausdrücken zu beleidigen. Aber wisst ihr, wie es der anderen Person aushängen könnte, wenn ihr sie in ihrer Rage so gar nicht ernst nehmt und damit kontert? Ja, ich habe mir das heute erst kürzlich ausgedacht! Ist das nicht toll? Ist es nicht? Ist es?

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Last but not Least:

Was schätzen wir, in welchem Zeitraum wird Türkis-Grün gesprengt? 50 Tagen? 100? Und was wird der Auslöser sein?

Ich finde ja, dass alle Teilnehmer einer Wahl (hier: Strache, Hofer, Kurz, Kogler, Rendi-Wagner usw.), sollte das Ergebnis nicht wie vorgesehen (in Österreich 5 Jahre) halten, für die nächste Runde (aka Neuwahlen) disqualifiziert werden. Ich fände das nur fair. Und sinnvoll.

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Song des Tages:

 

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„IT“ (2017)

Verfasst im Dezember 2017.

Anlässlich der Neuverfilmung (nach genau 27 Jahren übrigens…) musste ich mir das Original von 1990 ansehen. Und im Vergleich mit diesem, der natürlich von Kindheitserinnerungen verfärbt ist (der erste klassische Horrorfilm bei Licht und leisem Ton auf eigenem Fernseher), fällt das Fazit, quasi der Vergleich, eher negativ aus – auch wenn viele in der Neuverfilmung eine gelungene Erfrischung sehen möchten.

Ekel statt Grusel? Weder noch

Der Film leitet, wie auch sein Original mit der Boot-Szene ein. Klein Georgie spielt im Regen mit seinem Papierboot, dass ihm sein älterer Bruder Billy gemacht hat. Pennywise lauert bereits und man muss es sagen: Tim Curry ist und bleibt Pennywise.

Der Horror war über die Nackenhaare spürbar und nicht über das visuelle Geschehen. Der abgetrennte Arm von Georgie lädt eher zum Lachen als zum Weinen ein. Und eben durch die explizite Darstellung geht auch vieles der „schaurigen“ Stimmung verloren, die das Original noch hatte, auch wenn das Original ebenfalls etwas abgenutzt wirkt – weswegen die Überlegung, ob man den Reboot nicht als eigenständigen Film betrachten sollte, durchaus aufkommt.

Die wohl größte Veränderung durchlebt der Charakter Beverly, die definitiv eine Hommage an die im Film erwähnte Molly Ringlwald war. Rauchend, weniger unschuldig und vielleicht zwecks Lacher sexualisiert, wenn sie nach dem gemeinsamen Bad im See sich in der Sonne sonnt und die Jungs ihre Blicke nicht von ihr lassen können. Positiv allerdings: Die Schauspielern verfügt über gewöhnliche Körpermaße.

Auch darf in der Neuverfilmung der dicke Ben die Rolle des Nachforschens übernehmen (und nicht mehr der Schwarze, der jetzt Schafe tötet), da er zu Beginn keine Freunde hat und seine Zeit in der Bibliothek verbringt. Anstatt einen Damm zu bauen, kann Billy, auch nach einem Jahr immer nur noch an seinen Bruder denken, der noch am Leben sein muss. Jede freie Minute verbringt er damit – was dem Film nichts gutes tut. Wo Jonathan Brandis (RIP) noch abenteuerlicher war, ist der neue Billy schüchtern und nur auf ein Ziel fokussiert.

Hinzukam mehr Gewalt gegenüber Pennywise, der nicht mit Silberkugeln wie bei Werwölfen, sondern mit allerhand Materialien verprügelt wird, sowie mehrere Zusammentreffen wie mit der Dia-Szene und dem Haus.

Schade fand ich, dass sie nach der Steineschlacht gegen Henry Bauer die Photo-Szene weggelassen haben, sowie die Asthma-Spray Szene. Aber wir lernen zumindest Henry Bauers Vater kennen, der ihn vor seinen Freunden blamiert und von Pennywise heimgesucht wird, er solle doch alle töten, und mit seinem Vater beginnt. Was wiederum nett ist und zumindest dem bösen Buben eine traurige Story hineinlegt wird, damit er halt nicht der Böswilligkeit böse, sondern einfach ein geschlagenes Kind ist.

Stichwort: Die Eltern. Die Eltern der Kinder sind neben Pennywise, dem mordenden Clown, fast der größere Schrecken. Die eine stopft ihren Sohn mit Tabletten voll und redet ihm Krankheiten ein, der andere muss Schafe töten, Beverlys Vater ist ein pädophiler Perversling und Henrys Vater hat eindeutig ein Machtproblem.

Gegen Ende wird Beverly von Pennywise, die gerade ihren Vater getötet hatte, entführt und die Jungs müssen sie finden. Billy, der dann seinen Bruder findet, wird abgelenkt und der dicke Ben küsst sie wach. War das tatsächlich notwendig? Aber natürlich bekommt auch Billy am Ende seinen Kuss von Beverly.

Als Pennywise erledigt ist, schneiden sich die Kinder (mit nicht blutiger Scherbe) in die Hand und greifen sich an die Hände.

Fazit: Meh. Hätte nicht sein müssen. Wirklich nicht. Manches sollte man Ruhen lassen.

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Der Autor und dessen Tod

Die Diskussion wer sich wann „Autor“ oder „Schriftsteller“ nennen darf, ist so alt wie das Genre der Selfpublisher selbst. Ab wie vielen verkauften Exemplaren bin ich Autor? Bin ich Autor wenn ich Bücher schreibe, aber nichts verkaufe? Und bin ich Autor wenn ich nur für mich schreibe und Posthum Freunde meine Notizen veröffentlichen? Bin ich Autor, wenn ich in einer kleinen Dachwohnung meine Geschichten auf zerknittertem Papier festhalte und das lose Leben eines Bohemiens lebe?

Unzählige Literatur- und Autorenblogs stellten sich bereits diese Frage, aber beantworten kann sie keiner so genau.

Michel Foucault, französischer Philosoph und Schriftsteller, hat dazu eigene Ansichten und schrieb in seinem 1969 veröffentlichten Büchlein „Was ist ein Autor?“ folgendes:

Der Autor sei nicht mehr nur physisch konkret präsent, sondern eine bloße Funktion des Diskurses. Pierre Bourdieu klingt sich ein und sagt, dass die Autorenschaft zwischen den Feldern der Kommunikation (Rezeption) und des gesamten Diskurses (dem darüber reden) organisiert wird. Ausnahmen gibt es immer: Diese Funktion wird natürlich nicht erfüllt, wenn es sich um Bürokratie oder amtliche Akte handelt.

Gibt es den Autor überhaupt noch?

Der Tod des Autors

Foucault stellt nicht die Autorenschaft in Frage, sondern zeigt sie in ihrer Wirkung auf. Er verabschiedet sich von der Auffassung der „individuellen Persönlichkeit“ und lässt das „Universalgenie“ hinter sich. Er bricht den Autor als bloße Funktion der Namensverwendung hinab und definiert ihn als „Kommunikations-regulierendes Element“.

So sei der Dichter Homer historisch kaum zu fassen: War es ein einzelner Mann? Oder ein Kollektiv. Ähnlich sieht es auch Bourdieu und spricht davon, dass der Name wirkt, welcher ein Werk autorisiert beziehungsweise zu einem Werk macht. Nach Bourdieu ist der Autor ebenfalls nur ein Konstrukt.  Und Roland Bartes geht soweit und sagt, dass der Autor an sich stirbt und der Leser geboren wird. Der Autor wird unwichtig.

Der Wert eines Werkes resultiert nicht aus seiner Einzigartigkeit, sondern aus der Seltenheit des Produzenten. Es käme darauf an, sich einen Namen zu machen und bestimmte Wertschätzungen zugewiesen zu bekommen. JK Rowling mag sich bei Kinder- und Jugendliteratur als Unschlagbar erweisen, den Kriminalroman nehmen ihr die Kritiker trotzdem nicht ab.

Wie kommt der Autor zum Name?

Eine breite Leserschaft, Medien, Influencer, Werbung, Politik, Skandale. Alles was man sich nur vorstellen kann, was zu Gerede führt. Besonders aber Institutionen, die Macht besitzen (wie große Verlage und Zeitungen) und die zu neuen, quasi, Machtverhältnissen beitragen können, und festlegen welcher Autor als Bestseller-Autor gilt. Der Autor kann noch so spannend schreiben oder eine interessante Idee haben, den Zeitgeist treffen oder umwerfend sein; der Verlag ist es schlussendlich, der diesem einen Platz zuweist. Siehe erneut JK Rowling welche von 19 Verlagen abgewiesen wurde. Mit Aufkommen der Selfpublisher vor allem auch via Amazon gelingt es einigen Wenigen zu Ruhm zu gelangen, diese aber bleiben nach wie vor die Ausnahme; und da beginnt ein neuer Diskurs, welcher die Wichtigkeit von Verlagen (trotz Marketing, Werbung, gewisse Vorgaben und dergleichen) in Frage stellen; auch wenn ein „in einem richtigen Verlag“ publiziertes Buch immer noch mehr Wert besitzt, als derjenige, der seine Kurzgeschichte via Amazon raus schmeißt.

Trotzdem bleibt: Der Autor beteiligt sich bei einem Gesellschaftsspiel und stellt dessen Regeln nicht in Frage. Er kann sie gar nicht in Frage stellen, will er nicht auf Ruhm und Reichtum und auch Reichweite verzichten. Er kann mitspielen und den Wünschen seiner Zielgruppe und Lesern gerecht werden, als Selfpublisher oder sich den Vorgaben eines Verlages unterwerfen.

Nachlese

  • Pierre Bourdieu: Soziologische Fragen. Frankfurt/Main 1993.
  • Pierre Bourdieu: Die Regeln der Kunst. Frankfurt/Main 1999.
  • Michel Foucault: Was ist ein Autor? oO. 1969.

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„The Divergent“ Series

Sonntag Nachmittag. 3 Filme. Jeweils 2h bis 2,5h. Und richtig schlecht sollen sie auch sein! Wäre eigentlich perfektes Trash-Kino gewesen. Denn ja, solche Filme muss man sich im Kino anschauen. Dafür ist Kino gemacht!

Es darf sich wirklich niemand mehr über „Danger Zone“ lustig machen, welches 3x gespielt wurde, wenn „Run Boy Run“ (in Abwandlungen) sicherlich über 4x zum Einsatz kam. Zugegeben, das Lied ist gut und eignet sich hervorragend für postapokalyptische Teeniefilme. Mittlerweile aber habe ich es in 3 Filmen/Serien gehört.

The Divergent (2014)

Das postapokalyptische Chicago sieht nett aus: zerfallene Bauten (man hätte sie eigentlich abreißen können) und Wildnis; und es gibt 5 Stände/Klassen welche anhand der Kleidung erkennbar sind: die glücklichen Bauern in Orange und Erdfarben im Hippiestyle, Rechtsgelehrte tragen modisches Schwarz und Weiß (die übrigens immer die Wahrheit sprechen), kluge Wissenschaftler im noblen Blau, Soldaten tragen Militarystyle in Schwarz und Rot (sie sind überdies brave und fearless and free – springen aus fahrenden Zügen und so, Leben am Limit und so), die Helferlein und Selbstlosen, unsichtbar in Grau gekleidet, und dann gibt es noch die Obdachlosen, die Fraktionslosen.

Die Hauptdarstellerin: Ein junges Mädel, welches besonders und special ist (sie ist ein Divergent – was sehr selten ist) und Ashley Judd! Dank Weinstein-Asshole (sie verweigerte sich und bekam keine Rollen mehr) sah man sie nie mehr im TV, bis jetzt. Dann gibt es Revolutionen, weil das Volk sich langsam wehrt und ja, die Geschichte plätschert dahin.

Nach dem Test, der bereits die Richtung vorgeben soll, dürfen sich die Jugendlichen dennoch aussuchen, wohin sie wollen; trotzdem soll man (eigentlich) dahin, wohin man gehört (bzw. die Eltern gehören), denn das sei wichtig (und wechseln kann man nicht): Der Sohn der grauen Leute und Bruder von Beatrice wählt Ravenclaw, die Klugen; und sie die Soldaten und Krieger (weil sie ja cool sind). Aber hier muss man sich erst beweisen: Auf und von fahrenden Zügen und ins Nichts springen; und wenn man sich weigert beziehungsweise zu ängstlich ist, ist man Fraktionslos (oder tot). Hier gibt es auch gemischte Schlafzimmer und Gruppenduschen. Aber es ist nicht so super: Jene, die sich für die Soldiers entschieden haben, werden separat trainiert (nicht mit jenen, deren Eltern bereits in dieser Kaste waren) und jener Kandidat oder Kandidatin, der oder die schlechteste ist, wird ausgestoßen (aka Fraktionslos). Also nix mit heile Welt und super: hier herrscht bitterer Wettbewerb. Die Jugendlichen haben gewählt, aber jetzt wählen sie, die Fraktion selbst, wer bei ihnen sein darf.

Und es gibt eine Verschwörung! Denn sie werden bald bemerken, dass sie, Beatrice, nicht hier her gehört und herausfinden, dass sie eine Gefahr darstellt! Und wenn jemand nicht in eine Kategorie passt, sondern in alle, ist man nicht kontrollierbar und somit gefährlich! Ich finde diesen Kontext in einem Jugendbuch durchaus nett und gelungen. Seid was ihr sein möchtet, ihr müsst euch nicht in diese vorgegebene und strukturierte Welt einfügen, weil dann seid ihr im System und kommt nicht mehr heraus. Versucht dem zu entkommen, indem ihr alles seid, auch wenns gefährlich ist.

Also kämpft sie ganz fest dafür, dass sie eine von ihnen wird. Aber es gibt jemanden, der ihr hilft; nämlich ihr further Loveinterest aka Boyfriend. Er zeigt ihr, wie sie die Tests richtig meistern kann (nämlich Tools benützen, was auch gar nicht so dumm ist), denn so wie sie, macht das keiner und das würde sie auffliegen lassen.

Kate Winslet jagt übrigens Divergents, und als eine von den Intelligenten, steht sie kurz vor der Machtübernahme (weil „human nature“ für alles Übel verantwortlich ist, Emotionen und so), und die Selbstlosen (die aktuell Macht haben) nicht so das wahre seien, und das finden auch die anderen. Und was eignet sich besser, als eine, guess what? Soldatenarmee! Die einen liefern die Chemie, die anderen Subjekte, und siehe da, die willenlose Soldatenarmee marschiert bereits. Und es gab nochmal einen Divergent! Aber der wird gleich umgebracht als er aus der Reihe tanzt (literally). Und während der Terror-Aktion, die deren Machtübernahme sichern soll, entdeckt sie Beatrice; denn bei Divergents wirkt die Brainwash-Chemie nicht und Boyfriend war zu klug. Let’s get started!

In den letzten 20 Minuten muss sie einen Freund töten, ihre Mutter (die sie eben erst gerettet hatte) stirbt (und später auch ihr Vater) und sie müssen die Festung der Soldiers zurück erobern. Gegen Ende rettet sie ihren Loveinterest und sie fliehen. Und ich finde das wirklich super, so billig und oberflächlich der Film sein mag, hat die Story rückblickend durchaus einige Pluspunkte.

Wieso dachte ich immer, es ging in dem Film um virtuelle Realität und zerbrechende Spiegel und eine Aussenwelt, die ganz anders ist, als einem gesagt wurde?

Insurgent (2015)

Der Kampf der Fraktionen verschärft sich, und die wahren Feinde sind, laut Kate Winslet: Die Divergents. Sie sind für den Massenmord an den Selbstlosen (nein, sind sie nicht, Kate wars) verantwortlich! Sie sind das wahre Übel!

Tris findet mit ihren Freunden derweil Zuflucht im Wald; und lebt (eher weniger als mehr) friedlich und so halb zufrieden im Happy und alles Super-Hippie Earth Camp (sie haben Pferde!); und es gibt eine Kapsel mit einer Message von den Gründern der Gesellschaft, aber nur ein Divergent kanns öffnen.

Nachdem die Soldiers sie im Camp ausfindig gemacht haben und sie erneut fliehen müssen, raufen sich die letzten drei (Tris, Boyfriend und ihr Bruder) mit Fraktionslosen Banditen. Es stellt sich schnell heraus, dass diese bereits nach Boyfriend gesucht haben. Ohne Umwege werden sie in den Untergrund chauffiert, welcher einer Rüstungsfabrik gleicht (alles schreit nach Krieg). Der Widerstand formiert sich blendend und wird von Boyfriends Mutter angeführt (die ihren eigenen Tod fakte um ihrem gewalttätigen Mann (Leader der Selbstlosen übrigens) zu entkommen, aber ihren Sohn dort ließ (this is getting wtf..)). Aber sie will eine Armee, eine Allianz (aha, daher weht der Wind) und ebenfalls Kate töten.

Auf der Suche nach den anderen in Candor (wo die Rechtsschaffenden sind), werden sie festgenommen und vor Gericht gestellt (weil man glaubt, dass sie die Bösen sind), inklusive Wahrheitsserum. Es gibt übrigens recht viele Divergents, die Kate für die Box tötet. Also so selten scheint dies doch nicht zu sein. Was übrigens wieder eine super Message ist: Nicht nur einer, sondern jeder hat was besonderes!

Und nachdem Kate unbedingt Tris braucht, weil sie zu 100% Divergent ist, gibts den nächsten Überfall mit Dingens-Tech, die die Leute bewusstlos machen, ausser Divergents. Aber Boyfriend rettet sie, bevor sie mitgenommen werden kann. Und er gibt den Preptalk: It’s time to fight back. Now it’s war! Und natürlich lassen sich die Leute mit dem Dingens-Tech kontrollieren – und wenn man sie rauszupft, dann zerstört es den Host. Die bösen können also beliebig viele Menschen töten. Der zweite Teil ist schon ein wenig too much.

Aber es nützt nichts und Tris muss gehen und sich der bösen Frau stellen; sie geht allein. Aber die Bösen haben quasi (weil er freiwillig dort ist) ihren Bruder und so spielt sie mit. Via Sim lassen sich vier der fünf Blöcke entschließen. Auch Boyfriend ist mittlerweile eingesperrt, in der Sim bricht die ganze Welt zusammen; sie „stirbt“ und alle vier Blöcke sind wieder geschlossen. Aber natürlich ist sie nicht tot und der Überläufer (einer ihrer alten Kameraden) war zumindest eine Hilfe (nachdem sie ihn in der Sim leben lassen hatte). Jetzt müssen sie nur mehr die Box holen, und nachdem ihre Mutter dafür gestorben ist, öffnet sie es gleich vor Ort; ohne Kampf; und siehe da:

Spoiler.

Ihre Stadt ist ein Experiment von draußen! Fraktionen wurden geschaffen um den Frieden zu sichern, mit der Hoffnung, dass sich welche weiter entwickeln (diese Logik ist mir nicht ganz verständlich); Divergents sind der wahre Grund für diese Experimente; denn die sind wichtig für Menschheit! Und die Menschen warten mit Hoffnung hinter der Mauer (zumindest vor 200 Jahren). Too much.

Warum glaubte ich, dass sie in diesem Teil hinter die Mauern schauen und draufkommen, dass alles anders ist als gedacht? Aber es war ja eh fast so.

Allegiant (2016)

Das ist das Problem, wenn man einen Zweiteiler macht und der erste Teil so scheiße ist, dass der zweite nur mehr als TV-Film hätte produziert werden will und der Cast und die Mitarbeiter zurecht, angepisst sind. Wenn, dann dreht man alles in einem. Wie bitter ist es also, einen Film zu beginnen, der Abschluss einer Trilogie und nie das Ende erfahren zu können? (Ausser man liest die Bücher).

Die Menschen machen sich also auf den Weg nach draußen. Oder auch nicht, denn plötzlich werden sie aufgehalten und niemand geht hinaus. Ich finde es auch erstaunlich, dass die Liebesbeziehung der Hauptakteure über drei Filme hinweg, ohne dass Drama oder Dreieck dazwischen kam, durchhält.

Und nein, man geht nicht hinaus, solange man nicht die Absichten, der Menschen von draußen kennt, die diese Fraktionen erschaffen haben. Ja aber, die Menschen kontrollieren das! Was bringt es ihnen, wenn sie nicht raus gehen, sie haben eh keine Chance? Wenn die Leute von draussen sie vernichten wollen, was wollen die Leute dann ausrichten? Na eh könnten die Leute mittlerweile tot sein.. 200 Jahre sind eine lang Zeit. Und Mauern sind auch dazu da, Gefahren abzuwenden. Aber es gibt keine Fraktionen mehr und Tris sollte eigentlich bei den Führern sitzen, die jeden einzelnen vors Gericht stellen und schon schreit der Mob nach Rache und Blut. Es ist alles ein wenig chaotisch.

Aber ja; Tris, ihr Bruder, der Überläufer, Boyfriend, die freundliche Tattoolady (für die nach der Supply Lieferung keine Verwendung mehr da ist und stirbt) und Christina (Zoe Kravitz) machen sich auf den Weg zur Mauer. Das ist der Film mit der Mauer! Wo sie die Mauer hinauf laufen! Und dem dahinter! Endlich! Der Mob hat mittlerweile die Kontrolle übernommen und richtet selbst. Menschen halt. Gib ihnen etwas Freiheit und sie beißen dir den Arm ab.

Dahinter ist alles ziemlich rot und kaputt; radioaktiv vermutlich auch und es regnet roter Regen; auch der Himmel ist rot. Irgendwo liegt eine Raumstation am Boden. Dann werden sie (wieder mal) von den eigenen Leuten verfolgt, die Gegend ist immer noch Wasteland. Plötzlich aber tut sich was und dahinter sind Menschen. Sie haben auf sie gewartet. Alles ist toxisch, die Zukunft ist doch etwas mehr SF und mit Tech. Die Welt ist tatsächlich zu Grunde gegangen. Bis auf ein-zwei grüne Flecken.

So erfahren wir auch gleich allen Übels Grund: 21. Jahrhundert, Gattaca und menschlicher Optimierungszwang – was, welch Wunder, man hätte es ja nicht ahnen können! fast die Menschheit zerstörte! Und die, die sich entwickelt haben (das heißt zurück entwickelt), sind „pure“ (nicht mehr enhanced, daher, nicht mehr genetisch modifiziert), daher „divergent“ und somit die Zukunft. Sie sind Reality-Stars! Seit 200 Jahren wurden sie studiert. Privatsphäre gibt es dort keine; das ganze wirkt schon etwas creepy. Die Message: Verstellt euch nicht! Zurück zur Natur! Macht euch nicht künstlich besser, ihr seid super so wie ihr seid!

Aber jetzt kommts: Manche genetisch enhancente (aka Erweiterte, in der Debatte aber spricht man von „Enhancement“), wie ihr Bruder und Boyfriend, sind genetisch „kaputt“; es gibt halt überall Nebenwirkungen: Will man zuviel Intelligenz, geht die Emotion verloren und so weiter. Diese steckt man in friedliche Gesellschaften, wie in Chicago (ihrem Zuhause) und über die Zeit hinweg, regeneriert sich das wieder – wie bei ihr. Sie ist genetic pure und alle anderen sind genetisch damaged. Alle. Ausser sie.

Das wird betont, deswegen betone ich das auch nochmal. Und wenn man versteht, was sie machte, dann kann man vielleicht den kaputten helfen. Ich finde diese Wende recht lustig; dass jene die kaputten sind, die sich zuvor verbesserten. Eigentlich müssten Hippies und Naturefreaks diese Filme bzw. Buchreihe lieben.

Und dann gibt es noch das Council, draußen in der realen Welt, die alles regieren und Entscheidungen treffen und ihre wahre Mutter wurde in „the fringe“ (im toxischen Wasteland) geboren und dort hin gebracht, zu diesem Experiment. Tris schaut in ihre Gedanken; die Soldiers sind die guten (und da gabs Böse). Und weil ihre Mutter mit und dann nach Chicago ging, hatte sie die Box dabei und unterm Haus vergraben.

Der Typ (ein deutlich älterer Jeff Daniels) will sie replizieren. Die anderen (Boyfriend und Co) müssen derweil Chiacgo beobachten aka überwachen aka direkt vor Ort sein. Virtual Reality, hi there. Und ihr Boyfriend sowie Christina werden wieder für das eingesetzt was sie können: Soldier sein. Kurz um: Sie werden beschäftigt, mit dem, was ihnen Spaß macht.

Aber wenn ihre Mutter von außen und sie pure ist, wozu braucht man dann die Stadt? Ja, na eh, es ergibt teilweise nicht so viel Sinn oder ich verstehe die tiefere Botschaft nicht.

In der Experiment-Stadt gibt es ja die Auseinandersetzungen weil es keine Fraktionen mehr gibt: Aber die Allegants (die eine Seite) wollen auf Fraktionssystem zurück greifen; weil es Friede sicherte. Der Bürgerkrieg geht weiter und Rocketlady wollte Frieden – Boyfriends Mommy jedoch nicht. Aber die interessantere Frage ist: was tun sie in „the Fringe“ außer Leute retten? Boyfriend wills heraus finden, nachdem Tris kaum mehr Zeit für ihn hat. Draußen lebt man 25-30 Jahre; in diesen Zeltstädten im toxischen Wasteland, wo Kinder gestohlen werden. Richtig, denn plötzlich erinnern sie sich nicht mehr an ihre Namen. I see what you did there.

In Chicago staut sich der nächste Krieg und Boyfriend will Tris mit nachhause nehmen; aber sie entscheidet sich für das Treffen mit denjenigen, die entscheiden. Er soll nach Chicago gebracht werden, landet aber im Nirgendwo mit jemanden, der ihm freundlich gesinnt ist (übrigens auch Pure, sie ist also nicht die einzige). Die Stadt, in welche Tris gebracht wird, ist sehr schön und futuristisch. Und Jeff Daniels, der so freundlich war, wartet nur auf seine Gelder, damit er sein Projekt (Chicago) weiter führen kann – er hätte schon längst eingreifen können. Aber immerhin bringt er die Fraktionen zurück, in Form vom Überläufer (der eine Typ da, der mit ihnen geflohen ist) der etwas mitbringt und zwar: Mindcontroll via Brainwash und C-Waffen – to restart all over again.

So, das Ende:

Tris fliegt also zurück, und sie hätte auch Verbündete in der Stadt. Mit super deluxe War-Tech mit Drohnen schaffen sies auch. Aber das Serum ist bereits in der Vorbereitung. Überläufer schießt Boyfriends Mum an, die die Stadt eigentlich nur retten wollte (ja na eh, wollen sie alle) und das Gas wird auf die Stadt entlassen. Sie versuchen die Situation noch zu entschärfen; Jeff Daniels arbeitet gegen sie. Aber sie ist klüger und zerstört den Hauptcomputer. Dann reißen die Wall nieder (die Wall, die ganz draußen ist, die Tarnmauer) und klären die Bevölkerung auf. Happy End.

Und hier beginnt wohl der vierte Teil, den wir nie sehen werden – allerdings, so nach diesem Beitrag, sei das Ende der Filmreihe durchaus gelungener, als jenes der Buchreihe.

Tjo.

Es war eine durchaus unterhaltsame Filmreihe für einen Sonntag Nachmittag; man hätte sich die Filme auch im Kino anschauen können, unterhaltsame Nobrainer mit einer etwas seltsamen Logik aber einer, im Grunde, guten Botschaft: Sei du selbst, veränder dich nicht und vermeide, dich ins System zu integrieren und wenn, schaffe dein eigenes, fern von althergebrachten Strukturen.

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Woche #1312

Erstens. Heute ist Freitag, der 13.

Zweitens. Taylor Swift wird heute 30!

Drittens. Gobbolino war derweil friedlich. Lässt aber Gina ungehindert in die Wohnung und von seinem Fressen essen, sitzt auf der Couch und schaut zu. Er ist keine Wachkatze. Vielleicht haben sie auch eine geheime Liebschaft?

Viertens. Bei der ersten Springstunde stellte ich mich so deppert an, man hätte glauben können, ich sitze zum ersten Mal auf einem Pferd. Ohne Sattel wars dann einfacher. Und mittlerweile galoppiert er, ja, ein er, ein alter, warmblütiger Herr von 23 Jahren, sehr angenehm und brav. Zunächst war er vorsichtig, denn er hat unglaubliche Furcht davor, dass er seine Reiter verliert, aber mittlerweile weiß er, die sitzt es, und ist auch lieber ohne Sattel am Weg mit mir. Und wir schön er die Übergänge macht! Extra vorsichtig! Und man sitzt richtig frei auf ihm und braucht sich mit keinem Körperteil festhalten.

Fünftens. Can I go where you go? Can we always be this close?

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Me

Auf Insta gibt es sie zu hauf (diese verpönte Selfiekultur, die Welt geht zu Grunde! Eingebildete Filter-Bitches!); Twitter verschmäht sie (und die Leute entfolgen dir. Du darfst (nein sollst!) dich zwar mögen und darfst darüber twittern, wie geil du dich heute findest, aber bitte nicht sichtbar, keine Fotos, wirklich nicht); und Facebook, ja da kommentieren die ewig gleichen, mit „Oh, du alterst auch nie!“, seit Jahren.

Das Selfie

Die Kritik, man brauche 50 Versuche bis das passende dabei sei und dann entspräche es sowieso nicht dem Original-Bild und sei eine Verfälschung der Momentaufnahme und lenke den Fokus nur auf sich selbst, man vergesse alles andere, ist durchaus berechtigt (vor allem wenn sie in eine Art Druck ausarten, ein gutes Selfie posten zu müssen).

Aber nicht viel anders, läuft es bei einem klassischen Foto-Shooting ab. Mit Fotograf und so. Von 100 Fotos sind maximal 5 dabei, die sich verwenden lassen – und ja, sie sind alle gephotoshopt. Sie sind alle gestellt. Und man investiert Zeit. Viel Zeit. Und Planung. Ich weiß das, ich habe das selbst lange Hobbymäßig betrieben.

Warum wird das eine verschmäht, das andere akzeptiert? Ich weiß es nicht. Vielleicht, weil klassische Shootings professioneller sind?

Das Altern

Ich habe angefangen alte Shootingfotos durch zu schauen und aus den vielen, vielen Bildern, Collagen zu machen. Dabei fiel mir auf, was ich auch mit einer Shooting-Kollegin von früher erst kürzlich besprochen hatte, wie jung wir damals waren; die Jugend war uns ins Gesicht geschrieben und so glatt und so hübsch und so Faltenlos!* Makellos war ich nie, ich hatte immer schlechte Haut und je nach Essverhalten, auch heute immer wieder mal. Aber da finde ich Photoshop okay, solange man nichts permanentes weg macht oder verändert. Zu den Falten stehe ich noch in einem ambivalenten Verhältnis, da sie auch nicht immer da sind – und je nach Müdigkeits- und/oder Trockenheitszustand der Haut mal stärker zu sehen sind, und nach einer intensiven Feuchtigkeitskur und viel Schlaf weniger.

Eine Kollegin von früher will keine Fotos mehr von sich. Sie findet sich alt und hässlich. Ich darf darauf hinweisen, dass sie immer noch toll aussieht, aber eben nicht mehr wie Anfang 20. Vor einer gewissen Zeit überlegte sie auch, ob sie nicht doch 12 000€ in ein Facelifting investieren solle, der Arzt meinte, sie sähe dann wieder aus wie Anfang 20. Botox verwendet sie seit Jahren regelmäßig (und Botox finde ich soweit okay) aber die hängenden Backen, sie findet, sie gleicht bald ihrer Mutter, und nein, das will sie nicht. Sie hat es dann, vermutlich der Seltsamheit des Arztes wegen (der ihr aus Datenschutzgründen nur ein, zwei Fotos zeigen konnte), doch gelassen.

Die Selbstliebe

„Du musst zuerst dich selbst lieben, bevors andere tun können!“ ist der beschissenste Satz, den je jemand gesagt hat. Ich glaube nicht mal, dass irgendwer diesen Satz gesagt hat, ich glaube er wurde einfach von einer gelangweilten KI erfunden und in die Welt gelassen, so wie die Bonsaikatzen. Nein, du darfst dich auch selbst hassen und andere können dich trotzdem lieben. Dies wollte ich nur kurz angemerkt haben, weil ich, wenn ich diesen Satz lese, immer wieder anmaßend finde.

*Amüsanterweise muss ich anmerken, dass ich mich auf aktuellen Fotos attraktiver empfinde, als auf jenen, von vor 10 Jahren. Bedeutet das, dass ich mit dem Altern klar komme? Hell, no. Es gibt Tage, da will ich wirklich nicht. Wirklich, da möchte ich Facelifting, Botox und alles was es gibt. Einen real life Filter. Aber es gibt erstaunlich viele Tage (besonders, wenn ich meine fruchtbaren Tage habe; Körper, du Bitch), an denen ich mich ausgesprochen attraktiv finde. Und das ist okay! Nein, das ist sogar super!

Das Selfie II

Und hier komme ich wieder zurück zur Selfiekultur, die vorgibt, man liebe nur ein verzerrtes Abbild seiner Selbst.

So, what?

Selbstliebe ist Selbstliebe und ganz gleich, wie und warum und durch was, und das ist vollkommen in Ordnung – deswegen, was ich eigentlich sagen will, ist: Embrace it! Macht Selfies, wenn ihr euch danach fühlt. So, what? Zeigt der Welt, wie toll ihr euch fühlt – es ist euer gutes Recht, euch toll zu fühlen. Mit, oder ohne Filter. Das ist komplett egal – denn draußen nimmt euch sowieso jeder anders wahr. Dieses richtige, eine Selbst, gibt es nicht.

Aber dir fehlt ja was, wenn du das nötig hast!

Auch eine meiner Lieblingsreaktionen. Wer bemisst die Norm dessen, ab wann man an dem Punkt ist, an dem einem „was fehlt“ oder, umgangssprachlich gesagt, an Huscher hat? Wer? Wer entscheidet das – und nein, es ist nicht der gesunde Selbstwert, denn wer entscheidet was ein gesunder Selbstwert ist?

Aber die sind alle so Narzisstisch! So Selbstverliebt!

Und ja! Das ist gut so! Meine Güte.

Denen geht es ja nur ums Äußere, was wenn die mal alt werden, dann haben sie nix mehr!

Diese Reaktion finde ich auch toll: Nein. Ich bin eine von denen, und ja, meine Jugend verschwindet, und ja, ich finde es schade, aber.. I care less. Irgendwann kümmert man sich weniger darum, und sicherlich sehe ich junge Frauen neidisch an, der Hintern, jop, den hätte ich gerne, aber, in 5 Jahren steht der auch nicht mehr. So what? Was ist das bitte für eine abscheuliche Neidkultur? Darf man der Jugend ihre Schönheit bitte lassen? Sie vergeht eh so schnell.

Aber beruhigt euch; solange Kapitalismus und Patriarchat, Markt, Kultur und Entertainment bestimmen, wird es ausreichend Frauen geben, die unzufrieden mit sich sind, und ich wage zu behaupten, es sind sogar 99,999999989%. Aber wir sind auf einem guten Weg, dieses Denken aus den Köpfen der Menschen zu verbannen. Ein paar 100 Jahre noch. Ich bin zuversichtlich.

Ich

Und hier nur ein Bruchteil der Selfies, die ich am Meer aufgenommen habe:

Italien, 2019

 

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Woche #2401 (2018)

Ein Eintrag aus dem Jahre 2018.

Weils ja bald so weit ist: Ich muss noch ein professionelles Passfoto anfertigen lassen. Bestenfalls beim Fotografen und ihn bitten großzügig mit Photoshop das Alter zu retouchieren.

Kurz vor der ersten, theoretischen Prüfung (zu der man ein Passfoto benötigt), bemerkte ich, dass ich die Passfotos, die ich damals für den Pass machte, irgendwo hin verlegt habe (weil sie so hässlich sind, hatten sie keine Berechtigung offen rum zu liegen und wurden gut verstaut. So gut, dass ich sie wohl nie wieder finden werde. Zusammen mit dieser Pass-Bestätigung…).

So nahm ich den Bus kurz vor zehn und eilte im Schneefall zum Automaten. Das Foto, welches es nach dem Xten Versuch in die engere Auswahl schaffte, nagt noch heute an meinem Insta-filter geschultem Ego. Aber Twitter bestärkte mich: Jeder muss auf Passfotos hässlich sein; zur Bestätigung, dass es auch real ist, weil in der Realität alles scheiße ist. I love you, Twitter. Man gab mir dann natürlich auch recht: „stimmt, wenn man normal aussieht gilt der Führerschein nicht!“ (I miss you, btw).

*

Wisst ihr warum der Sommer einfach toller ist? Man muss weniger waschen. Hot Pants? Zieh ich locker eine Woche an, zwei wenns sein muss. Lockeres Shirt? Drei Tage, easy! Fünf, wenn ich nichts drauf patze. Im Winter hingegen brauche täglich eine neue Strumpfhose, ein Untershirt, ein normales Shirt und fette Pullover, die dann genau so oft gewaschen werden müssen, wenn das Deo glaubt, wieder mal versagen zu müssen – was es im Winter gerne tut.

Und! Im Sommer braucht es auch keine Socken! Sooooviele Socken die zu waschen sind. Die herum liegen, sinnlos und Staub fangen, weil wer hat Zeit sie immer in den Wäschekorb zu schmeißen – oder aufzuräumen.

[Das Thema ist auch heuer wieder aktuell.. ich hasse den Winter.]

*

„Du kannst dich dagegen wehren, dann wirst du aber nicht im Radio gespielt. Wirst du im Radio gespielt, wirst du automatisch normalisiert. Die Normalisierungsmaschine kennt keine Gnade, sie ist die Welt selbst“ meinte jemand auf Twitter. Gut, ich habe den Tweet aus dem Zusammenhang gerissen und der Autor meinte sicher etwas ganz anderes damit, aber es erinnerte mich an den schrecklichen Moment, als ich im Radio ein, zwei Songs meiner Super-Indie-WinterMood-Spotify-Liste hörte. Entweder kategorisiert Spotify Mainstream als Indie, damit dieser konsumiert wird – oder dieser Sender, der nicht FM4 war, spielt neuerdings Indie-Zeugs.

*

Den Marker zu lange offen liegen lassen, dann merken, dass er halb ausgetrocknet ist, schnell mit der Zunge befeuchten und dann merken, dass es seltsam kribbelt. Und sich dann daran erinnern, dass man den Marker aus einem Benutzerraum mitgenommen hat. Sollte ich demnächst an zig unterschiedlichen Krankheiten sterben – wissen wir jetzt warum (Info: Dieser Vorfall ereignete sich vor ein paar Wochen, aber ich finde, der sollte trotzdem noch das Licht das Welt erblicken und auf ewig im Netz zu finden sein).

*

The secret of Life:

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Über den fehlenden Respekt unter Frauen und was Frauenmagazine damit zu tun haben

Ausschlaggebend für diesen Beitrag waren zwei Artikel – und leider wird das Thema nicht alt. Beitrag aus 2017, 2018 und auch 2019 noch aktuell.

Einmal geht es darum, wie Feminismus auch Männern hilfreich sein kann (editionf.com) – den ich allen ans Herz lege. Ein anderer Artikel kritisiert (pinkstinks.de) einen Artikel im Magazins „Inside“ der VisionMedia GmbH Gruppe. Auch diesen empfehle ich hiermit weiter. Beide Artikel wurden übrigens von Männern verfasst.

Worum geht es?

Wir alle wissen, dass viele dieser „Frauenzeitschriften“ oft Frauen- und Menschenverachtend sind. Das Magazin „Inside“, und wer auch immer für den Inhalt verantwortlich ist, liebäugelt gar sehr mit der Misogynie, wenn natürliche Orangenhaut und Falten als „Schwabbelschenkel“ und „Wabbelfalte“ oder ähnlich abwertend bezeichnet und damit quasi geworben wird.

Ja, ich verstehe den Sachverhalt: Es ist ein schlechtes Boulevard-Blatt, dass im Glaube handelt, lustige und „freche und frische“ Artikel an die Menschen zu befördern. Und trotzdem fasziniert mich die Tatsache, wie Frauen so über Frauen schreiben können. Und ja, ich verstehe, dass das Leben am Markt hart ist, die Konkurrenz böse und das Magazin nichts dafür kann, es möchte ja nur Kapital schlagen und im Rennen bleiben, und wofür werden die Stars denn so gut bezahlt, als dass man sich nicht über sie lustig machen kann? Natürlich, das Magazin „Inside“ kann per se sicherlich nichts dafür, dass es derartig Frauenverachtendende Themen publiziert.

Jetzt mag manch einer sagen: „Übertreib‘ doch mal nich“ oder „Ja nee, is ja Boulevard, was erwartest?“ Und „Wissen wir ja eh alle, is halt so. Nimmt ja eh keiner ernst.“

Lieber Leser und liebe Leserin, lasst mich eines sagen:

Das Problem, dass dadurch mitgetragen wird, wirkt viel weiter: Die Respektlosigkeit, die unter Frauen herrscht und (auch) durch solche Magazine forciert wird (Stichworte: Neid und Hohn), webt sich in den allgemeinen Kanon beziehungsweise in kollektives Bewusstsein ein, wie eine Frau zu sein hat und nährt Stereotype. Zu guter Letzt profitiert das patriarchale System davon, folgend der Kapitalismus, die Wirtschaft und sowieso wir alle (Achtung Ironie!). Eh klar, ein alter Hut. Aber das liegt am Magazin? Nein, aber es (stellvertretend für all die anderen Magazine) trägt dazu bei.

Diese Magazine vermitteln: „Du bist nicht gut genug“ weil: „Schau mal, Tyra Banks hat das auch und boah, ist die ein hässlicher Wabbel! Wie du!“

Ergo wird eine natürliche Veranlagung, die man hat oder auch nicht, beziehungsweise eine Entwicklung, die früher oder später ausnahmslos jeden treffen wird, der ein entsprechendes Alter erreicht, schlecht geredet – was dazu führt, dass entsprechende Personen sich 1) so oder so schlecht fühlen und sich 2) via Amüsement über andere Frauen in ein „besseres“ Licht zu rücken versuchen, um die männliche Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, und weg, von der anderen.

Und dieser ganze Blödsinn mündet schlussendlich einem hoffnungslosen Neid und Konkurrenz-Gezeter, dass sich von angelerntem Verhalten und kapitalistischer Verkaufsstrategie speist. Es gilt nach wie vor: „Sei hübscher als die andere, angle dir den Mann, der dich dann umsorgt, weil dir ist es verboten Geld zu verdienen/weil ohne Mann bist du nichts Wert und eine Schande/Bürde für deine Familie, Frauen sind Feinde.“

Wo kämen wir hin, wenn keine Frau mehr Make-up und „verschönernde“ Maßnahmen verwenden wollen würde? Wo kämen wir hin, wenn alle nur mehr friedlich und freundlich miteinander umgingen und der Mann nicht mehr im Zentrum aller Überlegungen stünde? Das müsste doch seine Macht schmälern, nicht? Schon bei den minimalsten Veränderungen protestieren Männerrechtler, dass es keine „Gleichberechtigung“ sei, sondern das „Stück vom Kuchen“ einem Verlust von Privilegien nahe kommt, die bislang nur für sie gültig waren.

Das Argument, sich im eigenen Körper wohler zu fühlen, wenn man sich ungeschönte und authentische Bilder von sonst perfekt inszenierten Celebrities ansieht, lasse ich nur insofern gelten, sodass einem bewusst wird, dass diese Leute ebenfalls nur normale Menschen sind – und im Gegensatz zu Hochglanz-Photoshop Cover etwas Realismus in die ganze Sache einfließen lassen. Aber hier beißt das „Wie“ wild um sich und giert nach Aufmerksamkeit und Verkaufszahlen. Sinnvoller wäre es, weniger Photoshop und Damen aller Körpergrößen zu zeigen, ohne Kommentar. Ohne extra darauf hin zuweisen. Ohne es auf einer Meta-Ebene noch einmal zu diskutieren.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, spitzfindig gesagt: Dem jeweiligen Schönheitsideal, am Winkel, der jeweiligen Bildauflösung und Inszenierung, am Licht und der Position selbst. Also ja, man vergleicht seine wabbligen Schenkel mit denen von Schauspielerinnen oder der Frau vom Nachbarn, kaschiert jede Falte und leugnet das Alter.

Fazit

Das „Ungenügen der eigenen Person“ und die Jagd nach dem „Mann“ stützt die patriarchale Idee und wird durch Kauf diverser Produkte gestärkt. Über Photoshop Cover und explizites Casting schöner Frauen in Film und Fernsehen bis hin zum Hashtag #nomakeup, aber mit zig Filter, schmeichelnder Position und entsprechendem Lichteinfall ist alles mit dabei.

Es gilt daher, den ersten Gedanken zu akzeptieren, wenn wir neidisch sind auf die tolleren Brüste oder den hübscheren Hintern und den zweiten zu lenken, zu hinterfragen – und sich bewusst zu werden, woher dieser kommt und vielleicht sogar, wenn möglich, sich mit der eigenen Imperfektion anzufreunden.

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Dinge, die im Mai’18 von Interesse waren: Rauchverbot und Chinas Punktesystem

Spannend! Was man alles findet, wenn man anfängt auszumisten.


Weil es wie die Faust aufs Auge passt:

In Österreich macht sich die Gesundheitsministerin Sorgen um das Wohl der Wirte, denn Österreich sei ein Gastfreundliches Land, mit einer langen touristischen Tradition. Nehme man die Gastfreundschaft (Anm: das Rauchen in geschlossenen Räumen) den Wirten weg, dann stehe übles bevor. Ahja. Ok.

[Tja, Bitch! Mittlerweile ist seit dem 1. November Rauchverbot und das bedeutet, dass jetzt sämtliche Lokale Konkurs anmelden müssen, weil natürlich niemand mehr wohin gehen mag, wenn er nicht rauchen darf. Insofern wird sich die gesamte kleinbürgerliche Spießkultur in die eigenen vier Wände verlagern. Ich finde wir versäumen dadurch nichts.]

Aber fast genialer finde ich folgenden Artikel, erschienen heute bei heise.de mit dem Titel: „China schafft digitales Punktesystem für den „besseren“ Menschen“ und wenn man diesen liest, so bemerkt man, dass die Idee 1:1 von Black Mirror, Season 3, Episode 1 geklaut ist. Sicherlich ist es schon etwas länger bekannt, zumindest ein Gemurmel darüber, aber all die Informationen in konzentrierter und kompetent niedergeschriebener Form zu lesen: Holla!

Früher sagte man noch „Da gibts eine Simpsons/South Park-Folge dazu!“ Heute sagt man: „Da gibts eine Black Mirror-Folge dazu!“ Ich weiß nicht, ob mich diese Entwicklung amüsieren oder verunsichern soll.

Aus dem Artikel:

„Der Zentralcomputer sammelt Daten von 50 Behörden. Er vergibt Pluspunkte für gewolltes Verhalten. Und er zieht Punkte ab, wenn Menschen irgendwie abweichen und gegen Regeln verstoßen.“

Genauer:

„1000 Punkte. Stufe A. Das bedeutet: Er ist ein „guter Bürger“, hat sich nichts zuschulden kommen lassen.“

Und:

„Yu Ganqing hat nicht gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen. Er zahlt seine Rechnungen. Politisch ist er nicht aufgefallen. So muss er auch nicht fürchten, im Punktesystem nach unten zu rutschen.“

Eine sehr kluge Entwicklung, nachdem in China eine lebenslange Diktatur angestrebt wird. Jegliches Verhalten eines jeden Bürgers wird aufgezeichnet!

Natürlich würde ich, regierte ich diktatorisch über ein so großes Land, politischen Störenfriede gleich ausschalten, und nicht einmal mit Gefängnis, nein. Nimm ihnen einfach alle Punkte! Denn wer im Punktesystem fällt, kann beruflich nicht aufsteigen, zahlt mehr Miete und Heizkosten und wird von allen gemieden und stirbt an durchdringender Einsamkeit. Ist das nicht großartig!? Wozu Gefängnisse, wenn Punkte auf einem Papier und des Menschen abgründiger Hass anderen Gegenüber dies übernehmen können?

Aber die Idee und Umsetzung findet in China Anklang, da die Leute ermutigt werden, „Gutes“ zu tun. Die Eltern regelmäßig zu besuchen, deren Arztrechnungen zu übernehmen oder einfach bei einem Zebrastreifen anzuhalten.

“ „Wer betrunken Auto fährt, fällt direkt auf Stufe C“, sagt Direktor He. Das sind 600 bis 859 Punkte. Darunter gibt es nur noch Stufe D. So jemand findet schwerer Jobs und wird nicht befördert.“

Nur der, der tugendhaft ist, soll ein gutes Leben führen. Sprich der, der seine Rechnungen bezahlt und sich politisch nicht äußert. Na eh. So gesehen habens die in China sogar besser; denn in Österreich wird trotz aller Gutheit und Güte dem Bürger das Mindestes nach und nach gekürzt. Dort kann man sich zumindest anstrengen und wird dafür honoriert! Was passiert, wenn man sich in Österreich anstrengt? Die die arbeiten, dürften ja nicht die Dummen sein! Sinds halt doch, nur anders verpackt: Ihr seids eh dumm, aber die anderen, die halt bis 12 Schlafen und deren Kinder sich selbst das Brot schmieren müssen, na eh, blöd seids, dass ihr aufsteht in der Früh, weil haben tuts ihr davon nix.

I mag nimma da wohnen.

Irgendwie erinnert mich die Situation an das Armen/Geflüchteten-Bashing, dass sich in Österreich abspielt. Generell sind alle Armen und jene ohne Erwerbstätigkeit Sozialschmarotzer und wollen sich „durchschummeln“. Dass dieses Verhalten sich im Gesundheitssystem nieder schlägt, ist vorprogrammiert. Kein Wunder, dass die Kassen zusammen gelegt werden wollen und Leistungen gekürzt werden.

Immerhin haben wir bald tolle Polizeipferde!

[Anmerkung: Die es gerade mal ein Jahr gegeben hatte und Millionen von Euros gefressen haben. Haha!]

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Buffy Reboot (Jap, da war mal was)

Mein erster Gedanke nach Verarbeitung der Information war: But, why?

Der Beitrag stammt von Juli 2018 und bisher (Dezember 2019) habe ich nichts mehr von einem Reboot vernommen. Trotzdem einige Worte dazu.

Mit Meinungen verhält es sich gefährlich: Man kann eine haben und stößt auf Widerstand, oder man bewegt sich irgendwo dazwischen und versinkt im Sumpf unterschiedlicher Argumente. Meine Meinung ist: Ich bin eigentlich gegen einen Reboot und finde die Idee sinnlos.

Ich fände es sinnvoll, wenn der Reboot kein Reboot, sondern ein Revival wäre mit gänzlich neuen Charakteren und natürlich, Gastauftritte alter Charaktere. Dann denke ich, könnten auch jüngeren Generationen angesprochen werden ohne die älteren komplett zu verstimmen. Denn Fandoms und Fans insbesondere sind wie Minenfelder: Erlaube dir was im Kontext zu unkonventionelles und der wütende Mob bejammert den Verlust „seiner“ Serie! SEINER!

Vorwort und wichtiges

Buffy, einst bei 20th Century Fox unter Vertrag, gehört mittlerweile Disney. Wenn Buffy also gerebootet wird (und es soll hoch divers sein), dann wird Buffy mit Sicherheit auf Disney+ zu sehen sein. Übrigens gehört auch Hulu mittlerweile Disney und wäre wohl geeigneter, weil erwachsenere Inhalte.

Was wir wissen

Geplant ist (bzw. war) ein Reboot der Serie, die auf die bekannte Mythologie zurückgreift, aber an die aktuelle Zeit adjustiert werden soll. Die Rolle der Buffy ist noch nicht gecastet, aber die Produzenten sind sich sicher: Sie muss schwarz sein. Mit dabei ist auch Joss Whedon, allerdings nur als Executive Produzent. Showrunner wird Monica Owusu-Breen sein, die bereits auch schon Backlash ihrer Wahl einer schwarzen Buffy bekam.

But don’t worry: Es gibt noch immer kein Script und niemand sehnt sich ernstlich danach.

Pro Revival

Warum kein Revival? Anknüpfend an die siebte Season, den Weg einer Jägerin beiwohnen, ganz gleich wo und die ehemaligen Stars in Gastauftritte verpacken. Auch wenn Sarah Michelle Gellar meinte, sie werde nie, nie, nie wieder in die Rolle der Buffy treten, so bin ich fest davon überzeugt, hätte es ein Revival gegeben, und keinen Reboot, hätte man sie für ein, zwei Folgen sicherlich überreden können. Immerhin weist sie auf Instagram immer wieder mal auf ihre Buffy-Vergangenheit hin, und das nicht peinlich berührt, sondern durchaus anerkennend. Und natürlich versteht man, dass man nicht für einen Charakter bekannt sein will; aber tja, sie ist Buffy. So wie Lucy Lawless Xena ist und Linda Hamilton Sarah Connor und Sigourney Weaver Ellen Ripley. Und ich finde das nicht verwerflich. Im Gegenteil.

Vs Reboot

Warum aber denkt man, dass ein Reboot eine gute Idee ist; in dem eine ikonische und gesamte Generation prägende Geschichte genommen und angepasst werden muss? Dieselbe Diskussion gibt es übrigens in allen Fandoms. Warum muss Spiderman schwarz sein? Warum X und warum Y, warum nichts neues? Kurz: Inklusion. Dass Medien, Filme und TV lange Zeit weiß geprägt waren (und sinn) ist keine Neuigkeit und dass via Internet Diversität und Sichtbarkeit in den Vordergrund rücken und gewisse Adaptionen verlangt werden, ist ebenfalls verständlich und auch vollkommen in Ordnung und auch notwendig (Stichwort: Sichtbarkeit). Und es ist ja nicht Peter Parker, sondern Miles Morales! Es gibt Lösungen und Wege.

Zusammenfassend

Die Marke „Buffy“ verkauft sich gut und da Diversität ankommt  – käme es perfekt gelegen, ein Reboot einer einst, damals(!) bahnbrechenden Serie zu machen, die Hautfarben austauschen und das ganze als Modern zu verkaufen. Nein, es wird so nicht (mehr) funktionieren.

Übrigens gibt es bereits ein Reboot von Charmed, Xena ist ein Planung (wovon ich auch nie wieder was gehört habe) und soll sich auf die lesbische Beziehung zwischen Gabrielle und Xena konzentrieren. Es gibt ausreichend Heldinnen in der griechischen Mythologie. Warum nicht eine Serie über Kassandra oder eine Amazonen-Serie?

Man kann es auch richtig machen: Die Serie Timeless zum Beispiel. Zwar kein Reboot, aber Minderheiten werden einem nicht ins Gesicht geklatscht wie „Schaut her, wir haben Minderheiten! Wir sind so super!“, sondern erzählt, ohne diese in ein besonderes Licht zu rücken (und darauf hinzuweisen), thematisiert aber gewisse Geschichten und Zusammenhänge. Hier allerdings wird von vorn herein erwähnt, dass Buffy schwarz sein soll. Bam! Schaut her! Gut und toll, wenn Minderheiten öfters in den Medien zu finden sind – aber vielleicht ohne Beigeschmack des Quoten-Fishings.

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