Monatsarchiv: Januar 2020

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28. Januar 2020 · 11:08

„Cats“

Was glaubt ihr, bedeutet „OVmU“ oder „OmU“?

Man sollte eigentlich annehmen, sofern man OV als „Original Version“ versteht (was dann die Original Sprache, in welcher der Film gedreht wurde, wäre), dass „mU“ für „mit Untertitel“ stehen könnte. Könnte! Nicht muss. Könnte! Aber so sei es, dass dem nicht der Fall ist; nein.

Denn bei Cats im Metropol (ein eigentlich gutes und korrektes Kino) bedeutet dies: Die gesprochenen Dialoge im Film sind Deutsch (auch Wortfetzen zwischen den Songs), die Songs auf Englisch mit deutschen Untertiteln. Exakt. Was es übrigens noch lächerlicher macht, ist die Tatsache, dass es gefühlt 15 gesprochene Sätze gibt.

Zur Kritik

Ich gestehe, ich habe das Musical Cats nie gesehen. Nicht aus Desinteresse. Oder weil ich Musicals schrecklich finde. Nein, sie gingen einerseits an mir vorbei, andererseits verspüre ich bei Opern, Tanzaufführungen und Musicals immer diesen Drang, selbst wieder mehr zu tanzen, zu singen, eben ein wenig dahin gehend zu tun. Was aber zu teuer ist und da ich nach wie vor der Meinung bin, dass wenn, es vielleicht 3 Abende die Woche sein sollten, oder mindestens 4-5 Trainingseinheiten, muss ich dieses Vorhaben ruhen lassen. Als ich jung war, wollte ich sogar eine Musical-Ausbildung machen, bis ich bemerkte, dass alle Sänger und Sängerinnen in etwa gleich klangen und austauschbar waren. Das wollte ich dann auch wieder nicht.

Was lässt sich darüber sagen?

Die negativen Kritiken überschlagen sich und ohne eine Musical-Version gesehen zu haben, kann und darf ich schlecht darüber urteilen. Worüber ich aber urteilen kann, denke ich, ist jenes, dass, hätte man dem Film noch ein paar Millionen mehr ins Budget geschmissen, es vermutlich weniger billig (nicht einmal trashig) gewirkt; und ja, Taylor Swift wirkt als einzige so, als mache ihr der Film tatsächlich Spaß. Und sie kommt, bei den negativen Kritiken, auch am besten weg.

Treffendes Zitat:

„Gut möglich, dass Cats am Ende vor allem Futter für jede Menge humorvoller Parodien bieten wird oder als Kultfilm à la Rocky Horror Picture Show mit einer tanz- und verkleidungsbegeisterten Fangemeinschaft weiter lebt. Bleibt zu hoffen, das Hollywood wenigstens von Starlight Express die Finger lässt. Da geht es um menschliche Lokomotiven.“ (Zeit.de)

Facts (ja! Fakten!)

  • Uraufführung 1981 im New London Theatre.
  • „Beautiful Ghosts“ wurde von Taylor Swift und Andrew Lloyd Webber geschrieben.
  • Jennifer Hudson (Grizabella) erhielt 2007 für Dreamsgirls den Oscar für beste Nebenrolle.
  • Eminenz Old Deuteronomy wird das erste Mal von einer Frau gespielt (Judi Dench).

Fazit

Ich fand ihn nicht so schlecht. Ich fand ihn unterhaltsam. Entweder etwas trashiger und selbstironischer, oder etwas mehr Zeit und Budget und man hätte einen durchaus, vermutlich und vielleicht auch für gewöhnliches Publikum sehenswerten Film gehabt. Und ja, wie das Zitat oben sagt, es wird sich wohl eine liebevolle Fangemeinde um diesen Film scheren und diesen lieben und hegen und pflegen. So soll es sein.

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„Easy A“

US-Amerikanische High-School-Filme sind sowas wie Märchen: Es wird eine Welt kreiert, die es so nicht gibt. Und nirgendwo je gegeben hat. Und nie geben wird. Und besonders abstrakt wird es, wenn sie in Kalifornien spielen.

Emma Stone streamt (2010 nannte man es noch „broadcasten“) über einen Vorfall, der eine Reihe von anderen Vorfällen (und Gerüchte) mit sich gezogen hatte. Und spricht dabei nur die Wahrheit.

Easy A ist eine Komödie mit vielen Darstellern der 90er, die längst in Vergessenheit geraten sind: Mutter Patricia Clarkson und Stanley Tucci leben zusammen gewürfelt in einer antiautoritären Patch-Work-Familie und zugegeben, zugegeben, die Witze die sich daraus abgeleitet haben, waren nett. Ja, okay, der Film hat durchaus seine Momente.

So, let’s bring it on

Emma Stone passiert also das, was jedem High School Mädchen passiert: die böse (in dem Fall hochreligiöse) Bitch (Amanda Bynes) verbreitet Gerüchte – in diesem Fall etwas, was Emma ihrer California-Klischee-Freundin als Notlüge auftischt, weil sie nicht mit deren Hippie-Eltern campen gehen wollte. Sex before Friends. Und jetzt ist sie die Schulschlampe, die ihre Jungfräulichkeit an einen Typen aus dem Community College (College für Arme) verloren hat. Der Lehrer (Thomas Hayden Church), wirkt etwas creepy, und über-bemüht, aber schlussendlich bemerkt er zumindest, dass die Gerüchte nicht wahr sind. Im Gegensatz zu seiner Frau, Lisa Kudrow, der Schulpsychologin, die Emma Stone gleich eine Handvoll Kondome aufzwingt.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell und verdreht Gerüchte reisen und wieder zurück geschleudert werden. Emma geht damit locker-lässig um, und da „Der Scharlachterote Buchstabe“ gelesen wird (aber hey, es gibt eine Verfilmung, nicht die mit Demi Moore!) klebt sie sich in weiterer Folge ein rotes A aufs Korsett.

Wegen übler Anrede sitzt sie Stunden mit dem Schulschwulen ab und es kommt zum „Gentlemens Agreement“: Er will quasi hetero sein, bis er aus dieser Hölle (aka Highschool) kommt. Es wäre eine Win Win Situation, die Leute nähmen sie wahr, wenn auch nur als Flittchen und er landet nicht mehr im Trash. Zuerst wenig begeistert, sagt sie gegen Bezahlung zu und es gibt klassischen Fake-Sex auf einer Party.

„If they already got you, give them more they can’t handle.“

Es kommt wies kommen muss. Das „Sex for Money-Rumor“ verbreitete sich sehr, sehr schnell. Und je mehr Kunden es gibt, desto mehr Gerüchte folgen. Und als ein Dude sie tatsächlich um ein Date frägt, sie aber für Geld flach legen will, bemerkt sie, dass das ganze, so lustig und lukrativ es ist, vielleicht nicht so das wahre zu sein scheint. Wo sind die Kavaliere, sie zitiert sie ironischerweise aus den John Hughes (Come on!) Filmen. Und sie spricht von den Helden der 80er, John Cusack mit der Beatbox (in Say Anything, übrigens kein John Hughes-Film), Jake aus 16 Candles (ein Film der so grandios überbewertet ist), Judd Nelson in Breakfast Club – I want my life like an 80s Movie! Mit einer Musical Nummer wie ein Ferris Buller! Aber nein, ihr Leben ist kein 80er Jahre Film…

Die Geschichte zieht sich weiter, sie sucht Rat in der Kirche: Pfarrer ist der Vater der Schulbitch, deren Freund Chlamydien hat, weil dieser mit der Schulpsychologien Lisa Kudrow, ohne Kondome, gevögelt hatte – Jemand hatte sichtlich Spaß beim schreiben, oder einen billigen Roman gelesen.

Emma Stone ist am Tiefpunkt angelangt als ihr einer, der vorgab ernstlich interessiert zu sein, 200$ vor die Nase hält. Und natürlich, wie in einem typischen Film der 80er ist der vermeintliche Good Guy in sie verliebt, und der hat sowieso nichts von dem geglaubt was die Leute sagten. Sie mag den Typen auch aber da ihre ehemalige beste Freundin in ihn verliebt ist, kann sie ihn nicht daten.

Und kurz bevor der Film auf sein endgültiges Ende zusteuert, wird es Zeit, alles klar zu stellen. Und so kommen wir zur Anfangsszene: Dem Podcast, Broadcast, Live Stream, whatever.

Fazit

Eine nette satirische Komödie, Emma Stone spielt sympathisch und überzeugend, der Soundtrack ist großartig und ja, es ist durchaus eine ironische Hommage an die Filme der 80er.

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„Murder Mystery“

Es soll ja Menschen geben, die mögen Adam Sandler Filme und Adam Sandler ist deren Held. Und als ich während des Filmes fragte: Wirst du in 15 Jahren auch so sein, war die Antwort eindeutig: Ja. Ich für meinen Teil hoffe, dass ich mit 50 noch so gut aussehen werde wie Jennifer Aniston, und fürchte ab den 40ern auch anfangen werde, etwas trainieren zu müssen. Aber mei, wenns weiter nichts ist.

Lets fetz

Netflix und Filme. Wir waren bereits dabei, dass sich einiges an Seltsamkeiten finden lässt und findet, sich beinahe aufdrängt und man sich denkt: Hm, ja eh, warum nit. Come on.

Worum gehts?

Das Ehepaar Spitz fährt 15 Jahre nach ihrer Hochzeit auf Flitterwochen. Im Flugzeug lernt Jenny einen gut aussehenden Briten kennen, der das Ehepaar auf eine private Familienfeier auf einem wirklich tollen Boot einlädt. Und natürlich, dort geschieht ein Mord. Und da Adam Sandler hier Detektiv ist (nein, ist er nicht, aber er gibt es vor zu sein und wäre es gerne), will er den Fall lösen, auch wenn er und Jenny längst die Hauptverdächtigen sind.

Soll ich euch das Ende spoilern? Also, ja, Jenny und Adam sind tatsächlich die Mörder. Sorry.

Also, ja. Das ist so der Aufhänger der Story, gespickt mit Adam Sandler Witzen (wobei man zugeben muss, dass der eine oder andere Witz tatsächlich das eine oder andere Lächeln entlockte), die sich ausnahmsweise nicht auf Kindsköpfe-Level befinden. Ja, ich habe auch den Film gesehen. Nein, er ist nicht sehenswert.

Fazit

Kann man den Film schauen? Ja, kann man. Er ist okay. Er ist wirklich okay. Es gibt schlimmeres.

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„Star Wars: The Last Jedi“ & „Star Wars: The rise of Skywalker“ & 4DX

Ich fand die Filme unterhaltsam und verstehe nicht, warum man sie aus dem Kanon verbannen sollte. Und ja, beide. Und ja, da gibt es viel schlimmere. Ich fand sogar, ja finde, dass der Geist von Star Wars durchaus gelungen zeitgenössisch eingefangen wurde. Logik- und Erzählfehler hin oder her.

The last Jedi ist genau so sehr „Star Wars“ wie die die Original-Trilogie, nur etwas weiter entwickelt. Es gibt kein Gut gegen Böse mehr, sondern es geht um die Balance. Es gibt keine großartige Love-Story, die jeder bekrittelt hätte und für jeden war etwas dabei: Tierchen, Raumschiffe, alte Star Wars Charaktere, neue Star Wars Charaktere, Kampfszenen, Trainingsszenen, Jedi-Szenen, Yoda.

Sicherlich, die zig Subplots lenken von der Story ab, und sicherlich zog sich der zweite Teil (eben so der dritte), trotzdessen ist es eine gute Unterhaltung.

Selbiges gilt für The rise of Skywalker, der als schlechtester der Trilogie gilt. Ich fand ihn unterhaltsam und ein gutes Ende. Und nein, ich habe bisher noch keine Kritiken gelesen. Und ja, manches fand ich seltsam. Dass #Reylo noch zustand kam freute mich, dass er sein Leben für sie gab ist wohl dem white angrybois-Fahrservice zu verdanken. Dass die Saga derweil damit beendet ist und wir Lukes verlassenes Zuhause nochmal zu sehen bekamen (und vieles weitere), war nett.

Zu den Kritiken

Der Einfachheit wegen picke ich mir ein wahllos ein paar Kritiken aus Foren und kommentiere diese:

„Es sei nicht mehr Star Wars“ – Nur weil es nicht deiner von Erinnerungen verblendeten Idealvorstellung der Trilogie aus den 70ern und 80ern entspricht, bedeutet das nicht, dass die Episode VII bis IX nicht mehr Star Wars seien. Es ist genau das. Aber eben der Zeit angepasst. Auch die alten Star Wars Filme waren nicht sooooo super. Sie haben eben den Zeitgeist eingefangen, sind unterhaltsam und waren toll anzusehen, aber niemand muss so tun, als sei die Original-Trilogie beste Filmkunst die am weiten hohen Filmhimmel für sich alleine glitzert.

„Rey das Supergirl“ – Tja. Deal with it.

„Der Imperator hat also physisch die vollständige Zerstörung des Todessterns überlebt?!“ Zugegeben … okay, zugegeben. Ja, okay. Ich gebe es zu; dass sich hier und da fragwürdige Momente einschleichen lässt sich nicht vermeiden. So auch, warum Rey den Namen Skywalker annimmt.

„Snoke, der Überraschungshase aus dem Zauberhut des ersten Teils also ein Imperator-Clon?! Warum ging er denn nicht in Serie, um die Macht zu übernehmen?!? Die weitere Frage, warum man Snoke bereits als Schnitzelgesicht im Tank herstellt, ersparen wir den Machern einmal. Rey kann den Imperator nur mit der Folge töten, dass sie selbst zum Sith wird, tut es dann und wird doch kein Sith?!?“ Gut. Okay. Ja, na eh. Star Wars-Fans, die Logik und Geschichte in Fleisch und Blut allgegenwärtig transportieren mögen ihre Probleme damit haben. Nichts desto trotz, war der Film unterhaltsam.

4DX

Tjo. Also.

Wie sag ichs am besten.

Es ist nett. Aber, wie 3D, auch darauf verzichtbar, auch wenn es ein paar gewisse nette Features hat:

  • Wind und Regen sind ganz nett. Wobei Regen ein Hauch von Sprühnebel ist; und beides recht kühl. Aber nett.
  • Die „Schnee“ Imitation ist komplett sinnlos, weil lediglich irgendwas vor der Leinwand rumfliegt. Es sei aber angeblich tatsächlich Schnee, andererseits, merkt man nichts davon. Gar nichts. Es hätten auch Papierfitzelchen sein können.
  • Blitze = Licht ein, Licht aus in epileptischer Geschwindigkeit. Komplett sinnlos. Man hätte zumindest einen Laser durch den Rauch schicken können.
  • Der Todesstern riecht nach… wonach eigentlich? Sollte das „alte Fabrik“ sein? Manchmal kam mir auch vor, man versuchte „verbranntes“ zu imitieren. Naja. Fail.
  • Nebel. Ja, der Nebel wäre cool, wenn er den ganzen Raum füllte und nicht nur das untere 10tel der Leinwand und dann auch noch so spärlich.
  • Die Bewegungen des Stuhles waren manchmal sehr lustig, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Etwas verwirrend war, dass alles einen Ruckler bekam. Jeder Zusammenprall. Jede Wendung. Sinnvoller fände ich es, wenn man sich für eine Seite entscheidet und das ganze vielleicht auch etwas.. wilder macht. Es war schon sehr harmlos.

Verbesserungen:

  • Regen/Wasser/Schnee von oben.
  • Nebel im gesamten Raum, und zwischen den Sitzen.
  • Einzelne Sitze, zwecks Bewegungsfreiheit.
  • Blitze als Laser.
  • Auf Gerüche könnte man verzichten.

Es ist ein nettes Erlebnis, aber wirklich Sinn macht es nur bei Action-geladenen Blockbustern. Wie der Werbe-Trailer, da ließ sich zumindest ein gewisses Potential erkennen.

Zusammenfassung

Wenn jemand bisher noch nie „Star Wars“ gesehen hat und mitten drinnen frägt: „Was macht denn Harrison Ford da?“ dann sollte ich mir das mit dem Heiraten nochmal überlegen, oder? dann ist das durchaus süß und liebenswert, oder? Zumindest muss darf ich mir demnächst jetzt alle Star Wars-Filme ansehen. Auch Episode 1-3.

Ich denke meine Rache wird sein, dass wir uns alle Star Trek-Filme ansehen werden. Zum anteasern die neuen, und dann, alle alten – und nein, die alten Filme sind genau so wenig „gute“ Filme (bzgl. Filmkunst) und sogar teilweise mehr schlecht als recht, aber es ist halt Star Trek. Da, so könnte man sagen, gleichen sich beide: Von ihren Fans heißblütig geliebt und bis auf den Tod verteidigt, die Unterschiede könnten nicht größer sein und dennoch sind sie sich so ähnlich.

Fazit: Nett. Unterhaltsam. Hat schon gepasst. Sogar Poe und Finn, die ich unnötig bis unfassbar nervig empfinde, waren halbwegs erträglich.

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Woche #2701: Millencolin, Punkrock und Spotify

Millencolin waren großartig. Das letzte Album („SOS“) war melodisch, die Songs prägen sich schnell ein und haben leichten Wiederkennungswert. Kurz: Ich finde das neue Album großartig und das Konzert war sehr gut.

Punkrock

Punkrock, weniger hart als Punk und durchaus für die Masse geeignet, wurde mit den Tony Hawk-Spielen Ende der 90er, Anfang 00er Jahre weitgehend bekannt. Wir kennen bekannte Vertreter aus dem Mainstream wie Avril Lavinge, Sum 41, Green Day, Blink 182 und wir haben sie alle gehört. So aber auch Millencolin, No use for a Name (RIP), Boy sets fire, Alkaline Trio, NOFX, und wie sie noch alle hießen. Und irgendwann gerieten all diese Band wieder in Vergessenheit. Und ich kann nicht mal sagen, was danach kam. Zwar hörte man Zwischendurch immer wieder was, aber nie so richtig. Und dennoch tourten die alten Bands, füllten Hallen und es ist wohl so wie in jeder Subkultur, wenn man sich nicht einmal mehr am Rande befindet: man bekommt eigentlich gar nichts mit. Selbst im Bergdorf gab es immer wieder Punkrock-Konzerte zu Zeiten als ich mir Punkrock-Konzerte wünschte, aber geglaubt hatte, es gäbe ja eh nichts. Wie man sich irren kann. Andererseits war zu dieser Zeit noch überall rauchen erlaubt und das hätte mir, bis auf ein-zwei Locations sowieso nichts gebracht.

Allerdings komme ich hier zu einer interessanten Beobachtung: Auf Punkrock-Konzerten ist nicht nur die Schlange vorm Männerklo endlos lange (bei den Damen zero; den Herren war es sichtlich peinlich, dass ich amüsiert Fotos von der Schlange gemacht hatte), sondern auch das Alter der Teilnehmer: Statistisch betrachtet, hätte ich 1-2 Leute von vor 15-20 Jahren, als ich aktiv Punkrock hörte, kennen müssen. Statistisch gesehen, gekannt habe ich natürlich niemanden. Aber ich hätte durchaus wen kennen müssen, da Ort, Alter und Band eigentlich stimmig waren.

The digital & new age of music consumation

Irgendwann las ich zu Ende der Reputation-Tour, dass Taylor Swift wohl das Ende eines Zeitalter eingeläutet hätte und dass es solche Konzerte, und den Konsum von Musik, wie man es bisher kannte, sich grundlegend ändern wird beziehungsweise geändert hat.

Und dies hat mit Spotify und diversen Streaming-Angeboten zu tun.

Man kauft sich keine CDs mehr, die ca. 17€ das Stück kostet (ausser Liebhaber und Sammler), sondern zahlt einen gewissen Beitrag an einen Streaminganbieter, welcher die Künstler entlohnt (wir wissen auch, dass Taylor Swift sich dafür einsetzte, Künstler auch während des Probemonats der Kunden zu entlohnen; man könnte ihr jetzt natürlich Gier vorwerfen, aber bedenkt man wie viele kleine Künstler sich ebenfalls auf diversen Plattformen tummeln, so muss man anerkennen, dass sie ihre Popularität für Gutes nutzt), auch wenn sich die Entlohnung auf 0,32 Cents pro Stream beschränkt. 2018 konnten Musiker in den USA bis zu 3,97 US-Dollar pro 1000 Streams verdienen.

Und dies führte sicherlich auch dazu, dass Millencolin unfassbar motiviert waren, da, ich gehe davon aus, das neue Album wirklich häufig gestreamt wurde. Dass alte Punkrocker sich dadurch ermutigen lassen und wieder auf Tour zu gehen um ausverkaufte Konzerte zu spielen (bzw. spielen zu können), könnte vielleicht darauf hindeuten, dass es, wenn die Musik stimmt, ein generelles Punkrock-Revival geben könnte. Oder aber auch nicht. Vielleicht fällt es mir auch nur deswegen auf, weil ich mich aktuell wieder am Rande dieser Subkultur bewege und informierter bin als ich es davor war.

Die Frage aller Fragen deren Antwort nicht 42 ist

Und nun die Frage, die allen begierigen Lesern auf der Zunge brennt: Hätte ich mich getraut mit meiner Taylor Swift Punkrock-Coverband als Vorband aufzutreten?

Jetzt? Nein. Da muss noch einiges geübt werden! In ein paar Monaten, sollten wir anständig proben: Dann ja! Stellt euch das vor, ich und Taylor als Vorband von Millencolin!

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„Captain Marvel“

Die Vorfeld negativen Kritiken gingen an mir vorbei. Der Film hatte mich top unterhalten, einen positiven Eindruck hinterlassen (der sich beim zweiten mal Sehen auch wieder bestätigt und gefestigt hatte) und meine Erwartungen erfüllt: Einer der besseren MCU-Filme mit einer interessanten Hauptfigur, die mächtig ist und eine wichtige Botschaft (neben dem Ausbleiben von High Heels und Lovestory sowie Verzicht auf eine Fuckable-Inszenierung): Wenn Frau sich einen Dreck um die Meinung von Männern schert, wird sie stark. Captain Marvel muss sich niemanden beweisen, auch nicht seinen Hatern und Kritikern.

Captain Marvel geht mit Wonder Woman Hand in Hand. Keiner der Filme ist besser oder schlechter als der andere, gegeneinander auf- oder abzuwerten. Carol Danvers und Diana durchleben ihre Heldenreise um am Ende ihren epischen Moment vollends auskosten zu können. Sie sind Heldinnen für junge Mädchen und Vorbilder.

Schlechte Kritiken, zusammengefasst und Gegenargumente

Wie ich später allerdings sah, schlägt (und besonders auf Facebook) der „Hate“ um sich: wie man nur das MCU mit einem SJW-Charakter vermiesen könne und überhaupt, sei sie zu überpowert (Dudes, ihr habt die Comics nicht gelesen oder?) und schlecht gecastet, Brie Larson zeige keine Emotionen und der Film sei ja nur auf Druck von Feminazis geschossen worden und überhaupt und sowieso.

Warum der Hass? Brie Larson gab feministische Kommentare ab in Interviews und wünschte sie sich mehr als nur die üblichen weißen, männlichen Reporter.

Desweiteren wird die fehlende Tiefe (Es ist ein MCU-Film!) und die schlechten Effekte kritisiert. Sicherlich, De-Ageing steckt noch in den Kinderschuhen, und es hat durchaus einen Vorteil, wenn die Person noch lebt, trotz dessen war der Einsatz von Nick Fury hervorragend und gut passend.

Desweiteren wurden „oberflächliche Witze“ und „unsympathischer Hauptcharakter“ genannt. Erneut: Habt ihr die Comics gelesen? Da wäre noch einiges mehr an Selbstbewusstsein und flotten Sprüchen gegangen, noch einiges. Carol Danvers war, im Vergleich zu den Comics, im Film relativ harmlos.

Dass der Charakter „übermächtig“ sein soll/ist, kann einfach erklärt werden: Ihre Kräfte stammen aus dem Tesserac, dem Space-Gem (den blauen Cube, den auch Loki haben wollte). So wie Carol Danvers sehr mächtig ist, ist auch Wanda alias Scarlett Witch, sehr mächtig (ihre Kräfte stammen aus einem Experiment mit dem Mind-Stone (das Ding, dass Vision am Kopf hat). You see the point? Zudem meldete sich Kevin Feige zu Wort und aktuell ist Scarlett Witch die mächtigste. Meine Güte..

Was ich noch hörte: „für echte Emanzipation war er mir eben zu infantil/kindlich.“ Und warum? Weil er eben Comic-Szenen hat. Wait, what? Dude, du realisiert hoffentlich, dass es sich um eine „Comic-Verfilmung“ handelt oder? Und dass es wieder erkennbare Comic-Szenen gab, war übrigens richtig, richtig cool.

Der Film sei: „überinterpretiert“ – NEIN.

Und natürlich wurde die Musikauswahl kritisiert und irgendwann ereilt einen die Annahme, dass man versucht alles zu kritisieren, um ja etwas haben zu können, dass man kritisieren kann. Auf dieser Basis zerreiße ich euch LOTR und Matrix binnen Sekunden…

Fazit

Er ist genau das, was er sein soll: Eine gute Einführung für einen der stärksten MCU-Charaktere und feministisch, ohne Love-Story und sagt basically aus: Sobald Frauen aufhören sich um die Meinung von Männer zu scheren, sind sie stark. Und diese Message ist wichtig. Schon alleine dass sie keine High Heels trägt ist großartig! Keine Fuckable-Inszenierung. Du meine Güte, das ist ein guter Anfang! Natürlich hassen schwache angry fanbois den Film. Next!

Daher: Absolut sehenswert.

Und:

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„Stranger Things“, Season 2

(Von vor zwei Jahren hätte das Review online gehen sollen, was solls…)

Who do you call? Ghostbusters!

Eine kleine Vorbemerkung

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Filme oder Serien die 1980er aufgreifen. Ein Jahrzehnt, in dem ich einen Teil meiner Kindheit verbrachte und Filme wie Ghostbusters oder (damals noch) Krieg der Sterne so oft im TV liefen, dass man schon genervt war. Fahrrad-Touren (ohne Helm) in die nächst gelegenen Dörfer, sowie Serien wie A-Team oder Mutant Ninja Hero Turtels waren alltäglich und nichts besonderes. Und nun stehen wir dieser Zeit neu interpretiert gegenüber, sie wird adaptiert, zitiert und von den Medien gefeiert, obwohl die Zeit an sich gar nicht so besonders war. Es war ein Jahrzehnt des Haarsprays und dank VHS, kurzer Filme. Ich bin auf die (Aus)Wirkung gespannt, wenn in wenigen Jahren die 1990er wieder entdeckt werden: Grunge, Rave und Silberhosen wieder in Mode kommen und der nächste Alien Hype wiederbelebt wird. I want to believe!

Let’s Fez

Season 2 beginnt einem Jahr nach den Vorfällen von Season 1 und spielt ebenfalls wieder zu Halloween. Die Hommage an den 1984 erschienenen Ghostbusters wird nicht nur als Halloween-Gag, sondern auch als sinnvoller Teil der Handlung eingesetzt. Terminator, der erste, der ebenfalls 1984 erschien ist, läuft im Kino und der Trailer im Fernsehen. Die Kids versuchen mit ihrem Leben voran zu kommen. Zwei verlieben sich in das gleiche Mädel, der andere vermisst Eleven. Die Mutter hat einen neuen Freund (Samweis Gamgee, der in seiner Jugend von einem Clown in Maine heimgesucht wurde. ES und Stranger Things spielen im gleichen Universum!) und alles scheint in bester Ordnung zu sein. Will, der Junge der in der letzten Season bereits der Leidtragende war, leidet immer noch unter Flashbacks und wird von Wissenschaftlern beobachtet, die aber alle zum falschen Schluss gelangen.

Kritik mit Spoiler

Trotz dessen, dass die zweite Season der Serie wieder großartig war, war die Handlung (im Gegensatz zum Trailer) ab der zweiten Folge vorhersehbar. Immer wieder verweben sich mehrere Erzählstränge miteinander: Die Teenager, die Kids und Eleven und die Erwachsenen, bis sie gegen Ende wieder zusammen finden. Und es ergibt sogar Sinn – und unter diesem Aspekt betrachtet, wirkt es nicht fehl am Platz, sondern perfekt konstruiert:

Die Freundschaft der Kids wird, selbst wenn das Up-Side-Down nicht gerade ihr Leben bedroht, auf eine Probe gestellt, als das coole Mädel (Mad)Max auftaucht und zwei der Kids verlieben sich in sie, einer lehnt sie ab, der andere hat größere Sorgen. Eleven, die vor einiger Zeit von Officer Hopper aufgenommen wurde, lernt die Bedeutung von Familie kennen, nicht nur durch ihren sich sorgenden (und immer zu spät kommenden) Ersatzvater, sondern auch durch ihre Mutter (grausam!) und nicht zuletzt ihrer Schwester, die sie jedoch wieder verlässt um Nachhause zu gehen. Die Teenager versuchen ein „normales“ Leben zu leben, bis Nancy erkennt, dass sie das nicht kann.

Neu sind in dieser Geschichte Max und ihr Bruder Billy (der rote Power Ranger), deren Familie erst vor Kurzem nach Hawkins gezogen war. Maxine ist ein schwieriger Charakter. Sie ist cool, spielt Videogames und natürlich ist sie besser als all die Jungs, andererseits etwas  nervtötend. Ihr Bruder ist ein Bully, Sportler und mag sich mit der neuen Situation genau so wenig anfreunden. Trotzdem bleibt er durch und durch unsympathisch.

Lustigerweise stellte sich die Frage, ob Will nicht auch in Season 3 wieder befallen werden wird, da man Winona Ryder nicht die Möglichkeit nehmen darf, sich mit aller Kraft um ihr Kind zu sorgen und alle töten zu wollen, die sich ihr entgegen stellen.

Fazit: Ich mochte die zweite Season, aber sie reicht nicht an die erste heran.

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„Game of Thrones“, S08E05 & S08E06

Season Finale! I know. Es war grässlich. Aber trotzdem habe ich noch das eine oder andere dazu zu sagen. Nachdem wir den Schock verarbeitet haben, bitte sehr:

Episode 5

Missandeis letzte Worte haben verraten, was passieren wird: Dracarys.

Daenerys, Queen of Ashes

Als Daenerys auf die Stadt blickt, die ihre Vorfahren vor 300 Jahren aufgebaut, und die man ihr weg genommen hatte, wirds persönlich. Sie ist allein, niemand mag sie, alle fürchten sie. Warum also nicht aufs ganze gehen? So zumindest sehen das die Schreiberlinge und wollen damit ausreichend Erklärung für ihren Outburst geliefert haben. Ähm. Ja. Nein.

Das interessante dabei ist nicht, dass sie quasi den Verstand verliert. Nimmt man an, dass dieser gewisse Wahnsinn schon immer da war (wie er oft überliefert wird, dh. Targaryen Madness) und durch die letzten Ereignisse Salonfähig wurde und lediglich durch ihre Berater und Freunde (die alle tot sind) im Zaum gehalten wurde, ist es spannend zu sehen; dass, alsbald sie ihren Rachefeldzug gegen King’s Landing beginnt, nur mehr der Drache in seiner Verwüstung gezeigt wird – und das Elend, welches das Volk durchlebt – aus Aryas Sicht. Nicht mehr aus ihrer. Sie verschwindet inklusive Drache in Wut und Zerstörung.

Daenerys ist dadurch nicht mehr eine Person, die gebrochen und enttäuscht ist, sondern das personifizierte Böse. Ihr Gesicht ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu sehen, was den Eindruck hinterlässt, als hätte man jegliche Persönlichkeit entfernt und diesen „Villain“ übrig gelassen. Davon abgesehen, dass die Message die falsche ist: Gebt Frauen keine Macht, denn sie drehen eh durch – andererseits, sieht man sich an, was ihr in den letzten Folgen passiert ist, reagierte wohl jeder so.

Und erinnert euch: Das Volk von King’s Landing jubelte als Ned geköpft wurde und bespuckte Cersei beim Walk of Shame. Ich meine, sie habens nicht besser verdient. Dass natürlich die Mutter (die Cerseis Haarschnitt trägt) mit Kind und Holzpferdchen von der Kamera verfolgt werden und uns vollends gegen Daenerys wettern lassen („Wie kann sie nur! Unschuldige Kinder!“): Daenerys, das Böse.

Nein, dieses Ende hat sie nicht verdient. Lass sie wahnsinnig werden – aber wie dieser Wahnsinn und ihre Charakter-Arc in den Abgrund gestoßen wird, ist ihrer nicht würdig. Es ist nicht das dass, sondern das wie.

Still a better love story than Twilight

Wenn Cersei und Jaime gemeinsam in inniger Umarmung unter den Trümmern von King’s Landing begraben werden, ist das zwar ein immer noch eine bessere Story als Twilight, aber ein etwas würdigeres Ende, für beide, hätte man sich schon erhofft: Cersei, die zumindest ermordet wird und nicht einfach so in den Armen ihres Geliebten stirbt. Auch Lena Headey war von diesem Ende nicht ganz so überzeugt; ruft man sich aber in Erinnerung, dass beide zusammen in diese Welt kamen, und sie gemeinsam verlassen, mag das zwar auch pathetisch sein, aber gut. Okay. Ich hätte mir ein würdevolleres Ende für Cersei erhofft.

Zwar darf Jaime davor noch Euron Greyjoy töten, der ihn ebenfalls tödlich verwundet, also ists eh schon einerlei, trotzdem wirkt der Tod wie eine soft GoT’ish Variante von Romeo und Julia ohne Drama. Leider. Lena Headys Tränen galten wohl nicht dem Verlust des Thrones, wohl aber ihrer Rolle, die in ein derart schlechtes Ende katapultiert wurde.

The Queen has died. Long live the Queen!

There will be no The murderous Tales of Arya and the Hound

Immerhin gab es eines, worauf sich viele freuten: Cleganbowl. Manche sagen, sie leben. Manche sagen, sie starben. So oder so: The adventures of Arya and The Hound wird sich wohl nicht mehr spielen.

Und trotzdem gab Cleganbowl den Fans was sie wollten: Den endgültigen Kampf, the Hound, der Tod und Feuer überwindet, VS. the Mountain, der ihm beinahe die Augen ausdrückt, we’ve been there. What is dead may never died – fiel mir in dieser Szene ein und für wahr, er ist nur schwer tötbar, und schmeißt Qyburn nebenbei wie eine kleine Puppe in die Ecke, was wohl der schnellste Tod in ganz Westeros war.

Auch spannend: Ein Artikel beschwerte sich darüber, dass the Hound Arya ihre Rache nahm. In dem er sie fragte ob sie so werden wolle wie er, entschließt sie sich Cersei nicht zu töten, sondern zurück zu kehren. Das ist jedoch eine weitere Entwicklung ihres Charakters. Sie muss nicht mehr Rache üben, sondern kann gehen.

Der Rest

Spannend finde ich jedoch noch immer, dass Daenerys‘ Armee immer noch bei weitem größer ist, als angenommen. Spannend auch, dass Jon Moral und Anstand verkörpert und seine Tante nicht küsst; spannend auch, dass die Waffen nieder gelegt werden und Grey Worm den ersten Speer wirft. Er hat ja Recht. Auch spannend, dass Jon einen seiner eigenen Männer umbringen muss, der eben eine Frau vergewaltigen will. Auch spannend, dass Daenerys die Stadt nieder brennt, weiß sie doch das Jon unten ist. Soviele spannende Ideen!

Erneut die Message ist eine durchaus schlechte: Jon sagt, er liebe sie, verweigert nach ihrer Exekution von Varys den Kuss (I know.. I know), was Daenerys als Grund nimmt, das ganze als Gebrochen zu sehen. Die Memes überschlagen sich mit der Thematik, er hätte sie doch küssen sollen, um das Volk zu retten. Erneut BAD BAD WRITING! Wo sind wir hier? Bei einer Soap Opera? God dammit! War die Folge schlecht.

Zusammenfassung

Sicherlich durchzieht die Season ein schlechtes Drehbuch mit Logik- und inhaltlichen Fehlern. Natürlich will man beenden, was man einst so motiviert angefangen hatte, bis die Fans nur mehr entzürnt und missmutig entgegen jaulten. Tja, never mess with true fans. Hier, geben wir ihnen das, und das vielleicht auch. Und vielleicht auch das, dann sind sie zufrieden und dann wählen wir das wohl dümmste Outcome, dass nur möglich ist. Ja, machen wirs so dumm wie nur möglich, dann hassen uns alle!

Arya überlebt und reitet ohne Sattel weg. Die Vorschau der letzten Folge zeigt uns Daenerys, als Queen und viele Dothraki, die ihr entgegen jubeln. Es wäre doch ein tolles Ende, wenn sie einfach auf dem Thron sitzen bliebe. Und Karma is a bitch, als ich mich darüber echauffierte, dass Leute sich nicht bezüglich Spoiler beschweren sollte, stolperte ich selbst über einen, der sich nur zum Teil als Wahr heraus stellte.

Episode 6

This is it

Drogon fliegt mit seiner toten Mutter davon und verschwindet im Rauch. Arya erkundet die Welt westlich von Westeros (Spin-Off! Spin-Off!) und Sansa ist Königin im Norden („Queen of the North! Queen of the North!“). Zurecht.

Jon, der zur Night’s Watch und Enthaltsamkeit verdammt wurde (immerhin ist er jetzt der Queen Slayer), macht das, was er immer macht: Sich nicht daran halten und verlässt Castle Black gemeinsam mit Tormund und dem Free Folk, ohne Absicht, jemals wieder zurück zu kehren.

Bran regiert als King of the Six(!) Kingdoms, demokratisch gewählt und lässt gleich wissen, dass das doch der Grund sei, warum er noch hier ist. What? He knew? Of course he did! Oh my…

Für eine richtige Demokratie ist es allerdings noch zu früh, Samwell Tarly wird ausgelacht und möchte auch gleich Brothels verbannen. Der Wiederaufbau wird besprochen von Tyrion, Hand of the King; Ser Davos of Seawater, Master of Grammar; Bronn of High Castle (ja, er hat jetzt endlich sein verdammtes Schloss), Ser Brienne of Tarth und Maester Samwell Tarly.

Aber! Immerhin wurde Ghost gestreichelt, also war die Folge ok. Städte können untergehen, Kinder brennen, alles ganz gleich, wenn der Hund nicht gestreichelt wird, dann brennt das Internet auf Vergeltung.

#humansoflatecapitalism

Wie es sein hätte können und sollen

Rauch und Asche. Daenerys, die die gesamte Welt erobern will (ihr ehemaliger Lover hatte recht, sie ist keine Queen, die einfach nur rumsitzt, sie ist eine Eroberin), fliegt mit Drogon hinfort um ihre Vorhaben umzusetzen. Horden an Dothraki und Unsullied folgen ihr. Rauch und Wolken. Plötzlich erklingt aus der Ferne Drachengeschrei. Und kurz darauf tauchen fünf kleine Drachenbabies auf, Drogons Kinder! The End.

#DrachenZähmenLeichtGemacht4

R.I.P Queen of Ashes, Mother of Dragons and bringer of Fire and Blood

Dass Jon Daenerys, nachdem sie ihm ihre Allmachtsphantasien offenlegt, während eines Kusses umbringt, selbst wenn sie ihn einlädt, mit ihr gemeinsam(!) zu regieren; war klar.

Die wohl traurigste Szene war, als Drogon seine tote Mutter stupfte. Mehrmals. Dann verbrennt er den Thron. Warum und Wieso, darüber gibt es Theorien. Eine Theorie: „If she can’t have it, you can’t either. Burn you stupid toy!“ Andere sagen, er habe bemerkt, dass der Thron ein dummes Stück Metall ist und nicht verstehen konnte, dass man deswegen den ganzen Zirkus veranstaltete (und seine Geschwister in den Tod schickte). Mit der Zerstörung wollte er zeigen, wie dumm der Krieg gewesen war. Oder so.

Er nimmt seine Mutter behutsam mit einer Kralle auf und fliegt hinfort, nach Old Valyria. Vielleicht aber auch zur roten Witch, die Daenerys wieder erwecken wird. Spin-off! Spin-Off!

#Mommy?

The West of Westeros

Wenn schon nicht The murderous Tales of Arya Stark and the Hound dann zumindest The West of Westeros. Wen interessieren die Prequels, niemanden! Arya Stark hätte dieses Spin-Off verdient!

Zusammenfassung

Es war das einzige Ende, dass okay war. Es war das einzige Ende, dass Dany-Haterbois akzeptierten und welches jeden, irgendwo, zumindest etwas, mit einer „ok“-Stimmung zurück lässt. Tyrion lebt, Jon lebt, die böse Frau (aka Daenerys), die öfters mit weißen Erobern des britischen Empires vergleichen wird, ist tot und die Guten leben. Feministinnen bekommen Queen Sansa und Ser Brienne als Teil der Gruppe, die das Land aufbaut und regiert und Arya ist das was sie ist: Cool. Tja.

Auch wenn diese Zusammenfassung etwas nach „meh“ klingt, liefen mir tatsächlich mehrere Tränen bei der letzten Szene hinunter („Mommy? What iz witz u. R u dead? Mommy?“). Es war eine bessere Folge. Sie räumte mit vielem auf, machte das beste aus der mittlerweile verschissenen Handlung und kann sich verabschieden.

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„Flatliners“

Netflix gibt so einiges an Filmen frei; vielleicht, um sich zu profilieren weil die eigenen Produktionen nicht so ankommen wie einst erhofft oder um mit Bekanntem zu locken, weil die eigenen Produktionen nicht den Gewinn bringen und diese sich lediglich mehr und mehr verschulden.

Zugegeben, manche Produktionen sind großartig, aber viele sind es auch nicht, und dies lässt die durchaus berechtigte Frage zu: Liegt es an den Künstlern selbst, die diese Filme an Netflix bringen (die, die sagen: So oder gar nicht) oder an Netflix selbst, die einem gewissen Konzept folgen (ihren eigenen Vorstellungen oder den Künstlern freie Hand lassen), obwohl es offensichtlich nicht das ist, was der gemeine Plebs sehen mag? Auch das ist eine Frage, die wir (oder ich) nie beantworten werden können. Ein Filmstudent vermutlich. Ein Filmjournalist mit Sicherheit. Aber ich nicht.

Da gibt es also Filme, die zappt man durch und denkt sich, „Joa, warum auch nicht“. Nichts, was man sich unbedingt ansehen will, aber wenn sonst nur Nonsense zur Verfügung steht, nimmt man halt das, was noch am ehesten nach Science-Fiction und/oder intelligenter Überlegungen klingen könnte und wagt den Versuch.

Einer davon ist Flatliners. Ein Remake von 1990 inklusive Kiefer Shutterland, der im Original eine durchaus tragender Rolle besaß und hier in einer Nebenrolle dabei sein darf/soll/muss. Er darf den Arzt spielen, der 5 Minuten zu sehen ist.

Worum gehts?

Jeder Tag ist ein guter Tag zum sterben. Und besonders, wenn man wissen will, was nach dem Tod passiert. Und so schicken sich unter der Aufsicht und der Motivation von Ellen Page ein paar junge angehende Ärzte in den Tod, um nach wenigen Minuten wieder zurück geholt zu werden. Die Gehirnaktivität zeigt während des Todes kleine Blitze, das Afterlife! Dieses wird auch szenisch gezeigt: sie fliegen durch eine verschwommene Welt und es gibt Lichterkugeln und so. Allerdings nicht bei allen: Manche erleben einen Horrortrip; aber alle entwickeln gewisse Fähigkeiten, wie Intelligenz oder wissen plötzlich was sie vor 10 Jahren gelesen haben (me is next!).

So schön und toll das alles ist, gibt es auch Nebenwirkungen: Die eigene Schuld (jeder ist irgendwie für das Leiden oder den Tod anderer Personen verantwortlich) treibt sie in den Wahnsinn und bis in den endgültigen Tod. Jap. Aber um heraus zu finden, wer zuerst stirbt, müsst ihr euch den Film selbst ansehen.

Fazit

Und die Moral von der Geschicht: Verzeih dir selbst (auch wenn du wen getötet hast) und lass die Finger von Nahtod-Erfahrungen, auch wenn die Möglichkeit besteht, dass du dadurch Jahrgangsbeste im Studium wirst. Seriously, lass es.

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