„Captain Marvel“

Die Vorfeld negativen Kritiken gingen an mir vorbei. Der Film hatte mich top unterhalten, einen positiven Eindruck hinterlassen (der sich beim zweiten mal Sehen auch wieder bestätigt und gefestigt hatte) und meine Erwartungen erfüllt: Einer der besseren MCU-Filme mit einer interessanten Hauptfigur, die mächtig ist und eine wichtige Botschaft (neben dem Ausbleiben von High Heels und Lovestory sowie Verzicht auf eine Fuckable-Inszenierung): Wenn Frau sich einen Dreck um die Meinung von Männern schert, wird sie stark. Captain Marvel muss sich niemanden beweisen, auch nicht seinen Hatern und Kritikern.

Captain Marvel geht mit Wonder Woman Hand in Hand. Keiner der Filme ist besser oder schlechter als der andere, gegeneinander auf- oder abzuwerten. Carol Danvers und Diana durchleben ihre Heldenreise um am Ende ihren epischen Moment vollends auskosten zu können. Sie sind Heldinnen für junge Mädchen und Vorbilder.

Schlechte Kritiken, zusammengefasst und Gegenargumente

Wie ich später allerdings sah, schlägt (und besonders auf Facebook) der „Hate“ um sich: wie man nur das MCU mit einem SJW-Charakter vermiesen könne und überhaupt, sei sie zu überpowert (Dudes, ihr habt die Comics nicht gelesen oder?) und schlecht gecastet, Brie Larson zeige keine Emotionen und der Film sei ja nur auf Druck von Feminazis geschossen worden und überhaupt und sowieso.

Warum der Hass? Brie Larson gab feministische Kommentare ab in Interviews und wünschte sie sich mehr als nur die üblichen weißen, männlichen Reporter.

Desweiteren wird die fehlende Tiefe (Es ist ein MCU-Film!) und die schlechten Effekte kritisiert. Sicherlich, De-Ageing steckt noch in den Kinderschuhen, und es hat durchaus einen Vorteil, wenn die Person noch lebt, trotz dessen war der Einsatz von Nick Fury hervorragend und gut passend.

Desweiteren wurden „oberflächliche Witze“ und „unsympathischer Hauptcharakter“ genannt. Erneut: Habt ihr die Comics gelesen? Da wäre noch einiges mehr an Selbstbewusstsein und flotten Sprüchen gegangen, noch einiges. Carol Danvers war, im Vergleich zu den Comics, im Film relativ harmlos.

Dass der Charakter „übermächtig“ sein soll/ist, kann einfach erklärt werden: Ihre Kräfte stammen aus dem Tesserac, dem Space-Gem (den blauen Cube, den auch Loki haben wollte). So wie Carol Danvers sehr mächtig ist, ist auch Wanda alias Scarlett Witch, sehr mächtig (ihre Kräfte stammen aus einem Experiment mit dem Mind-Stone (das Ding, dass Vision am Kopf hat). You see the point? Zudem meldete sich Kevin Feige zu Wort und aktuell ist Scarlett Witch die mächtigste. Meine Güte..

Was ich noch hörte: „für echte Emanzipation war er mir eben zu infantil/kindlich.“ Und warum? Weil er eben Comic-Szenen hat. Wait, what? Dude, du realisiert hoffentlich, dass es sich um eine „Comic-Verfilmung“ handelt oder? Und dass es wieder erkennbare Comic-Szenen gab, war übrigens richtig, richtig cool.

Der Film sei: „überinterpretiert“ – NEIN.

Und natürlich wurde die Musikauswahl kritisiert und irgendwann ereilt einen die Annahme, dass man versucht alles zu kritisieren, um ja etwas haben zu können, dass man kritisieren kann. Auf dieser Basis zerreiße ich euch LOTR und Matrix binnen Sekunden…

Fazit

Er ist genau das, was er sein soll: Eine gute Einführung für einen der stärksten MCU-Charaktere und feministisch, ohne Love-Story und sagt basically aus: Sobald Frauen aufhören sich um die Meinung von Männer zu scheren, sind sie stark. Und diese Message ist wichtig. Schon alleine dass sie keine High Heels trägt ist großartig! Keine Fuckable-Inszenierung. Du meine Güte, das ist ein guter Anfang! Natürlich hassen schwache angry fanbois den Film. Next!

Daher: Absolut sehenswert.

Und:

3 Kommentare

Eingeordnet unter Comic-Verfilmungen, Filme!, Kritik und Rezension

3 Antworten zu “„Captain Marvel“

  1. Äh, „was mir gefehlt hat“ natürlich.^^ Da hatte ich wohl einen meiner berühmten Aussetzer.^^

  2. ❤ 👍 👊 Sehr gut!
    Das Einzige, was mir gefällt hat, waren zu Tränen rührende Action-Momente und Gänsehaut ob so viel Power. Was ich bei Wonder Woman hatte. Die Szene, in der sie hinter dem Schützengraben vorkommt und dem Kugelhagel entgegenschreitet. Episch! Kann mich nicht erinnern, wann mich jemals eine Actionszene zum Weinen brachte.

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