„Flatliners“

Netflix gibt so einiges an Filmen frei; vielleicht, um sich zu profilieren weil die eigenen Produktionen nicht so ankommen wie einst erhofft oder um mit Bekanntem zu locken, weil die eigenen Produktionen nicht den Gewinn bringen und diese sich lediglich mehr und mehr verschulden.

Zugegeben, manche Produktionen sind großartig, aber viele sind es auch nicht, und dies lässt die durchaus berechtigte Frage zu: Liegt es an den Künstlern selbst, die diese Filme an Netflix bringen (die, die sagen: So oder gar nicht) oder an Netflix selbst, die einem gewissen Konzept folgen (ihren eigenen Vorstellungen oder den Künstlern freie Hand lassen), obwohl es offensichtlich nicht das ist, was der gemeine Plebs sehen mag? Auch das ist eine Frage, die wir (oder ich) nie beantworten werden können. Ein Filmstudent vermutlich. Ein Filmjournalist mit Sicherheit. Aber ich nicht.

Da gibt es also Filme, die zappt man durch und denkt sich, „Joa, warum auch nicht“. Nichts, was man sich unbedingt ansehen will, aber wenn sonst nur Nonsense zur Verfügung steht, nimmt man halt das, was noch am ehesten nach Science-Fiction und/oder intelligenter Überlegungen klingen könnte und wagt den Versuch.

Einer davon ist Flatliners. Ein Remake von 1990 inklusive Kiefer Shutterland, der im Original eine durchaus tragender Rolle besaß und hier in einer Nebenrolle dabei sein darf/soll/muss. Er darf den Arzt spielen, der 5 Minuten zu sehen ist.

Worum gehts?

Jeder Tag ist ein guter Tag zum sterben. Und besonders, wenn man wissen will, was nach dem Tod passiert. Und so schicken sich unter der Aufsicht und der Motivation von Ellen Page ein paar junge angehende Ärzte in den Tod, um nach wenigen Minuten wieder zurück geholt zu werden. Die Gehirnaktivität zeigt während des Todes kleine Blitze, das Afterlife! Dieses wird auch szenisch gezeigt: sie fliegen durch eine verschwommene Welt und es gibt Lichterkugeln und so. Allerdings nicht bei allen: Manche erleben einen Horrortrip; aber alle entwickeln gewisse Fähigkeiten, wie Intelligenz oder wissen plötzlich was sie vor 10 Jahren gelesen haben (me is next!).

So schön und toll das alles ist, gibt es auch Nebenwirkungen: Die eigene Schuld (jeder ist irgendwie für das Leiden oder den Tod anderer Personen verantwortlich) treibt sie in den Wahnsinn und bis in den endgültigen Tod. Jap. Aber um heraus zu finden, wer zuerst stirbt, müsst ihr euch den Film selbst ansehen.

Fazit

Und die Moral von der Geschicht: Verzeih dir selbst (auch wenn du wen getötet hast) und lass die Finger von Nahtod-Erfahrungen, auch wenn die Möglichkeit besteht, dass du dadurch Jahrgangsbeste im Studium wirst. Seriously, lass es.

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Eingeordnet unter Filme!, Kritik und Rezension

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