„Stranger Things“, Season 2

(Von vor zwei Jahren hätte das Review online gehen sollen, was solls…)

Who do you call? Ghostbusters!

Eine kleine Vorbemerkung

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Filme oder Serien die 1980er aufgreifen. Ein Jahrzehnt, in dem ich einen Teil meiner Kindheit verbrachte und Filme wie Ghostbusters oder (damals noch) Krieg der Sterne so oft im TV liefen, dass man schon genervt war. Fahrrad-Touren (ohne Helm) in die nächst gelegenen Dörfer, sowie Serien wie A-Team oder Mutant Ninja Hero Turtels waren alltäglich und nichts besonderes. Und nun stehen wir dieser Zeit neu interpretiert gegenüber, sie wird adaptiert, zitiert und von den Medien gefeiert, obwohl die Zeit an sich gar nicht so besonders war. Es war ein Jahrzehnt des Haarsprays und dank VHS, kurzer Filme. Ich bin auf die (Aus)Wirkung gespannt, wenn in wenigen Jahren die 1990er wieder entdeckt werden: Grunge, Rave und Silberhosen wieder in Mode kommen und der nächste Alien Hype wiederbelebt wird. I want to believe!

Let’s Fez

Season 2 beginnt einem Jahr nach den Vorfällen von Season 1 und spielt ebenfalls wieder zu Halloween. Die Hommage an den 1984 erschienenen Ghostbusters wird nicht nur als Halloween-Gag, sondern auch als sinnvoller Teil der Handlung eingesetzt. Terminator, der erste, der ebenfalls 1984 erschien ist, läuft im Kino und der Trailer im Fernsehen. Die Kids versuchen mit ihrem Leben voran zu kommen. Zwei verlieben sich in das gleiche Mädel, der andere vermisst Eleven. Die Mutter hat einen neuen Freund (Samweis Gamgee, der in seiner Jugend von einem Clown in Maine heimgesucht wurde. ES und Stranger Things spielen im gleichen Universum!) und alles scheint in bester Ordnung zu sein. Will, der Junge der in der letzten Season bereits der Leidtragende war, leidet immer noch unter Flashbacks und wird von Wissenschaftlern beobachtet, die aber alle zum falschen Schluss gelangen.

Kritik mit Spoiler

Trotz dessen, dass die zweite Season der Serie wieder großartig war, war die Handlung (im Gegensatz zum Trailer) ab der zweiten Folge vorhersehbar. Immer wieder verweben sich mehrere Erzählstränge miteinander: Die Teenager, die Kids und Eleven und die Erwachsenen, bis sie gegen Ende wieder zusammen finden. Und es ergibt sogar Sinn – und unter diesem Aspekt betrachtet, wirkt es nicht fehl am Platz, sondern perfekt konstruiert:

Die Freundschaft der Kids wird, selbst wenn das Up-Side-Down nicht gerade ihr Leben bedroht, auf eine Probe gestellt, als das coole Mädel (Mad)Max auftaucht und zwei der Kids verlieben sich in sie, einer lehnt sie ab, der andere hat größere Sorgen. Eleven, die vor einiger Zeit von Officer Hopper aufgenommen wurde, lernt die Bedeutung von Familie kennen, nicht nur durch ihren sich sorgenden (und immer zu spät kommenden) Ersatzvater, sondern auch durch ihre Mutter (grausam!) und nicht zuletzt ihrer Schwester, die sie jedoch wieder verlässt um Nachhause zu gehen. Die Teenager versuchen ein „normales“ Leben zu leben, bis Nancy erkennt, dass sie das nicht kann.

Neu sind in dieser Geschichte Max und ihr Bruder Billy (der rote Power Ranger), deren Familie erst vor Kurzem nach Hawkins gezogen war. Maxine ist ein schwieriger Charakter. Sie ist cool, spielt Videogames und natürlich ist sie besser als all die Jungs, andererseits etwas  nervtötend. Ihr Bruder ist ein Bully, Sportler und mag sich mit der neuen Situation genau so wenig anfreunden. Trotzdem bleibt er durch und durch unsympathisch.

Lustigerweise stellte sich die Frage, ob Will nicht auch in Season 3 wieder befallen werden wird, da man Winona Ryder nicht die Möglichkeit nehmen darf, sich mit aller Kraft um ihr Kind zu sorgen und alle töten zu wollen, die sich ihr entgegen stellen.

Fazit: Ich mochte die zweite Season, aber sie reicht nicht an die erste heran.

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Eingeordnet unter Kritik und Rezension, TV-Shows!

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