Monatsarchiv: Oktober 2020

Woche #2110, oh wait.. #2810

Es ist Oktober. Es ist Herbst. Es windet. Stark sogar. Blätter verwelken. Hochlandrinder grasen friedlich. Gobbolino fängt Mäuse und verspeist sie von Kopf bis Schwanz. Den Salat (das Grasbüschel, welches er bei der Jagd mit ausgerissen hatte), hat er allerdings nicht angerührt. Habe ich diese Geschichte nicht schon mal erzählt? Mir dünkt, ich hätte sie bereits erzählt. Nun denn, Gobbolino der herbstliche Jäger. Ich habe das Geräusch noch deutlich in Erinnerung, wie das kleine Köpflein der Maus zwischen seinen Zähnen zermalmte.

*

Der 24jährige Herr übrigens, liebt das Springen. Und wenn ich ihm den Sattel auflege, schaut er zu mir, als ob er mich fragen wolle, nein, warum denn? Ja, weil wir das ab und an müssen. Zumindest eine gewisse Zeit. Danach kommt er runter, und wir springen viel besser! Ja, nach wie vor reite ich ohne Sattel sicherer als mit: auch über ein 55cm Hindernis (das ist hoch für mich! Und ich klebe am Rücken wie ein Zeck!) und der Herr? Der tut nichts anderes, als nochmal 30cm drauf zu legen und einen Galoppsprung auszulassen (da hats mich in den Sattel zurück geschlagen, dass ich jetzt, Tags darauf, wirklich alles spüre, meine Hüfte!). Und wenns schief liegt, sucht er sich die höchste Stelle aus! Ja, es gefällt ihm sehr.

Als wir dann endlich den Sattel weg legen konnten, fragte eine andere Reiterin, ob ich denn Lebensmüde sei! Nein, warum? Mit Sattel reiten ist doch viel gefährlicher! Ist es tatsächlich. Falle ich ohne Sattel, rutsche ich meist schon runter und lande auf den Füßen, bevors gefährlich wird, mit Sattel allerdings, versucht man sich bis zum bitteren Ende fest zu halten, und landet dann oft sehr unglücklich. #TeamBareback.

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Wann immer ich in diesen Snowboarder- und Skateshop „Moreboards“ gehe, komme ich mit einem Paar pinken Schuhen heraus. Ja, das Skateboard fahren, man muss es tatsächlich sagen, ich habe Talent dafür. Nein, wirklich. In diesem, meinem fortgeschrittenen Alter, in welchem man sowas nun wirklich nicht mehr anfangen sollte (vor allem schon der Verletztungsgefahr wegen), fahre ich unfassbar gut. Ja, das darf man so sagen. Allerdings muss man auch sagen, dass ich meine Hüfte allmählich spüre. Ja, ich habe Schmerzen.

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Gestern früh schneite es und der Schnee liegt noch. Ich verspürte eine dezente Weihnachtsstimmung nach „am Fenster sitzen und Schnee beobachten“, „Tee trinken“, „Keksteig essen“ und „Geschenke!!!!“

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#ESO Eventwahnsinn

Da gibt es also dieses Event. Wie so oft es eben Events gibt. Diese dauern 12 Tage. Man bekommt Ereignisscheine, 3 Stück pro Tag bei einem beliebigen Boss, die sich in Federn und Beeren investieren lassen und, wenn alles vollzählig ist, man einen farbigen Hirsch bekommen kann (davon gibt es übrigens auch mehrere und diese sind über das Jahr verteilt, und ja die Beeren bekommt man nur bei speziellen Events. Diesmal sinds rote Beeren und ein roter Hirsch). Sofern man alle 4 Federn und alle 4 Beeren besitzt – wovon eine Feder und eine Beere je 10 Ereignisscheine kostet. Übrigens kann man nur 12 Ereignisscheine gleichzeitig besitzen, also ja, das ganze artet etwas in Planung aus.

Wie viele Marken besitze ich, und wie viele brauche ich noch, und wann hole ich mir was. Aber gut. Dazu gibt es immer wieder Zusatzaufgaben, wie aktuell und zu jeder Zeit im Oktober: Schriebscheine. Diesesmal: Hexenfestschriebe.

Hexenfestschriebe

Man holt sich den Quest bei der Hexe, bekommt eine Pfeife, die den XP-Gewinn für die nächsten Stunden boostet und kann sich sogar (lediglich optisch) in einen Untoten verwandeln! Aber jetzt geht das Dilemma los:

Für diesen Quest, für welchen man gegen Ende mit 15 abgegebenen Schriebscheinen einen Hexenhut bekommt und sich mit 28 Hexe nennen kann (aktuell bin ich Meisterdieb), braucht man Hexenfestschriebe. Diese Hexenfestschriebe bekommt man aber nicht  immer, beziehungsweise sind diese nicht immer in Plünderschädeln und Dremora-Plünderschädeln (welche man bekommt, wenn man diverse Bosse in Gewölben, Verliesen oder dergleichen tötet), vorhanden, sondern eben randomly. So kann es sein, dass man an einem fünf oder sieben bekommt und anderen Tagen gar nichts – was dazu führt, dass man jeglichen Selbstrespekt verliert und anfängt, in Gilden zu betteln. Wo man diese dann natürlich auch bekommt.

Soweit so gut.

Die Aufgaben

„Stelle eine Schale mit entsetzlichen Augäpfeln her“. Gut, dazu habe ich alle Zutaten und auch meinen Versorger-Level ausreichend geskillt, dass ich dieses Rezept herstellen kann. Es handelte sich um ein gewöhnliches, grünes Rezept. Daneben gibt es noch blau (besser), violett (schon viel besser) und gelb-golden (just go and f*ck yourself).

Diese gelben, also goldigen Rezepte sind sehr selten – so selten, dass sie nicht einmal für viel Geld in der Gildenbank verkauft oder geschweige denn Gratis hinterlegt werden, oder so einfach gekauft werden können (na eh, dann wäre es ja nichts besonderes mehr), eigentlich auch nie zu finden sind, und/oder man eben nicht die Zutaten besitzt (wie teure Drachenknochen, die auch noch sehr, sehr selten sind) und/oder man Rezeptverbesserung und Rezeptqualität  erst ausreichend leveln muss, was bedeutet, sinnlos Zutaten vergeuden und hart erkämpfte Skillpoints in diesen sinnlosen Blödsinn zu investieren, nur um an diesen verdammten Hut zu gelangen! I’m so done…

Sicherlich macht es Sinn, wenn man seine Health- und Magicka-Booster selbst herstellen und nicht immer auf „Kronen-Stärkungsmahle“ angewiesen ist.. aber.. Skillpoints sind hart erkämpft – und aktuell möchte ich sie in Spähen und Ausgraben investieren (die Antiquitäten-Linie, welche mit mit dem Kapital Greymoor letztins ins Spiel integriert wurde und sehr spannende und interessante Einrichtungsgegenstände liefert – aber dazu später mehr), oder sonst wie, jedenfalls nicht ins Kochen!

Denn, entweder folgt man einer endlosen, elendigen und langen Hauptstory oder sucht vergebens an allen Orten nach Himmelsscherben (3 davon = 1 Skillpoint) oder aber kämpft sich mit Gruppen durch Verliese, die meist 20 bis 30 Minuten Besprechungszeit via TeamSpeak in Anspruch nehmen, sämtliche Nerven rauben, und man sich dann auch noch schief von der Seite anreden lassen muss „Ne, ich weiß‘ ja, du kannst nich reden wegen deim Mikro ne, aber zuhören kannste ja.“ Oida.. führ di auf oder es setzt was!

Das Ende der Geschichte

Ja, ich habe diesen hässlichen Hut schlussendlich nach Betteln und Bitten um Zutaten und Handeln und Tauschen und Nachfragen erhalten. Es dauerte keine 13 Schriebscheine, auch keine 14. Sondern 15! Und ja, ich habe die goldenen Rezepte einfach aufgegeben und werde auf den Titel Hexe vermutlich verzichten, weil, wtf.. so mühsam!

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Kinderlos? Kinderfrei?

„Nein, die arme Frau. Da ist sie über 50 und ganz allein!“
„Hat sie denn keine Kinder?“
„Nein!“
„Oh wie schrecklich! Aber einen Mann?“
„Auch nicht.“
„Oh Schreck! Sie ist ganz allein!“
„Niemand, der sich im Alter um sie kümmert.“
„So traurig.“
„Ja, so traurig.“
„Wie geht es eigentlich Jean-Lukas? Ist er immer noch bei denen, wie heißen die? Neo Nazis?“
„Ja :(“
„Oh, naja, kann man nix machen, die Gesellschaft, weißte eh. Die Dina-Marielle kommt mich ja auch nur einmal zu Weihnachten besuchen, so sind sie halt, die jungen Leut, kannste nix machen.“

Kinderlos vs Kinderfrei, I

Das Kinder kriegen galt bis lange in die Moderne als Altersvorsorge. Bestenfalls zehn – drei werden die Winter nicht überstehen, mit zweien verstreitet man sich, bleiben immer noch fünf andere. Nebenbei bemerkt, was man heute gerne vergisst, war das Kinderkriegen auch eine naturgebenene Konsequenz, folgte Frau artig den ehelichen Pflichten. Sex bedeutete Kinder. Bis in die 1960er und der Entwicklung der Pille.

Diese ist zwar ein Teufelszeug sondergleichen, kann aber zur Überbrückung als kleineres Übel angesehen werden, bis der Mann (als Kollektiv) gelernt hat, selbst Verantwortung zu übernehmen und nicht davon aus zugehen, die Frau kümmere sich schon darum. Und in aufgeklärten Kreisen sind wir auf gutem Weg dahin. Und förderte man Sexualkunde in Schulen, mache man Mädels begreiflich was mit Körper, Psyche und Leben nach und mit einem Kind passiert, anstatt dies mit den Worten „Ist halt so, das ist normal! Hat jede so durchlebt! Aber wenns dich nur einmal anlächelt! Ach, die Hormone regeln das schon!“ abzutun; und würde man Buben vorrechnen, was Alimente sie kosten werden und sich das getunte Auto eher schwer ausgehen wird… Es gäbe weniger Teenager-Geburten und sähe man Abtreibungen als gewöhnliche Möglichkeit an, sich eines Unfalls zu entledigen oder sei es „nur“ eine Meinungsänderung, wir hätten wenig arme Alleinerziehende und weniger Arme.

Aber was red ich denn da, die Wirtschaft profitiert von Armen.

Pro-Choice

Wie ihr wisst, bin ich für die allumfassende und auch von Kassen finanzierte Möglichkeit, dass Frauen in allen Kliniken Abtreibungen vornehmen lassen können. In Polen wurde erst kürzlich ein Gesetz erlassen, welches Frauen nun dazu zwingt, den Fetus auszutragen, selbst, wenn man weiß, dass dieser nicht Lebensfähig sein wird. Der Sinn dahinter? Sicherlich nicht jener, jedes Leben zu schützen.

Und ich könnte diese Pro-Life’er ja eher ernst nehmen, kümmerten sie sich auch danach um das Wohl des Kindes, wenn es dann auf der Welt ist, anstatt es in ein Heim zu stecken und/oder der Frau zu sagen: „Tja, Pech gehabt, hättest dich halt nicht vergewaltigen lassen müssen, zieh längere Röcke an, selbst Schuld wenn’d rumvögelst“. So allerdings muss man annehmen, dass es lediglich um Fremdbestimmung anderer geht, und zwar, die Schwangere, die das ungeborene Leben, das Kind, austragen muss, und zwar um jeden Preis. In Österreich wollte beispielsweise auch Norbert Hofer (FPÖ) eine 3-wöchige Bedenkpflicht einführen, dass die Frau ihre Entscheidung nochmal überdenken kann (muss), was eindeutig zeigt: Es ist nicht nur Fremdbestimmung, man spricht ihnen auch die Fähigkeit ab, eigene Entscheidungen fällen zu können.

Also, zusammengefasst: Pro-Lifer finden es humaner, eine Frau zu einer Schwangerschaft und Geburt mit allen physischen und psychischen Konsequenzen zu zwingen (Dammriss, Inkontinenz, Depressionen, Armut, usw.) und ihr danach zu sagen: „Ja kannst es ja weg geben“ – anstatt ihr sofort die Möglichkeit zu geben, sich dessen gleich zu entledigen, und zwei Leben damit zu schützen, nämlich das ungeborene, welches weder Erfahrungen, Gefühl noch Erinnerung besitzt und auch nicht unter (eventuellen) gewissen Umständen (bspw. aus Vergewaltigung, in Armut, labiles Elternhaus, usw.) aufwachsen muss; und ihr eigenes. Sie zu zwingen, das Kind zu bekommen und sie danach ohne Betreuungsmöglichkeiten (was uns übrigens Corona sehr gut zeigt, dass es gerade daran sehr fehlt), und Unterstützung einfach sich selbst und der Armut zu überlassen. Na eh, das ist sicherlich humaner, als der „Mord eines ungeborenen Kindes“.

Auch der Satz „Keine entscheidet sich leicht für eine Abtreibung“ ist bullshit. Spricht man mit Frauen, die bereits abgetrieben haben, sind diese oft sichtlich erleichtert. Dieser Satz führt lediglich dazu, Abtreibungen weiterhin als etwas Negatives hinzustellen. Auch die Annahme, Mutter und Kind wachsen zusammen und „irgendwie geht das schon“ – natürlich geht es irgendwie, wenn es Großeltern gibt, wenn die Beziehung stabil ist, keine finanziellen Sorgen, und, und, und. Aber wenn Frau nicht möchte, selbst wenn die könnte, ist das kein Grund, ihr eine Schwangerschaft, Geburt und Kind aufzuzwingen.

Kinderfrei vs Kinderlos, II

Ich habe erst kürzlich auf Twitter eine hitzige Diskussion darüber geführt, dass Frau bitte nicht so naiv sein und den Aussagen ihres Mannes all zu viel Glauben schenken soll, wenn dieser verspricht, sich gleich viel um das kommende Kind zu kümmern. Und wenn er sein Versprechen hält und es tatsächlich tut? Ja, also.. Soll ich jetzt jubeln?

In manchen Fällen verlässt der Mann die Frau, in manchen anderen beginnt er, Überstunden zu schieben „um die Familie zu finanzieren“, und in manchen anderen Fällen, will er nicht, weils eh Frauensache ist und das Kind sowieso über die Brust mit der Mutter eher bondet. Und manchmal „hilft“ der Mann mit. Möchte sagen, tut der Mann seinen rechtmäßigen Anteil, also nein, liebe Frauen, euer Mann „hilft“ nicht beim Aufzug, er tut, was er soll, das ist keine Sonderleistung die honoriert werden muss: „So nett! Der Vater geht mit dem Sohn auf den Spielplatz! Wie nett! So ein guter Mann!“ Nein!

Und das, ist einer der vielen Gründe, warum Frauen sich häufig gegen Kinder entscheiden. Aber sehen wir uns die Sache genauer an.

Warum entscheiden sich Frauen gegen Kinder?

Es gibt simple Gründe: Von „Ich will nicht“ bis „Ich habe Angst, vor …“ – und alle sind gleichwohl berechtigt.

Finanzielle Gründe

Stichwort: Unbezahlte Carearbeit. In den meisten Fällen, kümmern sich Frauen um den Nachwuchs, arbeiten Teilzeit („Der Mann verdient besser“), bekommen weniger Pension und landen in Altersarmut. Ja. Kinder sind für viele Frauen, besonders aus finanziell Einkommensschwachen Schichten, eine Armutsfalle. Darüber brauchen wir nicht diskutieren.

„Aber sie suchen es sich selbst aus, ob sie daheim sein wollen!“ Ja, und das ist auch in Ordnung. Jene, die zu zu 100% Eltern sein wollen (ganz gleich ob Mann oder Frau) sollen das, ohne finanzielle Einbußen können dürfen! Es geht um die Möglichkeiten – und die sind aktuell nicht Sinnhaft vorhanden. Teilzeit muss anständig entlohnt werden, Betreuungseinrichtungen müssen gewährleistet sein und wenn man für eine gewisse Zeit daheim bleiben möchte, ganz gleich wer, sollte auch das abgesichert sein. „Aber dann wird das ausgenutzt!“ Ja, es gibt immer Leute die gewisse Sachen ausnutzen, so what?

Angst und Zweifel

Keiner der populären Gründe, aber durchaus nicht zu verachten: der gesellschaftliche Druck und die Gesellschaft an sich: Der Druck, Kinder bekommen zu müssen. Eltern, Freunde, Bekannte, Verwandte, das Dorf, alle fragen sich, ja wann kommt es denn? Und irgendwann gibt sie nach. Und dann wissen es alle anderen auch besser. Und wenn etwas daneben geht, ist immer die Mutter Schuld, und erneut, alle anderen wissen es besser. Handlungen müssen immer gerechtfertigt werden: „Du gehst arbeiten? Aber wer kümmert sich um das Kind! Die Kita!?! Rabenmutter!“ oder „Du bist den ganzen Tag daheim? Wie soll das Kind da gesunde soziale Strukturen kennen lernen?“

Und damit einhergehend: Sexismus und auch Homophobie. „Aber warum trägt dein Mädchen ein blaues T-Shirt? Du kannst doch deinem Buben keinen rosa Elsa-Rucksack geben, wie soll er denn da männlich werden! Willst du, dass er schwul wird?“ Einst hörte ich, „Ich hab ja nix gegen Schwule, aber mein Kind muss jetzt nicht unbedingt schwul sein“, ist okay, Robert der du die SPÖ wählst und dich als aufgeklärten Linker siehst. Ist ok.

Die Angst vor einer Schwangerschaft und deren psychischen wie physischen Konsequenzen und Veränderungen, mit unter natürlich auch ästhetischen Veränderungen, die genau so mit adäquate Gründe sind als der Dammriss oder die Inkontinenz. Natürlich kann man all dies weg argumentieren, dass Hormone und Co das regeln werden und sicherlich auch zu einem gewissen Teil tun, trotzdem gibt es auch dazu einen interessanten # nämlich #birthrape.

Und natürlich der (durchaus berechtigte) Zweifel, ob man in diese Welt tatsächlich noch ein Kind setzen muss: Klimawandel, Krieg, Internet, usw. Damit einher gehend, die Angst, in der Erziehung zu versagen.

„Egoistische Gründe“

Die bisher genannten Gründe werden oft akzeptiert oder zumindest wird mit einem Auge darüber hinweg gesehen. Folgende Gründe, werden oft nicht akzeptiert:

Es ist einfach kein Wunsch da. Oft spielen Gesellschaft, Umgebung und Erziehung eine große Rolle, ob nach der Ausbildung nach einem Mann gesucht und ein Kind gezeugt wird. Auch hier gibt es einen guten Hashtag: #regrettingmotherhood. Aber eigentlich bleibt der tatsächliche Wunsch aus und man folgt vielleicht lediglich dem Vorbild anderer oder dem Wunsch des Mannes, der seine zwei Buben möchte, zwei Mädchen bekommt, aber trotzdem legitim wieder mit Lego spielen darf/kann.

Das Gefühl „da sein zu müssen“ und die nächsten 20 Jahre gebunden zu sein. Übrigens auch ein Grund, warum sich manche Frauen gegen das Stillen entscheiden, da sie das Gefühl haben, ihr Körper gehöre nicht mehr ihnen, sondern lediglich dem Kind.

Und dann natürlich der „egoistischste“ Grund von allen: Ein Kind raubt Zeit, Geld und Nerven und manche Frauen, so auch ich, sind nicht bereit diesen gesellschaftlichen wie konservativen Narrativen nachzukommen, die so lange für eine Frau als Überlebensnotwendig galten. Finde einen guten Mann, der dich umsorgt, oder du fällst deiner Familie zur Last. Sei hübsch, und nicht klug, die Männer mögen das nicht; stich andere Konkurrentinnen aus und plane gut; bekomme Kinder, die dich im Alter umsorgen – der wohl noch egoistischerer Grund überhaupt Kinder zu bekommen, neben der egoistischen und nicht minder narzisstischen Denkweise, man müsse die eigenen Gene weiter geben.

Hab ich was vergessen?

Kinderfrei vs Kinderlos, III

Das von „Kinderlos“ aber nie von „Kinderfrei“ gesprochen wird, trägt sicherlich mit dazu bei, die Idee, eine Frau oder ein Paar könne ohne Kind leben, sei seltsam. Ein Mann ohne Kind? Gib es zu lieber Leser, liebe Leserin, das klang jetzt weniger schlimm, nicht? Dieser wird eher akzeptiert und liest sich auch eher harmloser, nicht? Gebt es zu. Die Idee, dass die Frau ohne Kind ist, als der Mann ohne Kind, ruft in euch eine gewisse Regung hervor. Gebt es zu. Aber keine Sorge, das ist nur anerzogen. Ihr könnt dieses anerzogene Denken überlisten und sie aktiv hinterfragen: Warum? Warum finde ich, dass eine Frau ein Kind haben sollte, aber der Gedanke an den Mann ohne Kind wiegt weniger schwer, und warum wiegt der Gedanke des („armen“, ja oft auch „unfähigen“) alleinerziehenden Vaters (weil Rabenmutter oder tote Mutter) schwerer als das eh schon bekannte Bild der alleinerziehenden Mutter (weil selbst schuld und/oder Kerl abgehauen). Ihr seht worauf ich hinaus will?

Nehmt eure Ideen und Vorstellungen die ihr habt, auseinander. Hinterfragt sie!

Konklusio

I know, ich habe hier sehr viele Themen angesprochen und viele werden wohl nicht mit allen d’accord gehen, aber ganz gleich, solange ich euch etwas zum Nachdenken anrege, habe ich meinen Teil vollbracht.

Und wenn ihr in geselliger Runde beisammen seid: Fragt doch mal warum jemand ein Kind möchte – und nicht, warum nicht. Die Antwort wird neben „Altersvorsorge“, „Gene weiter geben“ immer „Weil ich will“ sein, und selten „weil ich hoffe, dass mein Kind die Welt zu einem besseren Ort machen kann.“

Mic drop. k4tze ab.

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Trash-TV im Abendprogramm

Oder auch, noch abfälliger genannt: „Hartz-IV TV“. TV für die „arbeitslosen Penner“, die nichts besseres zu tun haben und sich gerne besser fühlen möchten, indem man andere Hartz-IV Empfänger noch schlechter darstellt und Profit aus deren Nachteil und Unwissen schlägt. Je dümmer die Person wirkt, desto toller fühlt man sich. Und wer würde, wenn er nur wenig vom Staat bekäme, was nicht einmal zum Leben reicht, eine Gage von geschätzt 200€ ausschlagen und dabei noch etwas Fame abgreifen, denn spätestens seit #VeraFake wissen wir, is ja alles nit echt. Is ja alles gestellt. Und ja, Reality-TV ist gestellt, gescriptet und geplant. Würde eine X Millionen-Euro Firma das Schicksal ihrer Einspielergebnisse und Finanzen tatsächlich in die Hände und willkürlicher Entscheidungen irgendwelcher gewöhnlichen real life Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit legen? Come on..

Anyway, solche Sendungen (auch Sozial-Porn genannt) würde ich nicht mal als „Trash-TV“ bezeichnen, sondern als einer der fragwürdigsten Formate überhaupt. Da wird beispielsweise ein introvertierter Bub gezeigt, dessen Vater nicht genug Geld bekommt und er nur einmal Urlaub machen möchte; und sie landen auf einem Campingplatz in Hamburg, unterhalb der Autobahn. Grillen ist nicht erlaubt. Der Bub wird, nach eigenen Aussagen, in der Schule gemobbt. Ja was glauben die Leute denn, passiert nach dieser Sendung? Sein Highlight ist das Modelleisenbahn-Museum, der Bub freut sich. Ja bitte, ich hoffe RTL oder Pro 7 oder wer auch immer, zahlt dieser Familie einen ordentlichen Urlaub in Italien am Meer oder Griechenland.

Anyway

Aber eigentlich wollte ich darauf gar nicht hinaus; denn es gibt, zu eben genanntem Genre, auch noch ganz andere Ideen und Einfälle, die es ins Free-TV geschafft haben. Und ja, ich habe sie für euch getestet! In Ordnung, ich bin beim vorbei zappen kurz hängen geblieben und meine Neugier war stärker als mein Verstand. Und dass es diese Formate gibt, wissen wir ja, aber es war durchaus spannend, dem ein wenig beizuwohnen.

And I would do anything for … money

Zum Beispiel gibt es da ein Format, bei denen die Teilnehmer „alles“ für Geld machen. Es wird eine Tätigkeit auf den Bildschirm projiziert, wie „Schneid dir die Haare ab“ oder „Zieh dein T-Shirt aus“, und die Leute können entweder mit „Ja“ stimmen oder auch „Nein“, bei „Nein“ sind sie draussen, bei „Ja“ gehts in die nächste Runde. Oder so. Die Tätigkeiten, die die Teilnehmer tun müssen, steigern sich natürlich: Zuerst ging es nur darum, sich einen Pony (Stirnfransen) schneiden zu lassen. Dann ging es darum, die Haare zu essen (bzw. „runter zu würgen“) und schlussendlich, für ca. 4000€(?) muss man sich einen Penis mit Eiern auf den Hinterkopf tätowieren lassen. Und ja, die Leute machen das. Und ja, das ist die Sendung.

Ich bin immer wieder faszinierend, was alles produziert wird und wofür Geld ausgegeben wird. Und wo die Leute mitmachen. Und wer sich das ansieht.

Aber da wird der Mann bewertet! Das ist Sexistisch!
(„Müssen wir die Diskussion, warum es hier nicht sexistisch ist, wirklich nochmal führen?“)

Bei einem anderen Format wird jeweils ein Mann von 30 (oder so) Frauen aufgrund seines Aussehens, was er sagt oder auch nur wie er geht, sich kleidet, später ins einem Vorstellungsvideo und zu Letzt dem „hidden talent“ hinaus gevotet. Oder auch gedated.

Die Dame die übrig bleibt, die den Herren also noch nicht hinaus gewählt hat, darf auf ein Date mit ihm gehen. Wir lernen auch, dass ein Mann, der richtig gut Klavierspielen kann, bei (fast) allen Frauen durchfällt. Eine Dame wollte danach ihr voting zurück nehmen, aber das geht nicht. Tja, Pech gehabt. Während des votings läuft ein deutsch-lustiger* kleiner Mann herum und befrägt die Damen (von denen manche sicherlich bekifft, und wenn nicht das, dann zumindest beschwipst sind) nach ihrer Entscheidung. Dass natürlich Crazy Jacky und Jammer Jule häufiger befragt werden als die unscheinbare Gänseblümchen Marie im altrosa Blumenkleid, ist natürlich voraus zu sehen. Übrigens ist Crazy Jacky auch in anderen des Senders eigenen Produktionen zu sehen. Jemand, der Reality-TV kennt, wird auch die Teilnehmerinnen kennen.

*deutsch-lustig: Ein Sprichwort sagt: Deutschen Humor erkennt man daran, dass es ihn nicht gibt. Und leider trifft dies auf viele der deutschen Comedians und Talkshow-Hansel zu. Ja, meine lieben deutschen Follower, ich weiß, die Wahrheit tut weh. Aber ich weiß auch, dass die wenigsten diesen Humor lustig finden.

Die nackte Wahrheit

Und dann gibt es noch eine Sendung, in der eine Dame oder ein Paar, ca. 6 Männer und Frauen (vielleicht waren es auch nur 5 oder sogar 7) anhand ihrer Füße, ihres Geschlechts, ihres Oberkörpers und schlussendlich ihres Gesichtes nach rauswählen darf. Und ja, in exakt dieser Reihenfolge. Dass die Kamera erstaunlich lange über dem Gemächt des Mannes (oder dem Intimbereich der Dame) hängen bleibt bedient die Faszination anderer Körper. Natürlich ziehen sich jene, die bewertet haben, gegen Ende auch aus.

Zusammenfassung

Run boy run, this world is not meant for you, run boy run.

Also nein, Trash-TV ist nichts für mich. Da sehe ich mir lieber die Kanada-Doku auf arte an.

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„I’m not okay with this“, Season 1

Was wäre, wenn Eleven (Stranger Things) kein starkes Mädel wär, ohne jegliche Sozialkompetenz, sondern ein gewöhnlicher Teenager, der nicht weiß, wohin mit all diesen Gefühlen, Eindrücken und lästigen Gegebenheiten? I’m not okay with this erzählt euch die Geschichte.

Ihr Name ist Syndey. Sydney hat Superkräfte. Die sie aber weder zum Bösen noch zum Guten einsetzen kann, sondern sie lediglich verwirrt, überrumpeln und immer dann auftauchen, wenn ihr gerade alles zu viel wird – der ganz normale Teenanger-Wahnsinn, Serienfit gemacht mit jenem Element, welches die Popkultur nach wie vor dominiert: Superhelden, aber, zugleich wie The Boys von einem anderen Blickwinkel aus betrachten möchte. Natürlich passiert das eine oder andere unerwartete Element, es gibt ein wenig Gore, LGBT-Content und eine durchaus sympathische Schauspielerin, welche ein wenig an die hilflosere Schwester von Molly Ringwald erinnert (your 80’s childhood crush).

Die Serie, welche auf dem Comic von Charles Forsman basiert, mag zunächst wirklich ein wenig wie Stranger Things in Kombination mit The End of the fucking World wirken, ist vielleicht an manchen Stellen ein wenig übertrieben aber alles in allem durchaus nett und Sehenswert. Es ist eine sympathische Serie.

Aufgrund Covid wird es keine zweite Season geben. Was ich Schade finde. Ich hätte gerne gewusst, wie es weiter geht. Vielleicht werde ich also das Comic lesen müssen.

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„Into the Night“, Mini-Serie

Ich hatte bereits vergessen, wie gut nicht-amerikanische Produktionen eigentlich sind (bis auf The Rain). Diesmal handelt es sich um eine belgisch-französische Produktion die 2020 auf Netflix Premiere feierte und während das französische synchronisiert wurde (übrigens so, dass es tatsächlich noch etwas französisch klingt), erhielt der Rest Untertitel.

Der Inhalt ist schnell, ohne Spoiler erzählt:

Die Sonne tötet.Also, nein, Sonnenlicht tötet. Es ist wichtig, sich bei Nacht und Dunkelheit aufzuhalten und so flüchtet ein Flieger vor der Dämmerung. Hier und da sterben Menschen, hier und da gehts natürlich ärger zur Sache und hier und da gibts auch eine zweite Season.

Ich fand sie gut. Fand sie interessant. Gut gespielt. Auch ein wenig durchdacht, sofern ich mich korrekt erinnere und die 6 Folgen lassen sich gemütlich an einem verregneten Nachmittag anschauen.

Fazit: Sehenswert.

 

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„Der Schacht“

Hunger? Dann bitte zu Tisch. Sie befinden sich auf Ebene 43. Und wenn Sie Glück haben, bleibt noch was übrig. Nach einer gewissen Zeit wird gewechselt. Sie wachen auf Ebene 108 auf. Oh Boy.. besser Sie schnappen sich das Messer und warten, bis ihr Zellengenosse schläft, um sich Scheibchenweise über die nächsten Wochen hinweg von ihm zu ernähren. Dann wachen Sie auf Ebene 5 auf und speisen wie die Götter.

El Hoyo, eine spanische Dystopie aus dem Jahre 2019, aktuell auf Netflix verfügbar.

Und mehr möchte ich zu diesem grandiosen Film auch nicht sagen. Seht ihn euch an. Er ist sehr gut. Er ist wirklich verdammt gut – und er würde auch hervorragend auf Theaterbühnen funktionieren.

Fazit: Sehr, sehr sehenswert.

 

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The Female Price of Male Pleasure, tjo..

Erst kürzlich las ich einen Artikel, den ich allen ans Herz lege: „The Female Price of Male Pleasure„. Und, vielleicht etwas netter formuliert als dieser Eintrag hier, rate ich zu diesem Beitrag: „Annäherung, ein Versuch„.

Eine kleine Anmerkung: Der erste verlinkte Artikel spricht vieles an, ich werde nur ein-zwei Dinge ansprechen.

Let’s start

Stellt euch folgende Situation vor: Ihr sitzt gemütlich in der Runde, das zweite Bier kommt, die Gespräche werden lockerer und irgendwann gehts um Sex. Und irgendwann fällt (mit ziemlicher Sicherheit) der Satz: „Die war aber voll langweilig im Bett“ oder „Der Sex war voll langweilig mit der“. Und jeder wird so seine Geschichte kennen, von sich selbst, von anderen, der Mann, der nicht auf seine Kosten kommt, die Frau, die langweilig war.

Es stellt sich die Frage: Warum? Warum war der Sex langweilig?

War die Frau zu passiv? Lag sie da wie ein Brett und rühte sich kaum? Dann warst du, lieber Mann, wohl zu schlecht um sie zu motivieren, in Stimmung zu bringen und sie so weit zu befriedigen, dass sie selbst Spaß daran hatte und vermutlich wollte sie einfach nur, dass das ganze aufhört und so schnell wie möglich vorbei ist. In diesem Falle, Gratulation: Mit der Aussage „Sie war langweilig im Bett“ hast du dich eben als extrem schlechten Lover geoutet. Und deine Kollegen übrigens auch. Tja, Shit happens.

Euch liebe Männer, die aufrichtig sind und eure Partnerin und ihr einfach unterschiedliche Vorstellungen habt, nehme ich davon aus – euch gibt es tatsächlich, aber ihr würdet auch nie in einer Runde sagen: „Der Sex mit meiner Partnerin ist langweilig“, weil das wäre abwertend und so seid ihr nicht, oder? Generell würde ein anständiger Mann nie derart abwertend über vergangene Liebschaften sprechen, also mit derartigen Äußerungen disqualifiziert ihr euch und bitte, wenn ihr anständig seid, weist auch eure Kumpels darauf hin.

Wo waren wir? Ahja. Wenn sie nicht zu passiv war, aber nicht das machte, was du wolltest – wie vielleicht einen richtig geilen Blow Job, oder Deep Throat oder auch Anal: Gratulation, du bist ein egoistisches Arschloch und brauchst lediglich eine Masturbationshilfe. Und mit dieser oder ähnlichen Aussagen „Sie gab nicht mal einen BJ“ hast du dich im Freundeskreis (erneut) als, ich sage es gern nochmal, egoistisches Arschloch und schlechten Liebhaber entlarvt, dem es lediglich um dessen eigene Befriedigung geht. Sei zumindest soweit ehrlich und gibs zu.

Und nein, keine sexuelle Handlung ist „normal“, nur weil sie „alle“ machen – was natürlich auch mit Porn zusammen hängt, denn dort machens alle, also ist es auch normal. Einerseits ist der viel zu frühe Kontakt (und das (hoffentlich) Fehlen von Erfahrungen in einem gewissen Alter sehr problematisch, als auch die Unfähigkeit reflektieren und erkennen zu können, dass es Fake ist – wobei sich diese Unfähigkeit nicht unbedingt mit steigendem Alter gleich entwickelt) und andererseits, die Darstellung, dass die Frau zwar aktiv sein soll, wenns um den Blow Job oder gewisses Gestöhne geht, aber sonst bitte passiv herhalten soll, bis der Mann mit seiner (eigentlichen) Wichserei fertig ist. See? Everything is connected.

Schmerzen? Ja is halt so.. 

Frauen, die nicht nur von klein auf dazu erzogen werden, hübsch zu sein, denen wird auch gesagt, dass das erste Mal weh tun wird. Bitte, mit welcher Vorstellung soll eine sexuell-selbstbestimmte Frau heranwachsen, wenn die erste Assoziation mit Sex Schmerzen sind? Aber natürlich, wir erleiden regelmäßig Menstruationsbeschwerden, a bissl Weh Weh beim Sex tut ja nix. Is halt so. Und oh Girl, warte ab, bis die Geburt kommt!

„bad sex“ suggests that men tend to use the term to describe a passive partner or a boring experience. […] But when most women talk about „bad sex,“ they tend to mean coercion, or emotional discomfort or, even more commonly, physical pain.“

Ein weiteres Problem: Wenn wir von schlechtem Sex reden, meinen wir Schmerzen. Und wir meinen, dass der Partner sich nicht um uns bemüht und/oder macht, worauf er grad Lust hat und aber vor allem auch, dass es weh tut. Ich selbst hörte von vielen Frauen, dass sie lieber kleine Penisse bevorzugen, weil es sonst zu Schmerzen kommt und sie halt „durchhalten“ müssen. Dass ein großer Penis für viele Männer ansprechend (und erstrebenswert) ist, kennen wir, wohl war, aus der Pornografie, je größer, desto besser die Befriedigung. Oh boy..

„When a woman says „I’m uncomfortable“ and leaves a sexual encounter in tears, then, maybe she’s not being a fragile flower with no tolerance for discomfort. And maybe we could stand to think a little harder about the biological realities a lot of women deal with, because unfortunately, painful sex isn’t the exceptional outlier we like to pretend it is. It’s pretty damn common.“

Es wird nicht gefragt: „Wie gefällt es dir?“ – oft wird angenommen, dass es schon passt. Und wenn nicht, wird sie schon was sagen? Das machen Erwachsene so. Und wenn eine Frau tatsächlich antwortete, auf die Frage, wie es ihr gefalle: „Ja, so gut ist es nicht..“ dann zweifelt der Mann gleich an sich selbst (denn Gesellschaft, Porn und Co haben ihm beigebracht, dass ers immer bringen muss) und das Gespräch ist sowieso schon dahin. Ja, die Sache ist kompliziert. Deswegen, redet!

Nun, back to topic: bevor sie mit ihren Bedürfnissen die „Stimmung“ kaputt macht, wird lieber gar nichts gesagt und gehofft, dass das ganze bald vorbei ist. Ja, auch du kennst so eine Frau. Nein, die Frau wird es dir nicht gesagt haben. Nein, nicht alle können über sowas „reden“, reden und sich gleichzeitig selbst nicht dabei abwerten (oder befürchten, der Partner werte einen ab, obwohl er/sie das eigentlich gar nicht tut, aber Sexualität ist etwas sehr fragiles) will gelernt sein.

Zusammenfassung

Also, bevor ihr annehmt, eine Frau sei „langweilig“ im Bett, weil sie passiv ist oder Praktiken ablehnt, die ihr so gerne hättet, überlegt warum: Warum ist sie passiv? Hat sie Schmerzen? Hat sie das Gefühl performen zu müssen weils in der Runde „jede“ macht? Und nein, das „Nein“-Sagen fällt nicht jeder leicht. Wenn sie gewisse Praktiken ablehnt, dann akzeptier das und reds nicht schlecht, oder möchtest du eventuelle gewisse Handlungen an dir vollzogen sehen? Eben. Und nein, der Satz „Es ist aber normal, jede macht das“ – streich dir den ziemlich schnell aus dem Gehirn.

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Ist der Veggie Burger bald kein Burger mehr?

Mittwochs soll im EU-Parlament abgestimmt werden ob der Veggie Burger sich noch „Burger“ nennen darf und ich frage mich, ob sich Leute ernsthaft persönlich angegriffen fühlen, wenn „Burger“ nicht nur für Fleisch- sondern auch deren Ersatzprodukte verwendet wird.

Dass die Fleischlobby dadurch gestärkt wird ist selbstredend. Und ich hätte auch nichts dagegen, wäre die Haltung besser beziehungsweise gut und Tiergerecht. I know, I know das ganze führt zu Klassismus, und dass sich dann nicht mehr jeder Fleisch leisten kann. Andere Frage: Muss sich jeder Fleisch leisten können? Okay, lasst mich anders fragen: Ist es unbedingt notwendig, dass Leute, ganz abgesehen von finanzieller Absicherung und sozialem Status soviel Fleisch essen müssen? Ist es das?

Anstatt die Fleischpreise niedrig zu halten, sollte man vielleicht an höhere Löhne denken, oh wait, nevermind. Welch dumme Idee von mir. Als ob mit gerechteren Löhnen das soziale Wohl und die Gesundheit der Menschen gerettet wäre, nein wirklich, wo sind denn nur meine Gedanken eben hin verschwunden? Und anstatt der Fleischlobby zu hofieren könnte man vielleicht daran denken, gesündere Alternativen günstiger anzubieten. Die Zutaten für mein morgendliches Porridge kosten eigentlich ein Vermögen!

Und wie, wenns durchgeht, sollen Leute dann nach einem Veggie Burger suchen, wenn dieser nicht mehr unter „Burger“ zu finden ist?

Ich kann solche Dinge wirklich nicht nachvollziehen. Selbst die Briten habens verstanden, und die Briten sind nun wirklich nicht für eine ausgeprägte und köstliche Kulinarik bekannt:

Und wenn wir schon dabei sind, sollten wir dann nicht auch andere, in die Irre führenden Begriffe verbieten?

Wie zum Beispiel Katzenzungen? Wer bitte kann annehmen, dass Katzenzungen köstliche Schokoladendinger sind und keine wirklich von Kätzchen abgezwickten Zungen? Das kann heute niemand mehr so genau wissen.

Und der Fisch Burger wurde ja auch noch nicht umbenannt! Vermutlich, weil totes Tier gleich totes Tier ist aber tote Pflanze, oh graus! Nein, das geht gar nicht. Oh wait, ich las eben: Auch Pflanzenmilch darf nicht Milch genannt werden, weil diese nicht vom Tier ist (und deswegen heißen diese ganzen Mandel- und Hafermilch-Dinger Drinks und ich frage mich noch, was denn ein Drink ist, ob da Zusätze drinnen sind, nein, es ist einfach nur Milch!). Aber was ist mit Scheuermilch oder Sonnenmilch?

Also, ja. Wenn ihr mich fragt..

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Reden wir über Eigenverantwortung

Es ist immer toll, wenn versucht wird gesellschaftliche und strukturelle Probleme zu individuellen zu machen. Da kann sich die Politik toll ihren Kopf aus der Schlinge ziehen und stattdessen Hans-Günter und Elisabeth rein stecken. Die Politik ist schließlich nicht für die Menschen da, sondern für die Wirtschaft, und gehts der Wirtschaft gut, dann gehts uns allen gut.

Merkt euch: Es liegt nur an der Person selbst, an den einzelnen Personen, eine globale Katastrophe zu verhindern und abzuwenden.

Die aktuelle, gegen Ende Oktober 2020 erlassenen Beschränkungen

Zu siebt Pizza essen: Verboten.
Hunderte in Kirche: Erlaubt – Immerhin ist Adoleszenz-Covid kein Gläubiger, sonst könnte man ihn ja auch erfolgreich mit Globuli behandeln.
Hunderte bei Events: Erlaubt. Aber mit Maske! Und zu gewiesenem Sitzplatz. Aha!
Auf Begräbnis ein Vielfaches von 6: Erlaubt. Ich las einst etwas von 100 Leute. Ich kenne nicht einmal 100 Leute!
Öffentliche Verkehrsmittel: Tja, also. Man muss ja zur Arbeit fahren, nicht?

Alles andere obliegt oder unterliegt der Eigenverantwortung.

Was ist diese… Eigenverantwortung?

Eine hervorragende Möglichkeit, wenn nicht sogar die beste, Eigenverantwortung zu definieren schaffte dieser Herr:

„Eigenverantwortung ist, wenn du bereit bist, für dich ein Risiko einzugehen. Die Verantwortung dafür, zig Mitmenschen anzustecken, kannst du hingegen gar nicht tragen.“

Damit ist nichts weiter derweil zu sagen.

Übt euch in Eigenverantwortung, der Wohl der gesamten Bevölkerung, diverser Nation und globalen Gelingens liegt allein eurem Handeln!

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