Föhnsturm, Nebel und Sonne

Täglich, so grüßt der Regenbogen, heute bereits zum zweiten Male, von der anderen Seite des Horizontes, erstreckt er sich über Land und Tal, bis hin zum nächsten Berge, um ja sicher zu gehen, dass das lästige Volk den Topf mit Gold nicht erreichen kann. Denn was würden diese Leute mit soviel Gold machen? Für sinnlose Dinge ausgeben und ihr Leben weg werfen, den Kapitalismus stürzen und die Welt in eine sozialere und gerechtere gestalten wollen. Nein, das ginge auf gar keinen Fall, wer würde sich dann noch darüber freuen? Na eben!

Das Wetter hingegen weiß nicht so recht was es tun soll: Stürmt es früh morgens, 200km/h, verwüstet Gärten, Balkone und Pflanzen, tröpfeln kleine Regenschauer über den Tag verteilt über die Länder. Gegen Abend folgt etwas Nebel, der allerdings so schnell dahin zieht, dass man dessen kaltes Händchen nur kurz spürt, kurz eingehüllt wird von Nässe und Feuchtigkeit, bis diese gänzlich wieder sich aufgelöst hat; ähnlich der Sorgen der Menschen, wenn etwas anderes, nichtigeres ihre Aufmerksamkeit erhascht und sie von dem ablenkt, wovon sie sich sowieso ablenken wollten.

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Eingeordnet unter Just about Life, Kreatives, So sei es

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