„The Room“ & „The Disaster Artist“

„Schau ma The Room, der is supa! Bester Film!“

Mhm. Na eh. Wait.. er ist ernstgemeint? Oh shit, wie lange dauert denn diese eklige Sexszene noch? Wait, vögeln die tatsächlich? Aber das geht doch anatomisch nicht? Wo haben die die Musik ausgegraben? Oh shit, der meint das ernst. Ha Ha ha. Worum gehts jetzt eigentlich? Was hat der nur ständig mit seinen Haaren? Wtf? Das er gibt doch alles keinen Sinn! Was zur Hölle macht er da mit dem Kleid? What the …

What a story, Mark! Ha ha ha!

Ihr kennt ihn oder? Das Jahr 2003 (ein übrigens sehr heißer Sommer), 6 Millionen, von denen niemand weiß, woher sie tatsächlich kommen und diesem Dracula-like mit Osteuropäischen Akzent versehenen Regisseur, Drehbuchautor, Hauptdarsteller und Produzent, dessen Herkunft und Alter niemand wirklich kennt? Was übrigens eine tolle Leistung ist, und das meine ich ohne jeglichen Sarkasmus. In den heutigen Zeiten ist es schwierig, irgendwas Geheim zu halten, aber 2003 war die Welt noch besser. Damals war das Internet noch besser, eine gesetzlose Prärie für Freigeister und Freidenker.

Der Film erlangt schnell Kultstatus und auch an der Verfilmung der Ereignisse wirkten sowohl Tommy Wiseau als auch sein Freund Greg mit. Tja, und was soll ich sagen? James Franco machte seine Arbeit tatsächlich sehr gut in der Darstellung des exzentrischen Anfang Zwanzigjährigen mit großem Traum. Dass der Film, The Room, tatsächlich ernst gemeint war, bedrückt mich etwas. Und vieles macht natürlich auch im Zusammenhang mit The Disaster Artist erst wirklich Sinn, deswegen sollte man den Film über die Ereignisse und Geschehnisse vielleicht zuerst ansehen, bevor man sich den Originalen zu Gemüte führt.

Also, ja, hmm…

Ich kann durchaus nachvollziehen warum der Film Kultstatus erhalten hatte, aber ich kann auch durchaus nicht nachvollziehen, wie man so einen unfassbaren schlechten Film machen kann. Sicherlich ist die Kunst des Filmemachens nicht zu verachten, aber so schlecht? Ich meine, come on. Andererseits muss man sagen, dass er wirklich Hoffnungen hatte und viel Herzblut hinein legte. Und ja na eh, so rückblickend hat er sich den Kultfilm-Status durchaus verdient. Auch schlechte Dinge müssen honoriert werden, wie könne man sonst die Guten bemessen? Eben!

Fazit: Sehenswert!

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Filme!, Kritik und Rezension

Eine Antwort zu “„The Room“ & „The Disaster Artist“

  1. Die Sache mit dem Kult ist halt auch immer, dass der erstmal reifen muss. Im Prinzip hat vor allem das Buch und natürlich der Film „Disaster Artist“ diesen Kult befeuert. Und eben vorher die Kiffertruppe rund um James Franco. Wie verdient das ist, ist natürlich kaum zu beurteilen. Ich persönlich fand „The Room“ vor allem sterbenslangweilig. Die gefühlt 5 bekloppten Szenen, die ständig zitiert werden, sind natürlich extrem behämmert und overacted, aber dazwischen regiert vor allem komplette Leere. Leider stürzt sich Francos Film dann auch größtenteils nur auf die eben bekannten Versatzstücke, die schon seit Jahren immer wieder durch den Kakao gezogen werden und bringt da nicht viel Neues auf den Tisch (außer wirklich tolle Leistungen der Darsteller vor allem Franco/Franco/Rogen). Deshalb würde ich persönlich eher sagen: Sehenswert, wenn man sich nicht großartig mit der Thematik des „Schlechten Films“ beschäftigt, ansonsten gibt es eindeutig besseren und unterhaltsameren Zeitvertreib.

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