Archiv der Kategorie: Pferde-Content

Diese Kategorie wurde nach einem Jahr aktiver Reitbeteiligung erstellt, da diese Tätigkeit und die zugehörigen Tierchen doch immer wieder Anlass zum Schreiben geben – wenn auch nur als Teil der Wochen-Beiträge.

Über Reitbeteiligungen

Der Traum vom eigenen Pferd lässt sich aufgrund mannigfaltiger Gründe nicht verwirklichen? Eine Reitbeteiligung kann der Sehnsucht nach einem Pferd, dem reiten und samtigen Nüstern Abhilfe verschaffen.

Es folgt ein Eintrag aus Sicht einer Reitbeteiligung. Vielleicht wird dies nicht der einzige bleiben. Wir werden sehen.

Die Vorteile

Als Reitbeteiligung (kurz RB) hat man viele Vorteile: Man zahlt einen gewissen, fixen Betrag und kann, je nach Belieben, zu fix vereinbarten Zeiten ein Pferd reiten, streicheln, spazieren gehen, dazu lernen, Reitstunden nehmen und sich weiter bilden. Kurz: Zeit mit einem Pferd verbringen, ohne für die gesamten Kosten aufkommen zu müssen; und ohne viel Verantwortung.

Im Normalfall sind das 2-3 Tage wöchentlich für ca. (je nach Ausbildungsgrad des Pferdes und Kosten des Stalles) 60-160€. Manchmal wird auch nur Mithilfe im Stall gefordert. Dann kommt ca. eine halbe Stunde misten und bei der Fütterung helfen dazu. Manche verlangen auch nur den Schmied, was alle 6-8 Wochen oder auch weniger 80€ aus machen kann. Oder was auch immer gebraucht wird. Es gibt aber auch Angebote für 2x die Woche und 200€, was meistens auf Turnierpferden mit fixen Zeiten und Aufgaben angeboten wird, wo aber auch die Möglichkeit besteht, an Turnieren teilzunehmen.

Abzuwägen ist, ob eine RB nicht nur zur Mitfinanzierung des Stalles gebraucht wird (was auch öfters der Fall ist wenn bspw. für 2x die Woche und 160€ auf einem mäßig ausgebildeten Pferd inkl. 2. RB gesucht wird) oder tatsächlich deswegen, weil der Besitzer nicht ausreichend Zeit hat, aber sein Pferd bewegt haben möchte.

Jedenfalls; man kann ein Pferd relativ kostengünstig reiten, ohne die volle Verantwortung zu tragen oder sich weitere Gedanken machen zu müssen, wie Tierarzt, Schmied, Entwurmen, richtige Fütterung, Gesundheit, Sattel, Zaumzeug, und so weiter. In der Regel kümmert sich der Besitzer darum. Und wenn nicht, dann muss es einem egal sein.

Die Nachteile

Aber es gibt auch Nachteile: Nachteile, eigentlich unter „, aber – es sind (oder können), für die RB, gefühlt, Nachteile sein: Das Pferd gehört einem nicht; und der Besitzer kann tun und lassen was er möchte, und wie er möchte. Ob man damit einverstanden ist oder nicht, man muss sich damit abfinden. Man hat sich an die Regeln des Besitzers zu halten, auch wenn dieser sie alle drei Monate ändert.

Steht das Pferd nur in der Box und wird nur zum reiten raus geholt, hat das die RB nicht zu kümmern. Kommt der TA nicht regelmäßig oder der Schmied nur alle 6 Monate (üblich sind alle 6 Wochen bis 3 Monate), dann hat die RB auch das zu akzeptieren. Wird das Pferd mit unpassender Ausrüstung geritten? Finde dich damit ab, geh, oder kauf eigene Sachen. Und wenn der Besitzer verbietet, dass kein Mesh (eine Futtermischung, die mittlerweile in vielen Ställen nach dem reiten üblich ist, mit beispielsweise rote Beete, Leinsamen und was auch immer für das jeweilige Pferd gut ist) gegeben wird, dann ist das so. Als RB hat man nichts zu melden. Man zahlt ja auch nur einen Minibetrag in einem gesamten Kostengefüge.

Oft auch, und verständlicherweise, wird auch gefordert, dass man so reitet, wie der Besitzer es für richtig hält. Das ist per se kein „Nachteil“, kann sich aber nachteilig anfühlen, wenn man mit der Reitweise nicht vertraut ist, oder die Art und Weise, den Ansatz, die Schule oder was auch immer, nicht vertretbar findet:

Jemand der mit positiver Verstärkung arbeitet, wird keinen Gefallen an Parelli finden. Westernreiter können selten was mit der englischen Reitweise anfangen und umgekehrt, und ich, als „Bareback-Reiter“ (ohne Sattel-Reiter, bestenfalls auch Gebisslos), kann einer eingeschnürten Reitweise nichts abgewinnen. Sicherlich, für manche Pferde braucht man das eine oder andere Tool, schon alleine der eigenen Sicherheit wegen (ich reite auch nicht jedes x beliebige Pferd ohne Sattel) oder bezüglich gesunder Gymnastizierung; aber dazu ein ander Mal.

Und jene, die mit Pferden zu tun haben, Besitzer und Kundige, Interessierte und Vergraulte, kennen diese ganz, ganz unterschiedlichen und teilweise kuriosen Ansichten, die sich bei jedem nach einer Zeit einschleichen, über die in Stallgassen gelästert, und als merkwürdig empfunden werden (oder falsch); und einen gemeinsamen Nenner zu finden, gestaltet sich tatsächlich oft schwierig. Und in der Reiterei gibt es so viele verschiedene Meinungen! Jeder Reiter kennt das.

Vorsicht!

Als Reitbeteiligung genießt man in vielen Ställen kein gutes Ansehen.

Die RB ist zu arm für ein eigenes Pferd und kann auch nicht viel; denn wenn sie was könnte, dann würde man ja sie bezahlen, nicht? Oder sie hätte Gratis ein Pferd zur Verfügung. RBs erfahren oft auch nur das notwendigste, oder gar nichts. Ist ja nicht ihr Pferd. Warum sollte man denen was sagen, die zahlen, damit sie reiten dürfen, is doch eh schon toll, nicht? Wozu müssen sie in alles andere eingebunden werden; hat sie nicht zu interessieren. Sie sind da, um zu reiten, aber bitte nicht mehr und bitte so, wie der Besitzer das will, und nicht anders, und wenn der Besitzer das Pferd kurzfristig braucht, ja, Pech gehabt.

Das ist natürlich der Worst Case. Es kann aber durchaus möglich sein, dass man als RB lediglich Mittel zum Zweck ist, ein gewisses, sicheres Einkommen darzustellen und 6x oder auch nur 1x die Woche ein Pferd bewegt.

Zusammenfassend

Eine gute Reitbeteiligung ist schwierig zu finden: Angenehm sind, gewisse Regeln die von Anfang an bestehen; es gibt fixe Tage, und die Möglichkeit Unterricht zu nehmen, auch andere Reitweisen kennen zu lernen; man genießt das Vertrauen der Besitzer und arbeitet zusammen. Heute das, morgen das, und wenn es ginge, am Freitag dies und jenes bitte, wenn nicht auch nicht so schlimm. Man kann sich auch absprechen und pflegt einen guten und kollegialen Umgang miteinander und wertet niemanden von vornherein ab.

Wie überall dort, wo gewisse Vereinbarungen getroffen werden, ist es wichtig, dass Besitzer und Reitbeteiligung sich auf gleicher Augenhöhe befinden und vielleicht auch, dass die Ansichten nicht komplett auseinander gehen.

Eine Reitbeteiligung wird, im Idealfall, gesucht, weil der Besitzer nicht so oft Zeit hat sein Pferd 5x die Woche zu bewegen und sich deswegen mit jemanden zusammen tut, der seinen Vorstellungen entspricht, oder eben jemanden, der sich um das Tier kümmert, wenns Freizeit-mäßig geritten wird. Viele Besitzer sind durchaus liberal und lassen gewisse Freiheiten. Du magst meinem Pferd ein blaues Halfter kaufen, ja bitte, wenns dich freut, dann mach. Und ja, RBs kaufen Sachen für das Tier, das ihnen nicht gehört. Das ist normal.

Ich bin mir sicher es gibt ausreichend Beschwerde-Beiträge von Besitzern über unzuverlässige, schlampige und schreckliche RBs, und die gibt es sicherlich, aber ich gehe jetzt, als RB, davon aus, dass sich die meisten anständig verhalten und auch zuverlässig sind.

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Woche #2606

Hitze! I welcome you! Heute soll der heißeste Tag des Jahres bisher sein: 38 Grad! Und trotzdem werde ich die angenehm warmen Stunden am See unterm Schirm verbringen, ich bin definitiv nicht scharf drauf mir einen Hautkrebs zu züchten, mir eine vorzeitige Hautalterung einzufangen oder radiation damage zu bekommen.

Vor ein paar Tagen bin ich auf eine Biene getreten, die zweite in meinem Leben. Natürlich trauerte ich sofort um das arme, getötete Tier, und nehme meine Schmerzen und den angeschwollenen Zehen für meine Unachtsamkeit in Kauf. Ein paar Wochen zuvor hatte mich eine Wespe/Hornisse/sonst was gestochen, die sich in meine Hosen verirrt und am Oberschenkel einen sehr, sehr schmerzenden Stich hinterlassen hatte. Da kein Stachel zu sehen war, gehe ich davon aus, das Tier hat überlebt. Am gleichen Abend war ich mit einer Freundin im Kino, und zum Glück waren wir die einzigen (Jap, die einzigen im ganzen Saal), denn die gelegentlichen Schmerzensschreie, wenn der Schmerz wieder richtig einkickte, waren notwendig.

*

Der Kater mag die Hitze nicht und hechelt. Aber er geht gerne spazieren; abends, habe ich mich erst grad nieder gesetzt um meine kostbare Zeit auf Social Media zu vergeuden, mauzt er und ist lästig, bis ich eine Runde mit ihm gehe. Wenns ihm zu langweilig wird, streunt er alleine weiter. Aber er möchte durchaus Zeit mit mir verbringen. Vermutlich fühlt er sich sicherer. Letzthin waren wir im Zeckenwald. Trotz Schuhe hatte ich nach 10 Minuten 7 Zecken am Bein. Er wollte gestern wieder dorthin. Ohne mich.

Seine Wunde ist übrigens auch gut verheilt: Vor einiger Zeit drückte ich auf sein Köpfchen und plötzlich trat Eiter aus. Schnell eilten wir am nächsten Tag zum Tierarzt. Er bekam Antibiotika, die Wunde wurde gereinigt und sie verheilt gut. Vermutlich wars die Nachbarskatze, die Jägerin, die die Gang hier kontrolliert und durch die Gegend scheucht, die ihm ihren Zahn beim Kämpfen in den Kopf gerammt hatte. Mit dem alten Kater Bruno versteht er sich, da faucht er nur.

Auch wurde sein Köpfchen geschoren und ich hatte Anfangs wirklich Probleme, ihn in einer guten Position zu fotografieren.

Und tja, was soll ich sagen: Er ist ein Fotomodell wie aus dem Buche! Ich habe mir ja wirklich überlegt, ihm einen eigenen Insta-Account zu machen, mit # und einem Foto pro Tag, einem richtig guten Foto pro Tag für Fame und Fortune und so. Aber ich fürchte, es wäre mir einfach zu mühsam. Ich bin einfach nicht konsequent genug dafür. Aber vielleicht bekommt er ja doch eines Tages einen..

*

Die Tierchen sind mittlerweile wieder auf der Alm, und ich war sie bereits wieder besuchen. Die letzten Tage waren herrlich entspannend. Da Madame immer wieder angefangen hatte zu grasen (und das über Wochen hinweg), dachte ich mir, ja gut, anstatt uns beide den letzten Nerv zu rauben, soll sie zumindest weiter gehen und siehe da, sie graste zwar, aber mit einem „weiter!“ und Lob danach, funktionierte es dann sehr gut. Ich verbrachte die Tage an ihre Beine gelehnt im Schatten zur Mittagsstunde und es genügte, Teil der Herde zu sein. Bis die „Bebyschnauzer“, meine Bezeichnung für die heurigen Fohlen, kamen und lästig waren.

*

Und dann ist da noch eine Sache:

Ich hatte diese Woche meine erste Mammographie. Ja, es ist so unangenehm wie alle behaupten und nein, der Knoten in meiner Brust ist weder ein Knoten noch eine Zyste. Es ist eine Rippe. Case closed.

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Woche #2711

Soweit sogut. Das Jahr ist bald vorbei. Eine Bilanz wird nicht gezogen, es würde vermutlich nur demotivieren.

MissBooleana zu diesem Thema übrigens einen sehr tollen Beitrag verfasst, den ich mit einem bewundernden und einem neidischen Auge betrachte. Ich hätte auch gerne die Disziplin zu planen und wöchentlich drei Beiträge zu veröffentlichen, dann noch nach Themen sortiert und regelmäßig, aber das wäre dann künstlich und gänzlich unauthentisch und es ist ja auch wichtig, authentisch zu bleiben. Aber zu Recht meint sie, dass sich die Leute fragen können: „Gibts XY noch und warum schreibt er/sie nichts?“ Und sie hat auch recht damit, dass man sich überlegen muss, ob man „frei“ sein will, und dann und wann bloggen, wenn es einem selbst gefällt, oder ob man mehr erreichen möchte.

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Interessant ist, dass der alte Mann vom Stall meinte, es sei absurd, dass man jetzt noch mit dem Pflug den Boden bearbeiten könne – und deutete damit auf den Klimawandel hin. Denn eigentlich sollte der Boden bereits gefroren sein. Auch die Heuernte war wegen der Hitze dieses Jahr sehr dürftig, weswegen ich öfters hörte, dass Heu sowie wie Gold sei. Interessant (irgendwo auch logisch, aber andererseits auch wieder seltsam), dass die lokalen Auswirkungen die Menschen dazu bringen, den Klimawandel als gegeben anzusehen, während die großen Katastrophen, die medial transportiert werden, eher ignoriert werden. Ihr versteht was ich meine, oder?

*

An der Pferdefront gibt es nichts erwähnenswertes zu berichten. Wir reiten Gebisslos und sind rundum zufrieden. Interessant aber ist dennoch, dass wenn ich angepisst ist, sie angepisst ist und öfters versucht, zu grasen und ganz und gar nicht das tun mag, was ich will. Hingegen wenn ich gut drauf bin, alles im reinen ist und einfach nur den Tag genieße, grast sie nicht und macht, was ich möchte. Tiere sind große Lehrmeister, und es heißt ja immer, man solle seine negativen Emotionen bevor man den Stall betritt, abschütteln – was sich natürlich nicht immer so leicht umsetzen lässt. Sie versteht ja nicht, warum ich gerade schlecht drauf bin – sie merkt nur, ich bin nicht gut gelaunt und reagiert entsprechend darauf.

Und wenn sie schon unsere kleinste Nervosität und Unsicherheit spüren, spüren sie auch alles andere. Auch wenn ich öfters zum Telefon greife, um Sprachnachrichten zu senden, nutzt sie die Situation um das zu tun, was ihr im Moment mehr bringt – oder macht sich bemerkbar, ich solle mich jetzt auf sie konzentrieren. Sie mögen es wirklich nicht, wenn man nebenbei was anderes tut. Sie mögen es auch nicht, wenn man ständig mit der Freundin schwatzt während des Reitens. Sie wollen, soweit ich bisher bemerkt habe, dass man sich vollends auf sie konzentriert – und mit ihnen im Moment ist.

Wenn ich Fotos mache, bleibt sie meist von allein stehen – möchte aber dann eine Belohnung. Eine Freundin meinte, ich hätte sie hervorragend darauf konditioniert, dass, wenn sie glaubt was gut gemacht zu haben, sich eine Belohnung erwartet.

Manchmal bietet sie auch Übungen einfach so an: Sie geht aus dem Nichts heraus rückwärts und schaut dann her, als wolle sie sagen: „Schau, hab ich das nicht gut gemacht? Wo ist meine Belohnung?“ Ich zweifle dann immer das Verhalten zu belohnen, weil sie eigentlich nichts falsch gemacht hat, im Gegenteil, aber unaufgefordert kann, je nach Situation, eben doch gefährlich werden.

*

Das Wetter ist aktuell zu kalt. Und es wird zu früh dunkel. Wenn ich gegen 5 den Stall verlasse, erinnere ich mich öfters, dass ich im Sommer erst gegen 7, halb 8 reiten konnte, weil es sonst zu warm war.

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Woche #2210

Wusstet ihr, dass man bei Insta-Stories immer sehen kann, wer sie angeschaut hat? Und zwar für immer (solange es Instagram gibt und Instagram dieses Feature anbietet). Das ist irgendwie erschreckend, und creepy. Und interessant. Im Schnitt sehen sich ca. 40 Leute meine Insta-Stories, die ich sehr selten poste – mir erschließt sich nach wie vor der Sinn dahinter nicht – aber lediglich 10 Menschen liken meine Bilder. Warum? Sicherlich, ein spitzfindiger Algorithmus dürfte dafür verantwortlich sein, aber trotzdem. Weird. Auch Leute, die einem nicht folgen, werden gelistet. Seltsam, oder? Oder auch nicht. Vielleicht ist es vollkommen normal.

*

50 Minuten = 8GB. Wait, what? Richtig.

Ich musste für ein besonderes Spiel, eine andere Software nehmen und hatte nicht bei den Einstellungen aufgepasst. Anstatt die üblichen 400-700 MB, machte es mir aus dem längsten File 8GB, was für kaum ein Programm leicht zu bewältigen ist, besonders nicht für meine Freeware Software. Natürlich ließ sich binnen weniger Tage und mit Twitterhilfe eine Software finden, die mir die 8GB .avi in ein etwas kleineres .mp4 umwandelte, aber trotzdem gesellten sich zu Freude und Spaß etwas Mühseligkeit und Genervtheit.

Und da sind wir an dem Punkt angelangt, wo das Vergnügen zur Arbeit wird:

  • 3 Let’s Plays stehen noch aus (sollten geschnitten und nochmal angesehen werden)
  • Ein bestimmtes Spiel muss sollte noch zu Ende gespielt werden
  • und ebenfalls geschnitten und in etwa gleich lange, Sinn ergebende Episoden geteilt werden.

Als ich mit dem Blödsinn anfing, wollte ich genau diesen Blödsinn vermeiden.

*

*

Und zu guter Letzt wird die Abendsonne genossen: Ja, es wird kälter. Verdammt kalt sogar. Und ja, sie lässt mich auf ihren Rücken klettern, reagiert aber nicht auf irgendwelche Hilfen. Das ist okay. Es ihre ihre Zeit. Sie muss nicht. Sie duldet mich auf ihrem Rücken, und ich genieße die Zweisamkeit. Und irgendwann gehe ich. Und das ist okay für mich. Sie muss nicht immer, wann ich will. Und ich halte sie für klug genug, unterscheiden zu können, wann sie muss und wann nicht. Wann gearbeitet wird und wann Freizeit ist. Und wenn sie eines Tages meiner Frage folgt, und mit mir ein paar Schritte gehen möchte, dann wirds mich unheimlich freuen. Aber bis dahin ist es okay, einfach nur so zusammen zu sein.

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Woche #2709

Und schon wieder ist eine halbe Ewigkeit seit dem letzten Eintrag vergangen – aber es gab/gibt gute Gründe dafür:

1. Die Fohlen sind gerettet!

Maizauber und Newton, deren Zukunft recht ungewiss war, haben einen guten Platz gefunden – dank meines Videos und der Initiative der Besitzerin, die das Video weiter schickte, dürfen beide gemeinsam aufwachsen und sehen einer hoffentlich guten Zukunft als Kutschpferde entgegen. Sie wachsen nun 800km entfernt in Norddeutschland auf. Ich hatte davor noch zig Leute angeschrieben – und gegen Ende drei Menschen gehabt, die beide, und nur gemeinsam, aufgenommen hätten. Wenn das alles ist, was es braucht – dann bitte.

Dadurch ergab sich die Möglichkeit, für weitere Fohlen via Videos einen Platz zu finden. Seis drum, die Videos sind schnell geschnitten, es ist kein Aufwand – und wenn sich dadurch das Leben von kleinen Fohlen retten lässt. 11 Jungs sind aktuell noch zu vermitteln.

2. Videos..

Auch auf Instagram tummeln sich Videos – allerdings habe ich dieses mal mit dem Material aus Korsika so meine Probleme, und ich bin mir unsicher, wie viele gute Videos sich noch heraus holen lassen.

Kreta war neu, eine gänzlich unbekannte Insel, wir fuhren viel herum, und auch wenn sich die Motive der Videos wiederholten, war doch jedes für sich einzigartig. Jetzt, nachdem alles vieles bekannt und bereits gemacht ist, fühlt man sich etwas Ideenlos und setzt die Messlatte höher. Ich denke mir: „Was? Schon wieder Meer und Wind? Ah geh, das geht auch besser“ oder „Wellen, yay! Toll, aber…“ Irgendwie will es noch nicht so richtig.

Btw. Korsika war großartig. Ich glaube, dieser Campingplatz wird öfters besucht: Kaum Menschen, günstig, klares Meer, Platz direkt am Strand mit Sonnenaufgang.. I want to go to there!

3. Dorena!

Dorena ist wieder da! Allerdings hatte sie sich auf der Alm ihre Hufe derart abgetragen, weswegen die nächsten 2 Wochen nur wenig getan werden darf. Spazieren, Schritt und Trab sind okay, aber so, dass die Eisen oben bleiben. Aber das ist okay, ausreichend Zeit sie ans Flower Hackamore zu gewöhnen.

Mit Shaka hatte ich vor einigen Wochen einen Moment, der mich echt wieder zur Verzweiflung gebracht hatte. Ich stand heulend auf der Straße und wollte eigentlich alles lassen. Alles. Dann gabs eine Reitstunde – und danach: „durchsetzen“. Und zwar nicht mit Gertenhieben und Gewalt, sondern einem gezielten Klapps auf die Schulter, strenger Stimme und einem deutlichen Ziel vor Augen, wie „Wir gehen jetzt“. Offenbar braucht es bei Shaka nicht mehr, denn seit dem geht sie motiviert in Richtung Feld. Sie ist, glaube ich, auch sehr klug und durchschaut Menschen sofort. Sie weiß, wer sich durchsetzen kann, wer angeschlagen ist, wer schwach ist, wer mit ihr umgehn kann. Aber sie lernt auch schnell, und das „Steh“ funktioniert jetzt so gut, dass ich sie auch ohne anzubinden, abduschen kann. Sie wartet, bis sie das Leckerli bekommt.

Da jede RB ihr eigenes Pferd hat, sozusagen, dachte ich mir letzthin „Schade, bald werde ich Shaka nicht mehr (so oft) reiten können.“ Als ich Tags darauf in den Stall kam, begrüßten mich alle Pferde, hoben den Kopf, schnupperten, außer eine: Shaka. Ist auch gut.. dann seis halt so. Immerhin ist Dorena wieder da.

4. Let’s Play

Ja! Ich habe mein erstes Let’s Play veröffentlicht. Sucht erst gar nicht danach. Noch bleibt es Inkognito. Wer wissen will, wonach er suchen muss, muss mich direkt kontaktieren und mir Antwort auf folgende Frage geben: Was war das schrecklichste, was ihr je getan habt?

Bis ich allerdings soweit war und ein Spiel gefunden hatte, hatte ich unzählige andere ausprobiert – die mich übrigens sehr motiviert haben, selbst ins Geschäft einzusteigen – was mich dazu gebracht hatte, mir Unity zu besorgen (die kostenlose Version) und daraufhin via YouTube Mentor versuchte, mein erstes Spiel zu erstellen. Natürlich werde ich es bereit stellen, sobald es fertig ist und natürlich selbst Let’s Playen. Es ist wirklich aufwendig, und eigentlich nicht das was ich mir vorgestellt hatte, aber irgendwie muss man ja die Basics lernen. Aber ich glaube, wenn man die beherrscht, lässt sich einiges machen.

Gut, weder „The Beginners Guide“ noch „Time Frame“ eigneten sich für Let’s Plays. Zumindest nicht für den Anfang. Man müsste zwar meinen, ein Walking Simulator eigne sich hervorragend, aber nein – tut es nicht. Allerdings kann ich beide Spiele empfehlen, besonders „The Beginners Guide“.

Und bis ich eine Software gefunden hatte, die so aufnimmt wie ich das will – und alles so eingestellt hatte, und eine einfache Videobearbeitungssoftware ausfindig machen konnte – vergingen mit der Zeit auch eine Menge an Nerven verloren. But, I did it!

5. Generell

Weder für Supergirl noch für Kino blieb Zeit. Und ich weiß gar nicht mehr, was alles an aktuellen Serien läuft, die gesehen werden müssen. So viel zu tun und so wenig Zeit!

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Woche #0609

Ich bemerkte gestern wieder einmal, nein, eher: Ich wurde gestern wieder mal darin bestätigt, dass ich bei allen Terminen pünktlich bin. Selbst wenn ich glaube es diesmal verschissen zu haben: Selbst dann. Immer. Ist das meine geheime Superkraft? Wär a bissl langweilig.

Und selbst dann, wenn es sich eigentlich, realistisch gesehen, gar nicht mehr ausgehen dürfte pünktlich zu sein. Ich hatte Bus Nummer 1 und somit Bus Nummer 2 verpasst. Bus Nummer 1 fährt nur alle 30 Minuten, und somit lief ich 20 Minuten den Berg hinab, um einerseits noch Proviant zu kaufen und in Richtung Bus Nummer 2 zu gehen, der alle 15 Minuten fährt und laut Fahrplan 1259 an gewünschter Haltestelle ankommen sollte. Und das ein Bus wirklich pünktlich ist, ist unrealistisch. Aber in diesem Fall war er es. Und der Termin nur eine Minute von der Haltestelle entfernt. Ergo = Ich war doch pünktlich. Trotzdem könnte man das verpassen des ersten Busses (ich hatte irgendwo bei Social Media noch was kommentiert und die Zeit übersehen) als einen klassischen Akt der Selbstsabotage betrachten.

*

Achtung, diesmal mehr Pferdecontent, lohnt sich aber.

Der Ausritt mit Shaka gestern war .. emotional fordernd.

Sie hatte sich die letzten Tage generell geweigert raus zu gehen. Die Fohlen sind bereits in eigener Box, und somit schmerzten ihre Euter. Umso wichtiger, dass sie bewegt und die Milch zum abfließen angeregt wird.

Dennoch, keine Chance, sie in Richtung Feldweg zu dirigieren, der hinten den Hügel runter führt. Vorgestern hatte ich sie am Platz mit der Flower Hackamore geritten, eine Gebisslose Trense, welche auf die Nase wirkt uns als Sidepull eingestellt, also ohne Hebelwirkung. Shaka war sehr aufmerksam, motiviert, hatte meist ein Ohr bei mir, einen dezenten Schaumrand, schnaubte regelmäßig ab (Anspannungen lösen sich) und kaute oft (was bedeutet, sie hat nachgedacht), während die Unterlippe entspannt rumbaumelte. Sie glich einem Paradebeispiel für ein losgelassenes Pferd bei der Arbeit. Wenn jetzt noch dem Befehl „Steh“ mit leichtem Zupfen, nicht mehr willkürlich gefolgt wird, sondern generell, würde ich es wagen auch Gebisslos mit ihr ins Gelände zu gehen.

Gestern habe ich es also wieder versucht ins Feld zu gehen. Keine Chance. Dann eben Richtung Wald. Der Weg in Richtung Wald (auch „Waldweg“ genannt), eine ca. 45 minütige Strecke, ist zunächst sehr steil, was aber ein gutes Training für ihren Rücken ist. Teilweise trabte sie diesen brav hoch, auch wenn ich sie ständig treiben musste.

Plötzlich aber blieb sie wieder stehen. Und wollte umdrehen. Irgendwas war ihr ungeheuerlich. Ein Hämmern aus einem Baum, das Geschrei der Kinder, die sie nicht sah? Ich versuchte zuerst noch ein paar Runden zu reiten und sie aus dieser Bewegung erneut anzutreiben, was aber nicht funktionierte. Sie blieb immer wieder stehen – oder ging rückwärts. Also stieg ich ab und versuchte sie zu führen. Selbiges Spiel. Aber auch da hatte ich keine Chance und sobald wir in der Nähe des Grases waren, schnellte der Kopf nach unten. Also sooooo ängstlich kann sie auch nicht gewesen sein.

Zwei junge Burschen, die vermutlich am nahe gelegenen Hof arbeiteten, beobachteten mich, waren aber keine weitere Hilfe. Irgendwann kreuzte ein Bauer meinen Weg, der versucht hatte sie anzuschieben. Natürlich funktionierte auch das nicht. Er meinte, er möge die modernen Haflinger nicht, da sei zuviel Araber drinnen. Ja, der klassische Haflinger wäre wohl noch sturer.

Gut. Strategieänderung: Ich wartete. Und wenn sie einen Schritt trat, wurde sie ausgiebig gelobt. Sie tat irgendwann tatsächlich immer wieder einen Schritt und schaute sich alles genau an. Sie war aufmerksam und auch etwas nervös. Es ist übrigens erstaunlich wie schnell sich, ob vom Boden oder von oben, Spannungen gegenseitig übertragen.

Ich versicherte ihr, stimmlich und emotional, dass alles in Ordnung ist und die schreienden Kinder, die sie nicht sah, keine Gefahr sind, dass das Hämmern aus dem Baum, nichts schlimmes ist. Und die schreienden Kinder hatten mich so unfassbar genervt. Aber es war alles okay. Ich streichelte sie langsam und bewusst am Hals. Und gab ihr Zeit. Versicherte ihr, in dem ich ruhig blieb und wartete, dass es okay ist zu warten.

Es hatte in diesem Fall keinen Sinn sie vorwärts zu treiben. Und sollte sie mich „testen“ wollen, hätte sie gesehen, dass sie damit nicht durchkommt. In diesem Falle glaube ich, war sie tatsächlich verunsichert.

Schlussendlich fasste sie Mut und ging mehrere Schritte. Die Sachen die ihr Angst machten, berührte ich mit der Gerte, alles kein Problem. Sie ging wieder weiter. Bis sie dann aufgeregt schneller wurde und wir den Weg in Normalgeschwindigkeit fortsetzen konnten. Immer wieder blickte sie hier hin, dort hin, ich ließ sie schauen. Und irgendwann wars geschafft. Dann gabs ein Leckerli. Und viel Abschnauben. Die Anspannung war weg und alles war wieder gut.

Man hätte auch umdrehen können – aber das ist nicht immer eine Lösung. Manchmal, ja. Wenn die Gefahr in den Augen des Pferdes zu groß ist, und ich als Leittier nicht ausreichend vermitteln kann, dass ich sie sicher durchbringen werde. Ich muss nicht meinen Willen durchsetzen, wenn ich selbst dabei nervös und genervt bin. Man geht einfach am nächsten Tag denselben Weg nochmal, und versucht bewusst ruhig und gelassen zu sein. Aber in diesem Falle hats geklappt. Der Galopp daraufhin war sehr schnell (Shaka ist von gemütlicher Sorte und ihr Galopp schrecklich holprig) und für eine Sekunde dachte ich mir, jetzt geht sie durch. Nein, ich hatte sie noch. Die weiteren Galopps waren ebenso schnell, und gut zu sitzen.

Er war erfolgreich, aber fordernd. Ja, man lernt jeden Tag, bei jeder Begegnung etwas neues. Sie lernen von dir, und du von ihnen. Sie lernte gestern, dass ich sie an etwas Seltsames sicher vorbei bringen kann, und ich lernte, dass ich ihr viel mehr Zeit geben muss. Aber das ist in Ordnung. Und nein, ich habe sie davor nicht durchgepeitscht, auch wenns manchmal einen Klapps gibt. Die ersten paar Male habe ich aufgegeben und sie nur mehr selten geritten. Einmal, als sie vorm Feld stehen blieb (gut, es war grad Fütterungszeit), wartete ich eine halbe Stunde und versuchte durch Kreise gehen, sie zum weitermarschieren anzuregen. Irgendwann gab sie nach – war danach wieder lammfromm und ich kürzte den Weg ab. Und einmal, als ich mit einer Bekannten nur spazieren gehen wollte, hatte ich mich, nach einer Portion Verzweiflung, dann doch drauf gesetzt, einen anderen Weg gewählt und siehe da, kein Problem.

Interessanterweise wurde ich 5x gefragt: „Ohne Sattel?“ und 5x sagte ich: „Ja, is feiner. Und sicherer. Und sie mag es auch lieber :)“ Aber nicht wegen des fehlenden Helmes angesprochen.

Und ja, ich sitze sicherer ohne Sattel. Wenn irgendwas ist, hält man sich an der Mähne fest und rutscht runter, und landet zu 90% auf den Beinen. Geht zwar mit Sattel auch, aber die Gefahr sich im Steigbügel zu verheddern, ist doch gegeben, wodurch man vorsichtiger rutscht. Aber schlussendlich geht es auch ganz viel darum, wie man sich fühlt: Fühle ich mich sicherer ohne Sattel, reite ich natürlich besser. Und jeder hat eigene Vorlieben und Präferenzen.

An dieser Stelle bitte ich Reiter und Interessierte von einem Shitstorm abzulassen. Ich lerne, jeden Tag. Vermutlich wird mir der eine sagen: Aber! Und der andere: Warum? Und der nächste: Oh mein Gott! Jeder Reiter hat seine eigene, feste Meinung und glaubt Pferdegerecht zu agieren. Auch ich. Eh klar. Deswegen, bitte kein Shitstorm.

*

Und es gibt noch was zu berichten.

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Woche #2808

Nachtrag.

Wenn man sich mit jemanden im Disput befindet, über etwas, dass einem lieb und teuer ist, sollte man wohl hinter jede Nachricht einen 😊 setzen, um zu zeigen, dass man gar nicht wütend ist und es einen gar nicht trifft und alles sowieso ok ist – weil die Konsequenzen, die aus Wut folgen, wären auch nicht die, mit denen man leben möchte und somit versucht man sich eben zu mäßigen und auch einen Schritt zurück zu treten und ab zu warten.

Aber so einfach ist das alles nicht, besonders nicht wenn man, selbst diagnostiziert, cholerisch ist. Ayayay, mittlerweile sammeln sich die Selbstdiagnosen. Dezent cholerisch, sicherlich auch teilweise ADHS habend, eine Akalkulie (Rechenschwäche, Umgang mit Zahlen gestaltet sich schwierig) lässt sich sicher auch noch finden, Misophonie auf jeden Fall (Geräusche! Knistern, Trommeln, Murmeln, Kaugeräusche!) und natürlich, meine Links-Rechts-Schwäche, die manche Dinge, wie Autofahren, gar nicht so leicht machen. Maushand, Tastaturhand ergibt dafür Sinn. Ergibt das für irgendjemand ein Muster?

Ah! Und eine gewisse kommunikative, soziale Inkompetenz: Ich hatte also einen neuen Zahnarzt angerufen (ich hasse es so sehr mit fremden Leuten zu telefonieren) um einen Termin auszumachen und brauchte mehrere Minuten und Anläufe meine Telefonnummer korrekt anzugeben, die ich zwischendurch x Mal vergessen hatte, wieder falsch angab bis es irgendwann geklappt hat – oder auch nicht. Vermutlich stimmt wieder irgendwas nicht. Erkennt hier jemand ein Muster?

„Internet-Krankheit. Zig selbst diagnostizierte Scheiße und eigentlich bist nur krass verplant und konzentrierst di nit genug!“ Danke, das wirds sein.

Anyway. Ich versuche mich also in Freundlichkeit und Schlichtung anstatt Streit und Wahnsinn. Das ist ein gutes Zeichen. Madame (8) meinte, warum ich denn nicht in Nachrichten an sie so freundlich sein könnte (als ich ihr ein Beispiel schickte, zu wie viel Freundlichkeit ich fähig sein kann) und ich meinte, es reiche aus, wenn ich zu den Leuten freundlich bin, die nicht mag oder es sein muss, weil gesellschaftliche Normen und Konventionen das so wollen – da wolle ich doch bei Leuten die ich mag, so sein können wie ich tatsächlich bin.

(8): „Und freundlich sein ist nicht Teil dessen wie du bist? LOL“
Ich: „Nein, ich bin keine freundliche Person.“
(8): „Und Stattdessen?“
Ich: „Ein ‚verantwortungsloser Schlechtmensch ohne Zivilcourage‘ D“ *

* Meinte einst ein junger Mann zu mir und erklärte hinter her, er wollte mir damit imponieren. Running Gag since 2009. Plot Twist: Madame (8) war mit gemeint.

Aber ja, die Freundlichkeit. Man hat auch nicht immer Lust freundlich zu sein. Ich hege großen Respekt vor all den Menschen im öffentlichen Dienst, die jeden Tag mit Smiley-Face herum laufen (müssen), obwohl sie alles zutiefst ankotzt. Ich könnte das nicht. Ich würde wohl tatsächlich entnervt explodieren, alles hinschmeißen und den Laden anzünden. Moment, lässt sich da eine gewisse Neigung zur Soziopathie erkennen?

Jedenfalls: 😊 😊 😊 Die drei Lebensretter. Ob sich das dann subversiv ins Unterbewusstsein schleicht? Man soll ja auch gelassener sein, wenn man Botox spritzen lassen hat, weil der mürrische Ausdruck blockiert wird. Hat jemand zufällig 300€ übrig? Botox statt Antidepressiva (nein, ich nehme keine, verurteile aber auch niemanden der damit angenehmer durchs Leben kommt) – wäre sicherlich sinnvoller: kein aufgeschwemmtes, sondern ein glattes Gesicht und es gibt keinen Filter, der sich über Emotionen legt, sie werden einfach weniger transportiert. Win Win. Gut. Botox ist nach wie vor Gift, AD aber auch, wenn wir uns ehrlich sind. Ein Waldspaziergang wäre also viel sinnvoller! Kenntnisse in Pyrotechnik aber auch.

Kurz darauf wollte ich, weil Montag war und mich alles so unfassbar genervt hatte, und ich obendrein Zahnschmerzen hatte und die Schmerztabletten nicht wirkten, einen Amazon-Frustkauf tätigen. Und natürlich werden die vergünstigten Ms Marvel- und Rocket-Racoon Comics von Zweitanbietern nicht nach Österreich geliefert. Natürlich nicht! Lustigerweise wird GAR nichts nach Österreich geliefert, was ich mir bestellen wollte, auch nicht „Populismus für Anfänger“, welches auf Twitter empfohlen wird.

„Was is denn heut bitte falsch mit der Welt?“ schrieb ich auf Twitter und wurde ignoriert. Wo liegt der Sinn darin? Achja, dazu ist gerade ein Beitrag in Arbeit. Ja, meine lieben Leser – ich verspreche euch baldigst neue Gotham-, und Timeless-Reviews. Und Auskunft über den Fortgang von Aberration und Ragnarok (Ark Survival) – mit tollen Screenshots. Mittlerweile wurde auch der erste Boss besiegt, die Broodmother. 7 Rexe von 15 mussten ihr Leben lassen. Rest in Peace, Soldiers, you served your masters well. Und vielleicht eine Zusammenfassung von Supergirl. Supergirl ist wirklich großartig. Es wirkt zwar teilweise wie 90er Jahre Trash, aber es ist wirklich großartig. Eine Art Feel-Good Serie, aber nicht aufdringlich. Wusstet ihr, dass bei CatCo über 90% Frauen in Führungspositionen sind? Ich auch nicht!

Und ja, ich weiß, Amazon ist böse und ich sollte in eine Buchhandlung gehen und drei Wochen warten, weil niemand englische Comics verkauft und die erst bestellt werden müssen. Vermutlich bei Amazon. Ja, Amazon und Google und Co sind eben die großen Firmen und nein, es gibt keinen Wettbewerb mehr. Amazon und Google werden so lange das Zepter in der Hand halten, bis irgendwann, irgendwer den Stecker der Oasis zieht und uns zwingt wieder im 18. Jahrhundert zu leben. Der Gedanke, zwangsläufig gebären zu müssen (oder im Kindbett zu sterben), möchte man nicht Keusch leben, erschreckt mich dabei am meisten..

Zumindest war die Shaka gestern brav und motiviert zu gehen. Shaka ist der Haflinger, der gerne stehen bleibt. Um Shaka kümmerte sich letztes Jahr niemand und bis Dorena wieder da ist – und sollte sich niemand finden, kümmere ich mich derweil um sie. Und auch wenn sie den Marshmallow-Test noch nicht bestehen würde, halte ich sie für sehr intelligent.

Nun, sie bleibt gerne stehen. Auch für 30 Minuten. Oder mehr. Ist ihr wurscht. Geht zwei-drei Schritte zum nächsten Grasbüschel und das wars. Und belustigt damit alle Zuschauer um sich herum: „Will er nit, ha?“, „Musst di durchsetzen!“ Fehlt nur mehr: „Tierquäler! Wenns nit will, dann wills nit!“ Und sie ist eine Dramaqueen sondergleichen: Man sitzt auf ihr, die Zügel nicht berührend und ihre Mimik sagt: „NA GEH BITTE, SCHAUTS WAS SIE MIR ANTUT!!! GEHEN MUSS ICH!! GEHEN! VOM GUTEN GRAS WEG!!! ZU HILF!“ Nein, sie hat keine Schmerzen. Sie will einfach nicht. Ist aber ok. Ich will auch nicht jeden Tag das tun, was von mir verlangt wird. Gestern war sie dafür motiviert und brav, ging gut im Galopp (der so schrecklich hart und holprig ist, selbst ohne Reitpad) und wieherte kein einziges Mal – was sie manchmal tut, um die anderen zu rufen. Es gefiel ihr. Und heute hat sie frei. Ich werde Holzspäne aus meinem Strick zupfen und den Tieren beim grasen zu sehen. Bonding-Time und Teil der Herde sein ist ebenfalls wichtig. Bis mich die Fohlen im Übermut überrennen und ich an Ort und Stelle sterbe.

Und ja, ich akzeptiere eh schon ihre Meinung, dass wir keinen Sattel und Pad mehr verwenden weil sie Gurte nicht mag. Irgendwie mag kein Pferd Gurte kommt mir langsam vor. Und seitdem geht sie aber auch brav. Abwärts gehn wir zu Fuß, damit sie lernt, dass man auch spazieren gehen kann. Vielleicht kennt sies einfach nicht. Manche andere Leute sind der Ansicht, dass Pferde manchmal gern ihre Menschen tragen. Eh, wenns heimgeht und der Mensch zu langsam ist.

Die Zahnschmerzen sind heute übrigens nicht mehr da. Nachts noch. Jetzt nicht mehr. Das bedeutet, dass ich nicht in die Uniklinik muss. Und niemand zu mir sagen wird: „Wir müssen Ihnen mitteilen, dass sich ein Wurm eingenistet hat und somit müssen alle Zähne raus. Nein, die Krankenkasse übernimmt das nicht. Was, Sie sind nicht auf Zahnwürmer versichert? Ohh.“

Zahnwürmer!

Aktueller Ohrwurm:

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Almfeeling, 2018

Selige Ruhe und Harmonie. Stille und Frieden. Bis auf das vereinzelte Läuten der Kuhglocken, oder den immer wieder durchquerenden Autos, den Rufen der Sportbegeisterten jeden Alters, die mit E-Bike oder zu Fuß, schnaufend und fluchend, oder via Mountain-Bike strampelnd dem Volkssport frönen.

Nein, das Almleben ist keine Flucht in die Einsamkeit. Im Gegenteil. Ein Hort für Touristen und Laufsteg diverser Sportartikelhersteller.

[2018 verfasst]

Als vorletzten Dienstag die Pferde auf die Alm gebracht wurden, wurde es allmählich Zeit sie zu besuchen. Der Tag begann kühl und es wurde nie unerträglich heiß. In meiner Phantasie tollte bereits eine Fury-Szene über saftige Wiesen: Wenn Madame mich sehen wird, wird sie auf mich zustürmen und uns vor Tiroler Killerkühen beschützen, die sich uns bei unserer Flucht in die Wildnis in den Weg stellen, bis wir abstürzen und gemeinsam sterben. Oder so. Oder ich fürchtete sie werde weglaufen.

[Anmerkung: Nein, solche Szenen passieren nicht. Pferde kommen auch ohne uns Menschen super zurecht. Und diese 3-4 Monate Auszeit sei ihnen wohl gegönnt. Und trotzdem ist viel zu viel los, als dass sie tatsächlich wirklich Ruhe hätten.]

Wir erwischten die Tiere wohl gerade zur Mittagsruhe, die Hälfte lag dösend und schlafend am Boden. Ganz gleich, wie viele Menschen zwischen ihnen rumtrampeln oder sie streichelten. Alle waren tiefenentspannt und im puren Urlaubsfeeling, so wie wir Menschen, wenn wir am Strand liegen, lesen und in Gemütlichkeit zerfließen

[Ich erinnere mich tatsächlich noch daran, es war der erste Besuch. Auch an den zweiten, und den dritten. Und den Besuch in diesem Jahr, 2019. Wie vieles sich dazwischen getan hat..]

Trotzdem, so kann man sagen, freuten sie sich, gekrault, gestreichelt und umschmust zu werden. Nachdem die beiden Jungtiere erwacht waren, taten sie das, was sie immer taten: dem Menschen folgen, sich gegenseitig wegdrängen und versuchen mehr gestreichelt zu werden. Madame musste mich ein paar Mal vor fremden Pferden, deren Neugier geweckt wurde und (vermutlich) ebenfalls gerne gestreichelt werden wollten (wie eine große, Respekt einflößende aber sanfte Norikerstute) beschützen. Die Fohlen waren zutraulich, auch die Fremden und den Müttern war es offenbar gleich, dass irgendwer ihre Kinder betatscht.

[Sie sind auf der Alm generell zutraulich; trotzdem sollte man sich fremden Pferden nicht einfach so nähern. Wenn sie zu einem kommen, mit aufgestellten Ohren und neugierigen Augen, kann man durchaus die Hand hinstrecken und sich beschnuppern lassen. Allerdings kann es durchaus sein, dass sie von einem Ranghöheren Pferd vertrieben werden und wenn der Mensch grad im Weg steht, tjo, pech. Deswegen: Vorsichtig sein!]

Auch Madames Freund, der schwarze Wallach [der im darauffolgenden Jahr an einer Kolik verstarb], stand in der gemischten Herde – doch zu meiner Enttäuschung grasten sie nicht (ständig) beieinander; glaubte ich doch eine Liebesgeschichte im Frühjahr beobachtet zu haben, denn wann immer ich an seiner Wiese vorbei geritten bin (die er sich mit einem Haufen neugieriger Kühe teilt), hatten sie sich erfreut angeschnaubt und die Nüstern aneinander gestubst. Am liebsten wäre er mit uns gelaufen.

[Die letzten Male übrigens, hat er sich nicht für Madame, sondern für die jüngere Gefährtin mit der durchaus längeren Mähne interessiert. Madame war nicht begeistert davon.]

Der Tag endete mit Knödelsuppe und zuviel Pago-Fruchtsaft, einem mühseligen Abstieg, gefolgt von einer guten Portion Nachmittags-Schlaf. Ich hoffe, sie alsbald wieder besuchen zu können.

Und wären die Menschen nicht, würde mich man wohl im Sommer in trauter Einsamkeit auf einer Alm finden können.

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Woche #1106

Kein Lebenszeichen, keine Nachricht, nichts. Meine Tasche bleibt verschollen, im nächsten Mülleimer, das Buch im Dreck und meine Jeans (die mir so gut gepasst hatte), wer weiß, was mit meiner Jeans passiert ist. Und das Notizbuch, in welchem ich von einer „Realität“ berichtet habe, die sich selbst „defragmentiert“, ob es irgendwer zu Einweisung meinerseits auf die Geschlossene missbrauchen wird? Und den bunten Socken. Was wohl aus meinen Socken geworden ist? Das Ladekabel wird sicher Verwendung gefunden haben. Und wer weiß, vielleicht hat The Expanse nun einen Fan mehr? Ich werde die schreckliche, grausame und schmerzhafte Tatsache, dass meine Tasche und deren Inhalt für immer verloren sein werden, wohl akzeptieren müssen. Für immer und ewig. Rest in peace, old friends, rest in peace…

*

Das Wetter ist beständig und warm. Gewittrig und Wolkig. Bis zu 30 Grad können gemessen werden und wer mehr über Wolken wissen will, der siehe hier:

Quelle, mit Erklärung: Fredersdorf Wetter

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Die Pferde befinden sich seit gut einer Woche auf der Alm, in Freiheit, fern vom Menschen und dessen wollen und tun. Ich hoffe sie dieses Wochenende besuchen zu können. Und ich hoffe, ich finde sie. Die Alm ist groß, mit vielen neugierigen Pferden. Bei ihrer Ankunft hatten sich die Haflinger sogleich in einer Herde zusammen gefunden und die Gescheckten und Braunen zu einer eigenen. Und ich muss gestehen, mittlerweile zöge ich es sogar in Betracht neben einem Isländer (die ich noch nie geritten bin, aber unbedingt haben möchte) mir auch einen Haflinger anzuschaffen, hätte ich die finanziellen Mittel dafür. Vor einem Jahr vertrat ich noch die Meinung: „Haflinger? Die biestigen Zicken? Wtf? Niemals!“ Ganz gleich wie abfällig über sie geredet wird, wie „A Haflinger? Isch ka richtigs Pferd!“ oder auf die Antwort der Frage, welche Rasse man denn habe, nur abgeschätzige Blick erntet, denn Haflinger sind in den Augen vieler nichts weiter als Ackergäule. Ich würde mir einen Alpenmustang kaufen. Ja, ich nenne sie Alpenmustangs.

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Vor einigen Tagen stellte sich mir die Frage, ob ich tatsächlich einen Film anschauen könnte, in welchem Dinosaurier(!) sterben, wie man im Trailer zu Jurassic World: Fallen Kingdom sehen konnte. Sicherlich, die Menschen versuchen sie zu retten, offenbar, trotzdem werden viele in den Tod stürzen. Hat wer den Film gesehen? Überleben Blue (der Raptor) und die Rex-Dame aus dem Original (aus den 90ern)? Wenn ja, dann schaue ich mir den Film an.

Andererseits müssen selbst in Ark Survival Dinosaurier durch meine Hand ihr Leben lassen (verdammte Doppelmoral). Allerdings nur die bösen Fleischfresser, die jene auffressen (wie Pferdchen und so), die ich gewaltlos zähmen mag. Oder Low-Levels, sodass bessere, stärkere und schnellere Dinosaurier spawnen können! Und in Jurassic Park: Fallen Kingdom werden (vermutlich) auch keine neuen geboren, insofern… eine schwierige Frage.

Und! Wenn wir gerade dabei sind: OMG!!! Ich hoffe, sie haben die Typen die Enderal gemacht haben, engagiert. Andererseits fürchte ich etwas Monotonie. Trotzdessen: Yay! Auch wenn es vermutlich noch Jahre und zwei bis drei leistbare GraKa-Generationen entfernt sein mag..

Andere Firma, ich weiß, aber was ist mit Half-Life 3?

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Summerdreams

Vor wenigen Tagen hatte ich die Möglichkeit ein paar jener Erinnerungen fest zu halten, die mir vieles andere, was einst meine Prioritätenliste dominierte, als nichtig erscheinen lassen. Gleichzeitig war es wohl (vermutlich) die letzte Möglichkeit, nochmal einmal in diesem Sommer frei übers Feld zu fetzen.

Denn als ich gestern auf der Wiese stand und das hintere Stück der Mähne flechten wollte, was beim Reiten ohne Sattel und kurzen Hosen manchmal doch störend sein kann, bemerkte ich, dass sie sich wieder mal ein Eisen abgetreten hatte. Keine gemütlichen Abendausritte mehr. Und Dienstag gehts auf die wohlverdiente Alm. Aber das ist okay, ich verbringe auch so gern Zeit mit ihr.

Anmerkung, bevor sich in den Kommentaren ein Shitstorm wiederfindet – und dies passiert in Pferde-Foren ganz ganz ganz schnell. Unfassbar schnell.

Ich reite ohne Helm, da ich den passenden noch nicht gefunden habe und es fahrlässiger finde, mit einem schlecht sitzenden zu reiten als ohne. Außerdem bin ich volljährig und entscheide selbst, wie ich reite. Es obliegt einzig und allein in meiner Verantwortung. Weder die Besitzer noch sonst wer, können dafür belangt werden, sollte mir irgendwann mal was passieren. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit größer, bei einem Verkehrsunfall oder beim ausrutschen im Bad zu sterben. Ich mag zwar leichtsinnig sein, bin aber trotzdem vorsichtig: Wenn ich etwas als unsicher empfinde (Boden, Umgebung, Tagesverfassung), steige ich ab und führe sie.

Ja, sie kann/darf ohne Sattel geritten werden, der TA (und die Besitzer) gaben ihr Ok. Ihr Rücken ist gut bemuskelt und sie selbst mag eigentlich keine Sättel; denn versucht man auch nur andeutungsweise einen aufzulegen, zeigt sie deutlich Unwillen. Das Brockamp-Reitpad duldet sie zwar, aber am liebsten ist es ihr ohne allem. Und ja, wenn sie nicht will äußert sie dies auch mal mit Buckeln und Bocken. Beispielsweise am Reitplatz bei Reitstunden (aber da müssen wir durch) oder früher eben auch mit Sattel. Seit ich sie jedoch ohne Sattel reite beziehungsweise mit dem Reitpad.. nichts. Keine Unart mehr oder sonst was. Und sie könnte mich abwerfen, ganz locker. Und das weiß sie, immerhin hat sie mich schon mal abgeworfen. Aber sie tut es nicht und zeigt auch sonst keinen Widerwillen. Ich schließe also daraus: Es ist in Ordnung für sie.

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