Archiv der Kategorie: Kritik und Rezension

Kritik und Rezension zu Buch, Film, Musik und Zeugs

„Name Your Genre“

Miss Booleana startete eine interessante Blogparade: Unser ganz persönliches Genre. Und das bedeutet:

Wenn es um Filme geht, hat ja jeder so ein „Ding“. Etwas, dass sich schwer in Kategorien und die typischen Genres einordnen lässt. Das ist nicht nur Komödie, Drama oder Actionfilm, sondern spezieller. Na eben so euer persönliches Ding.“

Die Regeln:

  1. Griffiger Name
  2. Mindestens 5 Filme

Bei Regel Nummer 1 mag ich zwar scheitern, dafür gibt es gleich drei Genres mit jeweils (mindestens) 5 Filmen.

1. „Kreaturen und Tierchen“

Ganz gleich, ob Dinosaurier in Transformers 5 und Jurassic World oder putzige Pokémons in Star Wars – The Last Jedi das Herz erobern; der Xenomporph mehr Empathie empfängt, als die beteiligten Menschen oder das Alien Calvin (Life) sofort verteidigt und dessen Handlungen mit Logik gerechtfertigt werden. Seien es Critters, Gremlins, Sandwürmer oder Drachen. Ganz gleich. Es sind (früher Puppen- heute) CGI (!) – Kreaturen, die mir das Herz stehlen. Sollen 1000 Menschen in einem Film sterben, wehe aber der Regisseur lässt das arme Hündchen krepieren. Ein Film, in dem CGI-Tiere gequält werden? Keine Chance. Ich zweifle daher, ob ich mir Jurassic World 2 ansehen werde. Immerhin stürzen mehrere Dinosaurier in den Tod..

Kurzum: Ein Film gewinnt an Unterhaltungswert (und/oder lädt zum Mitfühlen ein („Aber die armen Tiere!!“)), wenn ein putziges, hässliches, hübsches oder garstiges CGI-Tierchen bzw. eine Kreatur über die Leinwand hüpft. Und aus welchem Grund auch immer, der Mensch hat Schuld und das Tierchen ist immer gut und Opfer seiner Umstände. Auch das Alien wollte nur sein Überleben sichern, aber nein, die Menschen müssen ja dazwischenfunken.

1. „Sinnlose und besonders schlechte Katastrophenfilme“

Ich liebe BMovies. Ich bin ein Fan der schlechten aber mit Liebe zum Detail versehenen Filmkunst der 1970er und 1980er. Und genau so schlecht, wenn auch sicherlich mit weniger Liebe kreiert, dürfen „meine“ Katastrophenfilme sein, sofern eines gegeben ist: Bauwerke der Menschheit sollen binnen weniger Sekunden zerstört und diese Sekunden minutenlang mit brachialem Sound und enormer Rechenleistung ausgekostet werden. Bis der letzte Wolkenkratzer umstürzt oder das letzte Haus vom Wind weggefegt wird. Außer bei der Enterprise, da empfinde ich tiefe Trauer, zerstört man sie sinnlos bei irgendwelchen Gefechten. Ich meine, die Enterprise. Zerstört doch die ISS, aber nicht die Enterprise.

Beispiele: Geostorm oder Armageddon oder The Day after Tomorrow, Deep Impact, Independence Day, Twister – und so weiter. Und ja, manche sind tatsächlich wirklich grottenschlecht. Trotzdem, dafür wurden gute Rechner gebaut: Um das Ende der Welt in all seiner Herrlichkeit zu ästhetisieren und gegebenenfalls zu zelebrieren. Solange kein Tier verletzt wird.

1. „Mindfuck“

Ob ihrs glaubt oder nicht, aber ich habe bereits kurz vor der Jahrtausendwende von „Mindfuck“ als einem neuen Genre gesprochen. Mittlerweile ist es weit gebräuchlicher als damals; doch gerade um die Zeit sprach man von Memento, 12 Monkeys, Mullholland Drive, Fight Club und auch The Machinist. Auch American Psycho und Minority Report werden oft genannt, gehören aber eher zur verträglichen Sorte.

Der Nachteil an solchen Filmen ist: Der Überraschungseffekt wirkt nur einmal. Weiß man bereits worum es geht, kann man sich den Film noch zwei-drei Mal aufgrund der hervorragenden Machart ansehen, aber dabei bleibt es auch. Die meisten Vertreter findet man, laut Recherche, tatsächlich um die Jahrtausendwende. Was passierte, dass „Mindfuck“ außer Mode geriet? Wobei man natürlich auch Black Mirror dazu zählen könnte..

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„Black Mirror“, S04E02

„Arkangel“ heißt die zweite Folge der vierten Season und zeigt was passiert, wenn man Helikopter-Eltern Zugang zu gewissen Technologien gibt und veranschaulicht die Konsequenz, möchte man jeden Tritt und jedes Wort des Kindes verfolgen und unter Kontrolle haben.

Alles beginnt wie gewöhnlich: Eine Geburt, ein sauberer Kaiserschnitt, ein Spaziergang im Park, ein bellender Hund, eine verängstigte Mutter. In der Nähe eine süße Katze mit Halsband. Die Mutter unterhält sich, das Kind rennt irgendwo rum – und verschwindet. Der Horror aller Eltern. Nach ein paar Stunden taucht das Kind auf: Sie folgte der Katze.

Und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Arkangel heißt die Firma und das Produkt, welches zwar noch in der „Trial Period“ ist, sei trotzdem „save“ und „fully tested“. Und das beste? Es ist kostenlos!

Ein kleiner Stich ins Gehirn – das Kind bleibt still und die Mutter wird in alle Funktionen eingeweiht. Auf einem Tablet wird angezeigt, wo sich das Kind befindet, was das Kind sieht und wenn es etwas nicht sehen soll, dann lässt sich das verpixeln, sprich ausblenden. Oh, und übrigens der Eisenhaushalt ist niedrig.. Kurz: eine Rundum-Kontrollfunktion.

Das Kind wird älter, der Hund bellt (verpixelt) und als einer der Buben in eine Schlägerei verwickelt wird und blutet, erkennt sie Blut nicht. Er versucht es ihr zu erklären und spielt Gewaltvideos ab, die sie aber ebenso verpixelt sieht. Auch als sie Blut malt, verpixelt es – sie sticht sich mit dem Bleistift in die Hand und auch dort sieht sie alles verschwommen. Sie wird panisch und attackiert die Mutter. Aber auch deren Blut sieht sie nicht.

Die Lösung liegt auf der Hand, denn auch die Mutter weiß, dass sie einen, vielleicht auch zwei Schritte zurücktreten muss.

Das Implantat lässt sich nicht mehr entfernen (wtf?), aber immerhin könne man das Tablet in den Schrank stellen und alle Funktionen deaktivieren. Das Kind darf folgend ohne Überwachung auf die Straße und freundet sich mit dem Buben an. Er zeigt ihr Porn und wie Terroristen Beine absägen oder Köpfe abschlagen.

Und als die Tochter nicht ans Telefon geht, kann es die Mutter nicht lassen und holt das Tablet aus dem Schrank.

Kritik

Natürlich ist es unrealistisch, dass ein Kind bis zum Schulalter nie einen Unfall oder sich Verletzungen zugezogen hatte, aber es geht ja um die Idee dahinter.

Und die Folge spricht natürlich viel mehr an, als wie nur die übertriebene Fürsorge der Mutter. Ebenso wird der leichte Zugang zu Medien kritisiert (Ein Seitenhieb dahin, dass Kindern der Zugang zu Gewalt dank Internet deutlich erleichtert wird und vielleicht ein Argument für die Legitimation kompletter Überwachung?) und auch die Beeinflussung von Teenagern durch Pornographie. Vielleicht bewerten aber auch nur wir gewisse Verhaltensweisen und Vergehen anders, da wir unsere eigenen, jugendlichen Sünden als harmloser empfinden – weil „damals war es anders“? Auch legt die Serie den Gedanken nahe, dass nicht nur der Ausschnitt, sondern das Gesamtbild wichtiger ist, welches aber nie auf einem kleinen Tablet zu sehen ist, entfernter lässt sich dies auf die Medien übertragen.

Doch gerade durch den einfachen Zugang zu gewissen Inhalten, fühlen sich Eltern darin bestätigt, ihr Kind zu überwachen und behütet aufwachsen zu lassen, wie dies eben in ihrer Kindheit der Fall war. Sie wollen dieselbe Sorglosigkeit und vergessen dabei, dass das in der Form nicht mehr möglich ist. Heute lesen sie private Nachrichten der Kinder und/oder sperren gewisse Apps. Natürlich gab es auch früher Eltern, die regelmäßig in den Tagebüchern ihrer Kinder gestöbert hatten und ein Privatleben bis zum Auszug unmöglich gestalteten. Trotzdem, die Intensität scheint dank vielfältiger Möglichkeiten zu zunehmen.

Die Episoden der vierten Season sind weniger extrem wie die ersten zwei und auch „Arkangel“ ist allgemein verträglicher als manche andere. Fast schon banal, der Schauer über dem Rücken bleibt aus, auch wenn das Verhalten der Mutter immer wieder zum Kopfschütteln anregt – worin vielleicht, wenn man so möchte, die Stärke dieser Folge liegt: Nicht die Technik, sondern das Verhalten der Menschen rückt ins Zentrum.

Übrigens, auch diese Folge ist nicht so weit aus der Realität gegriffen. Das Produkt nennt sich Angelsense und lässt das Kind via GPS-Tracker jederzeit orten. Thx Reddit.

PS: Jodie Foster führte bei dieser Folge Regie.

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #79 + #80

Die besten, noch lebenden Schauspieler und Schauspielerinnen. Diesmal am Freitag, und nicht Donnerstags.

Zugegeben, ein schwieriges Unterfangen – denn es stellt sich auch die Frage, wie voreingenommen man ist. Persönliche Statements der Schauspieler, wie auch der „Fuckable“-Faktor spielen eine gewisse Rolle. Weiß ich, dass Schauspieler XY Scientology angehört, werde ich ihn (oder sie), ganz gleich wie gut er (oder sie) objektiv ist, verachten und verschmähen. So sind wir Menschen eben, und da das „beste“ immer noch eine sehr subjektive Einschätzung ist..

Auch sind jene, die nicht mit dem gängigen „Schönheitsideal“ konform gehen, die oftmals Glaubwürdigeren, sprich „Charakter-Darsteller“, wie bspw. Steve Buscemi (ordne ich trotzdem unter „Fuckable“ ein) im Gegensatz zu einem Leonardo DiCaprio, der, als Kinder- und Jugenddarsteller gefeiert, sich nach Titanic wieder neu beweisen musste (den ich allerdings nicht zu „Fuckable“ zählen würde). So oder so, eine objektive Wahl zu treffen ist schwierig, für alle Geschlechter – denn die Sympathie wiegt mit. Eine Jennifer Lawrence wird immer kritischer beäugt als eine Natalie Portman.

Wenn man sich diverse Besten-Listen vor dem Weinstein-Skandal und dem zugehörigen Rattenschwanz ansieht, befinde sich sicherlich auch Kevin Spacey unter den ersten fünf oder zehn – der dann aber durch die ans Licht gekommenen Missbrauchsfälle aus seiner eigenen Serie (House of Cards) geschrieben und aus All the Money in the World gestrichen und ersetzt wurde. Die Frage, ob die schauspielerische Leistung, die er durchaus erbrachte, ignoriert werden muss bzw. soll oder eben nicht – ist durchaus berechtigt, wenn auch nicht leicht zu beantworten. Und nachdem #metoo erst am Anfang ist und das eine oder andere Fehlverhalten sicher noch Tage befördert wird, werden wir sicher noch öfters dieser Situation gegenüber stehen.

Also gut. Ab zur Liste:

Schauspieler

Ich tat mir wirklich schwer. Sehr schwer.

  1. Christian Bale: Spätestens seit American Psycho weiß man, Christian Bale überliefert was gefordert wird. Und als Patrick Bateman war er verdammt überzeugend, fast zu überzeugend.
  2. Benedict Cumberbatch: Auch Sherlock wurde vom Typcasting eingeholt, denn Dr. Strange und Khan sind intelligent, aber auch arrogant, übermächtig und doch sympathisch. Nichtsdestotrotz ein genialer Schauspieler.
  3. Michael Fassbender: Ich weiß nicht, ob es für oder gegen einen Schauspieler spricht, bei dem immer wieder der Gedanke aufkommt: „Moment, den kenn ich doch.“ Michael Fassbender war für mich so jemand, den und dessen Schauspielerei ich immer wieder „neu“ entdeckte und positiv überrascht war.
  4. Leonardo DiCaprio: Man muss es leider sagen, der Mann spielt gut. Er ist in seinen Rollen überzeugend und die schrecklichen Erinnerungen an Titanic liegen mittlerweile auf dem Meeresgrund (Wow. Welch schlechter Wortwitz).
  5. Es ist unfassbar, wie schwierig es ist, wirklich eine Reihung vorzunehmen und dabei objektiv zu bleiben. Platz fünf gilt also dem ganzen Rest, den ich trotzdem erwähnen möchte, ganz gleich, ob „Fuckable“ oder nicht: Tom Hardy, Tom Hiddleston, Jake Gyllenhaal, und Domhnall Gleeson, ein Weasley. Und natürlich auch: Hannibal Lector himself und zwar in zweifacher Ausführung, Anthony Hopkins und Mads Mikkelsen.

Schauspielerinnen

Und ich dachte bei den Schauspielerinnen fiele es mir leichter. Falsch.

  1. Michelle Williams: ihre Qualitäten waren bereits bei Dawsons Creek erkennbar. Ich sah mir letzthin mit Madame (8) die erste Folge an. Unsere Reaktion, die ca. 40 Minuten hielt, war: „Bist du deppat, wtf?“ und „Aber… warum?“ Ja, warum schauten wir uns damals Dawsons Creek an? Ich weiß es nicht. Lief nichts anderes? Trotzdem waren wir uns einig, dass Michelle Williams schon damals den anderen Meilenweit voraus war und mittlerweile zurecht Indie-Queen genannt werden darf.
  2. Keira Knightley: Keira hat einfach das besondere Etwas. Es gibt keinen Film, in dem sie deplatziert oder seltsam wirkt. Und Kostümfilme liegen ihr einfach.
  3. Helena Bonham Carter: Ohne Worte. Eine großartige Schauspielerin in hervorragenden Filmen.
  4. Evan Rachel Wood: Als Teenager in Thirteen bereits glaubwürdig, war sie lange Zeit nur als Freundin von Marilyn Manson in den Medien präsent. Spätestens seit Westworld dürfte sie jedem ein Begriff sein. Westworld Season 2 startet vermutlich im Sommer 2018.
  5. Auch genannt werden möchten: Winona Ryder, Cate Blanchett, Charlize Theron, Carrie-Anne Moss, Tilda Swinton, Millie Bobby Brown, Tatiana Maslany und Saoirse Ronan. Vermutlich habe ich die besten vergessen.

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„Black Mirror“, S04E05

Folge 5 entführt uns gleich zu Beginn in eine schwarz-weiße post-apokalyptische Szenerie. Es gibt keine Einführung, kein langes drum herum. „Metalhead“ ist mehr Kunstfilm als eine Serien-Folge, was sich in der Kürze von 40 Minuten sowie der Kameraführung und des künstlerischen Stils bemerkbar macht. Es ist so, wie eine Kurzgeschichte sein soll: Eine Episode, die sich vielleicht in ein größeres Ganzes fügen ließe aber dennoch für sich alleine steht.

Drei Personen sind auf der Suche nach etwas. Sie besitzen eine Nummer und stürmen ein Lagerhaus, während der dritte versucht via Zahlenkombination ein Auto zu knacken. Als bald sie die Kiste mit der entsprechender Nummer gefunden haben, werden sie angeschossen. Ein kleines Roboter-Tierchen hüpft herab und macht fortan Jagd auf die Menschen.

Und das ist sozusagen der Inhalt der 5. Folge. Das Tierchen ist überaus klug, selbstständig, lädt sich alleine auf und kann sich seiner Umgebung anpassen. Es kann Gegenstände in seine Griffel nehmen und Türen aufmachen. Daneben schießt es Tracker in das Fleisch des gegenüber, sodass es die Menschen finden und vernichten kann.

Allerdings interessierte mich auch die Umgebung und warum die Tierchen Jagd auf Menschen machen, in Lagerhäusern warten/bzw. diese auf Leben und Tod verteidigen und die Menschen sich offenbar irgendwo verstecken müssen – was aber nicht erklärt wird. Zumindest gibt es noch fließend Wasser in den Häusern, was darauf hindeuten kann, dass die Auseinandersetzung erst kürzlich begonnen haben musste. Als Automobile gibt es Elektro-Autos.

Die Überlegenheit der Technik wird demonstrativ und sehr ästhetisch in Szene gesetzt – wenn auch etwas langwierig zu beobachten. 40 Minuten fühlen sich wie fast 1,5 Stunden an. Aber die Idee dahinter ist interessant und regt natürlich zum Nachdenken an: Mensch vs. Maschine. Auch bemerkenswert ist, dass eine über 40jährige Frau die Hauptrolle spielt.

Inspiriert wurden die Macher durch Roboter-Videos von Boston Dynamics. So gesehen ist die Vision dieser Folge wirklich nicht weit von der Realität entfernt, bis vielleicht auf das bedingungslose Auslöschen von Feindobjekten und der Selbstständigkeit. Auch lesenswert: Kommentar bei Vulture.

Offtopic

Wenn ich mir die Roboter-Tierchen (danke Asimov fürs Verniedlichen von Robotern) ansehe, denke ich mir: Man sollte mit vierbeinigen Robotern Wettbewerbe und Turniere veranstalten, die in klassischer Dressur und Westernreiten gecoded und abgehalten werden und physisch in der Lage sein müssen, die gestellten Aufgaben/Figuren zu bewältigen – und die während der Vorführung auch selbst geritten werden. Das wäre doch interessant, nicht? Gewertet werden dann: Technik des Tierchens (also physische Ausübung der Figuren), Sitz des Reiters (auch der Reiter wird bewertet) und wie die Tierchen gesteuert werden (keine Fernsteuerung, das wäre zu einfach) – was dann via Konsole oder irgendwelchen Hebeln und Knöpfen geschähe, oder so. Die Idee ist noch nicht ganz ausgereift – vermutlich, weil die Roboter-Tierchen die Aufgaben sofort bestehen würden, bzw. der Code sich herumsprechen würde, und so weiter – man müsste dann also von einem komplett anderen Ausgangspunkt ausgehen. Wie, XY ist zeitlich begrenzt oder YZ  darf nicht verwendet werden, und so weiter. Aber die Idee fände ich irgendwo nett.

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„The Walking Dead“, S08E05

Wir befinden uns wieder in der postapokalyptischen Zombiewelt und fragen uns: wie erging es dem Priester derweil, nachdem der Angriff gegen Negan zwar irgendwo erfolgreich, aber noch nicht zum gewünschten Ziel geführt hatte.

Und während ich Korrektur lese, fällt mir auf, könnte man irgendwo dezent einen philosophischen Unterton in der Geschichte sehen: Während Negan tötet, und Gregory versucht das Töten zu vermeiden, tötet „King Assface“ sein Volk, in dem es für ihn sterben darf. Negan versklavt sein Volk und beschützt sie dafür. Es wird auch verdeutlicht, wie unterschiedlich Begründungen und Ansichten im Bezug auf das „richtige“ sind. Negan möchte den Menschen über ihre Schwächen hinweg helfen und Gabriel will das auch, nur auf unterschiedlichem Weg. The Walking Dead hat durchaus auch eine philosophische Komponente, blickt man etwas dahinter.

Rückblende, vor Ricks Angriff

Gregory ging zu … wie war sein Name? Simon! Kurz darauf spricht er bei Negan vor und bittet, sofern möglich, dass keine Leute getötet werden. Er könne ein Massaker aufhalten, ginge zu seinen Leuten und überrede sie. Negan lacht. Glaubt er tatsächlich, dass Hilltop noch unter seiner Kontrolle verweilt. Wrong. Negan überlegt, ob er ihm zuhören oder ihn gleich töten soll. Aber Gregory ist überzeugt, Hilltop gehört nach wie vor ihm.

„People are resources“ sagt Negan, das Fundament von dem, was sie hier zu erreichen versuchen. Glaubt Gregory wirklich etwas davon was er sagt? We need to win it all. Rick, the Widow und King Assface müssen gefangen und exekutiert werden!

Negan: „We kill the right people in the wrongest way possible!“

Next!

Zurück in der Gegenwart, nach Ricks Angriff

Der Priester und Negan befinden sich noch immer im Trailer, umzingelt von Zombies, die aber nach und nach davon ablassen. Gabriel überlegt und frägt Negan, warum er andere töte? Gibt es einen Grund? Vielleicht führte sein Weg ihn hier her um eine Beichte abzulegen. Negan aber hat nichts zu beichten. Warum wurde Gabriel zum Priester? „I love God and I love people“ und beide will er zusammen bringen und ihnen durch schwere Zeiten helfen.

Negan möchte das gleiche, Leute durch ihre Schwächen helfen und erzählt, dass er einst Jugendarbeiter war und bemerkt mehrmals, dass die Menschen schwach sind. Aber er benützt deren Schwäche um sie stark zu machen. Auch Gabriel wurde stärker. Er war beim Außenposten dabei als Negans Männer im Schlaf ermordet wurden.

Möchte Negan wirklich nicht beichten bevor sie tot sind? Negan ist davon überzeugt, dass er niemanden getötet hat, der es nicht verdient hatte. Die Arbeiter behandelt er wie Sklaven – aber das sei eben Wirtschaften. Manche gewinnen, manche verlieren aber niemand hungere. Und was ist mit den Frauen? Alle hätten ihre Wahl getroffen. Gab es davor eine? Negan wird wütend, Gabriel entreißt ihm die Waffe und entkommt in einen anderen Raum, schafft es aber nicht Negan zu töten – was aber ein genialer Streich gewesen wäre mit dem niemand gerechnet hätte. Aber nein.

Negan versucht Gabriel zu überzeugen, dass sie es beide schaffen werden. Er tötete davor, aber das ist nicht seine größte Sünde. Er ließ Menschen im Stich und hörte sie sterben. Und jeden Tag arbeitet er daran, dieses Verfehlen besser zu machen. Er bietet ihm Beichte und Absolution an.

Negan erzählt, dass er einst eine Frau hatte – diese verstarb. Er hatte sie hintergangen, und sie war krank. Er beichtet, dass er sie nicht töten konnte und schwach war. Gabriel öffnet die Tür und gibt ihm die Waffe: „You’re forgiven.“ Sie beschmieren sich mit Zombieblut und gut ist. Warum nicht immer so? Gabriel stürzt, die Tarnung fällt auf. Fight.

Wieder eine Rückblende, die in die Gegenwart führt

Wir sehen erneut wie Eugene Videospiele spielt als der Strom ausfällt. Die Jünger diskutieren, nachdem ihr Führer verschollen bleibt: Solle man Negans Tod akzeptieren? „We are all Negan!“

Die Arbeiter müssen in Reih und Glied gehalten werden. Sie sind hungrig und unzufrieden. Unten im Keller, dort wo sie hausen, ist es zu heiß. Sie brauchen Wasser. „We work, you protect us“ – das ist der Deal. Irgendwer hier drinnen machte das Chaos erst möglich! Wo ist Negan? Wir wissen, dass es Dwight war, aber dieser agiert souverän. Die Leute glauben, dass es Eugene war, aber Eugene ahnt, dass Dwight dahinter steckt. So oder so, Dwight kann sie hinaus führen, ohne dass jemand zurück gelassen wird. Aber Simon ist dagegen, eine Frau schießt zwei der Aufmüpfigen nieder.

„I am Negan!“ und der all ersehnte Retter taucht zur rechten Zeit auf und die Masse kniet. Das Volk dankt und Gabriel wird eingesperrt. Irgendwie wiederholen und vermischen sich die Dinge: Ein König, der sein Volk in den Tod führt, ein Tyrann, dessen Volk willig kniet. Eigentlich eine epische Geschichte, wäre sie dramaturgisch nicht so unglaublich langweilig erzählt.

Rick and Daryl – The Boondock Saints, Teil 2345

Es ist nicht möglich, dass Rick in einer Folge nicht dabei ist – und somit wird der sterbende Fahrer zur Rede gestellt. Benzin läuft aus dem umgekippten Wagen, die Waffen versuchen gerettet zu werden. Daryl will The Sanctuary in die Luft sprengen. Dort aber gibt es Arbeiter und deren Familien! Er darf nicht. Dann eben die Nordseite, die Arbeiter sind im Süden. Aber die Arbeiter könnten sich auf die Seite der Saviours stellen und dann haben sie niemanden mehr. Das Königreich sei geschlagen.

„We’re not doing this!“ – „Nah, you ain’t doing this.“

Rick ruft ihm in Erinnerung, dass es einen Plan gibt, an den man sich halten müsse – oder auch nicht: es starben eh schon Leute, Dinge ändern sich und Daryl ist entschlossen. Rick lässt ihn das nicht tun, Daryl schlägt ihn nieder – bis das Auto mit all der Munition explodiert was ihnen die Entscheidung abnimmt.

Sie gehen in unterschiedliche Richtungen davon.

The End.

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„Taboo“, Season 1

Wenn Schauspielern eine gewisse Rolle liegt, oder sie diese gerne spielen und sie die Möglichkeit bekommen, eine Serie mit zu produzieren und maßgeblich an der Story beteiligt sind, dann kommt im Normalfall das heraus, was man sich erwartet: Tom Hardy als unerschrockener Anti-Held auf Rachefeldzug im 19. Jahrhundert.

James Keziah Delaney, Hauptakteur mit klingendem Name, scheint – zumindest so meine Empfindung – eine Mischung aus Mr. Heathcliff (Wuthering Heights), John Fitzgerald (The Revenant) und Edmond Dantes (Der Graf von Monte Christo) zu sein. Er ist ein gebrochener Mann mit Hang zur Mystik und verantwortlich für ein Unglück, dass ihn nach wie vor verfolgt. Offenbar sieht er die Toten und kann, dank seines Aufenthaltes in Afrika (man erfährt nicht viel darüber) auch die eine oder andere Fernwirkung erzielen.

Taboo schlägt, neben einer gewissen Nähe zu Frontier, auch eine ähnliche Richtung wie der Roman von Alexandre Dumas ein. Quasi aus dem Nichts heraus, aber von Albträumen geplagt (wir erfahren, warum und wieso), kehrt er (mehr oder weniger) vermögend um 1814 nach England zurück um Rache zu nehmen. Im Mittelpunkt seines Feldzuges steht Sir Stuart Strange (gespielt von Jonathan Pryce, auch bekannt als High Sparrow), Chairman der East India Company und Hüter des einen oder anderen Geheimnisses. Daneben gibt es eine unglückliche Liebschaft und doch, wenn man so will, Gerechtigkeit. Denn Delaney ist zwar hart, aber fair und gerecht. Seht selbst warum.

Soviel zur Spoilerfreien Einführung.

Frauendarstellung, Spoiler

Als Mittel zum Zweck dient seine Halbschwester/ehemalige Freundin Zilpha Geary, mit welcher er einen unehelichen Sohn gezeugt hatte (irgendwas muss ja der Namensgebung „Taboo“ gerecht werden) und welche mittlerweile verheiratet ist. Zu Beginn wird klar, die Gefühle die beide füreinander hegen sind zwar stark aber verdammt. Via Voodoozauber bringt Delaney sie eines Nachts zur sexuellen Erregung, woraufhin ihr Mann sie von einem Exorzisten „heilen“ lässt, sprich sexueller Belästigung und psychischer Folter aussetzt. Zilpha tötet daraufhin ihren Mann und sucht Schutz bei Delaney, der sie zwar liebt, aber nicht mit nach Amerika nehmen kann. Er beseitigt die Leiche und sie bekommt ein paar Diamanten. Kurz gesagt, der Love-Interest, verantwortlich für Inzest, etwas Tragik und einen Bastard und die sich gegen Ende suizidiert um zu Gott zu finden. Wait, what? Der Sinn dieser Rolle entschließt sich mir nicht ganz, außer um des tragischen und Tabubrechenden Elementes vielleicht?

Etwas positiver bleibt die Frau seines verstorbenen Vaters, Lorna Bow, in Erinnerung. Sie beansprucht das Haus für sich, wird aber nach und nach seine Gehilfin. Natürlich entwickelt sie ein gewisses Interesse welches unerwidert bleibt, wird aber auch zu einem wichtigen Pfeiler – in seinen, so glaubt man, durchdachten Plänen oder zumindest wird sie miteinbezogen und darf, gemeinsam mit ein paar Huren, mit nach Amerika. Unfortunately, wird sie auf dem Weg angeschossen. Ich fände es schade, wenn sie in der zweiten Season nicht mehr dabei sein sollte.

Generelle Darstellung? Taboo dreht sich eben um die Rache eines Mannes, da haben Frauen wenig Platz, und die Geschichte will auch nicht von den Frauen erzählen. Es gibt da noch seine Mutter, die sein Vater aus Amerika mitgebracht (=gekauft), die geistig krank war und sein Vater sie deswegen ins Irrenheim gebracht hatte. Sie taucht wiederkehrend in Delaneys Visionen und Träumen auf.

Kritik

Immer wieder wundert man sich, wie das eine in das andere greifen kann und ob alles geplant ist, was vor sich geht. Denn irgendwie muss es so sein; Delaney muss alles durchdacht haben oder zumindest sehr kreativ sein, um Missgeschicke so einzufädeln, dass sie gegen Ende zu seinem Vorteil ausgespielt werden können. Er muss ungeheures Wissen von Zeitpunkt, Ort und Menschen besitzen. Und da schwächelt die Serie, denn nichts bringt Delaney aus seiner Ruhe oder in unkontrollierte Rage. Nur seine Albträume bezeugen den inneren Kampf, den er stetig mit sich trägt. Und klassisch, konstanter Alkoholmissbrauch.

Trotzdem: Auf der einen Seite steht der trunkene Rächer, der sich prügelt und mordet und Frauen droht, auf der anderen Seite gehen seine Pläne auf, er ist gerecht und zum Schluss nimmt er jene, die ihm Loyal zur Seite standen, mit nach Amerika. Was sich zwar nicht widerspricht, aber in der Darstellung, wie Tom Hardy Delaney spielt, auch nicht wirklich zusammen passt. Es wirkt unstimmig und gestaltet sich somit schwierig, dem Charakter zu folgen oder ihn in greifbare Nähe zu rücken.

Die Geschichte wurde um einen Charakter gesponnen, der einerseits eindeutig „dirty“ ist, aber auf der anderen Seite fair, also irgendwo auch „clean“ präsentiert wird; sich aber nicht so gibt und dadurch vermutlich zusammen mit Tom Hardys Inszenierung ungreifbar, unstimmig und oft auch unrealistisch wirkt. Vielleicht sind es die Missgeschicke, die zwischendurch passieren – und auf die Delaney immer eine Antwort parat hat. Who knows. Ich jedenfalls hatte meine Schwierigkeiten und noch fehlen mir die passenden Worte.

Kaum wieder zu erkennen ist Mark Gatiss als Prince Regent. Neben Tom Hardy mit seltsamen Hut, darf Tom Hollander für Amüsement sorgen (überwiegend aus dem Theater bekannt, aber man erinnert sich an Mr. Collins aus Pride and Prejudice).

Aktuell wird eben an der zweiten Season geschrieben.

Für Interessierte

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Eingeordnet unter Kritik und Rezension, TV-Shows!

„Ready Player One“, Fanart

Bald ist es soweit.

Der Film, um den sich jetzt bereits mehrere Kontroversen ranken, wird demnächst in den heimischen Kinos über die Leinwand flimmern. Und auch wenn wir der Verfilmung kritisch gegenüber stehen, wird er uns begeistern, weil wir im Grunde genommen doch irgendwo Geeks sind (auch wenn ich Kategorisierungen nicht mag), während das Buch eindeutig etwas für Nerds ist, bestenfalls jene, die in den 80ern Teenager waren.

Zu diesem Anlass fielen mir Fanarts in die Hände, die lange vor der Verfilmung angefertigt wurden. Sollten Künstler ihre Werke wieder erkennen, bitte ich um eine kurze Nachricht, um entsprechende Werke zu kennzeichnen. Alles andere läuft unter: United Artists of the Internet.

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Eingeordnet unter Filme!, Kreatives

„Gotham“, S04E03

Und es geht weiter.

Jim macht sich auf die Suche nach Carmine Falcone um mit dessen Hilfe dem Pax Penguina ein Ende zu bereiten. Bruce ist immer noch auf der Suche nach dem Dolch und Ed Nygma muss sich größeren Problemen stellen als dass der Penguin ihn endlich „The Riddler“ nennt – denn die Fähigkeit des Rätselns ist ihm gänzlich abhanden gekommen.

Vor 2000 Jahren…

Die Kulissen künstlich wie nie, die Zeitrechnung 125 AD – the Origins of Ra’s al Ghul. The Power is in the Water! Er muss seinen Erben finden um frei zu sein. Und sein Erbe, das wissen wir, ist Bruce Wayne. Völlige Vernichtung um selbst vernichtet zu werden? Why not.

Batbruce kämpft mit Alfred gegen das Böse und Ungerechte. Sie beobachten eine Ladung, bis sich ein weiterer Dieb am Ort des Geschehens einfindet. Catwoman! Bruce wird erwischt, während er sie, die er nicht als solche identifiziert, beobachtet. Trotzdem schafft er es, die Meute zu überwältigen und flieht. Zuhause darf der Butler den Buben nähen (eine hässliche Narbe wirds). Und gleich darauf macht er sich wieder auf den Weg zu den Docks. Alfred rät ihm, wie so oft, eine andere Maske zu tragen. Bruce spielt den Schiffsjungen, der auf der Suche nach seinem Onkel ist, was nur bedingt funktioniert und Alfred ihn, erneut, retten muss. Alfred, der sich offensichtlich gerne prügelt.

Jim Gordon und Ms Falcone

Im Süden lernt Jim die Tochter von Carmine Falcone kennen, Sofia. Doch zuvor geht es um Geschäftliches. Er bittet den ehemaligen Boss der Unterwelt, der nach wie vor Respekt genießt, um Hilfe, denn Penguin verseuche die gesamte Stadt. Falcone, dessen Sohn Jim getötete hatte, stellt die berechtigte Frage, ob es nicht wieder nur um sein Ego geht. Wie dem auch sei: Er stirbt. Ungewiss woran, Alter, Karma, who knows. Sofia möchte an seiner Stelle gehen, aber Daddy Falcone findet, dass die erwachsene junge Frau nicht bereit für Gotham sei. Es ist wie es ist: Die Tage, an denen ein Falcone alles für Gotham getan hätte, sind vorbei und Jim ist alleine.

Fast. Denn alsbald besucht ihn Sofia und sie spazieren am Strand. Unterhalten sich über Familie und Gotham. Sie nimmt seine Schuhe, legt sie zu Boden und geht zum Ufer. And then, they kiss.

Kurz darauf erhält er Besuch in der GCPD. Die Stadt ist Sofias Geburtsrecht, schließlich ist sie eine Falcone und sie kann tun und lassen was sie will. War alles von ihrer Seite aus geplant? Nein, aber sie musste Jim ja erst kennenlernen, nachdem sie zusammen arbeiten werden – und Jim ist davon wenig begeistert.

Derweil

Barbaras Waffenhandel läuft gut. Aber die Katze kam mit leeren Händen zurück, und Barbara schließt daraus, dass sie offenbar noch nicht bereit ist in der Liga der Großen zu spielen. Also nimmt sie die Dinge selbst in die Hand, nach wie vor außergewöhnlich ruhig. Penguin erfährt vom Zwischenfall, was aber nicht weiter wichtig ist. Sein verlassen der Bühne, bringt etwas neues zu Tage: Ein offensichtliches Fangirl befreite den Riddler aus seinem eisigen Schlaf und nahm ihn mit. Der Penguin verfällt in Rage der Verzweiflung.

The Riddler riddles no more

Fangirls! Ist das eine Abrechnung mit uns Fangirls, die vor dem Set in der Kälte warten? Sie gingen gemeinsam zur Schule! Eddie it’s me! Eddie! The Riddler möchte gehen, aber sein Körper weigert sich, so auch sein Gehirn.

Während der Penguin rätselt und flucht, sich sorgt und nicht weiß wo er mit der Suche beginnen soll, unterzieht das Fangirl Ed einer Akupunktur-Therapie. Und ihr rot-grünes Kleid, geschmückt mit den Fragezeichen, ist tatsächlich sehr nett. Sie hatte Monate mit der Vorbereitung verbracht, hatte Penguins Terminplan gelernt, aber der Riddler hätte es natürlich schneller geschafft. Plot Twist, Ed! Er kann nicht! Sein Gehirn ist Matsch.

Da sie aber ein großer Fan ist und ihm helfen möchte, hat sie sich ein paar Rätsel ausgedacht.

„One Face, two hands, no legs and hands?“ – „Deformed Baby!“ – Nein, eine Uhr! Was sind das für dumme Rätsel? „Bring me a riddle that’s worthy of my name!“

„What’s green and red and goes round and round“ – „Newspaper?“ (Wtf?) – Nein, „Frog in a Blender!“ Selbst Kinderrätsel scheinen seine Denkfähigkeit zu übersteigen, dafür aber kommen des Körpers Kräfte zurück und das Fangirl flieht zu Penguin. Sie beichtet und berichtet. Sogar Zsasz weiß die Antwort auf den Frosch-Witz. Der Penguin setzt ein Zeichen: „Have fun Victor.“

„Love your dress“ – „Thank you, I made it.“ Fangirl ab.

Auktion

Barbara bittet den Penguin, den Dolch, den er bestellte, ihr zu verkaufen. Aber Penguin ist argwöhnisch: Wer ist ihr mysteriöser Gönner und Bieter? Auch Bruce will den Dolch und frägt sich wer dahinter steckt. Gut also, dass die Bibliothek von Bruce Wayne alle wichtigen Bücher beherbergt und sofort die Antwort liefert: Ra’s al Ghul! Auf einem zweitausend Jahre alten Gemälde! Und er will den Dolch. OMG! Aber warum? Wir kommen noch dazu.

Alfred erinnert Bruce immer wieder daran, dass es mehrere Rollen zu spielen gibt, und er soll diesmal die Rolle spielen, zu der er geboren ist: „Behave like a spoiled brat?“ – Yes. Und es steht ihm. Und es macht Spaß. Er kauft alles, denn er kann es sich leisten.

„Oswald my friend!“ ruft er und sieht sogleich Babrabra. Unglücklicherweise bleibt niemand tot in dieser Stadt, knurrt der Penguin.

Der Dolch ist an der Reihe. 50 000$, irgendwer? Babara verdoppelt und Bruce legt einen Dollar drauf. Bruce erhöht nach 500 000 auf 2 Millionen. Und so weiter. Und so weiter. Nach erfolgreicher Auktion besucht die Katze Bruce und bittet ihn um den Dolch. Warum sollte er ihr den Dolch geben, weil sie Freunde sind? Ja, sie arbeitet für Babs und wenn sie das Messer nicht zurück bringt, wird sie sie nie als gleichberechtigt ansehen. Aber Bruce lehnt ab.

In the End..

Der Riddler derweil streunt draußen herum. Barbara wird von Ra’s besucht. Er ist überrascht, dass Bruce das Messer hat, aber nicht böse. That Knife is the key to everything! And then, they kiss.

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Netflix‘ „Bright“

„Ich hätte Lust auf eine Serie“ dachte ich mir und drückte auf play. Etwas nach der Mitte bemerkte auch ich: Ahhh! Das ist gar keine Serie, das ist ein Film! Und ich bin mir nicht sicher, ob ich enttäuscht oder froh darüber war.

Netflix und der Fall des Kinos?

Immer wieder bedient Netflix seine Kunden mit Eigenproduktionen, mittlerweile auch filmischer Natur. Erst kürzlich scrollte ich über einen Artikel, der sich fragte, ob Netflix den Kinos nicht den Film stehle. Meine Meinung? Bitte! Sofern Netflix nicht von Apple gekauft wird.

Denn 16€ für ein IMAX-Ticket sind wahrlich übertrieben, auch der 3€ Aufschlag bei 3D ist nicht notwendig – zumal 3D nicht notwendig ist. Nur ganz, ganz selten wirkt der Effekt wie er sollte, meistens ist er kaum bemerkbar und dann wieder absolut störend. Des weiteren haben Regisseure und Produzenten freie Hand und David Ayer (Suicide Squad), der Mann hinter Bright, konnte und durfte diesen so machen, wie er wollte.

Was der Artikel kritisierte war u.a. die Strategie von Netflix, dass nur mehr dann Filme in die Kinos kämen, sofern diese finanzielle Gewinne abwerfen, und andernfalls bei Netflix abrufbar sind. An sich kein Problem. Auch wird angesprochen, dass sich Netflix jene Filme heraus picke, die es auf der großen Leinwand schwer hätten und nur einem speziellen Publikum zugänglich wären. Okay, und weiter? Natürlich verlieren dabei Regisseure, die ihre Filme gerne auf der Leinwand sähen und jene, die gerne ins Kino gehen. Die Alternative war bisher, dass der Film gleich als VHS, DVD oder Blu-Ray erschienen ist. Der Unterschied zu Netflix bei Amazon liegt darin, dass die Filme zuerst im Kino zu sehen sind, und dann erst via Streaming. Auch eine Möglichkeit. Wir werden sehen, wie es sich weiter entwickelt.

Kurz: So wie ich das sehe, werden kreative, kritische und kompliziertere Filme auf Netflix zu finden sein, während das Kino weiterhin den Blockbustern zur Verfügung steht, die man sich manchmal doch gerne ansieht.

Es bleibt interessant. Aber nun zu neuen Kategorie: High-Urban-Fantasy.

Worum geht es?

Elfen, Feen, Orks und Menschen tummeln im 21. Jahrhundert. Anstatt, dass Schwarze diskriminiert werden, sind es Orks, während die hellhäutigen Elfen privilegiert und in Reichtum leben. Dazwischen befindet sich Cop Will Smith (Bad boys, bad boys what ya gonna do.. what ya gonna do when they come for you) und dessen Partner, ein Quoten-Ork – der auch tatsächlich als Quoten-Ork seinen Dienst absitzen darf.

Die Geschichte beginnt, als sie Zeuge eines seltsamen Spektakels werden und eine junge Elfin ihnen quasi in die Hände fällt und gerettet werden soll – sowie das Artefakt, dass nur die, man erahnt es gleich, ohne Schaden berühren können, die ebenfalls „bright“ sind. Der Film kennt keine Pause und alsbald verwickeln sich Smith und sein orkischer Partner in eine Fucht- und Verfolgungsjagd. Noomi Rapace (Mittlerweile bekannt aus Prometheus und What happened to Monday) die böse Elfin mit Kontaktlinsen, ist hinter dem Artefakt her und der Rest ist Geschichte.

Eindruck

Nachdem ich geglaubt hatte, der Film sei eine Serie und verwundert war, dass bis zur Mitte des Filmes/der ersten Folge schon fast alles erklärt wurde, blieb ein zwiegespaltener Eindruck. Auf der einen Seite fand ich den Umgang mit Klischees beziehungsweise die Idee interessant – auch wenn diese unkreativ und rassistisch umgesetzt wurden (weiß/privilegiert = Elfen, dunkel/arm/Vorstadt = Orks), andererseits war mir der Vergleich zu platt. Die Welt ist zu einfach und die Position der Menschen ergibt keinen Sinn: Elfen aber auch Orks sind traditionell stärker als Menschen, aber die Menschen sind davon offenbar nicht betroffen.

Fazit: Zu guter Letzt waren es einfach zuviele Klischees und eine fehlende Kreativität – welche zwar, für High Fantasy gerechtfertigt sind, aber trotzdem etwas ermüden und in einer modernen, urbanen Umgebung etwas lächerlich wirken.

Kritik

Die Weltbekannten Kritiker sind auch nicht begeistert:

Indiewire.com:

„There’s boring, there’s bad, and then there’s Bright, a movie so profoundly awful that Republicans will probably try to pass it into law over Christmas break.“

„Bright is essentially Training Day meets The Lord of the Rings, but much dumber than that sounds.“

„The film’s lazy refusal to explore its conceit any deeper than that is truly staggering, but director David Ayer is only willing to make so much room for the heightened genre elements, lest any of that nerd stuff infringe on his well-documented infatuation with (or fetish for?) the LAPD.“

Rollingstone.com:

„Welcome to L.A.P.D. of the Rings.

„The problem with setting a familiar story in a foreign universe is that you have to establish the parameters of said universe or risk losing your audience. That’s world-building 101, folks. Bright does not care about that. Bright’s attitude is closer to „fuck you for not somehow keeping up with our cool shit“ before doing a lot of push-ups.“

„This is what it looks like when good ideas go bad. A sequel, naturally, has already been greenlit. Go orc yourself, Hollywood.“

Collider.com:

Bright is a movie that spends far too much time explaining itself—and, often, re-explaining itself—that the actual story, when we finally get to it, is not much more than empty gunshots and blood splatter with a faerie tale twist. Which is a shame, because the plot is actually a simple bit of fun buried beneath a heavy dose of explanation.“

„Unfortunately, there are just too many uncomfortably glaring issues to make that appeal worthwhile. For one, Landis’ script is not great to its female characters. The women here are either housewives, mute killing machines, or strippers. Leilah’s sister Tikka (Lucy Fry) is, essentially, the third part of Ward and Jakoby’s protagonist team.“

Und, wo er recht hat, hat er recht: „Faeries get caught in your bird feeder. Impeccably-dressed elves live uptown in their ivory towers. A dragon casually flies over the Los Angeles skyline. There’s also a brief appearance by a centaur LAPD officer who, quite frankly, I’m more interested in than any of the main characters.“

David Ayer reagiert darauf gelassen:

https://twitter.com/DavidAyerMovies/status/943714973003288577?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.kino.de%2Ffilm%2Fbright-2017%2Fnews%2Fkritik-an-bright-netflix-bislang-teuerster-film-wird-in-stuecke-gerissen-180102%2F

Ein Kommentar

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„The greatest Showman“

Ich hatte keine Ahnung was auf mich zukommt. Das Plakat sprach von „Zirkus“ und „Wolverine“ und „Indie-Queen“. Als ich dann im Sessel saß und die Musik erklang, war es klar: Ein Film-Musical!

Man kann das Genre entweder hassen oder lieben. Ein dazwischen gibt es selten, und meist haben Liebhaber dieses Genres bereits einen Favoriten, an dem alle anderen gemessen (und vermutlich) verlieren werden. Across the Universe ist mein Favorit und vermutlich wird in den nächsten Jahrzehnten nichts produziert werden (können), dass dem auch nur irgendwie nahe kommen kann und wird.

Drum herum

„Wie fandest du ihn?“ fragte meine Begleitung und ich musste überlegen. Die Musik hatte mich gut unterhalten, der Inhalt war Pastellfarben. Es wunderte mich, dass Taylor Swift nicht maßgeblich an der Produktion beteiligt war, denn der Sound klang, als hätte man Taylor Swift, irgendwo zwischen „Red“ und „Reputation“ mal kurz einer Disney genormten Gehirnwäsche unterzogen und sie fröhliche, pastellfarbene Songs schreiben lassen. Sie sind simpel, sing- und tanzbar – was aber vermutlich daran liegt, dass die Ohren hinter La La Land dahinter stecken, Benj Pasek und Justin Paul. Und als jemand, der selbst gerne zuhause tanzt und post mortem die Hauseigens aufgenommene Scheibe „Life is a Musical“ veröffentlichen wird (Hauptsächlich ich und mein Telefon auf Aufnahme meist auf der Suche nach etwas) mit Songs wie „Where are my socks, socks, socks“ oder „I need something to eat, there is nothing in the fridge“, habe ich meine gewisse Freude mit Musicals oder auch Film-Musicals. Und manchmal wäre es auch angenehm, könnte man Konflikte mit Tanz und Gesang lösen.

Aber.

So sehr die Musik in die Ohren kriecht und der große Banner „Wir sind alle gleich, wir sind eine Familie! Ganz gleich wie anders artig! Yay! Happy World!“ über der Story leuchtet, desto mehr bleibt der bittere Schlag, nicht Geschmack, Schlag, der Realität hängen, der weder durch Miniaturaufnahmen eines gerade entstehenden und sauberen New Yorks im 19. Jahrhundert, noch Weichzeichner und einem ständig grinsenden und singenden Wolverine gemildert werden kann.

Worum ging es?

Der Träumer Finn möchte mehr als das Leben eines Schneidersohnes und verliebt sich in die hübsche und wohl geborene Charity (Indie Queen Michelle Williams). Es ist ein Musical. Sie heiraten, tanzen bekommen Kinder, und Finn erfüllt sich seinen Traum: Ein Zirkus! Während seine Frau ihn unterstützt. Zunächst mit „Freaks“ (einzigartigen Menschen, wie eine bärtige Frau, den größten Mann der Welt, dem schwersten Mann der Welt, dem kleinsten Mann der Welt, …) und später mit farbigen Artisten. Um noch mal eines drauf zu setzen, bandelt er mit Zac Efron an, der zu diesem Zeitpunkt bekannt, berühmt und beliebt ist. Die Einnahmen boomen, das Volk liebt den schrägen Zirkus, der Kritiker weniger und der Pöbel hasst ihn. Sie werden zur Queen geladen, und Finn lernt die schwedische Opernsängerin Jenny Lind (Rebecca Ferguson) kennen (die allerdings keine einzige Arie schmettert, sondern die Sängerin Loren Allred ihr die Stimme leiht). Der Rest läuft in vorhersehbaren Bahnen.

Kritik (dezente Spoiler)

Als ob das Zirkus-Leben schön und sauber gewesen wäre, toll und glamourös wie der Film es vermitteln mag. Als ob das Leben als Freak, damals als auch heute, so einfach gewesen und durch einen Mann mit einer Vision zur Besserung geführt, und als ob auf das aufstrebende New York allen Bürgern eine Chance auf Besserung versprochen hätte! Als ob!

Also ja. Es störte mich, dass die Realität so durchgewaschen und mit hellen Farben beklascht und zum verträumten Sozialromantischen Märchen umgekrempelt wurde.  Sicherlich, The Greatest Showman ein Musical-Film und in Musicals hat die Realität nichts verloren, aber selbst Moulin Rouge wirkte authentischer. Natürlich gab es Kuriositäten-Shows mit entstellten und besonderen Menschen. Immerhin, soviel Realität bleibt, nützt er sie aus,  versucht Gewinn aus ihrer Andersartigkeit zu schlagen, was auch funktioniert und lässt sie, als der Traum ihn weiter lockt, links liegen.

Dass Tiere, wenn auch CGI, zur Schau gestellt werden, wenn auch nur am Rande, lässt allerdings dem etwas reflektierten Menschen erahnen, dass durch Zirkus und Theater der Tierquälerei im Zirkus erst Tür und Tor geöffnet wurde.

Und warum gab sich Michelle Williams für die Story her, die anfänglich von einem weißen Jungen, dann plötzlich zwei handelt, und sie nicht mehr als die artig, unterstützende Ehefrau ist?

Der Hintergrund

Interessant und vor allem um einiges perfider wird es, recherchiert man kurz, wer denn dieser Barnum überhaupt war, der gegen Ende auch zitiert wird. Geboren um 1810 als Sohn eines Schneiders und in Armut aufgewachsen, hatte er im 19. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Industrialisierung, die Unterhaltungsbranche quasi mechanisiert. Als Erfinder des Zirkus aus dem Geist einer Freakshow. So wurde der schwarze Mitbürger im Käfig als Link zwischen Affe und Mensch dargestellt oder Kinder aus einem Heim für geistig behinderte als „Aztekenkinder“ ausgegeben. Barnum war kein Showmann, sondern ein Blender (was aber auch im Film spielerisch, locker und amüsant thematisiert wird): Als Präparat einer angeblichen Meerjungfrau hatte er einem Affentorso einen Fischschwanz montiert. Ein klarer Fall für Tim Burton.

Auch interessant, danke Wikipedia: „Der Barnum-Effekt ist ein Begriff aus der Psychologie. Er bezeichnet die Neigung von Menschen, vage und allgemeingültige Aussagen über die eigene Person so zu interpretieren, dass sie als zutreffende Beschreibung empfunden werden. Dieses psychologische Phänomen wird auch als Forer-Effekt oder Täuschung durch persönliche Validierung (englisch personal validation fallacy) bezeichnet.“

Fazit: Ein pastellfarbenes Märchen mit einem singenden Wolverine.

Fazit 2: Versucht es nicht. Versucht es einfach nicht. Es gibt keinen Musical-Film der an Across the Universe herankommt, nicht einmal La La Land.

Quellen

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