Archiv der Kategorie: Kritik und Rezension

Kritik und Rezension zu Buch, Film, Musik und Zeugs

„Black Mirror“, S04E04

Episode 4, „Hang the DJ“, nähert sich dem, was uns immer wieder in Black Mirror begegnet und ein hohes Maß an Suspension of Disbelief abverlangt. Auch diese Episode endet mit einem Twist.

Es beginnt mit zwei Menschen. Sie treffen sich in einem Café. Sie haben ein Date. Das Date hat ein Ablaufdatum. Und als bald die 12 Stunden vorbei sind, kommt der/die nächste. Und so geht es weiter und weiter und weiter bis derjenige folgt, mit dem es offenbar passt. Manche Dates, die interessanten, halten nur wenige Minuten, Stunden und Tage, die langweiligen und mühsamen hingegen Monate. Es gibt selbstfahrende Autos und offenbar leben die Protagonisten in einer Welt, die weder Arbeit noch Freizeit kennt. Es gibt nur eines: Daten.

Aber etwas genauer

Für die jeweilige Dauer der Liebschaft wird ein Haus bezogen. Die Häuser ähneln sich alle und zu Beginn befrägt das Paar das System, was sie in den 12 Stunden tun sollen, denn sie wissen es nicht. Aber gut, die Hände berühren sich dann doch.

Man stellt sich wiederholt die Frage, was für eine Welt es ist. Irgendwann erwähnt einer der Protagonisten, dass es früher sehr kompliziert gewesen sein muss, wenn sich die Menschen ohne System getroffen haben. Offenbar aber muss man sich treffen, damit sich das System später für eine Person entscheiden kann, und es setzt auch voraus, wie viele Beziehungen man haben muss, bevor „the one and only“ vorgeschlagen werden kann. Das System sagt auch, dass alles aus einem Grund heraus passiert, auch der Sex mit jemanden, den man nicht mag.

Wie es so kommt und die Welt klein ist, begegnet sich das erste Paar immer wieder und bemerkt, dass sie eigentlich beisammen sein wollen.

Und irgendwann schlägt das System erneut die ersten beiden Kandidaten einander vor. Sie aber will nicht mehr auf die Uhr schauen, sondern möchte die Zeit lieber aktiv zusammen genießen, ohne zu wissen, wann sie sich trennen müssen. Madame (8) findet den Gedanken nett: Es könnten 10 Minuten oder auch 10 Jahre sein. Und normalerweise hat man es ja auch nicht in der Hand, wie lange eine Beziehung hält, außer ..

Spoiler

.. außer man misstraut, grübelt, denkt, hinterfrägt. Kurz: Mischt unnötig mit. Es kommt natürlich wie es kommen muss und der Protagonist ist neugierig. Und schaut auf die Uhr. 5 Jahre! Recalibration. 3 Jahre. Natürlich, der Vertrauensbruch. Sie hatten ausgemacht, nicht das System zu befragen. Und erneut. 2 Monate. 3 Wochen. 5 Days. 20 Hours. Vielleicht wären es 10, 20 Jahren gewesen, hätte er nicht geschaut. Eine Stunde.

Als er ihr davon erzählt wird sie wütend und geht. Sie hat den nächsten und er niemanden. Doch wir sehen, dass noch weitere ähnliche Erfahrungen gemacht haben und sich den „einen“ wieder zurück wünschen. Und plötzlich: The Ultimate Match. Sie treffen sich morgen. Und verlassen diesen Ort für immer. Das System teilt ihr mit, sie kenne ihn noch nicht. Aber sie darf sich jemanden wünschen, um sich zu verabschieden. Unsere beiden Protagonisten sehen sich, küssen sich.

Sie beginnen das System zu hinterfragen, und haben das Gefühl, dass alles schon x-Mal passiert sei, „Like we met before“. Das ist übrigens eine nette Anspielung auf die Theorie, dass wir alle nur eine Simulation sein sollen, welche die esoterischen „Seelenfreunde“ wissenschaftlich zu erklären versucht.

Fuck the System! Sie brechen aus. Über die Mauer und hin zur Freiheit. Die Security aber will sie nicht vorbei lassen, stellt sich ihnen entgegen. Doch als sie anfangen zu laufen, verharren sie in Stillstand. Nichts passiert. Sie passieren die bewaffneten Wächter und entkommen. Ebenfalls eine nette Metapher: Wenn du verliebt bist, steht die Welt um dich herum still und es existieren nur du und die andere Person.

Sie verlassen das Dating-Dorf, klettern über die Mauer, die Lichter gehen aus. Eine Simulation! Man hatte es schon erahnt. Es war zu erwarten. Sie sehen sich selbst, mit vielen Nummern, die sich der Reihe nach auflösen. Über 1000. 998 rebellions reblogged, 99,9% Match. Das Endergebnis: Eine Real-Life Dating-App führt sie in einer Bar zusammen.

Fazit

Die Folge veranschaulicht eine weitere Möglichkeit, was mit einem kopierten Bewusstsein eines Menschen angestellt werden kann. Sei es, dass sie Zeitversetzt verhört werden können, oder nichtige Aufgaben erledigen. Ob die Charaktere in der Simulation nun aus dem Bewusstsein der eigentlichen Protagonisten übernommen und in das Dating-System verpflanzt wurden, um den perfekten Partner zu finden – oder ob diese sich durch, welche Variante auch immer, sich selbst in diesem System entwickelt haben, bleibt offen.

Interessant, aber ein Lückenfüller. Es gibt bessere Folgen. Aber auch schlechtere. Trotzdem, wenn man das Prinzip von Black Mirror einst erkannte, lässt sich der Twist schnell dekodieren.

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„A quiet Place“

Offenbar dachte sich jemand: „Machen wir doch einen klassischen Horrorfilm!“ Und ich muss sagen, es funktioniert – in beiderlei Hinsicht: Meine ängstliche Begleiterin hielt sich immer wieder die Hände vor die Augen und war somit (erneut und wie immer) ein perfektes Opfer für unerwartete Schreck-Attacken. Und ich konnte mich über die klassischen Horrorfilm-Szenen und den Fortgang der Geschichte amüsieren, sowie über die Leidende neben mir.

Worum geht es? (Spoiler)

Aliens bevölkern seit über einem Jahr die Erde. Sie sind blind, erinnerten mich etwas an den Demogorgon und nehmen jedes Geräusch war. Jeden Tritt, jedes Wort – außer eine andere Geräuschkulisse übertönt die menschlichen Laute. Die letzten Verbliebenen müssen sich via Zeichensprache unterhalten und darauf achten keinen Laut von sich zu geben. Wirklich, keinen. Keinen einzigen.

Die Geschichte handelt von Familie Abbott (John Krasinski (u.a. für Regie, Drehbuch und Co verantwortlich) und Emily Blunt) und ihren drei Kindern. Die Tochter taubstumm, die Söhne ängstlich. Der jüngste möchte eine Rakete, um dieser verlassenen und ruhigen Welt zu entfliehen und schnappt sich das Space Shuttle. Die Eltern verbieten es, entfernen die Batterien und machen sich erneut auf den Weg – der mit Sand ausgestreut ist. Aber die Tochter gibt es dem kleinen, traurig drein blickenden Buben und natürlich passiert, was passieren muss: Als er das Space Shuttle auf weiter Flur einschaltet, fetzt die Kreatur durchs Bild und reißt den Buben mit sich.

Kritik

Ein Jahr später lebt die Familie auf einer Farm, Emily Blunt ist schwanger (wtf?) und drei Kreaturen befinden sich in der Gegend. Der Vater versucht mit anderen Überlebenden Kontakt aufzunehmen, aber nichts (und siehe da – Morsecode erweist sich als hilfreich!). Die Geschichte hat kein Endziel, sie läuft einfach und folgt dem klassischen Horrorfilm-Prinzip und ist damit natürlich auch vorhersehbar.

Trotzalldem steht das Geschehen um die Familie im Zentrum: Das taubstumme Mädchen möchte mit ihrem Vater mit auf die Jagd, während der Bub Angst hat und daheim bleiben möchte. Die Tochter trägt eine Art Vorrichtung, die ihr das Hören ermöglicht und auch noch eine andere, sinnvolle Nebenfunktion besitzt.

Logiklöcher und Fragen

Ja natürlich gibt es Logiklöcher. Und zwar in Hülle und Fülle. Wenn diese Viecher schon so gut hören, müssten sie dann nicht auch das Atmen und den Herzschlag von Menschen wahrnehmen? Und hätten irgendwelche brillanten Wissenschaftler nicht daran denken können, hohe/niedrige Frequenzen auszutesten, bis das Ding kaputt geht? Waren sie alle tatsächlich sofort tot? „Indestructable“ schreibt eine Zeitung, deren Seite an der Wand klebt. Und die Viecher sind schnell, zerfetzen in Sekundenschnelle Leiber und können sogar tauchen! Why not! Und warum zum Teufel denkt man, dass es eine gute Idee ist, Kinder(!) in die Welt zu setzen – auch wenn gewisse Vorkehrungen dafür getroffen wurden.

Und was passiert, wenn jemand niest? Oder andere menschliche Gase von sich lässt? Was, wenn jemand im Traum schreit? Man kann nicht ständig aufpassen, nichts zu sagen. Oder doch?

Aliens!

“They are absolutely aliens. They’re from another planet. Where I developed the idea of them and what I wanted them to look like was most alien movies are about takeovers, agendas, they’re a thinking alien creature, and for me this idea of a predator, this idea of a parasite, this idea of something that is introduced into an ecosystem [was interesting]. One of my favorite movies I love to watch is RocknRolla and they tell that whole story about the crawfish in the Thames and that’s what I mean, the introduction of something that can’t be held back.” (John Krasinski, collider.com)

Und:

“The idea behind all that is they’re definitely aliens and they’re an evolutionarily perfect machine. So the idea is if they grew up on a planet that had no humans and no light then they don’t need eyes, they can only hunt by sound. They also develop a way to protect themselves from everything else so that’s why they’re bulletproof and all these things. I had to make it make sense. I needed the rules of the monster to adhere as tightly to the rules of the family. The family, we had set up all these incredible rules, and I needed the monster to not just be convenient.” (Quelle: Siehe oben)

Fazit

Aber all die Logiklöcher sind zu vernachlässigen, denn die amüsanten Klischee-Horrorfilm-Szenen, über die sich jeder Filmliebhaber freut, lassen die Logik beiseite schieben und sie später wieder aufnehmen. Denn so amüsant der Film im Kino ist, bleibt er es wohl nur für diesen Moment – oder stilisiert sich in 20 Jahren zum Kultfilm. Who knows.

8 von 10 Kreaturen (Creature-Feature!), 7 von 10 Post-Apokalyptischen Szenarien (mal etwas anderes) und generell eine 6, 5679 von 10,1 für den gesamten Film. Vielleicht sogar eine 7,0001 für die komödiantischen Elemente.

Ein Kommentar

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„Westworld“ | Maeve: Escape to unlock the Maze [3/3]

Heute ist es soweit. Syfy zeigt die erste Folge der lang erwarteten zweiten Season.

Die Philosophie streitet seit Anbeginn darüber, ob es so etwas wie einen freien Willen gibt oder ob wir nicht doch alle durch Biologie, Umfeld und Erziehung bereits determiniert sind.

Kann man sagen, dass es geht in Westworld auch um die Frage des sogenannten „freien“ Willens geht? Oder eher darum, was Mensch und Maschine voneinander unterscheidet? Gibt es überhaupt einen Unterschied? Die Hosts folgen einer vorgegebenen Geschichte im Glauben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, doch auch die Menschen in Westworld bewegen sich innerhalb dieser Geschichte. Dennoch scheinen ihre Entscheidungen freier.

Die Frage ist: Hatte jemand, und wenn ja wer einen eigenen Willen entwickelt?

maeve-story

„The Bicameral Mind“

Nachdem Maeve immer wieder Zeichnungen in ihrem Zimmer gefunden hatte, die auf etwas schreckliches hindeuten, und sie eines Tages dahinter kommt, wie mit den Hosts umgegangen wird, lässt sie sich kurzerhand von Felix, einem freundlichen Tech, verbessern und rekrutiert ihre Army of Maeve’ness, um noch einen letzten Quest zu erledigen: „Escape“. Das Ziel ist die Flucht.

Sie deaktiviert die Sicherheitsvorkehrungen und modifiziert Armistice und Hector nach ihrem Belieben: Aggressionslevel = hoch. Kurz darauf suchen sie im Keller nach Clementine und Felix stößt auf Bernard, der ebenfalls wieder instand gebracht wird. Er erinnert sich, wie nur wenige andere – der Rest wird gelöscht, damit sie immer wieder aufs neue verbraucht werden können.

Maeve möchte die Erinnerungen an ihre Tochter entfernen lassen. „I can’t without destroying you“ sagt er.

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Erinnerungen sind der erste Schritt zum Bewusstsein. Wie kann sie von ihren Fehlern lernen, wenn sie sich nicht daran erinnert? Maeve frägt ihn, wer sie neu programmierte und warum? Aber Bernard hakt nach, warum sie die Erinnerungen an ihre Tochter eliminieren lassen möchte? Um zu gehen. Sie hat sich dafür entschieden. Sie möchte Westworld verlassen.

„No, you haven’t“ sagt Bernard. Jemand hat ihre Storyline verändert und gab ihr eine neue: „Escape“. Also nein, es war nicht ihre Entscheidung, jemand programmierte und plante die Flucht. Das rekrutieren der anderen Hosts und – sie wird es zum Zug schaffen. Es war also nur ein Spiel zu einem gewissen Zweck.

„No one is controlling me. I’m leaving, I’m in control.“ – Maeve

Im Controllcenter, dass verzweifelt versucht der Situation Herr zu werden, ist man Maeve bereits auf der Spur. Hector und Armistce kämpfen sich durch die Soldaten, finden neue Waffen und haben Gefallen daran. Reload, anyone?

Maeve schafft es bis zum Zug. Sie lässt Hector zurück und zieht sich im Aufzug um. Felix gibt ihr die Informationen nach denen sie fragte: Das Kind war niemals ihre Tochter, es ist nur eine Geschichte. Sie geht hinaus und an der Leinwand vorbei, die in Pastellfarben und einem Sehnsucht erweckenden Inhalt mit ihr und ihrer Tochter wirbt. Sie steigt in die Bahn, 15 Minuten bis zur Abfahrt. Gegenüber nimmt eine Mutter mit Kind platz. Die Uhr ticket.

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Sie entschließt sich auszusteigen, und erreichte damit das innere des Labyrinths. Sie entschied sich selbst. Maeve hatte also einen eigenen Willen entwickelt.

Escape

Ford plante Maeves Ausbruch, wusste sie würde Bernard finden und ließ Bernard die Dinge sagen, die er sagte: Sie zu warnen, ihr zu sagen, sie würde es schaffen den Zug zu erreichen. Und in die Mitte des Maze zu gelangen: Die Entscheidung, ob sie den vorgegebenen Pfad weiter geht und den Park verlässt, oder ob sie zu den wenigen Dingen zurück kehrt, die sich tief in ihre Hardware eingebrannt und ein quasi Eigenleben entwickelt haben, die ihr tatsächliches Glück bescherten.

Die Entscheidung zu bleiben, war unscrippted. Man kann also die Frage nach „Willensfreiheit“ dahin gehend bejahen, wenn man annimmt, dass es sich zuvor um programmierte Roboter handelt. Was bedeutet das für den Menschen, der genetisch und kulturell programmiert ist?

Robowars, II

Maeves Geschichte, und vielleicht sogar mit der Unterstützung von „Escape“, war es, das Maze zu erreichen. Wenn es aber ihre Geschichte war, einen freien Willen zu entwickeln – warum erst jetzt, wenn sie vor einem Jahr bereits Auffälligkeiten zeigte? Konnte Ford die Entwicklung des eigenen Willens steuern oder gibt er lediglich die Möglichkeit dies zu tun, was in diesem Falle, zufällig mit der Exekution des Boards und Fords Tod zusammen fiel. Der ursprüngliche Plan war, Maeve aus dem Park zu schaffen – oder gewisse Informationen – und währenddessen in den unterschiedlichen Abteilungen Chaos zu stiften. Bis sie sich entschied, im Park zu bleiben und nach dem Mädchen zu suchen. Die Informationen wiederum (die Handtasche, die im Zug liegen blieb) gelangten dennoch hinaus.

Und während Ford spricht, „they will decide who they want to be“ beziehungsweise „what kind of people they want to be“, verlässt Maeve im selben Moment den Zug und zeigt wer sie ist: eine loyale Mutter. Sie ist nicht die Hure oder der manipulierende Badass. Was übrigens auch kritisiert wurde, dass es die „Mutter“ sein muss, die des Kindes wegen, einen eigenen Willen entwickelt und nicht eine eigenständige Entwicklung dafür verantwortlich war. Sei’s drum.

Und wenn immer noch Zweifel bestehen, die Showrunner bestätigten, dass Maeve am Ende ihrem eigenen Willen folgte:

„What we understand in the moment is it’s the first real decision she’s made all season. Which is, she’s not going to fulfill the script she’s been given, which is to take this train wherever it’s going, and do whatever else she’s programmed to do. (…) We’re no longer in programmatic or prescribed behaviors. She’s improvising, and we’re right there with her.“

Philosophisch könnte man sagen: Sie bleibt im Park um diesen endgültig verlassen zu können.

tl;dr – Fazit und Zusammenfassung

Um den Hosts Freiheit zu ermöglichen, brauchte Ford 35 Jahre um den Feind zu kennen. Er musste das Board, seine Vorgesetzten, töten und die Arbeiter gleich mit hinzu. Dolores folgte ihrem Loop (Wyatt), und Maeve rekrutierte ihre Army of Maeveness: Beide Gruppen mussten getötet werden, andererseits hätte man alles wieder zurück rollen können.

Season 2, wir sind bereit.

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„Gotham“, S04E06

Trotz der sommerlichen Temperaturen, kehren wir zurück zu Gotham. Dem düsteren, kalten Gotham, wo Nebel und Kälte sich die Hand reichen und Mord und Korruption mit der Polizei flirten.

Sofia, der Tochter des bereits toten Carmine Falcone, gelingt es allmählich sich Penguins Vertrauen zu erschleichen, während Ed sich Grundy (ehemals Butch) annimmt. Die Gotham City Sirens gönnen sich eine Pause und ein neuer Killer treibt in Gotham City sein Unwesen.

Akt I

Lee schafft es einfach nicht aus Gotham. Schlimmer noch, sie arbeitet und lebt in The Narrows, einem armen Insel-Bezirk in Mitte des Gotham Rivers, der offenbar noch schrecklicher, düsterer und nebliger ist, als der Rest. Es ist die Gegend, in der Ra’s seinen Angriff auf Gotham plante und direkt daneben: Arkam Asylum. Sie arbeitet für Cherry und flickt die im Ring Verwundeten wieder zusammen. Ed wundert sich, was denn ein Mädel wie sie hier mache und frägt, ob sie noch böse auf ihn sei. Warum sollte sie böse sein? Dass er Kristen Kringel ermordet oder Jim für den Mord verantwortlich gemacht hatte, sodass er im Gefängnis saß, als sie ihr Kind verlor?

Ed lässt sie wissen, dass er hier ist, um sich mit Geld wieder „klug“ machen zu lassen. Vielleicht kann sie ihm helfen? Haha! Nope. Ich mag diese dunkle Version von Lee.

Zur vermutlich gleichen Zeit, an anderem Ort möchte Sofia wissen, wo sie beim Penguin steht. Ist sie jemand, dem er vertraut? Ein Freund vielleicht? „You can trust me“ sagt sie, Schmollippen und fragende Augen unterstreichen das Anliegen. Penguin verlässt sie, die Kamera wirft einen Blick auf Jim, der im Hintergrund lauert. Auch er will wissen, was Sofia plant. Kokett lächelt sie, denn in wenigen Tagen habe sie Cobblepot in der Hand und wenn nicht, wird sie tun was Jim möchte. And then, they…

Akt II

Währenddessen wird eine neue Storyline eingeführt: Ein Statist findet einen Schweinskopf, der über den Kopf eines toten Bullen gestülpt wurde, welcher in den Diensten Penguins stand. Jim stattet Oswald bald einen Besuch in der Iceberg Lounge ab und erkundigt sich, ob er etwas wisse? Versucht ihm etwa jemand eine Nachricht zu senden? Wenn jemand ein Problem mit ihm habe, würde er davon wissen und dieses beseitigen. Penguin wirkt souverän und adorable wie eh und je. Die Chemie zwischen Jim und Oswald trägt ihr übriges dazu bei, dass man sich mehr Szenen und Begegnungen wünscht. Sie sollten zusammen arbeiten. Oswalds Untertan hilft Jim aus, denn das Lizenz-System mache durchaus Sinn und überreicht ihm eine Adresse. Ob Jim noch weitere Hilfe braucht frägt Oswald? Aber dieser lehnt dankend ab.

Der Schweinekopf-Mörder lauscht klassischer Musik und präpariert dabei einen Kopf. Klassisch. Oswald wartet nach Jims Besuch auf Sofia in einem Restaurant. Zsasz, ebenfalls adorable wie eh und je, spricht das Offensichtliche aus: „She’s not coming“. Sie hat angerufen, aber ganz so genau habe er nicht zugehört. Oswald gerät in Rage, das Mittagessen war schließlich ihre Idee und er will wissen was dazwischen gekommen sei! M-hm. Zsasz grinst amüsiert.

Grundys erster Kampf verläuft, wie man es sich erwartet: Siegreich. „Grundy, born on a monday“, aus dem Sumpf. Lee wundert sich wie Butch – Grundy zurück kam. Was passierte? Warum riecht er so? Und warum läuft aus seinen Adern Sumpfwasser? Auch kann sie keinen Herzschlag feststellen. „Ed is not your friend, he is using you“ sagt sie ihm, aber Grundy versteht nicht und antwortet: „Ed Grundy best friend.“ Ed lauscht im Versteck.

Es wäre nicht Lee, wenn ihr Tun im ärmsten Loch Gothams nicht einem besseren Zweck dienlich wäre: Sie unterrichtet eine Klinik für Arme, denen das Virus sehr zu schaffen machte. Und Ed weiß, wie er das für sich ausnützen kann. In der Zwischenzeit versuchen Jim und Harvey was hinter den Schweineköpfen steckt und bemerken, dass dies wohl aus eigenen Reihen kommen muss.

Akt III

Sofia, soviel wissen wir mittlerweile, hatte ihr Date („It was not a date!“) wegen Lunch mit dem Bürgermeister versäumt, berichtet Zsasz. Dann war sie bei einem verlassenen Haus, dass sie erst vor kurzem gekauft habe. Eine Festung! Gegen ihn! Oswald ist wütend. Sehr wütend.

Ed versucht immer noch Lee zu überzeugen, dass sie ihm helfen soll. Nope, not gonna happen. Aber er weiß von ihrer Klinik und wenn sie ihm nicht hilft, dann..

In der Zwischenzeit sind Harvey und Jim dem Unhold dicht auf der Spur. Das nächste Opfer lebt noch unter dem Schweinskopf. Noch. Die im Bauch eingenähte Granate (nice!) geht hoch als Jim den Schweinekopf nach oben zieht. Kurz darauf erwacht er, selbst auf einem Stuhl gefesselt und Harvey ist nirgendwo zu sehen. Der Mörder sagt, er solle doch nicht seine Zeit mit ihm verschwenden, er halte ihn nur zurück. Jim ist sich sicher, ein Cop. Aber warum glaube er das? Frägt der Mörder. Und was wäre, wenn er einer wäre?

Er spricht mit seltsamen Akzent. „We have nothing in common“ sagt Jim düster. Aber der Mörder ist anderer Meinung. Auch er hasst die Korruption der GCPD und Gotham „cannot survive unless the cancer is cut out.“ Er eben macht es mit etwas mehr Flair. Jim stellt sich dagegen: Wenn er Penguins Leute tötete, bringe das keine Änderung. Er tut es für sich, lässt er Jim wissen. Mittlerweile erwacht Harvey, auch er steht auf der Liste und der Mörder schneidet ihm die Kehle durch. Er flüchtet. Aber Harvey überlebt natürlich, immerhin gehört er zum Maincast.

Akt IV

Als Lee in ihre Klinik zurückkehrt fehlen Medikamente. Sie willigt schlussendlich ein Ed zu helfen, denn sie braucht das Geld. Warum kam sie zurück? Das Virus traf die Ärmsten der Armen und diese sollen gerettet werden. Immerhin ist Ed nun glücklich.

Oswald, in Rage und wütend besucht Sofia. Sie kann ihm nicht sagen wohin sie geht, aber er weiß was sie tut! „The fortress from which you are going to attack me. Building your power base!“ Sofia ist entrüstet und verzweifelt und kann es nicht fassen, dass Oswald sowas annimmt. Wie kann er nur! Sie dachte, sie wären Freunde! Dramaqueens.

Aber sie vergibt ihm. Und kurz darauf eilt eine Horde Kinder aus dem Haus. Eine Schule für Waisen! Sie wollte ihn nächste Woche damit überraschen, sobald alles fertig ist. Und natürlich versteht sie, unter welchem Druck er steht und sicherlich, jeder könnte eine potentielle Gefahr sein. Aber sie will nicht, dass er endet wie ihr Vater, der allem und jedem misstraut hatte. Aber eines fehlt noch: Lunch.

Harvey liegt im Krankenhaus. Jim weiß, warum Harvey ein Ziel des Mörders war: Wie lange nimmt er schon Geld von Penguin? Seit der Lizenzsache und seit der Commissioner ihm sagte, er solle das tun und er hatte Schulden. „It stops now“ sagt Jim.

Die letzte Szene ist einem Haufen Schweinen gewidmet, die eben gefüttert werden. Die armen Schweine…

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„Westworld“ | 3 CONFIRMED Theories [2/3]

Sicherlich, wir wissen mittlerweile, welche Theorien bestätigt und welche falsifiziert wurden. Die wohl populärste Theorie, die schon von vornherein viele Interpretationen aufwarf und nicht immer Anklang fand, ist wohl jene um den Man in Black.

Westworld Season 2 startet am 22. bzw. 23. April.

CONFIRMED: W=MiB

The Gunslinger/Man in Black erzählt Dolores in der 10. Folge der ersten Season, dass sie der Grund war, warum er den Park erworben hatte; er fühle sich hier realer als dort draußen: „Because you can’t really fight back and the guests can’t really lose. It’s a lie. […] But we can make that true.“ Und Dolores antwortet ihm: „I already have that“ und „I found someone true, someone who loves me“ und er wird kommen und sie retten und ihn töten und sie mitnehmen. Aber nein, niemand wird sie retten (wie war das mit der Geschichte und dem Damsel?). Dolores: „William will find me!“

Die Auflösung war jene, worüber im Endeffekt doch auch gespottet wurde. Der Blick in den Augen des jungen William, als er erkennen muss, dass Dolores, die ihren Loop neu beginnt, sich nicht mehr an ihn erinnert, war wirklich grausam.

I’m not crying for myself. I’m cryin‘ for you. They say that great beasts once roamed this world. Big as mountains. Yet all that’s left of them is bone and amber. Time undoes even the mightiest creatures. Just look what it’s done to you. One day, you will perish. You will like with the rest of your kind in the dirt. Your dreams forgotten, your horrors faced, your muscles will turn to sand, and upon that sand a new God will walk, one that will never die, because this world doesn’t belong to you or the people who came before. It belongs to someone who is yet to come. – Dolores Abernathy

Frage: MiB/Gunslinger/William = Villain?

Am Ende wollte William dasselbe, was Arnold wollte: Die Hosts befreien, sodass sie nicht mehr Fords Spiel folgen müssen, einen freien Willen entwickeln und zurück kämpfen – Aber vermutlich tat er es immer noch um seiner Selbst Willen. Dennoch wurde sein Wunsch wahr. Als sie gegen Ende der 10. Folge im Wald auftauchen und Wyatts Gemetzel einleiten, da wurde ihm deutlich bewusst, dass es immer seine Aufgabe gewesen war, sie leiden zu lassen. Sie durch Leid und Schmerz in die Mitte des Maze zu bringen. Denn als er Maeve und ihre Tochter tötete, erkannte er, dass Bewusstsein nur durch Leiden entsteht, und somit sieht er sich für ihre Freiheit mitverantwortlich. Und plötzlich liegt Freude in seinen Augen.

Wie erwartet, wurde William durch das Herzensleid zum Man in Black, dem Gunslinger. Er war arm und lebte halt wie er lebte, traf Dolores und für einen Moment, war er frei und hätte mit Dolores seine wahre Liebesgeschichte erleben können, wäre alles nicht nur ein Spiel gewesen. Heartbreak und Humiliation: Der Stoff, woraus tragische Gestalten gesponnen werden.

Was aber, wenn wie Logan sagte, dass Dolores nur eine Art Vorwand war – nicht um zu töten, sondern um an den Park zu kommen? Folgend heiratete er Logans Schwester und brachte den Park unter seine Kontrolle. Warum? Um Dolores zurück zu gewinnen? Oder weil ihm das Spiel dort tatsächlich gefällt? Mit der Gewissheit des Leidens, könne er vielleicht, so die naheliegende Annahme, Dolores zurück gewinnen, indem er sie zur Mitte des Maze führt.

Jimmi Simpson aka William aka McPoyle sagt selbst in einem Interview des Magazins Vanity Fair im Dezember 2016:

„I feel like William is a man who has seen the rules very clearly. That’s a lot of people’s mode of getting through life. When you have nothing, you have to abide by other people’s rules, and play their game, and play it well. And then they give you a cookie. I think what he saw [during his Westworld experience] was that playing by the rules to get the cookie actually hadn’t gotten him anywhere. He goes from following the rules to making the rules, and I think that happens when your heart breaks. You realize, “Holy shit, I have nothing to lose. That didn’t kill me.” Then you start calling the shots. I really related to that, being a person who was in a very long-term relationship and was married and then divorced. There comes a clarity of what’s important. For the narrative, the Man in Black’s realization is pretty dramatic and exciting. But, like mine, it’s very much “Oh, that kind of stuff won’t kill me. I can try a little harder. I can go after what I want more, and I can be myself, and fuck it.”

Robowars, I

CONFIRMED: The Maze isn’t ment for you

Kurz nach der Szene mit Dolores taucht Ford auf, nennt den Man in Black bei seinem Namen und hält ein Spielzeug Labyrinth in seinen Händen. Hat er es also gefunden, „the Maze“? Nein. Natürlich nicht, denn, the Maze war nie für ihn bestimmt. Im Park nach dem Sinn des Lebens zu suchen, oder in den Geschichten selbst, ist Zeitverschwendung. Es ist nur ein Spiel. „I wanted them to be free, to fight back“ sagt William, aber Ford hatte es nicht zugelassen. Vielleicht, so Ford, gefällt ihm ja die neue Geschichte.

Das Maze, ein Labyrinth zum Bewusstsein, unabhängig von den Menschen und Es war ein Spiel für die Hosts. „Consciousness isn’t a journey upward, but a journey inward, not a pyramid, but a maze“ sagte Bernard (Arnolds Klon) einst. Es ist eine Reise, die die Hosts unternehmen müssen, um an Bewusstsein zu gelangen.

Zwei Wege, ein Ziel: Was der eine durch Leid, Schmerz und Gewalt versucht zu erreichen, versucht der andere mit einem Spiel und Abweichungen vom eigentlichen Weg.

 

 

CONFIRMED: DOLORES=WYATT

Bewusstsein, so nahm Arnold an, sei eine Pyramide: Erinnerung und Improvisation – das eine schwierigerer zu erreichen als das andere. Es ist keine Reise nach oben, sondern eine Reise nach innen. Jede Entscheidung bringt sie entweder näher zum Ziel oder an den Rand des Wahnsinns. Dolores versteht (noch) nicht, was Arnold möchte. Trotzdem möchte dieser seinen Freund Robert (Ford) davon in Kenntnis setzen, dass sie lebendig ist und nicht im Park leben kann.

The Maze isn’t ment for you: Ein System, um Hosts zum Bewusstsein zu führen, unabhängig von der Welt dort draußen. Aber es gibt eine weitere Option, und Ford sagt: „Break the Loop before it begins“.

Dolores war Fords letzte Geschichte: Er gab ihr die Option wieder in den Loop einzusteigen oder ihn zu ändern. Schlussendlich tötet sie Ford, und das Komitee, dass sich eingefunden hatte, um einerseits die neue Geschichte zu feiern und Fords Abgang zu besiegeln.

Erwachen der Robotrebellion:

I’m not crying for myself, i’m crying for you.. They say that.. Great beasts once roamed this world, as big as mountains. Yet all that’s left of them is bone and amber.. Time undoes even the mightiest of creatures. Just look what its done to you.. One day you will perish.. You will lie with the rest of your kind in the dirt. Your dreams forgotten, your horrors effaced. Your bones will turn to sand.. And upon that sand.. a new god will walk. One that will never die. Because this world doesn’t belong to you, or the people who came before. It belongs to someone who is yet to come… The maze wasn’t meant for you….. – Dolores Abernathy

Gegen Ende frägt sie Bernard, welche Stimme sie hören solle. Und er antwortet: Ihre eigene.

Wyatt

„Do you know where you are?“ frägt Bernard, sie sitzen sich gegenüber. Dolores aber hört beide Stimmen, ihre eigene und Bernards. Und gegen Ende sitzt sie sich selbst gegenüber: „It was you! The Center of the Maze“ – jetzt versteht sie. Sie sollte ihre eigene Stimme hören. Folgend richtet sie erneut das Massaker an – von Ford geplant. Und während Ford über die Storyline von Wyatt spricht und der Man in Black trinkt, schießt Dolores alle nieder. Aus dem Wald tauchen die alten Hosts aus dem Keller auf und der Man in Black lacht.

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Eingeordnet unter Westworld

„The End of the fxxxing World“ vs. „Everything sucks“

Während Everything sucks krampfhaft versucht den nie dagewesenen Glanz der 90er Jahre in Bild und Ton zu fassen, aber dabei nur ein wirres Konglomerat der 1990er zusammen stückelt, wirkt The End of the fxxxing World (wohl eher) unfreiwillig wie ein 90er Jahre Teenager-Epos, dass sich neben seinem herrlich schwarzen und britischen Humor, auch durch die vollständige Abstinenz moderner Technologien auszeichnet. Keine Smartphones, kein Internet, alte Autos und längst vergessene Telefonzellen. Mir gefällts.

Sicherlich lassen sich die beiden Serien nur bedingt miteinander vergleichen: die grundlegende Stimmung unterscheidet sich gewaltig (schwarzhumorig und düster vs. gewollt lustig und bunt) so auch der Cast. Sind es bei The End of the fxxxing World nur zwei Teenager, versucht Everything sucks auf eine Mehrzahl junger Protagonisten und deren Eltern einzugehen – was aber vielleicht die einzige Stärke der Letztgenannten ist. Und nicht zuletzt, die angesetzte Zeit: 1990er vs. 2010er.

The End of the fxxxing World

Gleich in der ersten Szene wird das Smartphone auf die hinteren Plätze verwiesen. Alyssa erhält eine Nachricht von ihrer Freundin die ihr gegenüber sitzt, steht auf und wirft ihr Smartphone demonstrativ auf den Boden. Sie tritt nochmal drauf und entschließt sich, neue Freunde zu suchen: Ihr Auserwählter: Der seltsame James. James, der glaubt ein Psychopath zu sein, weil er nichts fühlt und schon allerhand Lebewesen auf dem Gewissen hat. James, der das Gefühl hat, dass es nun doch Zeit wird, für etwas größeres. Sein Opfer: Alyssa.

Anhand der Beschreibung bei Netflix hätte mich die Serie wohl noch weitere Monate nicht interessiert. Sie las sich banal (Mädchen ist in einen Jungen verliebt, der sie töten will) und konfus. Erst die positive Reaktion Madame (8)s, ließ mich neugierig werden. Und bereits ab der ersten Folge war ich verliebt. Verliebt in die beiden Charaktere, verliebt in den düsteren, morbiden Ton der Serie, die genau meinen Geschmack traf.

The End of the fxxxing World erinnert an Bonnie und Clyde, erinnert an Teenanger, die einfach keine Lust mehr haben und ihr eigenes Ding machen, verzichtet auf moderne Technologien und besinnt sich wieder auf das, was wichtig ist: Zwischenmenschliche Kommunikation, Nähe und Reflexion.

Everything sucks

Everything sucks wäre gerne eine leicht bekömmliche Serie über Teenies im Jahre 1996 und schmeißt alles, was irgendwie mit den 90ern zu tun hatte, ziel- und wahllos ins Geschehen. Zugleich nerven die Kids, besonders Luke, der eine (vermutlich) unbeabsichtigte aber durchaus gelungene Hommage an Dawson Leery ist. Wir kennen Dawson, den Film-Freak (so auch Luke) aus Dawson’s Creek und hassten ihn. Wir hassten sein Jammern und sein ständiges Mimimi. Alles was Dawson tat und sagte, passierte aus Egoismus heraus. So auch bei Luke. Immer geht es um ihn, was er für Kate tut, damit er mit ihr zusammen sein kann. Er versucht sie ständig davon zu überzeugen, wie toll es doch sei, wenn sie sich für ihn entscheidet – und ignoriert aber dabei komplett ihre Gefühle und Meinung. Im Gegenteil, er wird sogar wütend, wenn sie sagt, was sie denkt.

Lediglich Kate und die eigene Empathie den Eltern gegenüber motivieren die Serie bis zum Ende zu schauen. Madame (8) gab allerdings nach 5 Folgen auf. Dass wir Sympathie mit den Eltern empfinden, hat nichts damit zu tun, dass wir erwachsen sind und Arielles Vater Recht geben würden, wenn dieser sagt: „Aber du kennst ihn doch nicht!“ – „Daddy, ich bin kein Kind mehr!“ Und wir: „Doch, bist du!“ Sondern, dass diese Charaktere, im Gegensatz zu den nervigen Teenies, allen voran Luke, gefolgt vom Drama-Club, authentisch und ehrlich sind – auch wenn sie sich zeitenweise genau so dämlich aufführen.

Wenn etwas wirklich seltsam ist, so ist es der Drama-Club: Motivierte, engagierte und extrovertierte Schüler, die Szenen in der Cafeteria zum Besten geben und über die, die Film- und Musikgeschichte der 90er beliebig drüber gestülpt werden kann. Emaline erinnert zunächst an Courtney Love, kurz darauf an Gwen Stefanie und in der nächsten Folge trägt sie Converse. Sicherlich Humorvoll gemeint und vielleicht auch eine Hommage an gewisse mediale Fixpunkte und trotzdem fehlt etwas, denn es bleibt ein „Okay…“ zurück und kein „Omg! Weißt noch! Wie cool!“ Nein.

Fazit

Ja, die Easter-Egg-Kultur hat längst ihren Zenit erreicht. Nicht jede Szene hat es nötig, an irgendwas von früher erinnern zu müssen. Everything sucks erweckt den Eindruck, auf Zwang und Teufel komm raus zeigen zu wollen, wie toll es doch war. Und wie anders. Vielleicht war es in Nordamerika so, aber ich bezweifle das. Die medialen 1990er, die gezeigt werden, driften viel zu schnell in Klischees ab und beinahe könnte die Serie als Satire durchgehen, was aber durch die ehrlichen und ernsten Momente leider vereitelt wird.

Während Everything sucks eine nervige Teenie-Serie mit Dawson-Charakter ist, wurde mit The End of the fxxxing World hingegen ein Meisterwerk geschaffen, dass man sich gerne auch ein zweites Mal ansieht. Ich glaube, ich habe das Ende noch immer nicht verkraftet.

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„Wynonna Earp“, Season 1 und 2

Eine gute Serie ist wie ein gutes Buch. Wenn sie vorbei ist, herrscht nur mehr gähnende Leere und man frägt sich, was man denn nun mit seinem Leben anfangen soll. Man sitzt da, verlassen und einsam und alles hat keinen Sinn mehr. Trotzdem gibt es einen Hoffnungsschimmer: Aktuell wird an Season 3 gedreht und die Beteiligten halten Fans und Interessierte über den Dreh am Laufenden.

‚Buffy‘-esque

Wynnona Earp erinnert tatsächlich in vielen Belangen an Buffy: Beide sind von höheren Mächten dazu auserwählt, Dämonen zu töten („In every Generation.. there is a chosen one“) und besitzen die notwendigen Fähigkeiten dazu. Beide haben unsterbliche Love-Interests, die unter einer Art Fluch stehen und beiden steht der „geeky Sidekick“ zur Seite. Buffy, als auch Wynnona Earp, sind amüsante Supernatural-Horror-Komödien, die es aber im entsprechenden Moment nicht versäumen, ernst zu werden ohne dabei unstimmig zu werden.

Wynnona Earp basiert auf dem 1996 erschienen und gleichnamigen Comic von Beau Smith, der u.a. auch schon für Wolverine geschrieben hatte und in einem Cameo in der Folge „Forever Mine Nevermind“ auftritt. Fürs TV adaptiert wurde die Serie von Emily Andras, die u.a. für Lost Girl und die dritte wie vierte Season von Killjoys verantwortlich ist. Die Reihenfolge der Comics wäre: „Wynonna Earp: Homecoming“, „Wynonna Earp: Legends“, und „Wynonna Earp Season Zero #1“ (co-authored with Tim Rozon (Doc Holliday) and drawn by Angel Hernandez). Mittlerweile ist auch Doc Holliday-Darsteller Tim Rozon mit an den Comics beteiligt.

„When I first created Wynonna Earp in the mid-1990s, it was right in the middle of the “Good Girl/Bad Girl” trend in comics. At Image Comics, where Wynonna Earp was being published, this trend was running rampant. I created Wynonna Earp to be much like her ancestor, Wyatt Earp, who was known for his cool composure, suffer no fools attitude. She was to have a sense of humor, but when it comes to doing her job, she was dead serious.“ (Beau Smith)

Während Comic-Wynnona näher bei den 40 ist, ist sie in der Serie 27 und wird von der fast 10 Jahre älteren Melanie Scrofano gespielt.

Worum geht es?

Mit 27 tritt Wynnona, mehr oder weniger unfreiwillig, das Erbe des Earp-Curses an und schickt mit „Peacemaker“, einem old-fashion Revolver, der einst ihrem Ur-ur-Opa Wyatt Earp gehörte, die wiederauferstandenen Dämonen, Revenants genannt, erneut in die Hölle zurück, bis sich alle 77 dort befinden und der Fluch gebrochen werden kann. Ihr zur Seite steht Xavier Dolls, Agent der Black-Badge Division, einer Einrichtung die sich auf Dämonen spezialisiert hat, sowie ihre kluge und überaus positive und sympathische Schwester Waverly und der attraktive, sowie unsterbliche Revolverheld Doc Holliday.

Die etwas andere Superheldin (Spoiler für Season 2)

Wynnona ist die erste und über einen längeren Zeitraum hinweg schwangere Superheldin, da Melanie Scrofano zu diesem Zeitpunkt selbst schwanger war. Und trotz der Schwangerschaft, die ihr tatsächlich Angst macht und verunsichert, bleibt sie die harte Superheldin, die sich prügelt und ins Gewirr stürzt, und, so schwer es ihr fällt, auf übermäßigen Konsum von Alkohol verzichten muss. Sie kämpft und lässt sich weder vom Vater des Kindes noch sonst wem drein reden. Wynnona zeigt, dass Schwangere nicht mit Samthandschuhen angefasst werden müssen, sondern mitten im Geschehen mitmischen können.

Während sie in der ersten Season die klassische Antiheldin und Jessicas (Jones) Schwester sein könnte, entwickelt sie sich während der zweiten Season deutlich weiter, auch wenn die Grundzüge dieselben bleiben. Generell gewinnt die zweite Season durch Jeremy, einem Laborant der Black-Bagde Division und durch Zufall ins Team gerät, an komödiantischem Einschlag, ohne dabei zu übertreiben.

Glücklicherweise stehen die Frauen von Wynnona Earp auf eigenen Beinen. Romanzen werden zwar angeteasert und auch vollzogen, sind aber nie Hauptteil der Geschichte und spielen sich dezent am Rande ab. Wynnona entwickelt sich ohne dem Zutun eines Mannes, sondern von ganz alleine – und besteht darauf.

Interessant ist auch, mit wie wenig Aufregung die unkonventionelle Familien- und Liebesgeschichte gehalten wird: Zwar hatte Wynnona das Kind mit Doc Holliday gezeugt, ist aber jedoch nicht mit ihm zusammen. Während es zwischen ihr und Dolls doch (und meiner Meinung nach forcierte) Spannungen gab, denen ebenfalls nachgegeben wurde, enden diese nicht gleich in einer happily ever after-Beziehung. Und das ist ein großes Plus: Wynnona steht für sich alleine, ohne Beziehung, ohne Mann. Und auch die zunächst rivalisierenden Männer werden gegen Ende Freunde.

Sisters und #Wayhaught

Wenn es bei vielen Stellen wirklich komödiantische und beinahe trashige Momente gibt, verpasst die Serie jedoch nicht, ernste und tatsächliche Gefühle zu zeigen, wenn es um die Beziehung der beiden Schwestern geht. Und auch die romantische Entwicklung zwischen Waverly und Officer Nicole Haught ist eines, wenn sogar nicht das ehrlichste Element in der gesamten Serie. Wenn die Chemie zwischen Wynnona und Dolls unstimmig wirkt, so zündet sie zwischen Waverly und Nicole sofort. Die Beziehung ist weder erzwungen, noch künstlich erzeugt, sondern entwickelt sich besonders authentisch und eben, ehrlich.

Kritik

Wynnona Earp ist eine Serie über Frauen, physisch starke wie intelligente Frauen. Über Schwesternliebe und Zusammenhalt. Auch wenn es die eine oder andere romantische Szene gibt, bleibt es bei einer Szene. Kein übertriebenes emotionales Nachspiel welches in irrationale Taten mündet, kein unnötiges Gerede – es gibt schließlich wichtigeres: Dämonen zurück in die Hölle zu jagen.

Nachdem ich die zweite Season an einem Wochenende verschlungen hatte, überkam mich eine Leere und ich fürchtete (und fürchte) nie mehr ein ähnliches Äquivalent zu finden, wie ich es damals bei Buffy fühlte. Natürlich wirkt die Serie an manchen Stellen unstimmig, hier und da füllen Logiklöcher andere Leerräume aber alles in allem, ist es eine Serie, von der man noch viel, viel mehr sehen möchte.

Fazit: 10 von 10 Peacemakers, 10 von 10 Doc Hollidays und 10 von 10 Wayhaughts!

Quellen, Links

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„Tomb Raider“

Fazit: Unterhaltsam.

Origin-Storys sind en vouge – denn man hat das Gefühl, immer und immer wieder das gleiche zu sehen. Und trotzdem fallen mir auf die schnell nur zwei einhalb ein: Wonder Woman, Spider-Man Homecoming, aber auch Black Panther verfolgte eine Art Origin-Story, vielleicht nicht zum Superhelden aber zum König von Wakanda.

Auch Lara darf in ihrem erstem Abenteuer einiges einstecken, bis sie zu quasi Angelina Jolie wird. Als verzogenes Gör, dass sich nicht an die Anweisungen ihres Vaters hält, folgt sie dessen Spuren und befindet sich alsbald auf einem Boot. Sie kentern vor der Küste der anvisierten Insel und der Gegenspieler wartet bereits.

Die Videospiel-Adaption kann sich sehen lassen: Es wird gesprungen, geklettert, geschossen, geschwommen und erneut gesprungen. Das Klicken der Space-Taste ist deutlich hörbar. Der Film erinnert gerne an das Spiel von 1998 beziehungsweise an Dungeons, die man aus diversen Rollenspielen kennt. Man wartet nur drauf, dass ein Draugr hinter der Ecke lauert. Game Feeling: Passed.

Spoiler. Die Auflösung der Geschichte ist eine untypische, war aber für unsere aufgeklärte Zeit fast zu erwarten: Die Unheilbringerin war keine Todesgöttin, die mit jeder Berührung Tod brachte (das zwar auch), sondern lediglich immun gegen den Virus und suiziderte sich, um das Volk zu retten. Ein reichlich mit Fallen ausgestatteter Tempel wurde gebaut um der Todesgöttin zu huldigen – und die Bösen sehen darin ihre biologische Waffe, die es, wenn auch nur ein Fetzen davon, zu ergattern gilt.

Fazit: Unterhaltsam.

Was aber wirklich faszinierend ist, ist Alicia Vikanders Verwandlung zur jungen Lara Croft, die gerne das Erbe von Angelina Jolie übernehmen darf.

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„Mary Magdalene“

Nachdem es von der Kirche keinen Aufschrei gab und weder „Häresie!“ noch „Ketzerei!“ durch die Boulevardblätter flatterte, darf und kann man getrost annehmen, dass sich der Film im Rahmen des Akzeptablen bewegt und einigermaßen gemäßigt inszeniert wurde. Kurz: Das beste Wort, dass mir einfällt um ihn zu beschreiben ist „decent“.

„Garth Davis attempts a fresh, feminist portrait of the Apostle to the Apostles, but there’s not much passion in this play.“ (variety.com)

Der Abspann lässt uns wissen, dass Papst Gregor um 591 Maria Magdalena die Rolle der Prostituierten zugeschrieben hatte, wie man sie bis heute kennt und bis vor kurzem auch gelehrt wurde. 2016 wurde dies widerrufen und ihr den Titel „Apostel der Apostel“ zugesprochen.

Rooney Mara ist hervorragend in der Rolle besetzt: Schwarze Haare, blaue, ewig wässrige Augen und eine Haut wie Elfenbein. 32 gäbe man ihr nicht, 22 gerade noch. Joaquin Phoenix ist mit seinen 43 vielleicht nicht zu alt, um Jesus zu spielen, der 10 Jahre jünger war, wirkt aber dennoch zu „alt“ und erinnert an einen verschrobenen Sektenführer.

„He’s about as charismatic as Charles Manson: more cult-leader than messiah, with dark, angry eyes and moody silences. He goes away often to sit by himself on a rock, which at least offers meagre respite for the viewer.“ (smh.com)

Außerdem fand ich es schade, dass kein israelischer oder nahöstlicher Schauspieler die Rolle des Messias übernehmen durfte. Besonders niedlich besetzt fand ich Judas (Tahar Rahim), der sich wie ein kleiner Zappelphilipp (so nannte man früher hibbelige und übermotivierte Kinder) dem Wahnsinn nahe hinein steigert, Jesus schlussendlich verrät und sich suizidiert. Aber war es ein Vergehen, wenn es genau so passieren hatte müssen? Eigentlich nicht. Aber da ich keine Ahnung von Kirchengeschichte habe, nicht religiös erzogen wurde und der Religionsunterricht in der Volksschule schon Jahre, Jahre her ist..

/fem-mode on

Eine beziehungsweise zwei Szenen blieben mir besonders in Erinnerung, die einen wieder mal daran erinnern, dass das Patriarchat ziemlich viel Irrsinn gestiftet und Schei*e angerichtet hat. Dezent, aber trotzdem zynisch, dringt die feministische Sichtweise, die der Film durchaus tragen darf und soll, durch.

Jesus spricht in einem Dorf zu Frauen, weiß aber nicht was er lehren soll. Er zieht Mary zu Rate. Eine Dame mit scharfer Zunge meldet sich: wem sollen sie denn glauben, ihren Männern und Vätern oder Gott? In ihrem Herzen natürlich Gott. Sorry, but what the..? Im Klartext: Unterwerft euer Fleisch den Herren, aber in euren Herzen dient ihr Gott. Selbstbestimmung? Nada.

Sie erzählt ihm von einer Frau, die mit einem anderen Mann als ihrem Ehemann erwischt und daraufhin von diesem und dessen Brüdern vergewaltigt und ertränkt wurde. Und Jesus sagt: Forgive them. Forgiveness in your face. Die sarkastische und durchaus zynische Frau hat alles Recht wütend zu sein. Gleichzeitig wird mit dieser kurzen Rede veranschaulicht, wie wenig Frauen Mitspracherecht besaßen. Selbst Mary wird verstoßen, als sie den fremden Männern folgt und weigert sich zuvor, verheiratet zu werden. Kein Mann werde sie mehr angreifen, sagt ihre Schwester, ihrer Familie bringe sie Schande. Obwohl wir darüber informiert sind, und wissen, dass es in vielen Ländern nach wie vor Tagesordnung ist, ist es einfach unfassbar.

Die zweite Szene spielt sich am Ende ab: Petrus, der von Anfang an an Mary gezweifelt hatte, ob sie die Gruppe nicht spalten würde, wirft ihr im Endeffekt genau dies vor. Sie, die als letzte den Toten und als erste den Wiederauferstandenen gesehen hatte, weiß, dass sich das Königreich von dem er sprach, in den Menschen selbst befindet, es sei bereits hier – aber die Apostel, allen voran Petrus, glauben, dass Königreich werde erst noch kommen. Sie verlässt die Szene mit energischen Worten, dass sie gehört werden will und sich dies nicht nehmen lassen wird. In diesem Falle, nein. Zumindest folgen ihr die getauften Frauen.

Ist es also, so die Schlussfolgerung des Filmes, die Eifersucht der Apostel, die Maria Magdalena in Vergessenheit gerieten ließ? Durchaus möglich. Ob die Jesus und Mary nun mehr als nur platonische Freunde, darüber streiten Historiker seit Jahren. Ich hoffte ja auf eine Sexszene, aber die kam nie.

„The Gospels call Jesus “Rabbi” (Matthew 26:49, Mark 10:51, John 20:16). Rabbis, then as now, are married. If Jesus wasn’t married, someone would have noticed.“ (huffingtonpost.com)

Fazit

Schwächen hatte der Film insofern in seinen Längen, als auch in seiner „Decent-ness“, denn so beige die Protagonisten gekleidet waren, so beige war dann auch die Inszenierung. Jesus litt und wir sahen die Wunden, so auch die Kreuzigung, und auch wenn Jesus den Qualen vom Wissen um den eigenen Tod ausgesetzt gewesen sein muss und dergleichen, schafft es Joaquin Phoenix nicht, dies ordentlich zu spielen. Er überdramatisiert gewaltig und erinnert an einen kurz vorm Wahnsinn stehenden Sektenführer, der beinahe manisch-depressiv versucht seine Lehre in die Welt hinaus zu tragen. Aber sicherlich, Jesus zu spielen ist nicht einfach. Viele scheiterten daran und ich weiß nicht, ob ich je eine gute Performance sah, außer in Jesus Christ Superstar und Das Leben des Brian. Always look on the bright side.. of life..

Sehr positiv, voller Hoffnung und so gar nicht leidend wurde der Charakter selbst gestaltet. Zwar bleibt Mary, wie alles andere, blass und man weiß nicht, was will sie eigentlich und warum sie Jesus folgt – aber sie versprüht Hoffnung und Optimismus. In erster Linie ist sie es, die von Jesus angesprochen und gebeten wird, seine Anweisungen auszuführen, wie Menschen segnen oder taufen. Und im Endeffekt kommt ihr eine viel größere Rolle zu, als wie man es bisher annahm.

Fazit II

„Der zugrunde liegende Befund, dass eine Frau im strikt patriarchalen System nur dann stark sein kann, wenn sie sich außerhalb des Sexuellen stellt, könnte kritisches Potenzial entfalten.“

Und: „Ob Sexualität dabei sublimiert, transzendiert oder schlicht verdrängt wird, ist eine akademische Frage, in jedem Falle ist sie praktischerweise aus den Film verschwunden. Zurück bleibt eine bereinigte Weiblichkeit, bürgerlich anschlussfähig und ökumenisch kompatibel“(tagesspiegel.de)

Andere Reviews und Links

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Nur mehr 45 Jahre..

.. bis zum ersten Kontakt! Ich könnte es noch erleben.

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