Archiv der Kategorie: Kritik und Rezension

Kritik und Rezension zu Buch, Film, Musik und Zeugs

Westerosi Rhapsody

„I’m just a poor little silver haired Khaleesi… But if you fuck with me I’ll torch your whole family. So do yourself a favor and BEND THE FUCKING KNEE!“

Credit: Jolly Roger Cinema (YouTube)

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Eingeordnet unter Popkultur 'n Geek-ish, Game of Thrones

Serienmittwoch #89

Die Frage von Corly lautet: „Welche Seriennews interessieren euch am meisten, falls ihr speziell danach such oder mal zufällig was mitbekommt? Was interessiert euch gar nicht?“

Was mich interessiert

  • Ausstrahlungstermin. Ich googelte sicher schon gefühlte 100x wann es denn endlich mit Gotham und The Expanse weiter geht.
  • Making-ofs. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie eine Szene/Folge produziert wird.
  • Ob es neue SF-Serien gibt. Meine neueste Entdeckung war die brasilianische Netflix-Produktion 3%. Sehr zu empfehlen (bestenfalls OV mit deutschen Untertiteln).
  • Tinfoil Theories! Ich liebe Reddit und das Internet für all die verworrenen Theorien – was aber auch nur bei gewissen Serien wie GoT, Westworld oder LOST funktioniert.
  • Memes. Fraglich, wie lange Memes ihren populären Stellenwert als amüsante Internet-Kultur noch behalten werden.
  • Wann (Datum von Beginn bis zur Ausstrahlung) was (welche Serie) wie (Genre, Art) und mit wem (Darsteller) und von wem (Sender, Produzent) produziert werden soll.
  • Ans Herz gewachsene Darsteller (wie bspw. Krysten Ritter oder Robin Lord Taylor) – wobei die Instagram-Accounts aller Wahrscheinlichkeit nach professionell verwaltet werden und vieles nur der ständigen Sichtbarkeit wegen inszeniert wird. Trotzdem werden Fotos oder Videos einer strickenden Krysten Ritter, (ab und an mit putzigem Hund) nie langweilig.

Was mich nicht interessiert

  • Trailer zur nächsten Folge (Spoiler!).
  • Beziehungsweise generelle Informationen über die Handlung der nächsten Episoden und Seasons.
  • DVD/Blu-Ray Veröffentlichungen. Ich kaufe seit Ewigkeiten keine mehr und im Gegensatz zu Büchern überleben sie mich (vermutlich) nicht und sind irgendwann unbrauchbar; Ich zöge es nur dann in Betracht, wenn es viel Bonus-Material gäbe, das wirklich, wirklich außergewöhnlich ist. Da dieses aber früher oder später dennoch auf YouTube landet, erübrigt sich der Kauf. Ich gleiche dafür wieder mit Merchandising aus.
  • Das Privatleben diverser Serien-Celebritys. Wobei es natürlich an verregneten und Motivationslosen Tagen dazu kommen kann, dass ich von „How to make a nuclear reactor“ bei „Why Hollywood won’t cast XY anymore“ lande oder bei „10 things you didn’t know about YX“. Aber das wäre dann dem time-sink geschuldet und nicht aktiver Recherche.

Zwiegespalten bei

  • Neuigkeiten von Preisverleihungen (wer gewonnen hat interessiert mich gelegentlich, aber nicht das gesamte Event an sich).
  • Conventions. Einerseits wäre ich selbst gerne im Zentrum, andererseits scheitere ich schon bei der Überlegung: Wen cosplaye ich – und wie? Und wie teuer wird das? Und sieht es nach was aus? Aber eigentlich will ich keine Aufmerksamkeit (Lösung: Stormtrooper oder sowas. Man ist im Zentrum, wird aber als Person nicht wahrgenommen). Und wie teuer kommt mich die Convention? Preis. Anfahrt. Übernachtung. Geschenke an mich selbst. Und will ich 50€ für ein 5 Sekunden dauerndes Photoshooting mit einem Star ausgeben und davor ewig anstehen? Ich würde dann vermutlich die „günstigen“ wählen. Und wie voll sind die Panel? Was wenn die zwei Panels, die mich interessieren, zur selben Zeit stattfinden? Und wie viele Leute werden dort sein? Ich mag keine Menschen-Mengen, selbst wenn es alles Geeks und Quasi-Friends sind. Lösung: Ich warte, bis Comics und Serien wieder out sind und gehe dann auf Veranstaltungen – oder überwinde mich eines Tages doch noch. TL;DR: Ich sehe mir gerne Bilder an, aber es interessiert mich nicht zwangsläufig, wo und wann die nächste Convention mit wem stattfindet.

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„Black Mirror“, S03E04

Es ist und bleibt wohl das Markenzeichen von Black Mirror, dass man sich 3/4 der Zeit frägt: Worum geht es eigentlich und was zur Hölle ist jetzt so außergewöhnlich, und wann kommt der Twist? Doch nach und nach erahnt man es und gegen Ende lächelt man. Oder auch nicht. Entweder empfängt man die zu Schau gestellten Technologien der nahen Zukunft mit offenen Armen oder sieht sie als Warnung und bekommt Bauchweh.

Lässt sich über eine Black Mirror-Folge schreiben, ohne dass das Erlebnis gespoilert wird? Jein. Zur Sicherheit: Dezente Spoilerwarnung.

Ein Thema, dass sich durch fast alle Folgen zieht, ist die Idee des Mind Uploadings. Wir wissen, dass dies in der Realität nicht funktionieren kann und anstatt „uns selbst“ hoch zu laden, wird lediglich eine Kopie von uns, beziehungsweise unserem Bewusstsein, erstellt. Es ist irreführend zu glauben, dass „wir“ selbst wo hin transferiert werden. In „San Junipero“ funktioniert es. Man stirbt, und „tritt nach dem Tod über“, nennt es „passing“ und verbringt die Ewigkeit in einer virtuellen Realität. Und wenn man möchte, kann man sich löschen und ist weg. Und zig tausende, Millionen von Menschen nehmen an diesem Projekt teil. Fraglich, ob es sich nicht doch um dieselbe Technologie wie in „White Christmas“ (S02E04) handelt.

Worum geht es?

Die junge, introvertierte Yorkie (Mackenzie Davis) trifft in den 1980ern auf die junge, extrovertierte Kelly (Gugu Mbatha-Raw). Sie verbringen eine gemeinsame Nacht zusammen und Yorkie versucht daraufhin Kelly wieder zu finden. Aber ohne Erfolg. Kelly scheint wohl abgereist zu sein. Man ahnt nichts übles, doch erst als die beiden Darstellerinnen trotz des Zahnwechsels, der an Musik, Mode und Filmpostern ersichtlich ist, nicht altern, beginnt der Prozess einzusetzen. San Junipero wirkt wie ein Ferienort, an dem man Urlaub macht, die hiesigen Clubs besucht und eine gute Zeit hat. Stutzig wird man, als sie in einem abgelegenen Rocker-Swinger-Club auf Wes trifft, der sich zuerst mit Kelly getroffen hatte, der meint, sie solle sie doch in einer anderen Zeit suchen: „Seen her in ’80s, the ’90s, 2002 one time.“ Die Zeit ist sowieso knapp bemessen und um 12 Uhr geht das Licht aus. Für alle.

Wenn aktuelle Filme und Serien öfters von Technikkritik geprägt sind, erlaubt „San Junipero“ das Gegenteil. Die virtuelle Realität erinnert an die OASIS („Ready Player One“), mit dem Unterschied, dass die Lebenden nur einmal in der Woche für fünf Stunden dort sein dürfen. Verständlich, denn die Welt ist soviel besser: Man kann sich nicht verletzen und nicht sterben. Aber man kann sich verlieben, streiten und Schmerzen empfinden, im Jahrzehnt seiner Wahl. Und Kelly will nur Spaß haben, und nichts weiter als das.

Kelly: „Uploaded to the cloud – sounds like heaven.“

In der Realität liegt Yorkie seit 40 Jahren im Bett und wird nur mehr durch lebenserhaltende Maßnahmen vor dem Tod bewahrt. Nachdem ihre Eltern sie aufgrund ihrer Homosexualität verstoßen hatten, hatte sie versucht sich umzubringen. Schlimmer aber noch: Diese verweigern ihr die aktive Sterbehilfe, sodass es ihr verwehrt bleibt, ihr Bewusstsein vollständig nach San Junipero zu schicken, um dort zufrieden leben zu können – nachdem sie in der Realität immer noch alles mitbekommt – aber sich nicht regen oder bewegen kann.

Dieses Story-Element finde ich, neben den technologischen Möglichkeiten, einen Blick wert: Es gäbe die Möglichkeit aus dem Leben zu scheiden – aktive Sterbehilfe scheint in dieser Zukunftsvision kein Problem zu sein – und es gäbe die Möglichkeit des Glücks für diese Personen in eben einer virtuellen Realität. Aber aufgrund ihrer Homosexualität wird der Protagonistin dies (von ihrer eigenen Familie) verweigert. Ein großes Kopfschütteln bleibt zurück, besonders, wenn es sich um die nahe Zukunft handelt. Es lässt sich nur zynisch schließen: Technologien verändern sich, Menschen nicht – Technologien ermöglichen Chancen und Menschen nutzen sie zu böswilligen Zwecken. Same old same.

Yorkie verabredet sich mit Kelly in der eigentlichen Realität und nachdem sie beschlossen hatte einen Krankenpfleger zu heiraten, der sie vom Leiden erlösen sollte, springt Kelly kurzerhand ein. Sie heiraten im Krankenhaus, Yorkie wird aus dem Leben entlassen und sie treffen sich in Hochzeitskleidern in San Junipero wieder. The End. It’s a happy ending!

Fazit: „San Junipero“ ist eine beinahe optimistische Folge und veranschaulicht fast zynisch (ruft man sich alle anderen Folgen in Erinnerung) welch positive Nebeneffekte gewisse Technologien, wenn möglich, mit sich bringen könn(t)en. Nein, es ist die einzige Folge, die tatsächlich angenehm ist und keinen Stein im Magen hinterlässt.

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„Game of Thrones“, S07E07

„The Dragon and the Wolf“ leitet das Ende der 7. Season ein, und bevor vermutlich 2019 die letzte Season anlaufen wird, heißt es warten, warten und nochmal warten. Laut Nikolaj Coster-Waldau sollen die Dreharbeiten im Oktober 2017 beginnen, hoffentlich fern ab von Stalkern, Spionen und Spielverderbern. Sämtliche Scripts die gerade im Umlauf sind halte ich für Fake. Sollten Mitte April erneute Spoiler auftreten, rate ich zur Vorsicht.

„The Dragon and the Wolf“

Auch in dieser Folge trafen viele Charaktere aufeinander, die sich seit langem nicht mehr gesehen hatten. Die „most anticipated scene ever“ wurde so nüchtern wie notwendig gehalten, und ich wäre enttäuscht gewesen, hätte man sie ganz weg gelassen oder nur angedeutet. Aber es war absehbar. Es war die einzig logische Konsequenz – von Anfang an. Das einzige, was noch tatsächlich an „Game of Thrones Season 1-4″ erinnerte.

Trotz alledem stellen wir uns immer noch die Frage: Wo ist Ghost?

Credits: myjeneral

King’s Landing Get Together

Fast an ein besorgtes Elternpaar erinnernd, sprechen Brienne und the Hound über Arya. Brienne fühlte sich etwas schuldig, hätte sie den Hound fast getötet, als sie sich – wer die Verantwortung über Arya bekommt – duellierten. Und Arya rannte weg. Der Hound frägt, wenn Arya in Winterfell ist, und Brienne hier, wer beschützt sie dann? Ich bin sehr auf ihr Wiedersehen in Season 8 gespannt. Spin-Off!

Brienne trifft Jaime wieder und ist sichtlich berührt. Sie hat nicht viele Männer zur Auswahl: Eben genannter, der seine Schwester begattet, oder Tormund, der sich damit brüstet mit einem Bär kopuliert zu haben. Eine in der Tat schwierige Entscheidung. Tyrion, Podrick und Bronn treffen seit Blackwater wieder aufeinander und Tyrion wiederholt das Angebot an Bronn, aber dieser bleibt bei den Lannisters.

Das Zusammentreffen ist weniger nett und sympathisch als es noch in „Eastwatch“ war. Die Anwesenden stehen unter Spannung, Queen Cersei und das Abkommen das geschlossen werden soll, mag mehr auf die Gemüter drücken, als das Fangen eines Wight. Mad Queen Cersei > Night King.

Und zu guter Letzt trifft Sandor Clegane auf seinen Bruder, den Zombie Mountain. Nein, sie werden sich noch nicht gegenseitig töten, aber bald. Cleganebowl confirmed.

The Hound: „That’s not how it ends for you, brother. You know who’s coming for you. You’ve always known.“

Daenerys, die nicht mit den anderen nach King’s Landing segelte, sondern auf ihrem Drachen anfliegt – Rhaegal geht es übrigens gut, er fliegt vergnügt mit Drogon am Firmament – bietet einen imposanten Auftritt. Nicht weniger hätten wir von ihr erwartet. Vor den Toren stehen zwei ungleiche Armeen bereit.

Nach Eurons Unterbrechung ergreift Tyrion das Wort. The Hound bringt den Wight. Aber die Kiste bleibt still. Er stößt die Kiste um und heraus poltert ein Zombie. Er stürmt direkt auf Cersei zu, die tatsächlich fast in Panik gerät. Daenerys beobachtet sie, und ich hatte etwas Mitleid mit dem armen Ding, so fern von der Heimat, ganz allein, an einer Kette hängend und zur bloßen Abschreckung entführt.

The Hound schlägt ihn entzwei und der Torso robbt sich dem Publikum entgegen. Er schlägt ihm die Hand ab und Qyburn stiehlt sich mit wissenschaftlicher Neugier zu dieser hin. Am liebsten hätte er sie eingesteckt, reicht sie dann aber (etwas enttäuscht) an Jon weiter und die Demonstration beginnt: Man kann sie mit Feuer, oder Dragonglass zerstören.

Soweit so gut. Cersei ist bereit den Krieg auszusetzen, sofern Jon sich für keine der beiden Seiten entscheidet und im Norden bleibt. Jon Snow ist und bleibt Jon Snow, ein ehrlicher Mann, der Sohn seines Vaters Ned Stark und entgegen der Hoffnung aller anderer, kann er nur einer Königin die Treue schwören die er einzuhalten vermag, und diese ist Queen Daenerys. Tyrion wusste offenbar noch nichts davon.

Cersei steht auf und verlässt die Ruine in der früher Drachen gehalten wurden. Arme Drachen, wer denkt sich sowas aus? Tyrion folgt ihr, während Daenerys und Jon über dem Schädel eines winzigen Drachens über die weitere Vorgehensweise flirten. Alsbald kehrt Tyrion mit Cersei zurück und sie verspricht nicht nur Waffenstillstand, sondern auch Hilfe.

Queen Cersei goes full mad

Wer hätte gedacht, dass es so enden würde. Tyrion eilte der Queen of King’s Landing nach, ein emotionaler Schlagabtausch beider Parteien folgt und es wirkt beinahe so, als sei Cersei tatsächlich etwas in ihrem Leben wichtig: Ihr ungeborenes Kind.

Von Wegen. Als Jaime sich mit den Kommandanten der Armee bespricht, belächelt sie ihren Bruder, den sie schon immer für den dümmsten aller Lannisters gehalten hatte. Man mag von Cersei halten was man will, aber sie ist klug. Was soll die Lannister Armee ausrichten, wenn zwei Drachen (wo ist übrigens der dritte?), die Unsullied (immer noch stattlich an der Zahl) und Dothraki im Feld sind? Außerdem können die Kreaturen mit Feuer getötet werden.

Jaime ist eine geschlagene Seele. Ein Ritter, der den Unsinn seiner Schwester erkennt und Daenerys und Jon Glauben schenkt. Er weiß, dass es um Leben oder Tod geht.

Aber Cersei kümmert das nicht. Sie beruft sich auf die Söldner der Golden Company (werden wir Daario wieder sehen?) und die Iron Bank. Während er Ritter gespielt hatte, hatte sie gelauscht und gelernt. Euron, der zuvor noch aufgestanden, und überzeugend erschrocken gewesen war, sich versicherte, dass diese Kreaturen nicht schwimmen können und Daenerys nahe legte, dass auch sie sich auf ihre Insel zurück ziehen soll, sei auf dem Weg nach Essos um eben diese 20 000 Sölder nach Westeros zu bringen.

Jaimes Herz bricht, seine Schwester – die wusste, dass er diesen Plan nie gebilligt hätte – hatte ihn hintergangen und er muss wohl vollends anerkennen, dass Cersei komplett wahnsinnig geworden ist.

„No one walks away from me“ sagte Cersei und ist kurz davor Jaime zu töten, tut sie aber nicht. Er geht. Es schneit über King’s Landing und er reitet, vermutlich, nach Norden.

Well played Cersei?

The North Remembers

Sansa: „You stand accused of murder and treason. How do you answer….. Lord Baelish?“
Lord Baelish: „None of you were there to see what happened, none of you knows the truth.“
Bran: „You held a knife to his throat. You said „I did warn you not to trust me.““

Ich hatte also Recht und Aryas Plan war vielschichtiger als man von außen hätte erahnen können und wir unterschätzten Sansa, die ihrem Namen als Lady von Winterfell alle Ehre machte. Und dabei hatten wir die Antwort eigentlich schon seit Beginn vor unserer Nase:

Sansa: „When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.“

Winterfell scheint für dieses eine mal noch sicher. Ob Arya sein Gesicht genommen hat?

Aber viel wichtiger, wenn auch etwas irritierend: Viele Erinnerungen an Ned Stark, aber keine an ihre Mutter. Warum?

A Song of Ice and Fire

Ja, es hatte einen Grund warum die Szene zwischen Missandei und Grey Worm um soviel intimer und wärmer war, als jene von Jon und Daenerys, die zeitgleich von Tyrions besorgten Blicken unterbrochen wird. Ohne einen romantischen Kuss voraus zu schicken, ohne schüchternes annähern à la Outlander, wird eingefangen, was es einzufangen gilt: Tabubruch. Nackt liegen sie da und binnen wenigen Minuten beginnt es. Begleitet von Brans Stimme der einem erzählt: Es ist Aegon Targaryen – „rightful heir of the throne.“ Und nicht mehr. Alles andere wächst auf heuchlerischer Doppelmoral. Bran sagte nicht: „It’s wrong“ oder „Oh no, they are related!“ sondern lediglich, dass Daenerys nicht die rechtmäßige Erbin des Thrones ist. Und interessiert Jon der Thron? Es interessierte ihn nicht einmal Lord of Winterfell zu sein, warum sollte er nun König sein wollen? Aber ja, es wäre nicht bittersüß, wenn Daenerys nicht mit dieser Art der Thronfolge brechen wollte.

Natürlich hatte ich meine Freude an der Szene, natürlich fand ich sie trotz der kurzen Darstellung anmutend und nett. Und trotz all dem Tam Tam um den Inzest sollte man sich in Erinnerung rufen, dass es Drachen gibt, und Zombies und Magie, und Königshäuser diese Praktik seit Menschen Gedenken betrieben hatten – selbst die Eltern von Ned Stark waren Cousinen. Zugegeben, Daenerys und Jons DNA liegen näher zusammen als wie bei gewöhnlichen Cousinen..

Aegon Targaryen

Werden wir uns an den Namen gewöhnen können? Rhaegar musste tatsächlich besessen sein von der Prophezeiung des Azor Ahai, warum sonst sollte er zwei Kinder nach Aegon, the Conqueror, benennen? Samwell, der sich mit Gillys Fund krönte, sollte sowieso eine fette Kopfnuss bekommen. Immerhin wird die Annahme bestätigt, dass der Maester ihm die zu kopierenden Bücher nicht nur zum Spaß gegeben hatte, sondern vermutlich tatsächlich wollte, dass Sam etwas findet? Und natürlich hatte Bran für Samwell die bisher emotionslastigste Regung. Nicht für seine Schwestern, aber für Samwell, der ihn hinter die Wall gebracht hatte.

Damit endet die 7. Season. Das Warten beginnt und Winter kommt bald, auch bei uns.

Vielleicht sind diesmal etwas zu viele Memes in den Beitrag geraten, aber eines noch:

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The Adorkable Misogyny Of „The Big Bang Theory“

Fazit: Sehenswert!

Viele der negativen Verhaltensweisen, die im Video als Beispiel heran gezogen werden, sind uns nicht als solche bewusst. Selbst ich wuchs mit allgemein akzeptierten und romantisch-verklärten (Stalker-)Vorstellungen auf, wie etwa: „Oh, er stellt ihr, während sie schläft, einen Weihnachtsbaum im Zimmer auf, wie aufmerksam!“ (Untamed Heart, 1993) oder „Oh, er droht Suizid an, wenn sie nicht mit ihm ausgeht, wie nett!“ (The Notebook, 1996). Und auch ich musste lernen, dass diese Vorgehensweisen nicht romantisch, sondern gefährlich sind – auch wenn Medien, Filme, Bücher, Fernsehen und weiß der Teufel was, es uns anders verkaufen möchten. Hier noch weitere Film-Beispiele.

„Nerds sind cool!“

The Big Bang Theory fiel und fällt, wenn überhaupt, nur unter jene Kritik, dass Nerds – wenn auch sichtbarer, und in ein „cooles“ Zentrum gerückt (Nerds waren/sind plötzlich cool) – immer noch „lächerlich“ gemacht werden und dem Kanon der Trottel-Inszenierung folgen – auch wenn sie hoch intelligente Physiker sind und mit einer Reihe, für den Normalverbraucher, unverständlicher Begriffe um sich werfen. Im täglichen Leben wird trotzdem über „Nerds“ gelästert und sich auf ihre Kosten amüsiert – außer vielleicht sie sind erfolgreich, gesellschaftstauglich und ansehnlich. Nicht zu vergessen, dass TBBT eine Comedy-Sendung sein will, die sich selbst nicht all zu ernst nehmen mag und teilweise auch gezielt selbstironisch mit seinen Inhalten umgeht und deren Handhabung so in gewissem Maße legitimiert.

Auch ich mochte die Serie zu Beginn, vor allem der wissenschaftlichen und geek’schen Aspekte wegen, bis diese mehr und mehr in der Hintergrund gerieten und ich irgendwann bei Season 6 oder so ausstieg, da der Fokus nur mehr auf Liebes-Drama als wie auf Wissenschaft und Popkultur gerichtet war. Also fern ab einer feministischen Sichtweise – denn damals hatte ich noch nicht ganz das Bewusstsein dafür und Madame (8) hatte noch viel Arbeit vor sich. Sicherlich fiel mir auf, dass die einzige (blonde) Frau das Dummchen ist und die Sendung generell kein gutes Licht auf Frauen wirft – nahm es aber, wie vieles andere, einfach hin. Ein feministisches Bewusstsein kann (und soll auch) nicht erzwungen werden, es entwickelt sich. Manchmal kommt es urplötzlich, manchmal schleichend.

The Adorkable Misogyny Of „The Big Bang Theory“

Investiert diese 20 Minuten eures Lebens.

 

Ein Kommentar

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„Tulip Fever“

Spoilerwarnung.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zum Entschluss, dass sich der Film wohl als (wohl unfreiwilliger) pointierter Moralapostel verstehen mag – anstatt, wie angenommen und damit beworben, romantisches Kostüm-Drama. Der betrogene Mann überlässt Hab und Gut der Magd, die mit dem Fischer zusammen einen Bastard zeugte, und die betrügende Frau landet schlussendlich wieder da, wo sie ursprünglich her kam: Im Kloster.

Die Tulpenwette- und Handel mit diesen, passiert lediglich nebenbei um zwei Hauptcharakteren zum tiefem Fall zu verhelfen. Die interessante Komponente des Filmes, Blumen als Investment und welche Rolle Klöster dabei spielten, bleibt weitgehend verborgen. Der eine wird bestohlen, wird (zurecht) wütend und muss zur Navy, der andere gewinnt zwar, ist aber so dämlich und vertraut einem süffigem Freund die teuren Knollen an, der sie schlussendlich frisst.

Was sich wie Satire, oder dem Klapptext eines billigen Romans liest, wird dramatisch-leidenschaftlich sowie dramatisch-leidend inszeniert und eine jede neue Handhabe der Geschehnisse bringt noch mehr Unheil mit sich. Ich komme also zur Überzeugung, dass es keine Satire sein kann, aber auch keine Liebes-Geschichte. Was dann? Wohl am ehesten ein klassisches Melodram.

Worum geht es?

Die hübsche Alicia Vikander ist mit Christopher Walz (einem zunächst narzisstischen, dann empathischen Mann) verheiratet. Im Kloster als Waise aufgewachsen, heiratet sie – vermag es aber nicht, ihm Kinder zu gebären. Man weiß zu Beginn nicht ganz so genau: Hasst sie ihn? Fühlt sie sich vergewaltigt? Mag sie ihn überhaupt? Nach und nach bemerkt man, sie fühlt sich schuldig – da es doch im 17. Jahrhundert des Weibes Pflicht ist, dem Mann Erben zu schenken, vor allem, wenn er sie aus der Armut rettete – und zugegeben, mit dem Gedanken spielt, sie wieder dort hin zurück zu bringen. Ist sie also nur ängstlich? Man weiß es nicht.

Brenzlig wird die Sache, als der junge Künstler Dean DeHaan engagiert wird um ein Portrait zu malen. Das eine führt zum anderen und sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre, inklusive Sex ohne Nachthemd. Die Geschichte wird von der Magd erzählt, die ihrerseits eine Liebelei mit einem Fischverkäufer hat, der sie, und jetzt wird es richtig brenzlig, auch schwängert.

Um nicht aufzufallen gibt der von Alicia Vikander gespielte Charakter vor, selbst schwanger zu sein und spannt einen Arzt mit ein, der vermutlich keiner ist und sich lieber an Frauen vergeht. Christopher Walz ist überglücklich – nur anfassen darf er sie nicht. Das ganze läuft besser als erwartet und sogar ihr Plan, bei der Geburt zu sterben, geht auf. Dummerweise rechnete sie nicht mit den unausweichlichen Schuldgefühlen. Denn als sie das Gespräch ihres Mannes mit dem Arzt belauscht, dieser solle doch das Leben seiner jungen Frau retten und dafür das Kind sterben lassen – setzen sie so richtig ein. Und das beste: Erst kurz davor hatte der alte Mann ihr gebeichtet, dass er damals den Herrgott angefleht hatte, doch seine Frau zu nehmen aber das Kind leben lassen möge. Wtf? Dachte ich mir auch.

Sie lässt sich in einen Sarg einnageln und wird via Gondel über den Fluss gebracht. In einem Zimmer wartet sie auf den Künstler, der sich im Tulpengeschäft eine Menge Geld zusammen geklaubt hatte, sodass sie sich absetzen können. Aber soweit kommt es nicht. Der unfreiwillige Moralapostel wäre keiner, wenn der hintergangene Mann (es gibt Anzeichen, dass er sie selbst betrog), nicht doch noch von all dem erfahren würde. Der Fischverkäufer hatte einst geglaubt, seine Magd sei zum Künstler ins Apartment geschlichen, dabei war es die Mistress in ihrem Gewand! Oh mein Gott! Und das Kind, dass der Alte liebevoll im Arm gehalten und geglaubt hatte, es wäre seines, ist es gar nicht! Welch Tragik!

Der Künstler findet den Mantel, den die von Schuld zerfressene Alicia Vikander in den Fluss geworfen hatte, und glaubt seine Geliebte sei tot. Der Mann überschreibt Hab und Gut auf die Magd, rät zur Hochzeit und das Haus mit Leben zu füllen. Was auch passiert. Er selbst reist nach Indien und wird dort glücklich, ebenfalls mit einer Familie. 8 Jahre später sehen wir den Künstler, wie er in einer Kirche malen soll, nicht ganz ohne das Zutun einer gewissen Nonne, und dort erblickt er seine ehemalige Geliebte. Sie lächeln sich zu. The End.

What?

Weitere Gedanken

Die Szenerie ist von Gott, Glauben und Schuld geprägt. Die Motivationen der Charaktere funktionieren bedingt – und da es bis auf wenige Ausnahmen, alles tolle Schauspieler sind, fragte ich mich, warum eben nur bedingt. Vermutlich war Christopher Walz unterfordert und Alicias Vikanders Rehblick mag ihre Gefühle nicht eindeutig zuordnen. Genau so neben der Rolle liegt Dean DeHaan. Die einzige die wirkt, ist Holliday Grainger. Sie ist in ihrer Rolle als glückliche, später verzweifelte Magd authentisch.

Judi Dench ist das Highlight des Filmes: Als schlagfertige Nonne, die im Tulpengeschäft kräftig mitmischt, den Mädchen Bildung näher bringt und für ihr Wohl sorgt, verprügelt sie nebenbei, begleitet von Wach-Gänsen zwei Einbrecher. Ich hätte lieber einen Film über Judi Dench als berechnende und hinterlistige Tulpenkönigin gesehen.

Fazit: Leider funktioniert weder die Szenerie, noch wird dem Zuschauer ernsthaftes Mitgefühl heraus gelockt. Die Kamera rast von einem Ort zum anderen Ort und dass, obwohl die Kulissen tatsächlich sehr real wirken, bleibt keine Zeit Details einzufangen, bleibt keine Zeit sich Zeit zu nehmen. Übrigens sind Tulpen giftig und der Verzehr kann zu Bauchschmerzen, Durchfall und Krämpfen führen.

Recherche

  • Die Tulpen-Spekulation Hollands im 17. Jahrhundert ist das erste dokumentierte Spekulationsgeschäft der Geschichte, der erste Börsencrash 1637.
  • Tulpen wurde im 16. Jahrhundert erstmal aus der Türkei importiert.
  • Ebenfalls sagt mir Google, dass der Film seit 2000 in Planung war, 2014 gedreht wurde und schon letzten Sommer hätte in den Kinos anlaufen müssen. Bissiger Zusatz: Wenn man sich den Film ansähe, wisse man warum der Start dreimal verschoben wurde. Es fiel also nicht nur mir negativ auf.

Kritiken (und Quellen)

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„Game of Thrones“, Spotted S07E06

Nur mehr eine Folge und 80 Minuten. Nur mehr eine Folge. Eine einzige!

Land of Ice and Snow

Klicktipp: Ein Game of Thrones-Teppich, der alle Folgen enthält. Thx Ireland! Und wen die Locations interessieren, an denen die siebte Season gedreht wurde, der klicke bitte hier. Embrace yourself, tourists are coming.

#Mophie

  • Alan Taylor, Regisseur (S07E06) über Arya und Sansa: „I love the fact that these two come back, they’re both lethal, and I just wanted to give the impression, as much as possible, that one of them is going to die. But you’re not sure which one.“ Bedeutet dies tatsächlich, dass entweder Sansa oder Arya sterben wird? Und weiter: „Something is coming very soon between them, and it will be violent but surprising.“ Und ich hoffe sehr, er meint damit den Tod Littlefingers.
  • Everyone falls in love with Arya: Jon, Tyrion – und sicher noch eine Menge anderer, ginge es nach einer frühen Version von ASOIAF, welches ursprünglich eine Trilogie hätte sein sollen. Ob die Fertigstellung dann auch so lange gedauert hätte?
  • Diese hätte sich übrigens auf Bran, Tyrion, Arya, Daenerys und Jon fokussiert. Jaime hätte Joffrey den Thron gestohlen, Joffrey Jon auf dem Schlachtfeld getroffen und Drogon hätte Daenerys Bruder getötet, woraufhin sie ihren Drachen getötet hätte. Wtf? Wer denkt sich sowas aus? Die armen Drachen.. Zuviel „hätte“ in zu kurzer Zeit.
  • Wenn also das oben genannte Quintett für die erste Vorlage wichtig war und auch in der Serie eine nicht mindere Rolle spielt, so könnte es nahe liegen, dass es tatsächlich Sansa ist, die den Stark-Tod in dieser Season geben darf? Oder ist dieser mit Uncle Benjen bereits abgehakt? RIP Benjen Stark.
  • Anderer Zugang: Könnte es nicht sein, dass Arya sich so seltsam verhält, weil sie will, dass Sansa sich an das Wolfsrudel erinnert und sich diesem zuwendet, anstatt Littlefinger (so gut sie ihn auch kennen und einschätzen mag) mit einzubeziehen? Arya muss also ihre Schwester davon überzeugen, dass die Familie immer zuerst kommt. Ein Spiel innerhalb des Spiels. Und in dem sie ihr den Dagger gibt, könnte es bedeuten, dass es nun Zeit ist Loyalität für die richtige Seite zu beweisen. Hier die Original-Theorie auf Reddit.
  • Die Gesichter, die Arya dabei hatte waren Walder Frey und ein Gesicht, das weniger zu identifizieren ist.

Next

  • Die Annahme, dass sich bei Jons Schwert „Longclaw“ das Auge verfärbt sei falsch: „The eyes are just a peice of crystal, you can see when his glove is particularly behind it only half the eye turns dark, the fills out when his hand is directly behind the handle“ (Thx Reddit). Es ist unglaublich woraus man Klicks generieren kann. Ich würde auch gerne für sowas bezahlt werden.
  • Was sich in den letzten Seasons etwas störend auswirkte und einen Dorn-esken Effekt annimmt, trifft hier auch Yara, Theon und Euron. Kurz eingeführt, bleiben ihre Rollen auf der Strecke und niemand hat sie je wieder gesehen. Wie wird es sich also im Finale verhalten? Welche Rolle werden Yara, Theon und Euron spielen?
  • Wenn die Rechtschaffenden von GoT nicht bereits zugegeben hätten, dass sie ein wenig mit der Zeit getrickst und geduldig gewesen wären, bis ein kluger Fan ihnen eine Antwort liefert, dann wäre folgendes dabei heraus gekommen:
    • „It took about five days for word to get to Dany and for her to get back to them. Which is about how long it would take for the ice to freeze enough to support the army of wights. […] The trip from Castle Black to Winterfell is about 600 miles (a little farther from East watch), a raven going full speed (28mph) could probably make that trip in a little over a day.
    • From Winterfell to King’s Landing is about a thousand miles according to Cersei in S5E6, so it would be about the same maybe a little more from Winterfell to Dragonstone. So let’s say it takes the raven four days to get to Dragonstone.
    • Dragons on the other hand, I couldn’t find much info about how fast they can go. So for the sake of argument let’s say they top out with a rider at about 175 mph. So that’s about a 12-hour flight straight to Snow Team 6. So the overall time it takes Danny to get to Jon, is about 5 days. This makes sense considering that they had to wait for the ice to freeze over the lake again.
    • Considering that the ice had to support a huge hoard of wights, the ice would have to be around 8 inches thick. Assuming an average temperature of 10 °F (they’re not that far north) the ice would be growing at 1.5 inches per day. This works out to 7.5 inches of ice. Guys, the math works out.“

#Jonerys: A Song of Ice and Fire

Ja, ich weiß, dass Jon das Minnelied von Feuer und Eis ist, trotzdem. Nach und nach werden Fans mit Wortfetzen von GRRM oder irgendwelchen Produzenten, Regisseuren oder dergleichen geködert, besänftigt und wieder angespornt: Wird die Romanze passieren? Wird sie? Darf sie? Soll sie? Wird sie?

  • Matt Shakman, verantwortlich für S07E04: „In the cave scene, where Jon takes Daenerys to take the cave markings, I think there is a lot of subtle chemistry happening there between the two of them, and even just Daenerys taking that tiny step forward to Jon before she asks him to bend the knee. There’s a lot of tension in that that I think comes from just two great actors in that darker, more intimate location.“ Und Alan Taylor: „But yeah, it’s gonna happen.“
  • Jon und Daenerys sollen doch noch Kinder zeugen können: “Only death may pay for life“ sagte die Hexe zu Daenerys, als sie versuchte Khal Drogo zurück zu bekommen. In diesem Falle könnte der Tod von Viserion darauf hindeuten, dass Daenerys vielleicht doch in der Lage ist einen reinblütigen Erben zu zeugen. Thx Reddit.
  • Vielleicht auch interessant: Daenerys und Jon sind mehr als nur „Tante“ und „Neffe“ – dadurch, dass Daenerys aus einer Inzest-Linie stammt, sind sie sich näher, als gewöhnliche Tanten und Neffen. Aber das stört uns nicht weiter. Thx Reddit: „This means Jon and Dany share 44% of their DNA. Genetically, they are closer to being full siblings than to being aunt/nephew.“

Drachenreiter

  • Dass Drogon, der größte und widerspenstigste Drache, Daenerys persönliches Reittier bleiben wird ist klar. Benannt nach ihrem ersten Mann Khal Drogo, war es Drogon, der in Season 1 auf Daenerys Schulter kletterte und der erste, dem beigebracht wurde auf Kommando Feuer zu speien. Er wurde zweimal verletzt und musste im Gegensatz zu den anderen nicht im Keller verweilen. Das war einer der wenigen Momente, wenn nicht der einzige, in denen ich Daenerys nicht mochte. Sicherlich, hätte sie die Drachen nicht in den dunklen, kalten Kerker gesperrt, hätten die Menschen sie getötet. Arme Drachen. Wer denkt sich sowas aus?
  • Nachdem Rhaegal nach ihrem ältesten Bruder und Vater von Jon benannt wurde, liegt es Nahe, dass Jon sein Reiter wird.
  • Eine Theorie besagt, dass Jon deswegen nicht auf Drogon aufgestiegen ist (nicht, weil er unbedingt den Held spielen muss, und den anderen Rückendeckung gab während sie auf Drogons Rücken kletterten), sondern aus dem einfachen Grund, dass er einst Rhaegal reiten wird und die Reiter offensichtlich nur immer einen Drachen reiten.
  • Vielleicht ist es keine gute Idee, das Überleben eines geliebten Kindes zu sichern, in dem man es nach dem Bruder benennt, der einen an die Dothraki verkaufte und eigentlich mehr Feind als Freund war. Viserion soll im Buch ein ruhiger Drache gewesen sein, der, während die anderen jagen gingen, an der Seite von Daenerys geblieben sei. Nachdem der Night King sich Viserion bemächtigte, muss der Eisdrache seinem neuen Schöpfer dienen – oder darf endlich an erster Stelle stehen. Je nach dem wie man es sehen möchte.

How about Ice Dragons?

  • The Ice Dragon“ ist eine Geschichte von GRRM, eine Lektüre für Zwischendurch, die 20 Jahre vor „A Song of Ice and Fire“ geschrieben wurde. Ob es zwischen den beiden eine Verbindung gibt ist unklar, aber zumindest gibt es die Idee der Eisdrachen. Eines guten Eisdrachen, der gegen die bösen Feuerdrachen kämpfte.
  • Er beschreibt die Eisdrachen folgendermaßen:

„The ice dragon was large, half again the size of the scaled green war dragons that Hal and his fellows flew. Adara had heard legends of wild dragons larger than mountains, but she had never seen any. Hal’s dragon was big enough, to be sure, five times the size of a horse, but it was small compared to the ice dragon, and ugly besides.The ice dragon was a crystalline white, that shade of white that is so hard and cold that it is almost blue. It was covered with hoarfrost, so when it moved its skin broke and crackled as the crust on the snow crackles beneath a man’s boots, and flakes of rime fell off.Its eyes were clear and deep and icy.“

  • In ASOIAF gibt es die Nennung ebenfalls: „The wind was gusting, cold as the breath of the ice dragon in the tales Old Nan had told when Jon was a boy.“ Und: „The road beneath the Wall was as dark and cold as the belly of an ice dragon and as twisty as a serpent.“ Und „The wind was blowing from the east along the Wall, cold as the breath of the ice dragon in the tales Old Nan used to tell.“
    Und in „A World of Ice and Fire“: „Yet the smallfolk of Winterfell and the winter town have been known to claim that the springs are heated by the breath of a dragon that sleeps beneath the castle.“
  • Davon abgesehen, überlegten Fans, ob sich nicht innerhalb der Wall ein Eisdrache befände, auf das Zitat aus ASOIAF Bezug nehmend. Demzufolge würde der Eisdrache leben, wenn das Horn die Wall einreißt.
  • Aber Eisdrachen sind keine Zombiedrachen. Und ein Wight Drache ist etwas anderes als ein White Walker Drache.

Even more Dragon Stuff

  • Wusste der Night King, dass Jon sich in den Norden begibt und Daenerys diesen mit drei Drachen retten wird? Reddit? Ergäbe Sinn, warum sonst sollten Wights vier große Ketten mit sich herum tragen. Aber da, wie schon bestätigt, ein wenig am Zeitrad gedreht wurde, damit alles in akzeptabler cinematografischer Abfolge passieren kann, könnte es auch sein, dass die Ketten eine lange, lange Zeit später erst zum Zug kamen. Tage. Vielleicht auch Wochen.
  • Oft wird auch damit geworben, dass die Wights Jon und Co. einfach überwältigen hätten können – man übersieht jedoch, dass sie erst einen Schritt weiter gingen, als the Hound einen Stein warf – und damit demonstrierte, dass das Eis mittlerweile wieder gefroren ist. Naja.
  • Wie tötet man einen White Walker Drachen? Warum wollen alle Leute Drachen töten? Was ist nur los mit den Leuten? Viserion ist kein Wight-Drache, denn der Night King hatte ihn berührt, das Auge verfärbte sich blau. Nun: White Walker können nicht mit Feuer getötet werden, und so ist Viserion auch Immun gegen das Feuer seiner Brüder. White Walker können mit Dragonglass zerstört werden, aber Dragonglass wird mit dem Feuer eines Drachen geschmiedet und so könnte es sein, dass es bei Viserion weniger Wirkung zeigt. Die einzige Möglichkeit besteht also darin, den Night King zu töten – da offenbar alle mit diesem Borg-esk verbunden sind. Aber da dieser vermutlich erst in der 6. Folge der 8. Season stirbt, gibt es vermutlich noch viel für Viserion zu tun.
  • Wie speien Drachen Feuer?
    • „Unlike what you’ll see in the movies, not everything that’s flammable is always explosive. It matters how that flammable substance is interacting with the elements around it. For example, if you throw a match into a bucket of gasoline (don’t), it wouldn’t explode. The gasoline needs a certain amount of oxygen to ignite, and so only the surface of the gasoline, where the vapor is mixing with the air, would be set ablaze. This stoichiometry–the calculation of relative quantities of reactants and products in chemical reactions–is the reason why gasoline is aerosolized in your car engine. It wouldn’t ignite otherwise.“
    • „When Viserion’s neck erupts in flames, the same process is taking place. The spear must be piercing wherever the pressurized gas is held, which, because of that pressure, pushes itself into the surrounding atmosphere. Now in a ratio with oxygen that allows for combustion, the fire already in the air around Viserion ignites the gas evacuating the puncture, and there’s a conflagration. Poor dragon.“

R.I.P Viserion

Huynh Thi Nhu Y

„Viserion flapped at her and tried to perch on her shoulder, as he had when he was smaller. „No,“ Dany said, trying to shrug him off gently. „You’re too big for that now, sweetling.“ But the dragon coiled his white and gold tail around one arm and dug black claws into the fabric of her sleeve, clinging tightly. Helpless, she sank into Groleo’s great leather chair, giggling.“ („A Storm of Swords“)

 

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