Archiv der Kategorie: Kritik und Rezension

Kritik und Rezension zu Buch, Film, Musik und Zeugs

„I’m not okay with this“, Season 1

Was wäre, wenn Eleven (Stranger Things) kein starkes Mädel wär, ohne jegliche Sozialkompetenz, sondern ein gewöhnlicher Teenager, der nicht weiß, wohin mit all diesen Gefühlen, Eindrücken und lästigen Gegebenheiten? I’m not okay with this erzählt euch die Geschichte.

Ihr Name ist Syndey. Sydney hat Superkräfte. Die sie aber weder zum Bösen noch zum Guten einsetzen kann, sondern sie lediglich verwirrt, überrumpeln und immer dann auftauchen, wenn ihr gerade alles zu viel wird – der ganz normale Teenanger-Wahnsinn, Serienfit gemacht mit jenem Element, welches die Popkultur nach wie vor dominiert: Superhelden, aber, zugleich wie The Boys von einem anderen Blickwinkel aus betrachten möchte. Natürlich passiert das eine oder andere unerwartete Element, es gibt ein wenig Gore, LGBT-Content und eine durchaus sympathische Schauspielerin, welche ein wenig an die hilflosere Schwester von Molly Ringwald erinnert (your 80’s childhood crush).

Die Serie, welche auf dem Comic von Charles Forsman basiert, mag zunächst wirklich ein wenig wie Stranger Things in Kombination mit The End of the fucking World wirken, ist vielleicht an manchen Stellen ein wenig übertrieben aber alles in allem durchaus nett und Sehenswert. Es ist eine sympathische Serie.

Aufgrund Covid wird es keine zweite Season geben. Was ich Schade finde. Ich hätte gerne gewusst, wie es weiter geht. Vielleicht werde ich also das Comic lesen müssen.

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„Into the Night“, Mini-Serie

Ich hatte bereits vergessen, wie gut nicht-amerikanische Produktionen eigentlich sind (bis auf The Rain). Diesmal handelt es sich um eine belgisch-französische Produktion die 2020 auf Netflix Premiere feierte und während das französische synchronisiert wurde (übrigens so, dass es tatsächlich noch etwas französisch klingt), erhielt der Rest Untertitel.

Der Inhalt ist schnell, ohne Spoiler erzählt:

Die Sonne tötet.Also, nein, Sonnenlicht tötet. Es ist wichtig, sich bei Nacht und Dunkelheit aufzuhalten und so flüchtet ein Flieger vor der Dämmerung. Hier und da sterben Menschen, hier und da gehts natürlich ärger zur Sache und hier und da gibts auch eine zweite Season.

Ich fand sie gut. Fand sie interessant. Gut gespielt. Auch ein wenig durchdacht, sofern ich mich korrekt erinnere und die 6 Folgen lassen sich gemütlich an einem verregneten Nachmittag anschauen.

Fazit: Sehenswert.

 

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„Der Schacht“

Hunger? Dann bitte zu Tisch. Sie befinden sich auf Ebene 43. Und wenn Sie Glück haben, bleibt noch was übrig. Nach einer gewissen Zeit wird gewechselt. Sie wachen auf Ebene 108 auf. Oh Boy.. besser Sie schnappen sich das Messer und warten, bis ihr Zellengenosse schläft, um sich Scheibchenweise über die nächsten Wochen hinweg von ihm zu ernähren. Dann wachen Sie auf Ebene 5 auf und speisen wie die Götter.

El Hoyo, eine spanische Dystopie aus dem Jahre 2019, aktuell auf Netflix verfügbar.

Und mehr möchte ich zu diesem grandiosen Film auch nicht sagen. Seht ihn euch an. Er ist sehr gut. Er ist wirklich verdammt gut – und er würde auch hervorragend auf Theaterbühnen funktionieren.

Fazit: Sehr, sehr sehenswert.

 

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„The Room“ & „The Disaster Artist“

„Schau ma The Room, der is supa! Bester Film!“

Mhm. Na eh. Wait.. er ist ernstgemeint? Oh shit, wie lange dauert denn diese eklige Sexszene noch? Wait, vögeln die tatsächlich? Aber das geht doch anatomisch nicht? Wo haben die die Musik ausgegraben? Oh shit, der meint das ernst. Ha Ha ha. Worum gehts jetzt eigentlich? Was hat der nur ständig mit seinen Haaren? Wtf? Das er gibt doch alles keinen Sinn! Was zur Hölle macht er da mit dem Kleid? What the …

What a story, Mark! Ha ha ha!

Ihr kennt ihn oder? Das Jahr 2003 (ein übrigens sehr heißer Sommer), 6 Millionen, von denen niemand weiß, woher sie tatsächlich kommen und diesem Dracula-like mit Osteuropäischen Akzent versehenen Regisseur, Drehbuchautor, Hauptdarsteller und Produzent, dessen Herkunft und Alter niemand wirklich kennt? Was übrigens eine tolle Leistung ist, und das meine ich ohne jeglichen Sarkasmus. In den heutigen Zeiten ist es schwierig, irgendwas Geheim zu halten, aber 2003 war die Welt noch besser. Damals war das Internet noch besser, eine gesetzlose Prärie für Freigeister und Freidenker.

Der Film erlangt schnell Kultstatus und auch an der Verfilmung der Ereignisse wirkten sowohl Tommy Wiseau als auch sein Freund Greg mit. Tja, und was soll ich sagen? James Franco machte seine Arbeit tatsächlich sehr gut in der Darstellung des exzentrischen Anfang Zwanzigjährigen mit großem Traum. Dass der Film, The Room, tatsächlich ernst gemeint war, bedrückt mich etwas. Und vieles macht natürlich auch im Zusammenhang mit The Disaster Artist erst wirklich Sinn, deswegen sollte man den Film über die Ereignisse und Geschehnisse vielleicht zuerst ansehen, bevor man sich den Originalen zu Gemüte führt.

Also, ja, hmm…

Ich kann durchaus nachvollziehen warum der Film Kultstatus erhalten hatte, aber ich kann auch durchaus nicht nachvollziehen, wie man so einen unfassbaren schlechten Film machen kann. Sicherlich ist die Kunst des Filmemachens nicht zu verachten, aber so schlecht? Ich meine, come on. Andererseits muss man sagen, dass er wirklich Hoffnungen hatte und viel Herzblut hinein legte. Und ja na eh, so rückblickend hat er sich den Kultfilm-Status durchaus verdient. Auch schlechte Dinge müssen honoriert werden, wie könne man sonst die Guten bemessen? Eben!

Fazit: Sehenswert!

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„The Rain“, Season 1-3

Als The Rain Premiere feierte, so erinnere ich mich (oder glaube ich mich zu erinnern), wurde die Serie hochgelobt. Eine dänische Serie und Netflix-Produktion, post-apokalyptisch und der Inhalt liest sich auch super. Was kann also schief gehen?

Kurzum: Alles.

Achtung Spoiler.

Die Idee

Die Idee ist großartig: Ein Regen, der tödlich ist; das Virus im Wasser. Kein Entkommen. Wie ist es dann mit feuchtem Boden, Nebel und dergleichen? Ach, nevermind.. es geht ja um die Idee.

Die Serie hätte wirklich Potential haben können – aber dann beginnt das Desaster auch schon: Die Kinder, ein Geschwisterpaar, verbringen 6 Jahre im Bunker. Daddys Bunker, weil der Teil einer großen Verschwörung ist, die die Welt mit dem Virus – ja, was wollten sie eigentlich? Waffen? War es das? All der Terror für eine biologische Waffe? Da wird ein Bub infiziert und der gilt als Heilmittel und Waffe zugleich und wie dumm und unfähig sind Wissenschaftler in Serien und Filmen bitte? Alle Welt ist auf der Suche und als die Schwester, und die Ärztin ihm ein Gegenmittel spritzen wollen – machen sie das nicht, während er bewusstlos ist, nein sie warten, bis er aufwacht und sich wehren kann, sodass Zahnspangen-Girl sich opfern darf und ihr absolut bescheuerter Freund sich wie ein Kindergarten Kind aufführen und alle in weitere Gefahr bringen muss. Also, ja nein. Also bitte, warum?

Der unsympathische Bub wird leider zum Hauptdarsteller, er ist ab und an ansteckend durch Berührung und manchmal nicht, manchmal zieht das Virus erst nach vollendetem Koitus zur Ruhe und manchmal tötet es sofort. Ja, die Serie hat mehr als einen Logikfehler – und das ist Schade! Aber hey, welche Serie hat das nicht.

Aber gleichzeitig ist es auch egal, da die schauspielerische Leistung aller Darsteller an Laiendarsteller aus diversen deutschen Trash-TV erinnert. Fanden sich zu wenig Sponsoren und zwangen diese an, das Team, deren Kinder mit in die Serie zu nehmen? Nein, die darstellerische Leistung ist leider wirklich schlecht, die deutsche Syncro ist der in der Tat noch schlechter.

Man weiß auch nicht, ob das ganze nicht doch auf eine Love-Story rauslaufen soll oder nicht, also ein wenig Telenovela darf nicht fehlen. Es gibt sie, der Bub hat seine erste Liebe vergessen und zombifiziert die zweite.  Na eh, junge Liebe und so. Keine inniges bis der Tod uns scheidet-Romeo und Julia Konzept, wobei doch, denn gegen Ende…

Das Ende

Seriously? Das war das Ende? Wirklich? Eine Pflanze, die explodiert und alle Infizierten sterben? Das Liebespaar nackt und umschlungen inmitten der explodierenden, tödliche Dinge schießenden Pflanze, die dann auch kaputt war? Das war das Ende? Na eh.. der Regen ist übrigens gegen Ende nicht mehr böse. Es sind dann die Menschen. Soll uns das etwas sagen? Hat es eine tiefere Bedeutung, die wir einfach nicht verstehen und die Serie ist eigentlich ein Meisterwerk? Wir werden es nie erfahren..

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„Cats“

Was glaubt ihr, bedeutet „OVmU“ oder „OmU“?

Man sollte eigentlich annehmen, sofern man OV als „Original Version“ versteht (was dann die Original Sprache, in welcher der Film gedreht wurde, wäre), dass „mU“ für „mit Untertitel“ stehen könnte. Könnte! Nicht muss. Könnte! Aber so sei es, dass dem nicht der Fall ist; nein.

Denn bei Cats im Metropol (ein eigentlich gutes und korrektes Kino) bedeutet dies: Die gesprochenen Dialoge im Film sind Deutsch (auch Wortfetzen zwischen den Songs), die Songs auf Englisch mit deutschen Untertiteln. Exakt. Was es übrigens noch lächerlicher macht, ist die Tatsache, dass es gefühlt 15 gesprochene Sätze gibt.

Zur Kritik

Ich gestehe, ich habe das Musical Cats nie gesehen. Nicht aus Desinteresse. Oder weil ich Musicals schrecklich finde. Nein, sie gingen einerseits an mir vorbei, andererseits verspüre ich bei Opern, Tanzaufführungen und Musicals immer diesen Drang, selbst wieder mehr zu tanzen, zu singen, eben ein wenig dahin gehend zu tun. Was aber zu teuer ist und da ich nach wie vor der Meinung bin, dass wenn, es vielleicht 3 Abende die Woche sein sollten, oder mindestens 4-5 Trainingseinheiten, muss ich dieses Vorhaben ruhen lassen. Als ich jung war, wollte ich sogar eine Musical-Ausbildung machen, bis ich bemerkte, dass alle Sänger und Sängerinnen in etwa gleich klangen und austauschbar waren. Das wollte ich dann auch wieder nicht.

Was lässt sich darüber sagen?

Die negativen Kritiken überschlagen sich und ohne eine Musical-Version gesehen zu haben, kann und darf ich schlecht darüber urteilen. Worüber ich aber urteilen kann, denke ich, ist jenes, dass, hätte man dem Film noch ein paar Millionen mehr ins Budget geschmissen, es vermutlich weniger billig (nicht einmal trashig) gewirkt; und ja, Taylor Swift wirkt als einzige so, als mache ihr der Film tatsächlich Spaß. Und sie kommt, bei den negativen Kritiken, auch am besten weg.

Treffendes Zitat:

„Gut möglich, dass Cats am Ende vor allem Futter für jede Menge humorvoller Parodien bieten wird oder als Kultfilm à la Rocky Horror Picture Show mit einer tanz- und verkleidungsbegeisterten Fangemeinschaft weiter lebt. Bleibt zu hoffen, das Hollywood wenigstens von Starlight Express die Finger lässt. Da geht es um menschliche Lokomotiven.“ (Zeit.de)

Facts (ja! Fakten!)

  • Uraufführung 1981 im New London Theatre.
  • „Beautiful Ghosts“ wurde von Taylor Swift und Andrew Lloyd Webber geschrieben.
  • Jennifer Hudson (Grizabella) erhielt 2007 für Dreamsgirls den Oscar für beste Nebenrolle.
  • Eminenz Old Deuteronomy wird das erste Mal von einer Frau gespielt (Judi Dench).

Fazit

Ich fand ihn nicht so schlecht. Ich fand ihn unterhaltsam. Entweder etwas trashiger und selbstironischer, oder etwas mehr Zeit und Budget und man hätte einen durchaus, vermutlich und vielleicht auch für gewöhnliches Publikum sehenswerten Film gehabt. Und ja, wie das Zitat oben sagt, es wird sich wohl eine liebevolle Fangemeinde um diesen Film scheren und diesen lieben und hegen und pflegen. So soll es sein.

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„Easy A“

US-Amerikanische High-School-Filme sind sowas wie Märchen: Es wird eine Welt kreiert, die es so nicht gibt. Und nirgendwo je gegeben hat. Und nie geben wird. Und besonders abstrakt wird es, wenn sie in Kalifornien spielen.

Emma Stone streamt (2010 nannte man es noch „broadcasten“) über einen Vorfall, der eine Reihe von anderen Vorfällen (und Gerüchte) mit sich gezogen hatte. Und spricht dabei nur die Wahrheit.

Easy A ist eine Komödie mit vielen Darstellern der 90er, die längst in Vergessenheit geraten sind: Mutter Patricia Clarkson und Stanley Tucci leben zusammen gewürfelt in einer antiautoritären Patch-Work-Familie und zugegeben, zugegeben, die Witze die sich daraus abgeleitet haben, waren nett. Ja, okay, der Film hat durchaus seine Momente.

So, let’s bring it on

Emma Stone passiert also das, was jedem High School Mädchen passiert: die böse (in dem Fall hochreligiöse) Bitch (Amanda Bynes) verbreitet Gerüchte – in diesem Fall etwas, was Emma ihrer California-Klischee-Freundin als Notlüge auftischt, weil sie nicht mit deren Hippie-Eltern campen gehen wollte. Sex before Friends. Und jetzt ist sie die Schulschlampe, die ihre Jungfräulichkeit an einen Typen aus dem Community College (College für Arme) verloren hat. Der Lehrer (Thomas Hayden Church), wirkt etwas creepy, und über-bemüht, aber schlussendlich bemerkt er zumindest, dass die Gerüchte nicht wahr sind. Im Gegensatz zu seiner Frau, Lisa Kudrow, der Schulpsychologin, die Emma Stone gleich eine Handvoll Kondome aufzwingt.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell und verdreht Gerüchte reisen und wieder zurück geschleudert werden. Emma geht damit locker-lässig um, und da „Der Scharlachterote Buchstabe“ gelesen wird (aber hey, es gibt eine Verfilmung, nicht die mit Demi Moore!) klebt sie sich in weiterer Folge ein rotes A aufs Korsett.

Wegen übler Anrede sitzt sie Stunden mit dem Schulschwulen ab und es kommt zum „Gentlemens Agreement“: Er will quasi hetero sein, bis er aus dieser Hölle (aka Highschool) kommt. Es wäre eine Win Win Situation, die Leute nähmen sie wahr, wenn auch nur als Flittchen und er landet nicht mehr im Trash. Zuerst wenig begeistert, sagt sie gegen Bezahlung zu und es gibt klassischen Fake-Sex auf einer Party.

„If they already got you, give them more they can’t handle.“

Es kommt wies kommen muss. Das „Sex for Money-Rumor“ verbreitete sich sehr, sehr schnell. Und je mehr Kunden es gibt, desto mehr Gerüchte folgen. Und als ein Dude sie tatsächlich um ein Date frägt, sie aber für Geld flach legen will, bemerkt sie, dass das ganze, so lustig und lukrativ es ist, vielleicht nicht so das wahre zu sein scheint. Wo sind die Kavaliere, sie zitiert sie ironischerweise aus den John Hughes (Come on!) Filmen. Und sie spricht von den Helden der 80er, John Cusack mit der Beatbox (in Say Anything, übrigens kein John Hughes-Film), Jake aus 16 Candles (ein Film der so grandios überbewertet ist), Judd Nelson in Breakfast Club – I want my life like an 80s Movie! Mit einer Musical Nummer wie ein Ferris Buller! Aber nein, ihr Leben ist kein 80er Jahre Film…

Die Geschichte zieht sich weiter, sie sucht Rat in der Kirche: Pfarrer ist der Vater der Schulbitch, deren Freund Chlamydien hat, weil dieser mit der Schulpsychologien Lisa Kudrow, ohne Kondome, gevögelt hatte – Jemand hatte sichtlich Spaß beim schreiben, oder einen billigen Roman gelesen.

Emma Stone ist am Tiefpunkt angelangt als ihr einer, der vorgab ernstlich interessiert zu sein, 200$ vor die Nase hält. Und natürlich, wie in einem typischen Film der 80er ist der vermeintliche Good Guy in sie verliebt, und der hat sowieso nichts von dem geglaubt was die Leute sagten. Sie mag den Typen auch aber da ihre ehemalige beste Freundin in ihn verliebt ist, kann sie ihn nicht daten.

Und kurz bevor der Film auf sein endgültiges Ende zusteuert, wird es Zeit, alles klar zu stellen. Und so kommen wir zur Anfangsszene: Dem Podcast, Broadcast, Live Stream, whatever.

Fazit

Eine nette satirische Komödie, Emma Stone spielt sympathisch und überzeugend, der Soundtrack ist großartig und ja, es ist durchaus eine ironische Hommage an die Filme der 80er.

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„Murder Mystery“

Es soll ja Menschen geben, die mögen Adam Sandler Filme und Adam Sandler ist deren Held. Und als ich während des Filmes fragte: Wirst du in 15 Jahren auch so sein, war die Antwort eindeutig: Ja. Ich für meinen Teil hoffe, dass ich mit 50 noch so gut aussehen werde wie Jennifer Aniston, und fürchte ab den 40ern auch anfangen werde, etwas trainieren zu müssen. Aber mei, wenns weiter nichts ist.

Lets fetz

Netflix und Filme. Wir waren bereits dabei, dass sich einiges an Seltsamkeiten finden lässt und findet, sich beinahe aufdrängt und man sich denkt: Hm, ja eh, warum nit. Come on.

Worum gehts?

Das Ehepaar Spitz fährt 15 Jahre nach ihrer Hochzeit auf Flitterwochen. Im Flugzeug lernt Jenny einen gut aussehenden Briten kennen, der das Ehepaar auf eine private Familienfeier auf einem wirklich tollen Boot einlädt. Und natürlich, dort geschieht ein Mord. Und da Adam Sandler hier Detektiv ist (nein, ist er nicht, aber er gibt es vor zu sein und wäre es gerne), will er den Fall lösen, auch wenn er und Jenny längst die Hauptverdächtigen sind.

Soll ich euch das Ende spoilern? Also, ja, Jenny und Adam sind tatsächlich die Mörder. Sorry.

Also, ja. Das ist so der Aufhänger der Story, gespickt mit Adam Sandler Witzen (wobei man zugeben muss, dass der eine oder andere Witz tatsächlich das eine oder andere Lächeln entlockte), die sich ausnahmsweise nicht auf Kindsköpfe-Level befinden. Ja, ich habe auch den Film gesehen. Nein, er ist nicht sehenswert.

Fazit

Kann man den Film schauen? Ja, kann man. Er ist okay. Er ist wirklich okay. Es gibt schlimmeres.

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„Star Wars: The Last Jedi“ & „Star Wars: The rise of Skywalker“ & 4DX

Ich fand die Filme unterhaltsam und verstehe nicht, warum man sie aus dem Kanon verbannen sollte. Und ja, beide. Und ja, da gibt es viel schlimmere. Ich fand sogar, ja finde, dass der Geist von Star Wars durchaus gelungen zeitgenössisch eingefangen wurde. Logik- und Erzählfehler hin oder her.

The last Jedi ist genau so sehr „Star Wars“ wie die die Original-Trilogie, nur etwas weiter entwickelt. Es gibt kein Gut gegen Böse mehr, sondern es geht um die Balance. Es gibt keine großartige Love-Story, die jeder bekrittelt hätte und für jeden war etwas dabei: Tierchen, Raumschiffe, alte Star Wars Charaktere, neue Star Wars Charaktere, Kampfszenen, Trainingsszenen, Jedi-Szenen, Yoda.

Sicherlich, die zig Subplots lenken von der Story ab, und sicherlich zog sich der zweite Teil (eben so der dritte), trotzdessen ist es eine gute Unterhaltung.

Selbiges gilt für The rise of Skywalker, der als schlechtester der Trilogie gilt. Ich fand ihn unterhaltsam und ein gutes Ende. Und nein, ich habe bisher noch keine Kritiken gelesen. Und ja, manches fand ich seltsam. Dass #Reylo noch zustand kam freute mich, dass er sein Leben für sie gab ist wohl dem white angrybois-Fahrservice zu verdanken. Dass die Saga derweil damit beendet ist und wir Lukes verlassenes Zuhause nochmal zu sehen bekamen (und vieles weitere), war nett.

Zu den Kritiken

Der Einfachheit wegen picke ich mir ein wahllos ein paar Kritiken aus Foren und kommentiere diese:

„Es sei nicht mehr Star Wars“ – Nur weil es nicht deiner von Erinnerungen verblendeten Idealvorstellung der Trilogie aus den 70ern und 80ern entspricht, bedeutet das nicht, dass die Episode VII bis IX nicht mehr Star Wars seien. Es ist genau das. Aber eben der Zeit angepasst. Auch die alten Star Wars Filme waren nicht sooooo super. Sie haben eben den Zeitgeist eingefangen, sind unterhaltsam und waren toll anzusehen, aber niemand muss so tun, als sei die Original-Trilogie beste Filmkunst die am weiten hohen Filmhimmel für sich alleine glitzert.

„Rey das Supergirl“ – Tja. Deal with it.

„Der Imperator hat also physisch die vollständige Zerstörung des Todessterns überlebt?!“ Zugegeben … okay, zugegeben. Ja, okay. Ich gebe es zu; dass sich hier und da fragwürdige Momente einschleichen lässt sich nicht vermeiden. So auch, warum Rey den Namen Skywalker annimmt.

„Snoke, der Überraschungshase aus dem Zauberhut des ersten Teils also ein Imperator-Clon?! Warum ging er denn nicht in Serie, um die Macht zu übernehmen?!? Die weitere Frage, warum man Snoke bereits als Schnitzelgesicht im Tank herstellt, ersparen wir den Machern einmal. Rey kann den Imperator nur mit der Folge töten, dass sie selbst zum Sith wird, tut es dann und wird doch kein Sith?!?“ Gut. Okay. Ja, na eh. Star Wars-Fans, die Logik und Geschichte in Fleisch und Blut allgegenwärtig transportieren mögen ihre Probleme damit haben. Nichts desto trotz, war der Film unterhaltsam.

4DX

Tjo. Also.

Wie sag ichs am besten.

Es ist nett. Aber, wie 3D, auch darauf verzichtbar, auch wenn es ein paar gewisse nette Features hat:

  • Wind und Regen sind ganz nett. Wobei Regen ein Hauch von Sprühnebel ist; und beides recht kühl. Aber nett.
  • Die „Schnee“ Imitation ist komplett sinnlos, weil lediglich irgendwas vor der Leinwand rumfliegt. Es sei aber angeblich tatsächlich Schnee, andererseits, merkt man nichts davon. Gar nichts. Es hätten auch Papierfitzelchen sein können.
  • Blitze = Licht ein, Licht aus in epileptischer Geschwindigkeit. Komplett sinnlos. Man hätte zumindest einen Laser durch den Rauch schicken können.
  • Der Todesstern riecht nach… wonach eigentlich? Sollte das „alte Fabrik“ sein? Manchmal kam mir auch vor, man versuchte „verbranntes“ zu imitieren. Naja. Fail.
  • Nebel. Ja, der Nebel wäre cool, wenn er den ganzen Raum füllte und nicht nur das untere 10tel der Leinwand und dann auch noch so spärlich.
  • Die Bewegungen des Stuhles waren manchmal sehr lustig, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Etwas verwirrend war, dass alles einen Ruckler bekam. Jeder Zusammenprall. Jede Wendung. Sinnvoller fände ich es, wenn man sich für eine Seite entscheidet und das ganze vielleicht auch etwas.. wilder macht. Es war schon sehr harmlos.

Verbesserungen:

  • Regen/Wasser/Schnee von oben.
  • Nebel im gesamten Raum, und zwischen den Sitzen.
  • Einzelne Sitze, zwecks Bewegungsfreiheit.
  • Blitze als Laser.
  • Auf Gerüche könnte man verzichten.

Es ist ein nettes Erlebnis, aber wirklich Sinn macht es nur bei Action-geladenen Blockbustern. Wie der Werbe-Trailer, da ließ sich zumindest ein gewisses Potential erkennen.

Zusammenfassung

Wenn jemand bisher noch nie „Star Wars“ gesehen hat und mitten drinnen frägt: „Was macht denn Harrison Ford da?“ dann sollte ich mir das mit dem Heiraten nochmal überlegen, oder? dann ist das durchaus süß und liebenswert, oder? Zumindest muss darf ich mir demnächst jetzt alle Star Wars-Filme ansehen. Auch Episode 1-3.

Ich denke meine Rache wird sein, dass wir uns alle Star Trek-Filme ansehen werden. Zum anteasern die neuen, und dann, alle alten – und nein, die alten Filme sind genau so wenig „gute“ Filme (bzgl. Filmkunst) und sogar teilweise mehr schlecht als recht, aber es ist halt Star Trek. Da, so könnte man sagen, gleichen sich beide: Von ihren Fans heißblütig geliebt und bis auf den Tod verteidigt, die Unterschiede könnten nicht größer sein und dennoch sind sie sich so ähnlich.

Fazit: Nett. Unterhaltsam. Hat schon gepasst. Sogar Poe und Finn, die ich unnötig bis unfassbar nervig empfinde, waren halbwegs erträglich.

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„Captain Marvel“

Die Vorfeld negativen Kritiken gingen an mir vorbei. Der Film hatte mich top unterhalten, einen positiven Eindruck hinterlassen (der sich beim zweiten mal Sehen auch wieder bestätigt und gefestigt hatte) und meine Erwartungen erfüllt: Einer der besseren MCU-Filme mit einer interessanten Hauptfigur, die mächtig ist und eine wichtige Botschaft (neben dem Ausbleiben von High Heels und Lovestory sowie Verzicht auf eine Fuckable-Inszenierung): Wenn Frau sich einen Dreck um die Meinung von Männern schert, wird sie stark. Captain Marvel muss sich niemanden beweisen, auch nicht seinen Hatern und Kritikern.

Captain Marvel geht mit Wonder Woman Hand in Hand. Keiner der Filme ist besser oder schlechter als der andere, gegeneinander auf- oder abzuwerten. Carol Danvers und Diana durchleben ihre Heldenreise um am Ende ihren epischen Moment vollends auskosten zu können. Sie sind Heldinnen für junge Mädchen und Vorbilder.

Schlechte Kritiken, zusammengefasst und Gegenargumente

Wie ich später allerdings sah, schlägt (und besonders auf Facebook) der „Hate“ um sich: wie man nur das MCU mit einem SJW-Charakter vermiesen könne und überhaupt, sei sie zu überpowert (Dudes, ihr habt die Comics nicht gelesen oder?) und schlecht gecastet, Brie Larson zeige keine Emotionen und der Film sei ja nur auf Druck von Feminazis geschossen worden und überhaupt und sowieso.

Warum der Hass? Brie Larson gab feministische Kommentare ab in Interviews und wünschte sie sich mehr als nur die üblichen weißen, männlichen Reporter.

Desweiteren wird die fehlende Tiefe (Es ist ein MCU-Film!) und die schlechten Effekte kritisiert. Sicherlich, De-Ageing steckt noch in den Kinderschuhen, und es hat durchaus einen Vorteil, wenn die Person noch lebt, trotz dessen war der Einsatz von Nick Fury hervorragend und gut passend.

Desweiteren wurden „oberflächliche Witze“ und „unsympathischer Hauptcharakter“ genannt. Erneut: Habt ihr die Comics gelesen? Da wäre noch einiges mehr an Selbstbewusstsein und flotten Sprüchen gegangen, noch einiges. Carol Danvers war, im Vergleich zu den Comics, im Film relativ harmlos.

Dass der Charakter „übermächtig“ sein soll/ist, kann einfach erklärt werden: Ihre Kräfte stammen aus dem Tesserac, dem Space-Gem (den blauen Cube, den auch Loki haben wollte). So wie Carol Danvers sehr mächtig ist, ist auch Wanda alias Scarlett Witch, sehr mächtig (ihre Kräfte stammen aus einem Experiment mit dem Mind-Stone (das Ding, dass Vision am Kopf hat). You see the point? Zudem meldete sich Kevin Feige zu Wort und aktuell ist Scarlett Witch die mächtigste. Meine Güte..

Was ich noch hörte: „für echte Emanzipation war er mir eben zu infantil/kindlich.“ Und warum? Weil er eben Comic-Szenen hat. Wait, what? Dude, du realisiert hoffentlich, dass es sich um eine „Comic-Verfilmung“ handelt oder? Und dass es wieder erkennbare Comic-Szenen gab, war übrigens richtig, richtig cool.

Der Film sei: „überinterpretiert“ – NEIN.

Und natürlich wurde die Musikauswahl kritisiert und irgendwann ereilt einen die Annahme, dass man versucht alles zu kritisieren, um ja etwas haben zu können, dass man kritisieren kann. Auf dieser Basis zerreiße ich euch LOTR und Matrix binnen Sekunden…

Fazit

Er ist genau das, was er sein soll: Eine gute Einführung für einen der stärksten MCU-Charaktere und feministisch, ohne Love-Story und sagt basically aus: Sobald Frauen aufhören sich um die Meinung von Männer zu scheren, sind sie stark. Und diese Message ist wichtig. Schon alleine dass sie keine High Heels trägt ist großartig! Keine Fuckable-Inszenierung. Du meine Güte, das ist ein guter Anfang! Natürlich hassen schwache angry fanbois den Film. Next!

Daher: Absolut sehenswert.

Und:

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