Archiv der Kategorie: Filme!

Kritiken, Besprechungen und Eindrücke diverser Filme.

„Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald“

Die Einleitung als Nachtrag: Sicherlich mag diese Kritik dem Film nicht gerecht werden (manche fanden ihn toll, ist in Ordnung, es gab Tierchen.. ein paar – und so viele verpasste Möglichkeiten einen tatsächlich guten Creature-Feature-Film daraus zu machen) und ich bin mir sicher, dass es im 5-Filme-Plan (die alle 2 Jahre erscheinen sollen – also über 10(!) Jahre hinweg) einen roten Faden gibt, der sich, sieht man sich alle 5 hintereinander an, auch Sinn ergibt – allerdings zweifle ich im Moment daran. Aber hey, who knows..

Fantastische Biester

Es gab ein paar Tierchen zu sehen. Bekannte Tierchen, neue Tierchen.. und Katzen. Aber seien wir uns ehrlich, die Handlungen in Fantastic Beasts drehte sich nie wirklich um fantastische Tierchen, sondern um gänzlich andere Geschichten aus der Wizard World. Zwar wird mit Tierchen gelockt und somit Merch in die Szenen geworfen, aber das wars auch schon. Und auch wenn ich beim ersten eine anständige Anzahl an Tierchen vermisst habe, hatte er doch einen besseren Eindruck hinterlassen.

Lovestories

5 (wtf?).

Waren es beim Vorgänger 1,5 Liebesverwirrungen und Irrungen, und ich erinnere mich daran, dass Newt nicht sonderlich interessiert an Liebesdingen war, spielt er nun den Liebestrunkenen, der nicht wegen Grindelwald nach Paris reist (und die Wizard World zu retten), sondern wegen Tina – um ihr seine Liebe zu gestehen – die wiederum glaubte, Newt heirate Lestrange, aber dabei heiratet sie seinen Bruder und nicht ihn! OH MEIN GOTT! Daraufhin meldet sich Tina nicht mehr und verhält sich gänzlich sinnlos. Aber immerhin, die Lovestory muss ja über den Film hinweg gezogen werden, und somit kann nicht zu Beginn über das Missverständnis aufgeklärt werden (auch wenn Newt dies die ganze Zeit versucht), sondern muss warten – bis sie sich alle in einer Gruft einfinden – und selbst dann, werden sie von der Story unterbrochen.

But, why?

Bösewicht, wicht, wicht

Johnny Depp ist zu alt für den Job.. Ich wünschte, er würde sich ein anderes Hobby suchen. War er in den 90ern einer der gefragtesten Schauspieler, ganz gleich in welchem Genre (und hatte er damals die Performance geliefert, die man sich erwartete), entwickelt er sich mit zunehmenden Alter immer weiter weg von anständigen Charakter-Angeboten, hin zu lächerlichen Clown-Rollen, die kein schauspielerisches Talent mehr verlangen, sondern im Gegenteil, nur mehr auf ihn und sein Trademark zugeschnitten sind. Und es langweilt. Sehr. Es nervt beizeiten auch.

Fazit

Die Fortsetzung wirkte wie ein typisches Prequel, ließ das typische Harry Potter-Feeling, dass im ersten Teil noch zu spüren war, fast komplett vermissen und auch das Ende lehnt sich sehr, sehr weit aus dem Fenster. Dazu kommt noch das zeitlich Faux-Pas mit McGonagall.

Da mir auch sonst nicht spannendes (und nur Vernichtendes) einfällt, was ich über diesen Film sagen könnte, folgen Eindrücke des großen weiten Webs:

Ebenfalls gerechtfertigt ist diese Frage – was mich auch zu der Kritik bringt: Warum kein anständiger Kuss zwischen Grindelwald und Dumbledore? Nein, verschränkte Fingerchen müssen ausreichen, denn zu viel „Gayness“ würde sich wohl negativ auf Kritiken und Einspielergebnisse auswirken.

 

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„400 Days – The Last Mission“

Achievement unlocked: SF-Trash. Offenbar schaffe ich es mit jeder Auswahl, nur mehr SF-Trash zu erwischen (weitere Beiträge folgen). Als ich am Wochenende das Mutterschiff besuchte, schauten wir uns zusammen einen sehr, sehr trashigen Film an, mit einem nicht zufriedenstellenden Ende.

Worum gehts?

Eine 400 Tage lange Simulation soll Aufschluss darüber geben, wie sich die Situation auf Psyche und Sozialverhalten der Teilnehmer auswirkt. Eigentlich eine kluge Idee, denn im All sind wenige Menschen auf engstem Raume beisammen. Nach einiger Zeit bricht der Kontakt zur Kommandozentrale ab, und es wird seltsam. Brechen sie die Simulation ab, dürfen sie auch nicht bei der tatsächlichen Mission dabei sein. Es gilt also durchzuhalten. Ganz gleich, was passiert.

Wtf? (Spoiler)

Spätestens, als die Mitglieder anfangen zu halluzinieren, beginnt man sich zu fragen, was für eine Art Experiment es tatsächlich ist. Einer erhält Nachrichten, dass die anderen ihn hassen, ein anderer sieht fremde Menschen. Man nimmt zwischendurch an, dass die Welt einem Krieg zum Opfer gefallen ist und sie die letzten Überlebenden sind; und die Annahme wird dahin gehend bestärkt, als sie eines Nachts, nach ca. 399 Tagen aus dem „Raumschiff“, dass sich unter der Erde befindet, heraus steigen (nachdem eine seltsame Kreatur hinein geklettert war) und alles verstaubt ist, und sie Metalle finden, die es nicht auf der Erde geben sollte. Als sie in finsterer Dunkelheit umherirren und ein Dorf mit seltsamen Bewohnern finden, wirds noch skurriler.

Diese wollen sie nämlich essen. Die letzten zwei Überlebenden eilen zurück zum Raumschiff, werden verfolgt, töten ein-zwei Eindringlinge und werden kurz darauf, am 400. Tag, mit eingespieltem Jubel gebeten, das Schiff zu verlassen, denn die ganze Welt wolle sie kennenlernen.

Und hier endet der Film.

Jawoll. Genau hier.

Aber warum sollten die Kannibalen über ein Jahr warten, bis sie die Menschen verspeisen können? Warum nicht nach 2-3 Tagen? Oder gilt es, sie 400 Tage zu beobachten und sich auf das Mahl zu freuen? Wird während dieser Zeit ihr Fleisch dementsprechend präpariert und/oder ist das ganze einfach nur ein krankes Spiel?

Interessant vielleicht:

Der Film wurde binnen 19 Tagen gedreht. So sieht er leider auch aus.

„Where Is Everybody?“ und „And When the Sky Was Opened“ – so lauten die Titel der ersten und elften Folge der ersten Staffel der amerikanischen Mystery-TV-Serie „The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten“ (1959). Von diesen Episoden ließ sich Drehbuchautor und Regisseur Matt Osterman für seinen zweiten Langfilm nach „Phasma Ex Machina“ (2010) ganz offenkundig inspirieren – was nicht heißt, dass er deren Auflösung komplett übernahm.“ (dienachtderlebendentexte.wordpress.com)

Der Regisseur meinte im Interview mit flixchatter.net:

„I also love movies that has those *refrigerator moments.* It’s when you watch a movie and you enjoyed it but something sticks with you. Then you find yourself a couple of nights later at 2 am, you can’t sleep, then you’re staring at your refrigerator looking for a snack and go ‘oh that’s what that meant’ or ‘ oh I get that now’ I love movies that live beyond the time you watch it and I find that it’s frustrating for people. Now that the film’s out internationally, and of course some are illegally downloading it, I’m getting angry tweets from people. Some said ‘how could you forget to write an ending?’ and I said, ‘well that wasn’t quite THAT, but there’s been a history of movies that didn’t get wrapped up in a pretty neat bow.“

Fazit: Zugegeben, unter all diesen persönlichen Informationen, müsste man den Film, den SyFy produzierte, fast liebevoll als Indie-SF oder so bezeichnen – andererseits bezieht sich SF-Trash nicht auf „Abfall“, sondern eben auf liebevoll inszenierte BMovies, die dank Produktionskosten nicht an die Standards der üblichen Blockbuster heran reichen können und daher auch nicht glänzend rein geschossen werden konnten und somit ihre „flaws“ haben. In diesem Falle ist aber leider auch die Umsetzung der durchaus interessanten Idee etwas misslungen.

Ein letztes Wort vom Schöpfer:

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„The Nutcracker and the Four Realms“

Ich gestehe: Ich habe den Nussknacker von E.T.A Hoffmann weder gelesen, noch in irgendeiner Weise beigewohnt. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Original-Geschichte nicht so ist, wie in dieser Disney-Adaption . allerdings, so verlauten Medien, orientiere sich dieser am düsteren Hoffman-Original. I’m intrigued. Go on.

Eine kurze Recherche:

Der Plot nach E.T.A Hoffman

Wikipedia verrät: „Nussknacker und Mausekönig ist eine Erzählung von E. T. A. Hoffmann, erschienen 1816 in Berlin.

„Marie, Tochter des Medizinalrats Stahlbaum, entdeckt am Weihnachtsabend auf dem Gabentisch einen Nussknacker. Der Bruder Fritz knackt mit der neuen Nürnberger Holzpuppe so harte Nüsse, dass die Puppe ihre Zähne verliert. Marie nimmt den lädierten Nussknacker in ihre Obhut und platziert ihn neben Fritzens Husarenarmee. Die rekrutiert sich aus lauter Spielzeugsoldaten und steht in der Vitrine.“

Soweit kann ich mich sogar noch erinnern! Ich muss also doch mal eine Fassung davon gesehen haben.

„Die Geschwister wurden nicht nur von den Eltern beschenkt, sondern auch von dem Paten Droßelmeier, einem Obergerichtsrat, der neben der Jurisprudenz auch die Uhrmacherei betreibt und allerlei mechanisches Spielzeug verfertigt. In der Christnacht, als alle längst zu Bett sind, hat sich Marie von der Mutter noch ein paar Minuten Aufbleibens bei den Geschenken erbettelt. Da ist es dem phantasiebegabten Kind auf einmal so, als ob Bewegung in Fritzens Husarenarmee unter dem Kommando des Nussknackers käme. Die Gegenseite, ein Heer Mäuse unter dem Kommando des Mausekönigs, eines siebenköpfigen Ungetüms, dringt aus ihren Schlupflöchern des Wohnzimmerfußbodens. Den Kommandeuren der Husarenarmee mangelt es nicht an Schneid und taktischem Geschick. Zu Maries Schrecken zeigen die Husaren Feigheit vor dem Feind. Das Mädchen verhindert die drohende Niederlage des Nussknackers, indem es seinen „Pantoffel zur rechten Zeit“ gezielt nach dem vordringenden Mäusepack wirft.“

An diesen Teil habe ich null Erinnerungen.

„Die Feindschaft des Nussknackers gegen den Mausekönig geht bis auf die Mutter des königlichen Nagetiers zurück. Wie Droßelmeier Marie auf deren Drängen erzählt, fraß Frau Mauserinks, zu Lebzeiten Königin im Reich Mausolien, einmal dem König aus dem Menschenreich den Speck weg. Zur Strafe beschloss der König die Vertreibung der Frau Mauserinks aus seinem Palast. Mit der Aktion beauftragte er den Neffen Droßelmeiers, einen „artigen, sanften Jüngling“.“

Und weiter:

„Frau Mauserinks aber, diese alte Hexe, blieb und „verhäßlichte“ die „engelschöne“ Prinzessin Pirlipat in der Wiege in ein „unförmliches, starrblickendes“ Kind. Als der Neffe nach fünfzehnjähriger Suche das Mittel gefunden hatte, mit dem er Pirlipat erfolgreich entzaubern konnte, tötete er – mehr aus Versehen – Frau Mauserinks. Vor ihrem Ableben hatte Frau Mauserinks ihren siebenköpfigen Sohn zur Welt gebracht, den Mausekönig. Die sterbende Maus hatte den Neffen Droßelmeiers, diesen artigen wohlgestalteten Jüngling, noch rasch in einen hässlichen kleinen Nussknacker verwandelt, eben jenes zahnkranke Weihnachtsgeschenk, das Marie wieder aufpäppeln möchte. Marie bringt keinerlei Verständnis für die Undankbarkeit Pirlipats gegenüber dem Nussknacker auf, sollte doch der Jüngling, der Pirlipat entzaubert hatte, als Lohn die Prinzessin zur Frau bekommen. Stattdessen hatte Pirlipat den Nussknacker zum Palast hinauswerfen lassen.“

Es geht weiter mit:

„Die Zurückverwandlung der „Missgestalt“ des Nussknackers in seine ursprüngliche Wohlgestalt ist an zwei Bedingungen geknüpft: Der Mausekönig muss durch die Hand des Nussknackers fallen und eine Dame muss den Nussknacker ob seiner hässlichen Gestalt liebgewinnen. Marie, begabt mit der Kraft der Liebe, tut das Ihrige: Sie bewaffnet den Nussknacker neu und folgt hernach dem Besieger des Mausekönigs ins Puppenreich. Dort, am Limonadenstrom, der in den Mandelmilchsee mündet, lernen sie einander lieben. Somit sind beide Bedingungen erfüllt: Der Neffe erhält seine „nicht unangenehme Gestalt wieder“, kehrt nach einiger Zeit zurück und macht der glücklichen Marie einen Antrag, den sie annimmt, wodurch sie zur Königin des Puppenreichs wird.“

Der Plot nach Tschaikowski

Wikipedia: „Im Mittelpunkt des Balletts steht Clara, im russischen Original Mascha. Sie bekommt am Weihnachtsabend von ihrem Patenonkel Droßelmeier einen Nussknacker geschenkt. In der Nacht träumt sie von einer Schlacht der vom Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit ihrer Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt und mit ihr in das Reich der Süßigkeiten reist. Dabei geht es über den Tannenwald zum Schloss Zuckerburg, wo die dort residierende Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet. Zuletzt erwacht Clara aus ihrem Traum.“

Und: „Das Werk wurde am 18. Dezember 1892 zum ersten Mal im Mariinski-Theater in Sankt Petersburg in der Choreographie von Iwanow und der Ausstattung durch den Operndirektor Iwan Wsewoloschski aufgeführt, weniger als ein Jahr vor Tschaikowskis Tod.“

Danke Wikipedia.

Der Disney-Film

Vermischt all diese Elemente.

Die junge Clara, ein Genie in Physik und Mechanik, und landet am Weihnachtsabend in einem gänzlich fremden Land, macht sogleich Bekanntschaft mit dem Nussknacker und lernt drei gänzlich seltsame Monarchen kennen. Kurz darauf erfährt sie, dass die drei Reiche mit dem 4. Reich im Krieg stehen. Um diesen zu gewinnen muss Clara den Schlüssel finden, der zu dem Geschenk passt, das ihr ihre verstorbene Mutter hinterlassen hatte und zeitgleich eine Maschine in Betrieb nimmt, die aus Spielzeug echte Lebewesen macht. Die Zuckerfee (genial: Keira Knightley) drängt sie darauf den Schlüssel zu finden.

Die Mäuse tauchen auch hier auf, aber nicht in Form eines Königs, sondern als treue Diener von Mutter Ingwer, der, laut der Zuckerfee, garstigen Gestalt, die für den Krieg verantwortlich ist. Aber kann Helen Mirren, die alleine im Wald lebt, tatsächlich für einen Krieg verantwortlich sein?

Unstimmig?

Wer findet, dass der Film etwas.. unstimmig ist, hier die Erklärung dazu:

„What makes Nutcracker weird is that Lasse Hallstrom was the director originally hired. He’s best known for films like ChocolatThe Cider House Rules, and What’s Eating Gilbert Grape. He had directed the film with the materials they gave him. It didn’t turn out so hot. Disney decided that the film would go under significant reshoots. According to THR, someone would do them throughout 32 days and have new material written by Oscar winner Tom McCarthy. That is a lot of time to ask a director to come back and shoot a movie and Hallstrom wasn’t available. Here, Disney hired Joe Johnson (Captain America: The First Avenger) to come in and complete the film.“ (Quelle: filmschoolrejects.com)

Fazit: Die Mäuse waren nett. Ob das Märchen Kindergerecht ist, da bin ich mir nicht so sicher..

Übrigens, PG-Rated? Fehlt’s euch komplett? Hätte ich den Film mit 6 Jahren gesehen, wäre ich von schrecklichen Albträumen heimgesucht worden! Creepy Clowns!

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Netflix‘ „Annhilation“

Gewisse Meinungen zu gewissen Themen könnten nicht unterschiedlicher sein. Mein Fazit? „Ein wunderschöner und vor allem ästhetischer Film!“ Madame (8) fand ihn schrecklich, grausig und widerlich: „Ich fand ihn ekelhaft. Gut aber auch.“ Und Mr Raymond war ebenfalls vom Film begeistert: „Die Natur des außerirdischen Organismus ist so Lovecraft, dass ich schon als ich die Idee las es natürlich anschauen musste.“

Kein Review, sondern ein Konglomerat an Meinungen, die ich unmittelbar nach dem Film erhielt. Immerhin fasziniert er.

Worum geht es?

Natalie Portman ist Biologin und macht sich mit anderen Wissenschaftlerinnen auf die Suche nach dem Geheimnis, dass hinter dem Schleier lauert, der an ausgelaufenes Öl erinnert, und Menschen verschwinden lässt. Nur einer des Soldatentrupps schaffte es zurück, ihr Mann – und dieser ist wie ausgewechselt. Schöpfer ist der Autor Jeff VanderMeer, Regie führte Alex Garland, der unter anderem bei Ex Machina (mit Alicia Vikander) dahin gehend tätig war.

Die Kreatur

Es stellte sich mir die Frage, ob Natalie Portman die arme Kreatur, die sie spiegelte und lernen wollte, tatsächlich getötete hatte. Nein, denn ein Teil des Organismus hat sich in beiden eingenistet. Eine interessante Frage von Mr Raymond war, ob der Typ draußen, einer der anderen Soldaten war, der mit ihrem Mann diente und immer mehr zu diesem wurde – da Natalie Portman selbst immer mehr von ihrem Team übernahm (das Tattoo am Arm): „Ein Teil von ihnen ist also extraterrestrisch und wenn man davon ausgeht wie der Organismus sich ausbreitete, sollten Portman und ihr Nicht-Ehemann massiv ansteckend sein. Die Quarantäne ist gerechtfertigt.“

Und sehe ich das richtig, dass wenn man sich ihnen friedlich hingab und die Veränderung akzeptierte, dass es auch nicht schmerzvoll war? Wollten die Aliens die Erde einfach verändern, weil sie hier gestrandet sind? Und es war alles die gleiche Spezies mit dem Bär und den Pflanzen und dann in ihnen selbst drinnen? „Ich glaube nicht, dass der Organismus die Intention hatte irgendwas zu tun. Der Organismus reflektierte und absorbierte alles was sich rundherum befand. Es lernte, veränderte und passte an ohne Grund. Du versuchst etwas humanoides zu sehen in etwas, dass nicht humanoid war im Ursprung. Das ist das geniale an dem Film. Es war das Echo von allem was berührte und gleichzeitig war alles was es berührte ein Echo von allem was wiederum danach berührt wurde. Alles war nur noch ein Echo und ein Spiegeldbild.“ Gut, mit dieser Antwort gebe ich mich zufrieden.

Kritik

Madame (8): „Wobei ich mich frage ob etwas zu machen das niemand versteht und so vage bleibt wirklich Kunst ist oder nur ideenlos inkonsequent. Dass er wohl wirklich gut ist schließe ich daraus wie verstörend ich ihn finde.“ Während sie den Film weder ästhetisch noch als schön empfand, waren es genau diese Dinge: Gib dich der Kreatur in Frieden hin und sie wird dich aufnehmen, kämpfe dagegen an und du wirst zerstört. Gegen Ende hatte ich bereits die Befürchtung, dass Natalie Portman das neugierige Wesen aus dem All wohl getötet hätte, aber nein, es lebte in ihren Augen weiter.

„Eine Auslöschung finde ich nicht so friedlich“ meinte Madame (8) und ich meinte, dass sie immerhin etwas Neues kreierte und das Alte in sich aufnahm.

Die Medien

„Beginning as science-driven sci-fi, the film shifts gears into horror-thriller territory, before abandoning those narrative beats in favour of an ambitious, “conceptual” final half-hour that scrambles a little to wrap itself up.“The Guardian.

„A film this meticulous and poignant will have a life of its own, because it is about life itself. It offers something few other releases do these days, which is confusion plus contentment. Annihilation will destroy you, but only so it can build you up again.“GQ Magazine.

„You don’t need Dr Lena’s PhD from Johns Hopkins to know it is all complete nonsense or that successful sci-fi retains a grain of science fact. […] Ironically, studio executives deemed Annihilation “too intellectual” for mainstream audiences.“Inews.co.uk.

„It is hard sci-fi storytelling, dealing with the practical application of abstract scientific concepts in the service of a simple and engrossing campfire-ish narrative. Annihilation requires your attention and your patience, but it’s also able to reward all those things. This one makes you earn it, but the destination more than justifies the journey.“Forbes.

Annihilation is a terrific piece of big-studio sci-fi. It’s superbly acted by its refreshingly female-ensemble cast, it’s well-written and its staged as both a deeply introspective journey and an unapologetic horror show. If Paramount/Viacom Inc. can’t make money off a movie like Annihilation, it’s more evidence that the problem isn’t them but rather the sheer challenge of getting audiences to take a chance in a movie theater.“Forbes.

„The irony in Annihilation’s case is how coldly indifferent the film is to humanity itself. It doesn’t care about giving audiences answers to questions, or necessarily rewarding them with conventional thrills, but prioritises smarts and bold ideas around a familiar framework. It’s a stealth revelation in Predator’s skin.“Metro.co.uk.

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„Pacific Rim: Uprising“

Natürlich bekommt der Film 10 von 10 Punkten. Es gibt Roboter, Alienmonster, großflächige Stadtzerstörung, ein cooles Mädel und Charlie Day! Ich meine, mit dieser Kombination kann ein Film nur gewinnen – und wenn man möchte, wirft Pacific Rim: Uprising auch technisch-philosophische Fragestellungen auf.

Es folgt mehr ein persönlicher Eindruck, als ein Review, vermutlich mit Spoiler.

Was mir als erstes auffiel war, dass ich John Boyega nicht als nervig und lästig empfunden habe (zugegeben, ich habe ihn zuerst gar nicht erkannt ), sondern als angenehm und zeitweise sogar cool. Ja, ich kann weder mit Finn noch mit Poe etwas anfangen. Beide sind für mich austauschbare bis nervige Charaktere, von denen der eine dumme Entscheidungen trifft weil Coolness-Faktor überwiegt und der andere einfach da ist.

Nicht-lästiger Finn lässt uns bereits in den ersten Minuten wissen: Sein Vater habe gekämpft und sich geopfert – aber er sei nicht sein Vater. Mic Drop.

Ein Kind, geboren in eine Zeit der Alienmonster, richtet er mit deren Erbe seine Stärken auf den Ist-Zustand. Es herrscht Chaos und somit entwickelt er Fähigkeiten, die zum Überleben notwendig sind; stiehlt seltene Bauteile, um sie teuer zu verkaufen und lebt, wie es ihm gefällt. Er geht seinen eigenen Weg und Weltverbesserung interessiert ihn nicht. Kurz darauf lernt ein junges Mädel kennen, die sich einen eigenen Jaeger gebaut hatte, eine putzige kleine Kugel aus unterschiedlichsten Teilen – die ebenfalls in dieser Welt aufwuchs: Jaeger Natives.

Sie ist talentiert und schlagfertig. Um die Geschichte ins Rollen zu bringen, kommt es wie kommen muss, sie fliehen vor der Obrigkeit und anstatt bestraft zu werden, dürfen beide in die Akademie um einen Jaeger zu steuern. Sie als Nachwuchs und er darf/soll das Erbe seines Vaters annehmen – denn die ersten Anomalien zeigen sich bereits.

Mensch und Technik

“Technology is a state of culture, state of mind, the deification of technology, which means that the culture seeks its authorization in technology, its satisfactions, its orders…”
– Neil Postman

Wie im Vorgänger geht es nicht nur um Mensch vs. Aliens, sondern um die Verschmelzung Mensch und Technik. Sei es in der Medizin, der Arbeitswelt oder menschlichem Enchancement, Stichwort: Cyborgs. Nicht der Mensch selbst siegt über die außerirdische Bedrohung, sondern die vom Menschen geschaffene Technik und seine im Zuge dessen eigene Verbesserung.

„First we created God, and then we gave that credit to him, now we have created technology and now we want that very thing to over-take us.  Human beings seem to be obsessed with creating things that can control them.  But yet we are fooled into thinking the opposite is true.“ (MoviesandPhilosophyNow.com)

Auch treffend: „The biggest kaiju of them all, Godzilla, began not as a monster saving the planet from the bad monsters in silly man-in-suit fight scenes, but as a direct response to Japan€™s growing fear of nuclear weaponry. The original film, Gojira, is a dark and somber movie that depicts Godzilla laying waste to Tokyo, burning people alive and setting the entire city ablaze with chilling apathy.“ (whatculture.com)

Auch zeitliche Umbrüche werden thematisiert: Anstatt der Kombination zweier Menschen, die geistig im Jaeger verbunden sind, sollen diese durch Drohnen ersetzt werden. Aber diese könnten gehackt und zweckentfremdet werden – trotzdem sind sie einfacher und sicherer zu steuern. Die vom Menschen geschaffene Technik soll dem Menschen entfremdet werden, wie die Werkbank dem Fließband in der Fabrik weichen musste und den Menschen gänzlich ersetzbar machte.

Pacific Rim feierte die Verschmelzung zwischen Mensch und Technik, während Uprising, die Entfremdung zwischen Mensch und Technik kritisiert.

Fazit

Pacific Rim: Uprising zeigt uns, dass wir die Welt selbst im Umbruch erleben und demonstriert auch besonders eines: Zusammenhalt. Wie auch in vielen anderen Filmen, in denen eine überlegene Rasse unsere Existenz bedroht, schließen die Kriegsführenden Nationen der Erde sich zusammen und besiegen gemeinsam das Unheil, dass ihre eigenen Kriege (und Existenz) zu beenden droht.

Trotzdem ist Pacific Rim:Uprising ein Hollywood-CGI-Schlachten-Spektakel mit Happy End, dass uns (nach Jurassic World: Fallen Kingdom) vielleicht wieder an das Gute im Menschen glauben lassen könnte.

Dayman, Fighter of the Nightman! (Spoiler)

Es waren also die Menschen selbst. Nein, es war Charlie Day. Charlie, den wir aus IASIP kennen und lieben gelernt haben. Charlie, der sich von der Alienkreatur infizieren und sich einer Gehirnwäsche unterziehen lassen hatte. Herrlich.

Fazit: 10 von 10 Robotern und 10 von 10 Charlies.

Ein Kommentar

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„The Predator: Upgrade“

First things first: Ja, der putzige Hund überlebt.

Spoiler.

Die Menschheit wird aussterben. Und die Aliens wissen das. Dank Global Warming wird es in ein, zwei Generationen keine Menschen mehr geben und so sieht sich der Predator als Bewahrer und sammelt fleißig die DNA intelligenter Vertreter der vom Aussterben bedrohten Spezies. Aber seien wir uns ehrlich, nicht die DNA einer verlorenen Kultur ist ihm wichtig, sondern der damit verbundene Zweck: Sich zu verbessern*. Die Spitze der menschlichen Intelligenz sind autistische Kinder. Besonders das Kind des Hauptakteurs. Und während ein Predator mit Hunden anreist, um einerseits einen Verräter zu jagen und DNA zu sammeln, hatte der Abtrünnige, ein bereits vermenschlichter Predator der nackte, wehrlose Weibchen in Frieden lässt, etwas für die Menschen zurück gelassen. Ein Upgrade.

Wait, what?

Jap. Darum gehts, das ist die Geschichte.

* Es kann echt nur Menschen einfallen, zu glauben, dass eine außerirdische Zivilisation, die in der Lage ist, quer durch den gesamten Weltraum zu fliegen, sich mittels menschlicher DNA zu verbessern versucht. Leute, Filmemacher, checkt es bitte endlich: Menschen sind nichts weiter als Affen und Amöben. Keine intelligente Rasse, die es einfach so mal schafft, ein Loch zu einem anderen Punkt im Universum aufzureißen, wird zur eigenen Verbesserung menschliche DNA benötigen! Wirklich nicht. Keine. Das ist in höchstem Maße unrealistisch! Lasst das. Aliens brauchen keine Menschen. Wir brauchen Aliens und zwar ganz, ganz deutlich. Und wenn irgendwer meint zwecks Global Warming müsse die Menschheit zusammen halten, sorry mate, it’s not gonna happen. Unless, Aliens!

Wie wars?

Davon abgesehen, dass sich insgesamt nut 6 Leute im Saal befanden, bangte ich um das Leben des putzigen Alienhundes, aber Entwarnung, er überlebt. Auch wenn man ihn nicht mehr, wie erhofft, spielend auf einer Wiese sieht. Er ist halt irgendwo. Dass wieder einmal ein Kind im Zentrum des Wissens, der Macht steht, ja, seis drum. Zumindest ist es ein intelligentes Kind und weniger lästig als gewöhnliche Kinder. Es war okay.

Die einzigen beiden Frauen, mit, wenn man so nennen mag, tragenden Rollen, sind die BadAss-Mutter und die BadAss Wissenschaftlerin – die man jedoch nicht miteinander reden lässt. Man hätte sogar in einem Streifen wie diesen den Bechdel-Test ganz einfach bestehen können, aber hey, who cares.

Fazit: Unterhaltsamer No-Brainer mit ein paar derben Witzen, Dickless Theon Greyjoy in einer nichtssagenden Nebenrolle und anderen Soldiers, denen viel zu viel Story eingeräumt wird. Generell gibt es viel zu viel Story und Erklärungen. Lasst das. Ein SF-Slasher wie Predator braucht keine erklärende Hintergrundstory zu jedem X-beliebigen Charakter oder generell und man will auch die Gründe für XY auch nicht wissen. Das einzige was man sehen möchte ist, wie sich der Predator durch Lebendfleisch metzelt und schlussendlich doch sterben muss. RiP Predators. You served well.

5 Kommentare

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„The Beauty and the Beast“

Altlasten werden abgearbeitet. Lest hier über The Beauty and the Beast.

Der Spruch „Disney gab uns unrealistische Vorstellungen von der Liebe, dem Leben und allem anderen“ hat seine Berechtigung: Wenn man singt, kommen keine süßen Tiere und helfen beim Haushalt. Die Wäsche bleibt liegen und im besten Falle scheißt ein Vogel drauf, oder eine Ratte knabbert die Kabel an. Und ganz bestimmt nehmen gänzlich unbekannte Männer Drachen, Biester und den Tod für einen Kuss in Kauf. Und beim Sex wird auch nicht gesungen. Alles in allem wurde man also ziemlich belogen.

„Es ist kein charmantes kleines Kino, sondern ein Cineplexx, ein Multiplexx“ – sagte Madame (8) und hatte sich damals mir zu liebe in die monströsen Kapitalhallen des Mainstreams vorgewagt, um mich in den Disney Film mit Hermione zu begleiten. Wir beide saßen im 7. Saal in der 4. Reihe, beide 3D. Neben mir hatte nochmal eine Gestalt ein einzelnes Ticket reserviert und ich bin in solchen Fällen immer sehr gespannt, was das für Menschen sein mögen. In diesem Falle war es ein älterer Herr.

Bildquelle: HannaAlexandra_Art (Instagram)

Zum Film

Ich erinnere mich gut daran, wie ich, als ich Die schöne und das Biest zum ersten mal sah, der Verwandlung des Biestes entgegen fieberte und in meiner Erwartung dann tief von den Zinnen des Schlosses stürzte, als ich erblickte, wie hässlich der Prinz war. Instant wünschte ich mir das Biest zurück. Und auch hier, wie in manchen anderen Punkten, bleibt die Real-Verfilmung dem Zeichentrick-Klassiker treu. Sicherlich, Dan Stevens ist sicher nicht hässlich, aber in diesem Aufzug war das Biest.. netter.

Madame (8) fand den Film unnötig, mich hatte er nett unterhalten. Ich wippte bei den Songs mit und summte „Going through the Motions“ am Heimweg. Wir beide waren uns einig, dass Emma Watson (die die Rolle der Cinderella 2015 abgelehnt hatte) eine adäquate Belle ist, die Bücherei uns den Atem stocken ließ und die Szene, in der Belle einem kleinen Mädchen das Lesen bei bringt, wirklich nett war. Madame (8) bemängelte (auch zurecht), dass Political Correctness auf Kosten der Authentizität gefeiert wurde – und die Interracial Couples auch etwas inflationär eingesetzt wurden. Das Totschlag Argument, dass sich Belle in ihren Gefängniswärter verknallt, der doch ganz nett ist, lassen wir außen vor. Immerhin fungiert Shakespeare als Liebesknecht und lässt die Schöne und das Tier sich näher kommen.

Gay-Things

LeFou erschien mir schon damals sehr zu Gaston hingezogen, deswegen verwunderte es mich auch nicht, dass Disney eine eindeutig homosexuelle Figur mit ins Spiel brachte, wenn auch die Darstellung etwas übertrieben war. Was mich störte war die Diskussion, die im Web entbrannte und die Tatsache groß im Web angekündigt wurde, was nach Werbung schreit. Wenn bei Ghostbusters via Feminismus-Keule Marketing betrieben wurde, so ist es hier die LGBT Community die herhalten darf. Aber erneut: Eine Medaille, zwei Seiten: Es hat auch etwas positives, denn vom kapitalistischen Schreckgespenst Disney abgesehen, finde ich es nett, dass kleine Kinder, die heute aufwachsen, Homosexualität als etwas normales und Alltägliches betrachten, etwas mit dem sie aufwachsen sind. Hollywood ging dies bezüglich schon einige Schritte (Bsp.: Brokeback Mountain, Black Swan), wagt sich aber mittlerweile auch ins Mainstream Kino vor. Mit den Power Rangers tritt der nächste lesbische Charakter auf. Warum wird hier erklärt:

„Because the studios are first and last about making money, they are loathe to include anything that might alienate segments of the audience. So kudos to Disney and Lionsgate for cracking open the fairytale and superhero worlds respectively. (…) But their executives would have calculated there is really no downside to briefly including gay issues. On one hand, they are responding to pressure for more diversity in movies. On the other, they benefit from any controversy because more potential ticket-buyers are aware of their movie.“ (stuff.co.nz)

Obvious things are obvious.

Feminismus?

Belle erfand also die Waschmaschine, um mehr Zeit zum lesen zu haben und nebenbei einem Mädchen das Lesen bei zu bringen – eine Idee, die sicherlich Emma Watson ins Spiel brachte.

Belle gilt als Disneys erste feministische Heldin. Jeffrey Katzenberg, damals CEO der Disney-Animation, ordnete den feministischen Twist an und beauftragte die Newcomerin Linda Woolverton (eine von der Frauenbewegung der 70er Jahre inspirierte Feministin) als Autorin. Als Vorbild diente ihr Katherine Hepburns Performance als Jo March in Little Women. Die Originalgeschichte übrigens wurde 1740 von Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve im französischen Journal „La Jeune Américaine et les contes marins“ publiziert. 1755, nach ihrem Tod, wurde die Geschichte von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont bearbeitet und in einem Kindermagazin veröffentlicht.

Belle sollte die Wende in Disneys Damenwelt einläuten, wurde quasi als Kontrapunkt zu Arielle konzipiert und ebnete den Weg für künftige, starke Frauenfiguren. Passive Prinzessinnen wie Cinderella und Schneewittchen mussten Kämpferinnen wie Mulan, Pocahontas und Merida weichen. Innerhalb des Disney-Universums dominieren heute selbstbestimmte Frauenfiguren – und nicht mehr die Suche nach dem perfekten Mann. Thx Orf.at.

Emma Watson dazu:

„[Books are] so powerful and they have the ability to change your life and your outlook, and this story really speaks to that, the sacred nature of books and their ability to transport you and empower you, (…) We still live in a world where there are probably over 80 million girls who won’t get to go to school just because of their gender.“ (Mashable.com)

Und:

„I loved Belle a long time before I became a feminist or a feminist activist. Of course the fact she’s so interested in literacy and she loves books, the fact she’s independent minded of course made me feel close to her.“ (metro.co.uk)

Feministisch also? Vielleicht auch nicht:

„The main – indeed the only – stated piece of feminism is that Belle has a job, so escapes the passivity and helplessness that has defined heroines since Disney and beyond. (…) The underlying message baked into this pie is that laundry is women’s work, which the superbly clever woman will delegate to a horse while she spreads literacy. It would be better if she had used her considerable intellect to question why she had to wash anything at all, while her father did nothing more useful than mend clocks. (…) Watching this film as a feminist fairytale is like listening to someone who claims to be able to speak German, then realising that they have only mastered one phrase. They can ask for directions, but if you actually told them the way to the Bahnhof, they’d be stumped. Still, hats off for trying. It’s better to speak a tiny bit of feminism than no feminism at all.“ (theguardian.com)

Oder:

„It would be beneficial for filmmakers to remake Disney movies that perpetuated sexist stereotypes into films that provide healthy portraits of women, but this adaptation of Beauty and the Beast fails to do so. Instead, feminism is hijacked to dispel the story’s sexist qualities so that the film industry can profit off a remake of the film without losing potential audience members due to criticisms of misogyny in the outdated story.“ (observer.com)

Und dem kann man als Feministin nicht widersprechen, und trotzdem muss man sich mit den kleinen Erfolgen zufrieden geben und eine Botschaft auch einfach sein darf: Die weibliche Protagonistin braucht keinen Mann und hat andere Interessen, als das Interesse eines Mannes auf sich zu ziehen, nämlich Bücher und inspiriert junge Leute mehr zu lesen. Sie ist die Heldin, die gegen Ende den Mann zwar rettet – aber aus freien Stücken wieder zurück kehrt.

Aber ja, es ist nachzuvollziehen warum Madame (8) den Film als unnötig empfand. Und genau so unnötig sind all die anderen Reboots, Neuverfilmungen oder Realverfilmungen wie Aladdin unter Guy Ritchie (könnte vielleicht etwas werden) und Mulan, welches gänzlich ohne Sing-Sang auskommen soll/will.

Warum die Leute im Dorf nicht altern..

Reddit user Hainted erklärt:

„[The village]  is caught in the Enchantress‘ curse as well. It’s stated outright that she erased the memories of the Prince, his lands, and servants from the villagers‘ minds, but if you pay attention she also locked the village in a time loop.“ Let’s do the Time-Loop Again! Let’s do the Time-Loop Again!

Noch mehr Beweise und Belle’s Song erscheint in komplett neuem Licht!

„But what if Belle sees „every morning just the same“ because she’s literally seeing the same morning play out over and over again? That would explain why she’s able to wander through town and announce everything that is happening in the village without looking, like Bill Murray predicting a waiter dropping a stack of flapjacks in a diner.“ (Dorkly.com)

Wie der Vater zurück in die Stadt kam, wir erinnern uns, Wölfe und so, bleibt offen.. Magic? Plothole? Who knows! I don’t and you don’t and nobody knows! Not even Leonard Cohen knows!

Zu guter Letzt:

Fazit: 4 von 6 tanzenden Teetassen und 5 von 5 Fußsessel Kläffer, 9 von 10 Singsang-Songs und 9 von 10 Hermiones, sowie drei Rosenblätter und 3 von 7 Flauschigkeitspunkten. Mit anderen Worten: Unterhaltung, wenn man sich darauf einflässt und das Original mochte. Nochmals mit anderen Worten: Unnötig und langweilend für die, die sowieso darüber motzen möchten.

Lesenswert:

Quellen:

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„Jurassic World: Fallen Kingdom“

„Fallen Kingdom.“ Zurecht. Fazit: Grausam.

Achtung, Spoiler.

Nachdem mich der Trailer bereits davor gewarnt hatte, dass viele der Dinosaurier wohl sterben werden, erkundigte ich mich, ob zumindest Blue (die Raptordame) und die Rexdame aus dem Original-Film überleben werden. Ja, tun sie. Sie können gerettet werden. Zumindest glaubte ich das, weil ich den zugehörigen Beitrag, bei welchem ich in den Kommentaren die Frage stellte, wegen Spoiler-Gefahr nicht gelesen hatte. Dieser beschäftigte sich mit dem ersten Film und nicht mit dem zweiten, wie ich fälschlicherweise angenommen hatte. Erneut, Gomen Nasai fürs unabsichtliche Spoilern.

Zum Film. Die Dinosaurier werden gerettet. Ist diese Rettung aber am Ende tatsächlich eine Rettung? Sicherlich, sie leben – aber unter welchen Umständen?

Als zu Beginn der Plan vorgestellt wurde, sie vor dem ausbrechenden Vulkan zu retten, dachte ich mir: Oh, das ist sogar durchdacht – das könnte sogar klappen! Eine nette Insel inklusive Lagune, auch wenn sie mir in der Miniatur-Ansicht etwas klein erschien. Ein Dutzend kann gerettet werden, vielleicht sogar mehr! Und wie ich mich irrte, denn die Logik die der Plan aufwies, hätte mich bereits warnen sollen: In einem von Haus aus unlogischen Film mit sinnlosem Plot kann das einzige Stückchen Logik innerhalb eines Planes nur dessen Untergang prophezeien.

Ja, die Dinosaurier werden gerettet – müssen aber neben den Menschen koexistieren. Und was passiert, wenn exotische Tiere neben dem Menschen leben? Richtig, sie werden gejagt und gequält und schlussendlich getötet – und beziehungsweise oder für niedere Zwecke verwendet. Wie zum Beispiel als Kriegs-Saurier. Warum mit Drohnen in den Kampf ziehen, die sich von jedem beliebigen Orten aus steuern lassen, wenn man wieder Face to Face via Dinosaurier Power in den Krieg reiten kann? Logic, Bitch! Im Zuge einer Versteigerung sehen wir einen Ankylosaurus sowie ein jugendlichen Allosaurus, die sogleich irgendwo hin verschifft werden und niemals mehr gerettet werden können. Auch wenn ich bis zum Ende glaubte und der Hoffnung war, dass man sich sicherlich noch was einfallen lässt, denn Jurassic World: Fallen Kingdom ist doch ein Kinderfreundlicher-Film, nicht? Oh, sweet summer child..

Bis kurz vor Ende dachte ich mir: Jetzt werden sie doch bald die Szene schneiden und alle Saurier friedlich auf der Insel lebend zeigen. Der Hacker wird wohl heraus gefunden haben, wohin und an wen die anderen Saurier versteigert wurden und können diese mit Hilfe des Gesetzes und guten Menschenwillen wieder zurück holen. Nada. Niente. Nichts. Der letzte Glaube an die Menschheit wird mit einem Vorschlaghammer zerstört und Jeff Goldblum, der zu Beginn noch dafür ist, sie sterben zu lassen (denn es war ein Fehler sie überhaupt erst zu erschaffen) warnt vor einem genetischen Zeitalter. Welcome to Gattaca-World. Und was die Dinosaurier betrifft, sie werden wohl den Rest ihres Lebens in kleinen Zellen verbringen, wie Kühe, Schweine und Legehennen es seit langer Zeit bereits tun. Es wird vermutlich an ihnen herum experimentiert, wie Hasen, Ratten und Mäuse es seit langem ertragen müssen. Verdammte Doppelmoral. Der Triceratops wird seiner Hörner wegen gejagt und ausgerottet werden, wie das Nashorn. Auch das kleine Baby-Triceratops, welches sich in der Zelle noch herzzerreißend an seine Mutter gekuschelt hatte, wird vermutlich bald seine Mutter verlieren. Wie Littlefoot.

Apropos Littlefoot. Eine der wohl grausamsten Szenen war die Pier-Szene. Ein Brontosaurier steht am Pier, während hinter ihm der Wald der Lava zum Opfer fällt. In einer unnötig lang gezogenen und mit hoch emotionaler Musik unterlegten Szene schaut er dem Boot nach, wir sehen die Protagonisten und ihre wässrigen Augen. Schnitt zu Littlefoot, der nach seinen Freunden ruft, die irgendwo hingebracht werden und ihn alleine lassen. Rauch vernebelt ihn, er ruft noch ein letztes Mal und wir sehen nur mehr wie seine Silloute zu Boden kracht. W.T.F.

Die Marke „Jurassic Park/World“ soll Freude bereiten und nicht traumatisieren. Wäre ich ein 12-jähriges Mädchen (dass ich, wenn es um Dinosaurier geht, immer noch bin), wäre ich wohl zutiefst traumatisiert und erschüttert und hätte den wohl letzten Rest Glauben in die Menschheit verloren. Was ist eine Handvoll guter Menschen (die dann nicht den roten Knopf drücken, um die sterbenden Tiere in die Freiheit zu entlassen – das Mädchen tat es), gegen zig Tausend Schlechte? Andererseits, wäre der Erstickungstod nicht doch humaner gewesen als eine bedrohte Koexistenz neben Menschen?

Die Rexdam zog sich sobald in den Wald zurück. Und was wurde aus Blue? Blue befindet sich in der Wüste, frei und ungezwungen, die einzige und letzte ihrer Art und wird wohl alsbald von Menschen gejagt werden. Sie ist zwar klug, aber nicht unverwundbar. Außerdem musste sie erneut Menschen vor einem Special-Dino retten. Die Themen wiederholen sich, wie so oft bei Fortsetzungen.

Ark Survival & JW Alive

Fun Fact: Ich kannte alle(!) Dinosaurier, die im Film gezeigt wurden beim Namen – Ark: Survival Evolved sei Dank – ein PC-Spiel, bei welchem sich Dinosaurier zähmen/reiten lassen. Allerdings sind Raptoren in Ark bei weitem nicht so mächtig, als ihre pixligen Freunde im Film. Immerhin, so zeigen uns Ark und Filme wie Jurassic Park oder auch Jurassic World, dass offenbar etwas Recherche betrieben wurde, wenn zumindest markante Erkennungsmerkmale gesetzt werden, anhand welcher auch der Laie sie unterscheiden und benennen kann. Auch wenn man bewusst auf die Federn verzichtete. Zwei Gemeinsamkeiten gibt es jedoch: Rexe sind mächtig und Compys lästige kleine Gesellen, die alleine harmlos, aber im Pack unfassbar nervig sind – auch wenn sie sich auf der Schulter spazieren tragen lassen und binnen weniger Minuten gezähmt sind.

Ich sprach davon, dass Raptoren bei Ark nicht ganz so mächtig sind – dafür aber in „JW World“, einem Augmented Reality-Spiel, dessen Spielprinzip „Pokémon Go“ ähnelt. Anstatt jedoch die Dinosaurier mit Bällen zu fangen, schwebt man via Drohne über ihnen und sammelt deren DNA. Damit lassen sich diese kreieren und folgend auch leveln. Der Vorteil: Es finden sich deutlich mehr Dinosaurier als Pokémon und somit lässt sich das Spiel auch in Gegenden spielen, die weniger besiedelt sind (wie auf der Autobahn), außerdem bekommt man alle 5 Stunden einen „Brutkasten“ mit 20 Darts, Lvl-Gold und Geld für irgendwelche Events geschenkt; es gibt Supply Drops die Münzen und Darts spenden. Auch kämpfen lässt sich. Man besitzt ein Team aus 8 Dinosaurier und der Zufall wählt 4 aus, folgend wird man mit einem Opponenten von irgendwo her verbunden. Ist die Geschwindigkeit des eigenen Dinosauriers mit welchem man startet schneller als die des Gegenübers, darf man starten.

Und warum Dinosaurier nur für Kinder interessant sein sollen, verstehe ich bis heute nicht..

Fazit: Erneut, ein grausamer Film. Doch es gibt etwas gutes: Menschen, auch die Bösen, werden von Dinosauriern gefressen. Memo an Mich: Wenn mir mein Gefühl sagt, dass ich mir einen Film nicht anschauen soll, dann sollte ich darauf hören. Madame (8) meinte: „Du hättest doch wissen sollen, dass Dinosaurier gequält werden!“ Und als ich ihr von Littlefoot berichtete, wollte sie gar nicht mehr zuhören. Zu schmerzhaft ist die Erinnerung an Littlefoot.

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Ms Marvel – Ja oder Nein? Und da wäre noch Captain Marvel

Erst kürzlich war die Rede von und ob Ms Marvel (die muslimische Superheldin aus New Jersey – sehr zu empfehlen) bald im MCU zu sehen ist (ich sähe sie lieber in einer Serie).

Wie kam es zu dieser Frage:

“We’re doing Captain Marvel right now. Captain Marvel‘s shooting right now with Brie Larson. Ms. Marvel, which is another character in the comic books, the Muslim hero who is inspired by Captain Marvel, is definitely sort-of in the works. We have plans for that once we’ve introduced Captain Marvel to the world.” (Kevin Feige, BBC Interview)

Mr Raymond dazu: „Der Interviewer fragte ihn explizit danach, Feige macht das richtige und wechselt das Thema zu Captain Marvel, deren Film gerade gedreht wird und gibt dann dem Interviewer den Kommentar, dass es Pläne für Ms. Marvel gibt und man mehr oder weniger daran arbeitet… nachdem, zurück zum eigentlichen Thema, Captain Marvel dann im Marvel Universum erschienen ist, denn Kamala ist ja ein Fan und inspiriert durch Captain Marvel.“

Fraglich, wie viele Hoffnungen wir uns machen sollten oder auch nicht.

Inhumans (was letztlich zu einer Serie wurde) war groß auf einer Wand bei ComicCon zu sehen als ein Film in Phase 3. Solange das nicht passiert für Khan oder Romanoff, ist es nur Feige auf Promotiontour in diversen Ländern. Ebenso seine vage Aussage, dass er sich vorstellen könnte einem der weiblichen Charaktere aus Black Panther in einem Film als Hauptfigur zu sehen. Er ist gut darin das richtige zu sagen um das maximum an Interesse für Marvel Filme zu kriegen, im Gegensatz zu manchen der Clowns, die in der Comic-Sparte bei Marvel arbeiten, das richtige zu sagen ohne sich zu 100% festzusetzen – der Master des Konjunktiv und darum wäre er ein enormer Verlust, wenn er jemals gehen würde. Er gibt den Fans etwas über das sie reden und spekulieren können ohne je so dumm zu sein zu sagen, dass er es ihnen wirklich geben wird.“

Es bleibt also spannend und interessant – ob, und besonders wie Ms Marvel auf der Leinwand inszeniert wird, da sie vor allem auch die muslimische Gemeinde repräsentiert – allerdings ohne(!) Kopftuch und als typische amerikanische Jugendliche, die aus einem muslimischen, pakistanischen Elternhaus kommt versucht beide Welten miteinander zu verbinden.

Heute stolperte ich im Bezug auf Captain Marvel auch darüber:

So this is how’s its gonna go until this movie comes out.
MCU: “she’s the strongest character”.
Comic fans: “well actually she’s not in the comics”.
Media: “Alt-Right Incel Trolls are attacking Captain Marvel because she’s a woman”.
Comic fans: “Wait no that’s not what I said I’m just saying she’s not the strongest”.
Feminist: “This is all apart of the toxic masculine culture of the Patriarchy”.
Comic Fans: “F**k it”.“

Und leider fasst es die Situation perfekt zusammen. Mr Raymond meinte einst zynisch, dass Captain Marvel als marvel’sche Pendant zu Wonder Woman konstruiert wird und sicherlich, so meine ich, am Erfolg der anderen Filme anknüpfen kann – trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, denn warum erst jetzt? Eben. Wonder Woman war der erste Superheldinnen Stand-Alone Film, der tatsächlich Erfolg hatte. Trotzdem sollten wir uns darüber freuen, dass nicht mehr nur männliche Superhelden „cool“ sind, sondern auch weibliche, die nicht mehr nur den male-gaze bedienen, sondern tatsächlich eine Geschichte zu erzählen haben und nicht mehr nur quasi „Frauen-Quoten“-Beiwerk sind.

Captain Marvel: Startdatum: 14. März 2019.

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Happy Towel Day!

Und dieses mal gabs sogar tatsächlich eine Begegnung!

Und auch wenn man nur vorhat, ein-zwei Bilder zu machen… werdens halt doch mehr.

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