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Pre-„Avengers: Endgame“-Zusammenfassung

11 Jahre. 21 Filme. Avengers: Endgame markiert mit dem 22. Film des MCU das Ende von Phase 3.

Werfen wir einen Blick zurück. Dieser Beitrag verzichtet auf Spoiler und wurde frei von Screen Junkies‘ Video „The COMPLETE MCU Recap | CRAM IT (Avengers: Endgame Edition)“ übernommen. Wem eine halbe Stunde zu viel investierte Zeit ist, um auf den neuesten Stand der Dinge zu gelangen und nach dem Film g’scheit mitreden zu können, der lese hier nach. Ich selbst wollte mich nämlich vor der Premiere nochmal informieren, wie es wo wann zu was kam. Oder danach. Je nach dem.

Falls ich einige wichtige Details vergessen oder falsch habe, bitte in den Kommentaren anmerken, ich werde sie dann nachtragen beziehungsweise umändern.

Let’s fez.

Steve Rogers wird im 2. Weltkrieg von Hydra zu dem gemacht, was er heute ist: the first Avenger, Captain America. In Winter Solider kämpft er gegen BBF Bucky, der es ebenfalls durch die Zeit schafft, für Hydra mordet, so auch Tonys Vater auf dem Gewissen hat und in Wakanda quasi wieder normalisiert wird. Captains große Liebe ist die britische Spionin Peggy Carter alias Agent Carter. In Civil War härten sich die Fronten zwischen Steve und Tony alias Iron Man. Tony will eine Registrierungspflicht für Superhelden, Cap sieht das anders. Es kommt zum Showdown am Müncher Flughafen.

Captain Marvel, alias Captain Carol Danvers, bekommt durch Zufall/Unfall mit dem Tesseract zu ihren Kräften; verliert ihre Erinnerungen und wird von den Kree für deren Zwecke manipuliert, bis sie erkennt, dass Mar-Vell, ebenfalls Kree und alte Bekannte, für die friedlichen Krulls kämpft. Gegen Ende vermöbelt sie ihren ehemaligen Meister und Lehrer. You go Girl! Sie ist aktuell der stärkste Charakter im MCU, und eine jener drei, die ihre Kräfte von einem Infinity Stone bekommen haben.

Nick Fury, geblendet durch die Katze (alias Flerken) Goose, trifft das erste Mal in Verbindung mit Carol Danvers auf außerirdische Lebensformen und beschließt danach die Avengers Initiative zu gründen, um noch mehr Superhelden zu rekrutieren, wie beispielsweise Tony Stark, um den Tesseract (der sich eine gewisse Zeit in Goose befindet) in The Avengers vor Loki zu beschützen.

Tony Stark alias Iron Man, dessen Vater schon ein begabter Erfinder war, besitzt den Arc Reactor, der ihn am Leben erhält und in der Lage ist, Power Suits mit ausreichend Energie zu versorgen. Nebenbei ist er intelligent, gut aussehend und reich. In Age of Ultron kreiert Tony eine AI, zum Schutz eigentlich, die ein Eigenleben entwickelt. Hallo AI-Enthusiasmus! Ultron will einen Körper, unterstützt vom Mind Stone. Aber anstatt Ultron einen neuen Körper zu verschaffen, kreiert JARVIS (Tonys Butler-AI) mit der Hilfe von Thor ein neues Lebewesen: Vision.

Vision, welcher auch Lover von Wanda alias Scarlet Witch wird, sie in Civil War bekämpft und schließlich in Infinity War von Thanos umgebracht wird. Die Geschichte um Hydra spitzt sich in Age of Ultron zu, Wanda und ihr Bruder unterziehen sich Hydras Experimenten um Rache an Tony Stark zu nehmen, denn eine Rakete von Stark Industries tötete ihre Familie. Während sie gut davon kommt (Gedankenkontrolle, Telekinese und Energy Beams) ist ihr Bruder eines: Schnell. Und Tot. Der Charakter gehörte damals FOX-Studios und war ein Teil der X-Men (die um ca. 1 Milliarde von Disney zurück gekauft wurden). Sie ist nach Captain Marvel die mächtigste Heldin im MCU. Wanda, die am Ende von Age of Ultron einige Menschen auf dem Gewissen hat, soll im Avengers HQ unter Visions Aufsicht bleiben. Diese Ereignisse in Sokovia führen zu Civil War. Wanda bricht aus und steht auf Team Caps Seite, kämpft gegen Vision und verletzt War Machine so stark, dass er sich die Hüfte bricht und ohne Suit nicht mehr gehen kann. Gegen Ende verziehen sich Vision und Wanda und werden ein Paar (Comic Easter Egg). War Machine ist ein guter Freund von Tony und vor allem bekannt, mit einem anderen Darsteller aus Iron Man 1-3.

Tonys Vater war Konkurrent von Hank van Dyne. Hank kann Ameisen kontrollieren, so auch seine Tochter Hope alias The Wasp. Diese rekrutieren Scott als Ant-Man. Beide van Dynes arbeiteten einst für S.H.I.E.L.D., entdecken in Ant-Man and the Wasp den Quantum Realm, einem Ort an dem Zeit und Raum ihre Bedeutung verlieren. Dorthin gelangen sie, weil sie sich auf die Suche nach Hanks Frau und Hopes Mutter machen und sie gegen Ende auch finden.

Natascha Romanov, russische Spionin alias Black Widow, wurde einst von Hawk Eye rekrutiert und auf die gute Seite der Macht gebracht. Beide verbindet eine nicht romantische, aber tiefe Bindung. Später rekrutiert sie Bruce Banner alias The Hulk. Sie ist es, die in Age of Ultron die Hydra Crimes ins Netz ladet, welches auch ihre schrecklichen Taten offenbart und somit eine neue Identität braucht. Sie verschwindet, bis sie in Civil War an der Seite von Cap kämpft, danach aber wieder untertaucht. Ihren ersten Auftritt hat sie in Iron Man 2. Es dauerte über 10 Jahre, bis sie ihren eigenen Film bekommt – der in Planung ist.

In Verbindung mit Black Widow steht Hawk Eye, den wir in Thor das erste mal sehen. Archer Skills over 9000. Auch er ist auf Caps Seite, wird eingesperrt aber unter Anordnung von Hausarrest zu seiner Familie am Land entlassen. Keine Spur von ihm in Infinity War. Ebenfalls in Verbindung mit Natascha steht The Hulk. Ihre On-Off-Maybe-Love-Story zieht sich durch mehrere Filme, es wird aber nie etwas ernstes draus. Bruce Banner, wir wissens, wird wegen einer Überdosis Gamma Strahlung zum Hulk. Damals noch gespielt von Edward Norton. Er hat seinen großen Auftritt in The Avengers, hilft als Bruce Banner Ultron zu konstruieren und kämpft dann im Ring der Gladiatoren bei Thor: Ragnarok. In Infinity War kracht er direkt ins Haus von Doctor Strange und warnt die Leute vor dem, der kommt: Thanos.

Thanos‘ Auftritte ziehen sich durch das MCU wie die Infinity Stones. Er vernichtet die Hälfte aller Lebewesen im gesamten Universum und setzt sich am Land zur Ruhe. Loki und Ronan zählen zu seinen Untertanen. Ronan, der uns in Guardians of the Galaxy begegnet und dem Dance-Contest ausweicht sowie in Captain Marvel. Loki ist Thors Adoptiv-Bruder: Wir lernen seine tragische Geschichte in Thor kennen, wünschen ihm den Tesseract und die Weltherrschaft in The Avengers und fieberten Thor: The Dark Kingdom (aufgrund seiner Beliebtheit wurden Szenen nachgedreht) entgegen. Und jetzt ist er tot. Getötet von Thanos. Aber halb so wild, auf Disney-Stream bekommt er eine eigene Serie.

Thanos‘ Töchter sind Gamora und Nebula. Beide kennen wir aus Guardians of the Galaxy: Zuerst Feinde dann Freunde. Zu den Guardians zählen Star-Lord alias Peter Quill, die Mutter von der Erde, der Vater ein Planet (ein Celestial) – was auch erklärt, warum Peter den Power Stone so einfach in der Hand halten konnte. Star-Lord wurde von Yondu als Space Pirate alias Ravager aufgezogen. Gamora verlor ihre Eltern bei einem Angriff von Thanos, so wurde auch Drax‚ Familie von Ronan getötet. Thanos zieht sie gemeinsam mit Nebula auf, die er kontinuierlich verbessert und quält. Des weiteren gibt es den sarkastischen Fanliebling und Trash Panda namens Rocket und der lebende Baum, namens Groot, der sich gegen Ende des ersten Guardians-Teil aufopfert. Als Star-Lord merkt, dass Ego für den Tod seiner Mutter verantwortlich ist, tötet er ihn. Nebula splittet sich ab um Thanos zu töten und Yondu stirbt, in dem er sich für Star-Lord opfert. Right in the feels.

Ebenfalls aus weiter Ferne: Thor, der Gott des Donners aus Asgard. In Thor lernen wir die Brudergeschichte kennen; zuächst Gegner in The Avengers, dann quasi Verbündete in The Dark Kingdom, bis sie gemeinsam Seite an Seite in Thor: Ragnarok gegen die böse Sista Hela kämpfen. Man könnte fast annehmen, dass MCU ist eine große Soap Opera, eine Telenovela mit etwas mehr Budget. Im Kampf gegen Hela und einem fetten Demon wird Asgard zerstört, die Überlebenden retten sich auf ein Schiff. Und Thanos taucht auf.

Wakanda hingegen hält sich versteckt vor der Welt, denn dort gibt es Vibranium, ein seltenes und unbesiegbares Metall. Caps Schild ist aus Vibranium, genau so wie Wolverins Krallen. Wer König in Wakanda ist, ist gleichzeitig auch Black Panter, inklusive Superkräfte und indestructibale Suit. T’Challa, so der Held mit Namen und künftige König, wird von seinem Cousin heraus gefordert; seine kleine Schwester Shuri ist ziemlich intelligent und versucht während Thanos Angriff in Infinity War den Mind Stone aus Visions Stirn zu entfernen, ohne Vision dabei selbst zu töten – was ihr leider nicht gelingt, denn die Zeit ist zu knapp. Und dann gibt es noch Okoye, eine ziemlich coole Kriegerin.

Spiderman! Wir kennen die Story: einst von einer radioaktiven Spinne gebissen ist Peter Parker heute You Tube Star, die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft und mit Tom Holland perfekt besetzt. Tony rekrutiert Peter, aber dieser will noch Teenie sein, Tony sagt das war eh nur ein Test.War es nicht. In Civil War kämpft er an Iron Mans Seite, bis er schließlich in Infinity War in dessen Armen stirbt. Right in the feels.

Last but not Least: Doctor Strange, einst ein arroganter Chirurg, der durch einen Unfall die Fähigkeit zu arbeiten verliert. Er macht sich auf die Suche nach Frieden, meditiert und wird Herrscher über die Zeit. Doctor Strange ist im Besitz des Time Stones, davor war es Tilda Swinton, deren Auftritt als White Washing kritisiert wurde, aber seien wir uns ehrlich: Es ist Tilda fucking Swinton! Sorry, but not sorry. Es gibt eine Dark Dimension und der Umhang führt ein Eigenleben.

Soviel dazu!

Halt! Die Gems!

Die Gems (thx Wiki)

  • Space Stone (Blau): Das erste mal sehen wir den Tesseract in einer Post-Credit-Szene bei Thor; er wird in Captain America: The First Avenger von Red Skull (der sich später auf Vormir befindet) gestohlen, um eine Waffe, die von Hydra produziert wurde, in Gang zu setzen. In den 80ern taucht er bei Captain Marvel auf (Dr. Wendy Larson aka Mar-Vell versucht die Krulls damit in Sicherheit zu bringen) und verleiht Carol Danvers bei einer Explosion ihre Kräfte. Der Tesseract wird von Goose der Katze, gefressen (irgendwann wieder ausgekotzt) und in die Obhut von S.H.I.E.L.D. übergeben. Loki stiehlt diesen in The Avengers um die Erde zu erobern. Danach wird er in Asgard aufbewahrt. Loki stiehlt diesen erneut (Thor: Ragnarok) und gibt ihn nach der Zerstörung Asgards Thanos. Damit rettet er seinem Bruder das Leben und opfert sich selbst. Don’t worry, Disney hat ihn bereits unter Vertrag.
  • Mind Stone (Gelb): Existiert lange Zeit in Lokis Zepter, was Loki in The Avengers behilflich ist, denn die Gedanken anderer lassen sich damit kontrollieren. Nach The Avengers fällt das Zepter in die Hände von Hydra, die damit an Menschen experimentieren (Post-Credit-Szene The Winter Soldier). Die einzigen Überlebenden sind Wanda und ihr Bruder Pietro, Age of Ultron zeigt deren Potential und die quasi Geburt von Vision. Der Mind-Stone besitzt eine eigene Intelligenz, was sich die KI Ultron zunutze macht aber durch Thor und JARVIS vereitelt wird, was zu Vision führt. Qualitäten des Mind-Stones: Umfangreiches Wissen und die Fähigkeit neues Leben zu schaffen.
  • Reality Stone (Rot): Taucht das erste mal in Thor: The Dark World auf, genannt Aether und ist eigentlich kein Stein, sondern eine Art Flüssigkeit. Diese kann, wenn sie mit einem Host zusammen geführt wird, alles in dunkle Materie verwandeln und das Leben von Sterblichen aussaugen. Mit ihr lassen sich Portale zu anderen Welten öffnen. Der Reality Stone scheißt quasi auf die Gesetze der Physik und macht damit, was er will. In Infinity War holt sich Thanos diesen vom Collector.
  • Power Stone (Violett): Ronans Quest in Guardians of the Galaxy. Der Stein verbessert die Stärke seines Besitzers und kann gesamte Zivilisationen zerstören. Ronan versucht folgend den Planeten Xandar zu vernichten, wird aber von den Ravagers, Nova Corps und den Guardians gestoppt. Thanos vernichtet in Infinity War die Hälfte von Xandars Bevölkerung.
  • Time Stone (Grün): Im „Eye of Agamoto“, benannt nach dem Meister der Mystic Arts, kann der Stein die Zeit manipulieren. Doctor Strange erweist sich würdig und wir lernen was über Time Loops.
  • Soul Stone (Orange): Mit dem Soul-Stone lässt sich die Seele und das Sein einer Person manipulieren. Er taucht in Avengers: Infinity War das erste mal auf; Gamora hatte bereits in Guardians of the Galaxy Thanos gefragt, ob es diesen Stein tatsächlich gibt, weil so wenig überliefert ist. Schlussendlich findet Gamora diesen dann auf dem Planeten Vormir, erzählt aber Thanos nichts davon – dafür aber Nebula. Die dann von Thanos gefoltert wird – das eine führt zum anderen und Thanos opfert Gamora.

Jetzt aber noch mal zurück zu Infinity War:

Was passierte nochmal in Infintiy War

Erstens, meine Kritik dazu, zweitens eine kleine Zusammenfassung:

Thor überlebt. Loki opfert sich. Thanos kämpft gegen Hulk, bis Heimdall diesen zur Erde schickt und er vor Doctor Stranges Nase landet. Thor wird von den Guardians aufgesammelt, nachdem auch deren Schiff von Thanos zerstört wurde. Das Team splittet sich auf: Thor und Rocket suchen nach dem Schmied (Thors Hammer wurde von Hela zerstört), die restlichen versuchen Thanos und den Reality Stone zu stoppen – was aber nichts nützt, Thanos nimmt Gamora mit und opfert sie für den Soul Stone auf Vormir. Bruce, nicht Hulk, warnt Tony und Strange – was dazu führt, dass Tony, Spiderman und Strange sich bald im All befinden. Black Widow, Falcon, Wanda und Vision verweilen im Avengers HQ. Steve und Bucky in Wakanda. Shuri versucht den Mind Stone aus Visions Stirn zu entnehmen ohne ihn dabei selbst zu töten, aber die Zeit reicht nicht aus.

Die Guardians sind mit Strange und Tony im All. 14 Millionen Timelines, und nur eine gibt es, in welcher Thanos besiegt werden kann. Strange händigt Thanos den Time Stone aus. Als Star-Lord beinahe den Handschuh in der Hand gehabt hätte, erfährt er von Gamoras Tod und tja… they lose. Thanos macht sich auf den Weg zur Erde, Mind Stone und tötet Vision. Thor, Rocket und Groot tauchen ebenfalls auf – es gibt eine Schlacht. Und wir alle wissen, wie sie ausgeht. The snap.

So, ich hoffe ihr seid nun bestens informiert und bereit für ENDGAME.

Reihenfolge der Filme 

MCU Phase 1

  1. Iron Man (2008)
  2. Der unglaubliche Hulk (2008)
  3. Iron Man 2 (2010)
  4. Thor (2011)
  5. Captain America: The First Avenger (2011)
  6. Marvel’s The Avengers (2012)

MCU Phase 2

  1. Iron Man 3 (2013)
  2. Thor: The Dark Kingdom (2013)
  3. Captain America: Winter Soldier (2014)
  4. Guardians of the Galaxy (2014)
  5. Avengers: Age of Ultron (2015)
  6. Ant-Man (2015)
  7. The First Avenger: Civil War (2016)

MCU Phase 3

  1. Doctor Strange (2016)
  2. Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)
  3. Spider-Man: Homecoming (2017)
  4. Thor: Ragnarok (2017)
  5. Black Panther (2018)
  6. Avengers: Infinity War (2018)
  7. Ant-Man and the Wasp (2018)
  8. Captain Marvel (2019)
  9. Avengers: Endgame (2019)

MCU Phase 4

  1. Spider-Man: Far From Home (Kinostart: 5. Juli 2019)

The End.

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Ms Marvel – Ja oder Nein? Und da wäre noch Captain Marvel

Erst kürzlich war die Rede von und ob Ms Marvel (die muslimische Superheldin aus New Jersey – sehr zu empfehlen) bald im MCU zu sehen ist (ich sähe sie lieber in einer Serie).

Wie kam es zu dieser Frage:

“We’re doing Captain Marvel right now. Captain Marvel‘s shooting right now with Brie Larson. Ms. Marvel, which is another character in the comic books, the Muslim hero who is inspired by Captain Marvel, is definitely sort-of in the works. We have plans for that once we’ve introduced Captain Marvel to the world.” (Kevin Feige, BBC Interview)

Mr Raymond dazu: „Der Interviewer fragte ihn explizit danach, Feige macht das richtige und wechselt das Thema zu Captain Marvel, deren Film gerade gedreht wird und gibt dann dem Interviewer den Kommentar, dass es Pläne für Ms. Marvel gibt und man mehr oder weniger daran arbeitet… nachdem, zurück zum eigentlichen Thema, Captain Marvel dann im Marvel Universum erschienen ist, denn Kamala ist ja ein Fan und inspiriert durch Captain Marvel.“

Fraglich, wie viele Hoffnungen wir uns machen sollten oder auch nicht.

Inhumans (was letztlich zu einer Serie wurde) war groß auf einer Wand bei ComicCon zu sehen als ein Film in Phase 3. Solange das nicht passiert für Khan oder Romanoff, ist es nur Feige auf Promotiontour in diversen Ländern. Ebenso seine vage Aussage, dass er sich vorstellen könnte einem der weiblichen Charaktere aus Black Panther in einem Film als Hauptfigur zu sehen. Er ist gut darin das richtige zu sagen um das maximum an Interesse für Marvel Filme zu kriegen, im Gegensatz zu manchen der Clowns, die in der Comic-Sparte bei Marvel arbeiten, das richtige zu sagen ohne sich zu 100% festzusetzen – der Master des Konjunktiv und darum wäre er ein enormer Verlust, wenn er jemals gehen würde. Er gibt den Fans etwas über das sie reden und spekulieren können ohne je so dumm zu sein zu sagen, dass er es ihnen wirklich geben wird.“

Es bleibt also spannend und interessant – ob, und besonders wie Ms Marvel auf der Leinwand inszeniert wird, da sie vor allem auch die muslimische Gemeinde repräsentiert – allerdings ohne(!) Kopftuch und als typische amerikanische Jugendliche, die aus einem muslimischen, pakistanischen Elternhaus kommt versucht beide Welten miteinander zu verbinden.

Heute stolperte ich im Bezug auf Captain Marvel auch darüber:

So this is how’s its gonna go until this movie comes out.
MCU: “she’s the strongest character”.
Comic fans: “well actually she’s not in the comics”.
Media: “Alt-Right Incel Trolls are attacking Captain Marvel because she’s a woman”.
Comic fans: “Wait no that’s not what I said I’m just saying she’s not the strongest”.
Feminist: “This is all apart of the toxic masculine culture of the Patriarchy”.
Comic Fans: “F**k it”.“

Und leider fasst es die Situation perfekt zusammen. Mr Raymond meinte einst zynisch, dass Captain Marvel als marvel’sche Pendant zu Wonder Woman konstruiert wird und sicherlich, so meine ich, am Erfolg der anderen Filme anknüpfen kann – trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, denn warum erst jetzt? Eben. Wonder Woman war der erste Superheldinnen Stand-Alone Film, der tatsächlich Erfolg hatte. Trotzdem sollten wir uns darüber freuen, dass nicht mehr nur männliche Superhelden „cool“ sind, sondern auch weibliche, die nicht mehr nur den male-gaze bedienen, sondern tatsächlich eine Geschichte zu erzählen haben und nicht mehr nur quasi „Frauen-Quoten“-Beiwerk sind.

Captain Marvel: Startdatum: 14. März 2019.

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„Avengers: Infinity War“

Sicherlich, in einer Zusammenkunft wie in Infinity War, ist es fast unmöglich, jedem Charakter ausreichend Screentime zu widmen, geschweige denn jeden interessanten Schlagabtausch zu perfektionieren. Und trotzdem gelang das Konglomerat an Superhelden erstaunlich gut. Nicht nur, weil (ohne den China-Markt) der Box-Office-Rekord von The Force Awaking übertroffen wurde, sondern weil es – zumindest so, wie die einzelnen Charaktere in die Geschichte gewebt und folgend zusammen geflochten wurden – tatsächlich funktionierte und ein befriedigendes Gefühl hinterließ, auch wenn mich der Beginn etwas zweifeln ließ.

Achtung Spoiler

Worum geht es?

Thanos, bereits mächtig und einen Stein besitzend, zwingt Loki den Tesseract auszuhändigen um dessen Bruders Leben zu schonen. Loki kommt dem nach – wenn auch mit einem Hinterhalt, der ihm schlussendlich das Leben kostet. Thanos zerstört Asgard, Thor überlebt und wird von den Guardians aufgesammelt (herrlich! Vielleicht sogar eine meiner Lieblingsszenen), während Iron Man, Spider-Man und Dr Strange (auch eine großartige Kombination) unfreiwillig zur Thanos-Base geflogen werden. Doch zuvor trennen sich Thor, Rocket und Groot – denn Thor braucht seinen Hammer, während der Rest, Star Lord, Gamora, Drax und Mantis versuchen zu verhindern, dass Thanos den Soul-Stone bekommt – denn nur Gamora weiß, wo sich dieser befindet. Thanos aber ist ihnen einen Schritt voraus, demonstriert die Macht des Reality-Stones und schnappt sich in Knowhere seine Ziehtochter, um sie für den Soul-Stone zu opfern. Schlussendlich treffen ein Teil der Guardians (Nebula hinterließ eine Nachricht) sowie Iron Man, Spider-Man („Please, don’t put your eggs in me!“) und Dr Strange auf Titan, dem Heimatplanet Thanos‘, aufeinander, was ebenfalls für amüsante Szenen sorgt. Und während Dr Strange sich Billiarden von möglichen Outcomes ansieht und es nur eine Option auf Frieden gibt, wird er zur Aufgabe des Time-Stones gezwungen.

Auf der Erde pflegen Vision und Scarlet Witch im Geheimen ihre Romanze und werden von Thanos‘ Untertanen aufgespürt – denn Thanos weiß, der Mind-Stone befindet sich bei Vision. Zur Hilfe eilen Captain America, Black Widow und Falcon. Bruce Banner ist mittlerweile wieder auf der Erde, weiß aber keinen Rat – Cap aber: Wakanda. Nakia versucht Visions Bewusstsein vom Stein zu trennen, während Captain America auf Bucky trifft und Seite an Seite mit den Avengers (wir erinnern uns, die Spaltung in Civil War) kämpft, sowie einem nicht wollendem Hulk und Black Panther. Creature-Feature-Kanonenfutter Aliens aus dem All metzeln sich durch sämtliche Armeen, bis Thor mit seinem neuen grootigen Hammer vom Himmel rast und ein Schiff nach dem nächsten zerstört. Yes! Comic-Feeling Deluxe! Mit dabei sind Rocket und Groot. Scarlett Witch kann gegen Ende den Stein ihres Geliebten zerstören, doch Thanos dreht die Uhr zurück und tötet Vision. Er besitzt alle Steine und tut das, was seiner Meinung nach am sinnvollsten ist. Am Ende lächelt er. The End.

Kritik und Fazit

Ein interessantes Ende und die Post-Credit-Szene lässt uns wissen, was uns in der Fortsetzung erwartet – mein Herz schlug tatsächlich schneller und ich verließ das Kino mit einem Dauergrinsen. Und ja, man merkt, wo James Gunn seine Finger im Spiel hatte, denn die Guardians-Szenen waren nach meinem Empfinden mit Abstand die besten. Auch wird einem wieder bewusst, dass mit Tom Holland die perfekte Besetzung für Spider-Man gefunden wurde.

Die meiner Meinung nach besten Kombis und Inszenierungen waren Mantis und Spider-Man, als auch Thor und Star Lord – die wirklich für viele Lacher sorgten, denn mit diesen beiden Charakteren treffen Welten an Egos aufeinander. Iron Man und Dr Strange funktionierten bedingt, und hätten etwas mehr Zeit und vielleicht eine andere Umgebung gebraucht, um ihr Potential zu entfalten. Ein optimistischer und euphorischer Thor, sowie ein zynischer Rocket sind ebenfalls amüsant zu beobachten und ich hätte gerne gesehen wie Rocket Buckys Arm gestohlen hätte. Und auch die Alien- und diverse Popkultur Anspielungen waren weder aufgesetzt noch ermüdend, im Gegenteil. Und ja, Marvel und Disney wissen, wie man (unterhaltsame) Unterhaltung generiert.

Fazit: 9 von 9 Rabbits, 2 von 2 Space-Invader Groots, 5 von 7,5 Kampfszenen und 1 von 3 Creature-Features. Definitiv sehenswert – für Freunde für Weltraum-Szenen, Raumschiffe, Kampfszenen, Aliens, Superhelden und etwas Drama.

Erneut, Spoiler!

Einige Worte zum Ende

Interessant ist, dass Thanos nicht nur der übermächtige Gegenspieler mit einem Gottkomplex ist, der seine Macht um der Macht Willen auskosten will, sondern tatsächlich auch gewisse Absichten hinter seinem Tun verfolgt: Halbieren wir die Population einer Überbevölkerung, sodass der Rest in Frieden leben kann. Ist Thanos also böse? Natürlich, er richtet einen Genozid nach dem nächsten an, wenn die Zivilisation an ihre Grenzen gelangt ist. Warum sie Selbstzerstörung und Leid überlassen wenn es auch einfacher geht und man sie schmerzlos zu Staub werden lassen kann? Die Zeiten, in welcher der Bösewicht schwarz und der Held weiß ist, sind vorbei. Thanos hatte tatsächlich, in seinen Augen, wohlwollende Absichten.

Aussicht auf die kommenden Filme

Was bedeutete das Ende von Infinity War: Sind sie tatsächlich tot? Nun, nach dem Spider-Man: Homecoming 2 auf Juli 2019 angesetzt ist, kann Spider-Man nicht tot sein oder doch? Wie wird Sony damit umgehen? Homecoming spielte übrigens direkt nach Captain America: Civil WarAvengers: Infinity War setzt zwei Jahre nach Civil War an. Es wäre also gut möglich, dass Spider-Man: Homecoming 2 und Ant-Man and the Wasp (Sommer 2018) VOR Infinity War spielen – was aber keinen Sinn ergäbe. Eigentlich. Captain Marvel kommt im März 2019 in die Kinos, wird aber in den 1990ern angesiedelt sein. Und, nicht zu vergessen, Guardians of the Galaxy 3 für 2020 – erneut aus der Feder James Gunns und der letzte Guardians Film mit dieser Konstellation. Ebenso geplant ist eine Fortsetzung von Black Panther – und mittlerweile gibt es grünes Licht für einen Black Widow-Film.

Avengers 4, soll im Mai 2019 starten. Ich vermute, dass es eine (Time-Trave-) Lösung geben wird, um alle Toten wieder zum Leben zu erwecken („Avengers 4: Resurrection“ oder so), denn Dr Strange wusste was passiert und entschied sich für die Lösung, die sie ins Endspiel bringt. Ich gehe ebenfalls davon aus, dass all jene, die jetzt noch am Leben sind, die bekannten und großen Namen, sterben beziehungsweise das Franchise verlassen werden. Mein Informant ist der gleichen Meinung.

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„Justice League“

Der Film wurde kurzfristig noch in einen anderen Saal verlegt, hatte dadurch Verspätung – und führte dazu, dass er ohne jegliche Werbung oder Trailer begann. Und so beginne auch ich ohne große Umschweife: Er war nicht ganz so schlecht, wie ich ihn mir erwartet habe, gäbe ihm aber trotzdem kein „befriedigend“. Ein schwaches „genügend“ muss ausreichen. Vielleicht wäre er richtig schlecht gewesen, hätte man die 50 Minuten von Zack Snyders Original Cut beibehalten. Ursprünglich war der Film auf fast 3(!) Stunden geplant gewesen. But.. Why?

Anyway. Spoiler

Wtf #1: Up-Skirt-Shots

Warum gerade zu Beginn sieben Pantie-/Hintern-/Up-Skirt-Shots (ab dem dritten Mal zählte ich) von Wonder Woman zu sehen waren und danach kaum mehr, lässt sich nur auf die unterschiedlichen Leute zurück führen, die hinter der Kamera zu Gange waren, oder auch nicht. Vielleicht war der Hintern-Fetisch auch irgendwann befriedigt. Trotzdem: Eine Frau steht breitbeinig mit kurzem Rock vor einem Abhang und der Kamera fällt nichts besseres ein, als überlange Sekunden auf ihrem Höschen zu verweilen? Wtf? Seriously?

Und hier beginnt die erste Kontroverse: Natürlich macht es einen Unterschied, ob, wie im Falle von Aquaman und Superman das maskuline Ideal ästhetisch und heroisch in Szene gesetzt wird, oder ob lediglich Hintern und Dekolletee besondere Aufmerksamkeit bekommen, und das in einer Weise, die an billigem Voyeurismus kaum mehr zu übertreffen ist. The Flash durfte sich übrigens nicht entblößen und trägt sogar drei Schichten an Kleidung.

Ja, man darf Frauen erotisch inszenieren. Und ja, Frauen dürfen sich sexy und erotisch kleiden – in diesem Falle aber übertreibt der Kostüm-Designer, wenn Diana nur eines trägt: Hauteng; und die Kamera erneut überlang auf ihrem Hintern verweilt. Ich sage auch nicht, dass es zwangsläufig schlecht ist, wenn das Kostüm knapp und eng ist, soll es so sein – sofern nicht nur eine gewisse Klientel bedient beziehungsweise eine gewisse Wirkung erzielt werden möchte. Aber warum der Rock im Vergleich zu Wonder Woman gekürzt werden musste, ist und bleibt mir schleierhaft. Die Kombination – „Mann = heroisch, maskulin“ und „Frau = A** and T*ts“ – tritt leider immer wieder in Erscheinung.

Mit anderen Worten: Die Inszenierung von Wonder Woman alias Diana Prince unterliegt dem „male gaze“ und Patti Jenkins täte gut daran, sich sämtliche Rechte für Wonder Woman zu sichern. Und auch wenn Gal Gadots Performance nicht unter der Darstellung litt, gleicht ihre Rolle in Justice League mehr der einer Mutter, die auf ihre Buben aufpassen und sich nebenbei dem Gegner, Steppenwolf, die meiste Zeit alleine annehmen muss.

Ich gehe davon aus, dass das Sequel zu Wonder Woman wie gewohnt über all die anderen Filme thronen wird.

Wtf #2: Die Amazonen

Auch ich kann nur wiederholen, was bereits gesagt wurde: Warum der Kostümwechsel? Ich unterstützte die Meinung, dass Frauen (im Argument wurde angemerkt „die in einer reinen Frauengemeinschaft leben“) sich so leicht bekleidet geben dürfen wie sie wollen – aber darum geht es nicht. Es geht nicht um knappe Kostüme, sondern um Funktionalität versus, erneut, „male gaze“. Ist es also notwendig und Zielführend, dass ein Kriegervolk Bauchfrei in den Krieg zieht? Warum nicht gleich mit freiem Oberkörper und ausgebrannter Brust, wie Herodot und Homer es gerne überlieferten? Zumindest griff man, wie bereits in Wonder Woman, auf tatsächliche Athletinnen und Boxerinnen zurück. Es ergibt einfach keinen Sinn. Im Training, ja. Im Krieg? Nein.

Lesenswert übrigens dazu:

Wtf #3: Dianas erzwungener Flirt mit Batfleck

Was dachte man sich dabei? Zwischen Mimimi-Batfleck und Diana gab es null Chemie. Nada. Niet. Es wirkte erzwungen und fehl am Platz, lieblos eingeschoben um irgendwann wieder darauf zurück greifen zu können. Außerdem, warum sollte sich Diana nach Steve Trevor mit Bruce Wayne abgeben? Ich spürte Chemie zwischen the Flash und Wonder Woman und überlegte für einen Moment lang, dass es nett wäre, wenn sich Wonder Woman dem Jüngling annähme – immerhin werden Beziehungen zwischen älteren Frauen und jüngeren Männern immer noch stigmatisiert, während der kahlköpfige 60jährige zu seiner jungen Freundin beglückwünscht wird. Davon abgesehen, dass Diana bereits weit aus älter ist, als alle anderen. Ich spürte sie auch etwas zwischen Aquaman und Wonder Woman, der unter Einwirkung des Lassos für einen sympathischen Moment sorgte.

Die Kontroverse: Fast jede Interaktion, sei es mit Batfleck, der sich wie ein kleiner Schulbub verhält, the Flash, der offenbar überwältigt ist (verständlicherweise) oder Aquaman, der ihr Komplimente macht (unter Einfluss des Lassos), legt nahe, dass ein Mann (sexuell) an Diana interessiert sein muss – bis auf Cyborg, dem offenbar die notwendigen Körperteile dazu fehlen. Erneut: Es ist nicht verwerflich, eine schöne Frau zu zelebrieren, aber in diesem Falle werden viele Interaktionen von einem unnötigen Sex-Appeal begleitet.

Die restlichen Charaktere

Batfleck, der sich noch mehr in Selbstmitleid suhlte als zuvor (Hello Darkness my old friend…), lässt sogar noch mehr nach. Er jammert und attackiert Diana verbal. Es tut nicht einmal zur Sache, dass er alt und gebrechlich wird, denn irgendwann ist auch die Zeit für Superhelden vorbei, aber dieses Leiden und endlos zur Schau gestellte Selbstqual.

Aber gut, Batman hat es nicht leicht. Nach Nolans The Dark Knight-Trilogie (und ja, man muss es immer wieder sagen) müsste man sich a) mehr Zeit nehmen oder b) eine komplett andere Richtung einschlagen, wie hier zum Beispiel. Der Trailer zu Batman Ninja von Warner Bros. Japan wurde in Tokyo auf der Comic Con vorgestellt und überzeugt sofort:

The Flash war, wie Spiderman in Civil War, der auflockernde Faktor. Er wirkte authentisch begeistert – und ich mag es, wenn sich Charaktere (oder auch reale Menschen) für etwas begeistern können – denn dies fehlt vielen Erwachsenen oder Superhelden, die nur mehr düster und leidend sind. Barry hingegen ist fasziniert von Batman, dem Batcave und alles um sich herum. Ein willkommener Lichtblick.

Cyborg war interessant, wenn auch seine Geschichte zu kurz geriet und man dadurch weniger Anteil an seinem Verlauf nahm.

Aquaman aka Khal Drogo aka Ronon Dex ist so wie Jason Momoas Instagram: Der trinkfeste Krieger. Wasserfest und ansehnlich darf er kämpfen, männlich und derb sein, heroisch durch Luft und Wasser wirbeln, Elemente bändigen und auf einem Insekt durch ein Hochhaus surfen. Leider gerät er aber schnell wieder in Vergessenheit.

Generelle Kritik

Die Geschichte war flach und dass der bereits tote Superman zurück geholt und folgend die gesamte Welt retten musste.. Und ja, die CGI-Lippe wirkte befremdlich. Superman hätte soviel mehr an Charakter und Charme gewonnen, hätte man all seine Szenen mit Moustache geschossen.

Fans setzten sich wenig später dafür ein, die original Zack Snyder-Fassung sehen zu können; trotzdem glaube ich dass Joss Whedon der Fassung Gutes tat. Mance Rayder, Anführer der Wildlings (GOT), synchronisierte übrigens den Bösewicht.

Eindeutige Heldin des Filmes: Das kleine, russische Mädchen mit dem Insektenspray, dass ihn aber schlussendlich doch nicht verwenden durfte. Warum? Warum ließ man das Mädchen nicht einmal abdrücken? Eine verschenke Chance.

Und weil Joss Whedon seine Finger im Spiel hatte, Thx Nerdist:

Lesenswert

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„Avengers: Infinity War“-Trailer 90s Animated Version

Gesehen bei: The Mary Sue.

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Avengers: Infinity War – Official Trailer

Startdatum: Zwischen 25. April und 8. Mai, 2018

Ich hoffe für Marvel, dass sie sich nicht dazu verleiten lassen, x weitere Trailer zu veröffentlichen, ein bis zwei ließe ich noch durchgehen. Trotzdem besteht (und vergrößert sich) die Gefahr dadurch, dass ein schlechter Trailer die Stimmung dämpfen, und ein zu guter die eh schon hohen Erwartungen ins Unermessliche katapultieren könnte. Und sie sind jetzt schon sehr hoch. Marvel hatte in den letzten Jahren, mal weniger, mal besser, aber immer überdurchschnittlich abgeliefert .. ob irgendwann der Fall doch noch kommt?

Zum Trailer: Nach dem ersten Mal ansehen. Okay. Ruhig. Nach dem zweiten Mal: Okay. Wie lange dauerts noch? Nach dem dritten Mal: Give it to me!

Wir sehen, wie Loki Thanos offenbar den Tesseract (Blau) aushändigt, während er den Orb (Violett) bereits besitzt und sich den gelben Stein von Vision zu eigen macht. Wird es ein Happy End für Scarlet Witch und Vision geben? Über den Soul Stone (Orange) werden wir im Februar mehr erfahren. Source der Bildquelle: Irgendeine Geek-Gruppe auf Facebook.

Übrigens spielen Captain Marvel (angelegt in den 1990ern) und Ant-Man and the Wasp zwischen beiden Teilen, während Black Panter bereits im Februar läuft. Captain Marvel ist aber für Avengers 4 angekündigt, was 2019 in die Kinos kommen soll. Es bleibt interessant.

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„Valerian and the City of a Thousand Planets“

Mein erster Gedanke, während und nach dem Film war: „Was für eine sexistisch, rassistische Scheiße.“

Sexistische, rassistische Scheiße

Ist es wirklich notwendig, dass über die ganze Geschichte hindurch bis ins 28. Jahrhundert es immer weiße Männer sind, die den Fremdlingen die Hand reichen? Kann man an dieser Stelle schon von Kritik sprechen? Satire? Parodie? Einen Seitenhieb? Ist die Comic-Vorlage dafür verantwortlich? War es ein Augenzwinkern, allerdings mit einem sehr weinenden Auge und einem lachenden, so dümmlich lachend, wie die klatschende Kreatur, die dem Vielfraß-König Caras Kopf servierte? Lasst mich die Umgebung in Erinnerung rufen: Eine interstellare Millionenmetropole im Jahre 2740 mit über 17 Millionen Einwohner aller nur erdenklichen Arten, Farben und Formen, die ihr gesamtes Wissen miteinander geteilt haben und es sind weiße, männliche Homo Sapiens an der Spitze? Hallo?

Gleichzeitig gibt es lediglich in einer führenden Position einen Schwarzen, aber keine Frauen oder Aliens. Einzig allein ein Asiate gerät ins Blickfeld der Kamera, aber auch nur um das zu tun, worin er gut ist: Die Technik reparieren. Dass die höher entwickelten und friedlichen Pastellfarbenen Muschel-Insel Bewohner weiß, hochgewachsen und dünn sind, während die gewitzten, aber auch primitiven drei „Tauben-Enten-Aliens“ oder die grob gewachsenen Vielfraße, Erdfarben sind – kann entweder als Übersensibilität meinerseits gewertet oder der westlich-kulturellen Auffassung zugeschrieben werden, dass weiße, helle Farben Reinheit symbolisieren und Erdfarben eben Schutz und Unreinheit, Primitivität und Wildheit. War es einfach nur Unaufmerksamkeit? Aber auf dieses Problem wies ich einst bei Star Trek TNG hin. Es kann aber auch einfach nur Zufall sein. Immerhin hatte sich James Cameron in Avatar entschlossen, die überlegende Rasse blau zu gestalten.

Und ist es wirklich notwendig, dass Frauen nur hübsches Beiwerk sind? Immer noch? Ist es das? Rihannas Zweck besteht allein darin halbnackt eine (zugegeben ästhetische) Show zu liefern und sich dann für den Helden aufzuopfern, während Cara die meiste Zeit in luftigen Kleidchen herum läuft und gegen Ende das tut, was jede gute Frau tun soll – den Antrag des Hauptdarstellers, dem sie kurz zuvor noch einen sehr klugen Monolog geliefert hatte, anzunehmen. Sie ist Beiwerk. Und auch wenn sie eine Waffe in der Hand hält, ist sie Beiwerk. Niemand sagt etwas dagegen, wenn Frauen Sexy sind, aber in diesem Falle ist wieder einmal pure Reduzierung darauf.

Auch interessant ist, dass der Mythos, der „armen aber glücklichen Fischer“ und dessen karge Realitäten wieder einmal mit idyllischer Wunschromantik ersetzt werden und Glück und Frieden propagieren. Ein kleines Stück Technikkritik? Seit den 1920ern scheint sich nichts verändert zu haben. Zur Erinnerung: die neapolitanische Filmemacherin Elvira Notari hatte für die in die USA emigrierten Italiener, idyllische Heimatfilme produziert und so kräftig am Mythos des „armen aber glücklichen Fischers“ mitgeschraubt.

Und nein, auch nicht die gewaltige Bilderflut, die Welten und die gesamte CGI-Operette hilft nicht über diesen Faux-Pas hinweg.

CGI – ein gehyptes Übel

CGI und ich werden keine Freunde mehr. Warum wirken Horrorfilme aus den 1980ern? Warum gruselte man sich bei Nightmare on Elm Street und Freitag der 13., Es, Omen und Alien? Sogar Der Blob macht eine bessere Figur, von Chucky und der Fliege ganz zu schweigen. Warum? Weil sie einfach sind. Hand gemachte Puppen, die tatsächliches Kunstblut speien, jagen 100x mehr einen Schrecken über den Rücken als zerfetzte, zuckende CGI Leichen. Warum wirkte Humans, auch wenn die Methoden teilweise extrem billig waren? Eben deswegen. Warum hinterlässt The Expanse Eindruck? Weil es „billiger“ (gemacht) ist und somit authentischer. Es wirkt. Es hinterlässt einfach etwas. Ideen, Emotionen, Herzblut, Schweiß und Tränen! All dieser digitale Wahnsinn bei Avatar und Herr der Ringe und auch Valerian, so beeindruckend er für sich selbst genommen sein mag (und ist!), und man den Künstlern, die das auf die Leinwand brachten, applaudieren will, wirkt (auf mich) oftmals nicht. Es lässt mich kalt und ringt mir ein dezentes Lächeln ab, aber keine Emotion. Ein anerkennendes Staunen, was alles möglich ist, aber kein Gefühl an das ich mich erinnere.

Einzig allein die Stadt hätte ich gerne – ohne 3D – gesehen. Die Stadt, das Gebilde und die Ideen dahinter hätten mehr verlangt als wie eine verschwommene Kamerafahrt bei der man Kopfweh bekam. Zuviele CGI-Details und 3D beißen sich. Ja, sie waren schön, die Landschaft, auch Pastell-Island. Und ich, ich ginge die Stadt gerne in einem Walking-Simulator ab, gerne auch mit einer VR-Brille.

Was war noch:

Die alternative Dimension, die nur via VR erreicht werden kann. Seitenhieb, der Comicvorlage entnommen oder Ideenlosigkeit? Die Zeit arbeitete gegen Luc Besson. Was in den 1960ern vielleicht noch revolutionär war, und auch in den 1990ern funktionieren hätte können, tut es heute nicht mehr. Die Charaktere wirkten flach und besonders der Versuch den Hauptdarsteller in eine Art Bruce Willis zu verwandeln, misslingt kläglich. Er wirkt unsympathisch, arrogant und schon in der ersten Szene frägt man sich: Warum? Aber vielleicht war ich durch die hervorragende schauspielerische Leistung des jungen Mannes in Dunkirk noch geblendet.

Btw, bei Doctor Who floriert im 28. Jahrhundert das Erd-Imperium und es herrscht starker Luftverkehr im All. London gibt es nicht mehr, sondern an Stelle dessen ist der gesamte Süden Englands zu einer gewaltigen Stadt verschmolzen namens Central City.

Abschließend

Als Vorlage diente das Comic „Valérian et Laureline“ von 1967. Der 6. Band „Botschafter der Schatten“ diente als lose Vorlage, 22 Bände wurden mit den Texten von Pierre Christin und Zeichnungen von Jean-Claude Mézières geschaffen.

Der Film war eine Herzensangelegenheit von Luc Besson, der sich Jahrzehnte damit befasst und das Budget von 200 Millionen fast allein geliefert hatte. Vermutlich liegt darin der Fehler des Filmes: Nicht umsonst wird in der ersten LV eines jeden Studiums davor gewarnt Arbeiten über Dinge zu schreiben, die einem Nahe liegen. Warum? Weil man die Distanz verliert – was zwar nicht ganz auf einen Film umgemünzt werden kann, aber verbunden mit den „Jahrzehnten“ die währenddessen verstrichen sind und die ins unermessliche gewachsenen Möglichkeiten, Visionen exakt so um zu setzen, haben wohl dazu beigetragen, dass Luc Besson sich wohl in seinem eigenen Werk irgendwie verloren hatte. Hatte der Film mehr als 2 700 Spezialeffekte waren es bei The fifth Element nur 188.

Fazit: Der Lichtblick, das putzige Tierchen als letztes seiner Art – was durch die Einzigartigkeit speziell und hervorgehoben werden hätte sollen, wirkt leider nur grausam: Und wenn das Tierchen stirbt, sind auch die Pastell-Muschel-Insel Bewohner (erneut) zum Tode verurteilt. Ahja, wer hat sie beim ersten Mal zerstört? Der weiße Mann. Selbstironie und/oder tatsächliche Anklage?

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„Wonder Woman“

Nach den Misserfolgen von Man of Steel oder Batfleck vs. Superman, schafft Wonder Woman den Absprung mit Farbe, etwas Naivität und Entschlossenheit, und reiht sich, so könnte man fast sagen, in die Marvel’sche Tradition ein.

So gut wie Spoilerfrei.

Die anfängliche 97%ige Wertung bei Rotten Tomatoes sank mittlerweile auf 93% was trotz alle dem immer noch verdammt hoch ist. Der Film bricht mit der düsteren Videoclip Ästhetik und setzt auf eine eindeutige Botschaft, die mich gegen Ende tatsächlich an Das letzte Einhorn erinnerte. Ein Film, den ich mir als kleines Mädchen gewünscht hatte. Ein Film, der zielgerichtet die Geschichte voran treibt, sich nicht mit Kleinigkeiten aufhält und gegen Ende den Big Bad besiegt.


Und wie so viele andere, fragte auch ich mich was das große Geheimnis ist, dass Wonder Woman so erfolgreich werden lässt. Ein Beitrag, der vor ein paar Tagen in meiner Mailbox landete, erklärt es ziemlich gut: Wonder Woman ist so, wie ein Superhelden-Film sein sollte: Positiv und Hoffnungsvoll. Die Heldin ist kein Jammerlappen, die beim Versuch Leben zu retten, die Hälfte dabei umbringt und ihre Kraft als Fluch sieht, sondern sie tut, was gemacht werden muss. Mehr noch, sie geht darin auf, ohne aber arrogant oder selbstgefällig zu werden. So stehen auch nicht die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund, das Techtelmechtel mit Steve ist lediglich (und nachvollziehbares) Beiwerk, sondern die Geschichte Dianas und ihr Werdegang zu Wonder Woman selbst. Anderseits wurde in der Vergangenheit gerade auch die zwischenmenschliche und menschliche Darstellung der Superhelden gelobt, bis dies bei Man of Steel und Batfleck vs. Superman grandios kippte und ins Lächerliche abdriftete.

/fem-mode on

Wonder Woman bewegt sich zwischen dezenter Kritik am Patriarchat und zieht gleichzeitig die stereotypen Geschlechterklischees des 20. Jahrhunderts ins lächerliche. So lässt sich Diana von Steve weder sagen, was sie zu tun oder lassen hat, bemerkt so ganz nebenbei, dass man auch ohne Männer zurecht kommt und begutachtet interessiert Korsagen, die sie für Rüstungen hält. Und trotz dessen, dass Diana dank ihrer Herkunft weitaus mächtiger ist, als all die Männer, die nach ihr aufs Feld stürmen, bleibt Gleichwertigkeit zwischen Frau und Mann bestehen: Steve Trevors Fähigkeiten werden nicht minimiert, um Dianas Stärke zu demonstrieren, denn auch er wird als Held inszeniert und in keiner Weise als „schwach“ dargestellt. Eines nur: Vielleicht hätte man die letzte seiner Szenen etwas anders lösen können.

Ebenfalls positiv sticht hervor, dass zwar Wonder Womans ikonisches Kostüm beibehalten wurde, aber die gesamte Szenerie auf eine sexualisierte Darstellung verzichtet. Nicht „sexy“, sondern ästhetisch. Sicherlich sieht man Beine und Dekolletees bei den Amazonen, aber das ist in Ordnung. Schon alleine aus praktischen Gründen: Einerseits scheint Themyscira sehr warm zu sein, andererseits kann eine Vollkörper-Ausrüstung behindernd wirken, je nach dem, was man sich für einen Kampfstil aussucht. Was hätte man stattdessen als Rüstung verwenden sollen? Wehende Kleider? Einfache Lumpen? Die einzige Problemzone, die ich aus Sicht einer ehemaligen (Mittelalter-)Schwertkämpferin sehe, sind die fehlenden Träger. Doch das Kostüm scheint ausreichend hoch geschnitten, um ein gewisses rutschen zu verhindern.

Fight!

Die Kampfszenen waren interessant choreographiert. Ich hätte auch mit einem Film, der aus dem Quasi Vorspann und der Vorgeschichte bestanden hätte, viel Freude gehabt und genoss die Abwesenheit männlicher Protagonisten zu Beginn gänzlich. Es hat tatsächlich etwas befreiendes und ein gewisses „empowerment“, eine starke Frau unter vielen anderen starken zu Frauen zu sehen, was in der Filmgeschichte relativ selten passiert. Denn häufig sehen wir nur eine, manchmal auch zwei oder auch drei starke Frauenfiguren neben- aber oftmals gegeneinander, und keine homogene Armee. Was aber natürlich auch durch die Inszenierung – Akrobatisch zu Pferd, im Kampf und im Training – besonders zur Geltung kommt. Wie gern hätte ich da mitgemacht. Ich rieche eine Marktlücke für einen Freizeitpark: „Amazon-Camp: Girls and Women only“: Auf dem Plan stehen täglich Reiten, Schwertkämpfen, Bogenschießen, voltigieren (turnen am Pferd), Lasso werfen und Katzen streicheln. Oder so.

Interessant und auffällig ist die Inszenierung von Professor Lupin als Ares, den Kriegsgott, den Big Bad, der gegen Ende in einer bombastischer Feuerschlacht vernichtet wird. Auch wenn oft kritisiert und als unnötig empfunden, erhält Diana dadurch eine Fülle an tollen Szenen, unterlegt mit farbiger, emotionaler Musik – die sie nochmal konkret in den Mittelpunkt stellen und erneut verdeutlichen: Eine neue Ära an bricht an. Professor Lupin aka Ares als Big Bad hält also, so möchte man meinen, als Alibi her, sodass jede Möglichkeit, Diana Prince als Ikone zu stilisieren, wahrgenommen werden kann.

Comic-Ästhetik

Diese kommt auch bei Wonder Woman wieder zu tragen, wirkt aber in diesem Falle weniger deplatziert – vielleicht weil mit kräftigen Farben unterlegt? Oder, weil sie erst gegen Ende so richtig in Szene gesetzt wird? Ich überlegte und kam zum Entschluss, dass es vielleicht die frontale und statische Aufnahme ist, die Comichafte Szenen in Zeitlupenoptik vielleicht etwas banal wirken lässt. Wären diese dynamisch, und bewege sich die Kamera um die Szene herum, könnte man eher schwer einen Bezug zu einer 2D-Szene herstellen. In diesem Falle nützt Farbe und positive, emotionale Musik doch einiges, um mit der Darstellung nicht ins Lächerliche zu segeln.

Manko

Der Trailer hatte bereits vorgewarnt: Ästhetische Action-Szenen werden von Zeit zu Zeit aus ihrer dynamischen Perfektion gerissen und durch Zeitlupenoptik ersetzt. Zack Synders Handschrift eben. Was ich in 300, der pompösen Slideshow, mochte, hasste ich in allen anderen Filmen. Qualität vor Quantität: Ab und an, und wohl eingesetzt, können diese tatsächlich Wunder und Staunen bewirken, in übertriebenen Maße und zur falschen Zeit, zerreißen sie den Fluss der Szene. Aber das ist auch das einzige und große Manko des Filmes, was ich leider anmerken muss. Es nervte mich tatsächlich, dass kaum eine Kampfszene ohne dieser Handhabung auskam (*). Man muss aber auch nicht ins Gegenteil verfallen, und die Szenen in 1,5facher Geschwindigkeit abspielen. Gut choreographiert und gut geschnitten und jede künstliche Veränderung wird obsolet.

Etwas lästig war vielleicht auch das Ver-englischen der deutschen Sprache, wenn unter Deutschen englisch gesprochen wurde, aber das kann man vernachlässigen, und wir entschuldigen auch Dianas perfektes Aussehen am Morgen, als sie die Nacht am freien Boot verbracht hatte. Aber das ist in Ordnung: Comic-Verfilmungen und Helden-Epen brauchen diese Form von Realismus nicht. Auch wenn dies wieder eine andere Kritik war, die James Gunn mit dem ersten GotG parodierte. So oder so, gewollte Kritik findet ihren Weg.

Fazit: Eine neue Ära hat begonnen, lasst uns das auf diesem Niveau weiter führen.

* Anmerkung: Nachdem ich mir den Film heute Abend nochmal ansehe, werde ich beobachten, ob mir diese Szenen erneut so negativ ins Auge stechen und bei einem zweiten Beitrag, vielleicht etwas Recherche mit einbeziehe.

PS: Ich finde es übrigens sehr positiv, dass eine nicht-US-amerikanische Schauspielerin in der Titelrolle steht, und so ein weiteres Stück der US-amerikanischen „one of us“-Tradition aufbricht.

Lesenswert und gut recherchiert:

Zu guter Letzt:

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„Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Rocket!

2014 flimmerte ein Film über die Leinwand, mit dem kaum jemand gerechnet hatte: Weder mit der Musik, noch den humorvollen Dialogen, noch mit dem Setting. Und das liegt vermutlich auch darin begründet, dass, nach James Gunns eigenen Angaben (in zahlreichen Facebook-Postings und Live-Chats), Marvel wie Disney ihm freie Hand ließen und lassen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er auch beim dritten Teil Regie führen und die nächsten zehn Jahre bei Marvel-Produktionen involviert sein wird.

Ich sah den Film zweimal und fand ihn beim zweiten mal noch besser. Sofern man Kritik üben möchte: Man hing zu Beginn etwas in der Luft, was wohl die Handlung sein mochte. Vor allem die Auswahl des Soundtracks verführt zum mitwippen. Southern nights.. have you ever felt a southern night.. Gerade noch, dass man keine Pirouetten dreht oder Ausfallschritte im täglichen Gang der Realität tätigt. Wobei das mittlerweile gelegentlich vorkommt.

Im Endeffekt wirkt auch GotG2 wie „James Gunn and friends make a Movie“ und in diesem speziellen Falle wie: „Rocket and Drax having fun“ – Und ich finde das großartig! So großartig, dass ich mir überlege, den Film noch ein drittes Mal zu sehen. I can still hear you saying… You would never break the chain (Never break the chain)..

Während der erste Teil sich mit der Einführung der Charaktere und dem Aufbau eines Universums beschäftigte, welcher von absolut, in der jeweiligen Situation, sinnlosen (aber amüsanten) Dialogen lebt (wie auch in GotG2 – wir wissen mittlerweile warum Groot keine Hüte mag), ist der zweite Teil ein Familienfilm. Aber mehr wird dazu nicht verraten. If you ever change your mind… About leaving, leaving me behind… Oh, oh, bring it to me..

Was ich nun möchte? Eine Serie aus der Hand von James Gunn und einen friedlichen Trash Panda als Haustier. Rocket ist definitiv, neben Yondu, mein Liebling. Zugegeben, ich hatte nie gedacht, dass Baby Groot so putzig sein kann. I am Groot? I am Groot! I am Groot!? Sun is shinin‘ in the sky.. There ain’t a cloud in sight… It’s stopped rainin‘ everybody’s in a play…

Fazit: 7 von 5 Trash Pand.. Racoons und 6 von 5 Treecreatures, 8 von 5 Spacefights und 7 von 6 sinnlosen Dialogen. 10 von 10 für die Musik-Auswahl, die mittlerweile in Dauerschleife läuft. Generell: 12 von 10 Punkten.

Weiterführende Informationen, Erklärungen und eventuelle Spoiler (mit freundlicher Genehmigung von Mr. Raymond):

  • „Stallone spielt Stakar Ogord (Starhawk). Er war einer der Guardians of the Galaxy aus dem 31. Jahrhundert in den Comics, zu denen auch Yondu gehörte. Andere Mitglieder des Teams waren in der Credit-Scene mit Stallone. Martinex ist leicht zu erkennen (der kristallene Typ), der schwarze, breit gebaute wird vermutlich das Gegenstück zu Charlie-27 sein. Das Mädel Aleta. Und surprise, surprise Krugarr (das rote Alien)“.
  • „Howard the Duck natürlich auch wieder in einem Cameo dabei mitten im Film. Cosmo leider nur in den Endcredits“.
  • „Man sieht Goldblum in seiner Rolle als Grandmaster aus dem bald kommenden Thor: Ragnarok – in einer tanzenden Szene“ Anmerkung: Ich sah ihn nicht.
  • „Stan Lee mit den Watcher, die wie es ihre Regeln besagen nicht eingreifen. Beobachten ist OK, aber niemals aktiv etwas machen. Helfen nicht mal dem alten Mann zurück auf die Erde zu kommen.“ Theory confirmed.
  • „BTW Ego ist keiner der Celestials in den Comics, aber da er einer ist in den Filmen. In Guardians of the Galaxy sah man die Celestials die Infinity Gems verwenden als der Collector die Historie der Steine beleuchtet. Ego ist also einer von denen und wurde vermutlich zurück gelassen weil er verrückt ist. Andere Celestials haben enorme Rüstungen. Knowhere aus Teil 1 ist der Kopf eines Celestials.“
  • „Taserface ist in den Comics Mitglied einer Spezies, die ihre Kultur auf der Technologie von Tony Stark aufbauten und sich darum auch Stark nennen.“
  • „Ayesha und Adam Warlock sind in den Comics von den gleichen Wissenschaftlern erschaffen worden. Es war klar, dass Adam irgendwann auftauchen wird und es passt in Guardians 2.“

Predictions:

  • „Nebula’s Plan Thanos zu töten könnte Teil des nächsten Avengers Film werden.“ Anmerkung: GotG Vol. 3 spielt zwischen Infinity, ebenfalls unter Gunn’scher Kontrolle.

Gestrichen:

  • „Adam Warlock war nicht der einzige der gestrichen wurde. Es wurde eine Szene mit Nathan Fillion (Space Barbarian!) gestrichen, der vermutlich als einer der Ravagers gesehen worden wäre. Ich las mal, dass er Simon Williams (Wonder Man) spielen sollte.“

Lesenswert:

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„Doctor Strange“

Folgende Gedanken zu Master Strange, wenn auch massiv verspätet. Man gebe universitären Pflichten die Schuld.

Zu Beginn noch etwas skeptisch, dann jedoch zunehmend erfreuter und zu guter Letzt glücklich und zufrieden. Fazit: Ein angenehmes Filmerlebnis. Die andächtigen Mitbestauner waren ruhig und flüsterten. So wie Kino sein sollte. Wenn Civil War schon etwas ermüdete und eben gerade die neuen Charaktere für frischen Wind sorgen, so bestätigt sich dieses Gefühl bei Doctor Strange noch einmal. Doctor Strange wirkt!

Man braucht zu Sherlock aka Khan nicht all zu viel sagen: Der Mann ist hoch begabt, auch mit amerikanischen Akzent. Ich mochte die asexuelle und androgyne Tilda Swinton und wenn im Vorfeld Buh-Rufe bezüglich des Whitewashings laut wurden, so hätte eigentlich seit der Bekanntgabe Ruhe herrschen müssen. Spätestens jedoch nach der Sicht des Ergebnisses: Tilda ist keine weiße Frau, sie ist Tilda Swinton. Sie wirkt zeitlos, gelassen und auch zerbrechlich.

Könnte ich bitte auch ein Kleidungsstück haben, dass mir die Tränen wegwischt? Lesetipp: Aldous Huxleys „The Doors of Perception.“ sowie eine kleine Auffrischung über die Infinity Gems.

Insiderinfos von Mr. Raymond, die sicherlich interessanter sind als meine Euphorie über Cumberbatch und den Film selbst, sowie zufriedenstellender Ruhe im Kino:

„Der Time-Gem lässt grüßen. Der letzte Infinity Gem wird sich also vermutlich in Thor: Ragnarok sehen lassen (wer könnte den wohl brauchen.. to Hel with you). Überraschend, da der bekannteste Besitzer des Soul Gems in den Comics einer der Guardians of the Galaxy ist aber AFAIK hat sich Gunn schon zu Wort gemeldet, dass kein weiterer Infinity Gem in Guardians 2 zu sehen sein wird und das obwohl die Freundin von Adam Warlock schon bestätigt ist für den Film. Him and Her. Oder eben Adam Warlock und Ayesha. Ayesha aka Kismet aka irgendwelche Namen, den sie von Aliens bekam – es wird komplett anders sein im Film, aber Adam Warlock’s Kokon, oder zumindest einer der jenem ähnlich sah, war in der Sammlung des Collectors im ersten Guardians Film zu sehen. Gunn hat aber auch da dementiert, dass es Adam Warlock’s Kokon war.

Easter Eggs für die Fans: Der alte, einarmige Zauberer Hamir ist in den Comics der Vater von Wong, dem Bibliothekar im Film. Der Typ der über das Sanctum Sanctorum in New York wachte war Daniel Drumm, der Bruder und geistige Begleiter von Brother Voodoo. Überhaupt hat das Sanctum Sanctorum in NY die selbe Adresse wie in den Comics. Yay Bleeker Street 177A.

Mordo war klar, dass er am Ende keiner mehr der Good Guys sein wird, weil er in den Comics die Rolle von Kaecillius aus dem Film hat. Mordo war der Verräter, der mit Dormammu kollaborierte. Schlug einen anderen Weg im Film ein, aber als Hexenjäger macht er sich sicher auch gut. Kaecillius ist einer von Mordo’s Untergebenen in den Comics und auch wenn sein Gefolge nicht benannt wurde im Film (nicht einmal auf IMDB) könnte zumindest eine davon Adria sein und einer Demonicus heißen. Durch das Prequel Comic weiß ich, dass Tina Minoru letztlich auch eine kleine Rolle im Film hatte. Dank Youtube weiß ich jetzt, dass sie mit dem Staff of One unter den Trainees in Kamar Taj war. Sie ist die Mutter von Nico Minoru (Runaways Serie ist in Arbeit…. vielleicht sieht man Tina dort wieder und wegen der kleinen Rolle im Film nicht mal recastet?! Hoping!).

Christine Palmer, die Ärztin, die Strange so unterstützte war die Hauptfigur einer kurzlebigen Serie aus den 70er Jahren mit dem Namen Night Nurse. Ungefähr 20 Jahre zu spät die Idee. In den 50ern waren Romance Comics sehr beliebt und es war die Hochzeit von Patsy Walker und Co. bei Marvel. Mädchen hatten ihre Mädchen Comics, die sie zu braven Hausfrauen erzogen. Aber in den 70er Jahren noch sowas rausbringen…. wow. Kein Wunder, dass sie nur 4 Ausgaben überlebte. Wie man beim Marvel Appendix sieht, hat sie später (in einer wirklich guten Serie) mit Nightcrawler abgehangen. In den Comics hat Strange eine gewisse Zeit eine Beziehung mit Night Nurse, aber nicht mit Palmer, sondern Linda Carter deren Job vergleichbar ist mit dem was Rosario Dawson’s Claire Temple in den Netflix Serien. Superhelden ärztlich helfen.

Damn you, Stephen! West, der Arzt, dessen Uhr zu laut war und gerne mal aus dem Snack Automaten was klaute war Strange’s Gegner in der Miniserie „Doctor Strange: The Oath“ (lesenwert). Er ist ein neidischer Bastard in den Comics.

Ich hoffe, dass jeglicher Backlash wegen dem Swinton casting jetzt verstummt. Die Alternative wäre gewesen einen Typen wie Hamir zu casten. Asiate mit Fu Manchu Bart und mystischen Kräften. Der witzige Twist, dass nicht er der Ancient One ist, sondern sie war gut.“

Thx!

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