Archiv der Kategorie: TV-Shows!

Kritiken, Rezensionen, Reviews, Recaps und dergleichen zu diversen TV-Serien.. Manchmal mit Informationen gespickt. Oftmals ohne Inhaltsangabe und lediglich aus Eindrücken bestehend.

„I’m not okay with this“, Season 1

Was wäre, wenn Eleven (Stranger Things) kein starkes Mädel wär, ohne jegliche Sozialkompetenz, sondern ein gewöhnlicher Teenager, der nicht weiß, wohin mit all diesen Gefühlen, Eindrücken und lästigen Gegebenheiten? I’m not okay with this erzählt euch die Geschichte.

Ihr Name ist Syndey. Sydney hat Superkräfte. Die sie aber weder zum Bösen noch zum Guten einsetzen kann, sondern sie lediglich verwirrt, überrumpeln und immer dann auftauchen, wenn ihr gerade alles zu viel wird – der ganz normale Teenanger-Wahnsinn, Serienfit gemacht mit jenem Element, welches die Popkultur nach wie vor dominiert: Superhelden, aber, zugleich wie The Boys von einem anderen Blickwinkel aus betrachten möchte. Natürlich passiert das eine oder andere unerwartete Element, es gibt ein wenig Gore, LGBT-Content und eine durchaus sympathische Schauspielerin, welche ein wenig an die hilflosere Schwester von Molly Ringwald erinnert (your 80’s childhood crush).

Die Serie, welche auf dem Comic von Charles Forsman basiert, mag zunächst wirklich ein wenig wie Stranger Things in Kombination mit The End of the fucking World wirken, ist vielleicht an manchen Stellen ein wenig übertrieben aber alles in allem durchaus nett und Sehenswert. Es ist eine sympathische Serie.

Aufgrund Covid wird es keine zweite Season geben. Was ich Schade finde. Ich hätte gerne gewusst, wie es weiter geht. Vielleicht werde ich also das Comic lesen müssen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Comic-Verfilmungen, Kritik und Rezension, TV-Shows!

„Into the Night“, Mini-Serie

Ich hatte bereits vergessen, wie gut nicht-amerikanische Produktionen eigentlich sind (bis auf The Rain). Diesmal handelt es sich um eine belgisch-französische Produktion die 2020 auf Netflix Premiere feierte und während das französische synchronisiert wurde (übrigens so, dass es tatsächlich noch etwas französisch klingt), erhielt der Rest Untertitel.

Der Inhalt ist schnell, ohne Spoiler erzählt:

Die Sonne tötet.Also, nein, Sonnenlicht tötet. Es ist wichtig, sich bei Nacht und Dunkelheit aufzuhalten und so flüchtet ein Flieger vor der Dämmerung. Hier und da sterben Menschen, hier und da gehts natürlich ärger zur Sache und hier und da gibts auch eine zweite Season.

Ich fand sie gut. Fand sie interessant. Gut gespielt. Auch ein wenig durchdacht, sofern ich mich korrekt erinnere und die 6 Folgen lassen sich gemütlich an einem verregneten Nachmittag anschauen.

Fazit: Sehenswert.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Alles außer US-Produktionen, Kritik und Rezension, TV-Shows!

„The Rain“, Season 1-3

Als The Rain Premiere feierte, so erinnere ich mich (oder glaube ich mich zu erinnern), wurde die Serie hochgelobt. Eine dänische Serie und Netflix-Produktion, post-apokalyptisch und der Inhalt liest sich auch super. Was kann also schief gehen?

Kurzum: Alles.

Achtung Spoiler.

Die Idee

Die Idee ist großartig: Ein Regen, der tödlich ist; das Virus im Wasser. Kein Entkommen. Wie ist es dann mit feuchtem Boden, Nebel und dergleichen? Ach, nevermind.. es geht ja um die Idee.

Die Serie hätte wirklich Potential haben können – aber dann beginnt das Desaster auch schon: Die Kinder, ein Geschwisterpaar, verbringen 6 Jahre im Bunker. Daddys Bunker, weil der Teil einer großen Verschwörung ist, die die Welt mit dem Virus – ja, was wollten sie eigentlich? Waffen? War es das? All der Terror für eine biologische Waffe? Da wird ein Bub infiziert und der gilt als Heilmittel und Waffe zugleich und wie dumm und unfähig sind Wissenschaftler in Serien und Filmen bitte? Alle Welt ist auf der Suche und als die Schwester, und die Ärztin ihm ein Gegenmittel spritzen wollen – machen sie das nicht, während er bewusstlos ist, nein sie warten, bis er aufwacht und sich wehren kann, sodass Zahnspangen-Girl sich opfern darf und ihr absolut bescheuerter Freund sich wie ein Kindergarten Kind aufführen und alle in weitere Gefahr bringen muss. Also, ja nein. Also bitte, warum?

Der unsympathische Bub wird leider zum Hauptdarsteller, er ist ab und an ansteckend durch Berührung und manchmal nicht, manchmal zieht das Virus erst nach vollendetem Koitus zur Ruhe und manchmal tötet es sofort. Ja, die Serie hat mehr als einen Logikfehler – und das ist Schade! Aber hey, welche Serie hat das nicht.

Aber gleichzeitig ist es auch egal, da die schauspielerische Leistung aller Darsteller an Laiendarsteller aus diversen deutschen Trash-TV erinnert. Fanden sich zu wenig Sponsoren und zwangen diese an, das Team, deren Kinder mit in die Serie zu nehmen? Nein, die darstellerische Leistung ist leider wirklich schlecht, die deutsche Syncro ist der in der Tat noch schlechter.

Man weiß auch nicht, ob das ganze nicht doch auf eine Love-Story rauslaufen soll oder nicht, also ein wenig Telenovela darf nicht fehlen. Es gibt sie, der Bub hat seine erste Liebe vergessen und zombifiziert die zweite.  Na eh, junge Liebe und so. Keine inniges bis der Tod uns scheidet-Romeo und Julia Konzept, wobei doch, denn gegen Ende…

Das Ende

Seriously? Das war das Ende? Wirklich? Eine Pflanze, die explodiert und alle Infizierten sterben? Das Liebespaar nackt und umschlungen inmitten der explodierenden, tödliche Dinge schießenden Pflanze, die dann auch kaputt war? Das war das Ende? Na eh.. der Regen ist übrigens gegen Ende nicht mehr böse. Es sind dann die Menschen. Soll uns das etwas sagen? Hat es eine tiefere Bedeutung, die wir einfach nicht verstehen und die Serie ist eigentlich ein Meisterwerk? Wir werden es nie erfahren..

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Alles außer US-Produktionen, Kritik und Rezension, TV-Shows!

„Stranger Things“, Season 2

(Von vor zwei Jahren hätte das Review online gehen sollen, was solls…)

Who do you call? Ghostbusters!

Eine kleine Vorbemerkung

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Filme oder Serien die 1980er aufgreifen. Ein Jahrzehnt, in dem ich einen Teil meiner Kindheit verbrachte und Filme wie Ghostbusters oder (damals noch) Krieg der Sterne so oft im TV liefen, dass man schon genervt war. Fahrrad-Touren (ohne Helm) in die nächst gelegenen Dörfer, sowie Serien wie A-Team oder Mutant Ninja Hero Turtels waren alltäglich und nichts besonderes. Und nun stehen wir dieser Zeit neu interpretiert gegenüber, sie wird adaptiert, zitiert und von den Medien gefeiert, obwohl die Zeit an sich gar nicht so besonders war. Es war ein Jahrzehnt des Haarsprays und dank VHS, kurzer Filme. Ich bin auf die (Aus)Wirkung gespannt, wenn in wenigen Jahren die 1990er wieder entdeckt werden: Grunge, Rave und Silberhosen wieder in Mode kommen und der nächste Alien Hype wiederbelebt wird. I want to believe!

Let’s Fez

Season 2 beginnt einem Jahr nach den Vorfällen von Season 1 und spielt ebenfalls wieder zu Halloween. Die Hommage an den 1984 erschienenen Ghostbusters wird nicht nur als Halloween-Gag, sondern auch als sinnvoller Teil der Handlung eingesetzt. Terminator, der erste, der ebenfalls 1984 erschien ist, läuft im Kino und der Trailer im Fernsehen. Die Kids versuchen mit ihrem Leben voran zu kommen. Zwei verlieben sich in das gleiche Mädel, der andere vermisst Eleven. Die Mutter hat einen neuen Freund (Samweis Gamgee, der in seiner Jugend von einem Clown in Maine heimgesucht wurde. ES und Stranger Things spielen im gleichen Universum!) und alles scheint in bester Ordnung zu sein. Will, der Junge der in der letzten Season bereits der Leidtragende war, leidet immer noch unter Flashbacks und wird von Wissenschaftlern beobachtet, die aber alle zum falschen Schluss gelangen.

Kritik mit Spoiler

Trotz dessen, dass die zweite Season der Serie wieder großartig war, war die Handlung (im Gegensatz zum Trailer) ab der zweiten Folge vorhersehbar. Immer wieder verweben sich mehrere Erzählstränge miteinander: Die Teenager, die Kids und Eleven und die Erwachsenen, bis sie gegen Ende wieder zusammen finden. Und es ergibt sogar Sinn – und unter diesem Aspekt betrachtet, wirkt es nicht fehl am Platz, sondern perfekt konstruiert:

Die Freundschaft der Kids wird, selbst wenn das Up-Side-Down nicht gerade ihr Leben bedroht, auf eine Probe gestellt, als das coole Mädel (Mad)Max auftaucht und zwei der Kids verlieben sich in sie, einer lehnt sie ab, der andere hat größere Sorgen. Eleven, die vor einiger Zeit von Officer Hopper aufgenommen wurde, lernt die Bedeutung von Familie kennen, nicht nur durch ihren sich sorgenden (und immer zu spät kommenden) Ersatzvater, sondern auch durch ihre Mutter (grausam!) und nicht zuletzt ihrer Schwester, die sie jedoch wieder verlässt um Nachhause zu gehen. Die Teenager versuchen ein „normales“ Leben zu leben, bis Nancy erkennt, dass sie das nicht kann.

Neu sind in dieser Geschichte Max und ihr Bruder Billy (der rote Power Ranger), deren Familie erst vor Kurzem nach Hawkins gezogen war. Maxine ist ein schwieriger Charakter. Sie ist cool, spielt Videogames und natürlich ist sie besser als all die Jungs, andererseits etwas  nervtötend. Ihr Bruder ist ein Bully, Sportler und mag sich mit der neuen Situation genau so wenig anfreunden. Trotzdem bleibt er durch und durch unsympathisch.

Lustigerweise stellte sich die Frage, ob Will nicht auch in Season 3 wieder befallen werden wird, da man Winona Ryder nicht die Möglichkeit nehmen darf, sich mit aller Kraft um ihr Kind zu sorgen und alle töten zu wollen, die sich ihr entgegen stellen.

Fazit: Ich mochte die zweite Season, aber sie reicht nicht an die erste heran.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, TV-Shows!

„Game of Thrones“, S08E05 & S08E06

Season Finale! I know. Es war grässlich. Aber trotzdem habe ich noch das eine oder andere dazu zu sagen. Nachdem wir den Schock verarbeitet haben, bitte sehr:

Episode 5

Missandeis letzte Worte haben verraten, was passieren wird: Dracarys.

Daenerys, Queen of Ashes

Als Daenerys auf die Stadt blickt, die ihre Vorfahren vor 300 Jahren aufgebaut, und die man ihr weg genommen hatte, wirds persönlich. Sie ist allein, niemand mag sie, alle fürchten sie. Warum also nicht aufs ganze gehen? So zumindest sehen das die Schreiberlinge und wollen damit ausreichend Erklärung für ihren Outburst geliefert haben. Ähm. Ja. Nein.

Das interessante dabei ist nicht, dass sie quasi den Verstand verliert. Nimmt man an, dass dieser gewisse Wahnsinn schon immer da war (wie er oft überliefert wird, dh. Targaryen Madness) und durch die letzten Ereignisse Salonfähig wurde und lediglich durch ihre Berater und Freunde (die alle tot sind) im Zaum gehalten wurde, ist es spannend zu sehen; dass, alsbald sie ihren Rachefeldzug gegen King’s Landing beginnt, nur mehr der Drache in seiner Verwüstung gezeigt wird – und das Elend, welches das Volk durchlebt – aus Aryas Sicht. Nicht mehr aus ihrer. Sie verschwindet inklusive Drache in Wut und Zerstörung.

Daenerys ist dadurch nicht mehr eine Person, die gebrochen und enttäuscht ist, sondern das personifizierte Böse. Ihr Gesicht ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu sehen, was den Eindruck hinterlässt, als hätte man jegliche Persönlichkeit entfernt und diesen „Villain“ übrig gelassen. Davon abgesehen, dass die Message die falsche ist: Gebt Frauen keine Macht, denn sie drehen eh durch – andererseits, sieht man sich an, was ihr in den letzten Folgen passiert ist, reagierte wohl jeder so.

Und erinnert euch: Das Volk von King’s Landing jubelte als Ned geköpft wurde und bespuckte Cersei beim Walk of Shame. Ich meine, sie habens nicht besser verdient. Dass natürlich die Mutter (die Cerseis Haarschnitt trägt) mit Kind und Holzpferdchen von der Kamera verfolgt werden und uns vollends gegen Daenerys wettern lassen („Wie kann sie nur! Unschuldige Kinder!“): Daenerys, das Böse.

Nein, dieses Ende hat sie nicht verdient. Lass sie wahnsinnig werden – aber wie dieser Wahnsinn und ihre Charakter-Arc in den Abgrund gestoßen wird, ist ihrer nicht würdig. Es ist nicht das dass, sondern das wie.

Still a better love story than Twilight

Wenn Cersei und Jaime gemeinsam in inniger Umarmung unter den Trümmern von King’s Landing begraben werden, ist das zwar ein immer noch eine bessere Story als Twilight, aber ein etwas würdigeres Ende, für beide, hätte man sich schon erhofft: Cersei, die zumindest ermordet wird und nicht einfach so in den Armen ihres Geliebten stirbt. Auch Lena Headey war von diesem Ende nicht ganz so überzeugt; ruft man sich aber in Erinnerung, dass beide zusammen in diese Welt kamen, und sie gemeinsam verlassen, mag das zwar auch pathetisch sein, aber gut. Okay. Ich hätte mir ein würdevolleres Ende für Cersei erhofft.

Zwar darf Jaime davor noch Euron Greyjoy töten, der ihn ebenfalls tödlich verwundet, also ists eh schon einerlei, trotzdem wirkt der Tod wie eine soft GoT’ish Variante von Romeo und Julia ohne Drama. Leider. Lena Headys Tränen galten wohl nicht dem Verlust des Thrones, wohl aber ihrer Rolle, die in ein derart schlechtes Ende katapultiert wurde.

The Queen has died. Long live the Queen!

There will be no The murderous Tales of Arya and the Hound

Immerhin gab es eines, worauf sich viele freuten: Cleganbowl. Manche sagen, sie leben. Manche sagen, sie starben. So oder so: The adventures of Arya and The Hound wird sich wohl nicht mehr spielen.

Und trotzdem gab Cleganbowl den Fans was sie wollten: Den endgültigen Kampf, the Hound, der Tod und Feuer überwindet, VS. the Mountain, der ihm beinahe die Augen ausdrückt, we’ve been there. What is dead may never died – fiel mir in dieser Szene ein und für wahr, er ist nur schwer tötbar, und schmeißt Qyburn nebenbei wie eine kleine Puppe in die Ecke, was wohl der schnellste Tod in ganz Westeros war.

Auch spannend: Ein Artikel beschwerte sich darüber, dass the Hound Arya ihre Rache nahm. In dem er sie fragte ob sie so werden wolle wie er, entschließt sie sich Cersei nicht zu töten, sondern zurück zu kehren. Das ist jedoch eine weitere Entwicklung ihres Charakters. Sie muss nicht mehr Rache üben, sondern kann gehen.

Der Rest

Spannend finde ich jedoch noch immer, dass Daenerys‘ Armee immer noch bei weitem größer ist, als angenommen. Spannend auch, dass Jon Moral und Anstand verkörpert und seine Tante nicht küsst; spannend auch, dass die Waffen nieder gelegt werden und Grey Worm den ersten Speer wirft. Er hat ja Recht. Auch spannend, dass Jon einen seiner eigenen Männer umbringen muss, der eben eine Frau vergewaltigen will. Auch spannend, dass Daenerys die Stadt nieder brennt, weiß sie doch das Jon unten ist. Soviele spannende Ideen!

Erneut die Message ist eine durchaus schlechte: Jon sagt, er liebe sie, verweigert nach ihrer Exekution von Varys den Kuss (I know.. I know), was Daenerys als Grund nimmt, das ganze als Gebrochen zu sehen. Die Memes überschlagen sich mit der Thematik, er hätte sie doch küssen sollen, um das Volk zu retten. Erneut BAD BAD WRITING! Wo sind wir hier? Bei einer Soap Opera? God dammit! War die Folge schlecht.

Zusammenfassung

Sicherlich durchzieht die Season ein schlechtes Drehbuch mit Logik- und inhaltlichen Fehlern. Natürlich will man beenden, was man einst so motiviert angefangen hatte, bis die Fans nur mehr entzürnt und missmutig entgegen jaulten. Tja, never mess with true fans. Hier, geben wir ihnen das, und das vielleicht auch. Und vielleicht auch das, dann sind sie zufrieden und dann wählen wir das wohl dümmste Outcome, dass nur möglich ist. Ja, machen wirs so dumm wie nur möglich, dann hassen uns alle!

Arya überlebt und reitet ohne Sattel weg. Die Vorschau der letzten Folge zeigt uns Daenerys, als Queen und viele Dothraki, die ihr entgegen jubeln. Es wäre doch ein tolles Ende, wenn sie einfach auf dem Thron sitzen bliebe. Und Karma is a bitch, als ich mich darüber echauffierte, dass Leute sich nicht bezüglich Spoiler beschweren sollte, stolperte ich selbst über einen, der sich nur zum Teil als Wahr heraus stellte.

Episode 6

This is it

Drogon fliegt mit seiner toten Mutter davon und verschwindet im Rauch. Arya erkundet die Welt westlich von Westeros (Spin-Off! Spin-Off!) und Sansa ist Königin im Norden („Queen of the North! Queen of the North!“). Zurecht.

Jon, der zur Night’s Watch und Enthaltsamkeit verdammt wurde (immerhin ist er jetzt der Queen Slayer), macht das, was er immer macht: Sich nicht daran halten und verlässt Castle Black gemeinsam mit Tormund und dem Free Folk, ohne Absicht, jemals wieder zurück zu kehren.

Bran regiert als King of the Six(!) Kingdoms, demokratisch gewählt und lässt gleich wissen, dass das doch der Grund sei, warum er noch hier ist. What? He knew? Of course he did! Oh my…

Für eine richtige Demokratie ist es allerdings noch zu früh, Samwell Tarly wird ausgelacht und möchte auch gleich Brothels verbannen. Der Wiederaufbau wird besprochen von Tyrion, Hand of the King; Ser Davos of Seawater, Master of Grammar; Bronn of High Castle (ja, er hat jetzt endlich sein verdammtes Schloss), Ser Brienne of Tarth und Maester Samwell Tarly.

Aber! Immerhin wurde Ghost gestreichelt, also war die Folge ok. Städte können untergehen, Kinder brennen, alles ganz gleich, wenn der Hund nicht gestreichelt wird, dann brennt das Internet auf Vergeltung.

#humansoflatecapitalism

Wie es sein hätte können und sollen

Rauch und Asche. Daenerys, die die gesamte Welt erobern will (ihr ehemaliger Lover hatte recht, sie ist keine Queen, die einfach nur rumsitzt, sie ist eine Eroberin), fliegt mit Drogon hinfort um ihre Vorhaben umzusetzen. Horden an Dothraki und Unsullied folgen ihr. Rauch und Wolken. Plötzlich erklingt aus der Ferne Drachengeschrei. Und kurz darauf tauchen fünf kleine Drachenbabies auf, Drogons Kinder! The End.

#DrachenZähmenLeichtGemacht4

R.I.P Queen of Ashes, Mother of Dragons and bringer of Fire and Blood

Dass Jon Daenerys, nachdem sie ihm ihre Allmachtsphantasien offenlegt, während eines Kusses umbringt, selbst wenn sie ihn einlädt, mit ihr gemeinsam(!) zu regieren; war klar.

Die wohl traurigste Szene war, als Drogon seine tote Mutter stupfte. Mehrmals. Dann verbrennt er den Thron. Warum und Wieso, darüber gibt es Theorien. Eine Theorie: „If she can’t have it, you can’t either. Burn you stupid toy!“ Andere sagen, er habe bemerkt, dass der Thron ein dummes Stück Metall ist und nicht verstehen konnte, dass man deswegen den ganzen Zirkus veranstaltete (und seine Geschwister in den Tod schickte). Mit der Zerstörung wollte er zeigen, wie dumm der Krieg gewesen war. Oder so.

Er nimmt seine Mutter behutsam mit einer Kralle auf und fliegt hinfort, nach Old Valyria. Vielleicht aber auch zur roten Witch, die Daenerys wieder erwecken wird. Spin-off! Spin-Off!

#Mommy?

The West of Westeros

Wenn schon nicht The murderous Tales of Arya Stark and the Hound dann zumindest The West of Westeros. Wen interessieren die Prequels, niemanden! Arya Stark hätte dieses Spin-Off verdient!

Zusammenfassung

Es war das einzige Ende, dass okay war. Es war das einzige Ende, dass Dany-Haterbois akzeptierten und welches jeden, irgendwo, zumindest etwas, mit einer „ok“-Stimmung zurück lässt. Tyrion lebt, Jon lebt, die böse Frau (aka Daenerys), die öfters mit weißen Erobern des britischen Empires vergleichen wird, ist tot und die Guten leben. Feministinnen bekommen Queen Sansa und Ser Brienne als Teil der Gruppe, die das Land aufbaut und regiert und Arya ist das was sie ist: Cool. Tja.

Auch wenn diese Zusammenfassung etwas nach „meh“ klingt, liefen mir tatsächlich mehrere Tränen bei der letzten Szene hinunter („Mommy? What iz witz u. R u dead? Mommy?“). Es war eine bessere Folge. Sie räumte mit vielem auf, machte das beste aus der mittlerweile verschissenen Handlung und kann sich verabschieden.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Game of Thrones, Kritik und Rezension, TV-Shows!

Buffy Reboot (Jap, da war mal was)

Mein erster Gedanke nach Verarbeitung der Information war: But, why?

Der Beitrag stammt von Juli 2018 und bisher (Dezember 2019) habe ich nichts mehr von einem Reboot vernommen. Trotzdem einige Worte dazu.

Mit Meinungen verhält es sich gefährlich: Man kann eine haben und stößt auf Widerstand, oder man bewegt sich irgendwo dazwischen und versinkt im Sumpf unterschiedlicher Argumente. Meine Meinung ist: Ich bin eigentlich gegen einen Reboot und finde die Idee sinnlos.

Ich fände es sinnvoll, wenn der Reboot kein Reboot, sondern ein Revival wäre mit gänzlich neuen Charakteren und natürlich, Gastauftritte alter Charaktere. Dann denke ich, könnten auch jüngeren Generationen angesprochen werden ohne die älteren komplett zu verstimmen. Denn Fandoms und Fans insbesondere sind wie Minenfelder: Erlaube dir was im Kontext zu unkonventionelles und der wütende Mob bejammert den Verlust „seiner“ Serie! SEINER!

Vorwort und wichtiges

Buffy, einst bei 20th Century Fox unter Vertrag, gehört mittlerweile Disney. Wenn Buffy also gerebootet wird (und es soll hoch divers sein), dann wird Buffy mit Sicherheit auf Disney+ zu sehen sein. Übrigens gehört auch Hulu mittlerweile Disney und wäre wohl geeigneter, weil erwachsenere Inhalte.

Was wir wissen

Geplant ist (bzw. war) ein Reboot der Serie, die auf die bekannte Mythologie zurückgreift, aber an die aktuelle Zeit adjustiert werden soll. Die Rolle der Buffy ist noch nicht gecastet, aber die Produzenten sind sich sicher: Sie muss schwarz sein. Mit dabei ist auch Joss Whedon, allerdings nur als Executive Produzent. Showrunner wird Monica Owusu-Breen sein, die bereits auch schon Backlash ihrer Wahl einer schwarzen Buffy bekam.

But don’t worry: Es gibt noch immer kein Script und niemand sehnt sich ernstlich danach.

Pro Revival

Warum kein Revival? Anknüpfend an die siebte Season, den Weg einer Jägerin beiwohnen, ganz gleich wo und die ehemaligen Stars in Gastauftritte verpacken. Auch wenn Sarah Michelle Gellar meinte, sie werde nie, nie, nie wieder in die Rolle der Buffy treten, so bin ich fest davon überzeugt, hätte es ein Revival gegeben, und keinen Reboot, hätte man sie für ein, zwei Folgen sicherlich überreden können. Immerhin weist sie auf Instagram immer wieder mal auf ihre Buffy-Vergangenheit hin, und das nicht peinlich berührt, sondern durchaus anerkennend. Und natürlich versteht man, dass man nicht für einen Charakter bekannt sein will; aber tja, sie ist Buffy. So wie Lucy Lawless Xena ist und Linda Hamilton Sarah Connor und Sigourney Weaver Ellen Ripley. Und ich finde das nicht verwerflich. Im Gegenteil.

Vs Reboot

Warum aber denkt man, dass ein Reboot eine gute Idee ist; in dem eine ikonische und gesamte Generation prägende Geschichte genommen und angepasst werden muss? Dieselbe Diskussion gibt es übrigens in allen Fandoms. Warum muss Spiderman schwarz sein? Warum X und warum Y, warum nichts neues? Kurz: Inklusion. Dass Medien, Filme und TV lange Zeit weiß geprägt waren (und sinn) ist keine Neuigkeit und dass via Internet Diversität und Sichtbarkeit in den Vordergrund rücken und gewisse Adaptionen verlangt werden, ist ebenfalls verständlich und auch vollkommen in Ordnung und auch notwendig (Stichwort: Sichtbarkeit). Und es ist ja nicht Peter Parker, sondern Miles Morales! Es gibt Lösungen und Wege.

Zusammenfassend

Die Marke „Buffy“ verkauft sich gut und da Diversität ankommt  – käme es perfekt gelegen, ein Reboot einer einst, damals(!) bahnbrechenden Serie zu machen, die Hautfarben austauschen und das ganze als Modern zu verkaufen. Nein, es wird so nicht (mehr) funktionieren.

Übrigens gibt es bereits ein Reboot von Charmed, Xena ist ein Planung (wovon ich auch nie wieder was gehört habe) und soll sich auf die lesbische Beziehung zwischen Gabrielle und Xena konzentrieren. Es gibt ausreichend Heldinnen in der griechischen Mythologie. Warum nicht eine Serie über Kassandra oder eine Amazonen-Serie?

Man kann es auch richtig machen: Die Serie Timeless zum Beispiel. Zwar kein Reboot, aber Minderheiten werden einem nicht ins Gesicht geklatscht wie „Schaut her, wir haben Minderheiten! Wir sind so super!“, sondern erzählt, ohne diese in ein besonderes Licht zu rücken (und darauf hinzuweisen), thematisiert aber gewisse Geschichten und Zusammenhänge. Hier allerdings wird von vorn herein erwähnt, dass Buffy schwarz sein soll. Bam! Schaut her! Gut und toll, wenn Minderheiten öfters in den Medien zu finden sind – aber vielleicht ohne Beigeschmack des Quoten-Fishings.

6 Kommentare

Eingeordnet unter Medien, TV-Shows!

„The Magicans“, Season 1

W.T.F.?

Serien wie Dirk Gently werden abgesetzt aber diese Serie läuft bereits in der fünften(!) Season?

WHAT THE FUCK?!

Auch tolle trashige Serien wie Timeless und Salvation werden abgesetzt und The Expanse muss ständig um Erneuerung fürchten und so ein Blödsinn wird einfach verlängert? Wenn schon Dämonen, dann unterstützt doch bitte Wynonna Earp und nicht so einen verdummten Blödsinn mit lächerlichen Charakteren und noch peinlicheren Effekten.

I don’t get it.

Ich kam bis zur 7. Episode, bis ich abschalten musste. Es war zuviel. Welcher gehirnamputierte Idiot hat die Serie durch gewunken bitte?

Review Ende.

 

5 Kommentare

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, TV-Shows!

„Black Mirror“, S05E03

Nein, die Folge ist nicht repräsentativ für das Genre Black Mirror, welches uns realistische und nahe Zukunftsdystopien zeigen soll. Auch die Themen wiederholen sich: Es gibt Mind-Uploading in Form einer Kopie, Roboter und ein Happy End. Nein, das ist nicht mehr das britische Black Mirror auf welches man bei technologischen Fortschritten, so wie einer Liebesg’schicht auf Taylor Swift-Songs, verweisen kann

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was man bei dieser Folge großartig besprechen können, da schon das Setting einfach unrealistisch ist. Sicherlich waren all die anderen Folgen auch nicht gerade im Pool von Realismus und „so isses“ verankert, hatten aber zumindest Hand und Fuß und eine in sich geschlossene Logik: Sprich, jemand hat sich tatsächlich Gedanken gemacht.

Miley Cyrus, großer Popstar, verkauft eine Puppe, die mit deren Hirn-Kopie ausgestattet ist (Stichwort Mind Uploading), aber nur 4% sind für die Kinders, die diese Puppe haben wollen, zugänglich. Die Puppe spricht und macht Make-Overs und singt und tanzt und all das. Und das ergibt schon keinen Sinn, wozu ich dann Mind Uploading brauche, wenns ein simpler Algorithmus auch täte. Ich meine, das ist doch grob fahrlässig?

Lasst mich das nochmal verdeutlichen: Ich besitze die technologischen Möglichkeiten und statte die Puppe mit dem Charakter meines mittlerweile depressiven Stars aus, beschränke aber den Handlungsspielraum auf 4% und verkaufe das kleinen Kindern?

Wenn das ein zynischer Hinweis auf Alexa-Konsumenten sein soll, deren Intelligenz nicht sonderlich über jener von Kindern liegt, dann lass ich mir das Setting einreden. Und dass der Verkauf, wenn Staat und Parteien sich dieses abgehörte Wissen zu nutze machen wollen, grob fahrlässig von mächtigen Firmen, die gehypte Spionage-Sympathie auf den Markt bringen, wait, oh, never mind..

Es gibt zwei durchaus realistische Szenen, die haben aber nichts mit technologischem Fortschritt und dessen Gefahren und Möglichkeiten zu tun, sondern mit der Gesellschaft: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass viele junge Künstler Managern wie jener gezeigten ausgeliefert sind und im Handumdrehen abgesetzt werden können, folgen die nicht dem extremen Marketing-Konzept. Das zweite ist die Sexualisierung von jungen Mädchen: Rachel, das Mädchen das Miley-Fan ist, nimmt an diesem Schulwettbewerb mit und tanzt zu einem Song. Die Jungs fangen an zu reden. Die Schwester verdreht die Augen.

Soll das ein Hinweis darauf sein, dass aktuelle Technologien junge Mädchen zu „fuckable“-Verhalten führt? Ich versuche wirklich einen Sinn in dieser Folge zu sehen. Oh, Instagram verbietet übrigens einen Face-Lifting Filter, weil er Jugendliche negativ beeinflussen könnte. Welcome, Humans of Late Captalism!

Zusammenfassung und Fazit

Wer auf einen Twist wartet, wartet vergebens. Es gibt keinen. Aber dafür ein Happy End. Miley darf depressive Rockmusik machen. Ja, dystoptische Weltphantasien sind eben auf ein gewisses Pensum reduziert. Vielleicht sollte man stattdessen anfangen Klima-Horrorfilme und Klima-Katastrophen-Filme zu produzieren. Oh wait, die hatten wir in den 90ern bereits. Damn..

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Alles außer US-Produktionen, Black Mirror, Kritik und Rezension, TV-Shows!

„Reign“, Season 2

Es wird zur Vorsicht geboten, denn so trashig und schrecklich und schlimm und peinlich die Serie teilweise ist, genau so schnell findet man sich Abends vor dem Monitor wieder, um die Serie zu bingen. Und wenn man nicht aufpasst, beginnt man sich in die Serie zu verlieben! Oh, too late.

Heavy Spoiler Alert!

Weiter gehts

Der Blonde, Francis, hat also seinen Vater, den Mad King getötet, und ist jetzt König. Die Pest ist nah und er reitet zur Frau, die seinen Bastard gebärt (Marys Freundin Lola btw.); und Nostradamus verliert in der zweiten Season massivst an Attraktivität ohne seinen Bart – aber das macht nichts, er verschwindet bald aus der Serie, wäre er auch fast gevierteilt worden. Oh, und Mary tendiert Richtung Cersei. Und Catherine di Medici wird immer besser – richtig gut sogar: Don’t beg! Queens don’t beg! It makes you look weak! So sehr sie um das Leben ihres Sohnes fürchtet, steht sie Mary, wenns hart auf hart kommt, mütterlich wie freundschaftlich zur Seite. Im Gegensatz zu ihrer eigenen Mutter, die nur an den Thronfolger denkt. Aber Mary lässt sich das nicht länger gefallen:

„I am more than a marker to hold an alliance, or a breeder for the next generation or the next. I am my own person. A woman grown, and tonight I realize that I am utterly and completely alone. But when I look at you, I feel I am better for it.“ – Mary, Queen of Scots

Catherine di Medici ist teils villain, teils anti hero; und hat ihre richtig guten Momente, die die Serie richtig gut machen, und nicht nur ihres Trash- oder Eyecandy-Faktors wegen. Nein, sie ist neben Mary der Hauptgrund, die Serie zu schauen. Außerdem spielt Megan Follows sie hervorragend.

Intrigen, Krieg und Religion

Die Pest hält Einzug am Hof und es ist alles abgeriegelt. Ganz viele Cast Members werden gehen müssen. Der Demon-Mensch mit den spitzen Zähnen hat die Pest übrigens auch voraus gesehen, und, in dem er kleine Kinder isst und Menschen opfert, versucht zu vermeiden. Alsbald er tot ist, fallen die Sterne vom Himmel und verkünden das Unheil.

Noch über 22 Folgen! Und sobald die Pest überstanden war, prügeln sich Protestanten mit Katholiken und Francis unterschreibt auf Druck von Lord Narcisse (der laut einem geheimen Journal richtig gut im Bett sein soll) ein Edikt, welches besagt, dass Katholiken jetzt Protestanten abschlachten dürfen. Mary ist davon gar nicht begeistert. Die Queen-Mum rät ihr, ihre romantischen Vorstellungen endgültig zu begraben, dass sei nicht das, was Ehe ist. Es gehe auch schließlich um das Wohl der Länder!

Seit der hübsche Bastard nicht mehr love interest ist, hat er kaum mehr ordentliche Screentime. Und es gibt Geister! Die suchen übrigens auch Catherine heim, zeigen ihr ihre toten Kinder, die ermordet wurden. Von ihrer eigenen Tochter. Nein, die Nanny hat das Fenster offen gelassen, als der König sie in sein Bett lockte. Moment, die lassen sich aber nur von Händchen öffnen. Wait a Second, wars doch die eifersüchtige Mätresse? Und wait, ist das Catherine mit einem Hau-drauf-Gegenstand? Egal. Drama, Baby!

Soap Opera continues

In gefühlt fast jeder Folge verspricht sich das Hauptliebespaar, sich nie mehr zu belügen und immer ehrlich zu sein und keine Geheimnisse mehr voreinander zu haben. Und was ist? In der nächsten Folge wird wieder belogen und betrogen was das Zeug hält.

Die Beziehung zwischen Mary und Francis ist knapp an der Grenze zum Schmerzhaften. Immerhin haben sie auf die verkitschte Romantisierung von arrangierten Ehen diesen Brocken fallen lassen. Immerhin etwas. Denn sie alle wissen, in Vernunft, und das wird oft und kühl betont, dass Ehen unter Edelleut nur dazu da sind arrangiert zu werden und man eben das beste daraus machen soll und natürlich lieben sich dann all die Paare und alles ist super und clean.

Greer, die eigentlich in den Küchenjungen verliebt ist, heiratet den etwas älteren, reichen (aber gütigen und guten) Lord Peppercorn, ein Händler der mit Gewürzen handelt, weil er ihr Sicherheit bieten kann und ihre Schwestern großzügig ausstattet und ihr Mitsprache in seine Geschäfte gibt. Da er aber Protestant ist, muss er das Land verlassen und nachdem seine Gelder, die er zum Bau einer protestantischen Schule gespendet hatte, hinter seinem Rücken dazu verwendet wurden, ein Attentat auf den König zu verüben, verliert auch Greer alles. Meine Güte, Leute, redet halt miteinander! Greer muss gehen. Und sie wird zur Madame, die ihre Mädels aufmotzt und auf teure Parties bringt. Lord Peppercorn sitzt im Gefängnis und sie fängt wieder was mit Leith, dem Küchenjungen, an, der jetzt Standes-technisch über ihr ist.

Und auch Keena, die ehemalige Mätresse des Königs, die in dessen Wahnsinn mit Bash, dem feschen Bastard, verheiratet wurde; beginnt eine intime Beziehung, auch wenn Bash nur mehr die dreckige Arbeit seines Halbbruders verrichtet, Leute mordet und hier und da mal auftaucht. Allerdings hält die Ehe nicht. Er geht in den Norden (Bastarde werden immer in den Norden geschickt), aber sie soll seinen Namen behalten, bis ein reicher (und guter!) Mann sie ehelichen will, der Bourbonen-König jedenfalls wollte das nicht.

Interessanter ist jedoch Lady Lola, die durch ihre direkte Art jeden Mann um den Verstand bringt: wie Lord Narcisse, der den König blackmailen wollte – und sie erst dann will, wenn sie nicht Betrunken oder auf Drogen ist. Der böse Gegenspieler und aktuell demütiger Untertan, der im Hintergrund lauert, ist ein Frauenversteher, da schau an.

Und dann ist da dieser attraktive dunkle Protestantenprinz Condé, dessen Bruder ein kleines Königreich zur spanischen Grenze besitzt und die es einst, als Francis jung und krank war, auf den Thron abgesehen habe. Nein, ihr glaubt doch nicht was ich glaube oder?

Ich dachte ja, der ist nach ein zwei Folgen wieder weg, aber nein: er verliebt sich in Mary (no na nit) und da auch er Protestant ist und fliehen muss, haut Mary mit ihm durchs Fenster ab und fährt zu seinem Bruder. Kann Mary nicht mit dem durchbrennen? Er steht eh auf verheiratete Frauen. Und natürlich läuft was! Und Mary findet es höchst unfair, dass Francis Mätressen halten kann und sie nicht; ist ihre Ehe gerade nur ein einziges Chaos. Francis gibt ihr, nach a bissl Mimimi (Sie darf kein Kind von ihm haben, denn der Thron wäre in Gefahr! Aber er darf 100 Bastarde zeugen wie es ihm beliebt. Beschissene Regelung btw.), die Freiheiten, die auch er besitzt und wird er ihre Affäre sogar beschützen! Wenn es ihr gut tut – dazu gibt es übrigens eine Vorgeschichte, denn Mary findet zu dieser Zeit, nur beim Prinzen Schutz und Francis gewährt es ihr. Nett von ihm.

Dumm nur, dass dieser ein Angebot von Queen Elizabeth I. bekommt, dieses aber ausschlägt. Dumm nur, dass er es über Wochen in Erwägung gezogen hatte (immerhin ist Mary verheiratet und er wäre immer nur Lover im Geheimen und nie König) und Mary sauer auf ihn ist und ihn nie wieder sehen will. Dumm nur, dass er Elizabeth quasi doch heiratet und dumm nur, dass alles bei einem Feuer vernichtet wurde und dumm auch, dass alles inszeniert wurde und ja, ihr seht das Drama.

Aber immerhin gesteht Francis ihr nach der ersten Hälfte der Season alles – warum er sich so arschig verhält und wirklich ein Pain in the Ass ist beziehungsweise war. Aber jetzt muss er ein König sein, der Angst und Schrecken verbreitet! Irgendwie sind die Blonden in Serien immer etwas mad. King Aerys, Daenerys und Cersei; the Man in Black (Westworld), jetzt dieser Kollege hier. Mir fallen sicher noch weitere ein, während die dunklen gut sind.

Thema: Vergewaltigung

In einer Folge verbrennt Mary ihren Vergewaltiger. Davor hat sie ihm die Kniekehle durch geschnitten. Die anderen zwei Attentäter sind auch tot, gemeinsam mit dem protestantischen Prinz rächt sie sich.

Alles, was um diese Szene und das Ereignis aufgebaut ist, ist kontrovers. Es ist immer die Frage, wie eine Vergewaltigung eingesetzt wird: Ist es der Push, der die Frau „stärker“ macht und ihre Geschichte voran treibt – dann ist es ungerechtfertigt. Dann ist sie lediglich Mittel zum Zweck und soll zurecht kritisiert werden. Nicht durch männliches Zutun soll die Geschichte einer Frau entwickelt werden, sondern durch sie selbst heraus.

Passiert sie, weil sie zig Frauen passiert? Dann ist es okay – denn es passiert. Leider, und darf nicht durch „ignorieren, weils schlimm ist“, tabuisiert werden. Nein, Vergewaltigungen und wie Frauen damit umgehen, dürfen gezeigt werden.

Adelaide Kane spielt die Szenen, die sich über Folgen hinweg ziehen, in der sie kein Mann, nicht mal Francis berühren darf, sehr sensibel. Sie spielt sie stark, und gleichzeitig verletzlich. Sie tut, was von ihr als Königin gefordert wird. Catherine, die sie unmittelbar nach dem Vorfall aufklaubt, sagt zu ihr: Sie muss stark sein. Die anderen entscheiden ob sie als Opfer oder Unberührt aus dem Unglück heraus und in die Geschichte eingeht. Sie muss zeigen, dass sie unberührt ist. Mary schluckt die Tränen runter und stellt sich dem Volk: Gar nichts ist passiert. Dass es ihr nach ihrer Rache nicht besser geht, ist auch klar.

“We’re going to change your clothes, fix your hair. We’re going to erase any mark of their hands on you. We are. We are going to do this for you, and for Francis, and for Scotland and for France. They tried to diminish a king tonight by degrading a queen and they will not succeed. Cause the world will never know what they did to you … These next moments of your life will either define you as a victim or a powerful queen untouched by a failed assassination attempt. They will define who you are perceived to be, your place in history. Do not let them win. Trust me. Trust me and let me help you. Trust that I can get you through this because I swear to you that I can.” – Catherine di Medici

In diesem Falle war Mary davor bereits stark und ihre Geschichte von Umständen und Intrigen der Politik getrieben – aber auch von ihren eigenen Handlungen, und nicht nur, weil Männer sie dahin drängen.

Das Leben ist generell von Männer bestimmt, und Frauen akzeptieren das. Dieser Umstand wird, wie bereits erwähnt sehr nüchtern reflektiert – und trotzdem trifft Mary viele eigene Entscheidungen und neben dem ganzen Trash-Faktor, punktet die Serie dahin gehend. Sie zeigen, den Umständen entsprechend, eine starke Frau. Die Serie nimmt sich Zeit, sehr viel Zeit, dass Mary ihr Erlebnis verarbeiten kann. Sie zeigt, dass es okay ist, nicht okay-zu-sein und sich Zeit zu nehmen – und dabei trotzdem stark sein kann.

Die Kritik, dass Catherines Akt in Richtung Stillschweigen von Sexual Assault Survivors geht, ist berechtigt – und man darf sich auch nicht auf historische Authentizität hinaus reden, darauf hat diese Show keinen Anspruch. Aber die Art wie Mary damit umgeht und die Zeit die man ihr gibt, und dadurch auch auf die Nachwirkungen aufmerksam macht, dass es okay ist, nicht okay zu sein und sich Zeit zu nehmen, behandelt die Serie sehr gut. Es wird nicht nur geredet, dass es okay, sondern auch gezeigt, über die Dauer der Folgen hinweg.

Zusammenfassung

Natürlich sind die erzkatholischen Kirchenmänner des Papstes schwul. Es wird aber auch nichts ausgelassen. Sobald bekannt wird, dass der König nach einer Mätresse sucht, bringen die Edelleut ihre Töchter zur Vorstellung. So sehr mich Francis nervt, muss man ihm diese Entscheidung, ihr ihre Affäre zu belassen und diese zu beschützen anrechnen. Immerhin liebt er Mary, und will nur ihr bestes, aber sicherlich auch, weil er sich schuldig fühlt. Wir erinnern uns auch an die Prophezeiung, ihm geht es mittlerweile doch etwas schlecht gegen Ende der zweiten Season, immerhin verlässt er die Serie in der dritten. Aber nachdem Bash die Erstgeborene, das Schlossgepenst, das Mary öfters ihr Leben gerettet hatte, tötet, geht es ihm wieder besser.

„Today I am King. I will punish those who defy me. Remember your son. Do not test my power, and do not tempt my fury.“ – Mary, Queen of Scots

Mary muss sich kontinuierlich entscheiden: Will sie noch mehr Geliebte verlieren oder ihren Thron beschützen oder ihren Gefühlen zu folgen. Es endet meist damit, dass sie geht. Dann gibt es noch Unruhen in Schottland und sie muss in Frankreich bleiben, weil sonst der König geschwächt wäre und geh bitte, was ist das für eine fragile Herrschaftsform?

Mary muss erkennen, dass ihr Status immer Gift für Liebschaften sein wird, die ihr emotional wichtig sind. Nur ein König kann an ihrer Seite sein, alle anderen reißt sie ungewollt mit in die Tiefe von Hofintrigen und dem Gerangel um Macht. Arme Mary. Was das betrifft ist die Serie gut. Durch die Liebschaften zeigt sich ganz genau, was Mary haben darf, was nicht, wie sie damit umzugehen hat und was ihr bleibt. Adelaide Kane spielt die gebrochene und wieder zusammen geflickte Königin perfekt.

Greer, eine Edeldame, eröffnet ein Brothel und sieht damit alles erfüllt, was sie je wollte: Sicherheit. Und diese findet sie in ihrer finanziellen Unabhängigkeit. Ist das nicht eine nette, feministische Botschaft? Und natürlich einen Mann, den sie liebt (der ehemalige Küchenjunge, der ihre Ehe mit Lord Peppercorn annullieren lassen will) und von dem sie nicht abhängig ist.

Catherine ist eine eifersüchtige Frau. Ich verzeihe ihr viele Morde und Intrigen, aber dass sie das Lieblingspferd ihres Geliebten alias Lord Narcisse schlachten und ihm zum Mahl servieren lassen hatte, ging um einiges zu weit. Aber: Wir haben hier eine Frau Ende 40 und man gesteht ihr ein Sexleben zu. Das ist selten! HBO, geh scheißen! Reign schafft, was viele sich so ernannten Serien mit starken Frauenrollen nur mäßig auf den Schirm bringen mit Leichtigkeit. Catherine hat Sex. Oft. Ja. Ältere Frauen haben Sex. Aber vielleicht, weil sie Macht hat? Nein: In einer Szene, weiß ihr Lover nicht mal wer sie ist. Sie hat Sex mit jüngeren und gleichalterigen Männern und das gehört viel öfter auf den Schirm.

Sonstiges

Leider denke ich mir bei historischen (Sex-)Szenen oft, dass die Leute einfach ewig lang weder geduscht noch gebadet haben (und die meisten keine Zähne mehr hatten).

Ich frage mich auch, ob die Pferdefarben-Wahl in Filmen und Serien was aussagt? Meistens haben die Frauen das weiße Pferd, der Mann die Schwarzen. Der Gute den Schimmel und der Böse prescht mit Black Beauty davon. Diesmal reiten sie beide braune Pferde.

Etwas was ich wirklich nicht packe ist, wenn Leute an den Zügeln rumreißen. Sieht das keiner vom Filmset, dass das Tier sich unwohl fühlt? Gibt es keinen Reitlehrer, der sagt: Dude, halt deine Hände ruhig, gib ihm Zügel! Und vielleicht ein angenehmeres Gebiss? Und wie sich manche Leute in den Sattel schmeißen! Man steigt sachte auf und ruhig und lässt sich nicht, besonders kein 90kg Typ, in dessen Rücken fallen. Denken die Leut nit mit? Ich glaube, wie sich jemand in den Sattel setzt, ob er plumst oder sich galant setzt, sagt viel über dessen Charakter aus. Zumindest aber, über dessen Körperbeherrschung.

Zu guter Letzt: Hat Mary eben einen „Jon Snow“ abgezogen und ihren Geliebten, den Prinzen, der nach dem französischen Thron greifen wollte, für the greater good geopfert! She did it first! Mary did it first!

Season 3, here we come.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Alles außer US-Produktionen, Kritik und Rezension, TV-Shows!

„The Discovery of Witches“, Season 1

The Discovery of Witches ist eine Sky-Produktion und liefe sie bei Netflix und werbe mit der Kategorie „Starke Frauenrolle“, müsste ich wohl den Monitor aus dem Fenster schmeißen.

Leider ist die Serie zu gut gemacht, sprich das Budget war da, als dass sie liebevoller Trash sein könnte. Und leider verfehlt die Serie es, den Charakteren etwas sympathisches mit zugeben, und so ist es einerlei, würden sie plötzlich alle sterben. Die Serie nimmt sich zudem, trotz der übertriebenen Handlungen ihrer Protagonisten, selbst zu ernst. Nein, sie wird nicht in die Liga des „Lovely Trash TV“ aufgenommen, sondern steht, im Moment noch für sich – Hand in Hand mit Klischee und etwas Drama.

Worum gehts?

Es gibt Vampire, Hexen und Dämonen. Sie ist eine Witch, er ein Vampir (can I make it any more obvious), 1500 Jahre alt und hatte sich seit seiner Frau (die von Krankheit dahin gerafft wurde) nie mehr „gemated“. And guess what.. Natürlich finden sie zusammen!

Aber nicht ohne etwas Stalking und romantischem Auflauern im Dunkeln, denn er ist zuerst nicht an ihr, sondern an einem Buch interessiert (welches die Herkunft von Vampiren, Dämonen und Hexen klären könnte), und welches nur sie herbei rufen kann. Als er sie schnuppert, warnt er sie, sie solle gehen, sonst muß er sie verzehren. Ein edler Ritter ist er, dieser alte, weiße Vampir (Gibt es einen speziellen Grund, warum alle mächtigen Vampire meist alte, weiße Männer sind?). Aber als er bemerkt, dass er sie liebt, ist das alles kein Problem mehr. Auch die Schwiegermama findet den Tabu-Bruch okay, weil eigentlich ist Interspecies-Sex verboten, und das seit Jahrtausenden! Und niemand hat es je gebrochen. Außer sie. Und das bedeutet Krieg! Spoiler: Es gibt auch Zeitreisen!

Das Hexen-Dasein hat die Hauptdarstellerin nie interessiert, typisch auch, dass ihre Eltern von Hexen umgebracht wurden, und sie die mächtigste von allen und der Vampir eigentlich ein guter ist und durch Forschung bemerkt, dass alle Rassen schwächer werden und langsam aussterben, bis es nur mehr Menschen gibt. Ja, es gibt einige Themen, die nicht wirklich erklärt werden.

Eine tragische Geschichte: Die einst unabhängige Frau wird zum liebeshungrigen Weibchen und der Stalker zum edlen Ritter. Die Serie basiert auf einer dreiteiligen Buchreihe und ich frage mich, ob das nicht wieder so ein dubioser Twilight-Fanfic ist.

Kritik und Zusammenfassung

Man könnte meinen „The trash is real!“ aber nein, die Serie nimmt sich zu ernst dafür, die Charaktere sind dahingeworfen und berühren kaum bis gar nicht. Die Schreiberlinge sind tatsächlich von ihrer Sache überzeugt und kein Komiker wirft Witze in die Runde und niemand versucht sich mit irrwitzigen Ideen zu übertrumpfen. Nein, sie versuchen sich an das Script zu halten und lassen jegliche Originalität vermissen.

Aber sie bleiben modern konsistent: Vampire können im Tageslicht gehen, auch ganz schnell rennen, sind meist weiße Männer, während Dämonen People of Color und gesellige Kreaturen sind. Sie sind es auch die ein Forum für Kreaturen einrichten, damit man sich austauschen kann. Und die meisten Hexen sind Frauen. Oh, hallo Riversong!

Muss man die Serie gesehen haben?

Nein, muss man nicht. Steht man auf dieses romantisch verklärte Klischee von ewig währender Liebe und so, dann kann man sichs ansehen. So gesehen ist die Serie ja nicht so schlecht (und vermutlich werde ich mir die zweite Season auch ansehen), aber eben bis zur Grenze des erträglichen mit Klischees befüllt, beziehungs ausgefüllt, denn die Handlung ist so eine 0815-Vampire-Love Story mit etwas Gentechnik und Zeitreisen. Ahja, und Cliffhanger am Ende.

9 Kommentare

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, TV-Shows!