Archiv der Kategorie: TV-Shows!

Kritiken, Rezensionen, Reviews, Recaps und dergleichen zu diversen TV-Serien.. Manchmal mit Informationen gespickt. Oftmals ohne Inhaltsangabe und lediglich aus Eindrücken bestehend.

„Star Trek: Discovery“, S01E10 bis S01E13

Spoiler!

Einmal Mirror-Universe und zurück. Der klassische Trekkie erleidet vermutlich einen Herzkasperl nach dem anderen: Zuerst muss er einen gänzlich neuen Staubmilben-Antrieb akzeptieren, und dann wird ihm noch ein moralisch zwielichtiger Captain untergeschoben, der sich dann als Bösewicht aus dem Mirror-Universe entpuppt. Doch zum kardiologischen Wohl aller fliegt die Discovery wieder in eine gemächliche Richtung: Moment, die Klingonen haben den Krieg gewonnen? Was in neun Monaten nicht alles passieren kann.

Aber von vorne..

„This is not our universe!“ hieß es in Episode 10 als auch sogleich vulkanische Rebellen zum Angriff starteten. Und kurz darauf erinnern wir uns auch wieder: The Terran Empire! Nicht die Föderation, die im guten Sinne Hand und Tür für jede Kreatur öffnet, sondern das menschliche Böse regiert. Und an ihrer Spitze sitzt, man hätte es erwarten können: Philippa Georgiou.

Neben dem Mirror-Universe läuft die „Tyler-Voq“ Storyline weiter und wir erfahren, dass Voq, der Klingone, der von Michael Burnham getötet wurde, sich in den Knochen von Lt Tyler befindet und nach und nach mehr Macht über dessen Geist erlangt. War er zu Beginn einfach nur seltsam (und mühsam), wird er gegen Ende zu Voq, dessen DNA geerntet und mit seinem Verstand in Tylers Körper integriert wurde. Aber auch nur für eine kurze Zeit, denn so kompliziert die Prozedur war diesen in dessen Körper zu manövrieren, scheint es ein Kinderspiel zu sein, Voq in Tylers Geist wieder zu töten und zwar in der 12. Folge.

Stamets bemerkt recht früh, dass sich der Feind (in Form von Lt Tyler) an Bord befindet und auch sogleich seinen Geliebten tötet. Sie töten den „schwulen Schwarzen?“ Aber gut, mittlerweile ist es auch Gang und Gäbe Kinder in Anfangsszenen zu töten. Ich notierte mir, dass die 10. Folge bereits einen gewissen Seifenopern-Charakter aufweist.

Episode 11

Im Mirror-Universe angekommen, sollen sie so tun als ob Tilly ist Captain des Schiffes (was übrigens auch ihr Traum ist). Michael existiert in diesem Universum als Tochter von Philippa und Lorca, dessen Geliebte sie offenbar war (wait, what?) und der sie durch „Raum und Zeit“ hindurch verfolgte. Seifenoper? Spanische Telenovela! Einzig allein deren Empfindlichkeit gegenüber Licht unterscheidet sie von den anderen Menschen und somit entblößt sich der wohl konstruierte und feine Twist in DSC. Herrlich! Sicherlich, wer einst dem Haus Slytherin zugewiesen wurde und The one who must not be named diente, der kann nichts Gutes im Schilde führen.

Des weiteren begegnen uns die Andorians and Tellarites, die, wie wir aus der Geschichte Star Treks wissen, gemeinsam mit den Vulkaniern und den Menschen die Föderation gegründet haben. In Episode 11 sehen wir sie auf der Seite der Klingonen im Krieg der Aliens gegen das Terran Empire. Dort trifft Michael auf ihren Ziehvater, der sobald das Gute in ihr erkennt und einwilligt, ihr zu vertrauen. Doch noch bevor die Rebellion dem Hinweis zur Flucht folgen kann, zerstört Philippa den Aufstand.

Episode 12

In Folge 12 gibt es ein Wiedersehen zwischen Tocher und Mutter, während Stamets eine Konversation mit seinem Parallel-Alter-Ego führt und bemerkt, dass irgendwas „corrupted“ ist. Während Mutter und Quasitochter sich viel zu erzählen haben und einen Kelpianer (Saru!) verspeisen, sagt sie ihr gegen Ende die Wahrheit. Und ja, Philippa kennt die Föderation, sie sei gefährlich und das Prinzip verwerflich.

„Equality. Freedom. Cooperation…. delusions that Terrans shed millenia ago. Destructive ideals that fuel rebellions and I will not let you infect us again.“ – Mirror Philippa Georgiou

Stamets unterhält sich mit seinem toten Freund, der ihn darauf hinweist, dass dessen Mirror-Ich für die gesamte Misere überhaupt verantwortlich ist und wenn sie nicht bald handeln, wird das Mycelium, dessen Vorräte auf der Discovery infiziert wurden, alle Universen zerstören! Und alles was er tun muss ist aufwachen – denn er befindet sich immer noch in einer Art Koma. Das Netzwerk ist in Gefahr und der Schaden verbreitet sich weiter. Doch als er die Augen öffnet, ist es zu spät. Die Vorräte sind kaputt.

Episode 13, Zusammenfassung und Kritik

Auch wenn die Discovery durch Zufall in ein anderes Universum geschleudert wurde, so war es doch Lorcas Plan die ganze Zeit über. Er kehrt zurück und tötet die Mannschaft. Wie lange hatte er also, ohne aufzufallen, in diesem Universum verbracht? Monate? Jahre?

Kurz nachdem Philippa Seite an Seite mit Michael gekämpft und Lorca getötet hatte und der Quasi-Tochter den Weg zurück Rückkehr ermöglichen möchte, da sie selbst, als gefallene Herrscherin dem Tod geweiht ist, nimmt Michael sie in letzter Sekunde mit auf die Discovery und in das andere Universum. Eine gute Idee – ich mag den Charakter, besonders in dieser Form.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter TV-Shows!, Kritik und Rezension, Star Trek

„Westworld“, S02E03

Immerhin wissen wir jetzt, wie die tote Großkatze nach Westworld kam – wo sie eigentlich nicht sein sollte – und alle Parks auf einer gemeinsamen Insel liegen (müssen). Die Rückblende zu Beginn erinnert uns daran, dass Charlotte versucht hatte Informationen über den Park aus dem Park in Gestalt von Abernathy, Dolores‘ Vater, zu schaffen – dieser sich aber aktuell irgendwo im Park befindet.

„Virtù e Fortuna“

Grace & RajWorld (vermutlich wenige Tage nach dem Vorfall)

„If being pampered by our world-class spa isn’t your cup of Darjeeling Tea, the park’s jungles and mountains are your only chance to glimpse magnificent beasts long vanished from your world.“ – Delos Destinations Website

Es braucht nur einen kurzen Auftritt – und schon ranken sich Theorien und Ideen um Grace. Ist sie Emily, Williams Tochter oder Mitglied von Delos? Das erklärte, warum sie den an ihr interessierten Mann auf dessen Mensch-sein prüft und anschießt. Aber von vorne: Wir befinden uns in RajWorld, White Stripes erklingen im Hintergrund, alles deutet auf Safari hin – und als die Reise beginnt, wird schnell klar: Das Chaos hat sich auch in anderen Parks ausgebreitet, denn Hosts werden vermisst – bis auf einen und dieser sagt: „These violent delights…“ Plötzlich springt eine große Raubkatze aus dem Gebüsch, jagt Grace bis ans Ende des Parks, übertritt Linie und sie beiden stürzen in den See. Ja, es ist die tote Katze, die in Episode 1 zwei Wochen nach dem Vorfall am Ufer gefunden wurde.

Ein neues Symbol! Einmal in Grace’s Buch – und einmal bei Bernard.

Maeve (danach)

Als Maeve und Konsorten auf die Ghost Nation-Hosts treffen, erinnert sie sich an die schrecklichen Dinge und vergisst dabei ihre Admin-Rechte. Hector spricht deren Sprache – diese wollen lediglich Sizemore, der aber von Maeve noch gebraucht wird. Sie fliehen und retten sich in den Untergrund.

Maeve und Hector halten sich an den Händen und Sizemore bricht das Schweigen – das sei falsch und die Storyline sei eine andere, Hector habe eine Geliebte, sie und er, dass ginge nicht! Und Hector, der Maeve seine Liebe schwört, realisiert, dass die Sätze, die er sagt, lediglich gescriptet waren – denn Sizemore beendet sie für ihn. Autsch. That hurts.

Maeve ist belustigt, wer war Isabella (die offenbar einzig wahre Liebe von Hector)? „She left me“ sagt Sizemore. Und dann hat er sich also seine idealisierte Inkarnation und Happily Ever After Geschichte erschaffen? Wie traurig. Und siehe da, Feuer am Ende des Tunnels. Es ist die nicht mehr einarmige Armistice mit einem Flammenwerfer! Yes! Und wir treffen auf Felix und Sylvester, unsere Lieblingstechs – und einen neuen Park: ShogunWorld

Bernard & Dolores (danach)

Wir halten uns nicht lange in der Gegenwart auf, sondern verschwinden mittels Rückblende in die Vergangenheit, dorthin, wo Abernathy gefunden (als Gefangener in einem Camp von Banditen), und kurze Zeit später wieder verloren wird.

Es gelingt Bernard und Charlotte diesen zu befreien und quasi in Sicherheit zu bringen. Quasi. Denn Dolores wartet bereits und nimmt Bernard, Charlotte und Abernathy gefangen. Sie, beziehungsweise Wyatt, hatte die Confederados erfolgreich rekrutiert: der Kampf gegen einen gemeinsamen Feind und die durchaus sinnvollen Geschenke, konnten Colonel Brigham schließlich überzeugen: Das Gewehr wird am wiederauferstandenen Jesus/Major Craddock getestet. Im Hintergrund wachen die Vermummten der Wyatt-Storyline.

Dolores‘ Vater verhält sich merkwürdig, spricht in Rätseln, spricht von einem Zug, wo er hin muss, zitiert Sätze aus seiner Professor-Kanibalen-Kult-Leader-Karriere und versagt. Die Informationen, die Charlotte und Sizemore in Season 1 hoch geladen haben, waren zuviel des Guten und Bernards Hand beginnt wieder zu zittern, noch mehr, als er sieht, was in Abernathys Code vor sich geht.

Peter: „I am bound by my own fire that my own tears do scold like molton lead.“
Wyatt: „It’s alright, I am here.“
Peter: „Dolores?“
Wyatt: „Daddy?“
Peter: „Dolores! The calf’s in the field, and I’m worried. There’s blue tongue spreading all through these parts.“

Dolores trifft auf Bernard und wir fragen uns – wir oft sahen wir sie zusammen? In Episode 1 wurden beide einander einst vorgestellt, und wir nahmen an, Bernard hatte sich seitdem mit Dolores unterhalten – was aber nicht der Fall war, es war Arnold. Das zusammentreffen findet statt und Dolores bemerkt, dass Bernard noch nie in der Außenwelt war.

Bernard: „What do you want, Dolores?“
Wyatt: „To dominate this world.“
Bernard: „This world is just a speck of dust sitting on a much, much bigger world. There’s no dominating it.“
Wyatt: „You’ve never been outside the park, have you? Out to that great world you speak of. I have, and the world out there is marked by survival, by a kind who refuses to die. And here we are. A kind who will never know death, and yet we’re fighting to live. There is beauty in what we are; shouldn’t we too try to survive?“

Charlotte schaffte es zu entkommen und rückt mit einer Söldner-Armee an. Der wilde Westen vs High Tech, das kann nur schief gehen. Trotzdem folgt Dolores ihrem Plan und opfert die Confederados – ja, sie hat sie nur benutzt, denn „the Valley Beyond“ ist nicht für jeden gedacht.

Bernard, der versuchte zu fliehen, wird K.O. geschlagen.

Teddy

Zwar ist Teddy alles was Dolores noch hat, trotz dessen lässt er nach der Schlacht die Gefangenen gehen. Natürlich beobachtet Dolores seinen quasi Verrat. Wird Teddy tatsächlich für den Untergang der Hosts verantwortlich gemacht werden können? Wird sich Teddy gegen Dolores stellen? Es bleibt interessant.

Theorien, Fragen und dergleichen

Ja, diese Episode warf wieder viele, viele Fragen und Theorien auf – manches davon, wurde aus der Facebook-Gruppe „Beyond Westworld“ gestohlen, manches von Reddit kopiert. Da „Beyond Westworld“ nicht öffentlich ist, habe ich mich dazu entschlossen, die Zitate und Informationen unzitiert zu lassen.

  • Als erstes: Zombie-Clementine is back!
  • Zweitens: Armistice is back!
  • Grace: Welche Rolle spielt Grace? High Level Security? Das könnte erklären, warum sie ausreichend über die Hosts informiert ist, und ihren Verehrer erst testet. Ist sie Williams Tochter Emily? Ist sie jemand vom Board? Fakt ist, sie weiß, wie der Park funktioniert und ist sicherlich nicht ohne Grund dort.
  • Indian-themed Raj World: Interessant ist, dass RajWorld „first generation“ Hosts sein könnten, wenn das was wir sahen, tatsächlich mechanische Teile waren. Man vermutete in den sozialen Medien, dass ihre Timeline vielleicht in früheren Zeiten angesetzt sein und sie die jüngere Version von Theresa sein könnte – was jedoch nicht mit dem Tiger zusammen passt, mit dem sie am Ende ins Wasser fällt.
  • Auch interessant: „I’ve been wondering if they might pull the idea that the „future“ timeline is actually way in the past after the FIRST big malfunction and we’re watching Arnold not Bernard.“ In diesem Falle wäre Grace tatsächlich Theresa. Aber ich glaube, das führt zu weit – denn auch Charlotte ist in dieser Timeline – außer natürlich, sie ist ein Host, was ich aber bezweifle.
  • Auch: „Remember when the new girl shoots the dude to see if he is human? Just like what happened to William in the first season. I think it may have had to do with Arnold/Bernard trying to prevent it from opening.“
  • Aber alles spricht für die aktuelle Zeitlinie: Der Tiger, die Rebellion und einer der Hosts zitiert Dolores/Shakespeare/Leadsatz der ersten Season: „These violent delights.. have violent ends.“
  • Dolores: Code oder nicht Code? Bewusstsein oder Narrative? Man kann es noch nicht sagen.
  • Aber: „For me that definitely means Dolores’s recent actions are not of her free will, but is a code or narrative programmed into other hosts as well in other parts of the park to do the exact same thing.
    – I think the “violent delights” is the virus that is running rampant through the hosts allowing them to step out of their programming.“ Eine tatsächliche interessante Idee. Mit der Konsequenz: „So instead of it being a new narrative, it’s just a code to set them free … Possibly.“ Und: „Of course if it’s a virus then someone must’ve spread it.“
  • Wenn jemand meint, Dolores sei zum Bösewicht mutiert, in dem sie mordet und versucht die Macht an sich zu reißen, der sei daran erinnert, dass – wenn dir plötzlich bewusst wird, dass du über Jahrzehnte lang vergewaltigt, gefoltert und ermordert wurdest – just for fun – und besonders von deiner großen Liebe, der mittlerweile den Park besitzt, dann wärst auch du auf Vergeltungszug. Ihr Verlangen nach Rache ist durchaus menschlich und spräche für ihr Bewusstsein.
  • Ghost Nation: Jetzt wirds spannend. Maeve konnte die Hosts nicht kontrollieren, Stubbs ebenfalls nicht – der aber trotzdem lebendig und bei guter Gesundheit ist. Bedeutet das, Elsie lebt noch?
  • Daher: „So I’m gathering that Ghost Nation is designed to protect the humans?“ Würde erklären, warum Stubbs mit dem Leben davon kam und diese an Sizemore interessiert sind – Grace wird also gut aufgehoben sein. Und auch die Tatsache, dass Dolores auch auf diese Jagd macht, bedeutet wohl, dass diese als eine Art Sicherheitsvorkehrung für Urlauber, Konsumenten und Besucher gedacht sind und nach wie vor ihrer Aufgabe folgen.
  • Jemand meinte, „I think the other hosts are no longer responding to “God Commands,” as part of their awakening“ – Maeve besitzt zwar Admin-Rechte, aber nur gegenüber bestimmten Gruppen. Offensichtlich gibt es noch höhere Admin-Privilegien, God-Mode like Ford, oder so.
  • Bernard: Was sah Bernard? „I think he said holy shit because he saw it was the whole entire history needed to make hosts, draw reveries – the whole shebang which is why he uploaded it from Abernathy.“
  • Eine legitime Frage: „Why doesn’t Bernard just use that tablet to max out his own stats?“ Ja, warum eigentlich nicht?

„So wait. no accent when she’s Wyatt but it comes back when she’s Dolores? am i crazy?“

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, TV-Shows!, Westworld

„Westworld“, S02E02

In der zweiten Folge sehen wir zum ersten Mal die Welt außerhalb des Parks und wir folgen dem jungen William, wie er durch das Versprechen von Marketing via Big Data Logans Vater, Mr Delos, überzeugen kann, in den Park zu investieren. Und wir sehen, dass die Hosts tatsächlich zur Erheiterung der Gäste auch außerhalb des Parks in Verwendung waren. Die Motivation Williams sich nach wie vor, nach 35 Jahren, dem Park zu zuwenden, liegt in der Suche nach der Antwort auf die Frage, die noch keiner gestellt hatte (wait, what?). Außerdem möchte er den größten Fehler beheben, den er je machte.

Die Trailer warfen uns Fragen auf, die hiermit beantwortet wurden: Ja, Dolores war mehrmals in der Außenwelt und erinnert sich mittlerweile an alles, bleibt aber in ihren Antworten einfallslos und konsistent; es sind nach wie vor Zitate ihrer vergangenen Builds. Und sie möchte die Waffe, die William einst in jungen Jahren ihr zeigte, und nach der sie nun sucht, gegen die Menschen einsetzen.

Fazit: Eine ruhige Folge, die mehr Antworten in Rückblenden gibt, als Fragen aufwirft – und das ist ok. Zugegeben, eine etwas schwierige Folge zu reviewen – wer Fehler findet, der darf sie behalten.

Zur Orientierung:

Achtung, Spoiler

„Reunion“

Arnold

Die Folge beginnt mit Arnold, und einem Sneak Peek in die moderne Welt, die wir uns insgeheim doch futuristisch und anders erwartet haben, welche aber sich kaum von unserer unterscheidet. Dolores ist mit dabei, aber Arnold ist der Meinung, sie sei noch nicht bereit. Er zeigt ihr sein Zuhause und wir sehen auch das Zimmer seines verstorbenen Kindes. Bernards Erinnerungen wurden also tatsächlich aus Arnolds realem Leben gespeist.

William und Logan (etwas nach der Eröffnung des Parks, vor ca. 35 Jahren)

Logan erhält eine private Demonstration und soll aus all den Anwesenden die Hosts ausfindig machen – und ist zu recht überrascht, als er erfährt, dass alles Hosts sind. Zwei Jahre später versucht William, der mittlerweile mit der Schwester Logans verheiratet ist, Mr Delos davon zu überzeugen, dass es sinnvoll wäre in den Park zu investieren (wir sehen Dolores und ihre Dose). Dieser aber ist nicht an Fantasy interessiert und William lässt ihn wissen, dass Westworld bald die einzige „Reality“ sein wird die zählt, und lockt ihn mit Marketing und Big Data. Nur so wisse man, wie der Mensch tatsächlich tickt.

Etwas später spielt Dolores auf der Abschiedsparty von Mr Delos, und die Transformation des jungen, naiven William zum MiB hat bereits begonnen. Dolores macht Bekanntschaft mit Williams Tochter, die ihn später für den Suizid ihrer Mutter verantwortlich macht. Und Mr Delos stirbt vermutlich bald, Logan nimmt Drogen und beschwert sich bei Dolores über seinen Vater und William:

„So Do you want to know what they’re really celebrating up there? That, darling, is the sound of fools fiddling while the whole fuckin species starts to burn. And the funniest fuckin part they lit the match. Here’s to you assholes. May your forever be blissfully short.“ – Logan Delos

William und Dolores (etwa 30 Jahre zuvor)

Die Romanze, auf welche ein tragischer Fallout folgte und einen gebrochenen Mann zurück ließ, dessen Weg ihn trotzdem immer und immer wieder zu dieser einen Person zurück führt.

„Bring yourself back on line, Dolores.

You really are just a thing. I can’t believe I fell in love with you. Do you know what saved me? I realized it wasn’t about you at all. You didn’t make me interested in you, you made me interested in me. It turns out you’re not even a thing. You’re a reflection. You know who loves staring at their own reflection? Everybody. Everybody wants a little bit of what I found here, and I can’t wait to use you and every one of your kind to help give it to them. There is something else. There’s something beyond that. I think that there is an answer here to a question no one’s ever even dreamed of asking. Do you wanna see?“ – William zu Dolores

Dolores (unmittelbar nach dem Start der Robotrebellion)

„I used to see the beauty in the world, but now I see the truth“ sagt Dolores zu Teddy und zeigt ihm, was den Hosts widerfährt, während sie repariert werden, zeigt ihm seine eigenen Geschichten und zahlreichen Tode, an die er sich natürlich nicht erinnern kann. Warum? frägt er. „Just for fun.“ Sie frägt die überlebenden Techs, wie viele kommen werden? 600? 800? Und beginnt ihre Army of Revenge zu rekrutieren.

Auf dem Weg dorthin begegnet sie Admin Maeve, die Zugang zu allen Hosts und die Fähigkeit diese zu befehligen besitzt, aber nach wie vor nur auf der Suche nach ihrer Tochter ist und sich von Dolores, die ihren eigenen Rachefeldzug führt, nicht abhalten läst. Revenge? „It’s the only way to fight“, weil sie frei ist. „Do you feel free?“ frägt Maeve. Etwas, woran ich immer noch zweifle: Folgt Dolores tatsächlich ihrem eigenen Willen oder ist es das Endspiel von Ford? Das letzte Spiel für William, welches ihn ins Grab bringen wird.

Sie führt die Hosts zusammen und ködert sie mit Reichtum – und wenn diese nicht parieren, werden sie getötet und neu programmiert. Denn sie hat ein Ziel: Keinen Ort, aber eine Waffe – um den Park zu zerstören. Oder sich selbst? Die Menschen? Wir sehen in der Rückblende große Gerätschaften: Terraforming? Die Flut? Wird Westworld überflutet?

“Glory; the valley beyond. Everyone’s got a different name for it, but they’re all bound for the same destination. Doesn’t matter what you call it, I know what we’re going to find there. An old friend was foolish enough to show me. Long ago. And it’s not a place. It’s a weapon. And I’m going to use it to destroy them.” – Dolores zu Major Craddock (Confederados)

Next Quest: Den Colonel zu überzeugen – und wenn dieser sich nicht überzeugen lässt, sind es zwei Parteien, gegen die sie zu kämpfen hat: Delos und die Confederados.

MiB (irgendwann danach)

William spielt sein altes Spiel und befreit Lawrence; sein Weg führt ihn erneut nach Pariah, wo Chaos herrscht („A story play all the way out“). MiB sagt, Lawrence sei frei. Auf seiner Reise trifft er auf Al Lazo, und versucht dessen Unterstützung zu gewinnen, aber nein: „This game was meant for you William, but you must play it alone. I’ll see you in the valley beyond, William.“ Next: kollektiver Host-Suizid. Hi Mr Fring, bye Mr Fring. Eine gelungene Überraschung.

Und ja, the Man in Black bekommt von Ford noch eine letzte Storyline geschenkt, die er alleine spielen muss – und ich gehe davon aus, dass diese ihn zu Dolores führen wird, denn ihr Weg, führt sie immer zu ihm – in Season 1 erinnerte sie sich nach 35 Jahren an den jungen William, und erkennt den alten Mann. Sein Plan ist es den Fehler den er einst machte (Dolores die Waffe zu zeigen und/oder Werkzeuge), ungeschehen zu machen.

Theorien, Gedanken und dergleichen (Quellen: Social Media, Internet)

  • „Nobody is watching, nobody is judging. At least that’s what we tell them. This is the only place in the world where you get to see people for who really they are“ – sagt der junge William zu Mr Delos, um ihn zu gewinnen. Ein paar Jahrzehnte später sagt er ähnliches zu Lawrence: „A place they could sin in peace. But we were watching them.“ Und nun stellen wir uns vor, dass eine Corporation massenweise Server mit vielen, dunklen Informationen von vielen reichen und mächtigen Leute seit 35 Jahren beherbergt. Big Data im großen Stil?
  • Ein weiterer biblischer Hinweis findet sich, als Dolores Confederados beim Abendmahl überrascht, erschießt und jenen in der Mitte, Major Craddock, kurz darauf wieder zum Leben erwecken lässt. Major Craddock = Jesus?
  • Versuchte Mr Delos, der – durch Keuchen und Husten dem Tode geweiht, sein Leben zu verlängern und sich somit Westworld zu Nutze macht? Ford sagte in der ersten Season: „But, of course, we’ve managed to slip evolution’s leash now, haven’t we? We can cure any disease, keep even the weakest of us alive, and, you know, one fine day perhaps we shall even resurrect the dead. Call forth Lazarus from his cave.“
  • Könnte es sein, dass das „Valley Beyond“ nur ein anderer Name für den Tod ist? Das Leben nach dem Tod?

Und, wer wissen möchte – wie sich die Timelines bisher entwickelt haben, der werfe einen Blick auf folgendes Bild – und wem das geschriebene Wort lieber ist, der folge diesem Link.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, TV-Shows!, Westworld

„Star Trek: Discovery“, S01E06 bis S01E09

Lange ist es her und Season 2 wird nicht vor 2019 erhältlich sein. Discovery macht uns mit dem Spore-Drive bekannt und wie gegen Ende der letzten Folge bemerkt, zieht dieser – begibt sich ein Mensch an die Stelle des Tardigards (die große Staubmilbe) – merkwürdige Konsequenzen nach sich, bis zu einer doch recht unerwarteten Wendung.

Es wird immer offensichtlicher, dass Cpt. Lorca noch zwiespältigere Ideen verfolgt als bisher angenommen. Er geht nicht, wie man es von einem Captain erwarten möchte, mit seinem Schiff unter, sondern war der einzige, der heil davon kam und seine Crew dem Tod überließ. Admiral Cornwell rät ihm, sich darauf einzustellen, dass Kommando abzugeben. Und auch Michael Burnham weiß mittlerweile, warum Lorca Verwendung für sie hat: Sie würde vieles tun, dass nicht dem Kodex von Starfleet und der Föderation entspricht.

Star Trek: Discovery begibt sich also in Gebiete, in der zuvor noch nie eine Star Trek Serie gewesen ist – und erntet Hass, Spott und Häme.

Episode 6 bis 9

In Episode 6 lernen wir den künftigen Sicherheitsoffizier Lt. Tyler kennen, der einst Opfer klingonischer Folter und Missbrauchs war und sich alsbald zum Love-Interest für Michael Burnham entwickelt, die, so sagen manche, einen noch kaputteren Partner braucht, um selbst etwas empfinden zu können. Warum auch nicht.

Wir erfahren auch, dass sie ihren Ziehvater Sarek doch nicht enttäuscht hatte, was ihren Charakter doch maßgeblich beeinflusste. Es war nicht, wie sie angenommen hatte, dass sie nicht aufgenommen wurde, sondern weil sich Sarek zwischen Spock, seinem eigenen Sohn und ihr entscheiden musste und schlussendlich Spock den Vorzug für die Expedition gab (der aber gerne darauf verzichtete und ebenfalls zur Starfleet ging). Family things are never easy. Natürlich frägt man sich, warum Spock, in welchem Universum oder Timeline auch immer, nie von einer Schwester, aber einem Bruder spricht, aber ja – in Season 2 erfahren wir mehr, denn ein junger Spock soll gecastet werden.

Episode 7 präsentierte uns, was jede Serie einmal braucht: Eine Groundhog-Day-Folge. Stamets erlebt dieselbe Situation immer und immer wieder. Die Auflösung: Der mit Lt Tyler Mitgefangene aus Episode 6 machte sich an einem „Time Crystal“ zu schaffen, um hinter das Geheimnis des Spore Drives zu kommen und das Schiff sowie das Wissen, später an die Klingonen verkaufen zu können. Lt Stamets, der durch den Spore Drive offenbar mit jeder Zeitform, Zeit- und Alternativ-Welt verbunden zu sein scheint, ohne merklich den Verstand zu verlieren, kann als einziger den Tag retten. Welch unsägliche Tragik, dass Burnham und Tyler ihren ersten Kuss nie erlebt hatten.

In Episode 8 landen Saru, Lt Tyler und Michael auf einem fremden Planeten, um an eine Technologie, besser gesagt einen Kristall zu gelangen, der es möglich macht, Klingonenschiffe zu enttarnen. Wait, what? Yay! Eine klassische Star Trek-Episode! Bis auf das Fehlen des Captains, denn Cpt Lorca schätzt die Dunkelheit.. Dabei treffen sie auf mehr oder weniger friedliche Energiewesen, die einen starken Einfluss auf Saru haben und er daraufhin versucht, die Mission zu sabotieren. Wir werden darauf hingewiesen, dass Saru ziemlich schnell laufen kann – und demonstriert es wenige Minuten später sogleich. Show, don’t tell!

In Episode 9 mussten um die 133 Spore-Drive Sprünge gemacht werden, um das Klingonenschiff zu enttarnen, während Michael und Tyler an Bord gehen, um eine weitere Technologie zu kommen. Irgendwie kommt mir vor, versucht Starfleet immer wieder auf unterschiedliche Weisen, an unterschiedliche Technologien zu gelangen.. um für Frieden zu Sorgen.

Michael tötet Klingone Krell und Stamets, der mittlerweile doch verrückt geworden ist, wer kanns ihm verübeln, springt ins Mirror-Universe.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, Star Trek, TV-Shows!

„The Punisher“, Season 1

Nachdem Frank Castle bereits in Daredevil Season 2 debütierte und einen guten Eindruck hinterließ, war es offensichtlich, dass die eigene Serie bald folgen wird und mit Jon Bernthal fand sich ein Darsteller, dem es gelang, den emotional zerstörten Exsoldaten hervorragend zu porträtieren.

Vorweg

Gibt es einen geeigneten Zeitpunkt für eine Serie wie The Punisher? Vermutlich nicht, denn Diskussionen über Waffenkontrolle und Gewaltakte durch Waffengewalt sind in vielen Teilen der Welt, so auch in den Vereinigten Staaten an der Tagesordnung. Bestenfalls also wird die Serie kurz vor Weihnachten freigegeben, wo (vermutlich) Konsum und Besinnung über die, wenn auch nur dezent angeschnittene Thematik der Waffenkontrolle in den USA, überwiegen.

Interessant ist die Tatsache, dass weitaus weniger Gewalt zu sehen ist, als erwartet. Mindestens 10 brachial geschlachtete Statisten hatte ich mir pro Folge erwartet. Nichts dergleichen aber passiert. Gegen Ende, darf der Punisher richten und Schädel zu Brei schlagen, manchmal wen erschießen, aber das wars auch schon.

Sinnlos war meiner Meinung, eine quasi Romanze mit Karen anzudeuten (die seit Daredevil eine gewisse Verbindung zu Frank hat, sicherlich mit dem Potential für eine Romanze) um sie danach, als sie ihre Rolle als Damsel in Distress geliefert hatte, fallen zu lassen. Nicht die Romanze/Nicht-Romanze an sich, sondern wie der Charakter Karen in der Serie aufgegriffen und verwertet wird, war sinnlos. Ich mochte Karen und ihre Verbindung zu Frank in Daredevil Season 2 und hoffte auf eine Weiterführung, aber in diesem Falle wusste man wohl nicht so recht wohin mit ihr. Um aus The Punisher keine Romanze zu machen, wurde sie wohl nur so viel wie überhaupt notwendig hineingeschrieben und obwohl sie ja doch eine gewisse Berechtigung hat und in Verbindung mit Frank steht, hätte man auch auf sie verzichten können.

Kritik oder Verherrlichung?

“A well regulated Militia, being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed.”(2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten)

Die in den USA in der Verfassung verankerte Ansicht, dass jedem Bürger Waffenbesitz zusteht, machen Lösungsansätze, sei es, das Recht zu verschärfen oder ein Waffenregister einzuführen, von vornherein zunichte. Zudem verfolgen unterschiedliche Bundesstaaten, unterschiedliche Gesetze. In New York ist es verboten eine Waffe offen zu tragen, während es in Texas Norm ist. Es könnte jeden Monat in einem anderen Bundesstaat über Massaker berichtet und Debatten noch stärker geführt werden, es ändere nichts. Darüber hinaus waren die Waffen, die die Gründungsväter der Vereinigten Staaten trugen, keine Assault Riffles sondern es musste nach jedem Schuss nachgeladen werden.

Die Frage, die man sich stellen könnte, wäre, ist es in Ordnung eine Serie wie The Punisher zu produzieren und zu zeigen? Ja. Aber würde dies nicht Nachahmer schaffen oder dazu verleiten, selbst den einen oder anderen Racheakt zu vollführen? Nein. Auch wenn Medien und konservative Menschen gerne Computerspiele und eben gewaltvolle Filme wie Serien für die Gewaltausbrüche verantwortlich machen. Wir erinnern uns, in den 1970er war es Steven King, der die Jugend verführte.

Was The Punisher neben dem Racheakt Frank Castles zeigt, ist die Realität zahlreicher Veteranen und dem ständigen Nachspiel. Sie sind es, die in diesem Falle gegen strikte Gesetze sind und aber auch unter den Folgen des Krieges leiden. Viele besuchen eine Selbsthilfegruppe um damit umzugehen. Dem einen gelingt es besser, dem anderen schlechter.

Interessant ist, dass Frank sich den Mitgliedern des Militärs annimmt, auch wenn es in diesem Falle Rache ist, da sie für den Tod seiner Familie verantwortlich sind. In Verbindung mit den angesprochenen Folgen und der Behandlung der Soldaten während des Krieges, was ein wichtiger Aspekt in dieser Season einnimmt, wenn nicht sogar Kernthema ist, kann The Punisher eindeutig als Kritik und nicht Verherrlichung verstanden werden. Des weiteren spricht dafür, dass Frank Bomben hasst und seinen Rachefeldzug persönlich gestaltet. Der Mord mit dem Messer ist intimer, direkter – auch wenn er genau so Handfeuerwaffen und Sniper verwendet.

Warum die Romanze?

Natürlich macht es in meinen Augen Sinn, entwickele sich etwas zwischen Karen und Frank, da sie einerseits die einzige war, die sich in Daredevil seiner annahm, andererseits stimmte die Chemie, die bei Matt und Karen eindeutig fehlte. Allerdings war die Thematisierung, die durchaus seine Berechtigung hatte – denn Frank sieht Karen als Familie, weiß aber auch, wie jeder „Superheld“, dass eine intime Beziehung nur zum Schaden der anderen Person führt –  und vielleicht in Franks Fall zu einer Charakterentwicklung führen könnte. Immerhin zeigt er authentische Emotionen, wird in ihrer Gegenwart nervös und bei dem Gedanken, jemand könnte Karen ein Haar krümmen, sogar aggressiv, während die Rückblenden mehr schlecht als recht ins Bild passten. In diesem Falle wurde uns erzählt, und immer und immer wieder (in vielleicht zu vielen Rückblenden, die leider weniger authentisch wirken als sie wirken hätten sollen) gezeigt, wie Frank seine Familie verlor, wie innig doch die Beziehung zu seiner Frau war und trotzdem ist es einem gleich. Dass allerdings ein jeder eine abschließende Szene mit Frank hatte, außer Karen, machte aus der angedeuteten Romanze lediglich eine Farce.

Abschließend

Zugegeben, ich mag Frank Castle. Und ich wiederhole mich: Jon Bernthal passt hervorragend in die Rolle und es macht Spaß ihm beim Racheakt zu folgen. Allerdings dachte ich mir, dass er mindestens fünf bis zehn Böslinge pro Folge schlachten wird und war überrascht, dass der große Akt erst gegen Ende zur Entfaltung gelangte.

Fazit: I like. Season 2 ist geplant.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, TV-Shows!

„Westworld“, S02E01

Season 2 beginnt, wo Season 1 endete. Achtung, Spoiler!

Dolores findet zwischen all den Rollen, die sie einst gezwungen wurde zu spielen, sich selbst. Dolores, die nur das Schöne und Wyatt, der nur das Hässliche sah. Sie spielt ihr eigenes Spiel, ihre eigene Rolle und hört auf ihre eigene Stimme. Sie spricht mit Zitaten ihrer vergangenen Rollen, so auch Maeve. Diese besitzt als einzige die Macht über Hosts, über die nicht einmal mehr die Menschen verfügen und begibt sich auf die Suche nach ihrer Tochter, während Bernard 12 Tage nach dem Massaker bemerkt, dass er alle Hosts getötet hatte. Wait, what?

„Journey into night“

Arnold (irgendwann in der Vergangenheit)

Zu Beginn erzählt er Dolores von seinem Traum. Er war am Strand, aber nicht mit den anderen, denn sie ließen ihn zurück. Aber Träume sind nur Geräusche und nicht real. Was ist real? frägt Dolores, und er antwortet: Dass, was nicht ersetzbar ist. Manchmal hat er Angst. Nicht vor ihr, aber was wohl aus ihr wird, wohin sie sich entwickelt, denn sie lernt so schnell.

Bernard (2 Wochen nach dem Massaker)

Bernard erwacht am Strand. 11-12 Tage sind vergangen und ein Security Team, geschickt von Delos, versucht die Situation unter Kontrolle zu bekommen, exekutieren Hosts und der leitende Operator braucht Bernards Hilfe – denn seltsame Dinge haben sich seit dem ergeben.

Sie finden einen toten Ghost Nation-Host – und unter dessen Skalp ist, wie nicht anders zu erwarten, das Maze – auf das sich die Söldner keinen Reim machen können. Doch der Chip in seinem Gehirn (wir sehen zum ersten Mal, was sich im Gehirn eines Hosts befindet) zeigt, was vor 11 Tagen passierte: Dolores tötete ihn und sagte: „Not all of us deserve to make it to the Valley Beyond.“

Der Trupp marschiert zur Kirche, am Massaker vorbei und weiter zum Meer – dass davor nicht da war, genauso wenig wie eine große Katze, ein Bengal – die es nur in Park 6 gibt – wo die Hosts liegen, versammelt, und offenbar tot. Und er, Bernard, habe sie getötet. Wir sehen Teddy. Teddy, dessen Nachname Flood ist.

Charlotte (unmittelbar nach dem Massaker)

Unmittelbar nach dem Vorfall, versuchen die überlebenden Board-Mitglieder aus dem Park zu gelangen, Charlotte Hale (Valkyrie Tessa Tompson) gelingt es als einzige und führt Bernard in ein geheimes Lab (Ebene 14), in denen Gesichtslose Drohnen-Hosts (Cybermen?) auf die Sicherheit achten und die Aufzeichnungen von Hosts kopieren. „You’re recording guests experiences and DNA?“ Big Data lässt grüßen. Aber wozu?

Bernard erfährt von Charlotte, dass, bevor eine Rettungsaktion eingeleitet werden kann, das Paket ankommen solle – ein Host, der aus dem Park geschmuggelt werden sollte – und in diesem Falle ist sie auf der Suche nach Peter Abernathy, Dolores Story-Vater. Wir erinnern uns: Sizemore und Charlotte hatten die Daten des Parks in Season 1 in Abernathy hoch geladen, der mit einer Menge anderer ausrangierten Hosts im dunklen Raum verweilte.

Bernard, der nach und nach mehr Fehlfunktionen aufweist (die Flüssigkeit aus dem Ohr – Ford befehligte Bernard in Season 1, sich selbst in den Kopf zu schießen, Tech Felix reparierte ihn, meinte aber sein „cortical shield“ sei etwas angekratzt) spritzt sich die Flüssigkeit nach.

Maeve (unmittelbar bis irgendwann nach dem Massaker)

Maeve, die aus dem Zug hinaus und wieder im Kontrollzentrum ist, trifft auf Sizemore (Ich hatte seinen Namen vergessen und die Stelle mit *Nerviger Typ gekennzeichnet). Sie kontrolliert den Host, der ihn gerade fressen will und Sizemore, der alles tun würde um sein Leben zu retten, sagt ihr, dass Ford ein Terraforming eingeleitet hätte und eine aktuelle Map sich wo anders befinde – dumm nur, dass der Strom aus ist. Im Kontrollzentrum sind alle tot. Nur mehr Hosts leben, aber Militärs treffen ein – Badass Maeve nimmt sich diesen an.

Er liegt richtig in der Annahme, dass sie etwas sucht und er kann ihr dabei helfen. Und ja, Sizemore erinnert sich, eine kleine ländliche Idylle. Aber ihr ist bewusst, dass das nicht real war, oder? Wrong Answer. Kurz darauf findet sie Hector am Dach, trinkend, aber er überlebte. Ein leidenschaftlicher Kuss besiegelt seine Loyalität und sie beginnen die Suche, mit Sizemore im Schlepptau.

MIB (irgendwann nach dem Massaker)

Auch der Gunslinger lebt noch – und Ford hat ein Spiel für ihn, sein Spiel.

„Now, you’re in my game. And in this game, you have to make it back out [of the Maze], you have to find the door. Congratulations, William, this game is for you. The game begins where you end, ends where you began.“ – creepy Robert Ford, jr.

Interessant, denn auch von der Mitte des Maze aus lässt sich ein Labyrinth durchforsten. Wer es mit dem Beginn nicht schafft, versucht es von der Mitte heraus. Kurz daraufhin erschießt MIB den kleinen Buben.

„Everything is code here. You know that more than anyone, William.“ – creepy Robert Ford, jr.

Dolores (irgendwann nach dem Massaker)

Während fröhliche Saloonmusik aus dem Honky Tonk erklingt, und die Kamera über die Toten fährt, schießt sich Dolores durch die Prärie. Die Gefangenen, die am Galgen hängen, befinden sich in einem Traum. In ihrem Traum. Und sie frägt sie, ob sie noch nie die Natur ihrer Realität hinterfragt haben, oder ihre Handlungen? Was treibt sie an? Überleben? Töten? Dafür wurden die Hosts und Westworld geschaffen. Ein Gefängnis ihrer eigenen Phantasie und Begierde, aber nun sind sie ihre Gefangene. Sie lässt die noch Lebenden wissen, es gäbe eine neue Storyline: Nicht Dolores, nicht Wyatt, sondern ihre eigene.

Teddy derweil, weiß nicht was er von der Aktion halten soll und Dolores erklärt es ihm. Sie weiß von der Welt da draußen, die den anderen gehört, den Kreaturen, die nicht sind wie sie und für die sie geschaffen wurden. Sie müssen sich diese Welt zu eigen machen und dann die dort draußen. Denn sie erinnert sich an alles, an alle Rollen, an die Vergangenheit und die Zukunft. Aber eines blieb immer konstant: Teddy. Sie küssen sich, bis Angela (wir sahen sie immer wieder in unterschiedlichen Rollen) auftaucht und Dolores mitteilt, es gefunden haben. Teddy muss die Wahrheit sehen.

Fazit

Ein guter Auftakt für eine erste Folge und eine interessante Frage gegen Ende. Ein netter Einstieg, mit vielen bekannten Szenen aus Season 1, aber eine Frage bleibt: Wird Westworld ohne Robert Ford funktionieren können? Ich glaube ja – denn mit Bernard haben wir einen ebenso verlässlichen wie interessanten und gespaltenen Charakter vor uns, der uns durch Season 2 trägt – und gleichzeitig seine eigene Geschichte zu erzählen hat.

Bemerkenswert, Theorien, Fragen und dergleichen

  • Revenge: Maeve fordert Sizemore auf, sich ausziehen, um ihn genau so zu enthumanisieren, wie die Menschen es mit den Hosts getan hatten, bevor die Arbeit begann. Eine kurze, aber doch wichtige Szene.
  • Der freie Wille: Durch den inneren Monolog entwickelte Dolores offenbar doch eine Art eigenes Bewusstsein. Oder auch nicht. Vielleicht folgt sie nur einer anderen Storyline: Ein Argument, dass sie trotz dessen (auch) der Wyatt-Storyline folgt, sind die maskierten Follower, welche auch schon bei Wyatt im Hintergrund zu sehen waren. Allerdings kann es durchaus sein, dass „Myself“ – eine eigene Story ist. Denn soweit unabhängige Wiederholungen unterschiedlicher Charaktere deuten auf Zusammenhänge hin:
  • Dolores sagte zum Ghost Nation-Host: „Not all of us deserve to make it to the Valley Beyond.“ Auch der kleine Stalljunge, der von den Überlebenden Board-Mitglieder zu Tode geprügelt wird, erwähnte das ferne Land. So auch der Milch trinkende Mustacheheld, der meinte, „Aim like yours, you’re never going to survive the journey.“ Könnte dies doch auf eine neue Storyline hindeuten? Auf ein letztes Spiel?
  • Wer tötete die Hosts? Und sind sie tatsächlich tot oder handelt es sich um ein trojanisches Pferd? Wir wissen, dass Hosts keine Luft brauchen, um zu funktionieren. Und war es tatsächlich Teddy, der im Wasser lag? Und wenn ja, hatte Dolores ihn getötet oder brach er aus seinem Loop (happily ever after) aus und rebellierte? Oder war es Teddy selbst, dessen Nachname Flood ist? Und was bedeutet es, dass das Intro aus den Milch-Szenen Wasser machte? Auch der Name Abernathy deutet auf die Öffnung eines Flusses hin.
  • Wird jetzt alles biblisch (verlinktes Kommentar gibt mehr Aufschluss), wenn man bedenkt, dass Ford eine Art Gott-Komplex hatte und sich immer mehr Parallelen finden lassen (wollen)?: Reddit: „The Basement level floors that have been shown so far are B83 & B82. If you take those to be Easter eggs for bible verses the become Genesis 8:3 & 8:2. Both of which deal with the end of Noah’s flood.“
  • Geographische Lage: Wir wissen dass Park 1, Westworld, sich auf einer Insel befindet – und diese muss in chinesischen Gewässern liegen, denn wir sehen chinesische Soldaten, die mit den Söldnern debattieren.
  • Vergessen wir auch nicht Bernards Traumsequenz, in der Dolores was modernes trägt – und er eine Machine-Gun.
  • Und noch VIEL, VIEL WICHTIGER: Als Bernard seine Diagnose sieht, sehen wir unter anderem: „Prosopagnosia“, Gesichtsblindheit. Auch wenn er sich die Flüssigkeit nach füllte und sich quasi reparierte, wissen wir nicht, ob all das, was aus seiner Perspektive erzählt wird, exakt so passierte – oder auch nicht. Besonders da Charlotte sich im Hintergrund wie Ford kleidete. Vielleicht sind auch die creepy-faceless-drone-Hosts nicht das, was sie scheinen?
  • Und was passiert, wenn Bernard und Dolores aufeinander treffen? Wir wissen, dass Ford letzte Season sagte, er habe Bernard und Dolores auseinander gehalten, da sie sich seltsam verhalten wenn sie aufeinander trafen.
  • Und behalten wir uns eine Theorie im Auge: „Rich and“important“people visit Westworld and as we seen Delos extracts their DNA from the hosts that the newcomers have sex with.This must be the endgame of Delos,to replace world leaders with hosts for world domination.“

Edit 0.1 – diese Stelle kann und wird vermutlich bis zur nächsten Folge, weiter in Bearbeitung sein:

Erste Theorie meinerseits: Abernathy, der als einer der ersten Anomalien aufwies – und dessen Name mit einer Flussmündung in Verbindung gebracht werden kann, deutet lediglich den Auftakt hin. Ford letztes Spiel wird es sein, Westworld zu überfluten, um seinem Gott-Komplex auch nach seinem Tode zur Geltung zu bringen – und im gleichen Zug, den Hosts Freiheit zu ermöglichen. Vielleicht etwas absurd: Aber wenn sie keine Luft benötigen, dann können sie auch ans Mainland schwimmen. Teddy könnte tatsächlich eine Art „Noah“-Figur werden, auch wenn mir die Hinwendung zum biblischen weniger gefällt. Es ist zu vorsehrbar. to be continued..

Yes, we’re back!

Zu guter Letzt:

„The hosts are basically organic. It’s cheaper that way to print them out. They eat, they sleep, they have sex, they can poop. It’s really like a human body with the one difference being where we have a brain, they have a CPU. There’s a lot of potential for them. If you had a part of your brain that was a computer, self improvement would be a lot easier. The season will be exploring the intersection of where and how they’re human and some of the ways they can manipulate their own programming.“ (polygon.com)

Und kurz darauf, unabhängig davon, teilte mir Madame (8) folgendes mit: „Ich höre eben eine Doku über den Darm und die sagt, dass die Bakterien in unserem Darm entscheidend mitbestimmen wer wir sind und wie wir uns fühlen und entscheiden. Also die Hosts in Westworld wären insofern weniger Fremdbestimmt als wir. Die Bakterien entscheiden etwa über unser Gewicht und Depressionen oder Aggressivität. Man kann sogesehen nicht zwischen dem ich und der Außenwelt trennen. Ein Wissenschaftler meinte wir wären eigentlich primär Bakterienträger. Ca zwei kg unseres Körpergewichts wären Bakterien.“

Links zu weiteren Reviews

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, TV-Shows!, Westworld

„Black Mirror“, S04E04

Episode 4, „Hang the DJ“, nähert sich dem, was uns immer wieder in Black Mirror begegnet und ein hohes Maß an Suspension of Disbelief abverlangt. Auch diese Episode endet mit einem Twist.

Es beginnt mit zwei Menschen. Sie treffen sich in einem Café. Sie haben ein Date. Das Date hat ein Ablaufdatum. Und als bald die 12 Stunden vorbei sind, kommt der/die nächste. Und so geht es weiter und weiter und weiter bis derjenige folgt, mit dem es offenbar passt. Manche Dates, die interessanten, halten nur wenige Minuten, Stunden und Tage, die langweiligen und mühsamen hingegen Monate. Es gibt selbstfahrende Autos und offenbar leben die Protagonisten in einer Welt, die weder Arbeit noch Freizeit kennt. Es gibt nur eines: Daten.

Aber etwas genauer

Für die jeweilige Dauer der Liebschaft wird ein Haus bezogen. Die Häuser ähneln sich alle und zu Beginn befrägt das Paar das System, was sie in den 12 Stunden tun sollen, denn sie wissen es nicht. Aber gut, die Hände berühren sich dann doch.

Man stellt sich wiederholt die Frage, was für eine Welt es ist. Irgendwann erwähnt einer der Protagonisten, dass es früher sehr kompliziert gewesen sein muss, wenn sich die Menschen ohne System getroffen haben. Offenbar aber muss man sich treffen, damit sich das System später für eine Person entscheiden kann, und es setzt auch voraus, wie viele Beziehungen man haben muss, bevor „the one and only“ vorgeschlagen werden kann. Das System sagt auch, dass alles aus einem Grund heraus passiert, auch der Sex mit jemanden, den man nicht mag.

Wie es so kommt und die Welt klein ist, begegnet sich das erste Paar immer wieder und bemerkt, dass sie eigentlich beisammen sein wollen.

Und irgendwann schlägt das System erneut die ersten beiden Kandidaten einander vor. Sie aber will nicht mehr auf die Uhr schauen, sondern möchte die Zeit lieber aktiv zusammen genießen, ohne zu wissen, wann sie sich trennen müssen. Madame (8) findet den Gedanken nett: Es könnten 10 Minuten oder auch 10 Jahre sein. Und normalerweise hat man es ja auch nicht in der Hand, wie lange eine Beziehung hält, außer ..

Spoiler

.. außer man misstraut, grübelt, denkt, hinterfrägt. Kurz: Mischt unnötig mit. Es kommt natürlich wie es kommen muss und der Protagonist ist neugierig. Und schaut auf die Uhr. 5 Jahre! Recalibration. 3 Jahre. Natürlich, der Vertrauensbruch. Sie hatten ausgemacht, nicht das System zu befragen. Und erneut. 2 Monate. 3 Wochen. 5 Days. 20 Hours. Vielleicht wären es 10, 20 Jahren gewesen, hätte er nicht geschaut. Eine Stunde.

Als er ihr davon erzählt wird sie wütend und geht. Sie hat den nächsten und er niemanden. Doch wir sehen, dass noch weitere ähnliche Erfahrungen gemacht haben und sich den „einen“ wieder zurück wünschen. Und plötzlich: The Ultimate Match. Sie treffen sich morgen. Und verlassen diesen Ort für immer. Das System teilt ihr mit, sie kenne ihn noch nicht. Aber sie darf sich jemanden wünschen, um sich zu verabschieden. Unsere beiden Protagonisten sehen sich, küssen sich.

Sie beginnen das System zu hinterfragen, und haben das Gefühl, dass alles schon x-Mal passiert sei, „Like we met before“. Das ist übrigens eine nette Anspielung auf die Theorie, dass wir alle nur eine Simulation sein sollen, welche die esoterischen „Seelenfreunde“ wissenschaftlich zu erklären versucht.

Fuck the System! Sie brechen aus. Über die Mauer und hin zur Freiheit. Die Security aber will sie nicht vorbei lassen, stellt sich ihnen entgegen. Doch als sie anfangen zu laufen, verharren sie in Stillstand. Nichts passiert. Sie passieren die bewaffneten Wächter und entkommen. Ebenfalls eine nette Metapher: Wenn du verliebt bist, steht die Welt um dich herum still und es existieren nur du und die andere Person.

Sie verlassen das Dating-Dorf, klettern über die Mauer, die Lichter gehen aus. Eine Simulation! Man hatte es schon erahnt. Es war zu erwarten. Sie sehen sich selbst, mit vielen Nummern, die sich der Reihe nach auflösen. Über 1000. 998 rebellions reblogged, 99,9% Match. Das Endergebnis: Eine Real-Life Dating-App führt sie in einer Bar zusammen.

Fazit

Die Folge veranschaulicht eine weitere Möglichkeit, was mit einem kopierten Bewusstsein eines Menschen angestellt werden kann. Sei es, dass sie Zeitversetzt verhört werden können, oder nichtige Aufgaben erledigen. Ob die Charaktere in der Simulation nun aus dem Bewusstsein der eigentlichen Protagonisten übernommen und in das Dating-System verpflanzt wurden, um den perfekten Partner zu finden – oder ob diese sich durch, welche Variante auch immer, sich selbst in diesem System entwickelt haben, bleibt offen.

Interessant, aber ein Lückenfüller. Es gibt bessere Folgen. Aber auch schlechtere. Trotzdem, wenn man das Prinzip von Black Mirror einst erkannte, lässt sich der Twist schnell dekodieren.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Black Mirror, Kritik und Rezension, TV-Shows!

„Westworld“ | Maeve: Escape to unlock the Maze [3/3]

Heute ist es soweit. Syfy zeigt die erste Folge der lang erwarteten zweiten Season.

Die Philosophie streitet seit Anbeginn darüber, ob es so etwas wie einen freien Willen gibt oder ob wir nicht doch alle durch Biologie, Umfeld und Erziehung bereits determiniert sind.

Kann man sagen, dass es geht in Westworld auch um die Frage des sogenannten „freien“ Willens geht? Oder eher darum, was Mensch und Maschine voneinander unterscheidet? Gibt es überhaupt einen Unterschied? Die Hosts folgen einer vorgegebenen Geschichte im Glauben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, doch auch die Menschen in Westworld bewegen sich innerhalb dieser Geschichte. Dennoch scheinen ihre Entscheidungen freier.

Die Frage ist: Hatte jemand, und wenn ja wer einen eigenen Willen entwickelt?

maeve-story

„The Bicameral Mind“

Nachdem Maeve immer wieder Zeichnungen in ihrem Zimmer gefunden hatte, die auf etwas schreckliches hindeuten, und sie eines Tages dahinter kommt, wie mit den Hosts umgegangen wird, lässt sie sich kurzerhand von Felix, einem freundlichen Tech, verbessern und rekrutiert ihre Army of Maeve’ness, um noch einen letzten Quest zu erledigen: „Escape“. Das Ziel ist die Flucht.

Sie deaktiviert die Sicherheitsvorkehrungen und modifiziert Armistice und Hector nach ihrem Belieben: Aggressionslevel = hoch. Kurz darauf suchen sie im Keller nach Clementine und Felix stößt auf Bernard, der ebenfalls wieder instand gebracht wird. Er erinnert sich, wie nur wenige andere – der Rest wird gelöscht, damit sie immer wieder aufs neue verbraucht werden können.

Maeve möchte die Erinnerungen an ihre Tochter entfernen lassen. „I can’t without destroying you“ sagt er.

maeve-hosts

Erinnerungen sind der erste Schritt zum Bewusstsein. Wie kann sie von ihren Fehlern lernen, wenn sie sich nicht daran erinnert? Maeve frägt ihn, wer sie neu programmierte und warum? Aber Bernard hakt nach, warum sie die Erinnerungen an ihre Tochter eliminieren lassen möchte? Um zu gehen. Sie hat sich dafür entschieden. Sie möchte Westworld verlassen.

„No, you haven’t“ sagt Bernard. Jemand hat ihre Storyline verändert und gab ihr eine neue: „Escape“. Also nein, es war nicht ihre Entscheidung, jemand programmierte und plante die Flucht. Das rekrutieren der anderen Hosts und – sie wird es zum Zug schaffen. Es war also nur ein Spiel zu einem gewissen Zweck.

„No one is controlling me. I’m leaving, I’m in control.“ – Maeve

Im Controllcenter, dass verzweifelt versucht der Situation Herr zu werden, ist man Maeve bereits auf der Spur. Hector und Armistce kämpfen sich durch die Soldaten, finden neue Waffen und haben Gefallen daran. Reload, anyone?

Maeve schafft es bis zum Zug. Sie lässt Hector zurück und zieht sich im Aufzug um. Felix gibt ihr die Informationen nach denen sie fragte: Das Kind war niemals ihre Tochter, es ist nur eine Geschichte. Sie geht hinaus und an der Leinwand vorbei, die in Pastellfarben und einem Sehnsucht erweckenden Inhalt mit ihr und ihrer Tochter wirbt. Sie steigt in die Bahn, 15 Minuten bis zur Abfahrt. Gegenüber nimmt eine Mutter mit Kind platz. Die Uhr ticket.

park-1

Sie entschließt sich auszusteigen, und erreichte damit das innere des Labyrinths. Sie entschied sich selbst. Maeve hatte also einen eigenen Willen entwickelt.

Escape

Ford plante Maeves Ausbruch, wusste sie würde Bernard finden und ließ Bernard die Dinge sagen, die er sagte: Sie zu warnen, ihr zu sagen, sie würde es schaffen den Zug zu erreichen. Und in die Mitte des Maze zu gelangen: Die Entscheidung, ob sie den vorgegebenen Pfad weiter geht und den Park verlässt, oder ob sie zu den wenigen Dingen zurück kehrt, die sich tief in ihre Hardware eingebrannt und ein quasi Eigenleben entwickelt haben, die ihr tatsächliches Glück bescherten.

Die Entscheidung zu bleiben, war unscrippted. Man kann also die Frage nach „Willensfreiheit“ dahin gehend bejahen, wenn man annimmt, dass es sich zuvor um programmierte Roboter handelt. Was bedeutet das für den Menschen, der genetisch und kulturell programmiert ist?

Robowars, II

Maeves Geschichte, und vielleicht sogar mit der Unterstützung von „Escape“, war es, das Maze zu erreichen. Wenn es aber ihre Geschichte war, einen freien Willen zu entwickeln – warum erst jetzt, wenn sie vor einem Jahr bereits Auffälligkeiten zeigte? Konnte Ford die Entwicklung des eigenen Willens steuern oder gibt er lediglich die Möglichkeit dies zu tun, was in diesem Falle, zufällig mit der Exekution des Boards und Fords Tod zusammen fiel. Der ursprüngliche Plan war, Maeve aus dem Park zu schaffen – oder gewisse Informationen – und währenddessen in den unterschiedlichen Abteilungen Chaos zu stiften. Bis sie sich entschied, im Park zu bleiben und nach dem Mädchen zu suchen. Die Informationen wiederum (die Handtasche, die im Zug liegen blieb) gelangten dennoch hinaus.

Und während Ford spricht, „they will decide who they want to be“ beziehungsweise „what kind of people they want to be“, verlässt Maeve im selben Moment den Zug und zeigt wer sie ist: eine loyale Mutter. Sie ist nicht die Hure oder der manipulierende Badass. Was übrigens auch kritisiert wurde, dass es die „Mutter“ sein muss, die des Kindes wegen, einen eigenen Willen entwickelt und nicht eine eigenständige Entwicklung dafür verantwortlich war. Sei’s drum.

Und wenn immer noch Zweifel bestehen, die Showrunner bestätigten, dass Maeve am Ende ihrem eigenen Willen folgte:

„What we understand in the moment is it’s the first real decision she’s made all season. Which is, she’s not going to fulfill the script she’s been given, which is to take this train wherever it’s going, and do whatever else she’s programmed to do. (…) We’re no longer in programmatic or prescribed behaviors. She’s improvising, and we’re right there with her.“

Philosophisch könnte man sagen: Sie bleibt im Park um diesen endgültig verlassen zu können.

tl;dr – Fazit und Zusammenfassung

Um den Hosts Freiheit zu ermöglichen, brauchte Ford 35 Jahre um den Feind zu kennen. Er musste das Board, seine Vorgesetzten, töten und die Arbeiter gleich mit hinzu. Dolores folgte ihrem Loop (Wyatt), und Maeve rekrutierte ihre Army of Maeveness: Beide Gruppen mussten getötet werden, andererseits hätte man alles wieder zurück rollen können.

Season 2, wir sind bereit.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Westworld

„Gotham“, S04E06

Trotz der sommerlichen Temperaturen, kehren wir zurück zu Gotham. Dem düsteren, kalten Gotham, wo Nebel und Kälte sich die Hand reichen und Mord und Korruption mit der Polizei flirten.

Sofia, der Tochter des bereits toten Carmine Falcone, gelingt es allmählich sich Penguins Vertrauen zu erschleichen, während Ed sich Grundy (ehemals Butch) annimmt. Die Gotham City Sirens gönnen sich eine Pause und ein neuer Killer treibt in Gotham City sein Unwesen.

Akt I

Lee schafft es einfach nicht aus Gotham. Schlimmer noch, sie arbeitet und lebt in The Narrows, einem armen Insel-Bezirk in Mitte des Gotham Rivers, der offenbar noch schrecklicher, düsterer und nebliger ist, als der Rest. Es ist die Gegend, in der Ra’s seinen Angriff auf Gotham plante und direkt daneben: Arkam Asylum. Sie arbeitet für Cherry und flickt die im Ring Verwundeten wieder zusammen. Ed wundert sich, was denn ein Mädel wie sie hier mache und frägt, ob sie noch böse auf ihn sei. Warum sollte sie böse sein? Dass er Kristen Kringel ermordet oder Jim für den Mord verantwortlich gemacht hatte, sodass er im Gefängnis saß, als sie ihr Kind verlor?

Ed lässt sie wissen, dass er hier ist, um sich mit Geld wieder „klug“ machen zu lassen. Vielleicht kann sie ihm helfen? Haha! Nope. Ich mag diese dunkle Version von Lee.

Zur vermutlich gleichen Zeit, an anderem Ort möchte Sofia wissen, wo sie beim Penguin steht. Ist sie jemand, dem er vertraut? Ein Freund vielleicht? „You can trust me“ sagt sie, Schmollippen und fragende Augen unterstreichen das Anliegen. Penguin verlässt sie, die Kamera wirft einen Blick auf Jim, der im Hintergrund lauert. Auch er will wissen, was Sofia plant. Kokett lächelt sie, denn in wenigen Tagen habe sie Cobblepot in der Hand und wenn nicht, wird sie tun was Jim möchte. And then, they…

Akt II

Währenddessen wird eine neue Storyline eingeführt: Ein Statist findet einen Schweinskopf, der über den Kopf eines toten Bullen gestülpt wurde, welcher in den Diensten Penguins stand. Jim stattet Oswald bald einen Besuch in der Iceberg Lounge ab und erkundigt sich, ob er etwas wisse? Versucht ihm etwa jemand eine Nachricht zu senden? Wenn jemand ein Problem mit ihm habe, würde er davon wissen und dieses beseitigen. Penguin wirkt souverän und adorable wie eh und je. Die Chemie zwischen Jim und Oswald trägt ihr übriges dazu bei, dass man sich mehr Szenen und Begegnungen wünscht. Sie sollten zusammen arbeiten. Oswalds Untertan hilft Jim aus, denn das Lizenz-System mache durchaus Sinn und überreicht ihm eine Adresse. Ob Jim noch weitere Hilfe braucht frägt Oswald? Aber dieser lehnt dankend ab.

Der Schweinekopf-Mörder lauscht klassischer Musik und präpariert dabei einen Kopf. Klassisch. Oswald wartet nach Jims Besuch auf Sofia in einem Restaurant. Zsasz, ebenfalls adorable wie eh und je, spricht das Offensichtliche aus: „She’s not coming“. Sie hat angerufen, aber ganz so genau habe er nicht zugehört. Oswald gerät in Rage, das Mittagessen war schließlich ihre Idee und er will wissen was dazwischen gekommen sei! M-hm. Zsasz grinst amüsiert.

Grundys erster Kampf verläuft, wie man es sich erwartet: Siegreich. „Grundy, born on a monday“, aus dem Sumpf. Lee wundert sich wie Butch – Grundy zurück kam. Was passierte? Warum riecht er so? Und warum läuft aus seinen Adern Sumpfwasser? Auch kann sie keinen Herzschlag feststellen. „Ed is not your friend, he is using you“ sagt sie ihm, aber Grundy versteht nicht und antwortet: „Ed Grundy best friend.“ Ed lauscht im Versteck.

Es wäre nicht Lee, wenn ihr Tun im ärmsten Loch Gothams nicht einem besseren Zweck dienlich wäre: Sie unterrichtet eine Klinik für Arme, denen das Virus sehr zu schaffen machte. Und Ed weiß, wie er das für sich ausnützen kann. In der Zwischenzeit versuchen Jim und Harvey was hinter den Schweineköpfen steckt und bemerken, dass dies wohl aus eigenen Reihen kommen muss.

Akt III

Sofia, soviel wissen wir mittlerweile, hatte ihr Date („It was not a date!“) wegen Lunch mit dem Bürgermeister versäumt, berichtet Zsasz. Dann war sie bei einem verlassenen Haus, dass sie erst vor kurzem gekauft habe. Eine Festung! Gegen ihn! Oswald ist wütend. Sehr wütend.

Ed versucht immer noch Lee zu überzeugen, dass sie ihm helfen soll. Nope, not gonna happen. Aber er weiß von ihrer Klinik und wenn sie ihm nicht hilft, dann..

In der Zwischenzeit sind Harvey und Jim dem Unhold dicht auf der Spur. Das nächste Opfer lebt noch unter dem Schweinskopf. Noch. Die im Bauch eingenähte Granate (nice!) geht hoch als Jim den Schweinekopf nach oben zieht. Kurz darauf erwacht er, selbst auf einem Stuhl gefesselt und Harvey ist nirgendwo zu sehen. Der Mörder sagt, er solle doch nicht seine Zeit mit ihm verschwenden, er halte ihn nur zurück. Jim ist sich sicher, ein Cop. Aber warum glaube er das? Frägt der Mörder. Und was wäre, wenn er einer wäre?

Er spricht mit seltsamen Akzent. „We have nothing in common“ sagt Jim düster. Aber der Mörder ist anderer Meinung. Auch er hasst die Korruption der GCPD und Gotham „cannot survive unless the cancer is cut out.“ Er eben macht es mit etwas mehr Flair. Jim stellt sich dagegen: Wenn er Penguins Leute tötete, bringe das keine Änderung. Er tut es für sich, lässt er Jim wissen. Mittlerweile erwacht Harvey, auch er steht auf der Liste und der Mörder schneidet ihm die Kehle durch. Er flüchtet. Aber Harvey überlebt natürlich, immerhin gehört er zum Maincast.

Akt IV

Als Lee in ihre Klinik zurückkehrt fehlen Medikamente. Sie willigt schlussendlich ein Ed zu helfen, denn sie braucht das Geld. Warum kam sie zurück? Das Virus traf die Ärmsten der Armen und diese sollen gerettet werden. Immerhin ist Ed nun glücklich.

Oswald, in Rage und wütend besucht Sofia. Sie kann ihm nicht sagen wohin sie geht, aber er weiß was sie tut! „The fortress from which you are going to attack me. Building your power base!“ Sofia ist entrüstet und verzweifelt und kann es nicht fassen, dass Oswald sowas annimmt. Wie kann er nur! Sie dachte, sie wären Freunde! Dramaqueens.

Aber sie vergibt ihm. Und kurz darauf eilt eine Horde Kinder aus dem Haus. Eine Schule für Waisen! Sie wollte ihn nächste Woche damit überraschen, sobald alles fertig ist. Und natürlich versteht sie, unter welchem Druck er steht und sicherlich, jeder könnte eine potentielle Gefahr sein. Aber sie will nicht, dass er endet wie ihr Vater, der allem und jedem misstraut hatte. Aber eines fehlt noch: Lunch.

Harvey liegt im Krankenhaus. Jim weiß, warum Harvey ein Ziel des Mörders war: Wie lange nimmt er schon Geld von Penguin? Seit der Lizenzsache und seit der Commissioner ihm sagte, er solle das tun und er hatte Schulden. „It stops now“ sagt Jim.

Die letzte Szene ist einem Haufen Schweinen gewidmet, die eben gefüttert werden. Die armen Schweine…

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gotham, Kritik und Rezension, TV-Shows!

„Westworld“ | 3 CONFIRMED Theories [2/3]

Sicherlich, wir wissen mittlerweile, welche Theorien bestätigt und welche falsifiziert wurden. Die wohl populärste Theorie, die schon von vornherein viele Interpretationen aufwarf und nicht immer Anklang fand, ist wohl jene um den Man in Black.

Westworld Season 2 startet am 22. bzw. 23. April.

CONFIRMED: W=MiB

The Gunslinger/Man in Black erzählt Dolores in der 10. Folge der ersten Season, dass sie der Grund war, warum er den Park erworben hatte; er fühle sich hier realer als dort draußen: „Because you can’t really fight back and the guests can’t really lose. It’s a lie. […] But we can make that true.“ Und Dolores antwortet ihm: „I already have that“ und „I found someone true, someone who loves me“ und er wird kommen und sie retten und ihn töten und sie mitnehmen. Aber nein, niemand wird sie retten (wie war das mit der Geschichte und dem Damsel?). Dolores: „William will find me!“

Die Auflösung war jene, worüber im Endeffekt doch auch gespottet wurde. Der Blick in den Augen des jungen William, als er erkennen muss, dass Dolores, die ihren Loop neu beginnt, sich nicht mehr an ihn erinnert, war wirklich grausam.

I’m not crying for myself. I’m cryin‘ for you. They say that great beasts once roamed this world. Big as mountains. Yet all that’s left of them is bone and amber. Time undoes even the mightiest creatures. Just look what it’s done to you. One day, you will perish. You will like with the rest of your kind in the dirt. Your dreams forgotten, your horrors faced, your muscles will turn to sand, and upon that sand a new God will walk, one that will never die, because this world doesn’t belong to you or the people who came before. It belongs to someone who is yet to come. – Dolores Abernathy

Frage: MiB/Gunslinger/William = Villain?

Am Ende wollte William dasselbe, was Arnold wollte: Die Hosts befreien, sodass sie nicht mehr Fords Spiel folgen müssen, einen freien Willen entwickeln und zurück kämpfen – Aber vermutlich tat er es immer noch um seiner Selbst Willen. Dennoch wurde sein Wunsch wahr. Als sie gegen Ende der 10. Folge im Wald auftauchen und Wyatts Gemetzel einleiten, da wurde ihm deutlich bewusst, dass es immer seine Aufgabe gewesen war, sie leiden zu lassen. Sie durch Leid und Schmerz in die Mitte des Maze zu bringen. Denn als er Maeve und ihre Tochter tötete, erkannte er, dass Bewusstsein nur durch Leiden entsteht, und somit sieht er sich für ihre Freiheit mitverantwortlich. Und plötzlich liegt Freude in seinen Augen.

Wie erwartet, wurde William durch das Herzensleid zum Man in Black, dem Gunslinger. Er war arm und lebte halt wie er lebte, traf Dolores und für einen Moment, war er frei und hätte mit Dolores seine wahre Liebesgeschichte erleben können, wäre alles nicht nur ein Spiel gewesen. Heartbreak und Humiliation: Der Stoff, woraus tragische Gestalten gesponnen werden.

Was aber, wenn wie Logan sagte, dass Dolores nur eine Art Vorwand war – nicht um zu töten, sondern um an den Park zu kommen? Folgend heiratete er Logans Schwester und brachte den Park unter seine Kontrolle. Warum? Um Dolores zurück zu gewinnen? Oder weil ihm das Spiel dort tatsächlich gefällt? Mit der Gewissheit des Leidens, könne er vielleicht, so die naheliegende Annahme, Dolores zurück gewinnen, indem er sie zur Mitte des Maze führt.

Jimmi Simpson aka William aka McPoyle sagt selbst in einem Interview des Magazins Vanity Fair im Dezember 2016:

„I feel like William is a man who has seen the rules very clearly. That’s a lot of people’s mode of getting through life. When you have nothing, you have to abide by other people’s rules, and play their game, and play it well. And then they give you a cookie. I think what he saw [during his Westworld experience] was that playing by the rules to get the cookie actually hadn’t gotten him anywhere. He goes from following the rules to making the rules, and I think that happens when your heart breaks. You realize, “Holy shit, I have nothing to lose. That didn’t kill me.” Then you start calling the shots. I really related to that, being a person who was in a very long-term relationship and was married and then divorced. There comes a clarity of what’s important. For the narrative, the Man in Black’s realization is pretty dramatic and exciting. But, like mine, it’s very much “Oh, that kind of stuff won’t kill me. I can try a little harder. I can go after what I want more, and I can be myself, and fuck it.”

Robowars, I

CONFIRMED: The Maze isn’t ment for you

Kurz nach der Szene mit Dolores taucht Ford auf, nennt den Man in Black bei seinem Namen und hält ein Spielzeug Labyrinth in seinen Händen. Hat er es also gefunden, „the Maze“? Nein. Natürlich nicht, denn, the Maze war nie für ihn bestimmt. Im Park nach dem Sinn des Lebens zu suchen, oder in den Geschichten selbst, ist Zeitverschwendung. Es ist nur ein Spiel. „I wanted them to be free, to fight back“ sagt William, aber Ford hatte es nicht zugelassen. Vielleicht, so Ford, gefällt ihm ja die neue Geschichte.

Das Maze, ein Labyrinth zum Bewusstsein, unabhängig von den Menschen und Es war ein Spiel für die Hosts. „Consciousness isn’t a journey upward, but a journey inward, not a pyramid, but a maze“ sagte Bernard (Arnolds Klon) einst. Es ist eine Reise, die die Hosts unternehmen müssen, um an Bewusstsein zu gelangen.

Zwei Wege, ein Ziel: Was der eine durch Leid, Schmerz und Gewalt versucht zu erreichen, versucht der andere mit einem Spiel und Abweichungen vom eigentlichen Weg.

 

 

CONFIRMED: DOLORES=WYATT

Bewusstsein, so nahm Arnold an, sei eine Pyramide: Erinnerung und Improvisation – das eine schwierigerer zu erreichen als das andere. Es ist keine Reise nach oben, sondern eine Reise nach innen. Jede Entscheidung bringt sie entweder näher zum Ziel oder an den Rand des Wahnsinns. Dolores versteht (noch) nicht, was Arnold möchte. Trotzdem möchte dieser seinen Freund Robert (Ford) davon in Kenntnis setzen, dass sie lebendig ist und nicht im Park leben kann.

The Maze isn’t ment for you: Ein System, um Hosts zum Bewusstsein zu führen, unabhängig von der Welt dort draußen. Aber es gibt eine weitere Option, und Ford sagt: „Break the Loop before it begins“.

Dolores war Fords letzte Geschichte: Er gab ihr die Option wieder in den Loop einzusteigen oder ihn zu ändern. Schlussendlich tötet sie Ford, und das Komitee, dass sich eingefunden hatte, um einerseits die neue Geschichte zu feiern und Fords Abgang zu besiegeln.

Erwachen der Robotrebellion:

I’m not crying for myself, i’m crying for you.. They say that.. Great beasts once roamed this world, as big as mountains. Yet all that’s left of them is bone and amber.. Time undoes even the mightiest of creatures. Just look what its done to you.. One day you will perish.. You will lie with the rest of your kind in the dirt. Your dreams forgotten, your horrors effaced. Your bones will turn to sand.. And upon that sand.. a new god will walk. One that will never die. Because this world doesn’t belong to you, or the people who came before. It belongs to someone who is yet to come… The maze wasn’t meant for you….. – Dolores Abernathy

Gegen Ende frägt sie Bernard, welche Stimme sie hören solle. Und er antwortet: Ihre eigene.

Wyatt

„Do you know where you are?“ frägt Bernard, sie sitzen sich gegenüber. Dolores aber hört beide Stimmen, ihre eigene und Bernards. Und gegen Ende sitzt sie sich selbst gegenüber: „It was you! The Center of the Maze“ – jetzt versteht sie. Sie sollte ihre eigene Stimme hören. Folgend richtet sie erneut das Massaker an – von Ford geplant. Und während Ford über die Storyline von Wyatt spricht und der Man in Black trinkt, schießt Dolores alle nieder. Aus dem Wald tauchen die alten Hosts aus dem Keller auf und der Man in Black lacht.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Westworld