Archiv der Kategorie: TV-Shows!

Kritiken, Rezensionen, Reviews, Recaps und dergleichen zu diversen TV-Serien.. Manchmal mit Informationen gespickt. Oftmals ohne Inhaltsangabe und lediglich aus Eindrücken bestehend.

„Game of Thrones“, S07E01

Never mess with Arya Stark.

The North remebers!

Achtung, Spoiler.

Episode 1 beginnt mit Arya Stark, wie sie die Sippe der Freys ermordet und sich anschließend auf den Weg nach Kings Landing macht, um Queen Cersei zu töten – was von einem Trupp Soldaten (u.a. mit Schmuse-Singer-Songwriter und BFF von Taylor Swift Ed Sheeran (der auch zu Beginn singt)) mit Gelächter aufgenommen wird. Wie auch sonst, es sind die Soldaten der Lannisters, die in den Norden geschickt wurden und sich auf dem Heimweg befinden. Sie erzählen rührende Geschichten und auch wenn Arya sie eigentlich töten sollte, werden sie wohl am Leben gelassen, immerhin teilen sie einen erlegten Hasen mit ihr. Sei zu einem Fremden nett, dann ist ers auch zu dir.

Und sie endet mit Daenerys Targaryn, die zum ersten Mal seit langer Zeit ihre Heimat Dragonstone betritt und sich sogleich in den verlassenen Hallen ans Werk macht. Die Drachen sind derweil gewachsen – und unter der Festung, soviel findet Sam heraus, gibt es jede Menge Dragonglas. Nachdem Jon also die Nachricht von Sam erhält, wird er sich umgehend auf den Weg dorthin machen und Daenerys bitten, ihm beiseite zu stehen.

Am anderen Ende, beziehungsweise in der Mitte befindet sich Mad Queen Cersei, die damit konfrontiert wird, dass sie von Feinden umzingelt ist. Somit hatte sie nach Euron Greyjoy geschickt, der ihr eine Flotte im Gegenzug für ihre Hand bietet – denn seit er ein kleiner Junge war, wollte er nur eines: die schönste Frau heiraten. Aber Cersei lehnt ab. Jaime atmet auf. Und Aeron kommt wieder, wenn er ein passendes Geschenk für sie hat. Alles in allem liegt es eigentlich in Jaimes Hand seine Schwester zu töten – denn sie sind die letzten verbliebenen Lannisters und nachdem Cersei drauf und dran ist, auch noch den letzten Rest des alten Reiches in den Abgrund zu treiben..

Anders bei den Starks. Bran kehrte eben hinter die Mauern zurück, und wird sich vermutlich auf den Weg nach Winterfell machen. In Winterfell rät Sansa Jon sich nicht so dumm wie sein Bruder und ihr Vater zu verhalten, denn beiden hatte es den Kopf gekostet. Lord Baelish wittert seine Chance aber Sansa durchschaut ihn, sie hat doch einige Dinge von Cersei gelernt – und im Dialog mit Jon, warnt sie ihn, Cersei sei zu allem fähig (nachdem diese möchte, dass Jon sie als Queen akzeptiert). Der geschwisterliche Zank wird alsbald beiseite geschoben, Jon hat nichts für Spielereien übrig, denn: Winter has come.

Und auch die Eis Zombies bekommen einen kurzen Auftritt mit all den Gefallenen, die nun im Heer der Toten kämpfen. Wun Wun! Wir ahnen schlimmes – wenn Riesen wieder auferweckt werden können, dann auch sicherlich.. Drachen? In ebenso garstig winterlicher Stimmung kehrt The Hound zurück und reitet mit den Lord of Light-Anhängern und Wiederauferstanden an einer Hütte vorbei. Die Pferde sind erschöpft, die Männer müde, aber The Hound möchte dort eigentlich nicht Halt machen. Sei nett zu Fremden, dann sind sie auch nett zu dir. Welch Ironie. Er erinnert sich an den Mann und dessen Tochter, die einst in der Hütte gelebt und nun als Skelette auf dem Bett liegen. Die einst ihn und Arya aufgenommen und er sie danach ausgeraubt hatte. Und sie waren beinahe am Hungertod gestorben. Beinahe, denn der Vater hatte die Tochter ermordet und sich folgend darauf das Leben genommen. Right in the feels.

Das beste an der Folge: Neben Aryas Rache Feldzug – Lyanna Mormont! Spin-off! Spin-off!

Jon hatte angeordnet, dass auch Frauen kämpfen sollen, warum sollte er auf die Hälfte Population verzichten. Und Lord Glover frägt, ob er tatsächlich vorschlägt, einen Speer in die Hand seiner Enkelin zu geben. Und Lyanna: „I don’t plan on knitting by the fire while men fight for me,“ und weiter: „I might be small, Lord Glover, and I might be a girl, but I am every bit as much a Northerner as you.” Außerdem, niemand hat ihr zu sagen was sie zu tun habe, auch Lord Glover nicht. So sieht eine Kriegerin aus!

Next! Und es sind nur 7(!) Folgen.

Voraussagen

Ich sage voraus, dass sich Jon und Daenerys bald treffen und er sie um Hilfe bitten wird. Jaime wird Cersei gegen Ende der Season töten, nachdem die Flotte der Greyjoys an die drei Drachen verfüttert wurde (Man frägt sich, wie viel die Viecher eigentlich fressen..). In Season 8 wird man hoffentlich endgültig auf die White Walkers treffen, und Jon und Daenerys heiraten (weil – „A Song of Ice and Fire“ – oder es ging immer nur um Jon und er ist der Sohn von Eis und Feuer..). Arya kehrt nach Winterfell zurück und Lyanna und sie werden beste Freundinnen. Und gegen Ende wird niemand auf dem eisernen Thron sitzen, da all seine Einzelteile für den großen Zombiekampf am Ende der 8. Season gebraucht werden. It is what it is.

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„13 Reasons Why“ und warum ich die Serie jedem ans Herz lege

Erinnert ihr euch an die Grundschule, an die unfairen Lehrer (damals war Pädagogik noch „der Lehrer hat immer Recht“) und die grausamen Mitschüler? Als (verwöhntes) Einzelkind war ich natürlich Zielscheibe Nummer 1 jeglichen Mobbings, was schon im Kindergarten startete: durch die Kinder, deren Eltern und Aufsichtskräfte. Und natürlich war ich selbst daran schuld, dass sagten zumindest die Aufsichtskräfte, die Eltern der Kinder und auch die Kinder selbst.

Es folgt ein persönlicher Bericht über Mobbing und warum ich die Beschäftigung mit der Serie 13 Reasons Why und den angesprochenen Themen für wichtig halte.

Aus dem Nähkästchen erzählt

So war ich beispielsweise daran schuld, wenn die Buben aus der 2. blaue Flecken von meinem (damals herrlich schweren) Schlüsselbund trugen, den ich aus einfacher Notwehr nach ihnen geworfen, oder sie damit geschlagen hatte. Begrapschen war damals (Anfang/Mitte 1990er) noch „Ach, der mag dich doch nur“ – und dieser Meinung war ich nicht. Ich fühlte mich bedrängt und wehrte mich. Und auch die Lehrer waren damals nicht besser: Wenn ein Kind gemobbt wurde, war es selbst oder die Eltern daran schuld und musste büßen. So zwang mich die Turnlehrerin in der 2. Klasse Hauptschule nach der Turnstunde, welche immer die letzte Stunde war, Duschen zu gehen, auch wenn ich nur knapp 100 Meter von der Schule entfernt wohnte. Dass ich damals bereits meine Tage hatte und die anderen Mädchen mich (u.a. deswegen) auslachten, war ihr vollkommen bewusst. Heute wäre diese Lehrkraft (hoffentlich) ohne Frist entlassen worden. Die Geschichte erinnert etwas an Carrie, ich weiß – und auch wenn mir öfters Stifte geklaut wurden und ich nicht selten in Schlägereien geriet, mein Name mit Hänseleien an der Tafel stand, die Lehrer mir die Schuld gaben wenn irgendwas nicht passte, und ich oftmals heulend heim eilte, wurde ich jedoch nie mit Blut überschüttet. It’s something!

Was ich damit sagen will: Mobbing ist und war schon immer real. Entweder trifft es das dicke Kind, das hässliche Kind, das Einzelkind, das türkische Kind, und so weiter – und alle, wirklich alle leiden darunter. Und nicht nur als Kinder, sondern auch als Erwachsener. Aber schauen wir in die Gegenwart.

Damals und Heute

Wenn ich in der Schule gemobbt wurde, hatte ich immer noch mein Zimmer, in dem ich alles beiseiteschieben oder auf mein Fahrrad steigen und durch die Gegend fahren konnte. Ich las meine Bücher, malte, schaute Fernsehen und hörte Musik und alles war (bis zum nächsten Schultag) in bester Ordnung. Vermutlich hielt mich auch das von extremeren Maßnahmen wie Alkoholmissbrauch, Drogenkonsum oder wer weiß was alles, ab.

Heute sieht die Sache anders aus: Cyber-Mobbing. Der Ausschluss aus (Social-Media) Gruppen, das Versenden von peinlichen Fotos in entsprechenden Gruppen, Hass-Kommentare und so weiter sind der Alltag vieler Jugendlicher und ich fragte mich schon immer, wie diejenigen, die gemobbed werden, heute damit umgehen? Kann man damit umgehen? Reicht es, alle Systeme zu deaktivieren? Wie fühlen sich die Betroffenen, wenn jedes Geräusch an die Qualen erinnert? Ich konnte mir damals sagen: „Nur mehr wenige Jahre, dann ist es vorbei und ich muss diese Trottel nie wieder sehen“ – in einer vernetzten Welt wie heute, scheint mir das fast unmöglich zu sein. Außer man schafft den Ausstieg, irgendwie. Vermutlich wird es irgendwann Social-Media-Selbsthilfe-Gruppen geben, die einem helfen sich von sämtlichen sozialen Netzwerken zu distanzieren und ein analoges Leben zu leben. Vermutlich gibt es das schon.

13 Reasons Why

13 Reasons Why greift dieses und noch viele andere, wichtige Themen wie Slut-Shaming und Rape-Culture auf und thematisiert auch die Hilflosigkeit von Erwachsenen und Lehrern. Es braucht, wenn wir uns an eine spezielle Szene erinnern, in dem wir bemerkten, dass auch der Schulpädagoge an seine Grenzen gelangt war, spezielle Skills. Und selbst ich griff mir an den Kopf und dachte mir: „Sowas kann man doch nicht sagen?!“

Worum geht es?

Hannah Baker nimmt sich das Leben. Und das wird in aller unromantischen und desillusionierenden Art und Weise gezeigt. Sie sitzt im Bad und schneidet sich die Pulsadern auf. Ohne Musik. Dass manche Eltern und Medien das Unbehagen verspürten, ihre Kinder könnten dem Werther-Effekte erliegen (benannt nach Goethes „Die jungen Leiden des Werthers“, nach dessen Lektüre zahlreiche junge Menschen Werther folgten und sich das Leben nahmen) kann ich irgendwo am Rande, aber im Endeffekt nicht wirklich nachvollziehen. Es zeigt viel mehr, dass sich die Situation nicht einschätzen lässt. Ein glückliches Kind kann innerlich todtraurig sein und niemand bemerkt es, bis zu dessen Beerdigung. Auch hier gilt: Reden! Aber welcher Jugendliche redet schon gerne mit seinen „Alten“ über Probleme?

Und somit halte ich eine Beschäftigung, eine öffentliche Diskussion mit all den angesprochenen Themen für sehr wichtig und denke/hoffe, dass 13 Reasons Why, wenn auch nur zu einem kleinen Teil, zu deren Enttabuisierung beitragen kann, indem Rape-Culture und Suizid, Slut-Shaming und Mobbing offen besprochen werden. Interessant ist jedoch, dass immer erst das visuelle Medium attackiert wird: Die Romanverlage wird, soweit meine Recherchen, bereits seit Jahren in der Schule gelesen.

/Spoiler on

Hannah nimmt vor ihrem Suizid 13 Kassetten-Seiten auf, um jene, die sie in irgendeiner Weise dazu gebracht hatten, davon auch wissen zu lassen. Einer nach dem anderen erhält die Box mit Kassetten und hört sie durch. Manche auch zweimal. Und jeder, der die Kassetten bereits gehört hat, weiß wer die nächsten und die vorhergegangenen sind. Es sind 13 Leute, darunter auch der schüchterne Clay – der aber gar nicht auf den Kassetten sein sollte. Und hier könnte man Kritik an der Serie selbst aussetzen: Dass es um ein Mädchen geht, dass sich das Leben genommen, aber der nette Bub im Zentrum steht, bei dem man sich ständig frägt: „Aber was machte er nur, dass schlimmer ist wie Vergewaltigung und Mord?“ Die Antwort: Gar nichts.

Wobei diese Kritik entkräftet werden kann, wenn man in der dritten Folge bemerkt, dass es nicht mehr nur um Hannah geht, sondern auch um Alex, Courtney, Jessica und all die anderen. Es geht um die Gruppe Jugendlicher selbst, die sich durch dieses Ereignis miteinander auseinandersetzen müssen. Bis auf Tyler – der wird nach wie vor ausgeschlossen, denn niemand mag einen Stalker.

Nähere Betrachtungen

Ich picke mir nur wenige heraus, die mir besonders ins Auge stachen.

Alex

Die Geschichte beginnt damit, dass Justin (der Basketballer mit drogensüchtiger Mutter und Meth-Freund) Hannah ausführt und ein Foto von ihr auf der Rutsche macht, dass Bryce (Sportler, Liebling aller und Sohn reicher Eltern) an alle in der Schule versendet. Slut-Shaming Deluxe – was allerdings auch nicht aufhört, als Alex (Sein Vater ist Polizist und Waffenfanatiker, den Alex immer mit Sir anspricht) eine Liste veröffentlicht, in dem er Hannah und Jessica (Die Chearleaderin, Ex von Alex und Freundin von Justin) gegenüber stellt.

Alex ist schlussendlich auch derjenige, der dafür ist, dass die Tapes veröffentlicht werden – weil, warum nicht? Er ist dafür, dass Bryce seinen Taten entsprechend bestraft werden sollte: „Wanna know what’s worse than being a rapist? Hiding behind one. Fucking justifying a fucking rapist, that’s worse.“

Und er fasst die Gruppe hervorragend zusammen: Tyler, der Stalker, den niemand mag. Ryan (der schwule Poet) sei ein arrogantes Arschloch und Zach (einer der Sportler) ein warmherziger Idiot. Sherry (die Chearleaderin) ist dafür verantwortlich, dass der nette Sportler, dem Clay Nachhilfe gab (Klischees ohne Ende), bei einem Unfall ums Leben kam, in Alex Worten: „Got a kid killed“ – Und da wäre Courtney, die halt lesbisch ist und Marcus (der Hannah mit samt seiner Clique ausführte, nachdem er sie eine Stunde warten ließ und sie dann begrapschte), der nur auf seinen Ruf achte – und Alex. Er war einfach nur ein Loser, der Leuten wie Justin und Bryce (den coolen Sportlern) gefallen wollte. Alex reflektiert offen und will Gerechtigkeit.

Und ja, wir alle haben Alex vergessen – der ebenfalls zu suizidalen Gedanken neigte und es gegen Ende ebenfalls durchzieht.

Courtney

So ist es fast ein wenig ironisch, dass Courtney, die zwei homosexuelle Väter hat, selbst lesbisch ist. Aber nach all dem, was sie an Hass und Mobbing an ihren Vätern miterlebte, möchte sie ihnen das nicht (nochmal) antun. Clay frägt natürlich in jener Szene, sie befinden sich bei Hannahs Grab: Ob ihr das, was die Menschen denken, wichtiger sei, als Hannahs Leben? Wir erinnern uns an das Foto, dass Tyler von beiden geschossen hatte, als sie sich (nach einer Menge Alkohol) küssten. Schlussendlich entschuldigt sich Courtney am Grab von Hannah, bleibt ihr aber trotzdem immer noch feindselig gegenüber, worauf sie Ryan (der schwule Poet) immer wieder bissig hinweist. Sie ist mit der Version, wie Hannah die Geschichte geschildert hatte, nicht einverstanden.

Trotzdem darf man ihren Fall nicht klein reden – auch sie leidet unter gesellschaftlichen Standards.

Clay

Man muss sagen, dass Clay die besten Lines hat. Als er eine Gruppe von Austauschstudenten durch die heiligen Hallen der Bildung führen sollte, erwähnt er in sarkastischem Tonfall, dass diese Poster – die auf Suizid und Hilfe hinweisen – nur da hängen, weil sich ein Mädchen umgebracht hat. Und warum? Weil man sie scheiße behandelt hat. Er spricht die Feindseligkeiten an, die jeder ignoriert, und alle seien doch so nett – bis man sich umbringt.

So auch zum Schulpädagogen Mr Porter:

„She walked out of school went home and put some things in order. She returned her uniform to the Crestmont where I worked with her. She didn’t say anything. She dropped it on the counter and walked away. She dropped a package off with a friend, then took another to the post office. Then she went back home, put on some old clothes, she went into the bathroom, filled the tub, opened the box of razor blades she took from her parents‘ store that morning. She got into the tub still with her clothes on, slit her wrists and bled to death. And she died alone. And you could have stopped it and I could have. Justin Foley could have and a dozen other people, at least, but we didn’t.“

Die Anderen

Die Haltung der Schule ist ebenso interessant: Sie sagt, es gäbe kein Mobbing und doch sind die Wände der Toiletten voll beschmiert mit Hassmeldungen und Grässlichkeiten. In jeder Schule passiert Mobbing. Das sich die Eltern von Hannah mit 200 000$ abfinden sollen, ist mehr Hohn als Gerechtigkeit.

Interessant finde ich auch die Tatsache, wie hilflos alle beteiligten Eltern und auch der Schulpädagoge dargestellt werden und das ist gut so: Erwachsene haben nicht immer alle Antworten und Lösungen parat. Erwachsene scheitern genau so, nur wird diese Tatsache auch in unserer Gesellschaft eher totgeschwiegen, als zur Kenntnis genommen und akzeptiert, dass es halt passiert. Der Schulpsychologe beispielsweise frägt Hannah, ob sie Nein gesagt habe – Hannah verneint und er fragt sie, ob sie sich gewehrt habe – Hannah verneint und er meint, ob sie es dann nicht vielleicht doch auch wollte?

Diese Szene vermittelt so vieles: Erstens braucht es gewisse Skills um mit solchen Fällen um zu gehen; zweitens ist diese Art der Argumentation so unfassbar falsch, Stichwort Victim Blaming. Und drittens zeigt sie wie hilflos er selbst ist, und dass die Ausbildung bei Pädagogen sich vielleicht weniger um zahlreiche Buntstifte und Karteikärtchen, sondern mehr um essentielle Dinge wie all jene kümmern sollten, die in der Serie angesprochen werden.

Und da wäre noch Hannah

Vieles hätte verhindert werden können, wenn Hannah sich bewusst gewesen wäre, was wirklich passiert. Mehrfach war sie sexuellen Handlungen ausgeliefert, für die sie nicht ihre Zustimmung gegeben hatte. Sie hatte sich verlassen gefühlt und einsam. Alex und Jessica waren in ihren Augen zunächst Verräter, da aus drei nun doch wieder zwei geworden waren, und so sehr sie sich mit anderen anfreunden wollte, der „Schlampen-Ruf“ hing ihr nach.

Und selbst Clay, so dachte sie, müsse abgestoßen von ihr sein. Sie macht sich selbst für all das verantwortlich, empfand sich als Last für alle anderen und man wünschte sich immer wieder während der Serie: Es war ein Witz und sie taucht lachend auf. Bis Tony (der schwule, katholische Lateinamerikaner mit Mustang, und Ex von Ryan) Clay erzählte, wie er das ganze beobachtet hatte. Hannah ist tot.

Fazit

Man hätte Hannah sagen müssen, es sei nicht ihre Schuld, das gesamte System ist daran schuld: Das, was die Gesellschaft akzeptiert und vor allem verschweigt. Man hätte sie dabei unterstützen sollen zu verarbeiten, was sie beobachtete und was ihr selbst passiert ist.

Sexuelle Belästigung, passiert – aber da sie unangenehm und viele wissen vermutlich auch nicht, wie sie damit umgehen sollen, werden Klagen beiseite geschoben („Gibt‘s bei uns nicht“) und verharmlost („Mei, is ja nur a Kompliment“) beziehungsweise die Diskussion in eine komplett andere Richtung gelenkt („Vielleicht war der Rock zu kurz?“). Vergewaltigungen, passieren – und werden stigmatisiert in dem aller Welt das Gesicht des Opfers gezeigt werden muss und dahingehend verhöhnt, dass „es ja manche Frauen mit Absicht machen, um an Geld zu kommen“. Und auch Mobbing passiert. Nicht nur in der Schule, auch in der Arbeitswelt und im Umfeld. Um sich dessen bewusst zu werden, müssen die Dinge thematisiert werden, diskutiert und reflektiert. Es muss ein Bewusstsein darüber entstehen, „wie sich wohl der andere fühlen mag“ und was einfache Sprüche auslösen können.

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„Gotham“, S03E19

Zusammenfassung der Episode: Guilty! Guilty! Guilty!

Zweite Zusammenfassung der Episode: Edward, Edward, Edward, Edward, Edward, Edward.

Jim und Harvey, eine kaputte Eule und Fox und Alfred

Harvey und Jim versuchen die geheimen Verstecke des CoO ausfindig zu machen und stoßen in einem Keller auf einen (geheimen) Raum. In der Mitte steht eine (geheime) Eule, die, als sie mit der Taschenlampe angeleuchtet wird eine (geheime) Karte von Gotham zeigt, auf der verschiedene Orte markiert sind. Als gleich das Geheimnis der Eule gelüftet ist, wird sie durch eine Explosion komplett zerstört. Obvious things are obvious.

Barnes steht im Licht: GUILTY! Und Jim wird k.o. geschlagen. In der GCPD herrscht Grau in Grau. Jim sitzt angekettet auf einem Stuhl und wird gefragt, mit wem er noch geredet hat. „You can go to hell!“ Jim, der Feind Gothams und Barnes mimt Jury, Jugde und Excutioner! Und er wählt als Strafe den Tod durch Enthauptung. „The Virus was a gift!“ Davon ist Barnes fest überzeugt und alsbald ist von Jim angewidert, der sich wie Lee aufführt: beide verstehen nicht worum es geht und welche Möglichkeiten sich eröffnen. Irgendwelche letzten Worte? Der klassische Fehler aller Superbösewichte. Jim möchte als ehrenhafter Mann mit seiner Marke und als Soldat sterben.

Plötzlich landet eine Granate in der GCPD und draußen herrscht Tageslicht. Tatsächlicher Sonnenschein! Kein Nebel! Blauer Himmel strahlt über Gotham! Barnes flieht. Und als sich Jim auf den Weg zu Kathryn macht ist es bereits wieder ein Grau in Grau. Bei all den Logik- und Regiefehler, die sich immer wieder bei Gotham einschleichen, darf diese Tatsache wohl nicht über-symbolisiert werden, dass während der Außen-Aufnahme einfach gerade die Sonne geschienen hatte.

Alfred und Harvey beraten in der GCPD gemeinsam über einer Karte ihr weiteres vorgehen. Alfred erzählt Harvey von der Eule die sie einst gestohlen haben – wir erinnern uns an die unglaublich unrealistische und physikalisch unmögliche Szene – die allerdings auch zu Bruch ging.

Jim hat derweil Kathryn im Verhör: Wo ist die Bombe? Wo ist Bruce? Und wir finden heraus, sie ist nicht die Anführerin des Court of Owls, sondern nur eine Mittlerin, ein einfaches Mitglied. „You don’t know anything“ sagt sie. Alfred stürzt herein und sie höhnt, dass das „Bad-Cop-Good-Cop“ Spiel doch langsam etwas langweilig werde. Er nimmt ein Messer und rammt es ihr durch die Hand: Butler, nicht Cop.

Kurz darauf poltert es und Schüsse fallen. GUILTY! Barnes zerlegt die Einrichtung der Polizeistation, inklusive Rauch. Mit seiner Guilty-Triade darf er den Big Bad dieser Episode spielen, schneidet Kathryn den Kopf ab (WTF!!) und wird von Jim mit einer Shotgun angeschossen, aber er entkommt.

Lucius Fox macht darauf aufmerksam, dass das Virus verschwunden sei. Nur, wer hat es?

Evil Lee is evil

Lee träumt von Mario. Sie sitzt am Feuer und er erzählt ihr, dass er die Dunkelheit, den Virus, in sich hatte. Die Szenerie kommt ihr zu real vor. Und er sagt, sie solle trinken. Plötzlich hält sie ein Glas mit Blut in der Hand. Verschreckt wacht sie auf. Das halb ausgetrunkene Glas mit Rotwein wird achtlos auf den Boden geworfen.

Kurz darauf sucht sie den verrückten Hutmacher Jarvis Tetch auf. Albträume verfolgen sie Nachts und sie gibt Jim die Schuld dafür. Sie frägt den Hutmacher, warum er Mario infiziert hat? Warum nicht sie? Und Tetch erinnert sie an die Teestunde und wie sie Jim angesehen hatte. „That love was doomed“ – von Anfang an. Und da Gordon für den Tod seiner Schwester Alice verantwortlich ist, habe er keine Form von Liebe verdient; und so musste die Liebe, die Lee für ihn empfand dem Hass weichen. Und es funktionierte! Wem gilt es die Schuld zu geben? „Who’s to blame?“ Die Frage ist eine Rhetorische: „I am“.

Am Ende der Folge möchte Lee Gotham verlassen – was sie oft möchte: „I’m done with this place.“ Sie nimmt das Virus, dass sie aus der GCPD gestohlen hat und injiziert es sich selbst. Evil!

Nygmobblepot!

„You’re alive!“ Ed ist schockiert und erstaunt zugleich, Oswald in der anderen Zelle zu sehen. Zur Sicherheit tatscht er ihm auf den Kopf. Wir erinnern uns: Nygma halluzinierte eine hyper-gay-Penguin-version, inklusive Musical. Und wir erinnern uns weiter: Ed wollte den Court kennen lernen und der Penguin hatte einen Anschlag vereitelt.

„Newsflash Ed, I’m not dead.“ (Penguin)

Edward besteht darauf, dass Penguin ihn „The Riddler“ nennt, aber Pengy (so nennt ihn Ivy, er hasst es) weigert sich und nennt ihn Edward. „That’s your name, isn’t it? Edward? Edward, Edward, Edward, Edward, Edward.“ Ed ist sichtlich genervt und fragt ihn, ob es ihm nur darum geht, dass er ihn nicht „zurück liebt“? „Get over it!“ ruft er, aber das ist nicht was der Penguin sagen will: „In shooting me, you gave me something to live for – Revenge“ antwortet der Penguin. „You are difficult to kill. More cockroach than Penguin“ sagt der Riddler. Beide sind drauf und dran sich gegenseitig zu töten.

Aber zurück zum eigentlichen und der Frage, deren Antwort wir bereits kennen: „Who runs Gotham?“ Es kommt, wie es kommen muss und die beiden müssen zusammen arbeiten um der Zelle zu entfliehen. 6 Stunden gilt Neutralität: „No sabbotage, no murder.“ Der Penguin täuscht mit wabbliger Götterspeise vor von Ed ermordet zu werden und siehe da: Es funktioniert. Sie sind frei.

Riddler: „Your death scene was quite convincing.“
Penguin: „I’ve had some practice.“

Ohne Worte..

Als sie draußen sind bekräftigen sie noch mal das Abkommen. Der Riddler höhnt, wen er denn hätte? Und Oswald sagt, die Freaks von Hugo Strange. Ihre Wege trennen sich. Zeit sich aufzustylen und dem anderen mit Stil und Charme gegenüber zu treten, sich in die Arme zu fallen und..

Catwoman, I

„Where is Bruce?“ frägt die Katze, die sich in das Anwesen geschlichen hatte, und von Klon-Bruce, der sie bereits erwartet hatte, überrascht wurde. Ohne lange zu zögern, greift sie ihn an. Der Kampf ist kurz, aber gut. Alfred kommt dazu und versucht Selina aufzuhalten, aber auch er bemerkt den Klon und wird niedergeschlagen. Logik-/Regiefehler: Alfred hat keine bleibende Narbe. Solch ein Budget und solche Fehler.

Als die Katze wieder erwacht, bittet Alfred sie um ihre Hilfe. Es ist rührend, wie sehr Alfred die Vaterrolle einnimmt und leidet, so unfassbar leidet, dass sein Junge in so großer Gefahr ist. Die Katze sagt: „No.“ Und Alfred geht auf Level 2. Bruce war ihr immer ein loyaler Freund. Ob sie noch sauer ist, weil er ihr gezeigt hatte, wer und wie ihre Mutter tatsächlich ist? Selina ist hin und her gerissen und frägt, was für sie dabei raus springt und Alfred marschiert auf die 180 zu: Wenn sie jetzt ginge, sei sie keinen Deut besser. Solle sie doch davon rennen und sich hüten, jemals wieder zurück zu kommen.

Batbruce, III

Der Zen-Meister führt Bruce zu einem Safe. Dort soll er die weiße Perlenkette seiner Mutter, die die emotionale Verbindung zum Tod seiner Eltern symbolisiert (die Kette zersprang in Einzelteile), hinein legen. Aber er zögert und die Hand zittert: „I can’t.“

Der Zen-Meister zeigt Bruce den CoO, der für den Mord an seinen Eltern verantwortlich war, aber mit seiner Hilfe, wird sich Gotham ändern und der Court verschwinden. Erneut taucht der Safe auf und dieses mal schafft es Bruce, die Kette hinein zu legen. Und? Was fühlt er an den Gedanken seiner Eltern. „I feel nothing“ – Und sogleich erkennen wir den Fehler:

Der Schmerz, der ihn sozusagen zu Bruce Wayne machte, ist weg und er gleicht einer Art Waffe, die sich nach belieben manipulieren und einsetzen lässt.

Gotham ab.

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„Doctor Who“, S10E03, S10E04 und S10E05

Je mehr es dem Ende entgegen geht und Peter Capaldi sich in einen neuen, noch unbekannten und sicherlich (tragischerweise!) nicht in einen von Katherine Parkinson gespielten Doctor regenerieren wird, desto mehr beginne ich ihn zu mögen. Kaum zu glauben aber wahr, nach dem 10. Doctor brauchte ich 2,5 Seasons um mit Matt Smith warm zu werden und als er ging, war es ein trauriges Ereignis. Sie wachsen einem ans Herz und dann gehen sie.

Folge 3

Wir befinden uns im London des 19. Jahrhunderts (1814). Die Themse ist zugefroren und in der Ferne ist ein Elefant zu sehen.

„The TARDIS is always looking for trouble, a bad girl“ so der Doctor über sein blaues Gefährt. Und Bill frägt sogleich: „Now we do stay out of trouble“? Ha! Never. Aber was sind die Regeln? „Stop worring about it!“ sagt der Doctor mit seinem unglaublich charmanten schottischen Akzent. Hakuna Matata, it means no worries.. for the rest of your days.. Erneut werden unsere Erinnerungen etwas aufgefrischt und das mitnehmen eines Flyers wird noch keinen Butterfly-Effect auslösen. Und sicherlich wirkt sich alles auf die Zukunft aus, so wie auf jeden einzelnen Tag ein anderer Tag folgt. Und gibt es irgendwelche Nebenwirkungen vom Zeitreisen? So wie die Lichter unter den Füßen? Und was ist mit seinem „Magic Wand“? Bei aller Ehre, aber „Magic Wand“? It’s a Sonic Screwdriver! Und sogleich wird dieser von diebischen Straßenkindern stibitzt. Wir erfahren in dieser Folge, dass das London des 19. Jahrhunderts multikultureller war, als die „weiß gewaschenen“ Geschichtsbücher einem vermitteln wollen.

Und siehe es da, sogleich stirbt ein Kind und der Doctor kann nichts ausrichten und die Lichter kreisen unter dem Eis herum. Bill nimmt das sehr mit. Sie hatte noch nie jemanden sterben sehen. Und der Doctor sagt, dass die Optionen was getan werden könnte, eher limitiert seien. Hat der Doctor schon Menschen getötet? Sie hätte mit dem 10. Doctor keine Freude gehabt. Der Doctor bejaht. Wie viele?

Back to Topic. Es gibt nur eine Möglichkeit den Lichtern auf die Spur zu gehen. Der Doctor organisiert Tauchanzüge, sie tauchen in die Tiefe der Themse hinab und erblicken sogleich ein armes Tier, dass klägliche Laute von sich gibt und einsam ist. Wir erinnern uns an eine ganz spezielle und grausame Torchwood-Folge, in der Alienkreaturen bei lebendigem Leibe von Menschen geplündert wurden. Laut dem Doctor war die Kreatur schon immer da. Aber was passiert nun ihr? Man muss sie frei lassen, aber wie? Bill soll die Anweisung geben, sie gibt die Richtung vor. „Save her.“ Gesagt getan, der große Fisch darf frei sein und zieht nach Grönland. Der Lärm auf der zugefrorenen Themse hatte die Lebewesen, die sich darunter finden, gestört.

Zurück auf der Universität klopft es hinter der Tür. Nardole ist wegen des Vorfalles entrüstet. Nach einen kurzen Disput treffen sie die Übereinkunft: Der Doctor darf weiterhin in die Freiheit.

Folge 4

Bill und ihre Freunde ziehen in ein wunderbares, altes, knarrendes Geisterhaus. Ein Haus, wie es sich wohl ein fast jeder von uns wünschen möchte wenn man jung und aktiv ist. Große Zimmer, mystisch und gespenstisch. Hervorragend für eine WG geeignet. Der Vermieter ist freundlich und ein wenig erinnert die Geschichte an das Märchen mit dem Westflügel, der nicht betreten werfen darf (in dem sich dann die Köpfe der einstigen Geliebten befinden, die sich nicht daran gehalten haben). Der Turm ist verboten. Der Doctor ahnt bereits etwas und stellt sich als Onkel vor wird als Großvater vorgestellt.

Das Haus stammt aus den 1930ern, es gibt keine ordentlichen Steckdosen und sowieso kaum Technik. Der Doctor ist fasziniert. Bill macht klar, dass ihr „Großvater“ nicht erwünscht ist. Er sei zu alt und zu seltsam. Ihre Freunde allerdings sehen das anders. Bis auf einen, der ständig in seinem Zimmer sitzt.

Und es ist, wie es in einem klassischen Horrorfilm immer ist: Türen und Fenster schließen sich abrupt, Alienkäfer kriechen heraus und das Holz saugt die sich wundernden und ängstlichen Menschen ein. Es knarrt und krächzt, alle geraten in Panik und manche rennen die Treppen hinauf. Natürlich! In diesem Falle sogar gerechtfertigt, denn die Enkelin befindet sich im Turm – und diese gilt es aufzusuchen. Immer und immer wieder finden sich Hinweise. So erfahren wir die scheußlich grausame Geschichte dahinter: Es gibt weitere verschwundene, 6 an der Zahl: Alle 10 Jahre nährt sich das Haus von jungen Menschen!

Der Vermieter macht die Käfer mit einer Stimmgabel gefügig. Groots Freundin kristallisiert sich hinter dem Kasten hervor. Die Tochter braucht Menschen um zu überleben. Und irgendwann kommen wir drauf, es ist nicht mehr der Vater, es ist der Sohn, der die Mutter retten wollte und die Larve konnte das (Shit happens – falsche Alienrasse, die Tok’ra wären in diesem Fall sinnvoller gewesen). Doch die hölzerne Mutter sieht die Sinnlosigkeit und gibt die anderen, heute gefressenen, wieder zurück. Sie umarmt ihren Sohn und beide sterben gemeinsam. Das Haus bricht zusammen.

Am Ende sehen wir, wie der Doctor in den Tresor geht. Ein Piano erklingt: „We’re both Prisoners.“

Folge 5

“Space … the final frontier. Final because it wants to kill us. Sometimes we forget that, start taking it all for granted — the suits, the ships, the little bubbles of safety — as they protect us from the void. But the void is always waiting.”

Space Zombies! Die 5. Folge der 10. Season leitet mit einem Zitat aus Star Trek ein: The Final frontier – it wants to kill us.Und der Doctor belehrt uns in Physik beziehungsweise Astronomie, dass man sicherlich 12 Sekunden im Luftleeren Raum überleben kann, aber nur wenn man atmet, da der Druck sonst die Lungen zerreißen würde. Druck sei das Hauptroblem: 15 Sekunden Maximum, 19 – dann ist man tot. Ich würde wirklich gerne seine Lehrveranstaltungen besuchen.

„You’re missing space“ stellt Nardole fest und der Doctor antwortet: „Going to space is exactly like camping.“ Exactly!

Währenddessen werden uns Space-Zombies vorgestellt. Sie laufen, wie Zombies eben laufen: Langsam und trottend und sie sind tot. Man muss leider auch sagen, dass Nardole als ziemlicher Spielverderber auf den Plan tritt. Er mahnt den Doctor erneut, dass er sich einer speziellen Aufgabe verpflichtet hat und diese auch ausführen soll. Aber der Doctor braucht das Abenteuer, den Notruf und die Gefahr! Und genau deswegen braucht er einen Companion, der ihn zurück hält – aber das wussten wir beim 10. schon – denn auch (Doctor) Donna riet ihm dazu. Bis auf Clara. Gegen Ende war es Clara, die das Abenteuer suchte und vielleicht wird sie deswegen bei allen so genannten Fans verhasst, weil sie, mehr oder weniger, nach dem Abenteuer suchte und sich dadurch von der Nebenrolle zur Hauptrolle entwickelte. Ganz gleich. Ich liebte Clara.

Gut. Wir befinden uns im Weltraum und die Station hat durch die TARDIS ausreichend Atmosphäre bekommen. Unlicensed oxygen detected. Doch wir finden heraus, dass man eigentlich für die Luft bezahlen muss. Man soll nur soviel nutzen, wie man auch tatsächlich braucht. Da die Maschine aber heraus gefunden hatte, dass das System nicht ausreichend Profit abwirft, wird die Station abgeschaltet und die Leute nach und nach getötet.

„Captialism at its best.“

Jeder Suit hat eine gewisse Anzahl an „breathes“ verfügbar und Luft muss gekauft werden. Sie treffen auf die letzten Überlebenden. Es wird geredet, erklärt und einen Ausweg gefunden. Die Geschichte neigt sich dem Ende zu und Bills Anzug, den sie davor noch finden hatten können, funktioniert plötzlich nicht mehr. Nun ist es Zeit die Lektion, die der Doctor gelehrt hatte auch anzuwenden: Sie soll nicht ihre Luft anhalten, oder ihre Lungen explodieren. Der Doctor setzt ihr gegen Ende den Helm auf, Bill überlebt. Doch der Doctor ist erblindet.

Next!

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„The Walking Dead“, S07E15 und S07E16

Seasonfinale! Spät aber doch. Was mir von den beiden Folgen noch stark in Erinnerung geblieben ist, ist die Musik. Die teilweise an die 1980er erinnernden Instrumentalstücke, die so gänzlich surreal und so .. entfernt und distanziert wirkten.

Oceanside

Es kam wie es kommen musste und Tara hatte das Versteck der Frauen von Oceanside preisgegeben. Erwartungsgemäß fühlte sie sich schlecht. Zurecht. Binnen kürzester Zeit erreicht eine Gruppe das Lager und Tara hatte sich im Haus versteckt. Offenbar ohne Probleme. Cindy (meine Güte, die ganzen Namen) ist wütend, sie hätte sie gleich von Anfang an töten sollen. Hätte sie. Aber Tara hatte keine Wahl: Sie brauchen ihre Waffen. Entweder jetzt oder die anderen (unter der Leitung Ricks) greifen ein. Aber die Frauen von Oceanside sind davon überzeugt, dass es kein Gewinnen gibt – der Schmerz über den Verlust sitzt noch immer tief. Zu spät. Rick löst Explosionen aus und stürmt das Lager. Taras Waffe war übrigens leer, denn wieso solle sie jemanden verletzen wollen? „No one needs to get hurt!“ – einer von Ricks Lieblingssätzen, bis er sämtliche Leute im Kampf verliert. Nach und nach können weitere Amazonen für den Endkampf gewonnen werden und als die alte Frau nicht möchte und sich weigert und mit einer Waffe droht, wird sie von Cindy nieder geschlagen. Die Freiwilligen ziehen mit Rick und den erbeuteten Waffen von dannen.

Hilltop

Bosslady Maggie regiert Hilltop und Gregory weiß das. Schlimmer noch, dass manche seiner Leute Zeuge wurden, wie Maggie ihn vor einem Zombie retten musste und lässig sagte: „Er übt noch“- Gregory hat sein Gesicht verloren, endgültig. Maggie for president! Maggie, die immer wieder in Sashas Tagträumen auftaucht, in Rückblenden oder Erinnerungen. Maggie, die schwanger ist und deren Kind sich bald zu Judith gesellen und damit Cooral mit Enit zum Babysitten verdonnert.

Sasha

Sasha, wir erinnern uns, zog es vor gegen Negan alleine an zu treten und landet in Daryls alter Zelle. Negan, freundlich wie eh und je, erledigt den Fast-Vergewaltiger und gibt ihr ein Messer. Sie kann ihn damit töten, sich selbst oder den bald erwachenden Walker. Oder: Sie hilft Negan. Negan, der sie eben gerettet hatte. Aber Sasha zieht den Suizid mit Eugenes Hilfe vor, auch wenn er ihr dazu rät, das Angebot anzunehmen. Man könne schließlich nicht ewig rennen. Natürlich nicht! Und besonders dann nicht, wenn man sich eine hervorragende Position erschummeln konnte. Die Tabletten, die er einst für die Mädchen von Negan entwickelt hatte, gibt er nun Sasha – die in einem Sarg in Richtung Alexandria anreist – und dort, erwartungsgemäß als Zombie heraus klettert. Live long and prosper!

Alexandria

Zu Beginn der letzten Folge stellte sich Dwight Rick gegenüber, der sich aus Negans („I am Negan, we’re all Negan“) umklammernden Griff befreit hatte und nun für die Freiheit unter Ricks Führung kämpfen möchte. Denise (deren Freundin er erschossen hat) möchte ihn tot sehen und Daryl ist drauf und dran ihr diesen Gefallen zu tun. Aber lässt es schlussendlich. Dwight wird eingespannt bei Negan zu spionieren.

Dass der vorbereitete Plan Negan eine Falle zu stellen natürlich daneben gehen muss, ist klar. Was wäre eine ganze Season Vorbereitung ohne Fail? Alle sind in Position und Eugene steht auf dem Truck. Wird Rick Eugene erschießen? Und als die vorbereitete Bombe nicht zünden will.. kommt es wie es kommen musste.. Jadis und die Schrottplatzkids sind und bleiben Trash. Negan hatte ihnen ein besseres Angebot unterbreitet, was diese bereitwillig angenommen hatten.

Als der große Kampf mit berittener Kavallerie und einem CGI Tiger (der Coooral vor Lucile rettet) und einer ganzen Menge Mannes- und Frauenkraft (Carol!! Maggie!!) von statten ging, spürte auch ich, die immer höhnisch und sarkastisch lästert, eine Träne in meinen Augen. Ja wirklich! Meine Augen wurden feucht vor Freude. Diese liebevolle und zugleich starke Inszenierung des endgültigen… wtf? Negan lebt noch immer? Es geht weiter? Das war erst der Anfang? Ich Naivchen, hatte ich doch tatsächlich geglaubt, der Kampf gegen Negan fände nun sein Ende..

Auf zu Season 8! Die vermutlich in kürze, also im Oktober 2017 bei AMC zu sehen sein wird. Yay! Derweil begnügen wir uns mit Fear the Walking Dead in seiner aktuell dritten Runde. Und ich gebe offen und ehrlich zu: Der Ableger gefällt mir um einiges besser, und nicht nur – weil eine Frau mittleren Alters (geb. 1965) die Hauptrolle mimt, sondern weil.. dazu kommen wir noch. In einem eigenen Beitrag. Demnächst.

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Doctor!? Explain?

Gefunden, darüber amüsiert und geteilt:

Zugegeben, als ich den 12. Doctor mit Sonnenbrille und Gitarre erblickte, konnte ich die Sache nicht ganz so ernst nehmen. Als ich dann recherchierte und heraus gefunden hatte, dass Peter Capaldi in seinen jungen Jahren in einer Punk-Rock-Band Leadsänger/Gitarrist war.. sah die Sache schon anders aus. Fotografien finden sich hier.

Hörbeispiele hier:

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„Gotham“, S03E18

The Court of Owls braucht das Virus, erzählt der verrückte und reimende Hutmachter. Barnes bekommt vom Ninja-Masken Typen eine seltsame Substanz injiziert. Und wir sehen Dr. Hugo Strange wieder, der zwangsbeglückt für den Court arbeiten darf. Er hatte heraus gefunden, dass aus dem Blut, dass zuvor notwendig gewesen war um jemanden zu infizieren, es möglich ist, eine Gasbombe zu machen, die eine viel weitere Reichweite besitzt und ganz Gotham ins Chaos stürzen kann. Gotham must fall!

Der Penguin sucht derweil nach Ed und wendet sich an Jim, und da sie alte Freunde sind und der Penguin noch einen Gefallen offen hat – wir erinnern uns wie er Galavan mit einem Rocket Launcher (Youtube) in tausend Teile zerlegt hatte – hilft Jim ihm. Aber auch er will wissen was los ist und erkundigt sich nach dem Court. Jim gibt ihm ein Telefon, auch der Penguin kann für seine Zwecke nützlich sein.

„Yes, I’m quite hard to kill.“ (Penguin)

Ich mag die Chemie zwischen den beiden.

Jim und die Eulen

Währenddessen teilt der Court Jim mit, dass die „Liebgewonnenen“ verschont werden. Und Lee ist der Meinung, Jim solle befragt werden, wie jeder andere auch, denn sie ahnt etwas. Jim findet derweil bei einem heimlichen Manöver in Kathryns persönlichen Räumlichkeiten eine Visitenkarte: Wayne Enterprises. Mittlerweile drang auch Jim zu Ohren, dass Barnes entflohen ist. Auf der Suche nach Barnes stößt er auf ein Labor, als gleich ihn ein Infizierter angreift und dafür mit seinem Leben bezahlen muss, denn Doktor Strange rettet Jim. Er kann ihn nicht mitnehmen, denn sonst flöge seine Undercover-Arbeit auf. Kathryn erscheint: „It’s time to take the next step!“

Jim will am Tisch der Fädenzieher sitzen, er will wissen was wirklich los ist, und Kathryn erklärt ihm, dass Gotham „numb“ geworden sei und Kriminalität zur alltäglichen Norm verkam. Gotham sei krank. Wenn sie das Virus freisetzen werden die Menschen gezwungen sein, zu erkennen was schief läuft. Sie alle werden dem Wahnsinn verfallen. Gotham must fall! Aber Jim muss sich beweisen, dass er es Wert ist, am Tisch sitzen zu dürfen. Und so gibt es in einer Bank eine Bombe, die ein Teil des Virus enthält. Wenn er die Bombe entschärft, wird er exekutiert. Besser noch: Er selbst solle sie zünden! Nach langem hin und her schafft er es doch nicht unschuldige Menschen verderben und sterben zu lassen und lässt den Penguin via Telefon wissen, wo er ist und was er vor hat. Mit der Hilfe von Firefly kann der Zerstörungsakt sabotiert werden.

Der Court ist davon weniger begeistert, bleibt aber derweil in Verbindung.

Gegen Ende folgt eine Auseinandersetzung zwischen dem Rehlein und Jim: Sie geht, denn er hat alles infiziert. Sie will die Wahrheit? Fein. Mario war infiziert und er würde es wieder tun. Die Stimme ist rau und der Blick des Rehleins so voller Hass und … Manche Dinge ändern sich wohl nie.

Katzen haben 9 Leben

Ivy pflegt die Katze, die im Krankenhaus liegt und soweit man das sagen kann ist diese gesund und am Leben. Nach und nach schleppt Ivy allerhand von Pflanzen in das Zimmer und als Selina erwacht blickt sie finster, reißt sich die Schläuche vom Körper und verlässt das Krankenhaus – schließlich gibt es wen zu töten. Nett. Kaum von den Toten auferstanden, geht es auch schon wieder weiter.

Batbruce

Bruce befindet sich noch immer in seinem Quasi-Training: Wenn er gewinnt, darf der gehen, sagt der Zen-Meister. Aber Bruce ist immer noch Vergeltungs-Modus: „Your rage, Bruce, it blinds you!“ Er muss sich von seinen destruktiven Erwartungen befreien. Aber was, wenn er nicht will? Der Zen-Meister zeigt ihm nur den Weg, aber Gotham braucht ihn! Gotham must not fall!

Schnitt zur Beerdigung seiner Eltern. „It’s time to let it go“ (..can’t hold it back anymore… let it go.. let it go.. turn away and slam the door.. I don’t care..) sagt der Zenmeister. Und Bruce bemerkt, niemand war verärgert und wütend oder gar emotional aufgewühlt wegen des Todes der Eltern. Sie bemitleideten ihn, Bruce. Der Zen-Meister sagt, gemeinsam werden sie dafür sorgen, dass Buße getan wird, denn er wartete schon so lange auf diesen Moment. Gotham must fall!

Und er bietet ihm eine Kraft an, die er niemals geglaubt hätte, dass sie möglich wäre. Bruce kämpft und gewinnt. „I felt nothing“ sagt er, und er will gehen. Trotzdem möchte den Schmerz nicht mehr erleben und so kämpft er weiter.

Am Ende der Episode wird Barnes „GUILTY!“ auf Jim angesetzt und der Penguin landet in den Fängen des Court of Owls, wo er einem speziellen Zeitgenossen wieder begegnet.

Blicke sprechen mehr als Milliarden Worte.. Gebt diesem Mann einen Emmy! Er hat es verdient!

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