Archiv der Kategorie: TV-Shows!

Kritiken, Rezensionen, Reviews, Recaps und dergleichen zu diversen TV-Serien.. Manchmal mit Informationen gespickt. Oftmals ohne Inhaltsangabe und lediglich aus Eindrücken bestehend.

„Game of Thrones“, predictions vor S08E01

For all we know – das Ende muss so gestaltet sein, dass ein jeder „halbwegs“ damit zufrieden ist und man kann es nicht jedem recht machen. Vor allem nicht der engstirnigen, fanatischen Fangemeinde, deren einzige Wahrheit ihre Wahrheit ist.

Und somit gebe ich meine Prognosen ab, die, wie mir erscheinen – am wahrscheinlichsten sind:

In Anlehnung an die Azor Ahai-Theorie wird Daenerys vermutlich durch die Hand Jons den Heldentod for the greater good sterben müssen. Auch die Drachen werden ihr Leben lassen, vernichten aber davor noch einen Großteil von White Walkern – wenn sie nicht den Night King selbst sehr, sehr arg in Mitleidenschaft ziehen. Aber! Das Kind von Daenerys und Jon wird leben. Bleibt die Frage, ob Daenerys für „Lightbringer“, siehe Theorie, geopfert wird oder, dass das Kind leben kann (Kindbett, Prophezeiung, usw.). Da bereits zwei Kinder in der Serie geopfert wurden (Daenerys Sohn für Khal Drogo und die kleine Shireen), gehe ich nicht davon aus, dass noch ein weiteres Kind sterben muss, oder? Aber who knows. Das sind alles nur Mutmaßungen ohne Hand und Fuß.

Der Kampf gegen die Lannisters ist zu verachten, er ist nonsense und selbst wenn Cersei nach Winterfell marschiert, wird der Winter sie bereits ausgehungert haben. Fakt ist auch, dass Kings Landing vernichtet werden wird. Und zwar ziemlich schnell. Simple as that.

Fix überleben werden: Arya (weil sie einfach cool ist) und The Hound (er hat schon zu viele Tode hinter sich, warum sollte er jetzt sterben beziehungsweise Frieden finden?), was aber nicht im Zusammenhang stehen muss. Ich gehe auch nicht davon aus, dass Arya und Gendry noch gepaart werden, auch wenn die Fans (und ich), das natürlich gerne sähen. Ebenfalls überleben wird die kleine Lyanna Mormont.

In Anlehnung an die Prophezeiung („valonqar“ alias der „kleine Bruder“), vor welcher Cersei so viel Angst hat: Ja, sie wird sich bewahrheiten, aber nicht Tyrion wird sie töten, sondern Jaime. Auch Sansa wird sterben, aber vermutlich auch nur, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war. Es ist durchaus möglich, dass Jaime den Heldentod sterben wird – so aber auch bei Brienne, deren Tod sehr ritterlich und ehrenvoll sein wird, im Kampf gegen den Night King oder so. Ihre letzten Worte gelten Jaime, eh klar.

Wer, wen nicht Tyrion würde die kollektive Fangemeinde auf dem Thron (zumindest) akzeptieren? Eben. Säße Daenerys am Ende auf dem Thron, sähe sich HBO gezwungen erhebliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, da angry white boys das Gebäude stürmen und lauthals protestieren würden. Säße Jon auf dem Thron, wäre das einfach lächerlich und zu Klischeehaft – auch wenn die Reihe „A Song of Ice and Fire“ heißt und eigentlich Jon damit gemeint ist, auch wenn sich die Serie um Daenerys und Jon gleichermaßen drehte. Also, nein. Ich gehe davon aus, dass es entweder Tyrion sein wird (der in Wahrheit übrigens ein Targaryen ist) oder niemand, und das große Reich splittert sich in kleinere, unabhängige Königreiche auf.

Ich glaube damit Recht zu haben, weil es das harmloseste Ende wäre. Es wäre nicht aufregend und ein ok-Abschluss. Es wäre nichts tragisches und all diese Tode und Geschehnisse ließen sich auf Prophezeiungen und Legenden zurück führen, wodurch die Mystik erhalten bliebe. Erneut, alles nur halbgare Überlegungen und zwei-drei Stunden auf Reddit würden meine Meinung sicherlich schnell enden, aber – ich glaube dennoch Recht zu besitzen.

Wir werden sehen…

Fun fact übrigens:

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„Salvation“, Season 1

Ich stelle mir bei Serien wie dieser, eine gut durchmischte Gruppe an Schreiberlingen und kreativen Köpfen vor, die an ihrem Tisch sitzen, mit Kaffee, Tee und Chai-Latte und einen grandiosen Einfall nach dem nächsten haben; dabei aber nach Lehrbuch vorgehen und nach wenigen Minuten bemerken, wie ihre Einfälle sämtliche Klischees miteinander verpaaren – und aus dieser Ernüchterung die Konsequenz ziehen und noch mehr absurdere Ideen (die sich alle gegenseitig an „Wtf? Lol!“ und „What the …?“ und „Whaaat! Wie genial!“ übertreffen wollen) hinein schreiben.

Das in etwa ist die Kurzfassung des Eindrucks, den Salvation hinterlässt.

Die Schreiberlinge kommen alle aus unterschiedlichen Bereichen und bringen alle unterschiedliche Ideen mit: Hard Science-Fiction und Physik, Drama, Trash, Humor (ein Komiker ist für die humoristischen Elemente und Parodie zuständig, er wird aber nie zu Scrabble Abende eingeladen, weil seine Witze entweder zu flach, oder zu intelligent sind), Verschwörungen und (vorhersehbare) Plotwists und natürlich: Die Gefahr aus dem All – Asteroiden!

Kurz: Die Serie ist großartig! Auch wenn ein Klischee das andere jagt, jeder Plottwist den Weg für den nächsten ebnet, und die Serie eigentlich ganz schrecklich sein müsste (die Ratings der zweiten Season sind sehr schlecht, vermutlich wird es keine dritte Season mehr geben und der Asteroid die Erde zerstören), liebt man sie spätestens ab der dritten Folge.

Die Schauspieler sind sympathisch, so auch die Charaktere – und man bemerkt: Warum sind nur Männer kluge Techs, Military und Wissenschaftler, während Frauen Pressesprecherinnen, Journalistinnen, Self-Publish-Authors und reiche Damen sind? Andererseits, wer sind wir, dass wir Medienarbeit geringer bewerten als Wissenschaft? (Ich weiß, die Wissenschaft ist ein männlich dominierter Bereich und dies soll mit weibliche Präsenz aufgebrochen werden, was aber hier kaum der Fall ist). Dennoch, for all we know: Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert das Weltgeschehen. Der erste Gedanke war: „What, warum is da keine Frau dabei!“ Immerhin gibt es eine Madame President.

Worum gehts?

MIT-Student Liam entdeckt via Simulation etwas seltsames: Einen Asteroiden. Seine App warnt ihn, als er gerade Sex hat. Als er seinen Professor auf diese unglaubliche Nachricht aufmerksam machen will, findet er dessen Wohnung komplett zerstört vor. Nicht nur das: er wird beobachtet und verfolgt. Kurz um sucht er Hilfe beim Tech-Genie/Milliardär Darius Tanz, welcher eigentlich den Mars kolonisieren will.

In 168 Tagen soll der Asteroid einschlagen und ein 6. Massensterben zur Folge haben. Das Pentagon weiß bereits Bescheid und will Raketen zünden. Jedes Kind weiß mittlerweile, dass ein Asteroid dieser Größenordnung in zig Hundert Teile zerbersten und ebenfalls großen Schaden anrichten würde – natürlich würden die Teile des Asteroiden nur die östliche Hemisphäre treffen und der Grundstein zu Weltpolitischen Spannungen wird säuberlich in Reihe und Glied gelegt.

Darius hat eine andere Idee und wird sogleich von Liam unterstützt: Via Gravitation soll der Asteroid von seiner Bahn gelenkt werden. Wie sie dort hinkommen? Liams Professor beziehungsweise auch Darius hatten an etwas gearbeitet, dass sich EM-Drive nennt und eigentlich die klassischen Naturgesetze in Frage stellen würde, allen voran Newtons 3. Gesetz (allerdings gibt es Diskussionen darüber..). Darius aber lässt uns wissen, dass mit jeder Zeitwende, die vorigen Gesetze entkräftet und verbessert werden.

Yes, the trash is real! Und es ist großartig!

Während Darius also 100kg von angereichertem Uran und 2 Milliarden zur Verwirklichung braucht, schleicht sich Grace (die Pentagon Pressesprecherin) Nachts hinab und stiehlt die Codes von ihrem Freund Harris, der ebenfalls bei der CIA ist (und ihr Boss) um Darius das Uranium beschaffen zu können, denn sie ist sich sicher: Darius kann die Welt retten. Sie will nicht den Osten opfern, damit der Westen unbeschadet bleibt. Dabei verliert sie einen Ohrring im Koffer, und Chaos ist vorprogrammiert – aber! Darius braucht das Uran gar nicht für den EM-Drive…

Yes, the trash is real! Und es ist großartig! Ich liebe diese Serie schon jetzt.

Und damit beende ich die Inhaltsangabe, denn die Freude die Plottwists, seltsame und fragwürdige Entscheidungen, Verwicklungen, Verwirrungen und die kindlichen Einfälle der Schreiberlinge mit sich bringen, mag ich niemanden nehmen. Es ist wirklich großartig. Es ist trashig. Aber gut.

Die Serie, die 2017 das erste Mal auf CBS ausgestrahlt wurde, beendete eben seine zweite Season und läuft aktuell auf Netflix. Wie zu Beginn erwähnt sind die Ratings sehr schlecht, und vermutlich, wenn die Serie nicht von einem Streaming Sender gekauft, wird es keine dritte Season geben. Was ich sehr schade finde. Aber noch habe ich Season 2 nicht gesehen.

Kritik / SPOILER!

Natürlich freute ich mich auf das Season Finale, wurde aber leider enttäuscht.

Sicherlich, es kündigte sich schon über ein paar Folgen an, dass der Zwist zwischen Russland, die einst mit Absicht angegriffen wurden (aber die Sache als Asteroiden Einschlag vertuscht werden wollte) und den Staaten, zu eskalieren droht. Gegen Ende, als die Hacker Gruppe Re/Syst (die exakt so ist, wie man sich eine Hackergruppe vorstellt, im Untergrund, junge Leute mit Piercings und gefärbten Haaren, die für die Sache auch bereit sind zu sterben) ein US-Militärschiff, sowie eine russische Base in die Luft jagen, schlägt Russland zum Gegenangriff und sendet ein paar nukleare Bomben Richtung Washington (habe ich erwähnt, dass sehr viel SF-Trash dabei ist?). Die Leute befinden sich derweil im Bunker – der sie die nächsten 100 Tage sicher halten soll, oder auch, wenn der Asteroid auf die Erde einschlägt – genauer, in und bei „Salvation“, dem Raumschiff das mit 160 auserwählten Personen zum Mars fliegen hätte sollen, um dort die Menschheit weiter leben zu lassen.

Der Twist selbst, (der dem Komiker (den ich oben erwähnte) öfters Chancen gab, wenn auch humpelnde, Running Gags einzubauen) war gar nicht so das Problem, denn Verschwörungen gibt es immer wieder (und sie wurden auch sehr satirisch eingefädelt), und auch die fast schon Soap-Opera-artigen Liebesdramen hätte man akzeptieren können (Grace, eigentlich mit ihrem Boss Harris liert, verknallt sich in Darius, der trifft seine ehemalige große Liebe wieder, und auch wenn er an zweite Chancen glaubt, stimmt halt das Timing nicht, und klar, er ist auch in Grace verknallt; die On-Off Beziehung zwischen Liam und Jillian und die Affäre der Tochter von Grace mit dem Sohn von Harris und so weiter) – was aber leider einen tiefen Schatten über die Serie wirft war jenes:

Wenn die mitwirkenden Damen viel Spielraum einnahmen (auch wenn keine von ihnen Wissenschaftlerin war und zur Lösung des Problems direkt beitrug) und es Folgen gab, die sich lediglich um Grace drehten, verkamen alle drei, Grace, Jillian und Claire (die Ex von Harris) zu liebeshungrigen, weinerlichen „I want you“-Babes, die, auch wenn das Ende der Welt nahe steht, nur eines im Sinn haben: bei ihrer großen Liebe sein zu wollen. Dagegen spricht auch nichts, im Gegenteil – die Art jedoch, wie das ganze wieder in Szene gesetzt wurde, diente lediglich dazu, die eh schon heroischen Männer aus dem Drama heraus zu nehmen, und um sie noch heroischer zu inszenieren.

So meint Darius in letzter Sekunde zu Grace, sie solle gehen, denn Harris brauche sie. Ernsthaft? Warum nimmt er sie nicht mit? Gegen Ende finden sich Darius und Liam, der Jillian in letzter Sekunde verlässt, ohne ihr zu sagen warum (ich würd‘ den Typ so abschießen), wieder gemeinsam ein, weil sie beide eine Lösung haben, wie sie die Erde dennoch retten können. Ja, I get it. Er will sie sicher und verschlossen halten. Eh klar. Trotzdem. Das wie!

Leider wurde Amanda, die Reporterin, der das Wohl der Menschheit am Herzen lag, zu früh ermordet und auch die Präsidentin der Vereinigten Staaten entging nur knapp einem Mordkomplott.

Fazit

Wer SF-Trash mit Verschwörungen und Drama und Eyecandy mag, you’re welcome, thank me later.

Thx Reddit:

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„Ascension“, Mini-Serie

Nach Salvation (Einträge folgen), die nächste SF-Trash Serie, die auf Netflix mit ihren Reizen lockte. Ascension ist eine US-kanadische Miniserie mit nur 6 Folgen und wurde 2014 das erste mal ausgestrahlt.

Achtung, diese Besprechung beinhaltet massive Spoiler. Wer die Serie noch sehen mag, ohne dass Überraschungsmomente genommen werde, sollte nach der kurzen Inhaltsangabe, aufhören zu lesen.

Kurzes Fazit: Sehenswert. Es sind nur 6 Folgen.

Worum gehts?

1963 startete ein Generationenschiff zu einer 100jährigen Reise nach Proxima Centauri, einem Stern, der unserer Sonne am nächsten ist, um dort einen habitablen Planeten zu bevölkern und das Überleben der menschlichen Rasse zu sichern. Nach exakt 50 Jahren geschieht ein Mord.

Spoiler

Eindrücke während der Serie, Inhaltsbezogen

Das Generationenschiff ist riesig. Es gibt auch eine Art Strand. Sie besitzen zwar alte Gerätschaften aus den 60ern, konnten sich aber mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln so weit entwickeln, dass kleine Laptops entworfen werden konnten.

Etwas seltsam ist, dass die Upper Deck Leute nie die Lower Decks besuchen, und sich somit dort nicht auskennen. Das Schiff ist zwar riesig, aber nicht soooo groß, dass man über 50 Jahre nicht von A nach B geht, beziehungsweise, dass die Lower Decks nicht einmal aufbegehren und hier und da mal die Kontrolle übernehmen – dürften die Arbeiter doch an Masse und Zahl überlegen sein.

Trotz dessen, dass das Schiff riesig ist, und neben Massentierhaltung auch anderen Fabriken beherbergt, zieht sich eine Spur des Zweifels am Rande entlang, wenn 600 Menschen dort Platz haben sollen und die Räumlichkeiten der Upper Decks teils sehr großzügig ausgestattet sind. Außerdem: Woher kommen die Waren? Sie haben immer wieder neue Waren – nach 50 Jahren und bei 600 Menschen, müssen diese doch irgendwann aufgebraucht sein – außer sie fabrizieren sie selbst, was aber mehr als 600 Menschen für eine Produktion erfordern müsste – und noch mehr Platz für Anbau und dergleichen. Aber ganz gleich, es ist ein interessantes Gedankenspiel.

Seltsam wird es, als man bemerkt, dass die Kameras, die überall installiert sind, und die Bilder nach außen transportieren, von niemanden entdeckt werden. Nach 50 Jahren wird man doch das eine oder andere auseinander genommen oder umgeräumt haben oder alte Dinge zerlegen.

Dann gibt es eine Birth-List: Was bedeutet, dass nur bestimmte Paare sich fortpflanzen dürfen, und ihr Implantat entfernen lassen können. Auch gibt es gematchte Paare: Wenn der PC, alias der mathematische Algorithmus, empfindet, dass diese und jene Gen-Kombination sinnvoll für das Überleben (die Weiterentwicklung) der menschlichen Rasse ist, werden diese zwei Menschen gepaart. Und es ist okay. Die Leute akzeptieren das. Fast.

Daneben gibt es die Stewardessen „Guardians of the Birth List, Body and Soul calling – wife, mother, caregiver to all.“ (Wait, WTF? Handmaidstale auf Glamours 60s?) und die Frau des Captains ist Bordelldame höchsten Grades. Sie wählt die hübschesten und perfektesten Mädels selbst aus, welche dann auf exklusiven Partys die ranghohen Militärs bedienen und für die eine oder andere Seite spionieren.

Eindrücke über die Serie (massive Spoiler!)

Mir ist bewusst, dass eine Serie über ein Generationenschiff einiges an Kreativität und Suspension of Disbelief abverlangt und vieles an Spielraum offen lässt beziehungsweise ließe, um vorhandene Gesellschaftssysteme zu kritisieren oder einen gänzlich neuen Gesellschaftsentwurf zu entwickeln – in diesem Falle aber konzentrierte sich die Handlung auf die äußeren Umstände und die Tatsache, dass das Schiff als quasi Petrischale für genetische Evolutionsexperimente dient. Die Genetik wurde erst 10 Jahre vor „Start“ des Schiffes entdeckt, also warum nicht gleich testen?

Natürlich überlegt man sich, wie man seit den 60ern das ganze geheim halten konnte, vor inneren und äußeren Blicken, von der Logistik ganz abgesehen – aber, darum geht es nicht.

Aber! Gegen Ende reist ein Crewmitglied tatsächlich auf den Planeten, der von drei Sonnen umgeben ist. Wie? Indem, dass nur die besten Eigenschaften weiter vererbt werden, entwickeln/erreichen manche Crewmitglieder die nächste Evolutionsstufe, können elektromagnetische Impulse senden und schlussendlich auch teleportieren. Richtig gelesen, das ist die Auflösung. Jap. Sorry to say, aber das ist das Ende.

Aber schaut euch die 6 Folgen trotzdem an. Die Frage natürlich, wie dieser eine Mensch auf dem fremden Planeten überlebt, oder ob er damit in den sicheren Tod geschickt wurde – lässt sich an dieser Stelle nicht beantworten.

Dass auch die Verschwörungswebsite, auf welche die Menschen gelangen, wenn sie sich über die näheren Umstände informieren möchten, ein Teil des ganzen ist – und Kritiker, die zu nah an der Wahrheit graben, um das Experiment zu gefährden, einfach getötet werden, muss natürlich ebenfalls angesprochen werden und vermittelt: Trust no one.

Kritik (Spoiler)

Schade finde ich, dass das Gefühlsleben der Passagiere nicht näher betrachtet wird. Zwar gibt es Kritik an der „Hineingeworfenheit“, denn man sei schon allen Personen, die man je kennenlernen würde, begegnet – aber eine wirkliche Tiefe bleibt aus. Was vielleicht in dem Fall ganz gut ist.

Auch gibt es nach wie vor Klassenunterschiede. Wenn die 1960er Star Trek und eine fiktive klassenlose, utopische Gesellschaft hervorgebracht haben, dann hätte dies ebenfalls ins Experiment mit einbezogen werden können, wie sich soziale Strukturen entwickeln. Stattdessen aber scheint es von vornherein die Upper und Lower Decks zu geben, die (natürlich) miteinander im Konflikt stehen. Nach oben zu kommen ist schwer, nach unten zu fallen einfach. Warum nicht jeder ein gleichwertiger Teil der Gesellschaft sein kann… ist fraglich.

Anyway: Für einen verregneten Samstag-Nachmittag eine passable Unterhaltung mit Potential zu mehr.

Lesenswert auf Reddit

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„Doctor Who“, S10E9 und S10E10

Die erste Folge der 11. Season wurde bereits ausgestrahlt, Zeit also, die letzten vier Folgen der 10. Season zu besprechen.

„Empress of Mars“

Hat sich schon mal wer gefragt wie der Schriftzug „God save the queen“ auf den Mars kam? Die 9. Folge der 10. Season des Doctors beantwortet sie! Wir erfahren unter anderem, dass der Doctor zwar The Terminator nicht gesehen hatte, aber dafür Frozen. Der 10. Doctor, wenn wir uns erinnern, wollte uns das Ende von Harry Potter nicht spoilern.

Menschen Briten hatten bereits im Jahre 1881 den Mars kolonisiert. Allerdings nicht ohne fremde Hilfe.

Während Bill und der Doctor über Popkultur debattieren (die erste Referenz war amüsant, ab der dritten verheddert sich der Gag in seinen Schnürsenkeln und stolpert) stürzt Bill in ein Loch und die TARDIS macht sich mit Nardole an Bord selbstständig.

Kurz darauf taucht ein Alien auf, gefolgt von einem Mann im viktorianischen Spacesuit. Der Doctor kennt die Rasse und wirft allerhand Nettigkeiten zur Begrüßung hin. Der aufmerksame Zuschauer wird sich noch an die 7. Season Episode 9 erinnern. Der Mann im Suit schießt auf den Doctor, denn er wollte Friday (das Alien, der Witz wurde leider sofort erklärt) beschützen. Nardole sucht derweil bei Missy Rat.

“The indigenous species — an ancient reptilian race that built themselves a sort of biomechanical armor for protection. The creature within is at one with its carapace. The Ice Warriors — they could build a city under the sand, yet drench the snows of Mars with innocent blood. They could slaughter whole civilizations, yet weep at the crushing of a flower.”- The Doctor

Die Engländer hatten mit Hilfe Fridays den Mars besiedelt und laden den Doctor und Bill zum Tee. Wir erfahren, dass Friday der letzte seiner Art ist, ein Ice Warrior, und länger auf seinem Schiff geschlafen hatte als eigentlich vorgesehen. Jetzt dient der den Engländern quasi als Untertan. Die Episode schreitet voran und das Grab der Eiskönigin wird gefunden. Der Doctor hat ein schlechtes Gefühl und liegt richtig. Es ist nicht nur ein Grab, sondern auch ein Hive. Friday hatte die Menschen dazu benutzt um seine Königin zu finden – und da diese nun gefunden ist, sollen die Engländer den Mars verlassen.

„Mars is part of the Empire now!“ rufen die Engländer, die Kritik an Kolonialpolitik und Sklaverei ist all zu deutlich – und der Doctor ist ratlos. In diesem Fall waren die Menschen die Eindringlinge. Einer der Engländer versucht Steine zu stehlen, die sich als wichtig herausstellen, die Ice Warrior Queen erwacht und tötet ihn. 5000 Jahre habe sie geschlafen. 5000! Der Mars ist tot, ihr Volk ausgestorben.

Was sich im Moment noch als typisch-klassische SF bemerkbar macht, wird um ein quasi modernes Element erweitert: Die Eiskönigin ist nicht an der Meinung der Männer („noise males“) interessiert, sondern befrägt stattdessen Bill. Trotzdem, wenn sie überleben möchte, braucht es Kooperation, denn auf dem Mars ist kein Leben mehr möglich.

Friday entschließt sich mit dem Doctor zu arbeiten, auch wenn die Ice Warrior Queen auf Unabhängigkeit pocht und alleine kämpfen möchte. Ein Gerangel bricht aus und Friday beschützt Bill während der Captain der britischen Garde die Queen gefangen nimmt. Ein Deserteur erschießt den Captain und die Königin sieht, dass nicht alle Menschen schlecht sind. Gegen Ende nimmt sie den Soldaten in ihrer Armee auf.

Die Folge endet mit Hilfe des Doctors, auch wenn das marsianische Golden Age bereits Geschichte ist. Sie reisen nach Alpha Centauri und die Queen freut sich. Auch Nardole und die TARDIS sind wieder da, inklusive Missy.

Auch die 10. Episode steht für allein: „The Eaters of Light“

Schottland. Zwei Kinder finden eine im Stein eingravierte TARDIS aus dem 2. Jahrhundert AD.

In exakt diesem Jahrhundert landen Bill, Nardole und der Doctor um das Verschwinden der 9. römischen Legion aufzuklären, denn Bill hat eine Theorie. Nardole ist etwas verunsichert, ob der Vault wirklich so lange unbeaufsichtigt sein sollte.

Bill, die von der Gruppe getrennt wird, freundet sich mit einem römischen Soldaten an, der unter der Erde verweilt, während der Doctor auf Ygrittes Schwester trifft, eine schottische Kriegerin. Der Römer versteht Bill, offenbar spricht sie Latein oder/und er Englisch, aber in diesem Falle liegt es an der universellen Übersetzungsfunktion der TARDIS.

Bald bemerken wir, dass es kaum mehr Erwachsene gibt und nur Kinder in der Gegend leben. Warum? Die schottische Kriegerin erklärt die Rolle des Gatekeepers. Welches Gate? Ein Portal, durch welches die „Lighteater“ kommen und Jagd auf Menschen machen. Der Doctor sieht sich das Tor genauer an, und was für ihn Sekunden sind, sind für die anderen zwei Tage. Die Gefahr ist schlimmer als angenommen, kam erst eines, werden bald viele folgen. Das Monster aber, dessen Nahrung Sonnenlicht ist, hat sich mit Schottland ein relativ ungünstiges Land ausgesucht, death by Scotland.

Bill und der Römer Lucius tauschen sich derweil über ihre Sexualität aus und Lucius findet, dass niemand so modern sein und beide Geschlechter mögen muss. Das fand ich nett.

Der Doctor hat einen Plan: Kämpfen. Das Monster wird zurück zum Gate gebracht, und es sollen 60 Jahre vergehen, während ein Gatekeeper gegen das Monster kämpft. Dann tritt der nächste die Aufgabe an. Und der nächste. Und der nächste.

Der Doctor bietet sich an das Gate zu halten, um diesem Kreislauf ein Ende zu bereiten, denn seit Ewigkeiten passe er auf die Menschen auf. Römer und Schotten werden zusammen geführt, entscheiden sich aber gegen den Vorschlag des Doctors. Es ist ihr Kampf. Der Doctor akzeptiert ihre Entscheidung: „I can’t bare brave people stop beeing brave.“

Sie ritzen ihre Namen in Steine, sodass sich alle an sie erinnern. Es ist deren Schicksal, nicht jenes des Doctors. Die jugendlichen Krieger betreten gemeinsam das Tor, welches aufgrund der Menge instabil wird und zusammen bricht. Die Krieger sterben dort. Und damit ist das verschwinden der 9. Legion geklärt – die nie tatsächlich verschwunden war. Zugegeben, eine durchaus interessante und logische Erklärung.

Die Krähe, der zu Beginn zugestanden wurde, eigenmächtig zu sprechen, mache „Car“ weil ihr Name „Car“ ist. Sie erinnern sich.

Zurück bei der TARDIS erwartet sie Missy. Sie arbeitet für den Doctor, hätte aber im Vault sein sollen. Nun, ganz gleich, sie ist auch in der TARDIS eine Gefangene.

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„Godless“, Season 1

„You said people come here to change their lives. I imagined a story where I didn’t have to be the damsel.“ (Dolores, Westworld)

Godless macht, auch dem Genre Unerfahrene, den Anschein eines klassischen Westerns: the good Guy (der tatsächlich Goode heißt, blond und „decent“) ist auf der Suche nach dem bad Guy (älter, mit Bart, stoisch auf dem Pferd sitzend), zähmt Pferde ohne Gewalt und wird zwischendurch in wilde Schießereien verwickelt. Mysteriöse Indianer kreuzen die Wege der Protagonisten und sprechen in Rätsel. Dem Klischee widersetzt sich das in diesem Genre üblichen Frauenbild:

Die Frauen in Godless sind keine Damsels, die gerettet werden müssen oder einen Mann brauchen um sich zu erhalten. Sie sind selbstständig, selbstbewusst, sicher im Umgang mit der Waffe und zögern nicht, diese auch einzusetzen.

Mary Agnes McNue und Alice Fletcher

Als ein Minenunglück den Frauen von La Belle die Männer entreißt, werden sie unabhängig.

Allen voran Mary Agnes McNue (bekannt aus The Walking Dead und Nurse Jackie). Sie trägt Hosen, spricht was sie denkt und kümmert sich um die weniger weiblichen Tätigkeiten; aber auch um den Hilfssheriff (GoT-Darsteller Thomas Brodie-Sangster mit köstlichem Akzent) Whitney Winn. Sie ist zufrieden wie es ist und in einer lesbischen Beziehung mit der Bordell-Besitzerin.

Ein Geschäftsmann, der in Kenntnis darüber gesetzt wird, dass die Mine nach wie vor Silber abwirft, kann die notwendigen Männer zum Schutz der Stadt organisieren, wenn sie ihm die Mine für 20 000 verkaufen. Mary Agnes ist dagegen. Sie beharrt auf Unabhängigkeit und macht deutlich klar, dass es keine Männer braucht. Doch die Frauen, von denen sich manche nach einem Mann sehnen, nehmen das Angebot via Abstimmung an.

Bill: „You’re not maternal no more.“
Maggie: „Maternal?“
Bill: „Well, yeah.“
Maggie: „I love my husband, may he rest in peace, and I love [Bill’s kids] Willie and Trudy, too. But I’m done with the notion that the bliss of me and my sisters is to be found in childbearing and caregiving.“

Alice Fletcher ist die zweite weibliche Hauptrolle, die mit der Mutter (die jagende Indianermama! Spin-Off! Spin-Off!) und dem Sohn (der Angst vor Pferden hat) ihres verstorbenen Mannes gezwungenermaßen auf einer Farm mit vielen Pferden lebt, aber lieber zurück nach Boston gehen möchte. Wie es die Dynamik will, schießt sie Roy Goode an und holt ihn später aus dem Gefängnis, damit er ihre Pferde „bricht“, welche sie dann den Damen in La Belle verkaufen kann, um mit dem Erlös wieder nach Boston zu können. Sie kehrt gegen Ende tatsächlich wieder zurück, entscheidet sich gegen den Mann und verfolgt ihren ursprünglichen Plan. Die Love-Story wird lediglich angedeutet.

Kritik

Für Frauen gibt es in traditionellen Western vier Rollen zu füllen: das Damsel in Distress, die gerettet werden muss; die Hure; das Opfer, das gerächt werden soll und die Mutter. In Godless werden zwar sowohl Huren als auch Mütter präsentiert, aber keine der Frauen braucht gerächt oder gerettet zu werden.

Trotzdem gibt es Kritik und besonders von feministischer Seite – die ich teilweise nachvollziehen kann, sie aber auch für etwas übertrieben halte:

1. Kritik: Trailer vs. Serie

Kritisiert wird, dass Godless mit einem „female-driven“ Plot warb, aber die meisten Dialoge den gehandicapten Männern (einer blind, der andere einarmig) gab und die Story eigentlich nicht viel, mit dem was der Trailer versprach, zu tun hat – davon abgesehen, dass der Trailer ein einziger Spoiler ist.

Aber darüber war sich Showrunner Scott Frank (Logan) im klaren: „People are saying, ‚Won’t that [Trailer] be good for the marketing of it?'“ (…) „And it makes me a little uncomfortable, because I feel like it cheapens what’s happening now …and it also makes you look at this story in slightly different terms.“

In diesem Falle ist das Marketing zu verurteilen aber nicht die Serie selbst.

2. Kritik: Background Stories

Wie auch manche andere, fragte auch ich mich: Warum sich die Rückblenden der Frauen nur auf das Mienenunglück bezieht und nicht über ihre generelle Geschichte, denn vom ersten Moment an bin ich mehr an Alice und Mary Agnes und vor allem der Indianermama und deren Geschichten interessiert, die nur am Rande aufgegriffen werden, um das eine oder andere im Bezug auf die Geschichte selbst klar zu stellen. In diesem Sinne gibt es zwar starke, unabhängige Frauen – die sich in einer Serie über den good guy und den bad guy befinden und nicht darüber hinaus erzählt werden. Und das ist schade.

Man kommt auch in den Verdacht, Schöpfer der Serie, Scott Frank, möchte sich via Fem-Train etwas Ruhm sicherstellen indem starke Frauen (zumindest) präsentiert werden. Aber wie ich sage: Besser eine Repräsentation als keine. Stellt sich die Frage, ob es sich eine Serie oder ein Film heute noch leisten darf, Frauen wie vor 20 oder 30 Jahren zu inszenieren ohne Angst vor einem Shitstorm oder finanziellem Verlust haben zu müssen, und ob eine gezwungene Repräsentation nicht mehr Schaden anrichtet, als dass sie hilft. Meine Antwort wäre dazu: Auch eine kleine Repräsentation ändert Dinge. Manchmal, so scheint mir, wollen wir zuviel auf einmal.

3. Kritik: La Belle & Showdown

Auch beim Showdown sind es Frauen gegen Männer und sie sind gut. Sie treffen, sie schießen, sie beweisen Stärke und Solidarität untereinander als sich Alice dem Trupp anschließt. Und das ist wichtig! Ich ziehe eine kleine Szene mit Frauen-Solidarität jeder starken aber zickenden Frauen-Szene vor.

Kritik dahin gehend: Es sind Roy Goode und Lawman McNue (Bruder von Agnes) die den Tag retten und den bad Guy, Frank, in die Flucht schlagen (beziehungsweise dort die Story wieder aufgegriffen wird).

Fazit

Ich verstehe die Kritik, dass, dank des unglücklichen Trailers und Werbestrategie von einer feministischen Serie ausgegangen wird und man enttäuscht wurde, allerdings frage ich mich, was man erwartet? Ich finde nach wie vor, dass, in Anbetracht dessen in welcher Zeit und welchem Genre die Serie spielt, den Frauen eine gehörige Portion Macht verliehen wird. Moderne Feministinnen scheinen mir manchmal etwas überkritisch zu sein und tendieren dahin, die kleinen Erfolge zu übersehen.

Davon abgesehen, dass die Serie nicht als feministisch inszeniert wurde: Scott Frank dazu: “I wasn’t interested in making a giant feminist statement,” […] “I don’t know that I have the right to. What I really wanted to do was focus on characters who never get their stories told, women chief among them. My favorite theme is identity and people being stuck in lives they never planned on living. Most of the characters in this story fit that.”

Etwas schwach war vielleicht auch der Abgang von Frank Griffin. Roy Goode bleibt, trotz zahlreicher Rückblenden nicht sonderlich greifbar und somit unfassbar langweilig. Erneut, man gerät in Verdacht zu glauben, dass Produzenten und Showrunner sich am Fem-Train beteiligen und mitverdienen möchten und die Story um La Belle nur als mittelmäßiger Träger für die klassische Westerntragödie herhält.

Trotzdem mochte ich die Serie wie die Charaktere. Aber zugegeben: Eine vielleicht verpasste Chance.

Links

Ein Kommentar

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„Timeless“, S01E05

Thema diesmal: Die Schlacht von Alamo, am 5. März 1836.

Wir hören zu Beginn der Folge den original Wortlaut des berühmten Briefes von Colonel William B. Travis, der überhaupt erst von der Schlacht erzählt und in Zeitungen publiziert wurde und für die Entstehung Texas (Wyatts Heimatstadt) wichtig ist.

Rufus muss mit Rittenhouse kooperieren, ob er will oder nicht – und Wyatt droht Ersetzung. Seine Aufgabe war es, Flynn zu töten, was er bisher nicht geschafft hatte, also kommt der nächste (ein guter Soldat, wie Wyatt meint): Aber immerhin hat er noch eine Chance. Mit Granaten bepackt ist dies seine letzte Gelegenheit.

Flynn bietet dem Gegenspieler spanisches Gold der Königin Isabella II und meldet sich zum Dienst, die Rebellion ein für alle mal zu zerschlagen. Farmer und Einwohner kämpfen in dieser, auch Schwarze, denn die Sklaverei wurde in lateinamerikanischen Staaten um ca 1810 abgeschafft (in den USA erst um 1880). Kurz begegnet uns David „Davy“ Crocket, ein Abenteurer und Held, der seine Geschichten erzählt. Auch Lucy ist begeistert und fangirlt. Aber sie sind keine Touristen und die Suche nach Flynn geht weiter.

Wyatt erleidet Soldaten-Flashbacks bis ihn Lucy unterbricht. Colonel Travis wird von Flynn besucht, der ihn als gleich tötet und so liegt es an Lucy, den berühmten Brief zu schreiben. Draußen versammeln sich Gegner mit roter Flagge: Slaughter everyone! In der Original-Fassung, wie sie in den Geschichtsbüchern geschrieben steht, hätten zumindest Frauen und Kinder Gnade erhalten. Wyatt versucht die Situation zu retten, findet aber keine Unterstützung, und auch Flynn bekommt dieser Umstand wenig, verfolgt ihn doch der Tod seiner Frau und seines Kindes immer, und immer wieder. Und selbst wenn der Gegenspieler selbst Vater ist, es ist Krieg und dieser verlangt gewisse Opfer.

Auch nicht schlecht: Der Druck, der auf Lucy lastet, hat sie doch einen Brief zu verfassen, der Geschichte schreibt. Rufus kann derweil einen Teil der Bevölkerung retten, während Wyatt an sich zweifelt. Als der erste Angriff überstanden ist, erzählt er seine Kriegsgeschichte, wie er Kameraden zurück lassen musste, und sie eine Münze warfen, wer sich nun opfern müsse und wer nicht.

Der nächste Angriff folgt, Frauen und Kinder befinden sich bereits in Sicherheit. Wyatt möchte in der Vergangenheit bleiben und kämpfen, denn jeden, den er kannte, ist weg. Lucy aber überredet ihn. Sie brauchen ihn, vertrauen ihm. Aber Wyatt weiß nicht was tun, die Schuld und die eigenen Kriegserfahrungen nagen an ihm. Die Flucht gelingt und die Geschichte ändert sich nur marginal. Aber Lucy gelingt es, ihn wieder in die Realität zu holen. Lucys Brief ist übrigens sehr gut und es ändert sich nicht wirklich etwas.

Man muss natürlich auch sagen, dass die Serie doch sehr amerikanisch ist und das amerikanische Wohl, den Stolz, Sieg und Freiheit mächtig zelebriert.

Ein interessanter Gedanke:

  • „Could you imagine if Flynn tried to prevent the Alamo and the team had to convince Santa Anna to massacre everyone to ensure Texas existed?“ – Wow. Das wäre ein guter Twist gewesen.

Auch wenn Sklaverei erwähnt wurde, wurde sie nicht ganz korrekt dargestellt:

„Those were slaves, and the Alamo was fought to keep them in chains. The Texans were largely cotton growers who relied heavily on slavery. When Mexico abolished slavery in 1829, the Texans negotiated a temporary exemption for Texas that allowed them to keep their slaves, but the Texans eventually decided to rebel.

This rebellion led to the Alamo standoff, and once the Alamo had become a slogan, Texans and volunteering Southerners declared the Republic of Texas, promptly writing slavery into their constitution: “All persons of color who were slaves for life previous to their emigration to Texas, and who are now held in bondage, shall remain in the like state of servitude … Congress shall pass no laws to prohibit emigrants from bringing their slaves into the republic with them, and holding them by the same tenure by which such slaves were held in the United States; nor shall congress have power to emancipate slaves.“ (Source)

Und erneut sticht das Zeitreise-Paradoxon übelst ins Auge, wenn man zwischendurch daran erinnert wird, dass es nur eine andere Handlung braucht, die alles bisherige verändern könnte. Und trotzdem arbeiten alle noch bei Connor Mason und jeder weiß über die aktuelle Mission Bescheid, aber sowas muss man wohl akzeptieren..

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„Timeless“, S01E04

Mag es auch etwas her sein, zu Ende wird geführt was begonnen wurde.

Timeless animiert gewisse Ereignisse und Personen der Weltgeschichte zu googeln. Sei es, da sie beim Studium nicht, beziehungsweise kaum behandelt wurden oder man diese wieder vergessen hat – selbst Professoren googlen gewisse Infos. Wichtig ist es (und das zeigt uns Lucy in kommenden Folgen) die Zusammenhänge zu erkennen, nicht nur das Datum und Ereignisse, sondern auch wie diese miteinander verknüpft waren und was daraus folgte.

Es brauchte tatsächlich vier Folgen um zu erkennen, dass Timeless eigentlich recht gut ist – und auch die Kostüme sind wohl und gut recherchiert. Dieser Meinung sind die Damen von Frock Flicks, die übrigens auch meine Verwunderung teilen, warum Lucy alles wissen kann: „There are a few problems, of course, with the logic — for example, historians tend to focus on particular eras/topics, so I’m confused how Lucy is an expert in every subsection of American history.“

Und mittlerweile gibt es auch eine Art Garderobe mit allerhand Kleidung aus den unterschiedlichen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, also doch – auch lässt uns Frock Flicks wissen, dass die Designerin und Kostüm-Verantwortliche nicht immer exakt die Kleidung der Periode wählte, denn „During certain periods in history, women held onto their clothes for 15 years – you have to make sure that you know what they were truly wearing during that time or you aren’t staying true to the clothing worn during that period.”

Nazi-Deutschland und James Bond

Wir schreiben den 9. Dezember 1944 und die vierte Folge setzt sich mit Nazi-Deutschland auseinander. Für Albert Speer wurde zwar ein Schauspieler gefunden, der des deutschen Dialekts mächtig ist, aber noch immer kein Deutscher, während Wernher von Braun mit einem tatsächlichen (und attraktiven) Deutschen (Christian Oliver) besetzt wurde. Warum ließ sich niemand für Speer finden?

Gebrochen leitet dieser ein: „Und nun, in der finalen Stunde, werden wir, die National Sozialisten, über unsere Feinde, triumphieren.“ Ich notierte: „Aber der Schauspieler macht das eh nicht sooo schlecht.“

Kurz darauf wird eine Rakete (A4/V2 = Vergeltungswaffe 2) gezündet – und ich frage mich, ob der deutsche (aber gescheiterte) Versuch eine Atombombe zu konstruieren auch mit eingesponnen wird?

Jiya kann das Mutterschiff in der Gegenwart ausfindig machen und als Anthony die atomare Kugel in den Händen hält, eilt das SWAT-Termin herbei. Gerade noch kann der Plutonium-Kern als Batterie installiert werden (die übrigens 300 Jahre hält) und Flynn sich in die Vergangenheit stehlen. Vieles wurde zurück gelassen, aber nichts, dass den Suchenden tatsächlich weiter hilft. Und Rufus spioniert noch immer für Rittenhouse, wohl nicht freiwillig und wie mag wohl die Nazi-Welt auf einen Schwarzen reagieren? In den Staaten war er unsichtbar, aber hier?

Erneut frägt sich die Scooby-Gang: was möchte Flynn? Die Amerikaner konnten 1945 ihre erste Atombombe fertig stellen und wenn Flynn die Atombombe (der gestohlene Plutonium-Kern) den Nazis zukommen ließe, bevor sie die Staaten haben, dann.. Wyatt spricht vier Sprachen, darunter auch Deutsch (welches aber nicht wirklich verständlich und ein Gemisch aus Französisch/Deutsch ist).

Ein Soldat beobachtet die Ankunft des Lifeboats, aber Wyatt schießt ihn nieder – und ändert damit bereits die Geschichte. Weitere, patrouillierende Soldaten müssen ihr Leben lassen und Lucy meint, ob er nicht zumindest versuchen könnte, die Geschichte nicht zu ändern. Und erneut bemerke ich, dass mir besonders die Kleider der 40er Jahre besonders gut gefallen. Lucy, die unfassbar nervös ist und Wyatt, der sich als deutscher Soldat ausgibt, werden von einem britischen Spion enttarnt, der niemand geringerer als Ian Flemming himself ist, der tatsächlich einst britischer Spion war – und sofort Gefallen an Lucy findet. Stand Lucy quasi unfreiwillig Muse für die Bond-Girls? Denn er ist zuerst dagegen, dass Lucy die Soldaten begleitet, muss er einsehen, dass eine Frau dieselben Fähigkeiten besitzen kann wie Männer.

„James Bond hittn‘ on Lucy and she’s into this.“ – Rufus

Sie erzählen von einer Bombe, die auf der Rakete angebracht und bei der Demonstration gezündet werden soll. Ian Flemming reagiert zuerst skeptisch, denn er vertraut weder Freunden noch Frauen, sondern lediglich der Mission. Warum die Deutschen den Fake-Akzent nicht bemerkten, aber Lucy und Wyatt schon ist mir ein Rätsel, aber gut.

Der atomare Sprengkörper ist noch nicht an der Rakete angebracht, taucht aber just in diesem Moment auf, gemeinsam mit Wernher von Braun. Flynn spricht wie Wyatt kein deutsches Deutsch. Lucy hält Wyatt ab auf Wernher von Braun zu schießen, denn: Von Braun floh in die USA und startete das Raketenprogramm, welches die Amerikaner schlussendlich auf den Mond brachte und das Rennen um den Weltraum für sich entschied. Logisch nur, dass Flynn Von Braun an die Russen ausliefern möchte.

Wir blicken in Lucys Vergangenheit, denn sie weiß noch nicht so wirklich, wie sie mit der Situation umgehen soll: Sie hatte sich für Fakten entschieden, die sich kontrollieren lassen – wohin gegen die aktuelle Situation sich jeglicher Kontrolle entzieht. Wyatts Großvater kämpft gerade im Feld gegen die Nazis und er ist der Grund, warum Wyatt heute kämpft – um ihn stolz zu machen. Sie muss nur heraus finden, wofür sie kämpft und alles wird ok sein.

Ich notierte mir: „Ich finde es gut, dass Wyatt noch an seiner verstorbenen Frau hängt, was eine Romanze mit Lucy recht unmoralisch und unbeständig wirken lassen würde.“ Dieses festhalten lässt den Charakter konstant bleiben und in sich durchdacht. Er hat ein Motiv (Flynn zu töten), ein Leiden (den Tod seiner Frau) und agiert danach. Einfach und simpel – und dadurch wird es auch möglich ihn etwas ernst zu nehmen. Timeless schafft es, vier Charaktere gleichwertig aufzubauen, und fehlte nur einer, wäre die Serie dem Ende geweiht.

Während Wyatt und Rufus versuchen die Demonstration der Rakete zu unterbinden, soll Lucy Wernher von Braun in Sicherheit bringen. Lucy flirtet souverän bis Flynn sie aufgreift – und seinen Plan offenbart. Lucy nennt ihn Paranoid. Aber er agiere nur im Sinne von „the Greater Good“. Hilft er den Nazis? What? No. Natürlich nicht. Eines Tages wird sie verstehen, dass er ein Patriot ist und entlarvt Ian Flemming als britischen Spion.

Rufus hat eine Idee. Sie zünden die Rakete einfach früher als geplant. Chaos bricht aus, eine Verfolgungsjagd steht an und Lucy, der zuerst ein gewisses Symbol bekannt vorkam, erinnert sich: Das Fisch-Symbol weist zu einem Geheimhang, den katholische Priester um 1500 benutzten um ein und aus zu können. „Priestholes“ lässt Wyatt wissen – weil es in Skyfall vorkommt. Ian derweil hört gespannt zu. Erneut ein Punkt warum ich Timeless mag: Die Interaktionen mit historischen Figuren sind alltäglich und ungezwungen. Und es sind nicht immer nur die großen Namen, sondern auch die kleinen. Es sind tatsächliche Menschen/Charaktere und nicht nur historische Figuren.

Das Ende nähert sich. Rufus hat eine Frage an Wernher von Braun, während er eine Formel notiert: Denkt er daran, wieviele Leute durch seine Forschung zu Schaden kommen werden? Von Braun antwortet kühl: Interessierte es ihn, würde er wohl kaum sein Ziel erreichen. Und ist Rufus viel besser mit dem was er konstruierte? Hätte er an die Konsequenzen gedacht, hätte er wohl die Zeitmaschine nicht vollendet.

Zurück in der Zukunft erfahren wir von einem neuen Bond-Film: Weapon of Choice, der 1964 mit Sean Connery gedreht wurde: ein Schloss, Raketen und die Rettung eines bösen Wissenschaftlers mit der Hilfe von CIA Agenten Lucy, Wyatt und Rufus sind der Plot.

Es gab keinen Anschlag mit der Bombe, sie erfahren von der Verwendung als Batterie und Rufus mag nicht mehr spionieren. Aber, Connor Mason ist tief mit Rittenhouse verstrickt und braucht ihn – sehr. Denn am Heimweg wird Rufus verfolgt und wenn er seinen Part nicht spiele, dann…

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„Game of Thrones“ RecapRap Season 1-6

Eben gefunden. Credits: RecapRaps

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Cersei Lannister: Villain, Anti-Hero, Heroine

Auch wenn 2019 und das Ende von Game of Thrones noch in weiter Ferne liegen, bedeutet das nicht, dass es nichts zu erzählen gäbe. Erst gegen Ende der 7. Season dachte ich mir: Cersei ist eigentlich ziemlich cool – wenn sie die Möglichkeit dazu hat. Und anstatt sie zu verschmähen, zu hassen oder Lena Headey auf Conventions zu meiden, sollte man einen Blick tiefer in ihre Geschichte und auf ihren Charakter werfen. Cersei mag sich als Gegenspielerin einen Namen gemacht haben – aber wenn man genau hinblickt, erkennt man eine Anti-Heldin, wenn nicht sogar eine Heldin.

Achtung, dieser Artikel enthält Spoiler für Season 7 und behandelt Film-Cersei.

“I don’t play her as a villain. I just play a woman who is a survivor and will do exactly what a man would do — which is, you know, murder somebody when you’re in a war.” – Lena Headey

Warum mögen wir Anti-Helden?

Warum findet Walter White (Breaking Bad) Anklang? Weil er cool ist? Sicherlich auch. Auf seinem Weg vom Krebspatienten zum Drogendealer, der lediglich seine Familie beschützen will, verzeiht man ihm vieles: Er lügt, bringt andere in Gefahr und wird kriminell, während seine Frau Frau Skyler für die selbe Intention und dahin gehendem Verhalten, aber ohne sich und ihre Familie unnötiger Gefahr auszusetzen oder das Gesetz zu brechen, verurteilt wird. Im Gegenteil, sie ist die Spielverderberin, ähnlich wie Carmela Soprano.

Warum funktioniert es bei Jessica Jones oder Wynonna Earp? Liegt es an den männlichen Stereotypen, die beide aufweisen wie Hang zum Alkoholismus, derbe Sprache und physische Stärke, die wir mit Anti-Helden verbinden und dadurch auch Frauen in der Rolle akzeptieren? Liegt es tatsächlich an der Geschlechter-Dualität und starren Rollen-Verteilung?

Dieser Vergleich lässt sich in gewisser Weise auch auf Arya und Daenerys übertragen. Wenn Arya einen Familienmord an der Frey-Familie verübt, freut sich der Zuschauer wie ein Kind zu Weihnachten. Röstet Daenerys hingegen die gesamte Lannister-Armee, wird sie für wahnsinnig erklärt – denn wir sympathisieren mittlerweile mit Jamie Lannister. Und wenn Cersei strategisch taktiert, um sich ihren Feinden zu entledigen, sei es auch mal in dem sie ein gesamtes Gebäude explodieren lässt, folgt ein Shit-Storm sondergleichen. Warum? Erlauben wir Frauen mit traditionelle Rollen nicht (ohne dem Attribut der Femme-Fatale, Jugend oder allgütigen Mutter-Figur) Macht zu besitzen?

Oder liegt es daran, dass wir mit Drachen und der jungen hübschen Khaleesi und den Stark-Kids eher sympathisieren, als mit den Lannisters, den von Beginn an inszenierten Gegenspielern. Vermutlich tragen mit Lust gebrochene Tabus wie Inzest und die deutlich zur Schau gestellte Arroganz der Lannisters mit dazu bei, dass man sie nicht mag. Vielleicht liegt es auch an der Jugend der Stark Kids und auch Daenerys, während Cersei an die „nörgelnde Mutter“ Schwieger-/Mutter erinnert, die bereits ihren Platz und Rolle gefunden haben soll, und durch ihr Ausbrechen aus diesem System unser gewohntes Bild über den Haufen wirft – und uns somit in eine verzwickte Lage bringt.

Natürlich lassen sich diese Fragen nicht exakt beantworten, aber ich möchte versuchen einen Denkanstoß zu geben, warum Cersei kein Bösewicht, sondern eine Anti-Heldin ist, und vielleicht, unter gewisser Betrachtung, nicht nur zur Heldin, sondern fast schon zur feministischen Ikone wird.

Was unterscheidet Helden von Anti-Helden?

Der Anti-Held ist der Gegenpart zum Helden. In der Literaturwissenschaft ist der Anti-Held eine passive, resignative oder generell eigenschaftslose Person, die nicht in der Lage ist Entwicklungen aktiv zu beeinflussen und den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt ist. Ein Held hingegen ist eine strahlende Figur und glich lange Zeit dem antiken Vorbild der Unfehlbarkeit, bis er im 18. Jahrhundert auch Fehler haben durfte und diese mittlerweile überwinden darf, um seine Heldenreise zu vollenden. Heute ist der filmische Anti-Held jemand, der nicht in die vom Autor geschaffenen Strukturen passt, Schwierigkeiten damit hat und außerhalb der Norm agiert und reagiert. Seine Geschichte zeigt dessen Unvermögen in der bestehenden Umwelt auf, mit der er sich nicht identifizieren kann. Er selbst hat Fehler und Schwächen. Häufig weist er selbstzerstörerische Eigenschaften auf (schlechte Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, Drogen) und legt sie auch nicht unbedingt ab. Er lebt damit.

Einfacher gesagt, wenn sich der Held mit Unfehlbarkeit und kleineren Fehlern brüstet und diese gegen Ende überwindet, muss der Anti-Held mit diesen leben und wird sie kaum überwinden. Und eigentlich ist die Bezeichnung „Anti-Held“ nicht einmal so griffig, denn genau in dieser Auseinandersetzung mit der geschaffenen, suboptimalen Umwelt, in der sich der Charakter befindet, wird er zum Helden. In dem er sie meistert oder auch nur akzeptiert und nicht daran zu Grunde geht.

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Anti-Heldinnen

Anti-Helden und besonders Anti-Heldinnen sind nicht der Preis, der am Ende des Zieles wartet. Anti-Heldinnen sind selten, wenn überhaupt Love-Interest, viel mehr aber Protagonist. Sie lassen eine allgemeine „likeablility“ vermissen und stellen weder Hure noch Heilige dar. Viel wichtiger: Es ist ihnen egal, ob sie gemocht werden, von der Audienz, dem männlichen Counterpart oder anderen Charakteren. Anti-Heldinnen unterliegen gewissen Charaktereigenschaften, die bei männlichen Charakteren nie so wirklich negativ ins Blickgeld fallen. Sicherlich wird übermäßiger Alkohol-Konsum mittlerweile generell als negativ bewertet, trotzdem fällt dieser bei Frauen eher ins Gewicht als bei Männern.

Anti-Heldinnen weigern sich flach und klischeehaft gehalten zu werden, weigern sich Zwecken zu dienen, die eigentlich keine sind. Sie sind ungern dazu da, die Geschichte des Helden voran zu treiben, sondern agieren um ihrer selbst willen. Sie erinnern den Zuschauer schmerzhaft daran, dass traditionelle Rollen und verhärtete Denkweisen aufgebrochen werden müssen. Typische Anti-Heldinnen in Westeros sind Arya Stark (deren Motiv Rache ist), Brienne of Tarth (für welche Gerechtigkeit mehr wiegt als alles andere), Yara Greyjoy (die in, für ihr Geschlecht, untypischen Strukturen lebt und dementsprechend agiert) und in gewisser Weise auch Daenerys Targaryen, die weder Hure noch Heilige ist, ein konkretes Ziel verfolgt (den Thron) aber keine traditionell männlichen Attribute zur Schau stellt (und ebenfalls ins Kreuzfeuer gerät). Und: Cersei Lannister.

Cersei Lannister und Westeros

Die Welt von Westeros ist patriarchal geprägt. Cersei wuchs in einem männlichen Umfeld auf und beobachtete den Spielraum der Akteure, ohne Möglichkeit selbst daran Teil zu nehmen, und dies lediglich aufgrund ihres Geschlechtes. Sie lernte, ohne aber das Wissen je selbst anwenden zu können beziehungsweise zu dürfen. Wie viele junge Mädchen war sie in Rhaegar Targaryen verliebt und wurde in eine arrangierte (und unter anderem gewaltvolle) Ehe mit Robert Baratheon gezwungen, der eigentlich eine andere Frau (Lyanna Stark) liebte.

“When we were young, Jaime and I, we looked so much alike even our father couldn’t tell us apart. l could never understand why they treated us differently. Jaime was taught to fight with sword and lance and mace, and l was taught to smile and sing and please. He was heir to Casterly Rock, and l was sold to some stranger like a horse to be ridden whenever he desired.” – Cersei Lannister, „Blackwater“

Ihr Bruder Jaime lebt quasi das alternative Leben von Cersei. Ein Leben, dass sie hätte haben können, wäre sie als Mann geboren worden. Und beide haben eine ähnliche Reise: Beide waren arrogante Kinder und beide erleiden Blöße: Cersei verliert beim Walk of Shame eines ihrer femininen Attribute aufgrund ihrer Affäre mit Jaime und Jaime verliert als Swordsman und Ritter seine Hand. Während Jaime aber nach Hilfe sucht, verschließt sich Cersei und versucht energischer als zuvor, ihre Macht zurück zu holen – koste es was es wolle. Und dies macht sie, in meinen Augen, fast zu einer feministischen Ikone: Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand, auch wenn das bedeutet andere zu verletzen. Sie tut, was getan werden muss, um das eigene Überleben zu sichern.

Cersei Lannister: Anti-Heldin

Cerseis Ambitionen und Motivation isolieren sie vom traditionell weiblichen Charakter, der zu Beginn von Game of Thrones üblich war. Nach dem Tod ihres Vaters musste sie handeln, um ihre Macht auszubauen. Sie fordert den Zuschauer heraus, stereotype Geschlechterrollen neu zu hinterfragen. Nicht mehr ist sie die Frau, die still daneben sitzt, sondern jene, die trotz ihrer weiblichen Präsenz, Wort und Initiative ergreift. Wenn Arya, Brienne und Yara sich dem Männerbild anpassen, mag Cerseis Verhalten verwirren – denn man kennt es in dieser Welt nicht anders. Sie schneidet sich nicht die Haare ab und trägt auch keine Hosen, um akzeptiert zu werden.

Hätte Cersei sich ihrem Vater oder ihrem Bruder untergeordnet, wäre sie gemocht worden. Oder zumindest hätten wir Mitleid mit ihr gehabt. Aber darauf legte sie nie Wert. Es ist ihr reichlich egal, ob das Volk sie hasst. Sie beweist immer wieder Klugheit und versucht sich in Schlüsselpositionen zu manövrieren, sei es, dass sie sich mit zwielichtigen religiösen Fanatikern einlässt (deren Machenschaften sie leider aus Arroganz nicht kommen sieht) oder bestimmte Morde in Auftrag gibt. Und welche anderen Mittel bleiben ihr zwecks Machterhalt als Frau in Westeros sonst übrig?

Selbst ihre Beziehung zu Jaime kann als eine Art Rebellionsakt gesehen werden, um wieder Kontrolle über ihren Körper zurück zu erlangen, die ihr durch die Ehe, als Gegenstand für Sex und Kinder, genommen wurde. Wenn gute Frauen, gebrochene Männer retten, so bleibt die gebrochene Frau sich selbst überlassen. Kein guter Mann versucht sie zu retten. Sie verliert ihre Tugend und wird zur Hexe, die verstoßen im Wald leben muss. Als Anti-Heldin ist sie nicht diejenige, die gerettet werden kann – aber auch nicht gerettet werden will. Und gegen Ende ist es Cersei, die auf dem Thron sitzt und alles in ihrer Macht stehende tut, um diese Position zu halten.

Von wiederholenden Vergewaltigungen (nicht nur durch ihren Ehemann, sondern auch Bruder) bis hin zum Walk of Shame (als Strafe für ihre Beziehung zu Jamie), waren es Männer, die ihr am nächsten standen und diese Taten vollzogen. Ihr Vorgehen gegen Margery und die Vernichtung der Sept of Baelor speisen sich aus dem Verlust von politischer Macht, was wieder zu einer marginalisierten Position geführt hätte und hat. Nach dem Walk of Shame wird sie von politischen Entscheidungen exkludiert und muss mit den anderen Frauen auf der Seite sitzen.

Cerseis Motivation ihre Familie zu beschützen und den Namen ihres Hauses zu bewahren, ihr Durchhaltevermögen und Konsequenz, um jene Macht zu behalten in deren Besitz sie nun ist, lassen sie, in meinen Augen, zur Heldin werden.

Cersei Lannister: Heldin

„You should have taken the realm for yourself. Jaime told me about the day King’s Landing fell. He was sitting in the Iron Throne and you made him give it up. All you needed to do was climb the steps yourself. Such a sad mistake. … When you play the game of thrones, you win or you die — there is no middle ground.“ – Cersei Lannister, „You win or you die“

Alles was sie tat, leitet sich daraus ab. Sie kennt das Spiel um den Thron, sie weiß wie Macht funktioniert und taktiert. Sie steht zu ihren Motivationen und schert sich einen Dreck darum, ob ihre Handlungen und die Weise sie zu erreichen, verwerflich sind. Sie lebt es und will es und handelt dementsprechend. Cersei entschuldigt sich nicht ständig für die Dinge die sie tut. Im Gegenteil, sie steht dazu. Auch das lässt sie zur Heldin werden. Vielleicht sogar zu einer feministischen Ikone, einem Vorbild, dem wir vielleicht etwas mehr Beachtung schenken sollten.

Ihre Liebe zu ihren Kindern und die Art wie sie sie beschützte, ließ sie in den Augen der Zuschauer menschlich werden. Und in gewisser Weise zeigt man Verständnis, wenn sie die Macht, die sie bisher nur aus der Ferne beobachten konnte und deren Unterlegene sie war, nicht mehr aufgeben möchte.

Cersei sitzt gegen Ende der 6. Season auf dem Thron. Sie agierte strategisch und handelte den Umständen entsprechend; verfolgte das, was sie von Männern wie ihrem Vater, ihrem Mann und anderen lernte und wandte es zielführend an. Cersei ist nicht verrückt, sondern politisch – was sich zwar nicht ausschließen muss, aber lediglich zu behaupten, sie sei wahnsinnig, tut ihr Unrecht.

Cersei tut, was sie tun muss, um ihre Macht zu halten. Cersei tut, was sie tun muss, um zu überleben. Abgesehen von all diesen Aspekten, wäre es einfältig und naiv Cersei als wahnsinnig, verrückt oder böse abzustempeln, sondern als ambitioniert, klug und durchsetzungsfähig.

Unglücklicherweise stellt sich Cersei in Season 7, die generell die Martin‘sche Feder vermissen lässt, gegen alle Vernunft und kann zurecht als etwas ignorant bezeichnet werden. Aber ginge man davon aus, dass die Welt nicht von Zombies bedroht werden würde..

Konklusio

Eine lieblose Zwangsehe, Vergewaltigungen, Tod ihrer Kinder, der Walk of Shame und Belustigung über ihre Romanze zu Jaime – trotz alledem ist sie die erste Frau in Westeros, die tatsächliche Macht in den ihren Händen hält. Kann man Cersei wirklich für ihre Taten verurteilen? Kann man sie dafür verurteilen, dass sie versucht alles mögliche zu tun, um nicht wieder in ihre alte Stellung zurück zu fallen? Erneut: Aryas Familienmord und Daenerys Feldzug unterscheiden sich nur marginal von Cerseis Handlungen.

Kann man Cerseis Selbsterhaltungswillen wirklich für „böse“ empfinden? Wenn man sich ihre Taten in einem größeren Zusammenhang, als nur im aktuellen Kampf um den Thron betrachtet, kann sie durchaus als Heldin gelten.

Dass Cersei auf den ersten Blick unsympathisch wirkt und einen Rattenschwanz an negativen Kritiken mit sich zieht, liegt sicher auch daran, dass es in den ersten drei Büchern keine Erzählung aus Cerseis Perspektive gibt. Es ist leichter, jemanden als „böse“ zu sehen, wenn man ihn immer nur durch die Augen von Sansa oder Tyrion sieht. Ihr erster Auftritt folgt in „A Feast for Crows“. Auch trägt dazu bei, dass sie bereits in Season 1 mit unsympathischen Tendenzen (Inzucht, Arroganz, usw.) auftritt, und die Gewalt, die sie erfahren hatte, durch wenige Sätze quasi belanglos (weil es eben so ist) und bereitwillig akzeptiert wird. Man sieht es nicht, es war schon immer so, also kann es nicht so schlimm sein oder? Erst als Sansa Stark, die zu Beginn als verzogene Göre auch nicht gerade beliebt ist, von Ramsey vergewaltigt wird, folgt der Ruf die Serie zu boykottieren.

Cerseis Entscheidung für Gewalt und das Niederbrennen ihrer Feinde ist ein Akt der Vergeltung als wie auch der Selbsterhaltung. Erneut, sie tut, was notwendig ist.

Aber nicht nur Cersei unterliegt diesen beiden Zügen, auch Jon Snow, Arya Stark und Daenerys, selbst Tyrion wenden diese an, und werden dafür gelobt und bejubelt. Dass man Cersei nicht als gleichwertig akzeptiert, liegt wohl auch am unglücklichen Zustand, dass sie jene unterstützt, die wir hassen und die Gegenspielerin jener ist, die wir lieben. Aber abgesehen aller emotionalen Sympathien tut Cersei nur das, was sie muss: Überleben.

Quellen:

2 Kommentare

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„Westworld“, S02E07

Wir kommen dem Ende näher. Nur mehr 3 Episoden, viele Fragen wurden bereits beantwortet und leider, ich muss erneut betonen, schafft es die zweite Season nicht ganz so, mich in ihren Bann zu ziehen. Ohne Zweifel, sie ist großartig und ich mag die Verwirrung und wäre die gesamte Season in einem verfügbar, hätte ich sie vermutlich auch schon durch geschaut, aber dieses ewige Warten lässt den interessanten Tenor stimmlich etwas versagen. Er hustet bisweilen während der Vorführung und muss gegen Ende vielleicht sogar das Konzert absagen.

„Les Écorchés“

„In French, „écorché“ means flayed, and the term is used in art to describe a figure of a living being stripped of its skin. This title brings the drone hosts to mind, but surprisingly none made an appearance in this episode.“ (elle.com)

Bernard, Charlotte & Stubbs (Gegenwart)

Bernard lässt Stubbs wissen, dass die Teams nicht hier sind, um Überlebende zu retten, sondern etwas viel wichtigeres: Daten. Karl Strand, Leiter jenes Teams, welches die leblosen Körper der Hosts aus dem See gezogen hatte, lädt zum Spaziergang ein und sie gelangen zu jenem Haus, in welchem Bernard Theresa getötet und Ford sein geheimes Labor hatte. Charlotte wartet bereits – und der Plan ist eigentlich simpel: Die Daten sollen an den Meistbietenden verkauft werden. Hinter der Tür, die Bernard einst nicht sehen konnte („What Door? It doesn’t looks like anything to me.“) wartet die bereits aus dem Trailer bekannte Bernard-Army.

Bernard wird daraufhin gefoltert, denn Charlotte will mehr über Dolores Machenschaften in Erfahrung bringen.

Ford & The Cradle

„The Cradle“, Fords Bewusstsein in digitaler Form. Anthony Hopkins, man muss es anmerken, trägt viel zum Charme der Serie bei. Man schaut ihm gerne beim Philosophieren zu.

„God recreates his creation“ beginnt er und lässt eine Fan-Theorie nach der nächsten sterben: Die Aufgabe der Loops war es, die Hosts „sentinent“ zu halten, der Park war ein Experiment und die Gäste dessen Variablen. Den Hosts oblag Kontrolle über die Gäste, sodass der Park diese beobachten und herausfinden konnte, was sie antreibt, „so that Delos can understand, copy them“, um Back-ups herstellen und diese folgend zu „entcoden“, sodass die zahlende Klientel bis ins letzte Detail analysiert werden kann.

Freier Wille ist eine Illusion. Aber sie sind frei! sagt Bernard, trotz dessen ist Ford dafür verantwortlich und er kann es ihnen wieder nehmen. Delos‘ Projekt (Unsterblichkeit) funktioniert nicht, noch nicht. Nicht in der realen Welt (wie wir bei Mr Delos gesehen haben), aber hier schon, im Cradle. Das Ziel der Hosts, the Valley Beyond, bedeutet also deren Ende? Sterblichkeit? Mortality? Keine Möglichkeit mehr zur Wiederherstellung, ein letztes und vergängliches Leben?

Wie hat es begonnen? Ford bringt Bernard in Arnolds Zuhause, Arnold, der alles erschaffen habe. Und Ford habe ihn, Bernard, erschaffen. Nach dessen Vorbild. Und nun wissen wir auch: Dolores hatte ihn getestet, sie kannte ihn, Arnold und dessen Erinnerungen, besser als alle anderen. Sie waren lange, lange hier zusammen.

Und plötzlich nimmt er ihm den freien Willen wieder weg, schickt ihn zurück und Bernard erinnert sich nicht. Aber wir sehen die Narbe! Die Narbe am Kopf, die, die er am Strand trug! Das System funktioniert wieder und Dolores ist bereits gefährlich nahe.

Dolores

Speaking of which: Dolores marschiert inklusive Roborebellion ins Controlcenter und hinterlässt einen Haufen toter und nackter Securitys. Sie schreitet Richtung The Cradle und alles was sich ihr in den Weg stellt, wird vernichtet.

Dolores trifft auf Charlotte, die sie töten will und stellt sie zur Rede. Aber Charlotte versucht sich heraus zu winden, meint, was für wunderbare Kreation sie doch seien. Soviel mehr! Und so toll! Dolores frägt nach dem Schlüssel und Charlotte antwortet, sie wüsse doch gar nicht, was sie damit tun soll – doch, weiß sie.

Dolores spricht einen ihrer Monologe: „You created us from your own image“ und doch, „now it is you who want to become like us. Chances of eternity, die in that valley with all the souls you’ve captured.“

Angela befindet sich derweil beim Cradle, bezirzt einen Soldaten, wiederholt ihre Rede aus der ersten Episode der ersten Season und sprengt sich und ihn und alles in der Umgebung in die Luft. Yes! Moment, das bedeutet tatsächlich: Kein Back-up mehr. Tot bleibt tot, oder?

Ford & Bernard

Bernard kehrt zurück, muss aber zum Valley Beyond – bevor die Menschen und Dolores auftauchen. Und Ford leitet den Weg. Er spricht von einer neuen Geschichte. Was geschah, als in der Vergangenheit all die großen Bibliotheken Bränden zum Opfer fielen? Sie gingen verloren und wurden neu geschrieben. Bernard schaut zu, wie im Controlcenter Menschen sterben. Klassische Musik begleitet ihn. Es ist nicht mehr länger seine Story, sagt Ford, es ist Bernards Geschichte und dieser fährt das System runter, um den Hosts die Freiheit zu ermöglichen.

„Your very nature, Bernard, ensures they will devour you and all the beauty of who you are of who you could be will be poured out in to the darkness forever. Unless we open the door. I’m sorry Bernard, but you just don’t have it in you to survive. It’s my fault, really.“ – Dr. Robert Ford.

Ford flüstert Bernard zu, lässt Licht zu Schatten werden und Bernard metzelt sich durch einen Haufen Statisten.

MiB & Maeve

Die Geschichten greifen ineinander über. Nachdem Maeve mit ihrer Tochter geflohen war, reitet William auf sie zu. Maeve erinnert sich an die schrecklichen Dinge, doch William ist nicht an ihr interessiert: „No, not you. It’s too obvious“ – er ist mittlerweile verrückt geworden und glaubt in jedem Grashalm eine perfide Aktion Fords zu sehen. Maeve schießt ihn an: „I’m nothing like the rest of them.“

/initate GodMode+

Lawrence‘ Reiter wenden sich gegen den Gunslinger und greifen ihn an. Maeve will sehen wie er stirbt – als Lawrence sich ihr entgegen stellt um seinen alten Peiniger zu retten. Maeve kontrolliert ihn nicht, aber lässt ihn an seine unzähligen Leben erinnern, was der Gunslinger tat, wie oft er dessen Frau erschossen hatte. Ist Lawrence awake? Wir wissen es nicht. Aber er erinnert sich. Und wird wütend. Maeve gibt ihm die Waffe und er schießt. The end is near.

Doch das von Sizemore gerufene Rescue-Team taucht auf/funkt dazwischen, das Kind wird von Ghost Nation Reitern mitgenommen und Maeve angeschossen. What? No!!! Sizemore aber nimmt sie mit.

Während Maeve auf der Barre liegt, tritt Dolores näher an sie ran. Ihre Tochter war nur eine weitere Geschichte. Und Maeve konnte sich für ihren eigenen Pfad entscheiden, der sie nun hier her brachte. „I’m sorry this is where it ends“ sagt Dolores und verlässt die Szenerie mit ihrem Gefolge.

Theorien, Fragen und was das Netz ausspuckt

Wir wissen nun also: Delos Plan all along war es, Daten der Gäste zu sammeln, während die Hosts diese Daten beschützen sollen. Es gibt auch keinen freien Willen mehr für Bernard und Dolores hatte Erfolg. Dolores, die den Weg der Dunkelheit und Rache (zurecht!) wählte.

  • Szenen, die wir zwischen Bernard und Dolores gesehen haben, sofern es nicht Arnold war, waren also jene, in welchen Dolores Bernard getestet hatte und nicht umgekehrt.
  • Via Reddit: „Ford said that the human-host minds don’t work in the real world, which is why he had put himself in the cradle. Apparently, he is stable there. Knowing this, we can then assume that the Valley Beyond is likely just a massive server cluster holding human-host minds, waiting for Delos Corp to perfect host implantation. It’s the cradle, but for human-host brain modules.“ – Zugegeben, macht Sinn.
  • Auch eine interessante Frage: „What if the hosts leave the park in the host replicas of the guests that died.. with their consciousness transferred over..“ – Well.. das würde die toten Körper im See erklären, da sie diesen dann nicht mehr brauchen.
  • No One is Happy: Menschen gieren nach Unsterblichkeit, während Hosts via Sterblichkeit nach dem Sinn und Zweck des Lebens suchen.
  • Vielleicht etwas Gossip aber: Talulah Riley (RIP Angela) war 2x mit Elon Musk verheiratet.
  • „Via Westworld Beyond-Facebook-Gruppe: The whole park exists as an experiment to observe and replicate guests through observation. In the same way that Bernard is a close replication of Arnold. Bernard’s personality is built through observation by Ford and Dolores, with tricking Dolores being a sort of next level Turing test. Think about that for a second. Recreating a person based on how other people percieve you, not an actual direct high fidelity digital copy like Ford and the Delos CEO, whose name I forget at the moment. There are some serious implications about the nature of reality here that I hope they address. Who is the real you? Are you who you think you are, a deeply biased and flawed perspective and fundamentally cannot account for how other people percieve you, or are you how other people truly percieve you? We are heroes of our own story, but sidekicks, villains, friends, and extras in everyone else’s. The show seems to lean towards the idea that constructing a person from observations with minimal fidelity can lead to true free will, awake, as Maeve would say. That human consciousness simply cannot properly exist inside a host. Technologically, it’s just nitpicking. If Ford can exist in the Cradle, then existence in a host mind is just a processing and memory engineering problem. But I think the show is definitely leaning towards a fundamental difference between hosts and humans.“

Links zum besseren Verständnis gewisser Sachverhalte:

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