Archiv der Kategorie: Kulturelles

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Marvel Has a Pandering Problem NOT a Diversity Problem!

Mr Raymond leitete mir vor wenigen Tagen ein Video weiter und ich muss sagen: Es ist gut. Informativ und zynisch, die Beispiele werden gut erklärt und man folgt dem Gesagten gerne ohne abzuschweifen. Manchmal jedoch auch etwas anmaßend; denn niemand, weder der sporadische Comic-Konsument oder jene, die etwas tiefer in die Materie verwebt sind, können alles kennen und wissen – und im Gedächtnis behalten. Nichts desto trotz: Sehr sehenswert – und sie spricht vermutlich vielen eingefleischten Comic-Fans aus der Seele.

Aus der Beschreibung zum Video: „Recently, Marvel has been in the news after the VP of sales claimed diversity was killing sales. Social justice warriors, feminists and lefties were all quick to jump on the story to claim diversity is not the reason for declining sales and for once, I actually agree – diversity itself is not what’s killing Marvel comics; bad writing and pointless SJW pandering is killing Marvel comics. If you think the two may seem one in the same, check out my (((short))) 30 minute analysis!“

Schaut es euch an, es sind 30 gut investierte Minuten.

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„Shake it off!“

Toll, jetzt habe ich dieses WKO-Lied als Ohrwurm. Wenn es euch genau so geht, rate ich zu Taylor Swift. Man kann sie mögen, ablehnen, hassen oder lieben, aber dieser Song beißt sich wie ein ausgehungerter Zeck im Ohr fest.

Ich glaube, für jeden sollte eine passende Musikrichtung mit dabei sein.

Das Original:

Rock-Cover:

African Hipster Cover:

Pop-Punk Cover:

Metal-Cover:

Noch ein Metal-Cover:

Trauiges Singer-Songwriter Cover:

Nettes Singer-Songwriter Cover:

Vintage Cover:

Violinen-Country Cover:

Und zu guter Letzt ein Disney Style-Cover:

7 Kommentare

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Ein Kommentar zum „12h-Tag“

Selbst wenn man sämtliche Nachrichten Kanäle entabonniert und versucht, allem Schlechtem, dass einem entgegen geschleudert wird, auszuweichen, kommt man an manchen Nachrichten einfach nicht vorbei. Wie zum Beispiel dem 12h-Arbeitstag, der in Bälde Realität sein könnte und sein wird.

Ich hörte die Nachricht im Radio und einer der Menschen, wer auch immer es war, meinte, man solle doch jetzt bitte keine Gräuelpropaganda verbreiten, die 12 Stunden seien doch nur in Ausnahmefällen möglich und der Arbeitnehmer könne immer noch entscheiden und auch sogar ablehnen, wenn Gründe wie Kinder oder Pflege vorliegen. Wait, what?

Sicherlich, Nazi-Sprech ist in der aktuellen Regierung en vouge, während Kinderlose schon seit jeher die Arschkarte gezogen haben. Eine Bekannte arbeitete einst im Hard Rock-Café und bekam immer nur die Spätschichten zugeteilt. Der Grund? Sie ist kinderlos. Andererseits ist es natürlich wieder toll, dass es für Alleinerziehende solche Möglichkeiten gibt. So oder so ist das gesamte System suboptimal.

Da ich also informiert bin, dachte ich mir, lasse ich mich durch die Kommentare in meinem Lieblingsforum erheitern, welches ich so lange Zeit gemieden habe. Übrigens, selbst im berüchtigten Krone-Forum, einer schrecklichen Boulevardpresse (vergleichbar mit der BILD), bemerken die Leute langsam, dass nicht nur die „scheiß Auslända!“ verloren haben, sondern auch sie selbst. Tja, Pech gehabt. It’s too late baby now, it’s too late.

Aber nun zum Forum.

Ein nettes Posting war:

Ein anderer meinte: „Verkehrte Welt… Auf der einen Seite sollen, lt. Studien 50 % der Arbeitsplätze durch die Digitalisierung verloren gehen, auf der anderen Seite wird so ein Gesetz beschlossen.“ Auf der anderen Seite sollen die Leute bis 70 arbeiten, andererseits „ver-altet“ die Gesellschaft, da der Großwurf an Nachwuchs fehlt und die Leute dank moderner Medizin immer länger leben. Sicherlich, so denkt die Logik, je älter, desto länger soll gearbeitet werden, dumm nur, dass ab 50 niemand mehr realistische Chancen hat eingestellt zu werden – und eben, die Hälfte der Jobs via Digitalisierung wegfallen werden. Insofern denkt man sich, wäre doch ein 20h/Tag sinnvoller um zumindest ein paar Leute unterbringen. Lustigerweise wird aber auch keine Maschinensteuer eingeführt, die unser sozialpolitisches System etwas entlasten könnte. Oder wie fast alle anderen Länder eine Vermögenssteuer, die, oh my f*cking god! die Leistungen sogar weiterhin gewährleisten könnte, aber nein, damit ließe sich wohl keine (un)ordentliche Politik machen. Offenbar ist nur ein gespaltenes Land ist ein einfach zu regierendes Land.

Der Kommentator schreibt weiter: „Auf der einen Seite gehen nordische Staaten dazu über die Normalarbeitszeit zu verkürzen, auf der anderen Seite [wird] so ein Gesetz beschlossen.
Also entweder wir leben auf einem falschen Planeten oder unsere Politiker sind äußerst kurzsichtig……..?“ Vermutlich steckt ein teuflischer Plan dahinter, teuflischer als der Teufel selbst. Und dieser diabolische Plan sieht vermutlich vor, dass alle Leute krank werden und in die Mindestsicherung fallen. Dann kann man sie zur Zwangsarbeit verpflichten und in großer, gnädiger Güte mit einem Euro die Stunde vergütet, während auf das Vermögen zugegriffen wird, sodass man nie und nimmer eine Chance hat, aus dem Sumpf heraus zu klettern.

Und was können wir dagegen tun? Am Stammtisch bei nam Bier ordentlich auf den Tisch hauen und sagen wies ist! Ernsthaft! Ironischerweise ist dieser Beitrag ist im Prinzip nichts anderes, er klopft auf den Tisch, nicht mit der Faust aber mit ein paar Fingern tippelt er nervös auf den Tasten, hat neben sich ein Glas Wasser stehen und sagt: So gehts nit!

Oh – und dann wäre noch dieses Problem:

Also, was ist die Lösung? Kornkreise malen und hoffen, dass Aliens auf uns aufmerksam werden, uns belehren und unterstützen – wie Karellen oder uns gänzlich vernichten, oder uns einfach richtig versklaven um, keine Ahnung, weil sie Sadisten sind und Freude daran haben, so wie manche Kinder Freude daran haben, Schneckenhäuser zu zertreten oder Ameisen via Lupe zu verbrennen.

Moment, was, wenn heimische Politiker bereits Goa’ulds in sich tragen und dies die Alienhafte Versklavung ist, die sich Schriftsteller und Filmemacher schon so lange wünschen mit der naiven Wunschvorstellung, dass sich die Menschen einander an den Händen greifen und gemeinsam für ihre Freiheit kämpfen? Freedom! Was ist, wenn wir schon seit Jahrzehnten von Aliens unterwandert werden? Mind Blowing!

Manche würden an dieser Stelle wieder sagen: „Dein Zynismus macht es nicht besser.“

Doch.

Und siehe da, was mich kurz vor der Veröffentlichung dieses Beitrages noch erreicht hat: Ein Lied! Und zwar ein ganz besonderes Lied. Achtung, dieses Lied könnte zu Ohrenkrebs und dem Absterben von Gehirnzellen führen, sowie zur berechtigten Frage: WHAT. THE. H…

Ich vermute mal, dass irgendwo ein Werbefutzi geknebelt und gefoltert im Keller der WKO (Kein Scherz – dieses Video produzierte die Österreichische Wirtschaftskammer(!), wodurch wir sicher sein können, dass es sich nicht um Satire oder Parodie handelt) eingesperrt ist und dieses Meisterwerk dichten musste. Und irgendwo, in irgendeinem Raum gab es Leute, die sich das ausdachten, produzierten und dann der Meinung waren: „Joa. Geil, oder?“ Für wie blöd hält Österreichs Elite eigentlich den Bürger?

Offenbar soll es auch schon im Radio zu hören gewesen sein.

W.T.F? Seriously? Too much Internet for today. Infiltrierung und Gehirnwäsche des Bürgers auf Kosten der Steuerzahler, you’re welcome:

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„Timeless“, S01E02

Ich wusste gar nicht, wie amüsant die Serie ist und wie sehr sie mich zum bloggen animiert. Nun, dann werde ich diesem Drang Folge leisten:

War es in der ersten Folge der Zeppelin Hindenburg, der am 6. Mai 1937 38 von 97 Menschen mit in den Tod riss, nicht aber einen Rockefeller und andere, für nord-amerikanische Geschichte wichtige Gestalten, ist es jetzt der Mord an Abraham Lincoln.

Hat sich die Lebensgeschichte der anderen auch verändert? Nur drei Reisende können sich an die Vergangenheit erinnern, sowie an ihr altes Leben. Lucy ist bestürzt über den Verbleib ihrer Schwester, die nie geboren wurde, trägt aber deren Bild bei sich, welches die Reise durch die Zeit unverändert überstanden hatte. Offenbar unterliegen Dinge, die in der Kapsel mitgenommen werden, nicht den Veränderungen, die durch Zeitreisen entstehen können – was logisch klingt. Warum wird ihnen dann nicht ab sofort ein Geschichtsbuch mitgegeben, so zur Dokumentation? Vielleicht wollen sie das auch gar nicht?

Dafür ist offenbar keine Zeit, man gibt Lucy nicht einmal eine Minute um zu trauern, denn sie müssen los. Jetzt. Und just als der Civil War beendet ist, kommen sie an. Es stellt sich die Frage, was will der zwielichtige Geselle Flynn? Die USA zerstören wie wir sie kennen? Gekleidet in Reenactment-Uniformen – man frägt sich, warum ein solches Unternehmen nicht ausreichend finanzielle Mittel für Recherche und Hardware zur Verfügung hat um adäquate Uniformen bereit zu stellen, oder diese zumindest Idiotensicher zu gestalten – wird Rufus von seinem Ur Ur Ur Opa erkannt, der ihn sogleich als Fake entlarvt. Lucy trifft derweil auf den Sohn von Präsident Lincoln, dessen Zug durch mysteriöse Hand außer Kraft gesetzt wurde und Wannabe-Eyecandy Wyatt wird in einer Schießerei verletzt.

Flynn, der dunkle Bösewicht, lässt Lucy wissen, dass nicht nur sie ihre Schwester, sondern er auch seine Familie verloren hat. Und nein, er versucht nicht Amerika zu zerstören, sondern zu retten! Und eines Tages wird sie ihm helfen, dass sei keine Drohung, sondern ihre Zukunft. Und was habe Rittenhouse damit zu tun? Nicht er, sie! Plural.

Der Zuschauer stellt sich unmittelbar die Frage: wie viel von der Vergangenheit wie wir sie kennen ist wahr? Wie viel wurde schon geändert und ist Trump das Resultat von Zeitreisenden, die irgendwas in der Vergangenheit verkackt haben? Marty, Marty! We have to go back!

Und während alle eine Aufgabe besitzen die jeweiligen und wichtigen Staatsmänner zu retten, auf welche es Flynn abgesehen hat, trifft Lucy auf den Präsidenten, und sie weiß, dass er sterben muss – auch wenn es ihr das Herz bricht. Flynn schlägt den eigentlichen Assassin, den Schauspieler John Wilkes Booth nieder und macht es selbst. Aber alles ereignet sich wie die Geschichte es bereits geschrieben hat, die Staatsmänner können gerettet werden, Rufus trifft erneut auf seine Verwandten und rät ihnen nach Norden zu gehen, nicht in den Süden.

Eigentlich ist es eine tragische Geschichte: So nah dabei zu sein und nichts tun zu können, und dann wäre da noch die fast-Romanze mit dem Sohn des Präsidenten gewesen in einer Zeit, in welcher es weder Verhütungsmittel noch ordentliche Hygiene gab. Die Geschichte änderte sich dahin gehend, dass Lincolns Mörder nun ein Unbekannter ist, und nach Juliette Shakesman – eine Schauspielerin für die sich Lucy ausgegeben hatte, die nie wieder gesehen ward und den General gerettet hatte – wurde eine High School benannt.

Die Verschwörung beginnt Gestalt anzunehmen, als Jiya (eine Mitarbeiterin), die ihr angeboten hatte, Recherche zu betreiben, heraus findet, dass Lucys Eltern sich in dieser Zeit nie getroffen hatten und somit ihre Schwester nie geboren werden konnte. Aber warum ist sie am Leben? Weil es nicht ihre Eltern sind!

Die Folge endet mit der Verlobungsfeier.

Bemerkungen

  • Zeitreiseparadoxon: Während man in der Kapsel ist oder in der Vergangenheit herum geistert, lebt man trotzdem – auch wenn der Vater deines Vaters nie geboren wurde? In diesem Falle müssten Zeitreisen eine Art Loop sein, der sich mit jedem Sprung in die Vergangenheit neu aufrollt. So gesehen machen Zeitreisen tatsächlich irgendwie, vielleicht, in irgendeiner Art Sinn? I want to go to there!
  • Erneut: Man kann also Dinge, wie ein Geschichtsbuch, wie es einst geschrieben wurde, mitnehmen, folgend den Verlauf der Geschichte ändern und man hat alles dokumentiert? Das klingt interessant und nützlich. Warum nehmen sie zu Dokumentationszwecken kein Geschichtsbuch mit? Ich verstehe diese unfassbare Fahrlässigkeit nicht. Oder wäre es eher Fahrlässig solche Dinge mitzunehmen?
  • Die Sache mit dem Zeitreisen wurde übrigens wieder einmal mit dem gerollten Blatt Papier demonstriert und man darf sich auch selbst nicht begegnen. Es gibt offenbar doch gewisse Konstanten und Regeln, die auch bei Zeitreisen nicht überschritten oder verletzt werden dürfen. Warum eigentlich? Warum darf man sich selbst nicht begegnen? Nähme man eben genannten Loop her, wäre es doch wirklich egal, begegnete man sich selbst nochmal.
  • Lustig jedoch, dass jene Menschen, die in der Zeitreise-Firma angestellt sind, es auch danach sind und genau wissen, was passiert und was zu tun ist, obwohl sich Dinge veränderten, gravierende, wie bei Lucy beispielsweise, deren Schwester nicht existiert und die Mutter nicht an Lungenkrebs erkrankt ist. Oder sind es Leute aus der Zukunft? Dann ergäbe es Sinn. Aber so?
  • Erneut: Warum werden die Uniformen nicht besser geprüft? So ein großes Unternehmen muss doch die finanziellen und menschlichen Ressourcen aufbringen können, um richtige Uniformen anfertigen zu lassen und ordentliche Recherche zu betreiben? Wie wäre es mit einer Zeitreiseserie die alles durchdenkt? Vermutlich liegt es tatsächlich an der zeitlichen Knappheit.

Und hier vielleicht noch etwas nützliches:

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Woche #1806 – Taylor Swift und Karaoke

Taylor Swift tourt gerade durch London und Irland. Und ich wäre wirklich gerne zu einem dieser Konzerte gefahren. In Irland hätte man sogar ein ordentliches Preis/Leistungsverhältnis abstauben können und auch die Kosten der Flüge wären im Bereich des Möglichen gelegen. Aber gut. Nächstes Mal (in vermutlich 2-3 Jahren) werde ich mir ein Ticket sichern und einen Urlaub drum herum aufbauen. Und vielleicht möchte mich ja dann jemand begleiten, denn, so gern ich Dinge wie Kino, am See liegen, reiten und besonders auch reisen alleine mache – glaube ich, dass ein derartiges Konzert mit Begleitung eindeutig besser ist.

Aber! Immerhin traue ich mich mittlerweile Taylor Swift beim Karaoke zu singen. Karaoke, eine Tätigkeit, die ich vor Jahren sehr, sehr häufig ausübte und nun wieder aufgenommen habe. Meine Balladen, die weder beim Song Contest noch beim Karaoke funktionieren, singe ich natürlich nach wie vor noch. Manchmal besser, manchmal schlechter – was aber auch an der Lautstärke vom Mikrophon liegt und ob ich die Woche davor etwas geübt habe.

Lustigerweise freuen sich die Leute wenn sie „We are never ever ever getting back together“ mit grölen können (so auch bei „Let it go“) und (versteckte) Fangirls freuen sich besonders: „Oh! Taylor Swift! Cool!“ Das nächste Mal werde ich „I knew you where trouble“ versuchen, und! wenn mein Lieblings-DJ dort ist, ihn bitten, mir das „I Prevail – Taylor Swift-Rock Cover“ runter zu laden.

Ja, die Sache mit dem, für mich, „neuen“ DJ ist merkwürdig.

Es fällt auf, dass (alle Namen geändert), Niko, der mit Herz und Seele Schlager trällert und LenaMarie, die Rockige Nummern wählt sowie Alfons und Klaus immer lustig sind und lustige Lieder singen, öfters zum Mikrophon dürfen, als wie Beispielsweise Carola, die wirklich perfekt Adele wiedergibt (aktuell die wohl beste Sängerin im Lokal) oder Nina, die fast wie Katherine Langford (Hannah, 13 Reasons Why) aussieht (was nichts mit ihren gesanglichen Qualitäten zu tun hat, aber die Ähnlichkeit mich immer wieder fasziniert) oder eben auch ich, seltener dran kommen. Martina, die Frontsängerin einer Rockband ist und eine richtig gute Rockröhre sowie Entertainer-Talent besitzt, muss nicht zwei Stunden nach ihrer Ankunft warten, sondern kommt recht bald dran, während manche andere ewig auf den Bildschirm starren und irgendwann, nachdem sie über den Abend verteilt drei Songs gesungen haben (und andere, und ich notierte einmal, 12(!)x dran waren), enttäuscht, traurig und genervt das Lokal verlassen. Früher war alles besser. Auch Karaoke.

Ebenfalls wichtig wäre eine ausgewogene Mischung – die jetzt kaum mehr gegeben ist. Früher wurde, nicht immer perfekt aber trotzdem, gemischt. Jetzt? Nada. Niente. Niet. So kann es also sein, dass wenn man zu Beginn (wie üblich) alles abgibt, was man singen möchte (ganz gleich ob 3 oder 10 Songs), mit vielleicht 2 oder 3 Songs sowie Interpreten dazwischen, alles rausgeworfen wird und wenn einem 30 Minuten später noch was einfällt, Stunden wartet, bis man erneut dran kommt – anstatt, dass der DJ alles gerecht aufteilt und man länger den Abend genießen (und konsumieren) kann. Als ich einst höflich fragte, ob er mich denn nicht etwas vor reihen könnte (ich wartete schon zwei Stunden), meinte er bissig: „Du hasch doch eh scho 5 mal gsungen, was regsch di so auf!“ Und fügte hinzu, als ich meinte, ich warte schon ewig, dass nicht immer die gleichen singen sollen. Anyway, er wird sicherlich sein System haben.

So beschließt man sich um halb 10 zu treffen – singt bis 11 oder auch 12, trinkt einen oder zwei Pagos mit Leitungswasser und geht wieder. Why not? Kein Lärm-Kater danach (fühlt sich ähnlich wie ein durch Alkohol bedingter Kater an), zeitig ins Bett und auch der Folgetag kann sinnvoll genutzt werden.

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Smiley, Emoticon, Emoji und so

Dieser Eintrag entstand aus einer kurzen Google-Recherche, die mich wieder einmal etwas Ahnungsloser als zuvor zurück ließ. Das Gefühl allerdings, diesen Umstand akzeptieren zu müssen, stellte sich schnell ein.

See no evil, hear no evil, speak no evil – Smiley

Ich rätselte (und rätsle nach wie vor) über eine lange, lange Zeit – warum Menschen diesen Smiley verwenden und dachte mir von der Logik her, dass „Ich sehe nichts“ wohl die offensichtlichste Bedeutung hat. „Ich sehe nichts“ im Sinne von, „Will ich nicht sehen!“

Google berichtet mir folgendes:

„[wird in] zwei Situationen verwendet. Zum einen wenn man sich für etwas schämt und sich deshalb die Augen zuhält und zum anderen als „Facepalm“.“ (Quelle)

„Viele reagieren mit diesem Äffchen auch auf ein Kompliment,“ (Quelle)

Allerdings stimmt dann oft der Text, der davor oder dahinter steht nicht mehr dazu – und ich denke mir: Warum willst du das nicht sehen? Und warum schämst du dich dafür? Eine Bekannte sagte mir aber auch, es bedeute auch ein „Nooooiiiin!“, ein Äquivalent zu „Naaa, nit wirklich!“ oder „Nein, dass darf nicht wahr sein!“-Ausruf.

Einerseits ist es natürlich interessant, dass ein einziger Smiley/eine Grafik für zig unterschiedliche Situationen verwendet werden kann, als gäbe es nicht ein anderes Modell, auf das ausgewichen werden kann. Andererseits ist es verwirrend, und ich stehe immer wieder vor dieser Verwirrung, was mir der Texter nun mitteilen möchte. Nein. Ich verstehe diesen Smiley noch immer nicht. Ich hoffe diese Erscheinung nimmt bald ein Ende, so wie die Rage-Memes ihr Ende fanden.

Zusammenfassend:

  • „Ich seh nichts.“
  • „Ich will das nicht sehen.“
  • „Facepalm.“
  • „Ich schäme mich.“

Braucht man überhaupt viele Smileys?

Mittlerweile wird so gut wie möglich politisch korrekt gehandelt und jeder Smiley ist in jeder Hautfarbe, mit jedem religiösen Motiv und weiß der Himmel was noch vorhanden, um jedes Grüpplein an Individuen zufrieden zu stellen beziehungsweise zu repräsentieren. Sinn und Zweck erschließen sich aus der Sichtbarkeit und dem Bewusstsein der Problematik des vorherrschenden „weißen Mannes“, sodass nun auch Fußballerinnen und Bauarbeiterinnen unter den Smileys zu finden sind. Sie sind also da. Und sie werden verwendet.

Als Semi-Stalkerin, die ab und an in öffentlichen Verkehrsmitteln auf den einen oder anderen Bildschirm gückselt (anm.: „schaut“, „späht“), fällt mir besonders die inflationäre Verwendung von Smileys bei Namen, in Textnachrichten oder als Inhalt auf.

Warum auch nicht? Es hat ja durchaus seine Vorteile, gewisse Menschen mit ein paar Zeichen und Bildern zu belegen und kategorisieren. Auch ich habe mittlerweile ein paar Smileys hinzugefügt. Meine Kino-Freundin beispielsweise, die sich vor einer Szene ekelte in der Zehen abgeschnitten wurden, hat neben ihren Namen nun eine Schere und Füße stehen.

Soviel wie notwendig

Madame (8) und ich überlegten einst, wie viele Smileys man tatsächlich braucht. Und seien wir uns ehrlich, als Mensch sollte man in der Lage sein, Gefühle und Stimmungen via Text zu transportieren. Ohne Smileys. Denn Smileys können einen einfältig wirken lassen, dumm, als ob man der deutschen Sprache nicht mächtig ist – was in Nachrichten und besonders Kurz-Nachrichten eigentlich relativ wurscht ist.

So verwendet Madame (8) gerne den Kotz-Smiley, wenn sie etwas eklig findet, wie Hundewelpen, die gerade gesäugt werden. Ich verwende sie in Massen, wenn ich lästig sein und Leuten auf den Wecker gehen will. Wir schicken uns Herzen zu allerlei Anlässen und wenn ich wieder einmal raunze, wie alt ich doch schon bin, schickt sie mir die tanzende Oma auf Skype. Auch der Tränen-Smiley fällt häufig, vor allem wenn man beim Gegenüber ein schlechtes Gewissen hervorrufen möchte. Die Regenwolke gefällt uns besonders gut; und wenn wir daran denken schicken wir sie uns häufig, vor allem um den anderen aufzuheitern.

Wir dachten, in unsrer ersten Überlegung, dass :), ;) und :( ausreichend sein müssten, um unsere gegenwärtige Stimmung zu unterstreichen. Aber was ist mit :p? Gut. Lassen wirs drei optimistische sein: :), ;) und :D sowie drei pessimistische wie :(, :/, :'( und :p. Auch hilfreich können :o für Verwunderung und o_O für Unverständnis sein. Wir sehen, sie summieren sich schnell.

Doch die häufigsten sind  wohl ^^ – das Lächeln, :D – Belustigung und :p und :(. :'(.

Interessanterweise startete die Diskussion sehr kritisch darüber, ob Smileys und Emoticons überhaupt notwendig sind und führte am Ende dazu, dass wir gestehen mussten, dass manche der angebotenen Smileys, in diesem Falle via Skype, doch ganz nett sind: Der tanzende Pinguin, das kotzende Gesicht, die bereits genannte Regenwolke, zusammen mit dem Regenbogen, einem laufendem Einhorn, einem tanzenden Brathähnchen und so weiter.

Madame (8) bemerkte damals, dass Emojis auf Skype recht sexistisch sind, da „weiblich konnotierte“ Tätigkeiten wie Yoga und Tanzen nur bei Frauen zu finden seien, sowie Männer bei „männlichen“ Sportarten. Mittlerweile gibts auch Frauen bei „männlichen“ Sportarten, aber der Wissenschaftler ist, aktuell, immer noch nur männlich.

Anway: Es gibt auch mittlerweile „vegane“ Smileys, so wurde das Ei auf dem Salat einfach unter den Salat geschoben. What the… aber warum nicht? Für jede Subkultur und jedes Grüppchen ihre eigene Sprache. Allerdings sah ich noch nie einen Chem-Trail-Smiley. Zugegeben, ich habe noch nie so wirklich darauf geachtet.

PS: Smileys gabs offiziell erst ab dem 19. September 1982, Erfinder war Scott Fahlman von der Carnegie Mellon University.

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„Timeless“, S01E01

Während ich kränklich dahin vegetiere (das erste Mal seit langem wieder mal), sprang mir bei einem Streifzug durch Netflix eine Serie ins Auge, die ich zunächst hämisch und desinteressiert in Punkten zerreißen wollte, um gegen Ende der ersten Folge zu bemerken: Okay, sie könnte tatsächlich interessanter sein als gedacht. Auch wenn Logik-Fehler ein dominierendes Element darstellen.

Die Rede ist von Timeless. Eine Serie über Zeitreisen. Ausgestrahlt von NBC und produziert von Sony, startete die erste Season bereits 2016 und durchlebte 2017 ein ähnliches Drama wie The Expanse aktuell. NBC kündigte den Vertrag, nur um drei Tage später grünes Licht für zehn weitere Episoden zu geben. Ob eine dritte Season das Licht der Welt erblicken darf, darüber weiß man noch nichts.

Timeless wirkt im ersten Moment wie eine Art amerikanischer Doctor Who-Verschnitt. Die Zeitreisekapsel ist keine Notrufzelle der 60er, sondern eine Kugel, die mich an Wheatley (Portal 2) und das Geringe aus Contact erinnerte.

Die Hauptdarstellerin Abigail Spencer (Geb. 1981) ist sympathisch und vor allem schlagfertig geschrieben, denn zu Beginn stellt sie die richtige Frage: Warum würde jemand sowas wie eine Zeitmaschine erschaffen, wenn dadurch die Zukunft verändert werden könnte? Ja, warum eigentlich? Diesen Umstand erfährt sie bereits in der ersten Folge am eigenen Leib, als sie in der alternativen Welt nicht mehr single, sondern verlobt und ihre Mutter nicht an Lungenkrebs erkrankt ist, während ihre Schwester nie geworden wurde.

Wer sind die Protagonisten?

Lucy Preston ist Historikerin, eine gute offenbar, denn sie wird auserwählt zu konsultieren und begleiten – und natürlich weiß sie alles. Was in meinen Augen etwas unrealistisch ist, da Historiker meistens ihre eigene Periode beherrschen, ein Teilgebiet davon und einen wirklich minimalen Zeitabschnitt besonders gut, aber nicht die gesamte Weltgeschichte auswendig kennen. Oder doch?

Der männliche Counterpart ist mühsam: Ein Soldat, der Befehle verweigerte um eine Journalistin zu retten, die exakt wie seine verstorbene Frau aussieht, die er ebenfalls nicht retten konnte. Seine Aufgabe ist es, den Bösewicht, der das Mutterschiff gestohlen sowie den Projektleiter gekidnappt hatte, zur Strecke zu bringen. Ich notierte mir: „handsome beauty cupcake wannabe eyecandy“ – da entscheide ich mich eher für den Gegenspieler: Flynn. Ein dunkler Zeitgenosse der Lucy kennt, ihr Notizbuch bei sich hat und sie vor den Menschen warnt, mit und für die sie arbeitet und ihr rät, deren Motivationen zu hinterfragen, warum gerade sie auserwählt wurde. Und da wäre noch Rufus, Afroamerikaner und Pilot der Zeitkapsel, der die beiden Neuankömmlinge ausspionieren soll.

Soweit so gut.

Bemerkungen:

  • Study History and you might get choosen for time travel!
  • We can’t change anything, nicht einmal hübsche Journalistinnen am Leben lassen.
  • Sent a black man back in history? Warum? Weil sich anhand dessen Rassismus durch alle Zeiten aufzeigen lässt, beziehungsweise ein weiteres Konflikt-Potential zur Verfügung hat. Allerdings gefiel mir die Doctor’sche Variante via Bill besser.
  • Und jetzt wissen wir auch, wozu die lästigen, zwickenden Bügel in modernen BH da sind: Um Schlösser zu knacken. Ich hätte in diesem Falle Pech gehabt: meine BHs sind Bügellos, auch trage ich keine Haarnadeln. Wäre ich die Auserwählte gewesen, hätte der Ausbruch nicht funktioniert.
  • Kümmert sich eigentlich wer um die Sicherheitsvorkehrungen – auch wenn es ein Notfall ist? Sie trägt einen modernen BH, er bringt eine moderne Waffe mit. Ich meine… das ist grob fahrlässig und könnte den Lauf der Geschichte noch drastischer verändern, als deren Auftauchen und Eingriff es sowieso schon täte! Seriously..

Fazit: Ich kann die Absetzung durchaus nachvollziehen, trotzdem muss man der Serie ein gewisses Unterhaltungspotential zugestehen, die auf eine Antwort nach der Frage drängt: Was sind die Motivationen des Bösewichts? Warum? Und sind Fahrlässigkeit und verantwortungsloses Handeln Teil der Geschichte? Ergibt am Ende doch alles Sinn?

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Woche #1106

Kein Lebenszeichen, keine Nachricht, nichts. Meine Tasche bleibt verschollen, im nächsten Mülleimer, das Buch im Dreck und meine Jeans (die mir so gut gepasst hatte), wer weiß, was mit meiner Jeans passiert ist. Und das Notizbuch, in welchem ich von einer „Realität“ berichtet habe, die sich selbst „defragmentiert“, ob es irgendwer zu Einweisung meinerseits auf die Geschlossene missbrauchen wird? Und den bunten Socken. Was wohl aus meinen Socken geworden ist? Das Ladekabel wird sicher Verwendung gefunden haben. Und wer weiß, vielleicht hat The Expanse nun einen Fan mehr? Ich werde die schreckliche, grausame und schmerzhafte Tatsache, dass meine Tasche und deren Inhalt für immer verloren sein werden, wohl akzeptieren müssen. Für immer und ewig. Rest in peace, old friends, rest in peace…

*

Das Wetter ist beständig und warm. Gewittrig und Wolkig. Bis zu 30 Grad können gemessen werden und wer mehr über Wolken wissen will, der siehe hier:

Quelle, mit Erklärung: Fredersdorf Wetter

*

Die Pferde befinden sich seit gut einer Woche auf der Alm, in Freiheit, fern vom Menschen und dessen wollen und tun. Ich hoffe sie dieses Wochenende besuchen zu können. Und ich hoffe, ich finde sie. Die Alm ist groß, mit vielen neugierigen Pferden. Bei ihrer Ankunft hatten sich die Haflinger sogleich in einer Herde zusammen gefunden und die Gescheckten und Braunen zu einer eigenen. Und ich muss gestehen, mittlerweile zöge ich es sogar in Betracht neben einem Isländer (die ich noch nie geritten bin, aber unbedingt haben möchte) mir auch einen Haflinger anzuschaffen, hätte ich die finanziellen Mittel dafür. Vor einem Jahr vertrat ich noch die Meinung: „Haflinger? Die biestigen Zicken? Wtf? Niemals!“ Ganz gleich wie abfällig über sie geredet wird, wie „A Haflinger? Isch ka richtigs Pferd!“ oder auf die Antwort der Frage, welche Rasse man denn habe, nur abgeschätzige Blick erntet, denn Haflinger sind in den Augen vieler nichts weiter als Ackergäule. Ich würde mir einen Alpenmustang kaufen. Ja, ich nenne sie Alpenmustangs.

*

Vor einigen Tagen stellte sich mir die Frage, ob ich tatsächlich einen Film anschauen könnte, in welchem Dinosaurier(!) sterben, wie man im Trailer zu Jurassic World: Fallen Kingdom sehen konnte. Sicherlich, die Menschen versuchen sie zu retten, offenbar, trotzdem werden viele in den Tod stürzen. Hat wer den Film gesehen? Überleben Blue (der Raptor) und die Rex-Dame aus dem Original (aus den 90ern)? Wenn ja, dann schaue ich mir den Film an.

Andererseits müssen selbst in Ark Survival Dinosaurier durch meine Hand ihr Leben lassen (verdammte Doppelmoral). Allerdings nur die bösen Fleischfresser, die jene auffressen (wie Pferdchen und so), die ich gewaltlos zähmen mag. Oder Low-Levels, sodass bessere, stärkere und schnellere Dinosaurier spawnen können! Und in Jurassic Park: Fallen Kingdom werden (vermutlich) auch keine neuen geboren, insofern… eine schwierige Frage.

Und! Wenn wir gerade dabei sind: OMG!!! Ich hoffe, sie haben die Typen die Enderal gemacht haben, engagiert. Andererseits fürchte ich etwas Monotonie. Trotzdessen: Yay! Auch wenn es vermutlich noch Jahre und zwei bis drei leistbare GraKa-Generationen entfernt sein mag..

Andere Firma, ich weiß, aber was ist mit Half-Life 3?

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#awletters

Für diejenigen, denen Postcrossing zu wenig ist, gibt es jetzt #awletters – auch wenn die Aktion schon vor Monaten ins Leben gerufen wurde. Trotzdem, eine erwähnenswerte Idee.

Was zur Hölle ist Postcrossing?

Kurz gesagt: Ein digitaler und anonymer Postkarten Service. Wer gerne Postkarten erhält und verschickt kann sich dort anmelden und bekommt, je nach Wunsch (am Anfang bis zu 5 oder 6) Adressen. Nein, man kann sich nicht aussuchen wem man schreiben möchte. Dazu gibt es Profile, die etwas von sich erzählen. Zu geschätzt 89% handelt es sich um Hausfrauen oder Studentinnen. Sich Motive wünschen ist zwar ausdrücklich untersagt, trotzdem hält sich keiner daran. Die Leute wollen Katzen, Stadt bei Nacht-Ansichten, Blumen, Berge, Züge, Flugzeuge, schwarz-weiß Fotografien der Heimatstadt und so weiter. Auf die Selbstbeschreibung kann man eingehen wenn man nicht weiß, was man schreiben soll, muss es aber nicht, besitzt man ausreichend Mitteilungsbedürfnis und Phantasie. Jede Karte ist mit einer Nummer versehen, die man bei Erhalt eingibt und somit auf Profil des Absenders verwiesen wird (um sich zu bedanken). Die (wenn) digitalisierte Karte, findet sich dann in einem Album wieder. Kam die Karte beim Empfänger an (sprich, wenn dieser sie registriert hat) wird irgendwer auf der Welt, der eben eine Adresse anfordert, deine bekommen und dir eine Postkarte schicken. Die Karten kommen aus aller Welt: Deutschland, Russland, China, Taiwan, Nordamerika, Italien.

Fun Fact: Die Karten aus China kommen schneller an, als jene aus Russland. Und ja, es ist ein nettes Gefühl, leert man das Postfach und hält 6 verschiedene Postkarten von wildfremden Menschen in der Hand. Allerdings ist das ganze auch etwas Kostspielig: Karten und Briefmarken (die manche wollen) sind nicht ganz so günstig.

#awletters

Das Prinzip bei #awletters ist ähnlich – nur dass es sich hierbei um Briefe handelt, die von zwei (ausgedachten) Charakteren ergo zwei Menschen geschrieben werden, in was für einem Setting auch immer, die sich bewusst dafür entschieden haben und nicht von einem System auserwählt werden.

Wobei es natürlich auch eine Idee wäre Profile anzulegen, mit Angaben in welcher Welt man spielen/schreiben möchte (SF, Fantasy, PostApokalyptisch, Weltall, Trolle, Elfen, Erotik, Kinder, Parodie, usw.), und diese werden dann mit einem Ideenvorschlag zusammen geführt. Gerne auch via Zufallsgenerator. Wie Beispielsweise: „2045. Zombies haben deine Heimatstadt überlaufen. Findet gemeinsam einen Weg aus der Misere und versucht zusammen zu kommen um nach XY zu fliehen.“ Oder „Ihr befindet euch in einer phantastischen Welt und seid Gefangene einer Troll-Horde, die euch zu Tierfutter verarbeiten möchte. Berichtet euch von eurem Elend in Briefen, die auf dem Rücken einer Ratte (sie heißt Betzy) von Zelle zu Zelle getragen werden.“ Okay. Jetzt will ich sowas machen.

Zurück zu #awletters. Es kann romantisch, dystopisch oder historisch sein. Die Charaktere können alles sein: von Massenmördern über Liebende, Detektive und so weiter. Gut, die einzige Gemeinsamkeit besteht darin, dass man sich tatsächlich hinsetzen muss, Stift und Papier zur Hand nimmt, einen Brief schreibt, diesen in ein Kuvert packt, damit zur Post geht und 90 Cent, oder wie viel eine Briefmarke kostet, zahlt.

Zurück zum eigentlichen.

Die Spielregeln kopiere ich direkt vom zugehörigen Blog.

#awletters Spielregeln

  1. Finde einen Spielpartner (z.B. unter deren Artikel, in der AW Community oder auf deren FB Seite unter dem zugehörigen Livestream)
  2. Denkt euch ein Setting aus (historisch, apokalyptisch, romantisch, Piraten, Soldaten, Detektive, getrennte Liebende, etc.)
  3. Schreibt euch Briefe per Hand auf Papier (keine elektronischen oder getippten Briefe) → Kopieren, fotografieren und scannen nicht vergessen!
  4. Habt Spaß!

Ich schrieb immer gern Briefe, nur wenn man so oder so schon via Social Media Kontakt hat, was will man sich großartig in den Briefen erzählen? Madame (8) und ich schickten uns eine Zeitlang parfümierte Briefe (man spaziere in eine Drogerie und „teste“ Parfüms). Tipp: Zuerst das Papier besprühen, trocknen lassen, und dann schreiben. Nicht umgekehrt! Tipp 2: Eine Ladung reicht, 15 sind zu viel). Einst schickte ich einen versiegelten Brief ab, mit Stempel-Siegel und so. Der Postmensch war nicht sonderlich davon begeistert und meinte, was der Blödsinn soll und ich mir das sparen sollen. Spielverderber..

Ich glaube zu wissen oder nehme zumindest an, dass sich ein oder zwei Schreib-interessierte Menschen unter meinen Lesern befinden. Dystopisches Setting, wer will?

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Woche #0406

Wenn fette Katzen sich in der Hitze aalen und noch fettere Katzen sich unterm Baum verstecken, der Mensch zu träge wird, um dem schwülen Wetter zu entfliehen, so reihe auch ich mich hier ein: Alles bleibt auf der Strecke. Und das liegt nicht nur an meiner allabendlichen Beschäftigung.

Ja, Menschen die ihr mir folgt und die ich euch folge – ich lese eure Beiträge, vergesse aber zu liken. Ich nehme es mir vor, und sogleich ist es wieder entschwunden. Ja, ich schreibe, aber nicht soviel und das was ich möchte, sondern Belangloses und meh. Ich nehme mir vor, meinen Schreib-Schreibtisch aufzuräumen um endlich tatkräftig sein zu können, und verbringe dann doch lieber die Zeit beim Stall auf der Wiese, den Kopf vom Jährling haltend, merkend, dass er immer schwerer und schwerer und schwerer wird und sie selig ruhig eingeschlafen ist. Auch ein Fohlen-Kopf ist schwer. Dann kommt die Zweijährige dazu und möchte ebenfalls gestreichelt werden.

Dreimal habe ich Deadpool 2 verschoben, zweimal Solo, weil es mir zu mühsam erschien mich in einem dunklen Saal einzufinden und dort zu sitzen. Nächster Termin: Mittwoch Abend. Auch die Serien-Reviews bleiben irgendwo zwischen ein paar wirren Zeilen und einem Haufen unnötiger Lückenfüller bestehen. Wie gelingt es manchen Film- und Serienbloggern so richtig gute Beiträge zu verfassen? Es ist mir nach wie vor ein Rätsel.

Ich war mir nach Ende der ersten Season von 13 Reasons Why unsicher, wie eine zweite Season aussehen könnte und solle und war der Meinung, es brauche sie nicht. Wozu auch, denn die Geschichte ist erzählt – aus einer Perspektive. Nach Sicht der zweiten, freue ich mich aber über eine (hoffentlich) dritte Season – denn es gibt noch soviel mehr zu erzählen. Auch bin ich froh, dass The Expanse weiter geführt wird. Nachdem SyFy einen schlechten Deal hatte, wurde die Serie von Amazon aufgegriffen, dessen Boss Jeff Bezos ein großer Fan der Buch-Reihe ist und die Serie eigentlich von Anfang an haben wollte. Die Crew um die Rocinante ist also gerettet!

Apropos Buch. Nein, meine Tasche ist nach wie vor nicht wieder aufgetaucht. Nächste Woche versuche ich es erneut, sie zu finden, werde mich aber mit der Tatsache abfinden müssen, Tasche wie Buch zu ersetzen. In diesem Zuge werde ich mir noch eine Black Mesa-Tasche mit bestellen und habe derweil Ernest Clines „Armada“ im Gepäck. Ebenfalls ein Buch, dass mich, wie bei „Ready Player One“, immer wieder grinsen lässt. Auch finde ich die deutsche Übersetzung gelungen, die ein gutes Mittelmaß zwischen deutschen und englischen Begriffen der Gamer-Szene findet. Aber man muss ehrlich sagen: Wenn man nichts mit Computerspielen am Hut hat, ist das Buch verwirrend und vermutlich wenig erheiternd.

Vielleicht noch eine Erwähnung wert: Ich sah letzthin am See eine Dame, die das Magazin „InStyle“ in der Hand hatte. Auf dem Cover: Celebrities mit „Problemzonen“ – das Wort „Problemzonen“ in fett und gelb – und bemerkte wieder einmal: Da fängt es schon an. Die ältere, mollige Frau, die die Zeitschrift in der Hand hatte, darf sich also darüber freuen, dass auch die Stars die gleichen „Probleme“ haben wie der Normalsterbliche. Probleme. Warum überhaupt als „Problemzonen“ vermarkten, wenn lediglich eine Mindestanzahl 19jähriger Mädchen, teils durch Fitness gestählte Körper dem Ideal entsprechen? Oder ein paar wenige 40 jährige mit guten Genen, die es sich leisten können einen Personal Trainer anzustellen? Eine liquide 60 jährige, die galant anstatt „alt“ wirkt, weil sie eben die finanziellen Mittel dafür besitzt. Die Diskussion wird zwar vom Feminismus aufgeworfen und durch #BodyPositive debattiert, aber ansetzen müsste man wo ganz anders. Es hat also doch was gutes, dass Printmedien vermutlich irgendwann aussterben werden, auch wenn genormte YouTube-Stars mit Make-Up-Channels vielleicht nicht zwingend die bessere Alternative sind. Aber dafür gibt es ja wieder unzählige Alternativen. So oder so, angesetzt werden muss wo anders.

Und jetzt zum Wetter: Nachdem die letzten Tage immer wieder Gewitter angesagt waren, aber die schwüle Hitze in einen schwülen Abend übergegangen und sich dies über gefühlte Wochen wiederholt hatte, hatte sich das Gewitter vorgestern kräftig am Berghang ausgetobt. Gefolgt von Regengüssen. Viel Regen. Die Luft ist aber nur dezent frischer, es blieb und bleibt weiterhin sonnig und sommerlich.

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