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Feminismus und dergleichen

„The Handmaid’s Tale“ und warum die Thematik wichtiger denn je ist

Wenn ich lese, habe ich immer einen Stift zur Hand. Manche Stellen muss man kommentieren. In „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood finden sich häufig drei kleine Buchstaben: wtf. Wenn im Buch die Langeweile und Eintönigkeit zur Geltung kommen, sind es in der Serie die Grausamkeiten, die oft angedeutet, aber nicht direkt zur Schau gestellt werden. Und das ist gut so. Aber all jene Grausamkeiten die nüchtern gezeigt oder mit Leichtigkeit erahnt werden können, sind nichts unbekanntes. Irgendwo, irgendwann, war alles schon einmal da.

Dass Religion ein nicht unwesentlicher Teil in der ganzen Misere spielt, wundert nicht. In jeder Gesellschaft, in der eine monotheistische Religion einen hohen Stellenwert einnimmt, leidet am Ende die Frau. Sei es, dass sie ein „unfertiger Mann“ sei (Thomas von Aquin) oder lediglich dazu dient, Kinder zu werfen wie Haus und Herd zu hüten (generelle Annahme).

Aktuell wird es in Nordamerika und manchen Ländern Europas, Frauen immer schwieriger gemacht an Verhütungsmittel zu gelangen oder Abtreibungen vornehmen zu lassen – oder sich gar darüber öffentlich zu informieren. Manche Länder verbieten Abtreibung komplett, außer das Leben der Mutter ist in Gefahr. Immer und immer wieder findet man „Glanzstücke“ solch konservativer Ausbrüche. Und manche Irren sind tatsächlich der Meinung, ein Kind, dass aus der Vergewaltigung durch den eigenen Vater entstand, ebenfalls Gottes Geschenk ist. Ich verstünde Abtreibungsgegner/Recht auf Leben-Verfechter, wenn es ihnen tatsächlich um das Leben des Kindes ginge, und sie sich um bessere Bedingungen in Waisenhäusern, ein sinnvolles Adoptionsrecht (schnelleres Verfahren, auch für Homosexuelle) und kostenlose Verhütungsmittel, Frauengesundheit und vor allem aber für Aufklärungsarbeit einsetzen würden. Was aber nicht der Fall ist, denn alsbald das Kind auf der Welt ist, interessiert sich niemand mehr dafür. Dies lässt zu Recht annehmen, dass es den meisten Institutionen nicht um das Leben an sich, sondern um die Fremdbestimmung des weiblichen Körpers geht.

June: „They should have never given us uniforms if they didn’t want us to be an army.“

So auch in The Handmaid’s Tale. Fruchtbare Frauen werden einmal im Monat im Beisein der sterilen Frauen, mit ihrem Kopf in deren Schoß liegend, von den (ebenfalls oftmals sterilen) Männern vergewaltigt. Zuvor aber wird aus der Bibel gelesen, die diesen Akt rechtfertigen soll. Alsbald das Kind da ist, werden sie zu einem anderen Ehepaar gebracht. Um ihnen jegliche Identität zu nehmen, bekommen sie immer einen neuen Namen. „Offred“, „Ofdaniels“, „Ofsteven“ und so weiter, was soviel bedeutet wie „of Fred“ – „die Fred zugehörige“. Es wird ihnen verboten zu lesen und der einzige Weg nach draußen ist der tägliche Einkauf zu zweit. Fast unmöglich ist es, private Gespräche zu führen oder das „davor“ zu thematisieren, denn jeder könnte ein „Auge“, ein Spion, sein.

Margaret Atwood meinte zwar, dass wenn jemand die Zukunft so detailliert vorhersehen könnte, sie sicherlich niemals so eintreffen werde, aber es reicht schon, wenn man nicht hinhört. Zuerst werden die Kreditkarten gesperrt, folgend verlieren Frauen ihre Jobs und auch jene Frauen, die an der Schaffung des neuen Systems beteiligt waren, werden ihren Pflichten entledigt. Wenn folgend der Umstand der Kinderlosigkeit beziehungsweise der Kindersterblichkeit mit einspielt könnte dieses Szenario durchaus Realität werden.

Die Thematik ist heute wichtiger denn je.

Gerade mit Einbruch konservativer Kräfte in Europa, Nordamerika und seit den 1970ern auch in arabischen Ländern, sollte man die Augen offen halten und für seine Rechte kämpfen. Wenn Rechte von Frauen beschnitten werden oder Ableger von Instituten wie Planned Parenthood aufgrund Förderungsentzug geschlossen werden müssen, sollte man aufmerksam werden. Wenn sich auch nur eine politische Partei damit rühmt, dass die Frau das Herzstück der Familie ist und der Zugang zu Betreuungsstellen für Kinder erschwert wird, gilt es wachsam zu sein. Ein jeder, ganz gleich ob es sie oder ihn direkt betrifft, sollte sich dafür einsetzen, dass all diese makaberen Gedankenspiele solche bleiben.

Wir sind noch lange nicht in einer Idealgesellschaft angekommen, in der Frauen den Männern gleichgestellt sind. Bis in die 1970er durfte in Deutschland der Ehemann seiner Frau den Job kündigen, wenn diese sich nicht angemessen um den Haushalt kümmerte. Wenn politische Parteien Themen wie Verbote für Vollverschleierung ansprechen, sich aber gleichzeitig einen Dreck um Alleinerzieherinnen scheren, sollte das ebenfalls zu denken geben.

Es gilt aufmerksam zu sein, denn in einem politisch konservativen Worst Case, würde man Frauen nicht nur das Selbstbestimmungsrecht (über ihren Körper, Bildungsweg, Tätigkeit) nehmen, sondern auch nur jenen Förderungen zu Teil werden lassen, die sich der neuen Gesellschaft anpassen. The Handmaid’s Tale zeigt neben einer dystopischen Perspektive in wenigen Szenen, was passieren kann, wenn wir nicht aufpassen.

Fazit: Ein muss!

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Österreichs Wahlkabarett: Pensionen? Altersarmut? Anyone?

Yay, Wahlen! Wieder mal! Gefühlte 23x pro Jahr. Verzeiht mir meinen Sarkasmus, wir und besonders ich als Frau sollte(n) dankbar sein, wählen zu dürfen. Denn bis 1918 war es Frauen in Österreich untersagt, die Schweiz brauchte bis 1970, 1984 Lichtenstein und 2015 erhielten sogar Frauen in Saudi Arabien ein Wahlrecht, aber nur mit Pass – und den besitzen die wenigsten.

Anyway.

Als Sozialstaat hat Österreich, neben der Migration, die für alles Schlechte verantwortlich ist (Sarkasmus, verdammt nochmal), ein anderes wichtiges Thema: Pensionen. Genauer: Anhebung des Pensions-Alters. Dass dies in anderen Ländern Gang und gäbe ist, bedeutet jedoch nicht, dass man unreflektiert deren Strategie übernehmen muss und kann. Sowieso gibt es wichtigeres.

Denn bei dieser Diskussion wird gerne vergessen, sich Gedanken über fortschreitende Automatisierung und künstliche Intelligenz zu machen. In diesem Falle könnte man bei einer Maschinensteuer anfangen und sich entsprechende Konzepte zur Umschulung ausdenken. Fail. Sinnvoller ist es offenbar, die Arbeitslosen-Zahl anzuheben indem alte Menschen noch länger arbeiten sollen. In Österreichs Parlamenten scheint die Devise „Mehr Arbeitslose und weniger Jobs“ eine Win Win Situation zu sein. Ich verstehe das Konzept, wirklich: Mehr Arbeit, mehr Steuern, Pensionen für alle, yay! Aber die Realität wird dabei hervorragend ausgeblendet: Wer will alte Menschen im Betrieb? Niemand. Betriebe wollen junge, flexible, dynamische und verwertbare Arbeitskräfte. Aber Prinzipiell ganz gleich: Seien es 500€ Arbeitslosen oder 500€ Pension. Aber haltet ein! Wer eingezahlt hat, soll auch viel heraus bekommen. Und wer ist in diesem Falle von der Altersarmut am meisten betroffen?

Altersarmut

Frauen. Und schon kriecht die Fraktion „Aber Frauen arbeiten weniger“ oder „Sie müssen ja nicht schwanger werden“ aus ihren Höhlen. Mein Favorit bis jetzt: „Sie hätten es sich ja anders aussuchen können. Hätten sie halt die Kinderpflege aufgeteilt“. Bis in die 1960er war es Frauen kaum möglich selbst zu entscheiden. Waren sie verheiratet, hatten sie eines zu tun: Den Haushalt führen und Kinder zu gebären. Bis in die 1970er stand es einem Mann frei, den Job seiner Frau zu kündigen, wenn diese der Arbeit wegen den Haushalt vernachlässigte. 1970er!

Des weiteren war es gesellschaftliche Norm, dass die Frau daheim beim Kind und der Mann das täglich Brot verdiente (1980er) und schon posaunt der nächste: „Dann darf sich die Frau aber nicht wundern, wenn sie nichts verdient, sie hat sich ja persönlich dafür entschieden.“ Sicherlich hätte eine Frau damals – als es Norm war, beim Ehepartner mitversichert zu sein, und man davon ausging, dass der heilige Bund der Ehe ewig hält und der Mann für das finanzielle Wohl der Frau Sorge trägt – für ihr Leben selbst aufkommen können. Und manche Frauen taten das. Und wie? Schlechter bezahlt. Und selbst wenn Ehen halten, spielt sich dieser Gedanke nicht mehr. Kein Mann kann heute, wenn er nicht gerade zum oberen Prozent gehört seine Frau und Kinder ernähren. It’s too late baby, now it’s too late. Zu sagen, die Schuld läge bei den Frauen selbst, wenn diese nur Teilzeit annähmen oder beim Kind sein wollen, ist so unglaublich anmaßend, dass ich drauf und dran bin, entsprechende Beiträge zu kommentieren.

Lösungen

Aber, ich habe Lösungen: Neben einem Solidaritätsbeitrag der Reichen, die ein wenig mehr in die Kasse einzahlen und etwas weniger heraus holen, sodass Altersarmut weniger Thema ist. Des weiteren sollte man Frauen und(!) Männer, die sich Kind und Haushalt zum Beruf machen (wollen, mit einer Karenzzeit von einem Jahr für beide Elternteile), mit einem Mindestgehalt entlohnen und diese Jahre als vollwertige Pensionsjahre anrechnen. Und ja, das ist mein ernst.

Denn ob man es glaubt oder nicht, es gibt tatsächlich Menschen, die gerne Eltern wären (mich ausgeschlossen, außer mein Kind hat vier Pfoten oder sechs beziehungsweise acht Beine), dies aber aufgrund aktuellen wirtschaftlichen Lage nur schwer sein können. Und niemand spricht davon, dass die Leute 10 Jahre Zuhause bleiben sollen, aber ein-zwei-drei Jahre sollten möglich sein. So oder so, als Frau verliert man oft: Eine Frau sollte nicht übermäßig viel arbeiten („Rabenmutter“), darf aber auch nicht Zuhause bleiben („Verhätschelt das Kind“), und sie darf auch nicht gar kein Kind wollen („Egoistische Hedonistin!“). Nebenbei wäre es auch geschickt, Kinderkrippen und Betreuungsmöglichkeiten zu verdoppeln und verdreifachen, dass jene Eltern, die sich im Job verwirklichen möchten, dies auch tun können.

Konklusio

Natürlich landen (vermehrt) Frauen in Altersarmut, wenn es
a) bis vor kurzem gar nicht möglich/gern gesehen war, dass Frauen sich einer Arbeit annahmen,
b) Betreuungsplätze einerseits genauso stigmatisiert sind („Rabenmutter“) und zweitens erst gar nicht zur Verfügung stehen und
c) alte Menschen sowieso keinen Job mehr finden. Wer will eine 55jährige einstellen, die womöglich schon diverse Gebrechen hat?

Und dann glaubt man allen ernstes, eine Arbeitszeitverlängerung(!) sei zielführend. Damit alte Arbeitslose also noch länger „arbeitslos“ sind? Aber ganz gleich, ob Pension oder Mindestsicherung oder vermutlich in naher Zukunft HarzIV, sofern Betriebe, Firmen und Wirtschaft florieren ist alles in Ordnung.

Vielleicht sollte man sich vom Gedanken des Sozialstaates verabschieden oder adäquate Lösungen suchen. Habe ich welche? Hell yeah! Bedingungsloses Grundeinkommen, eins. Wie bezahlen? Den einen oder anderen politischen Klogriff unterlassen und Bildung fördern, damit auch damit umgegangen werden kann, zweitens. Drittens, Politikern eine umfassende Ausbildung in Geschichte, Philosophie, Wirtschaft, Umwelt, Geographie, Informatik (!) und Sozialwesen absolvieren zu lassen, dazu mindestens drei Praktika in verschiedenen Berufen wie Pflegeberufe oder Gesundheitswesen. Wie bezahlen? Gar nicht. Es ist eine Voraussetzung um überhaupt in der Politik tätig sein zu dürfen.

Quellen und Links:

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The Adorkable Misogyny Of „The Big Bang Theory“

Fazit: Sehenswert!

Viele der negativen Verhaltensweisen, die im Video als Beispiel heran gezogen werden, sind uns nicht als solche bewusst. Selbst ich wuchs mit allgemein akzeptierten und romantisch-verklärten (Stalker-)Vorstellungen auf, wie etwa: „Oh, er stellt ihr, während sie schläft, einen Weihnachtsbaum im Zimmer auf, wie aufmerksam!“ (Untamed Heart, 1993) oder „Oh, er droht Suizid an, wenn sie nicht mit ihm ausgeht, wie nett!“ (The Notebook, 1996). Und auch ich musste lernen, dass diese Vorgehensweisen nicht romantisch, sondern gefährlich sind – auch wenn Medien, Filme, Bücher, Fernsehen und weiß der Teufel was, es uns anders verkaufen möchten. Hier noch weitere Film-Beispiele.

„Nerds sind cool!“

The Big Bang Theory fiel und fällt, wenn überhaupt, nur unter jene Kritik, dass Nerds – wenn auch sichtbarer, und in ein „cooles“ Zentrum gerückt (Nerds waren/sind plötzlich cool) – immer noch „lächerlich“ gemacht werden und dem Kanon der Trottel-Inszenierung folgen – auch wenn sie hoch intelligente Physiker sind und mit einer Reihe, für den Normalverbraucher, unverständlicher Begriffe um sich werfen. Im täglichen Leben wird trotzdem über „Nerds“ gelästert und sich auf ihre Kosten amüsiert – außer vielleicht sie sind erfolgreich, gesellschaftstauglich und ansehnlich. Nicht zu vergessen, dass TBBT eine Comedy-Sendung sein will, die sich selbst nicht all zu ernst nehmen mag und teilweise auch gezielt selbstironisch mit seinen Inhalten umgeht und deren Handhabung so in gewissem Maße legitimiert.

Auch ich mochte die Serie zu Beginn, vor allem der wissenschaftlichen und geek’schen Aspekte wegen, bis diese mehr und mehr in der Hintergrund gerieten und ich irgendwann bei Season 6 oder so ausstieg, da der Fokus nur mehr auf Liebes-Drama als wie auf Wissenschaft und Popkultur gerichtet war. Also fern ab einer feministischen Sichtweise – denn damals hatte ich noch nicht ganz das Bewusstsein dafür und Madame (8) hatte noch viel Arbeit vor sich. Sicherlich fiel mir auf, dass die einzige (blonde) Frau das Dummchen ist und die Sendung generell kein gutes Licht auf Frauen wirft – nahm es aber, wie vieles andere, einfach hin. Ein feministisches Bewusstsein kann (und soll auch) nicht erzwungen werden, es entwickelt sich. Manchmal kommt es urplötzlich, manchmal schleichend.

The Adorkable Misogyny Of „The Big Bang Theory“

Investiert diese 20 Minuten eures Lebens.

 

Ein Kommentar

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„Valerian and the City of a Thousand Planets“

Mein erster Gedanke, während und nach dem Film war: „Was für eine sexistisch, rassistische Scheiße.“

Sexistische, rassistische Scheiße

Ist es wirklich notwendig, dass über die ganze Geschichte hindurch bis ins 28. Jahrhundert es immer weiße Männer sind, die den Fremdlingen die Hand reichen? Kann man an dieser Stelle schon von Kritik sprechen? Satire? Parodie? Einen Seitenhieb? Ist die Comic-Vorlage dafür verantwortlich? War es ein Augenzwinkern, allerdings mit einem sehr weinenden Auge und einem lachenden, so dümmlich lachend, wie die klatschende Kreatur, die dem Vielfraß-König Caras Kopf servierte? Lasst mich die Umgebung in Erinnerung rufen: Eine interstellare Millionenmetropole im Jahre 2740 mit über 17 Millionen Einwohner aller nur erdenklichen Arten, Farben und Formen, die ihr gesamtes Wissen miteinander geteilt haben und es sind weiße, männliche Homo Sapiens an der Spitze? Hallo?

Gleichzeitig gibt es lediglich in einer führenden Position einen Schwarzen, aber keine Frauen oder Aliens. Einzig allein ein Asiate gerät ins Blickfeld der Kamera, aber auch nur um das zu tun, worin er gut ist: Die Technik reparieren. Dass die höher entwickelten und friedlichen Pastellfarbenen Muschel-Insel Bewohner weiß, hochgewachsen und dünn sind, während die gewitzten, aber auch primitiven drei „Tauben-Enten-Aliens“ oder die grob gewachsenen Vielfraße, Erdfarben sind – kann entweder als Übersensibilität meinerseits gewertet oder der westlich-kulturellen Auffassung zugeschrieben werden, dass weiße, helle Farben Reinheit symbolisieren und Erdfarben eben Schutz und Unreinheit, Primitivität und Wildheit. War es einfach nur Unaufmerksamkeit? Aber auf dieses Problem wies ich einst bei Star Trek TNG hin. Es kann aber auch einfach nur Zufall sein. Immerhin hatte sich James Cameron in Avatar entschlossen, die überlegende Rasse blau zu gestalten.

Und ist es wirklich notwendig, dass Frauen nur hübsches Beiwerk sind? Immer noch? Ist es das? Rihannas Zweck besteht allein darin halbnackt eine (zugegeben ästhetische) Show zu liefern und sich dann für den Helden aufzuopfern, während Cara die meiste Zeit in luftigen Kleidchen herum läuft und gegen Ende das tut, was jede gute Frau tun soll – den Antrag des Hauptdarstellers, dem sie kurz zuvor noch einen sehr klugen Monolog geliefert hatte, anzunehmen. Sie ist Beiwerk. Und auch wenn sie eine Waffe in der Hand hält, ist sie Beiwerk. Niemand sagt etwas dagegen, wenn Frauen Sexy sind, aber in diesem Falle ist wieder einmal pure Reduzierung darauf.

Auch interessant ist, dass der Mythos, der „armen aber glücklichen Fischer“ und dessen karge Realitäten wieder einmal mit idyllischer Wunschromantik ersetzt werden und Glück und Frieden propagieren. Ein kleines Stück Technikkritik? Seit den 1920ern scheint sich nichts verändert zu haben. Zur Erinnerung: die neapolitanische Filmemacherin Elvira Notari hatte für die in die USA emigrierten Italiener, idyllische Heimatfilme produziert und so kräftig am Mythos des „armen aber glücklichen Fischers“ mitgeschraubt.

Und nein, auch nicht die gewaltige Bilderflut, die Welten und die gesamte CGI-Operette hilft nicht über diesen Faux-Pas hinweg.

CGI – ein gehyptes Übel

CGI und ich werden keine Freunde mehr. Warum wirken Horrorfilme aus den 1980ern? Warum gruselte man sich bei Nightmare on Elm Street und Freitag der 13., Es, Omen und Alien? Sogar Der Blob macht eine bessere Figur, von Chucky und der Fliege ganz zu schweigen. Warum? Weil sie einfach sind. Hand gemachte Puppen, die tatsächliches Kunstblut speien, jagen 100x mehr einen Schrecken über den Rücken als zerfetzte, zuckende CGI Leichen. Warum wirkte Humans, auch wenn die Methoden teilweise extrem billig waren? Eben deswegen. Warum hinterlässt The Expanse Eindruck? Weil es „billiger“ (gemacht) ist und somit authentischer. Es wirkt. Es hinterlässt einfach etwas. Ideen, Emotionen, Herzblut, Schweiß und Tränen! All dieser digitale Wahnsinn bei Avatar und Herr der Ringe und auch Valerian, so beeindruckend er für sich selbst genommen sein mag (und ist!), und man den Künstlern, die das auf die Leinwand brachten, applaudieren will, wirkt (auf mich) oftmals nicht. Es lässt mich kalt und ringt mir ein dezentes Lächeln ab, aber keine Emotion. Ein anerkennendes Staunen, was alles möglich ist, aber kein Gefühl an das ich mich erinnere.

Einzig allein die Stadt hätte ich gerne – ohne 3D – gesehen. Die Stadt, das Gebilde und die Ideen dahinter hätten mehr verlangt als wie eine verschwommene Kamerafahrt bei der man Kopfweh bekam. Zuviele CGI-Details und 3D beißen sich. Ja, sie waren schön, die Landschaft, auch Pastell-Island. Und ich, ich ginge die Stadt gerne in einem Walking-Simulator ab, gerne auch mit einer VR-Brille.

Was war noch:

Die alternative Dimension, die nur via VR erreicht werden kann. Seitenhieb, der Comicvorlage entnommen oder Ideenlosigkeit? Die Zeit arbeitete gegen Luc Besson. Was in den 1960ern vielleicht noch revolutionär war, und auch in den 1990ern funktionieren hätte können, tut es heute nicht mehr. Die Charaktere wirkten flach und besonders der Versuch den Hauptdarsteller in eine Art Bruce Willis zu verwandeln, misslingt kläglich. Er wirkt unsympathisch, arrogant und schon in der ersten Szene frägt man sich: Warum? Aber vielleicht war ich durch die hervorragende schauspielerische Leistung des jungen Mannes in Dunkirk noch geblendet.

Btw, bei Doctor Who floriert im 28. Jahrhundert das Erd-Imperium und es herrscht starker Luftverkehr im All. London gibt es nicht mehr, sondern an Stelle dessen ist der gesamte Süden Englands zu einer gewaltigen Stadt verschmolzen namens Central City.

Abschließend

Als Vorlage diente das Comic „Valérian et Laureline“ von 1967. Der 6. Band „Botschafter der Schatten“ diente als lose Vorlage, 22 Bände wurden mit den Texten von Pierre Christin und Zeichnungen von Jean-Claude Mézières geschaffen.

Der Film war eine Herzensangelegenheit von Luc Besson, der sich Jahrzehnte damit befasst und das Budget von 200 Millionen fast allein geliefert hatte. Vermutlich liegt darin der Fehler des Filmes: Nicht umsonst wird in der ersten LV eines jeden Studiums davor gewarnt Arbeiten über Dinge zu schreiben, die einem Nahe liegen. Warum? Weil man die Distanz verliert – was zwar nicht ganz auf einen Film umgemünzt werden kann, aber verbunden mit den „Jahrzehnten“ die währenddessen verstrichen sind und die ins unermessliche gewachsenen Möglichkeiten, Visionen exakt so um zu setzen, haben wohl dazu beigetragen, dass Luc Besson sich wohl in seinem eigenen Werk irgendwie verloren hatte. Hatte der Film mehr als 2 700 Spezialeffekte waren es bei The fifth Element nur 188.

Fazit: Der Lichtblick, das putzige Tierchen als letztes seiner Art – was durch die Einzigartigkeit speziell und hervorgehoben werden hätte sollen, wirkt leider nur grausam: Und wenn das Tierchen stirbt, sind auch die Pastell-Muschel-Insel Bewohner (erneut) zum Tode verurteilt. Ahja, wer hat sie beim ersten Mal zerstört? Der weiße Mann. Selbstironie und/oder tatsächliche Anklage?

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #50

Goranas heutige Aufgabe feiert den 50. Beitrag der 5 Besten am Donnerstag und fordert uns auf, unsere besten Einträge zu nennen.

Meine 5 besten/liebsten Blogbeiträge

Ich sehe schon, die ersten Beiträge die mir in den Sinn kommen, haben wenig mit Film oder Medien zu tun. Es ist eben die neugierige Katze, die ihre Nase in allerhand Dinge steckt und sich nicht auf einen Bereich fokussieren mag. Film- und TV-Kritiken, weil ich es gerne tue – besonders bei Gotham, und den Rest, weil es gefällt, und zugegeben leicht von der Hand geht.

1. „Killer Cookies from Outer Space!“ – Eine Weihnachtsgeschichte! Eine meiner Lieblingsgeschichten. Ich las sie tatsächlich zum letztjährigen Weihnachtsfest vor.

2. „3 Shows – Eine Timeline“ – Hier wird Science-Fiction Geschichte anhand der Zeitlinien dreier Serien miteinander verglichen: The Expanse, Doctor Who und Star Trek.

3. „Zum Kugelfisch – Relax and Spa“ ***** – Derzeit sind alle Zimmer belegt, ich bitte Interessenten sich in zwei Monaten wieder zu melden.

4. „Ein Kommentar zur gegenwärtigen Debatte um die Verschleierung“ – Anbei muss ich auf meinen ersten, feministischen Text verweisen: „Ein Sammelsurium an (feministischen) Gedanken im Jahr 2016“. Auch lesenswert meiner Meinung nach: „Politik könnte so einfach sein.. (?)“.

5. Und weil wir alle über Medien, Filme und Spiele zusammen kommen: Die Reviews zu „“Stranger Things“, Season 1″ und „“Humans“, Season 1 und 2″ erinnern mich, dass es doch funktionieren kann, mehr oder weniger gehaltvolle Film- und Serien-Kritiken zu verfassen.

In Ordnung, das waren jetzt weit aus mehr als 5 Einträge..

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„Wonder Woman“

Nach den Misserfolgen von Man of Steel oder Batfleck vs. Superman, schafft Wonder Woman den Absprung mit Farbe, etwas Naivität und Entschlossenheit, und reiht sich, so könnte man fast sagen, in die Marvel’sche Tradition ein.

So gut wie Spoilerfrei.

Die anfängliche 97%ige Wertung bei Rotten Tomatoes sank mittlerweile auf 93% was trotz alle dem immer noch verdammt hoch ist. Der Film bricht mit der düsteren Videoclip Ästhetik und setzt auf eine eindeutige Botschaft, die mich gegen Ende tatsächlich an Das letzte Einhorn erinnerte. Ein Film, den ich mir als kleines Mädchen gewünscht hatte. Ein Film, der zielgerichtet die Geschichte voran treibt, sich nicht mit Kleinigkeiten aufhält und gegen Ende den Big Bad besiegt.


Und wie so viele andere, fragte auch ich mich was das große Geheimnis ist, dass Wonder Woman so erfolgreich werden lässt. Ein Beitrag, der vor ein paar Tagen in meiner Mailbox landete, erklärt es ziemlich gut: Wonder Woman ist so, wie ein Superhelden-Film sein sollte: Positiv und Hoffnungsvoll. Die Heldin ist kein Jammerlappen, die beim Versuch Leben zu retten, die Hälfte dabei umbringt und ihre Kraft als Fluch sieht, sondern sie tut, was gemacht werden muss. Mehr noch, sie geht darin auf, ohne aber arrogant oder selbstgefällig zu werden. So stehen auch nicht die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund, das Techtelmechtel mit Steve ist lediglich (und nachvollziehbares) Beiwerk, sondern die Geschichte Dianas und ihr Werdegang zu Wonder Woman selbst. Anderseits wurde in der Vergangenheit gerade auch die zwischenmenschliche und menschliche Darstellung der Superhelden gelobt, bis dies bei Man of Steel und Batfleck vs. Superman grandios kippte und ins Lächerliche abdriftete.

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Wonder Woman bewegt sich zwischen dezenter Kritik am Patriarchat und zieht gleichzeitig die stereotypen Geschlechterklischees des 20. Jahrhunderts ins lächerliche. So lässt sich Diana von Steve weder sagen, was sie zu tun oder lassen hat, bemerkt so ganz nebenbei, dass man auch ohne Männer zurecht kommt und begutachtet interessiert Korsagen, die sie für Rüstungen hält. Und trotz dessen, dass Diana dank ihrer Herkunft weitaus mächtiger ist, als all die Männer, die nach ihr aufs Feld stürmen, bleibt Gleichwertigkeit zwischen Frau und Mann bestehen: Steve Trevors Fähigkeiten werden nicht minimiert, um Dianas Stärke zu demonstrieren, denn auch er wird als Held inszeniert und in keiner Weise als „schwach“ dargestellt. Eines nur: Vielleicht hätte man die letzte seiner Szenen etwas anders lösen können.

Ebenfalls positiv sticht hervor, dass zwar Wonder Womans ikonisches Kostüm beibehalten wurde, aber die gesamte Szenerie auf eine sexualisierte Darstellung verzichtet. Nicht „sexy“, sondern ästhetisch. Sicherlich sieht man Beine und Dekolletees bei den Amazonen, aber das ist in Ordnung. Schon alleine aus praktischen Gründen: Einerseits scheint Themyscira sehr warm zu sein, andererseits kann eine Vollkörper-Ausrüstung behindernd wirken, je nach dem, was man sich für einen Kampfstil aussucht. Was hätte man stattdessen als Rüstung verwenden sollen? Wehende Kleider? Einfache Lumpen? Die einzige Problemzone, die ich aus Sicht einer ehemaligen (Mittelalter-)Schwertkämpferin sehe, sind die fehlenden Träger. Doch das Kostüm scheint ausreichend hoch geschnitten, um ein gewisses rutschen zu verhindern.

Fight!

Die Kampfszenen waren interessant choreographiert. Ich hätte auch mit einem Film, der aus dem Quasi Vorspann und der Vorgeschichte bestanden hätte, viel Freude gehabt und genoss die Abwesenheit männlicher Protagonisten zu Beginn gänzlich. Es hat tatsächlich etwas befreiendes und ein gewisses „empowerment“, eine starke Frau unter vielen anderen starken zu Frauen zu sehen, was in der Filmgeschichte relativ selten passiert. Denn häufig sehen wir nur eine, manchmal auch zwei oder auch drei starke Frauenfiguren neben- aber oftmals gegeneinander, und keine homogene Armee. Was aber natürlich auch durch die Inszenierung – Akrobatisch zu Pferd, im Kampf und im Training – besonders zur Geltung kommt. Wie gern hätte ich da mitgemacht. Ich rieche eine Marktlücke für einen Freizeitpark: „Amazon-Camp: Girls and Women only“: Auf dem Plan stehen täglich Reiten, Schwertkämpfen, Bogenschießen, voltigieren (turnen am Pferd), Lasso werfen und Katzen streicheln. Oder so.

Interessant und auffällig ist die Inszenierung von Professor Lupin als Ares, den Kriegsgott, den Big Bad, der gegen Ende in einer bombastischer Feuerschlacht vernichtet wird. Auch wenn oft kritisiert und als unnötig empfunden, erhält Diana dadurch eine Fülle an tollen Szenen, unterlegt mit farbiger, emotionaler Musik – die sie nochmal konkret in den Mittelpunkt stellen und erneut verdeutlichen: Eine neue Ära an bricht an. Professor Lupin aka Ares als Big Bad hält also, so möchte man meinen, als Alibi her, sodass jede Möglichkeit, Diana Prince als Ikone zu stilisieren, wahrgenommen werden kann.

Comic-Ästhetik

Diese kommt auch bei Wonder Woman wieder zu tragen, wirkt aber in diesem Falle weniger deplatziert – vielleicht weil mit kräftigen Farben unterlegt? Oder, weil sie erst gegen Ende so richtig in Szene gesetzt wird? Ich überlegte und kam zum Entschluss, dass es vielleicht die frontale und statische Aufnahme ist, die Comichafte Szenen in Zeitlupenoptik vielleicht etwas banal wirken lässt. Wären diese dynamisch, und bewege sich die Kamera um die Szene herum, könnte man eher schwer einen Bezug zu einer 2D-Szene herstellen. In diesem Falle nützt Farbe und positive, emotionale Musik doch einiges, um mit der Darstellung nicht ins Lächerliche zu segeln.

Manko

Der Trailer hatte bereits vorgewarnt: Ästhetische Action-Szenen werden von Zeit zu Zeit aus ihrer dynamischen Perfektion gerissen und durch Zeitlupenoptik ersetzt. Zack Synders Handschrift eben. Was ich in 300, der pompösen Slideshow, mochte, hasste ich in allen anderen Filmen. Qualität vor Quantität: Ab und an, und wohl eingesetzt, können diese tatsächlich Wunder und Staunen bewirken, in übertriebenen Maße und zur falschen Zeit, zerreißen sie den Fluss der Szene. Aber das ist auch das einzige und große Manko des Filmes, was ich leider anmerken muss. Es nervte mich tatsächlich, dass kaum eine Kampfszene ohne dieser Handhabung auskam (*). Man muss aber auch nicht ins Gegenteil verfallen, und die Szenen in 1,5facher Geschwindigkeit abspielen. Gut choreographiert und gut geschnitten und jede künstliche Veränderung wird obsolet.

Etwas lästig war vielleicht auch das Ver-englischen der deutschen Sprache, wenn unter Deutschen englisch gesprochen wurde, aber das kann man vernachlässigen, und wir entschuldigen auch Dianas perfektes Aussehen am Morgen, als sie die Nacht am freien Boot verbracht hatte. Aber das ist in Ordnung: Comic-Verfilmungen und Helden-Epen brauchen diese Form von Realismus nicht. Auch wenn dies wieder eine andere Kritik war, die James Gunn mit dem ersten GotG parodierte. So oder so, gewollte Kritik findet ihren Weg.

Fazit: Eine neue Ära hat begonnen, lasst uns das auf diesem Niveau weiter führen.

* Anmerkung: Nachdem ich mir den Film heute Abend nochmal ansehe, werde ich beobachten, ob mir diese Szenen erneut so negativ ins Auge stechen und bei einem zweiten Beitrag, vielleicht etwas Recherche mit einbeziehe.

PS: Ich finde es übrigens sehr positiv, dass eine nicht-US-amerikanische Schauspielerin in der Titelrolle steht, und so ein weiteres Stück der US-amerikanischen „one of us“-Tradition aufbricht.

Lesenswert und gut recherchiert:

Zu guter Letzt:

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„Rogue One“

Es hätte nicht geschadet, sich den ersten Teil (Teil 1 bzw. „Teil 4“) nochmal anzusehen, um sich auf die Geschichte einzustimmen. Man wird vergesslich.

Rouge One war einer jener Filme, die mich gut unterhielten, ausreichend Stoff für Diskussion gaben und am Ende des Tages unter „gelungen“ eingeordnet werden konnte.

Nett war: Die Stormtrooper Holzpuppe. Fun Fact: Felicitiy Jones (Jyn Erso) ist gerade mal einen cm größer als ich: 159 cm. Ich mochte den „sassy robot K-2SO“, eine Haushaltshilfe mit seiner Attitüde würde zumindest für Abwechslung und Unterhaltung sorgen. Der attraktive Vater von Jyn Erso aka Gegenspieler von Doctor Strange (und Hannibal Lecter persönlich) segnete recht früh das zeitliche und auch wenn man spätestens jetzt annehmen konnte, dass der gesamte Maincast seinem Beispiel folgen wird, so war man zumindest etwas überrascht, dass sogar die Hauptcharaktere starben – aber sicherlich: Wo waren sie in Episode 4, die direkt daran anknüpft? Sie waren tot, Jim. Und die angedeutete Romanze? Ich erinnere zurück, als ich sagte, Liebesg’schichten in Filmen wo sie nichts zu suchen haben, seien schrecklich – in diesem Falle allerdings war selbst die Andeutung spärlich – und sie starben. Es solle also die Affektion zweier attraktiver Hauptdarsteller zueinander in einer Ausnahmesituation verziehen werden.

Diversität

Was nützt Diversität wenn doch wieder nur Klischee gecastet wird? Rogue One darf sich davon etwas distanzieren, da lediglich Donnie Yen („I am one with the Force, the Force is with me“) in das Klischee des kämpfenden Asiaten fällt. Und ja, das Problem ist nach wie vor gravierend. Am schlechtesten gehandhabt wurde es aktuell in der Mystery Netflix-Serie Sense 8. Das Review hier trifft es vielleicht am ehesten.

CGI

Peter Cushing starb 1994. Die Meinungen zur CGI-Wiederbelebung gehen weit auseinander: Die einen finden es toll, die anderen schrecklich. Für die Geschichte war Tarkin unverzichtbar und nach 10 Jahren hätte man ihn auch recasten können. Ich bin kein Freund von CGI-Menschen. Das CGI Gesicht wirkte befremdlich, die Bewegungen übertrieben menschlich. Und nein, es geht mir hier nicht darum, dass der original Geist von Star Wars, dessen Special Effects revolutionierend waren, nun gänzlich inflationär eingesetzt wurden oder man eben via CGI versuchte daran anzuknüpfen.

Es vollbrachte einfach nicht den gewollten Retro-Effekt, wie „Ohhh, der Böse aus der Kindheit!“ sondern hinterließ ein WTF? So auch bei Twitter. Warum? Man könnte es fast mit den Worten des Onlinemagazins Collider wiedergeben: „Digital resurrection doesn’t honor a late actor. It denigrates him.“

Was passiert also mit Carrie Fisher in Episode VIII und IX? Das Studio hat sich mittlerweile dazu entschlossen Carrie Fisher NICHT via CGI in naher wie ferner Zukunft zurück zu holen. Gut!

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„[…] whereby Ms. Jones’s character is notable specifically because she is the lone woman in a story otherwise populated by men. The problem with this concept, even if the intentions are good, is that it teaches female audience members (and male audience members) that females being in said adventure situations is not „normal“ and should be treated as „unique.““ (Forbes)

Warum eine gute Formulierung stehlen, wenn man sie auch kopieren und kommentieren kann: Absolut richtig. Die Produktion hätte sich also ruhig trauen und mehr Frauen unter die Rebellen mischen dürfen. Und natürlich sollte man nehmen was man bekommt und zufrieden damit sein; denn die Tatsache, dass es lediglich einer weiblichen Hauptdarstellerin bedarf um die Alt-Right Bewegung in Rage zu versetzen, verdeutlicht nur all zu gut, dass man noch weit weg vom eigentlichen Ziel ist, weswegen sich Rogue One sich dennoch einen Pluspunkt verdient hat, auch wenn letztendlich signalisiert wird: Es ist nicht die Norm, dass Frauen kämpfen. Klicktipp: We Need More Than Female Protagonists: Women Only Spoke 27% of the Dialogue in 2016’s Top Grossing Films (themarysue.com)

RIP Carrie Fisher, drowned by Moonlight, strangled by her own bra.

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