Archiv der Kategorie: Popkultur ’n Geek-ish

Alles was so einfließt in das tägliche Leben und derzeit unter „Popkultur“ fällt oder „Geek’ischen“ Dingen. Ich verweigere mich der endgültigen Kategorie „Geek“ oder „Nerd“, da die Interpretationen unterschiedlicher sind als sonst was. Nennen wir es Aktuelle Popkultur.

„The Beauty and the Beast“

Altlasten werden abgearbeitet. Lest hier über The Beauty and the Beast.

Der Spruch „Disney gab uns unrealistische Vorstellungen von der Liebe, dem Leben und allem anderen“ hat seine Berechtigung: Wenn man singt, kommen keine süßen Tiere und helfen beim Haushalt. Die Wäsche bleibt liegen und im besten Falle scheißt ein Vogel drauf, oder eine Ratte knabbert die Kabel an. Und ganz bestimmt nehmen gänzlich unbekannte Männer Drachen, Biester und den Tod für einen Kuss in Kauf. Und beim Sex wird auch nicht gesungen. Alles in allem wurde man also ziemlich belogen.

„Es ist kein charmantes kleines Kino, sondern ein Cineplexx, ein Multiplexx“ – sagte Madame (8) und hatte sich damals mir zu liebe in die monströsen Kapitalhallen des Mainstreams vorgewagt, um mich in den Disney Film mit Hermione zu begleiten. Wir beide saßen im 7. Saal in der 4. Reihe, beide 3D. Neben mir hatte nochmal eine Gestalt ein einzelnes Ticket reserviert und ich bin in solchen Fällen immer sehr gespannt, was das für Menschen sein mögen. In diesem Falle war es ein älterer Herr.

Bildquelle: HannaAlexandra_Art (Instagram)

Zum Film

Ich erinnere mich gut daran, wie ich, als ich Die schöne und das Biest zum ersten mal sah, der Verwandlung des Biestes entgegen fieberte und in meiner Erwartung dann tief von den Zinnen des Schlosses stürzte, als ich erblickte, wie hässlich der Prinz war. Instant wünschte ich mir das Biest zurück. Und auch hier, wie in manchen anderen Punkten, bleibt die Real-Verfilmung dem Zeichentrick-Klassiker treu. Sicherlich, Dan Stevens ist sicher nicht hässlich, aber in diesem Aufzug war das Biest.. netter.

Madame (8) fand den Film unnötig, mich hatte er nett unterhalten. Ich wippte bei den Songs mit und summte „Going through the Motions“ am Heimweg. Wir beide waren uns einig, dass Emma Watson (die die Rolle der Cinderella 2015 abgelehnt hatte) eine adäquate Belle ist, die Bücherei uns den Atem stocken ließ und die Szene, in der Belle einem kleinen Mädchen das Lesen bei bringt, wirklich nett war. Madame (8) bemängelte (auch zurecht), dass Political Correctness auf Kosten der Authentizität gefeiert wurde – und die Interracial Couples auch etwas inflationär eingesetzt wurden. Das Totschlag Argument, dass sich Belle in ihren Gefängniswärter verknallt, der doch ganz nett ist, lassen wir außen vor. Immerhin fungiert Shakespeare als Liebesknecht und lässt die Schöne und das Tier sich näher kommen.

Gay-Things

LeFou erschien mir schon damals sehr zu Gaston hingezogen, deswegen verwunderte es mich auch nicht, dass Disney eine eindeutig homosexuelle Figur mit ins Spiel brachte, wenn auch die Darstellung etwas übertrieben war. Was mich störte war die Diskussion, die im Web entbrannte und die Tatsache groß im Web angekündigt wurde, was nach Werbung schreit. Wenn bei Ghostbusters via Feminismus-Keule Marketing betrieben wurde, so ist es hier die LGBT Community die herhalten darf. Aber erneut: Eine Medaille, zwei Seiten: Es hat auch etwas positives, denn vom kapitalistischen Schreckgespenst Disney abgesehen, finde ich es nett, dass kleine Kinder, die heute aufwachsen, Homosexualität als etwas normales und Alltägliches betrachten, etwas mit dem sie aufwachsen sind. Hollywood ging dies bezüglich schon einige Schritte (Bsp.: Brokeback Mountain, Black Swan), wagt sich aber mittlerweile auch ins Mainstream Kino vor. Mit den Power Rangers tritt der nächste lesbische Charakter auf. Warum wird hier erklärt:

„Because the studios are first and last about making money, they are loathe to include anything that might alienate segments of the audience. So kudos to Disney and Lionsgate for cracking open the fairytale and superhero worlds respectively. (…) But their executives would have calculated there is really no downside to briefly including gay issues. On one hand, they are responding to pressure for more diversity in movies. On the other, they benefit from any controversy because more potential ticket-buyers are aware of their movie.“ (stuff.co.nz)

Obvious things are obvious.

Feminismus?

Belle erfand also die Waschmaschine, um mehr Zeit zum lesen zu haben und nebenbei einem Mädchen das Lesen bei zu bringen – eine Idee, die sicherlich Emma Watson ins Spiel brachte.

Belle gilt als Disneys erste feministische Heldin. Jeffrey Katzenberg, damals CEO der Disney-Animation, ordnete den feministischen Twist an und beauftragte die Newcomerin Linda Woolverton (eine von der Frauenbewegung der 70er Jahre inspirierte Feministin) als Autorin. Als Vorbild diente ihr Katherine Hepburns Performance als Jo March in Little Women. Die Originalgeschichte übrigens wurde 1740 von Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve im französischen Journal „La Jeune Américaine et les contes marins“ publiziert. 1755, nach ihrem Tod, wurde die Geschichte von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont bearbeitet und in einem Kindermagazin veröffentlicht.

Belle sollte die Wende in Disneys Damenwelt einläuten, wurde quasi als Kontrapunkt zu Arielle konzipiert und ebnete den Weg für künftige, starke Frauenfiguren. Passive Prinzessinnen wie Cinderella und Schneewittchen mussten Kämpferinnen wie Mulan, Pocahontas und Merida weichen. Innerhalb des Disney-Universums dominieren heute selbstbestimmte Frauenfiguren – und nicht mehr die Suche nach dem perfekten Mann. Thx Orf.at.

Emma Watson dazu:

„[Books are] so powerful and they have the ability to change your life and your outlook, and this story really speaks to that, the sacred nature of books and their ability to transport you and empower you, (…) We still live in a world where there are probably over 80 million girls who won’t get to go to school just because of their gender.“ (Mashable.com)

Und:

„I loved Belle a long time before I became a feminist or a feminist activist. Of course the fact she’s so interested in literacy and she loves books, the fact she’s independent minded of course made me feel close to her.“ (metro.co.uk)

Feministisch also? Vielleicht auch nicht:

„The main – indeed the only – stated piece of feminism is that Belle has a job, so escapes the passivity and helplessness that has defined heroines since Disney and beyond. (…) The underlying message baked into this pie is that laundry is women’s work, which the superbly clever woman will delegate to a horse while she spreads literacy. It would be better if she had used her considerable intellect to question why she had to wash anything at all, while her father did nothing more useful than mend clocks. (…) Watching this film as a feminist fairytale is like listening to someone who claims to be able to speak German, then realising that they have only mastered one phrase. They can ask for directions, but if you actually told them the way to the Bahnhof, they’d be stumped. Still, hats off for trying. It’s better to speak a tiny bit of feminism than no feminism at all.“ (theguardian.com)

Oder:

„It would be beneficial for filmmakers to remake Disney movies that perpetuated sexist stereotypes into films that provide healthy portraits of women, but this adaptation of Beauty and the Beast fails to do so. Instead, feminism is hijacked to dispel the story’s sexist qualities so that the film industry can profit off a remake of the film without losing potential audience members due to criticisms of misogyny in the outdated story.“ (observer.com)

Und dem kann man als Feministin nicht widersprechen, und trotzdem muss man sich mit den kleinen Erfolgen zufrieden geben und eine Botschaft auch einfach sein darf: Die weibliche Protagonistin braucht keinen Mann und hat andere Interessen, als das Interesse eines Mannes auf sich zu ziehen, nämlich Bücher und inspiriert junge Leute mehr zu lesen. Sie ist die Heldin, die gegen Ende den Mann zwar rettet – aber aus freien Stücken wieder zurück kehrt.

Aber ja, es ist nachzuvollziehen warum Madame (8) den Film als unnötig empfand. Und genau so unnötig sind all die anderen Reboots, Neuverfilmungen oder Realverfilmungen wie Aladdin unter Guy Ritchie (könnte vielleicht etwas werden) und Mulan, welches gänzlich ohne Sing-Sang auskommen soll/will.

Warum die Leute im Dorf nicht altern..

Reddit user Hainted erklärt:

„[The village]  is caught in the Enchantress‘ curse as well. It’s stated outright that she erased the memories of the Prince, his lands, and servants from the villagers‘ minds, but if you pay attention she also locked the village in a time loop.“ Let’s do the Time-Loop Again! Let’s do the Time-Loop Again!

Noch mehr Beweise und Belle’s Song erscheint in komplett neuem Licht!

„But what if Belle sees „every morning just the same“ because she’s literally seeing the same morning play out over and over again? That would explain why she’s able to wander through town and announce everything that is happening in the village without looking, like Bill Murray predicting a waiter dropping a stack of flapjacks in a diner.“ (Dorkly.com)

Wie der Vater zurück in die Stadt kam, wir erinnern uns, Wölfe und so, bleibt offen.. Magic? Plothole? Who knows! I don’t and you don’t and nobody knows! Not even Leonard Cohen knows!

Zu guter Letzt:

Fazit: 4 von 6 tanzenden Teetassen und 5 von 5 Fußsessel Kläffer, 9 von 10 Singsang-Songs und 9 von 10 Hermiones, sowie drei Rosenblätter und 3 von 7 Flauschigkeitspunkten. Mit anderen Worten: Unterhaltung, wenn man sich darauf einflässt und das Original mochte. Nochmals mit anderen Worten: Unnötig und langweilend für die, die sowieso darüber motzen möchten.

Lesenswert:

Quellen:

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Marvel Has a Pandering Problem NOT a Diversity Problem!

Mr Raymond leitete mir vor wenigen Tagen ein Video weiter und ich muss sagen: Es ist gut. Informativ und zynisch, die Beispiele werden gut erklärt und man folgt dem Gesagten gerne ohne abzuschweifen. Manchmal jedoch auch etwas anmaßend; denn niemand, weder der sporadische Comic-Konsument oder jene, die etwas tiefer in die Materie verwebt sind, können alles kennen und wissen – und im Gedächtnis behalten. Nichts desto trotz: Sehr sehenswert – und sie spricht vermutlich vielen eingefleischten Comic-Fans aus der Seele.

Aus der Beschreibung zum Video: „Recently, Marvel has been in the news after the VP of sales claimed diversity was killing sales. Social justice warriors, feminists and lefties were all quick to jump on the story to claim diversity is not the reason for declining sales and for once, I actually agree – diversity itself is not what’s killing Marvel comics; bad writing and pointless SJW pandering is killing Marvel comics. If you think the two may seem one in the same, check out my (((short))) 30 minute analysis!“

Schaut es euch an, es sind 30 gut investierte Minuten.

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Ms Marvel – Ja oder Nein? Und da wäre noch Captain Marvel

Erst kürzlich war die Rede von und ob Ms Marvel (die muslimische Superheldin aus New Jersey – sehr zu empfehlen) bald im MCU zu sehen ist (ich sähe sie lieber in einer Serie).

Wie kam es zu dieser Frage:

“We’re doing Captain Marvel right now. Captain Marvel‘s shooting right now with Brie Larson. Ms. Marvel, which is another character in the comic books, the Muslim hero who is inspired by Captain Marvel, is definitely sort-of in the works. We have plans for that once we’ve introduced Captain Marvel to the world.” (Kevin Feige, BBC Interview)

Mr Raymond dazu: „Der Interviewer fragte ihn explizit danach, Feige macht das richtige und wechselt das Thema zu Captain Marvel, deren Film gerade gedreht wird und gibt dann dem Interviewer den Kommentar, dass es Pläne für Ms. Marvel gibt und man mehr oder weniger daran arbeitet… nachdem, zurück zum eigentlichen Thema, Captain Marvel dann im Marvel Universum erschienen ist, denn Kamala ist ja ein Fan und inspiriert durch Captain Marvel.“

Fraglich, wie viele Hoffnungen wir uns machen sollten oder auch nicht.

Inhumans (was letztlich zu einer Serie wurde) war groß auf einer Wand bei ComicCon zu sehen als ein Film in Phase 3. Solange das nicht passiert für Khan oder Romanoff, ist es nur Feige auf Promotiontour in diversen Ländern. Ebenso seine vage Aussage, dass er sich vorstellen könnte einem der weiblichen Charaktere aus Black Panther in einem Film als Hauptfigur zu sehen. Er ist gut darin das richtige zu sagen um das maximum an Interesse für Marvel Filme zu kriegen, im Gegensatz zu manchen der Clowns, die in der Comic-Sparte bei Marvel arbeiten, das richtige zu sagen ohne sich zu 100% festzusetzen – der Master des Konjunktiv und darum wäre er ein enormer Verlust, wenn er jemals gehen würde. Er gibt den Fans etwas über das sie reden und spekulieren können ohne je so dumm zu sein zu sagen, dass er es ihnen wirklich geben wird.“

Es bleibt also spannend und interessant – ob, und besonders wie Ms Marvel auf der Leinwand inszeniert wird, da sie vor allem auch die muslimische Gemeinde repräsentiert – allerdings ohne(!) Kopftuch und als typische amerikanische Jugendliche, die aus einem muslimischen, pakistanischen Elternhaus kommt versucht beide Welten miteinander zu verbinden.

Heute stolperte ich im Bezug auf Captain Marvel auch darüber:

So this is how’s its gonna go until this movie comes out.
MCU: “she’s the strongest character”.
Comic fans: “well actually she’s not in the comics”.
Media: “Alt-Right Incel Trolls are attacking Captain Marvel because she’s a woman”.
Comic fans: “Wait no that’s not what I said I’m just saying she’s not the strongest”.
Feminist: “This is all apart of the toxic masculine culture of the Patriarchy”.
Comic Fans: “F**k it”.“

Und leider fasst es die Situation perfekt zusammen. Mr Raymond meinte einst zynisch, dass Captain Marvel als marvel’sche Pendant zu Wonder Woman konstruiert wird und sicherlich, so meine ich, am Erfolg der anderen Filme anknüpfen kann – trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, denn warum erst jetzt? Eben. Wonder Woman war der erste Superheldinnen Stand-Alone Film, der tatsächlich Erfolg hatte. Trotzdem sollten wir uns darüber freuen, dass nicht mehr nur männliche Superhelden „cool“ sind, sondern auch weibliche, die nicht mehr nur den male-gaze bedienen, sondern tatsächlich eine Geschichte zu erzählen haben und nicht mehr nur quasi „Frauen-Quoten“-Beiwerk sind.

Captain Marvel: Startdatum: 14. März 2019.

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Happy Towel Day!

Und dieses mal gabs sogar tatsächlich eine Begegnung!

Und auch wenn man nur vorhat, ein-zwei Bilder zu machen… werdens halt doch mehr.

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Revenge of the 5th!

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5. Mai 2018 · 9:21

May the 4th be with you! 

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Nur mehr 45 Jahre..

.. bis zum ersten Kontakt! Ich könnte es noch erleben.

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„Ready Player One“ – Main-Theme (und so)

Ready Player One wird vermutlich einer jener Filme sein, die massiv und massig an Merchandising abwerfen werden. Immer wieder scrolle ich über Kappen, Aufnäher, Funkos, T-Shirts und es wird mehr und mehr und mehr. Auch sind die erforderlichen Schlüssel (in durchaus hässlicher Form) bereits erwerbbar und bald werden Online-Plattformen alte Konsolen- und Automatenspiele kostenfrei zugänglich machen, inklusive Leaderboard versteht sich.

Sicherlich, das Buch ist gespickt mit Easter Eggs und Insidern aus den 80ern, nur fürchte ich, dass sich der Hype vielleicht etwas selbst überschätzt. Kritiker lieben oder hassen die Adaption; soweit zumindest lassen Headliner gewisser Pre-Views verlauten. Wir wissen ganz klar, dass sich der Film vom Buch deutlich unterscheiden wird, und auch wenn Spielberg schon gute Filme geschaffen hat, wünschte ich mir immer noch James Gunn hätte Regie geführt, produziert und das Drehbuch verfasst.

Gut, gestern war es soweit und ich scrollte über das Main-Theme. Auch wenn ich Spoiler versuche zu vermeiden, hier siegte die Neugier.

Wenn ich mir das Main-Theme anhöre, verbinde ich es in erster Linie mit einem flauschigen Kostüm-Drama, gehalten in Pastell-Farben und einer netten Liebesgeschichte. Vielleicht auch einen Fantasy-Film. Auch erinnert mich die Musik etwas an Star Wars und Jurassic Park, deren Themes großartig sind! Und trotzdem halte ich das locker-flocker-fröhliche Theme als unpassend für einen Film, der am 80er Hype anknüpfen möchte.

Gut möglich, dass ich die Musik, wenn es dann soweit ist, toll finden werde – aber wie ich Buch und Story kenne, passt es leider überhaupt nicht dazu. Ich hätte mir mehr 80er erwartet, mehr Synthesizer, mehr Elektro. Da aber mit Spielberg ein Familienfreundlicher (more or less) Regisseur gefunden wurde, darf die Musik auch an Familienkomödien aus den 80ern erinnern. Immerhin etwas.

Und scrolle ich weiter, erblicke ich natürlich erneut Hinweise aus Trailer und Co, Ikonen der Popkultur, die sich als Avatare durch die OASIS tummeln, und die es zu entdecken und erkennen gibt und trotzdem bemerke ich, wie ich etwas das Interesse verliere, weil es „zuviel“ ist, zu „gewollt“ ist. Es sind keine Easter Eggs mehr, die sich unterm Gebüsch verstecken, sondern fette Abrisskugeln, die immer wieder auf einen eindonnern. Alles was sich finden lässt (oder die Rechte dafür erworben wurden), wird hinein gequetscht, ohne Rücksicht auf Verluste. So sehr ich Easter Eggs liebe und gerne selbst auf die Suche gehe, es gibt Grenzen. Und diese werden bereits in den Trailern überschritten. Im ersten wars noch nett, aber irgendwann ließ die Euphorie nach.

Gäbe es kein Buch dazu, dass ich nicht binnen weniger Tage verschlungen hätte, wäre ich zynisch und würde sagen, es werde wohl ein Film dessen Zweck Easter Eggs und folgend doppelt und dreifach initiierter Merchandising-Verkauf sind. Es wirkt leider tatsächlich so, als hätte man versucht jedes erdenkliche Fitzelchen der 80er irgendwie hinein zu pressen, und sei es, dass es nur am Rande irgendwo rumhopst, damit Fans, von denen die meisten (den Mini-Profilbildern zu urteilen nach) nicht vor 1995 geboren sind, im Saal einander laut zurufen können: „Kennst des!“ Oder „Das ist XY!“ Wobei es ja eh nett ist, wenn junge Menschen ehrliches Interesse an früheren Jahrzehnten bekunden. Auch ich mag Kleider der 40er, die Musik der 60er oder das analoge Leben der Prä-Internet-Zeiten. Außerdem beschäftige ich mich mit dem Morse-Code!

Ich weiß, diese Ausführungen mögen wohl etwas zynisch klingen, aber so sind sie nicht gemeint. Fein, vielleicht bis auf ein zwei Sätze, denn seien wir uns ehrlich: Beim 80er Hype handelt es sich um eine Modeerscheinung und in zwei Jahren sind es die 90er, die alle so toll finden und kopieren werden, auch wenn man Jahre zuvor noch über deren Schrecklichkeit lästerte und hoffte das Jahrzehnt geriete vollendendes in Vergessenheit. Auch die Hüfthosen aus den 00er Jahren werden in Kürze wieder „cool“ sein. Auch Schlaghosen und Rüschenhemden. Ist so.

Dass durch Film und Medien die 80er wieder Salonfähig gemacht wurden (und zugegeben, die Musik war teilweise wirklich aussergewöhnlich), oder zumindest deren coole Aspekte, bedeutet jedoch nicht, das die 80er oder die 90er so cool waren wie man es gerne gehabt hätte oder vermittelt wird, auch wenn die Erinnerung gerne mal mit Rosa drüber fährt und einen Smiley drauf malt. Gut, ich bekam die 80er nur mehr am Rande mit und weiß noch, wie schrecklich die 90er waren, dennoch finde ich es irgendwie amüsant, manchmal auch nett und manchmal befremdlich, wenn junge Menschen, die ihr gesamtes Leben von digitalen Medien begleitet wurden, eine Vorliebe für die 80er entwickeln. Und nicht aus Technologie-Verdrossenheit, denn dass wäre absolut verständlich, sondern eben weil die Medien suggerieren: Es ist cool! Aber hey, durchaus möglich, dass all diese Teens und Twens tatsächlich Gefallen daran finden und bald auf ihre Smartphones verzichten. Why not. Alles ist möglich. Eine 17jährige Instagramerin, die demnächst auf große Reise geht, möchte weniger erreichbar sein, das Internet meiden und ihr Smartphone nur mehr zur einfachen Kommunikation nutzen – und ich bewundere das sehr. Es ist also möglich.

Fazit: Ich bin nach wie vor gespannt auf den Film.. Kurz gesagt, während das Buch ehrwürdig die Gaming-Kultur der 80er zelebrierte, dürfte der Film den aktuellen 80er-Hypetrain in den Endbahnhof lenken.

Doch davor noch einen XXL Trailer. Die Szenen wiederholen sich, die Geschichte auch, aber wir bekommen etwas Einblick in Musik (80s!) und Ablauf:

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[Video] Wonder Woman’s Controversial Costume

Sicherlich könnte man das eine oder andere noch weiter ausführen und vertiefen, trotzdem fassen diese 8 Minuten alles Interessante und Wichtige zusammen. Fazit: Sehenswert. Thx Social Media.

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #82

Haha! Diesmal ists einfacher – aber auch persönlicher.

5 Filmstars, die mir besonders ans Herz gewachsen sind

Wobei „besonders ans Herz gewachsen sind“, etwas anderes ist als – “ […] um die Liebe zu Filmstars. Ich für mich bin dauernd in irgendwelche Filmstars verliebt, manchmal aber auch nur in eine Rolle, die dieser Filmstar spielt.“

Diesmal ist es leider unmöglich, mich nur an 5 bis 7 Aufzählungen zu halten. Ich frage mich, wie das andere immer schaffen? Insofern nehme ich die Reihung anders vor:

  1. Kindheit/frühe Jugend: Winona Ryder (in all ihren Rollen). Ich wollte nicht sein wie sie, ich wollte bei ihr sein, wollte mit ihr Abenteuer erleben und .. mehr. Gleichzeitig waren es aber auch Christian Slater (besonders in Heathers und Pump up the Volume) und Ethan Hawke (und nein, nicht die Rolle des Troy in Reality Bites, sondern als junger Abenteurer, der einen Sack voller Bücher mit in die Wildnis schleppt und Tiere mag (Wolfsblut)). Ein wenig später kam auch Steve Buscemi als durchgeknallter Mathematiker in Armageddon dazu. Ich könnte die Liste an „Childhood-Crushes“ ewig weiter führen: Mr Spock, Howling Mad Murdock, Ferris Bueller, Michael J. Fox, …
  2. Wiederkehrend – Frauen: Evan Rachel Wood, Keira Knightley (Kostümdramen!), Jenna Coleman und Marion Cotillard. Vielleicht stehe ich auch ein klein wenig auf Taylor Swift.
  3. Wiederkehrend – Männer: Tom Hardy (besonders als Mr. Heathcliff), Tom Hiddleston, Harry Lloyd, James McAvoy, Jimmy Simpson und Cillian Murphy.
  4. Aktuell: Tim Rozon alias Doc Holliday und Dominique Provost Chalkley alias Waverly in Wynnona Earp. Letztere sogar noch mehr als ersterer, was vielleicht aber auch an der homoerotischen Beziehung zu Officer Haught liegen mag. Die beiden harmonieren einfach perfekt.
  5. Künftig und in Kürze (Juni…): Steven Strait alias James Holden in The Expanse, Season 3.

Ich hab sicher welche vergessen…

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