Archiv der Kategorie: So sei es

Wirklich? Ist es so? Ist es wirklich so? Es ist so! Eventuell..

Wähle weise!

Leute – das wars.

Ich gebe das bloggen auf und werde Hipster-Buch-Autorin beziehungsweise Hipster-Cover-Illustratorin. Und seien wir uns ehrlich: Die Cover sehen aus, als könnten die Bücher tatsächlich schon irgendwo erschienen sein, nicht? Und zwar nicht nur als Selfpublisher, sondern bei einem düsteren Hipster-Ende-der-Welt-Verlag. Nicht?

Das ganze wird eine Quadrologie werden. Unglücklicherweise verschwand der vierte Teil auf mysteriöse Art und Weise, während einer unbekannten und ebenso mysteriösen Krankheit (als Erklärung dafür, dass nichts zusammen passt, im vierten Teil übrigens wird alles aufgelöst): Regel Nummer 1, um in die ewigen Gedanken anderer einzugehen: Kreiere ein Mysterium!

Regel Nummer 2: Sei aktuell. Sei anders. Sei normal. Aber nicht so normal, dass der Normalsterbliche sich an deiner Normalität langweilen möchte, nein, sei anders normal. Sei aber auch nicht so anders, dass niemand was damit anfangen kann. Nein. Sei die Hure der Normalität! Der Name, ein Konglomerat aus Moderne, Hipster und Tradition, perfekt geeignet und eine hervorragende Mischung für ein interessantes Projekt.

Und Regel Nummer 3: Lasse die anderen im Ungewissen, ob du es ernst meinst oder dir lediglich einen Witz erlaubst.

Um das ganze etwas spannender gestalten: Ihr dürft entscheiden, welcher Band zuerst geschrieben werden soll – und welchen es dann für nur 2,22€ auf Amazon (Hipster mögen Kapitalismus) zu erwerben geben wird. Ich weiß gar nicht, ob ich die Cover überhaupt verwenden darf, welche ich mit dieser hervorragenden App Snapseed gemacht habe, vermutlich nicht. Wir werden eine Lösung finden. Anyway..

Wählt weise!

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I did it!

Wisst ihr was Freiheit bedeutet?

Mir fällt immer wieder auf, dass man erst dann bemerkt was einem fehlte, wenn man es wieder besitzt. Nicht, wenn man es verloren hat – das egal, isses halt weg, jo mei. Is halt so. Nein, man bemerkt diesen Umstand erst, wenn es wieder da ist!

Meinen zweiten Bildschirm zum Beispiel. Ewig lebte ich ohne zweiten Bildschirm und erfreue mich, seit ich ihn wieder habe, jeden Tag aufs Neue darüber. Serien schauen – und gleichzeitig schreiben.

Oder jetzt: Meine Freiheit. Mag ich auf YouTube ein Video schauen, dass mir die 10 shadiest Taylor Swift Moments (die übrigens nicht shady, sondern sehr cool sind) zeigt? Vielleicht! Mag ich eine Serie schauen oder eine ganze Season in einer Nacht? Vielleicht! Bloggen? You go girl! Was schreiben? Immer! Nichts tun und schlafen? Jederzeit. Zocken und Let’s Playen? Jop.

Seht ihr. Das ist Freiheit. Wahre Freiheit. Nicht an gewisse Lernunterlagen gekettet zu sein, sich via App immer wieder zu foltern, die Antworten in und auswendig zu können, sich gewisse Schlagworte ins Hirn gebrannt zu haben, sodass man nicht einmal mehr die Frage lesen muss, um zu wissen, was richtig und was falsch ist. Derart im Dauerstress zu sein, dass die Verdauung zickt und man einen Schwitzschub nach dem nächsten bekommt, zig mal das Shirt wechseln kann, um dann endlich in diesem unterkühlten Raum zu sitzen, neben vielen anderen, um dann endlich, endlich, draußen das Ergebnis zu bekommen:

97% B-Wissen.
88% Grundwissen.

Ja. I did it.

Ich habe den Theorie-Teil des Führerscheins geschafft. Zwei Teilprüfungen, mit jeweils einer Woche Abstand dazwischen, die Garantie-Prüfungen (klarerweise) verschissen. Ich werde noch die eine, oder andere Episode dazu bloggen – vor allem, da es auch eine Geschichte gibt, warum es zu gewissen Antworten kam und wer dafür verantwortlich ist – und das ist eine sehr gute Geschichte, die sich mir während des Lernens offenbarte und, vor allem bei der B-Prüfung, geholfen hat.

Anyway. I’m back, B*tches! Mehr oder weniger. Ich hoffe eher mehr, als weniger. Zeit wirds.

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Spotify’ish’esk whatever: „Winter Mood #1819“

Seit ein, zwei, drei Wochen besitze ich ein Spotify-Abo.

Eine weitere Datenkrake neben Facebook, Instagram, WhatsApp und Twitter, die in den Genuss meiner Vorlieben kommt, den Künstlern so gut wie keine Tantiemen einbringt und sich von Information ernährt.

Gut, Facebook wird kaum mehr gefüttert (bis auf gelegentliche GPS-Daten und weiß der Geier was noch alles abgesaugt wird, ich sollte die App löschen – aber dann müsste ganz vieles andere auch gelöscht werden und ja.. we’re doomed), der Content auf Instagram wiederholt sich und auf Twitter, ja, Twitter reizt einfach noch immer, aber das ist Text. Und Texte, so wissen wir, sind mühsam. Besonders in so minimalistischer Form, dass einerseits sehr schnell der Zusammenhang verloren gehen kann und andererseits einfach die Menge unüberschaubar wird.

Aufgewachsen zu Zeiten von Napster und Co. leb(t)e ich mit der Einstellung, dass alles, was im Internet vorhanden ist, auch gratis sein soll. Geteilt mit allen. Für alle da. Immer abrufbar. Luxus für die Armen! Natürlich greift der Kapitalismus dieser längst verblassten Idee zwischen die Beine und zieht Gewinn daraus. Sei es für Nachrichtenmagazine, Film- und Serienportale oder Musik, der User wird zur Kasse gebeten und zahlt doppelt.

Aber ganz gleich, darum geht es nicht.

In den letzten Wochen wurde ein Teil meines Weltbildes gänzlich über den Haufen geworfen. Nahm ich bisher an, dass ich nur eine gewisse Art von Musik mochte und fühlte ich in dieser Annahme sogar eine gewisse Sicherheit, wurde dies zutiefst erschüttert. Ich war wirklich davon überzeugt, dass dies eine Konstante ist, auf die man sich verlassen kann: Taylor Swift und Punkrock. Mehr war da nicht.

Tja.

Dann kam Spotify und schubste dieses wohl aufgestellte und gefestigte Weltbild mal einfach über den Tischrand. Aber immerhin kann man ja hören was man möchte, nicht?

Anbei meine erste Playlist und bezeichnend für das was sie ist: Geeignet für einen winterlichen Nachtspaziergang.

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Let’s fun things up! #2019 #Hashtag

Ich glaube, 2019 einen Perspektivenwechsel zu machen.

Anstatt zu überlegen und konsequent alles schlüssig sehen zu wollen und danach zu handeln, werde ich jene Antwort und Reaktion wählen, die am wenigsten Sinn ergibt. Bestenfalls eine Antwort wählen, oder noch besser, aus dem heiteren Himmel heraus eine Reaktion liefern, die nicht einmal mit dem Thema etwas zu tun hat, aber eben als Antwort auf dieses jeweilige Thema.

Gut, bei der wohl überlegten Antwort, die am wenigsten Sinn ergibt, könnte man mir passiv-aggressive Tendenzen nachsagen, bei der Impulsreaktion hingegen, die irgendwas ist, aber nicht das, was man sich erwartet, und auch nichts mit dem Thema zu tun hat, könnte es sich um ein fortschreitendes Stadium von Verstandesverlust handeln.

Auch okay.

Und warum das ganze? Weils eigentlich egal ist was man macht. Die Dinge werden weder besser, noch wirklich schlechter dadurch. Sicherlich, je nach Beispiel, lässt sich dieser Satz widerlegen und rufen: „Tu das nicht! Dein Leben! Nein! Wirf es nicht weg!“ – Und nein, ich habe nicht vor, mich in den Freitod zu stürzen oder sonst etwas zu machen, wo die Konsequenzen mit meiner Bequemlichkeit interferieren könnten. Wirklich nicht.

Ich rede nur von diesem kleinen Stück Wahnsinn, dass man sich zurück holen muss. Und damit rationalisiere ich meinen Vorsatz, der eigentlich nicht rationalisiert werden möchte und beende diesen Beitrag. Ihr wisst, was ich meine, oder?

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Merry Capitalism!

Ich wünsche euch allen ein frohes Fest, ehrliche politische Debatten und viele, viele (und vor allem die richtigen und gewünschten) Geschenke!

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Führerschein: Es geht (wieder) weiter..

Ja. Es geht dem Endspurt zu. Am 17.12 ist Prüfung. Und ich lerne. Etwas. Am 14.12 davor ist Vorprüfung. Sollte ich bei dieser über 80% haben, und bei der Prüfung aber dennoch versagen, kann ich mich kostenlos erneut anmelden. Meine Fahrschule machts möglich.

Ich versuchte gestern auch (nach ca. 3 Tagen lernen) die simulierte Prüfung zu bestehen und erzielte einmal 30% von erforderlichen 80% und einmal 25%. Nein, ich hätte die Prüfung nicht mal Ansatzweise bestanden. Und die Zeit läuft davon. Ende Jänner sollte alles unter Dach und Fach sein.

*

Beim lernen merke ich, dass ich eine Aufmerksamkeitsspanne von 10 bis 15 Minuten habe. Danach lese ich ungenau oder brauche deutlich länger, die Frage oder Antworten zu verstehen und korrekt zuordnen zu können. Ich glaube, ich verblöde langsam. But, why? Oder ist das normal? Selbstzweifel, hello darkness my old friend.

Wie zum Teufel hab ich damals auf Prüfungen gelernt? Wie zum Teufel habe ich die Prüfungen bestanden?

*

In einem Buch zur theoretischen Führerscheinprüfung, dass ich mir für 9€ als Ebook kaufte, und in welchem ein Formatierungsfehler den nächsten jagt (in der Printversion hätte es 40(!)€ gekostet), steht an einer Stelle:

„Möchte ein Kind die Fahrbahn überqueren, hat es quasi so eine Art Zauberschutzweg vor sich, der sich überall vor dem Kind über die Fahrbahn breitet und dahinter wieder verschwindet.“

ZAUBERSCHUTZWEG!

Seriously?

*

Meiner Meinung nach eine der wtf-Fragen:

„Sie fahren 30km/h und können vor einem Hindernis gerade noch anhalten. Mit welcher Geschwindigkeit würden Sie gegen das Hindernis prallen, wenn Sie mit 40km/h gefahren wären?“

WHAT? Zur Auswahl stehen: 10, 20, 30 und 40km/h.

Es handelt sich bei dieser Frage, um den Bremsweg und dennoch ergibt sie, wie sie gestellt ist, für mich keinen Sinn. Die Antwort lautet übrigens 30. Was noch verwirrender ist. Auch habe ich massive Probleme folgende abstrakte Begriffe einzuordnen: „halber Sicht“, „Gefahrensicht“ und „ganzer Sicht“.

Auf Twitter wurden mir die Sachen dann erklärt:

„Die Frage soll veranschaulichen dass zu schnell fahren gefährlich ist. Am längsten dauert beim Bremsvorgang die richtige Reaktion und die Verzögerungen ist dann Physik. Je schneller du fährst desto mehr Meter legst du in der Reaktionszeit zurück und desto massiv schneller bist du“

Oder, wie jemand anders meinte:

„das mit den 30 is ja wann anders. also Frau X fährt mit 30 km/h und bleibt gerade noch vor Hindernis stehen. was wäre wenn sie statt 30 40 km/h gefahren wäre (also zum gleichen Zeitpunkt zu bremsen begonnen hätte)“

und

„und die Antworten sind ja nicht die Geschwindigkeiten VOR dem Bremsen sondern die Geschwindigkeiten beim Hindernis. also Fall 1: 30km/h und dann 0 km/h und Fall 2: 40 km/h und ? km/h.“

Trotzdem ist es sehr kompliziert, so wie die Frage gestellt ist.

Und:

„Ganze Sicht ist wenn du nur für dich schaust, halbe Sicht wenn du für den Gegenverkehr auch schaust, gefahrensicht wenn du jeden Moment ein Hindernis erwartest dass dich zum totalen Stillstand bringen kann.“

Zugegeben, es ergibt durchaus Sinn – irgendwo. Aber trotzdem! Ja, sowas sind dann halt die Fragen, die man auswendig lernen muss. Immerhin verstehe ich nun die Verkehrsschilder und weiß jetzt, dass die runden mit dem roten Kreis Verbote darstellen. Ich dachte bisher, sie seien Gebotszeichen, sowas wie „da musst du aufpassen und genau das tun“ …

Seit ich mir diesem Faux-Pas bewusst bin, lerne ich tatsächlich aufmerksamer..

*

Eigentlich ist es ja dumm mit der App zu lernen: Die meisten Fragen rate ich und murmle zeitenweise:

„Wtf, warum? Des is ja deppat.“

Aber gut, ich werde alles so oft durchgehen, bis ich alle Fragen richtig habe. Ich hoffe, es ist in zwei Wochen zu schaffen. Hoffe.. Erneut, die Zeit läuft davon. HELP!

*

MERKE: Von zwei Antworten, nimm immer die, die am unrealistischsten ist: Man bleibt hinter einem langsamen Fahrzeug, und überholt nicht. Zumindest sieht man dieses Verhalten täglich im Straßenverkehr..

MERKE: Von vier Antworten, nehme immer die, die am ausführlichsten formuliert ist.

*

Jemand meinte: Wenn ich die Zeit, die ich auf Twitter investiere, ins lernen investieren würde, hätte ich den Führerschein vermutlich schon längst. Aber erneut. Geringe Aufmerksamkeitsspanne und so..

 

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Woche #2808

Nachtrag.

Wenn man sich mit jemanden im Disput befindet, über etwas, dass einem lieb und teuer ist, sollte man wohl hinter jede Nachricht einen 😊 setzen, um zu zeigen, dass man gar nicht wütend ist und es einen gar nicht trifft und alles sowieso ok ist – weil die Konsequenzen, die aus Wut folgen, wären auch nicht die, mit denen man leben möchte und somit versucht man sich eben zu mäßigen und auch einen Schritt zurück zu treten und ab zu warten.

Aber so einfach ist das alles nicht, besonders nicht wenn man, selbst diagnostiziert, cholerisch ist. Ayayay, mittlerweile sammeln sich die Selbstdiagnosen. Dezent cholerisch, sicherlich auch teilweise ADHS habend, eine Akalkulie (Rechenschwäche, Umgang mit Zahlen gestaltet sich schwierig) lässt sich sicher auch noch finden, Misophonie auf jeden Fall (Geräusche! Knistern, Trommeln, Murmeln, Kaugeräusche!) und natürlich, meine Links-Rechts-Schwäche, die manche Dinge, wie Autofahren, gar nicht so leicht machen. Maushand, Tastaturhand ergibt dafür Sinn. Ergibt das für irgendjemand ein Muster?

Ah! Und eine gewisse kommunikative, soziale Inkompetenz: Ich hatte also einen neuen Zahnarzt angerufen (ich hasse es so sehr mit fremden Leuten zu telefonieren) um einen Termin auszumachen und brauchte mehrere Minuten und Anläufe meine Telefonnummer korrekt anzugeben, die ich zwischendurch x Mal vergessen hatte, wieder falsch angab bis es irgendwann geklappt hat – oder auch nicht. Vermutlich stimmt wieder irgendwas nicht. Erkennt hier jemand ein Muster?

„Internet-Krankheit. Zig selbst diagnostizierte Scheiße und eigentlich bist nur krass verplant und konzentrierst di nit genug!“ Danke, das wirds sein.

Anyway. Ich versuche mich also in Freundlichkeit und Schlichtung anstatt Streit und Wahnsinn. Das ist ein gutes Zeichen. Madame (8) meinte, warum ich denn nicht in Nachrichten an sie so freundlich sein könnte (als ich ihr ein Beispiel schickte, zu wie viel Freundlichkeit ich fähig sein kann) und ich meinte, es reiche aus, wenn ich zu den Leuten freundlich bin, die nicht mag oder es sein muss, weil gesellschaftliche Normen und Konventionen das so wollen – da wolle ich doch bei Leuten die ich mag, so sein können wie ich tatsächlich bin.

(8): „Und freundlich sein ist nicht Teil dessen wie du bist? LOL“
Ich: „Nein, ich bin keine freundliche Person.“
(8): „Und Stattdessen?“
Ich: „Ein ‚verantwortungsloser Schlechtmensch ohne Zivilcourage‘ D“ *

* Meinte einst ein junger Mann zu mir und erklärte hinter her, er wollte mir damit imponieren. Running Gag since 2009. Plot Twist: Madame (8) war mit gemeint.

Aber ja, die Freundlichkeit. Man hat auch nicht immer Lust freundlich zu sein. Ich hege großen Respekt vor all den Menschen im öffentlichen Dienst, die jeden Tag mit Smiley-Face herum laufen (müssen), obwohl sie alles zutiefst ankotzt. Ich könnte das nicht. Ich würde wohl tatsächlich entnervt explodieren, alles hinschmeißen und den Laden anzünden. Moment, lässt sich da eine gewisse Neigung zur Soziopathie erkennen?

Jedenfalls: 😊 😊 😊 Die drei Lebensretter. Ob sich das dann subversiv ins Unterbewusstsein schleicht? Man soll ja auch gelassener sein, wenn man Botox spritzen lassen hat, weil der mürrische Ausdruck blockiert wird. Hat jemand zufällig 300€ übrig? Botox statt Antidepressiva (nein, ich nehme keine, verurteile aber auch niemanden der damit angenehmer durchs Leben kommt) – wäre sicherlich sinnvoller: kein aufgeschwemmtes, sondern ein glattes Gesicht und es gibt keinen Filter, der sich über Emotionen legt, sie werden einfach weniger transportiert. Win Win. Gut. Botox ist nach wie vor Gift, AD aber auch, wenn wir uns ehrlich sind. Ein Waldspaziergang wäre also viel sinnvoller! Kenntnisse in Pyrotechnik aber auch.

Kurz darauf wollte ich, weil Montag war und mich alles so unfassbar genervt hatte, und ich obendrein Zahnschmerzen hatte und die Schmerztabletten nicht wirkten, einen Amazon-Frustkauf tätigen. Und natürlich werden die vergünstigten Ms Marvel- und Rocket-Racoon Comics von Zweitanbietern nicht nach Österreich geliefert. Natürlich nicht! Lustigerweise wird GAR nichts nach Österreich geliefert, was ich mir bestellen wollte, auch nicht „Populismus für Anfänger“, welches auf Twitter empfohlen wird.

„Was is denn heut bitte falsch mit der Welt?“ schrieb ich auf Twitter und wurde ignoriert. Wo liegt der Sinn darin? Achja, dazu ist gerade ein Beitrag in Arbeit. Ja, meine lieben Leser – ich verspreche euch baldigst neue Gotham-, und Timeless-Reviews. Und Auskunft über den Fortgang von Aberration und Ragnarok (Ark Survival) – mit tollen Screenshots. Mittlerweile wurde auch der erste Boss besiegt, die Broodmother. 7 Rexe von 15 mussten ihr Leben lassen. Rest in Peace, Soldiers, you served your masters well. Und vielleicht eine Zusammenfassung von Supergirl. Supergirl ist wirklich großartig. Es wirkt zwar teilweise wie 90er Jahre Trash, aber es ist wirklich großartig. Eine Art Feel-Good Serie, aber nicht aufdringlich. Wusstet ihr, dass bei CatCo über 90% Frauen in Führungspositionen sind? Ich auch nicht!

Und ja, ich weiß, Amazon ist böse und ich sollte in eine Buchhandlung gehen und drei Wochen warten, weil niemand englische Comics verkauft und die erst bestellt werden müssen. Vermutlich bei Amazon. Ja, Amazon und Google und Co sind eben die großen Firmen und nein, es gibt keinen Wettbewerb mehr. Amazon und Google werden so lange das Zepter in der Hand halten, bis irgendwann, irgendwer den Stecker der Oasis zieht und uns zwingt wieder im 18. Jahrhundert zu leben. Der Gedanke, zwangsläufig gebären zu müssen (oder im Kindbett zu sterben), möchte man nicht Keusch leben, erschreckt mich dabei am meisten..

Zumindest war die Shaka gestern brav und motiviert zu gehen. Shaka ist der Haflinger, der gerne stehen bleibt. Um Shaka kümmerte sich letztes Jahr niemand und bis Dorena wieder da ist – und sollte sich niemand finden, kümmere ich mich derweil um sie. Und auch wenn sie den Marshmallow-Test noch nicht bestehen würde, halte ich sie für sehr intelligent.

Nun, sie bleibt gerne stehen. Auch für 30 Minuten. Oder mehr. Ist ihr wurscht. Geht zwei-drei Schritte zum nächsten Grasbüschel und das wars. Und belustigt damit alle Zuschauer um sich herum: „Will er nit, ha?“, „Musst di durchsetzen!“ Fehlt nur mehr: „Tierquäler! Wenns nit will, dann wills nit!“ Und sie ist eine Dramaqueen sondergleichen: Man sitzt auf ihr, die Zügel nicht berührend und ihre Mimik sagt: „NA GEH BITTE, SCHAUTS WAS SIE MIR ANTUT!!! GEHEN MUSS ICH!! GEHEN! VOM GUTEN GRAS WEG!!! ZU HILF!“ Nein, sie hat keine Schmerzen. Sie will einfach nicht. Ist aber ok. Ich will auch nicht jeden Tag das tun, was von mir verlangt wird. Gestern war sie dafür motiviert und brav, ging gut im Galopp (der so schrecklich hart und holprig ist, selbst ohne Reitpad) und wieherte kein einziges Mal – was sie manchmal tut, um die anderen zu rufen. Es gefiel ihr. Und heute hat sie frei. Ich werde Holzspäne aus meinem Strick zupfen und den Tieren beim grasen zu sehen. Bonding-Time und Teil der Herde sein ist ebenfalls wichtig. Bis mich die Fohlen im Übermut überrennen und ich an Ort und Stelle sterbe.

Und ja, ich akzeptiere eh schon ihre Meinung, dass wir keinen Sattel und Pad mehr verwenden weil sie Gurte nicht mag. Irgendwie mag kein Pferd Gurte kommt mir langsam vor. Und seitdem geht sie aber auch brav. Abwärts gehn wir zu Fuß, damit sie lernt, dass man auch spazieren gehen kann. Vielleicht kennt sies einfach nicht. Manche andere Leute sind der Ansicht, dass Pferde manchmal gern ihre Menschen tragen. Eh, wenns heimgeht und der Mensch zu langsam ist.

Die Zahnschmerzen sind heute übrigens nicht mehr da. Nachts noch. Jetzt nicht mehr. Das bedeutet, dass ich nicht in die Uniklinik muss. Und niemand zu mir sagen wird: „Wir müssen Ihnen mitteilen, dass sich ein Wurm eingenistet hat und somit müssen alle Zähne raus. Nein, die Krankenkasse übernimmt das nicht. Was, Sie sind nicht auf Zahnwürmer versichert? Ohh.“

Zahnwürmer!

Aktueller Ohrwurm:

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Batman! Oder Woman? Tierchen?

Gestern hat sich ein Tierchen ins Zimmer verirrt: Eine Fledermaus. Eine Stunde lang flog sie hin und her, setzte sich hin, versuchte sich hin zu setzen, bis sie es schlussendlich doch schaffte, wieder hinaus zu fliegen.

Das Internet gibt übrigens komplett unterschiedliche Anweisungen, wie man damit umgehen soll: Zimmer dunkel, Zimmer hell, Fledermaus beißt, Fledermaus hat nicht die Zähne dazu, bloß nicht scheuchen, rum scheuchen damit sie müde wird und tiefer fliegt, aus dem Zimmer raus, einfangen mit Handtuch drüber werfen, in Ruhe lassen, warten.

Ich dann tat genau das: Ich legte mich hin, hatte ein kleines Licht an und beobachtete sie. Sie flog dann wieder rum, manchmal etwas tiefer, bis sie es durchs Fenster schaffte.

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Woche #0408

Nachtrag.

Die gestrige Karaoke-Nacht [in diesem Falle schon zwei Wochen her] gab reichlich Erkenntnis:

Singe Songs, welche gewisse gesangliche Kompetenzen erfordern, wie „Let it go“ oder „Run to you“, wenn möglich zu Beginn, wenn noch ganz wenige Menschen da sind. Die Akustik ist besser, der DJ stellt das Mikrophon tatsächlich sinnvoll ein und ich schaffte es, fast alle Töne zu treffen. Der Nachteil: Die Stimmbänder sind beleidigt und wollen, wie alles andere auch, vor Einsatz aufgewärmt werden.

Wenn du glaubst, ein Lied perfekt zu können, weil du es ja eh schon so oft gehört und in der Vergangenheit unter der Dusche gesungen hast – muss ich dich leider enttäuschen. Madame (8) – ein viel zu seltener Gast, die Karaoke hasst und sich all zu früh wieder verabschiedete, wünschte sich „All I want for Christmas…“ und ich dachte mir: „Natürlich schaffe ich das! Locker!“ Ich stellte mir vor, wie ich die ersten Zeilen perfekt wiedergab. Und die ersten Töne klangen auch.. okay, soweit. Etwas eingerostet aber, akzeptabel. Bis dann der Text gänzlich fremd und die Musik seltsam klang. Es lag sicher an der Version, und auch der Text war sicher nicht stimmig. Ganz bestimmt.

Ich beschwerte mich einst darüber, dass der Herr DJ mich und Konsorten immer nur selten singen lässt, während Melinda, Brigitte und ChrisY’All! öfters zum Mikrophon dürfen, weil sie „coole“ Songs singen, oder weil sie einfach unfassbar cool sind, den DJ bestechen oder Alkohol konsumieren, who knows. Nun, gestern durften WIR (die non alcholholic-Pago Fruchtsaft mit Wasser verdünnt-trinkende Disney-, Whitney Housten-, Opern-, Metal-, und Queen-Fraktion) öfters singen. Warum? Weil sich noch kaum weitere Gäste eingefunden hatten. Und es war großartig! Ich liebe es, wenn weniger als 10 Leute anwesend sind. Man kann alles singen! Alles! Als sich gegen halb 12 andere Menschen in das düstere Loch begaben, wurden wir fast gänzlich aus der Playlist verbannt. Aber in dem Fall war es okay: Ich sang 10 Songs und konnte mich früh auf den Heimweg machen. Darunter „At last!“, „Don’t stop me now“, „Phantom of the Opera“ (wir probierens immer wieder, ich nehms mir vor, und versage) und „Nothing else matters“.

Btw., niemand mag das „Pokémon-Theme“ mit mir singen. Niemand. Und das finde ich traurig. I wanna be the very best. Like no one ever was. To catch them is my real test To train them is my cause. POKÉMON!

Madame (8) merkte irgendwann an, dass wenn ich alleine an der Bar sitze, einen Pago mit Leitungswasser trinke, ein Geek-Shirt trage und Disney-Songs singe, doch etwas merkwürdig wirken mag. Warum? Warum zum Teufel? Ich finde Leute die alleine an der Bar sitzen (die generell alleine ausgehen), keine Alkoholischen Getränke trinken (generell keine Alkoholischen Getränke trinken), ein Geek-Shirt tragen (generell..) und Disney-Songs singen (…) unfassbar attraktiv! Frauen wie Männer. Period. Woher diese verschrobene Ansicht, man würde merkwürdig wirken, what the heck? Hauptsache jemand vernichtet 10 Flaschen Bier, lallt und grölt irgendwas in die Menge – sowas ist absolut normal und nicht merkwürdig. Mhm.

„Shake it off“ ist ein toller Song und einer meiner Lieblingssongs (er betreibt perfekte Gemütswäsche und verwandelt Trübsal in Fröhlichkeit) – aber er eignet sich absolut nicht für Karaoke und klingt, besonders zu zweit, wie eine schlechte A-Capella version. Wobei ich oder meine Duett-Partnerin (nicht Madame (8), sie würde nie singen, eben so, wie sie nie auf einer Couch schlafen würde – ich habe es ihr angeboten, sie lehnte ab) den ersten Ton getroffen haben müssen, denn wir fragten uns mit Blicken: „Ist ja da jetzt die Original-Stimme dabei? Wtf? Warum?“ Wir verstummten kurz, nein, da war keine Stimme, vielleicht war es aber auch nur die Menge im Hintergrund. Auch: Die Songs von Taylor Swift müssen 110% Text-sicher sein, sonst verliert man sich und findet nur schwer wieder den Einstieg.

Es war also, ausnahmsweise, eine erfolgreiche Nacht. Im Gegensatz zur letzten Woche, als ich den Blutmond verpasste (aber menstruierte) und lediglich 3x singen durfte – und das mehr schlecht als recht. Ich komme mir mittlerweile vor wie der Typ aus Misfits, der darauf wartet, dass sich seine Kräfte offenbaren und dann am Ende bemerkt, dass er unsterblich ist. Wait a second… Und Medium für bestimmte (tote) Leute. Die ersten zwei Seasons waren einfach großartig.

Übrigens. Was mir gerade einfällt – um diesen tollen Abend abzuschließen:

Als ich mich auf den Heimweg machte (zu Fuß ca. 20 Minuten) fiel mir irgendwann eine Gestalt auf, die offenbar den gleichen Weg hatte. Ich wechselte die Straßenseite, ein anderer Passant wich mir höflich aus, während ich mir die Aufnahmen des Abends anhörte. Irgendwann bemerkte ich, auch die Person, die noch weiter hinter mir war, hatte die Straßenseite gewechselt. Ich dachte mir nichts dabei. Dann wechselte ich erneut. Auch die Person wechselte und hatte aufgeholt. Es handelte sich übrigens um einen Mann. Ich wechselte nochmals und blickte immer wieder mit einem Auge zurück. Er wechselte ebenfalls wieder. Und holte noch mehr auf. Kurz darauf bog ich ab, er ging weiter und wechselte wieder auf die andere Seite zurück, während er mir nach blickte. Ich ging zu einer Haustür und tat, als suchte ich den Schlüssel und wartete, bis er hinter dem Block verschwunden war – und setzte dann meinen eigenen Weg fort, blickte aber immer wieder zurück, in die Seitengassen, ob er nicht plötzlich heraus kam. Das erste Mal, dass mir sowas passiert ist.

Fun Fact und eigentlich sollte/müsste man dies nicht erwähnen, ich fands trotzdem amüsant: Der Mann, der mir zuerst ausgewichen war, war dunkelhäutig. Der, der mich verfolgt hatte, weiß. Es könnte auch durchaus sein, dass ich mich täusche und der Mann einfach so wechselte oder mich gar beschützen wollte und sich nun schlecht fühlt, weil er glaubt, dass durch #metoo alle Männer unter Generalverdacht stehen. Well, guess what..

Anway, was es auch immer war. Es war creepy.

In diesem Moment fühlte ich mich in Innsbruck unsicherer als in New York. Sollte ich mir einen Pfefferspray besorgen? Madame (8) verneint, er könnte gegen mich eingesetzt werden – und wenn die andere Person zu Schaden bekommt, könnte ich wegen Körperverletzung angezeigt werden. Well…

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But, why?

Zig neue Beiträge angefangen und nichts wird veröffentlicht. Warum? Warum muss man ich alles Zehn-Hundert-Trilliarden Mal durchlesen, bevor ich sage: Jo, passt. Warum?

Woher kommt diese Selbstkritik und dieser Perfektionismus, wobei man doch ganz genau weiß, dass es sinnlos ist. Warum? Es ist Freizeit und trotzdem. Trotzdem macht man sich Mühe, recherchiert und fasst alles in tolle Worte und ist zufrieden und Yay. Aber nein, der glückliche Yay-Moment kommt erst gar nicht zustande, da nach den tollen Worten die „I lass es mal ruhen“-Zeit kommt, die durchaus… Jahre betragen kann. Mein LOST-Review liegt immer noch rum, der lobende Beitrag zu Enderal (der kostenlose Skyrim-Mod) genau so. Sie liegen halt da. Und dann schreibt man was neues. Und was neues. Und noch was neueres. Und irgendwann. Irgendwann sieht man sich gezwungen alles auf einmal zu veröffentlichen. Auch wenns noch so out of date ist. Jop, that’s me. Welcome to my world.

Und wie schaffen es die Leute, überhaupt etwas fertig zu machen? Gibt es dafür einen Namen, wenn man Dinge anfängt und wieder sein lässt? Ich diagnostizierte mir einst selbst ADHS, allerdings meinte ein befreundeter Arzt, dies sei eine Modekrankheit und vermutlich ists was ganz anderes. Und eigentlich habe ich keine Ahnung, weil ich nach der Intensiv-Recherche nicht mehr weiter gesucht habe.

James Gunn, der in Ungnade Gefallene und vermutlich wirklich nicht zurückkehrende GotG-Regisseur, meinte einst: Mach es fertig. Wenn du was anfängst, mach es fertig. Und dann mach was neues. Isaac Asimov gibt gegenteiligen Rat: Wenn man wo feststeckt, beginnt man mit etwas neuem. Asimov schrieb über 500 Kurzgeschichten, Gunn produzierte die wohl besten Marvel Filme überhaupt. Sie haben beide Recht. Recherchiert die Quellen dieses Absatzes bitte selbst.

Übrigens, dem einzigen, dem ich zutraue GotG halbwegs sehenswert umzusetzen ist Taika Waititi (verantwortlich für den letzten Thor). Aber eigentlich bin ich davon überzeugt, dass GotG ohne James Gunn nichts wird. Und nein, es war nicht der Tweets wegen – Disney wusste von den Tweets laaaange bevor rechte Idioten sie wieder ausgegraben haben, weil Gunn (wiederholend und diesmal massiv) Trump kritisierte. That’s it. Wer glaubt, Disney hätte nichts davon gewusst (es gab bereits 2012 einen Vorfall und Gunn entschuldigte sich dafür), und es toll findet, dass nun auch James Gunn im Zuge von #metoo dank seiner Vergangenheit beruflich krepieren soll, dann seis halt so.

Gäbe es die alten IRC-Chatprotokolle noch, wie viele von uns würden heil davon kommen? Keine Rechtfertigung. Und es muss nicht einmal böse Absicht gewesen sein, denn wir wussten es nicht besser. Unwissenheit schützt nicht vor Verurteilung, wissen wir auch. Dank Twitter bemerke ich erst jetzt, was eigentlich alles Rassismus ist. Verdammt viel. Napster war auch mal cool, mittlerweile ist es uncool illegal Musik zu laden. Die Sicht auf Dinge ändert sich. Irgendwann sind auch die Toten-Baby-Witze nicht mehr lustig. Und bei näherer Betrachtung sind sie es auch gar nicht. Anyway.

Dass Vorfälle via #metoo aufgedeckt und sichtbar gemacht werden, war längst überfällig. Denn ich fragte mich schon damals, was aus Asia Argento geworden ist (Girl Crush und so) oder Ashley Judd – warum man sie nie wieder gesehen hat, sie war gut. Jetzt weiß man was passiert ist.

Dass dadurch der Blick auf eigene Privilegien zur Reflexion zwingt und somit die eigene Sicht sich ändert – auch das musste sein. Und das ist gut so. Nur so schaffen wir klare Veränderungen und Verbesserungen. Und ja, viele müssen jetzt halt für die Ausnutzung ihrer Privilegien büßen, aber provokante (und dumme) Tweets damit gleich zu setzen? Und da scheiden sich die Meinungen: Die einen sagen Ja, die anderen Nein. Madame (8) findet es gut, dass er rausgeworfen wurde – ich finde es schade, weil er gut war. Aber ich hätte wohl wie Madame (8) reagiert, hätte ich seine Filme (auch die davor) nicht gemocht. Aber ich mochte sie. Insofern darf ich mir eigentlich keine Aussage zu diesem Thema erlauben. Shit happens.

Back to Topic: Es gibt ein paar Gründe, die das bloggen (und leider auch das Schreiben) aktuell tatsächlich erschweren.

1. Hitze

Es war heiß. Und ich ziehe Hitze immer der Kälte vor. Immer. Auch schwüle Hitze – auch wenn mich schwüle Hitze ins Nichtstun verleitet; ins Dahin vegetieren versinken lässt, und darauf warten, dass ein Gewitter einbricht und der nächste Tag frisch und warm beginnt, mir zu lächelt und sagt: Komm! Wir gehen schwimmen! In die grüne, warme Grütze, für die du eine Saisonskarte gelöst hast! Komm! Schnell! Vielleicht ist auch Barry die Schildkröte, wieder mal da. Eile!

Jede Bewegung hinterlässt fiebrigen Schweiß, man will sich nicht bewegen, man mag nur liegen. Man mag nicht mal was anschauen, weil es ist ja so gutes Wetter und wir müssen das nützen, denn bald ist wieder Winter und es ist kalt und grauslig, und dann verkriecht man sich doch nur in der Wohnung, weils einfach zu hart ist. Vor 10 Jahren, easy. Vor 20, geh komm, nochmal 10 Grad drauf. Aber jetzt? Nein. Jetzt schlägt mich die Hitze nieder, 1:0.

2. Twitter

Jop. Das Prokrastinieren hat seinen Höhepunkt bei Twitter erreicht. Und gelegentlich 9Gag. Und gelegentlich Instagram. Manchmal spiele ich noch „2048“ (thank me later). Und ja, ich habe sogar einen Beitrag zu Twitter anfangen und ihn nicht einmal vervollständigt. Oder doch? Wenn ja, dann schmeiße ich ihn heute noch raus. Ohne wenn und aber. Einmal drüber lesen, vielleicht ein zweites mal in der Vorschau.

Oh Gott. Es ist sogar noch schlimmer, ich habe noch einen zweiten angefangen. What the heck?

3. Viren und Bazillen

Vermutlich aber eher Viren.

Die letzte Woche verbrachte ich tatsächlich nur im Bett. Leidend. Kränkelnd. Krank. Keine Pferde, aber Hamlet dafür (die fotogene Katze, auf die ich aufpassen durfte), mit etwas Fieber. Ca. 38,1 Grad. Ich schrieb Madame (8): „Was wenn ich sterbe?“ Und meinte kurz daraufhin, dass man das vermutlich nicht öffentlich schreiben dürfte (gemeint ist Twitter), weil dann von irgendwo her ein Krebskranker käme und antwortete: „Ja, passiert mir in drei Wochen.“ So wie mir ein twitterliches Faux-Pas passiert ist und ich meinte, als jemand die Frage stellte, ob sie ihre kaputten Organe spenden solle, dass ich es mir gern selbst aussuchen würde, wem ich sie gäbe und sie sicherlich keinen Drogensüchtigen und Alkoholikern gäbe, immerhin ist meine Leber in gutem Zustand. Und sie antwortete: Siehst, ich bin Alkoholikerin. Stille. Unwohlsein. Aber woher hätte ich das wissen sollen? Ich entschuldigte mich für meine Äußerung und hätte sie, wohl getätigt, aber in gemäßigtere Worte gefasst. Und ja, in Österreich ist man automatisch Organspender. Wenn ich also morgen sterbe, könnte es durchaus sein, dass ein Nazi meine Organe bekommt. Ich hoffe, sie begehen dann langsam und qualvoll Suizid. Oder so: Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, your body rejected the transplant and you died.

Gut. Ich sah mir ein, zwei Pferde-Filme an, die dann weniger Pferdefilm waren und eher meh – und entdeckte eine Perle.

Ich fragte mich, warum ich bisher noch nicht darauf gestoßen bin. Oftmals drüber gescrollt, aber nie wirklich beachtet, weil „girl“ und Teenager und so. Und es wirkte auch Trashig. Außerdem.. DC. Aber wirklich, Supergirl ist großartig. Und sie kritisiert die Namensgebung sofort. Warum „girl“, wenn es doch Super“man“ heißt. Sollte sie nicht Super“woman“ heißen? Daraufhin ihre toughe Chefin, gespielt von Ally McBeal: „And what do you think is so bad about ‘girl’? I’m a girl. And your boss. And powerful and rich and hot and smart. So if you perceive Supergirl as anything less than excellent, isn’t the problem you?“ Ja, auch darüber lässt sich streiten und wir wissen auch, warum die Bezeichnung „girl“ für erwachsene Frauen, was Kara definitiv ist, suboptimal ist – trotzdem.

Die Serie ist feministisch (aber nicht mit der Keule, sondern fließend), schlagfertig und Melissa Beniost ist unfassbar sympathisch. Man mag sie sofort. Wie Clara. Ich vermisse Clara.

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