Archiv der Kategorie: So sei es

Wirklich? Ist es so? Ist es wirklich so? Es ist so! Eventuell..

Merry Capitalism!

Ich wünsche euch allen ein frohes Fest, ehrliche politische Debatten und viele, viele (und vor allem die richtigen und gewünschten) Geschenke!

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Führerschein: Es geht (wieder) weiter..

Ja. Es geht dem Endspurt zu. Am 17.12 ist Prüfung. Und ich lerne. Etwas. Am 14.12 davor ist Vorprüfung. Sollte ich bei dieser über 80% haben, und bei der Prüfung aber dennoch versagen, kann ich mich kostenlos erneut anmelden. Meine Fahrschule machts möglich.

Ich versuchte gestern auch (nach ca. 3 Tagen lernen) die simulierte Prüfung zu bestehen und erzielte einmal 30% von erforderlichen 80% und einmal 25%. Nein, ich hätte die Prüfung nicht mal Ansatzweise bestanden. Und die Zeit läuft davon. Ende Jänner sollte alles unter Dach und Fach sein.

*

Beim lernen merke ich, dass ich eine Aufmerksamkeitsspanne von 10 bis 15 Minuten habe. Danach lese ich ungenau oder brauche deutlich länger, die Frage oder Antworten zu verstehen und korrekt zuordnen zu können. Ich glaube, ich verblöde langsam. But, why? Oder ist das normal? Selbstzweifel, hello darkness my old friend.

Wie zum Teufel hab ich damals auf Prüfungen gelernt? Wie zum Teufel habe ich die Prüfungen bestanden?

*

In einem Buch zur theoretischen Führerscheinprüfung, dass ich mir für 9€ als Ebook kaufte, und in welchem ein Formatierungsfehler den nächsten jagt (in der Printversion hätte es 40(!)€ gekostet), steht an einer Stelle:

„Möchte ein Kind die Fahrbahn überqueren, hat es quasi so eine Art Zauberschutzweg vor sich, der sich überall vor dem Kind über die Fahrbahn breitet und dahinter wieder verschwindet.“

ZAUBERSCHUTZWEG!

Seriously?

*

Meiner Meinung nach eine der wtf-Fragen:

„Sie fahren 30km/h und können vor einem Hindernis gerade noch anhalten. Mit welcher Geschwindigkeit würden Sie gegen das Hindernis prallen, wenn Sie mit 40km/h gefahren wären?“

WHAT? Zur Auswahl stehen: 10, 20, 30 und 40km/h.

Es handelt sich bei dieser Frage, um den Bremsweg und dennoch ergibt sie, wie sie gestellt ist, für mich keinen Sinn. Die Antwort lautet übrigens 30. Was noch verwirrender ist. Auch habe ich massive Probleme folgende abstrakte Begriffe einzuordnen: „halber Sicht“, „Gefahrensicht“ und „ganzer Sicht“.

Auf Twitter wurden mir die Sachen dann erklärt:

„Die Frage soll veranschaulichen dass zu schnell fahren gefährlich ist. Am längsten dauert beim Bremsvorgang die richtige Reaktion und die Verzögerungen ist dann Physik. Je schneller du fährst desto mehr Meter legst du in der Reaktionszeit zurück und desto massiv schneller bist du“

Oder, wie jemand anders meinte:

„das mit den 30 is ja wann anders. also Frau X fährt mit 30 km/h und bleibt gerade noch vor Hindernis stehen. was wäre wenn sie statt 30 40 km/h gefahren wäre (also zum gleichen Zeitpunkt zu bremsen begonnen hätte)“

und

„und die Antworten sind ja nicht die Geschwindigkeiten VOR dem Bremsen sondern die Geschwindigkeiten beim Hindernis. also Fall 1: 30km/h und dann 0 km/h und Fall 2: 40 km/h und ? km/h.“

Trotzdem ist es sehr kompliziert, so wie die Frage gestellt ist.

Und:

„Ganze Sicht ist wenn du nur für dich schaust, halbe Sicht wenn du für den Gegenverkehr auch schaust, gefahrensicht wenn du jeden Moment ein Hindernis erwartest dass dich zum totalen Stillstand bringen kann.“

Zugegeben, es ergibt durchaus Sinn – irgendwo. Aber trotzdem! Ja, sowas sind dann halt die Fragen, die man auswendig lernen muss. Immerhin verstehe ich nun die Verkehrsschilder und weiß jetzt, dass die runden mit dem roten Kreis Verbote darstellen. Ich dachte bisher, sie seien Gebotszeichen, sowas wie „da musst du aufpassen und genau das tun“ …

Seit ich mir diesem Faux-Pas bewusst bin, lerne ich tatsächlich aufmerksamer..

*

Eigentlich ist es ja dumm mit der App zu lernen: Die meisten Fragen rate ich und murmle zeitenweise:

„Wtf, warum? Des is ja deppat.“

Aber gut, ich werde alles so oft durchgehen, bis ich alle Fragen richtig habe. Ich hoffe, es ist in zwei Wochen zu schaffen. Hoffe.. Erneut, die Zeit läuft davon. HELP!

*

MERKE: Von zwei Antworten, nimm immer die, die am unrealistischsten ist: Man bleibt hinter einem langsamen Fahrzeug, und überholt nicht. Zumindest sieht man dieses Verhalten täglich im Straßenverkehr..

MERKE: Von vier Antworten, nehme immer die, die am ausführlichsten formuliert ist.

*

Jemand meinte: Wenn ich die Zeit, die ich auf Twitter investiere, ins lernen investieren würde, hätte ich den Führerschein vermutlich schon längst. Aber erneut. Geringe Aufmerksamkeitsspanne und so..

 

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Woche #2808

Nachtrag.

Wenn man sich mit jemanden im Disput befindet, über etwas, dass einem lieb und teuer ist, sollte man wohl hinter jede Nachricht einen 😊 setzen, um zu zeigen, dass man gar nicht wütend ist und es einen gar nicht trifft und alles sowieso ok ist – weil die Konsequenzen, die aus Wut folgen, wären auch nicht die, mit denen man leben möchte und somit versucht man sich eben zu mäßigen und auch einen Schritt zurück zu treten und ab zu warten.

Aber so einfach ist das alles nicht, besonders nicht wenn man, selbst diagnostiziert, cholerisch ist. Ayayay, mittlerweile sammeln sich die Selbstdiagnosen. Dezent cholerisch, sicherlich auch teilweise ADHS habend, eine Akalkulie (Rechenschwäche, Umgang mit Zahlen gestaltet sich schwierig) lässt sich sicher auch noch finden, Misophonie auf jeden Fall (Geräusche! Knistern, Trommeln, Murmeln, Kaugeräusche!) und natürlich, meine Links-Rechts-Schwäche, die manche Dinge, wie Autofahren, gar nicht so leicht machen. Maushand, Tastaturhand ergibt dafür Sinn. Ergibt das für irgendjemand ein Muster?

Ah! Und eine gewisse kommunikative, soziale Inkompetenz: Ich hatte also einen neuen Zahnarzt angerufen (ich hasse es so sehr mit fremden Leuten zu telefonieren) um einen Termin auszumachen und brauchte mehrere Minuten und Anläufe meine Telefonnummer korrekt anzugeben, die ich zwischendurch x Mal vergessen hatte, wieder falsch angab bis es irgendwann geklappt hat – oder auch nicht. Vermutlich stimmt wieder irgendwas nicht. Erkennt hier jemand ein Muster?

„Internet-Krankheit. Zig selbst diagnostizierte Scheiße und eigentlich bist nur krass verplant und konzentrierst di nit genug!“ Danke, das wirds sein.

Anyway. Ich versuche mich also in Freundlichkeit und Schlichtung anstatt Streit und Wahnsinn. Das ist ein gutes Zeichen. Madame (8) meinte, warum ich denn nicht in Nachrichten an sie so freundlich sein könnte (als ich ihr ein Beispiel schickte, zu wie viel Freundlichkeit ich fähig sein kann) und ich meinte, es reiche aus, wenn ich zu den Leuten freundlich bin, die nicht mag oder es sein muss, weil gesellschaftliche Normen und Konventionen das so wollen – da wolle ich doch bei Leuten die ich mag, so sein können wie ich tatsächlich bin.

(8): „Und freundlich sein ist nicht Teil dessen wie du bist? LOL“
Ich: „Nein, ich bin keine freundliche Person.“
(8): „Und Stattdessen?“
Ich: „Ein ‚verantwortungsloser Schlechtmensch ohne Zivilcourage‘ D“ *

* Meinte einst ein junger Mann zu mir und erklärte hinter her, er wollte mir damit imponieren. Running Gag since 2009. Plot Twist: Madame (8) war mit gemeint.

Aber ja, die Freundlichkeit. Man hat auch nicht immer Lust freundlich zu sein. Ich hege großen Respekt vor all den Menschen im öffentlichen Dienst, die jeden Tag mit Smiley-Face herum laufen (müssen), obwohl sie alles zutiefst ankotzt. Ich könnte das nicht. Ich würde wohl tatsächlich entnervt explodieren, alles hinschmeißen und den Laden anzünden. Moment, lässt sich da eine gewisse Neigung zur Soziopathie erkennen?

Jedenfalls: 😊 😊 😊 Die drei Lebensretter. Ob sich das dann subversiv ins Unterbewusstsein schleicht? Man soll ja auch gelassener sein, wenn man Botox spritzen lassen hat, weil der mürrische Ausdruck blockiert wird. Hat jemand zufällig 300€ übrig? Botox statt Antidepressiva (nein, ich nehme keine, verurteile aber auch niemanden der damit angenehmer durchs Leben kommt) – wäre sicherlich sinnvoller: kein aufgeschwemmtes, sondern ein glattes Gesicht und es gibt keinen Filter, der sich über Emotionen legt, sie werden einfach weniger transportiert. Win Win. Gut. Botox ist nach wie vor Gift, AD aber auch, wenn wir uns ehrlich sind. Ein Waldspaziergang wäre also viel sinnvoller! Kenntnisse in Pyrotechnik aber auch.

Kurz darauf wollte ich, weil Montag war und mich alles so unfassbar genervt hatte, und ich obendrein Zahnschmerzen hatte und die Schmerztabletten nicht wirkten, einen Amazon-Frustkauf tätigen. Und natürlich werden die vergünstigten Ms Marvel- und Rocket-Racoon Comics von Zweitanbietern nicht nach Österreich geliefert. Natürlich nicht! Lustigerweise wird GAR nichts nach Österreich geliefert, was ich mir bestellen wollte, auch nicht „Populismus für Anfänger“, welches auf Twitter empfohlen wird.

„Was is denn heut bitte falsch mit der Welt?“ schrieb ich auf Twitter und wurde ignoriert. Wo liegt der Sinn darin? Achja, dazu ist gerade ein Beitrag in Arbeit. Ja, meine lieben Leser – ich verspreche euch baldigst neue Gotham-, und Timeless-Reviews. Und Auskunft über den Fortgang von Aberration und Ragnarok (Ark Survival) – mit tollen Screenshots. Mittlerweile wurde auch der erste Boss besiegt, die Broodmother. 7 Rexe von 15 mussten ihr Leben lassen. Rest in Peace, Soldiers, you served your masters well. Und vielleicht eine Zusammenfassung von Supergirl. Supergirl ist wirklich großartig. Es wirkt zwar teilweise wie 90er Jahre Trash, aber es ist wirklich großartig. Eine Art Feel-Good Serie, aber nicht aufdringlich. Wusstet ihr, dass bei CatCo über 90% Frauen in Führungspositionen sind? Ich auch nicht!

Und ja, ich weiß, Amazon ist böse und ich sollte in eine Buchhandlung gehen und drei Wochen warten, weil niemand englische Comics verkauft und die erst bestellt werden müssen. Vermutlich bei Amazon. Ja, Amazon und Google und Co sind eben die großen Firmen und nein, es gibt keinen Wettbewerb mehr. Amazon und Google werden so lange das Zepter in der Hand halten, bis irgendwann, irgendwer den Stecker der Oasis zieht und uns zwingt wieder im 18. Jahrhundert zu leben. Der Gedanke, zwangsläufig gebären zu müssen (oder im Kindbett zu sterben), möchte man nicht Keusch leben, erschreckt mich dabei am meisten..

Zumindest war die Shaka gestern brav und motiviert zu gehen. Shaka ist der Haflinger, der gerne stehen bleibt. Um Shaka kümmerte sich letztes Jahr niemand und bis Dorena wieder da ist – und sollte sich niemand finden, kümmere ich mich derweil um sie. Und auch wenn sie den Marshmallow-Test noch nicht bestehen würde, halte ich sie für sehr intelligent.

Nun, sie bleibt gerne stehen. Auch für 30 Minuten. Oder mehr. Ist ihr wurscht. Geht zwei-drei Schritte zum nächsten Grasbüschel und das wars. Und belustigt damit alle Zuschauer um sich herum: „Will er nit, ha?“, „Musst di durchsetzen!“ Fehlt nur mehr: „Tierquäler! Wenns nit will, dann wills nit!“ Und sie ist eine Dramaqueen sondergleichen: Man sitzt auf ihr, die Zügel nicht berührend und ihre Mimik sagt: „NA GEH BITTE, SCHAUTS WAS SIE MIR ANTUT!!! GEHEN MUSS ICH!! GEHEN! VOM GUTEN GRAS WEG!!! ZU HILF!“ Nein, sie hat keine Schmerzen. Sie will einfach nicht. Ist aber ok. Ich will auch nicht jeden Tag das tun, was von mir verlangt wird. Gestern war sie dafür motiviert und brav, ging gut im Galopp (der so schrecklich hart und holprig ist, selbst ohne Reitpad) und wieherte kein einziges Mal – was sie manchmal tut, um die anderen zu rufen. Es gefiel ihr. Und heute hat sie frei. Ich werde Holzspäne aus meinem Strick zupfen und den Tieren beim grasen zu sehen. Bonding-Time und Teil der Herde sein ist ebenfalls wichtig. Bis mich die Fohlen im Übermut überrennen und ich an Ort und Stelle sterbe.

Und ja, ich akzeptiere eh schon ihre Meinung, dass wir keinen Sattel und Pad mehr verwenden weil sie Gurte nicht mag. Irgendwie mag kein Pferd Gurte kommt mir langsam vor. Und seitdem geht sie aber auch brav. Abwärts gehn wir zu Fuß, damit sie lernt, dass man auch spazieren gehen kann. Vielleicht kennt sies einfach nicht. Manche andere Leute sind der Ansicht, dass Pferde manchmal gern ihre Menschen tragen. Eh, wenns heimgeht und der Mensch zu langsam ist.

Die Zahnschmerzen sind heute übrigens nicht mehr da. Nachts noch. Jetzt nicht mehr. Das bedeutet, dass ich nicht in die Uniklinik muss. Und niemand zu mir sagen wird: „Wir müssen Ihnen mitteilen, dass sich ein Wurm eingenistet hat und somit müssen alle Zähne raus. Nein, die Krankenkasse übernimmt das nicht. Was, Sie sind nicht auf Zahnwürmer versichert? Ohh.“

Zahnwürmer!

Aktueller Ohrwurm:

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Batman! Oder Woman? Tierchen?

Gestern hat sich ein Tierchen ins Zimmer verirrt: Eine Fledermaus. Eine Stunde lang flog sie hin und her, setzte sich hin, versuchte sich hin zu setzen, bis sie es schlussendlich doch schaffte, wieder hinaus zu fliegen.

Das Internet gibt übrigens komplett unterschiedliche Anweisungen, wie man damit umgehen soll: Zimmer dunkel, Zimmer hell, Fledermaus beißt, Fledermaus hat nicht die Zähne dazu, bloß nicht scheuchen, rum scheuchen damit sie müde wird und tiefer fliegt, aus dem Zimmer raus, einfangen mit Handtuch drüber werfen, in Ruhe lassen, warten.

Ich dann tat genau das: Ich legte mich hin, hatte ein kleines Licht an und beobachtete sie. Sie flog dann wieder rum, manchmal etwas tiefer, bis sie es durchs Fenster schaffte.

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Woche #0408

Nachtrag.

Die gestrige Karaoke-Nacht [in diesem Falle schon zwei Wochen her] gab reichlich Erkenntnis:

Singe Songs, welche gewisse gesangliche Kompetenzen erfordern, wie „Let it go“ oder „Run to you“, wenn möglich zu Beginn, wenn noch ganz wenige Menschen da sind. Die Akustik ist besser, der DJ stellt das Mikrophon tatsächlich sinnvoll ein und ich schaffte es, fast alle Töne zu treffen. Der Nachteil: Die Stimmbänder sind beleidigt und wollen, wie alles andere auch, vor Einsatz aufgewärmt werden.

Wenn du glaubst, ein Lied perfekt zu können, weil du es ja eh schon so oft gehört und in der Vergangenheit unter der Dusche gesungen hast – muss ich dich leider enttäuschen. Madame (8) – ein viel zu seltener Gast, die Karaoke hasst und sich all zu früh wieder verabschiedete, wünschte sich „All I want for Christmas…“ und ich dachte mir: „Natürlich schaffe ich das! Locker!“ Ich stellte mir vor, wie ich die ersten Zeilen perfekt wiedergab. Und die ersten Töne klangen auch.. okay, soweit. Etwas eingerostet aber, akzeptabel. Bis dann der Text gänzlich fremd und die Musik seltsam klang. Es lag sicher an der Version, und auch der Text war sicher nicht stimmig. Ganz bestimmt.

Ich beschwerte mich einst darüber, dass der Herr DJ mich und Konsorten immer nur selten singen lässt, während Melinda, Brigitte und ChrisY’All! öfters zum Mikrophon dürfen, weil sie „coole“ Songs singen, oder weil sie einfach unfassbar cool sind, den DJ bestechen oder Alkohol konsumieren, who knows. Nun, gestern durften WIR (die non alcholholic-Pago Fruchtsaft mit Wasser verdünnt-trinkende Disney-, Whitney Housten-, Opern-, Metal-, und Queen-Fraktion) öfters singen. Warum? Weil sich noch kaum weitere Gäste eingefunden hatten. Und es war großartig! Ich liebe es, wenn weniger als 10 Leute anwesend sind. Man kann alles singen! Alles! Als sich gegen halb 12 andere Menschen in das düstere Loch begaben, wurden wir fast gänzlich aus der Playlist verbannt. Aber in dem Fall war es okay: Ich sang 10 Songs und konnte mich früh auf den Heimweg machen. Darunter „At last!“, „Don’t stop me now“, „Phantom of the Opera“ (wir probierens immer wieder, ich nehms mir vor, und versage) und „Nothing else matters“.

Btw., niemand mag das „Pokémon-Theme“ mit mir singen. Niemand. Und das finde ich traurig. I wanna be the very best. Like no one ever was. To catch them is my real test To train them is my cause. POKÉMON!

Madame (8) merkte irgendwann an, dass wenn ich alleine an der Bar sitze, einen Pago mit Leitungswasser trinke, ein Geek-Shirt trage und Disney-Songs singe, doch etwas merkwürdig wirken mag. Warum? Warum zum Teufel? Ich finde Leute die alleine an der Bar sitzen (die generell alleine ausgehen), keine Alkoholischen Getränke trinken (generell keine Alkoholischen Getränke trinken), ein Geek-Shirt tragen (generell..) und Disney-Songs singen (…) unfassbar attraktiv! Frauen wie Männer. Period. Woher diese verschrobene Ansicht, man würde merkwürdig wirken, what the heck? Hauptsache jemand vernichtet 10 Flaschen Bier, lallt und grölt irgendwas in die Menge – sowas ist absolut normal und nicht merkwürdig. Mhm.

„Shake it off“ ist ein toller Song und einer meiner Lieblingssongs (er betreibt perfekte Gemütswäsche und verwandelt Trübsal in Fröhlichkeit) – aber er eignet sich absolut nicht für Karaoke und klingt, besonders zu zweit, wie eine schlechte A-Capella version. Wobei ich oder meine Duett-Partnerin (nicht Madame (8), sie würde nie singen, eben so, wie sie nie auf einer Couch schlafen würde – ich habe es ihr angeboten, sie lehnte ab) den ersten Ton getroffen haben müssen, denn wir fragten uns mit Blicken: „Ist ja da jetzt die Original-Stimme dabei? Wtf? Warum?“ Wir verstummten kurz, nein, da war keine Stimme, vielleicht war es aber auch nur die Menge im Hintergrund. Auch: Die Songs von Taylor Swift müssen 110% Text-sicher sein, sonst verliert man sich und findet nur schwer wieder den Einstieg.

Es war also, ausnahmsweise, eine erfolgreiche Nacht. Im Gegensatz zur letzten Woche, als ich den Blutmond verpasste (aber menstruierte) und lediglich 3x singen durfte – und das mehr schlecht als recht. Ich komme mir mittlerweile vor wie der Typ aus Misfits, der darauf wartet, dass sich seine Kräfte offenbaren und dann am Ende bemerkt, dass er unsterblich ist. Wait a second… Und Medium für bestimmte (tote) Leute. Die ersten zwei Seasons waren einfach großartig.

Übrigens. Was mir gerade einfällt – um diesen tollen Abend abzuschließen:

Als ich mich auf den Heimweg machte (zu Fuß ca. 20 Minuten) fiel mir irgendwann eine Gestalt auf, die offenbar den gleichen Weg hatte. Ich wechselte die Straßenseite, ein anderer Passant wich mir höflich aus, während ich mir die Aufnahmen des Abends anhörte. Irgendwann bemerkte ich, auch die Person, die noch weiter hinter mir war, hatte die Straßenseite gewechselt. Ich dachte mir nichts dabei. Dann wechselte ich erneut. Auch die Person wechselte und hatte aufgeholt. Es handelte sich übrigens um einen Mann. Ich wechselte nochmals und blickte immer wieder mit einem Auge zurück. Er wechselte ebenfalls wieder. Und holte noch mehr auf. Kurz darauf bog ich ab, er ging weiter und wechselte wieder auf die andere Seite zurück, während er mir nach blickte. Ich ging zu einer Haustür und tat, als suchte ich den Schlüssel und wartete, bis er hinter dem Block verschwunden war – und setzte dann meinen eigenen Weg fort, blickte aber immer wieder zurück, in die Seitengassen, ob er nicht plötzlich heraus kam. Das erste Mal, dass mir sowas passiert ist.

Fun Fact und eigentlich sollte/müsste man dies nicht erwähnen, ich fands trotzdem amüsant: Der Mann, der mir zuerst ausgewichen war, war dunkelhäutig. Der, der mich verfolgt hatte, weiß. Es könnte auch durchaus sein, dass ich mich täusche und der Mann einfach so wechselte oder mich gar beschützen wollte und sich nun schlecht fühlt, weil er glaubt, dass durch #metoo alle Männer unter Generalverdacht stehen. Well, guess what..

Anway, was es auch immer war. Es war creepy.

In diesem Moment fühlte ich mich in Innsbruck unsicherer als in New York. Sollte ich mir einen Pfefferspray besorgen? Madame (8) verneint, er könnte gegen mich eingesetzt werden – und wenn die andere Person zu Schaden bekommt, könnte ich wegen Körperverletzung angezeigt werden. Well…

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But, why?

Zig neue Beiträge angefangen und nichts wird veröffentlicht. Warum? Warum muss man ich alles Zehn-Hundert-Trilliarden Mal durchlesen, bevor ich sage: Jo, passt. Warum?

Woher kommt diese Selbstkritik und dieser Perfektionismus, wobei man doch ganz genau weiß, dass es sinnlos ist. Warum? Es ist Freizeit und trotzdem. Trotzdem macht man sich Mühe, recherchiert und fasst alles in tolle Worte und ist zufrieden und Yay. Aber nein, der glückliche Yay-Moment kommt erst gar nicht zustande, da nach den tollen Worten die „I lass es mal ruhen“-Zeit kommt, die durchaus… Jahre betragen kann. Mein LOST-Review liegt immer noch rum, der lobende Beitrag zu Enderal (der kostenlose Skyrim-Mod) genau so. Sie liegen halt da. Und dann schreibt man was neues. Und was neues. Und noch was neueres. Und irgendwann. Irgendwann sieht man sich gezwungen alles auf einmal zu veröffentlichen. Auch wenns noch so out of date ist. Jop, that’s me. Welcome to my world.

Und wie schaffen es die Leute, überhaupt etwas fertig zu machen? Gibt es dafür einen Namen, wenn man Dinge anfängt und wieder sein lässt? Ich diagnostizierte mir einst selbst ADHS, allerdings meinte ein befreundeter Arzt, dies sei eine Modekrankheit und vermutlich ists was ganz anderes. Und eigentlich habe ich keine Ahnung, weil ich nach der Intensiv-Recherche nicht mehr weiter gesucht habe.

James Gunn, der in Ungnade Gefallene und vermutlich wirklich nicht zurückkehrende GotG-Regisseur, meinte einst: Mach es fertig. Wenn du was anfängst, mach es fertig. Und dann mach was neues. Isaac Asimov gibt gegenteiligen Rat: Wenn man wo feststeckt, beginnt man mit etwas neuem. Asimov schrieb über 500 Kurzgeschichten, Gunn produzierte die wohl besten Marvel Filme überhaupt. Sie haben beide Recht. Recherchiert die Quellen dieses Absatzes bitte selbst.

Übrigens, dem einzigen, dem ich zutraue GotG halbwegs sehenswert umzusetzen ist Taika Waititi (verantwortlich für den letzten Thor). Aber eigentlich bin ich davon überzeugt, dass GotG ohne James Gunn nichts wird. Und nein, es war nicht der Tweets wegen – Disney wusste von den Tweets laaaange bevor rechte Idioten sie wieder ausgegraben haben, weil Gunn (wiederholend und diesmal massiv) Trump kritisierte. That’s it. Wer glaubt, Disney hätte nichts davon gewusst (es gab bereits 2012 einen Vorfall und Gunn entschuldigte sich dafür), und es toll findet, dass nun auch James Gunn im Zuge von #metoo dank seiner Vergangenheit beruflich krepieren soll, dann seis halt so.

Gäbe es die alten IRC-Chatprotokolle noch, wie viele von uns würden heil davon kommen? Keine Rechtfertigung. Und es muss nicht einmal böse Absicht gewesen sein, denn wir wussten es nicht besser. Unwissenheit schützt nicht vor Verurteilung, wissen wir auch. Dank Twitter bemerke ich erst jetzt, was eigentlich alles Rassismus ist. Verdammt viel. Napster war auch mal cool, mittlerweile ist es uncool illegal Musik zu laden. Die Sicht auf Dinge ändert sich. Irgendwann sind auch die Toten-Baby-Witze nicht mehr lustig. Und bei näherer Betrachtung sind sie es auch gar nicht. Anyway.

Dass Vorfälle via #metoo aufgedeckt und sichtbar gemacht werden, war längst überfällig. Denn ich fragte mich schon damals, was aus Asia Argento geworden ist (Girl Crush und so) oder Ashley Judd – warum man sie nie wieder gesehen hat, sie war gut. Jetzt weiß man was passiert ist.

Dass dadurch der Blick auf eigene Privilegien zur Reflexion zwingt und somit die eigene Sicht sich ändert – auch das musste sein. Und das ist gut so. Nur so schaffen wir klare Veränderungen und Verbesserungen. Und ja, viele müssen jetzt halt für die Ausnutzung ihrer Privilegien büßen, aber provokante (und dumme) Tweets damit gleich zu setzen? Und da scheiden sich die Meinungen: Die einen sagen Ja, die anderen Nein. Madame (8) findet es gut, dass er rausgeworfen wurde – ich finde es schade, weil er gut war. Aber ich hätte wohl wie Madame (8) reagiert, hätte ich seine Filme (auch die davor) nicht gemocht. Aber ich mochte sie. Insofern darf ich mir eigentlich keine Aussage zu diesem Thema erlauben. Shit happens.

Back to Topic: Es gibt ein paar Gründe, die das bloggen (und leider auch das Schreiben) aktuell tatsächlich erschweren.

1. Hitze

Es war heiß. Und ich ziehe Hitze immer der Kälte vor. Immer. Auch schwüle Hitze – auch wenn mich schwüle Hitze ins Nichtstun verleitet; ins Dahin vegetieren versinken lässt, und darauf warten, dass ein Gewitter einbricht und der nächste Tag frisch und warm beginnt, mir zu lächelt und sagt: Komm! Wir gehen schwimmen! In die grüne, warme Grütze, für die du eine Saisonskarte gelöst hast! Komm! Schnell! Vielleicht ist auch Barry die Schildkröte, wieder mal da. Eile!

Jede Bewegung hinterlässt fiebrigen Schweiß, man will sich nicht bewegen, man mag nur liegen. Man mag nicht mal was anschauen, weil es ist ja so gutes Wetter und wir müssen das nützen, denn bald ist wieder Winter und es ist kalt und grauslig, und dann verkriecht man sich doch nur in der Wohnung, weils einfach zu hart ist. Vor 10 Jahren, easy. Vor 20, geh komm, nochmal 10 Grad drauf. Aber jetzt? Nein. Jetzt schlägt mich die Hitze nieder, 1:0.

2. Twitter

Jop. Das Prokrastinieren hat seinen Höhepunkt bei Twitter erreicht. Und gelegentlich 9Gag. Und gelegentlich Instagram. Manchmal spiele ich noch „2048“ (thank me later). Und ja, ich habe sogar einen Beitrag zu Twitter anfangen und ihn nicht einmal vervollständigt. Oder doch? Wenn ja, dann schmeiße ich ihn heute noch raus. Ohne wenn und aber. Einmal drüber lesen, vielleicht ein zweites mal in der Vorschau.

Oh Gott. Es ist sogar noch schlimmer, ich habe noch einen zweiten angefangen. What the heck?

3. Viren und Bazillen

Vermutlich aber eher Viren.

Die letzte Woche verbrachte ich tatsächlich nur im Bett. Leidend. Kränkelnd. Krank. Keine Pferde, aber Hamlet dafür (die fotogene Katze, auf die ich aufpassen durfte), mit etwas Fieber. Ca. 38,1 Grad. Ich schrieb Madame (8): „Was wenn ich sterbe?“ Und meinte kurz daraufhin, dass man das vermutlich nicht öffentlich schreiben dürfte (gemeint ist Twitter), weil dann von irgendwo her ein Krebskranker käme und antwortete: „Ja, passiert mir in drei Wochen.“ So wie mir ein twitterliches Faux-Pas passiert ist und ich meinte, als jemand die Frage stellte, ob sie ihre kaputten Organe spenden solle, dass ich es mir gern selbst aussuchen würde, wem ich sie gäbe und sie sicherlich keinen Drogensüchtigen und Alkoholikern gäbe, immerhin ist meine Leber in gutem Zustand. Und sie antwortete: Siehst, ich bin Alkoholikerin. Stille. Unwohlsein. Aber woher hätte ich das wissen sollen? Ich entschuldigte mich für meine Äußerung und hätte sie, wohl getätigt, aber in gemäßigtere Worte gefasst. Und ja, in Österreich ist man automatisch Organspender. Wenn ich also morgen sterbe, könnte es durchaus sein, dass ein Nazi meine Organe bekommt. Ich hoffe, sie begehen dann langsam und qualvoll Suizid. Oder so: Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, your body rejected the transplant and you died.

Gut. Ich sah mir ein, zwei Pferde-Filme an, die dann weniger Pferdefilm waren und eher meh – und entdeckte eine Perle.

Ich fragte mich, warum ich bisher noch nicht darauf gestoßen bin. Oftmals drüber gescrollt, aber nie wirklich beachtet, weil „girl“ und Teenager und so. Und es wirkte auch Trashig. Außerdem.. DC. Aber wirklich, Supergirl ist großartig. Und sie kritisiert die Namensgebung sofort. Warum „girl“, wenn es doch Super“man“ heißt. Sollte sie nicht Super“woman“ heißen? Daraufhin ihre toughe Chefin, gespielt von Ally McBeal: „And what do you think is so bad about ‘girl’? I’m a girl. And your boss. And powerful and rich and hot and smart. So if you perceive Supergirl as anything less than excellent, isn’t the problem you?“ Ja, auch darüber lässt sich streiten und wir wissen auch, warum die Bezeichnung „girl“ für erwachsene Frauen, was Kara definitiv ist, suboptimal ist – trotzdem.

Die Serie ist feministisch (aber nicht mit der Keule, sondern fließend), schlagfertig und Melissa Beniost ist unfassbar sympathisch. Man mag sie sofort. Wie Clara. Ich vermisse Clara.

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#awletters

Für diejenigen, denen Postcrossing zu wenig ist, gibt es jetzt #awletters – auch wenn die Aktion schon vor Monaten ins Leben gerufen wurde. Trotzdem, eine erwähnenswerte Idee.

Was zur Hölle ist Postcrossing?

Kurz gesagt: Ein digitaler und anonymer Postkarten Service. Wer gerne Postkarten erhält und verschickt kann sich dort anmelden und bekommt, je nach Wunsch (am Anfang bis zu 5 oder 6) Adressen. Nein, man kann sich nicht aussuchen wem man schreiben möchte. Dazu gibt es Profile, die etwas von sich erzählen. Zu geschätzt 89% handelt es sich um Hausfrauen oder Studentinnen. Sich Motive wünschen ist zwar ausdrücklich untersagt, trotzdem hält sich keiner daran. Die Leute wollen Katzen, Stadt bei Nacht-Ansichten, Blumen, Berge, Züge, Flugzeuge, schwarz-weiß Fotografien der Heimatstadt und so weiter. Auf die Selbstbeschreibung kann man eingehen wenn man nicht weiß, was man schreiben soll, muss es aber nicht, besitzt man ausreichend Mitteilungsbedürfnis und Phantasie. Jede Karte ist mit einer Nummer versehen, die man bei Erhalt eingibt und somit auf Profil des Absenders verwiesen wird (um sich zu bedanken). Die (wenn) digitalisierte Karte, findet sich dann in einem Album wieder. Kam die Karte beim Empfänger an (sprich, wenn dieser sie registriert hat) wird irgendwer auf der Welt, der eben eine Adresse anfordert, deine bekommen und dir eine Postkarte schicken. Die Karten kommen aus aller Welt: Deutschland, Russland, China, Taiwan, Nordamerika, Italien.

Fun Fact: Die Karten aus China kommen schneller an, als jene aus Russland. Und ja, es ist ein nettes Gefühl, leert man das Postfach und hält 6 verschiedene Postkarten von wildfremden Menschen in der Hand. Allerdings ist das ganze auch etwas Kostspielig: Karten und Briefmarken (die manche wollen) sind nicht ganz so günstig.

#awletters

Das Prinzip bei #awletters ist ähnlich – nur dass es sich hierbei um Briefe handelt, die von zwei (ausgedachten) Charakteren ergo zwei Menschen geschrieben werden, in was für einem Setting auch immer, die sich bewusst dafür entschieden haben und nicht von einem System auserwählt werden.

Wobei es natürlich auch eine Idee wäre Profile anzulegen, mit Angaben in welcher Welt man spielen/schreiben möchte (SF, Fantasy, PostApokalyptisch, Weltall, Trolle, Elfen, Erotik, Kinder, Parodie, usw.), und diese werden dann mit einem Ideenvorschlag zusammen geführt. Gerne auch via Zufallsgenerator. Wie Beispielsweise: „2045. Zombies haben deine Heimatstadt überlaufen. Findet gemeinsam einen Weg aus der Misere und versucht zusammen zu kommen um nach XY zu fliehen.“ Oder „Ihr befindet euch in einer phantastischen Welt und seid Gefangene einer Troll-Horde, die euch zu Tierfutter verarbeiten möchte. Berichtet euch von eurem Elend in Briefen, die auf dem Rücken einer Ratte (sie heißt Betzy) von Zelle zu Zelle getragen werden.“ Okay. Jetzt will ich sowas machen.

Zurück zu #awletters. Es kann romantisch, dystopisch oder historisch sein. Die Charaktere können alles sein: von Massenmördern über Liebende, Detektive und so weiter. Gut, die einzige Gemeinsamkeit besteht darin, dass man sich tatsächlich hinsetzen muss, Stift und Papier zur Hand nimmt, einen Brief schreibt, diesen in ein Kuvert packt, damit zur Post geht und 90 Cent, oder wie viel eine Briefmarke kostet, zahlt.

Zurück zum eigentlichen.

Die Spielregeln kopiere ich direkt vom zugehörigen Blog.

#awletters Spielregeln

  1. Finde einen Spielpartner (z.B. unter deren Artikel, in der AW Community oder auf deren FB Seite unter dem zugehörigen Livestream)
  2. Denkt euch ein Setting aus (historisch, apokalyptisch, romantisch, Piraten, Soldaten, Detektive, getrennte Liebende, etc.)
  3. Schreibt euch Briefe per Hand auf Papier (keine elektronischen oder getippten Briefe) → Kopieren, fotografieren und scannen nicht vergessen!
  4. Habt Spaß!

Ich schrieb immer gern Briefe, nur wenn man so oder so schon via Social Media Kontakt hat, was will man sich großartig in den Briefen erzählen? Madame (8) und ich schickten uns eine Zeitlang parfümierte Briefe (man spaziere in eine Drogerie und „teste“ Parfüms). Tipp: Zuerst das Papier besprühen, trocknen lassen, und dann schreiben. Nicht umgekehrt! Tipp 2: Eine Ladung reicht, 15 sind zu viel). Einst schickte ich einen versiegelten Brief ab, mit Stempel-Siegel und so. Der Postmensch war nicht sonderlich davon begeistert und meinte, was der Blödsinn soll und ich mir das sparen sollen. Spielverderber..

Ich glaube zu wissen oder nehme zumindest an, dass sich ein oder zwei Schreib-interessierte Menschen unter meinen Lesern befinden. Dystopisches Setting, wer will?

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Happy Zombie Jesus Day!

Zur Auflockerung:

Aber, man muss sich auch zu Ostern an den Kopf greifen:

„Im Netz beschweren sich zahlreiche Nutzer darüber, dass Schoko-Osterhasen „Schmunzelhasen“ heißen – das tun sie aber seit 1973.“ (derStandard.at)

Besser wohl: Im Netz beschweren sich ein paar Deppate darüber, dass der Schoko-Osterhase „Schmunzelhase“ heißt und sehen darin einen Kniefall vor dem Islam. What the heck? Nein, ernsthaft jetzt? Das ist ein Ding? Ich mein, dass die traditionelle rechte Klientel wenig Ahnung von nichts hat und Bildung feindlich gegenüber gestellt ist, ist klar, aber … wtf?

Anyway.

  • Filme, die zu Ostern (in Deutschland zumindest) nicht gesendet werden dürfen sind u.a. Heidi, Das Leben des Brian und Mary Poppins. Für mehr Informationen folgt bitte diesem Link und diesem.
  • Die Frage, ob es sich tatsächlich um einen Zombie handelt, beantwortet dieser Eintrag von 2017.
  • Eine Galerie mit dem wohl Besten was das Internet ausspuckt, findet sich 2016.
  • Und was es mit der Düsternis und Finsterkeit am Karfreitag auf sich hat, und wie es früher war, lässt sich hier nachlesen.

Lustigerweise hat sich am Karfreitag noch ein interessantes Bild ergeben – und ihr wisst, was ein Regenbogen bedeutet.

Auch nicht schlecht, wenn auch natürlich falsch. Die Nägel wurden nicht in die Handflächen geschlagen, sondern hinterm Handgelenk.

Gruslig:

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Woche #2602

Aktuell durchleben wir die wohl kälteste Periode seit gut 10 oder 12 Jahren. Minus 20 Grad Nachts, kaum weniger als Minus 10 Tagsüber. Es ist kalt. Wirklich kalt. Und der garstige Nordostwind aus der Arktis (auch bekannt als „Väterchen Frost“) macht das ganze nicht besser. Auf freiem Feld hat es ca. gefühlte Minus 20 Grad.

Achtung, Pferde-Content

Woher ich das weiß? Ich war heute draußen, samt Pferd. Allerdings musste ich irgendwann einsehen, schon wegen des Gefröstels meines Körpers und den zur Seite gelegten „Muli-Ohren“ meiner felligen Begleiterin, dass der Wind heute siegen würde. Es war einfach zu kalt, und ganz gleich wie viele Schichten ich noch hätte anziehen können, ich spürte ihn direkt auf der Haut. So kehrten wir um und auch sie war darüber erfreut.

Warum zum Teufel ging ich überhaupt hinaus? Ich hatte der Dame versprochen, dass wir heute ins Feld gehen. Gestern waren wir auf dem Platz und sie ließ es mich durch eine kurze und/aber harmlose Bockerei zu Beginn spüren, was sie davon hielt. Nämlich nichts. Sie tat ihre Meinung kund und verhielt sich danach wieder artig. Außerdem wollte ich wieder allein auf Weg, da sie, was ich immer noch seltsam und zeitgleich amüsant finde, wenn wir allein am Weg sind, viel sicherer und furchtloser ist. Sind wir mit der Leitstute unterwegs, übernimmt sie sofort deren nervösen Charakter und erschreckt vor Dingen, die ihr sonst egal sind.

Ich wollte also keinen tänzelnden Nervösling unter mir haben, sondern ein Abenteuerpferd. Zuerst hatte ich Angst alleine hinaus zu gehen und suchte ständig wen, lag der Besitzerin in den Ohren sie möge doch Zeit haben, und jetzt versuche ich auch oft alleine hinaus zu kommen. Andererseits, von vier Pferden ist sie die einzige, die sich motiviert mit mir ins Abenteuer stürzt. Wenn die Leitstute als „die Schnelle mit Gas“ vorgestellt wird, ist sie die „Zickige“, die eben auch nicht mit jedem kann oder mag. Die „Junge“ und die „Faule“ sind aktuell schwanger, nachvollziehbar also, dass sie nicht mehr so recht wollen. Einst spürte ich sogar einen harten Tritt des kleinen Monsters. Ich habe vollstes Verständnis für die beiden. Dennoch und zugegeben, es dauerte ca. etwa drei Monate bis wir so weit waren.

Warum ich nicht regelmäßig über meine Pferde-Erlebnisse blogge?

Zum einen, weil ich glaube und annehme, dass es kaum wen interessiert – wobei mir das noch egal sein könnte; zum anderen, weil Pferdemenschen und besonders Pferdefrauen sehr, wie soll ich sagen… mühsam sind und ich mich, zumindest hier, nicht deren Kritik aussetzen möchte.

Um die Dimensionen etwas zu veranschaulichen: Nehme einen Star Trek- und einen Star Wars-Fan und gebe beide in einen Raum, sie werden debattieren, vielleicht sogar laut werden und sich anschreien. Oder meinetwegen einen DC- und einen Marvel-Fan. Disney vs Warner Bros. Konsole vs PC.

Setzt man zwei Pferdefrauen mit unterschiedlichen Meinungen in einen Raum, hagelt es Kritik, Neid, Blut und Hass. Es wird beleidigt und angefaucht. Ich beobachte es tagtäglich in Foren und Social Media Gruppen. Jede Meinung wird angefeindet und die Bezeichnung „Tierquäler!“ fällt nicht selten. Nein, ich übertreibe nicht. Wer einst in einem Stall zu tun hatte, weiß wovon ich spreche. Nur in ganz wenigen Gruppen wird Wert auf einen neutralen Umgang gelegt, ohne dass man den Fragensteller gleich zerfetzt. Denn auch die „falschen Fragen“ zu stellen, werden, wenn nicht mit Hass, aber mit Hohn und Spott bedacht.

„Stallweiber“, wie sie umgangssprachlich genannt werden, „seien die schlimmsten!“ meinte eine frühere Bekannte zu mir, die ich einst wegen Rat angerufen hatte. Hebe ich mich aus dem ganzen heraus? Natürlich! Ich weiß viel zu wenig und bin über jede Gelegenheit zu lernen dankbar, und trotzdem glaube ich (und da haben wir die Antwort, also nein, ich bin auch nicht besser), dass man ein Pferd nicht unbedingt, polemisch gesagt, bewusstlos prügeln muss („Du musst dich durchsetzen!“), dass es tut, was man möchte. So lasse ich das Pferd, welches ich meistens reite, auch mal diskutieren. Zwar sage ich bestimmt „Nein“ und treibe mit Schenkeldruck weiter und manchmal gibt sie gleich nach und akzeptiert meine Meinung. Manchmal diskutieren wir etwas länger. Und wenn sie wirklich hartnäckig „Nein“ sagt, versuche ich den Grund zu erkennen. Gab ich ihr falsche Hilfen? Macht ihr was Angst? Bin ich selbst unruhig oder unkonzentriert? Verlange ich zuviel? Hat sie heute einfach keine Lust mehr? Der Fehler, so glaube ich, liegt in erster Linie immer beim Menschen. Aber auch da scheiden sich die Meinungen. „Es gibt einen Grund, warum…“ und „Der verarscht dich!“ Die Wahrheit liegt wohl dazwischen.

Aber ja, auch das könnte mir egal sein – trotzdem habe ich nicht das Verlangen viel oder oft darüber zu schreiben. Vielleicht ab und an. Hin und wieder. In Beiträgen wie diesen.

Und der übliche Rest

Ich sah übrigens auch, dass der letzte Eintrag wieder Ewigkeiten her ist (und sich die Entwürfe wie Fruchtfliegen vermehren) – was an der Tatsache liegt, dass ich Tagsüber nach der Erwerbstätigkeit in den Stall eile und Abends meine Zeit mit (aktuell) Ark Survival (Aberration DLC) verbringe. Das Schreiben leidet, das Bloggen leidet, das Lesen leidet. Sogar Instagram leidet! Immerhin komme ich zum Serien schauen: Everything sucks und The End of the fucking World. Man möchte fast wieder Teenager sein – aber nur fast.

Am Wochenende sah ich Black Panther und musste (erneut) feststellen, dass mich männliche Superhelden langsam ermüden. Viel interessanter fand ich die Geschichten um die beteiligten Frauen. Sie hatten Raum, die Charaktere waren hervorragend gespielt und überragten die männlichen Darsteller mit Leichtigkeit. Und ja, männliche Film-Helden haben bisher nur deswegen profitiert, weil die weibliche Rolle einfach scheiße geschrieben war. Mittlerweile ändert sich das. Denn sowie in Everything sucks und The End of the fucking World, interessiert mich die Geschichte des Mädchens mehr, als die des Jungen.

Nebenbei erwähnt hatte Tirol vergangenen Sonntag Wahlen; die 60%ige Wahlbeteiligung ist wohl Väterchen Frost zu verdanken. Das Ergebnis blieb wie erwartet gleich. Manche Dinge ändern sich nicht mehr.

Ps: Ich hatte und habe aktuell das Gefühl, dass die Kälte wohl niemals mehr aufhören wird. Sie wird bleiben und es wird für immer kalt sein. Kein Frühling und keinen Sommer mehr. Nur mehr Winter mit Minus 10 Grad. Minus 20 Grad. Gefühlte Minus 30. Die Erklärung ist einfach: Habe ich mich früher bei diesem Wetter mit Laptop unter der Bettdecke verkrochen und die Zeit ausgesessen bis es wärmer wurde, erlebe ich es jetzt jeden Tag direkt und ungefiltert an Haut und Haar.

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Wem gehts gleich?

Ich habe noch immer den Hauptquest (Sturmmäntel vs Kaiserliche) offen.. was aber daran liegt, dass ich beide Seiten unsympathisch finde und die Konsequenzen fürchte. Genauso, wie ich No Man’s Sky aufschiebe und Skyrim stattdessen spiele, anstatt dass ich mutig in die Welt hinaus trete, einen Planeten erkunde und nach 20 Spielstunden ins All hinaus komme – um weitere Planeten zu erkundigen und mich über das umständliche Inventar zu ärgern.

Eigentlich ist es interessant: Ich traue mich ohne zu zögern ein Pferd ohne Sattel zu reiten (auch draußen), reise alleine in fremde Länder, aber wenn es darum geht, einen fremden Planeten in einem Spiel zu erkunden, bin ich ein Feigling. So ziehe ich es vor, all die bekannten Städte und Dörfer in Skyrim zu besuchen, mich an den lieblichen Erinnerungen zu erfreuen und über Drachen zu ärgern („Naaaa. Nit scho wieder. I hab ka Zeit für den Blödsinn…), die Knochen Nachhause zu bringen („Du kannst nicht schnell reisen wenn Feinde in der Nähe sind“), wohl wissend, dass ich sie nie, nie, nie verarbeiten werde – und erfülle nebenbei den einen oder anderen Mini-Quest, der mir dann aber wieder zu mühsam wird, weil jeder Dungeon im Prinzip gleich aussieht… Dennoch, so ein Planet ist riesig und die Gefahren bestialisch und man könnte sterben und alles verlieren und müsste alles erneut sammeln oder auch nicht, weil böse Tiere lauern und dann hätte ich keine Ressourcen mehr und sterbe einsam und alleine auf einem mir gänzlich fremden Planeten und niemand würde sich je an meinen Namen erinnern. Oder so.

PS: Ein Hoch auf F5.

Wem geht es noch so? Oder seid ihr unerschrockene Abenteurer?

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