„Tulip Fever“

Spoilerwarnung.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zum Entschluss, dass sich der Film wohl als (wohl unfreiwilliger) pointierter Moralapostel verstehen mag – anstatt, wie angenommen und damit beworben, romantisches Kostüm-Drama. Der betrogene Mann überlässt Hab und Gut der Magd, die mit dem Fischer zusammen einen Bastard zeugte, und die betrügende Frau landet schlussendlich wieder da, wo sie ursprünglich her kam: Im Kloster.

Die Tulpenwette- und Handel mit diesen, passiert lediglich nebenbei um zwei Hauptcharakteren zum tiefem Fall zu verhelfen. Die interessante Komponente des Filmes, Blumen als Investment und welche Rolle Klöster dabei spielten, bleibt weitgehend verborgen. Der eine wird bestohlen, wird (zurecht) wütend und muss zur Navy, der andere gewinnt zwar, ist aber so dämlich und vertraut einem süffigem Freund die teuren Knollen an, der sie schlussendlich frisst.

Was sich wie Satire, oder dem Klapptext eines billigen Romans liest, wird dramatisch-leidenschaftlich sowie dramatisch-leidend inszeniert und eine jede neue Handhabe der Geschehnisse bringt noch mehr Unheil mit sich. Ich komme also zur Überzeugung, dass es keine Satire sein kann, aber auch keine Liebes-Geschichte. Was dann? Wohl am ehesten ein klassisches Melodram.

Worum geht es?

Die hübsche Alicia Vikander ist mit Christopher Walz (einem zunächst narzisstischen, dann empathischen Mann) verheiratet. Im Kloster als Waise aufgewachsen, heiratet sie – vermag es aber nicht, ihm Kinder zu gebären. Man weiß zu Beginn nicht ganz so genau: Hasst sie ihn? Fühlt sie sich vergewaltigt? Mag sie ihn überhaupt? Nach und nach bemerkt man, sie fühlt sich schuldig – da es doch im 17. Jahrhundert des Weibes Pflicht ist, dem Mann Erben zu schenken, vor allem, wenn er sie aus der Armut rettete – und zugegeben, mit dem Gedanken spielt, sie wieder dort hin zurück zu bringen. Ist sie also nur ängstlich? Man weiß es nicht.

Brenzlig wird die Sache, als der junge Künstler Dean DeHaan engagiert wird um ein Portrait zu malen. Das eine führt zum anderen und sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre, inklusive Sex ohne Nachthemd. Die Geschichte wird von der Magd erzählt, die ihrerseits eine Liebelei mit einem Fischverkäufer hat, der sie, und jetzt wird es richtig brenzlig, auch schwängert.

Um nicht aufzufallen gibt der von Alicia Vikander gespielte Charakter vor, selbst schwanger zu sein und spannt einen Arzt mit ein, der vermutlich keiner ist und sich lieber an Frauen vergeht. Christopher Walz ist überglücklich – nur anfassen darf er sie nicht. Das ganze läuft besser als erwartet und sogar ihr Plan, bei der Geburt zu sterben, geht auf. Dummerweise rechnete sie nicht mit den unausweichlichen Schuldgefühlen. Denn als sie das Gespräch ihres Mannes mit dem Arzt belauscht, dieser solle doch das Leben seiner jungen Frau retten und dafür das Kind sterben lassen – setzen sie so richtig ein. Und das beste: Erst kurz davor hatte der alte Mann ihr gebeichtet, dass er damals den Herrgott angefleht hatte, doch seine Frau zu nehmen aber das Kind leben lassen möge. Wtf? Dachte ich mir auch.

Sie lässt sich in einen Sarg einnageln und wird via Gondel über den Fluss gebracht. In einem Zimmer wartet sie auf den Künstler, der sich im Tulpengeschäft eine Menge Geld zusammen geklaubt hatte, sodass sie sich absetzen können. Aber soweit kommt es nicht. Der unfreiwillige Moralapostel wäre keiner, wenn der hintergangene Mann (es gibt Anzeichen, dass er sie selbst betrog), nicht doch noch von all dem erfahren würde. Der Fischverkäufer hatte einst geglaubt, seine Magd sei zum Künstler ins Apartment geschlichen, dabei war es die Mistress in ihrem Gewand! Oh mein Gott! Und das Kind, dass der Alte liebevoll im Arm gehalten und geglaubt hatte, es wäre seines, ist es gar nicht! Welch Tragik!

Der Künstler findet den Mantel, den die von Schuld zerfressene Alicia Vikander in den Fluss geworfen hatte, und glaubt seine Geliebte sei tot. Der Mann überschreibt Hab und Gut auf die Magd, rät zur Hochzeit und das Haus mit Leben zu füllen. Was auch passiert. Er selbst reist nach Indien und wird dort glücklich, ebenfalls mit einer Familie. 8 Jahre später sehen wir den Künstler, wie er in einer Kirche malen soll, nicht ganz ohne das Zutun einer gewissen Nonne, und dort erblickt er seine ehemalige Geliebte. Sie lächeln sich zu. The End.

What?

Weitere Gedanken

Die Szenerie ist von Gott, Glauben und Schuld geprägt. Die Motivationen der Charaktere funktionieren bedingt – und da es bis auf wenige Ausnahmen, alles tolle Schauspieler sind, fragte ich mich, warum eben nur bedingt. Vermutlich war Christopher Walz unterfordert und Alicias Vikanders Rehblick mag ihre Gefühle nicht eindeutig zuordnen. Genau so neben der Rolle liegt Dean DeHaan. Die einzige die wirkt, ist Holliday Grainger. Sie ist in ihrer Rolle als glückliche, später verzweifelte Magd authentisch.

Judi Dench ist das Highlight des Filmes: Als schlagfertige Nonne, die im Tulpengeschäft kräftig mitmischt, den Mädchen Bildung näher bringt und für ihr Wohl sorgt, verprügelt sie nebenbei, begleitet von Wach-Gänsen zwei Einbrecher. Ich hätte lieber einen Film über Judi Dench als berechnende und hinterlistige Tulpenkönigin gesehen.

Fazit: Leider funktioniert weder die Szenerie, noch wird dem Zuschauer ernsthaftes Mitgefühl heraus gelockt. Die Kamera rast von einem Ort zum anderen Ort und dass, obwohl die Kulissen tatsächlich sehr real wirken, bleibt keine Zeit Details einzufangen, bleibt keine Zeit sich Zeit zu nehmen. Übrigens sind Tulpen giftig und der Verzehr kann zu Bauchschmerzen, Durchfall und Krämpfen führen.

Recherche

  • Die Tulpen-Spekulation Hollands im 17. Jahrhundert ist das erste dokumentierte Spekulationsgeschäft der Geschichte, der erste Börsencrash 1637.
  • Tulpen wurde im 16. Jahrhundert erstmal aus der Türkei importiert.
  • Ebenfalls sagt mir Google, dass der Film seit 2000 in Planung war, 2014 gedreht wurde und schon letzten Sommer hätte in den Kinos anlaufen müssen. Bissiger Zusatz: Wenn man sich den Film ansähe, wisse man warum der Start dreimal verschoben wurde. Es fiel also nicht nur mir negativ auf.

Kritiken (und Quellen)

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Erlebnisse aus der Fahrschule: Praxis

Viele Fahranfänger haben den Vorteil, dass Bruder, Schwester, Vater, Mutter, Tante, Onkel, Freunde, oder wer auch immer, schon mit ihnen gefahren ist. Öfters. Regelmäßig. In der Fahrschule war man kurz verwirrt, als ich meinte, ich sei bis auf ein einziges mal (Ich erinnere mich, dass ich mit 18 oder so hinterm Steuer saß und panische Angst vor einem Tunnel hatte) noch nie gefahren. Aber ja, sowas gibt es. Leute, die sich an das Gesetz halten.

Level 1= Der öffentliche Verkehr

Die erste Stunde am Platz war geschafft, ich freute mich auf die nächste, am Platz. Der Fahrlehrer drückte mir die Schlüssel in die Hand, und meinte ich solle schon mal den Sitz einstellen. Ich dachte er mache Witze. Irrtum. In der dritten Fahrstunde der Fahrschule, die in einer belebten Straße eingebettet ist, ging es auf die Straße. Eine befahrene Straße. Eine dicht befahrene Straße. Wie etwas seltsames hielt ich den Schlüssel zwischen Daumen und Zeigefinger und tappte die Treppe hinunter. Nachdem alles eingestellt war fuhren wir los. Mitten in den Hauptverkehr. Bei Regen.

Und es war genial. Mein Gesicht flammte auf wie bei „Dracarys“ und ich fuhr auf einer richtigen, offiziellen und belebten Straße. Mit vielen Menschen, Fahrzeugen und anderen Gefahrenquellen. Und ich habe es wieder zurück geschafft, ohne Tier oder Mensch zu gefährden, geschweige mich selbst oder den Fahrlehrer. Ich dachte mir immer wieder: Ein Stück weiter. Gerade noch 400km oder so, und dann bin ich am Meer. Raus aus der Stadt, und immer weiter. Russland baut doch eben den längsten Highway der Welt? Roadtrip! Und wenn man nicht gerade bei Kreuzungen und Ampeln ist und der Verkehr gemäßigt, ist es sogar recht entspannend. Es lässt sich mit Kupplung und Gas experimentieren, Schaltung und Blinker.

Stichwort Blinker. Es stellte sich heraus, dass meine Schwierigkeit die Begriffe „Links“ und „Rechts“ der richtigen Richtung zuzuordnen, doch zum Problem werden kann: Fahr links. Nein links. Das ist rechts. (Ich blinkte rechts). Runter vom Gas. Jetzt gibt sie wieder Gas (Nur ganz ein wenig). Bremsen. Schauen. Kupplung, nicht auf die Kupplung schauen. Erster Gang. Nicht so gewalttätig! Gut. Kupplung drücken, Punkt finden, Gas geben. Kupplung. Irgendwann hast du die Kupplung wirklich in der Hand. Nicht so viel Gas. Jetzt tritt sie wieder rein. Langsam. Das Auto fährt von alleine. Schauen. Linker Schulterblick. Links, das ist rechts. Erster Gang. Runter vom Gas! Links abbiegen. (Wo ist links? Ich schaute rechts, blinkte rechts, blinkte links, schaute links. Schaute über die Schulter, in jeden erdenklichen Spiegel und fuhr fast gegen die Leitplanke, mehrmals). Aber: Ich will nochmal!

Ich erwähnte im letzten Beitrag, dass manche Autos bereits eine Spurenhilfe verankert haben, die erkennen soll, wenn man (vermutlich aus Müdigkeit oder Unaufmerksamkeit) an den rechten Rand abdriftet, und lasst mich eines sagen: Ich hasse sämtliche Elektronik und Warnblinker und Alarmtöne und weiß die Hölle was es noch gibt. Es gibt einen guten Grund, warum bei Silver Star (meinem Telefon) alle Nachrichten- und sonstige Ton-erzeugende (oder blinkende, vibrierende, anzeigende) Benachrichtigungen deaktiviert sind: Töne und Vibrationen reißen mich aus der Ruhe, blinkende Lichter und Icons lenken mich ab. Doch in einem recht elektronischen Auto, dass plötzlich glaubt, da ist irgendwas weswegen man bremsen sollte und dann einen kreischenden Piepser ablässt, sodass man vor Schreck fast sämtliche Gliedmaßen in die Höhe reißt.. Thank you, but no thank you.

Außerdem fürchte ich, je mehr Elektronik in ein Automobil gepackt wird, desto dümmer wird der Fahrer. Mag es der Sicherheit wegen sein, der Einfachheit oder des schnelleren Verschleißes wegen. Da wir aber in wenigen Jahren sowieso nur mehr in elektronischen, selbst fahrenden Autos sitzen werden.. wird man sich an allerhand Tongebendes Zeug einfach gewöhnen müssen. Zudem dürfte man der Umwelt zuliebe keinen Benziner mehr kaufen. In unserer Wegwerfgesellschaft wird das Auto auch eher verschrottet, als das man es richtet und es fährt noch eine Weile, weil: Irgendwann gibt es keine Ersatzteile mehr. Und wer will schon ein Vermögen für die Reparatur ausgeben? Schlimmer noch wer möchte oder hat gar die Zeit und Laune ständig selbst herumschrauben zu wollen/müssen? Hätte ich einen Herbie, würde ich ihn gerne selbst in Stand halten wollen, auch wenn ich absolut keine Ahnung hätte, wie.

Aber: Das Auto, sämtliche Verkehrsteilnehmer, ich und der Fahrlehrer kamen unbeschadet wieder bei der Fahrschule an. Ich parkte sogar ein! Vorwärts. Bald gibt es die L-Tafel, womit 1000km gefahren werden sollen. Ohne Fahrlehrer, der zur Not eingreifen kann. Aber mit Beifahrer. Es bleibt spannend.

Level 2 = Parallel rückwärs einparken

Da sind wir: In der dritten Einheit. Es geht wieder auf die Straße. Man wirft mir den Schlüssel zu. Selbes Spiel wie immer. Dieses mal ist es ein anderer Fahrlehrer, älter, aber jünger in den Gebärden, sympathisch aber dominanter. Auch wenn er gegen Ende meinte, ich hätte ja eh fast alles alleine gemacht, weiß ich, dass ich viele, viele Fehler machte und er eigentlich ständig eingegriffen hatte.

Ich lernte wie man parallel rückwärts einparkt und das gelang mir sogar recht gut. Bis mir andere Fahrschüler, die sich ebenfalls am Platz befanden zusahen. Aber ich dachte mir: Ein Jeder macht das durch, ein jeder stellt sich so dämlich an. Es war eine erfolgreiche Einheit. Am Platz. Und in der Ruhe. Ohne Verkehr.

Level 3 = Die Autobahn

Die Autobahn. Selbst als Beifahrerin neige ich mich dezent zur Seite, wenn ein fetter LKW mit fetten, großen Reifen an mir vorbei donnert. Sie sind mir einfach nicht geheuer. Nein, ich bin kein Fan von Optimus Prime. Würde ich selbst einen fahren wollen? Natürlich! Glaube ich.

Merke: Je schneller, desto weniger lenken – nicht umgekehrt.

Als ich langsam auf die Autobahn auffuhr, beinahe zu langsam und beim einlenken in die richtige Spur fast für einen Herzkasper beim Fahrlehrer sorgte, bretterte besagter LKW an mir vorbei. Die Hände ans Lenkrad gekrallt und sämtliche Schweißdrüsen auf Abschuss bereit, schwitze ich Hosen und T-Shirt durch, mein Gesicht muss entweder hochrot oder kreidebleich gewesen sein, der Fahrlehrer lachte: „Haha, ist das nett, möchte ich auch wieder mal so einen Adrenalinkick haben.“ Und er lachte. Und lachte. Und ich hatte eben die Kunstledersitze vollgeschwitzt und war nur mehr ein kleines, nervöses Wrack.

Diesesmal war mein Beifahrer mit an Bord, der die nächsten Wochen Übungsfahrten mit mir absolvieren darf. Was ich lernen muss: Das Auto lenkt von alleine, das Lenkrad braucht nicht gekrallt werden, die Spur halten, in die richtige Richtung schauen beim jeweiligen Abbiegen („Schauen ist immer wichtig“ – aber in die richtige Richtung) und Ruhe. Ruhe und Gelassenheit. Weniger Energie und Aktivität. Dabei gibt es soviele Dinge, auf die man achten muss!

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1. September 2017

Heute, genau an diesem Datum, brachten Harry, Hermione und Ron ihre Kinder zur Platform 9 ¾ auf das sie hoffentlich eine sichere, aber nicht minder aufregende Zeit in Hogwarts verbringen werden, als wie ihre Eltern davor.

Viel Glück Albus Serverus Potter!

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„Look what you made me do“

Es dauerte nicht lange bis sich eine Handvoll YouTuber am neuen Song von Taylor Swift „Look what you made me do“ zu schaffen machten, der Mitte letzter Woche veröffentlicht wurde. Ich mochte es schon immer, wenn Pop-Songs aus ihrem eigentlichen Terrain gerissen und komplett individuell verändert werden. Viele der bekannten Popsongs eignen sich hervorragend für Punkrock- oder Singer-Songwriter-Cover und sind dann auch tatsächlich anhörbar. Nur, weil das ursprüngliche Genre für den einen oder anderen eine abschreckende Wirkung bereit hält, bedeutet das nicht, dass der Song an sich schlecht sein muss.

Somit also eine kleine Auswahl, was sich bis jetzt im Netz findet. Ich gehe davon aus, dass die eine oder andere geniale Umsetzung noch kommen wird. Ich hoffe jedenfalls auf weitere Punkrock-Cover.

Und auch dieser Herr verdient eine Erwähnung, der aus dem düsteren Electro-Pop-Stück einen fröhlichen, ja, ich meine fast 80er Jahre Popsong macht?

Ballade? Pop-Ballade? Inklusive Musik-Video. Unglaublich was binnen weniger Tage zu schaffen ist.

Auch die Singer-Songwriter-Fraktion meldet sich zu Wort – die sich alle irgendwie (vor allem stimmlich) ähneln.

Auch mit Klavier:

Oder mit Violine:

Und getanzt:

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„Game of Thrones“, Spotted S07E06

Nur mehr eine Folge und 80 Minuten. Nur mehr eine Folge. Eine einzige!

Land of Ice and Snow

Klicktipp: Ein Game of Thrones-Teppich, der alle Folgen enthält. Thx Ireland! Und wen die Locations interessieren, an denen die siebte Season gedreht wurde, der klicke bitte hier. Embrace yourself, tourists are coming.

#Mophie

  • Alan Taylor, Regisseur (S07E06) über Arya und Sansa: „I love the fact that these two come back, they’re both lethal, and I just wanted to give the impression, as much as possible, that one of them is going to die. But you’re not sure which one.“ Bedeutet dies tatsächlich, dass entweder Sansa oder Arya sterben wird? Und weiter: „Something is coming very soon between them, and it will be violent but surprising.“ Und ich hoffe sehr, er meint damit den Tod Littlefingers.
  • Everyone falls in love with Arya: Jon, Tyrion – und sicher noch eine Menge anderer, ginge es nach einer frühen Version von ASOIAF, welches ursprünglich eine Trilogie hätte sein sollen. Ob die Fertigstellung dann auch so lange gedauert hätte?
  • Diese hätte sich übrigens auf Bran, Tyrion, Arya, Daenerys und Jon fokussiert. Jaime hätte Joffrey den Thron gestohlen, Joffrey Jon auf dem Schlachtfeld getroffen und Drogon hätte Daenerys Bruder getötet, woraufhin sie ihren Drachen getötet hätte. Wtf? Wer denkt sich sowas aus? Die armen Drachen.. Zuviel „hätte“ in zu kurzer Zeit.
  • Wenn also das oben genannte Quintett für die erste Vorlage wichtig war und auch in der Serie eine nicht mindere Rolle spielt, so könnte es nahe liegen, dass es tatsächlich Sansa ist, die den Stark-Tod in dieser Season geben darf? Oder ist dieser mit Uncle Benjen bereits abgehakt? RIP Benjen Stark.
  • Anderer Zugang: Könnte es nicht sein, dass Arya sich so seltsam verhält, weil sie will, dass Sansa sich an das Wolfsrudel erinnert und sich diesem zuwendet, anstatt Littlefinger (so gut sie ihn auch kennen und einschätzen mag) mit einzubeziehen? Arya muss also ihre Schwester davon überzeugen, dass die Familie immer zuerst kommt. Ein Spiel innerhalb des Spiels. Und in dem sie ihr den Dagger gibt, könnte es bedeuten, dass es nun Zeit ist Loyalität für die richtige Seite zu beweisen. Hier die Original-Theorie auf Reddit.
  • Die Gesichter, die Arya dabei hatte waren Walder Frey und ein Gesicht, das weniger zu identifizieren ist.

Next

  • Die Annahme, dass sich bei Jons Schwert „Longclaw“ das Auge verfärbt sei falsch: „The eyes are just a peice of crystal, you can see when his glove is particularly behind it only half the eye turns dark, the fills out when his hand is directly behind the handle“ (Thx Reddit). Es ist unglaublich woraus man Klicks generieren kann. Ich würde auch gerne für sowas bezahlt werden.
  • Was sich in den letzten Seasons etwas störend auswirkte und einen Dorn-esken Effekt annimmt, trifft hier auch Yara, Theon und Euron. Kurz eingeführt, bleiben ihre Rollen auf der Strecke und niemand hat sie je wieder gesehen. Wie wird es sich also im Finale verhalten? Welche Rolle werden Yara, Theon und Euron spielen?
  • Wenn die Rechtschaffenden von GoT nicht bereits zugegeben hätten, dass sie ein wenig mit der Zeit getrickst und geduldig gewesen wären, bis ein kluger Fan ihnen eine Antwort liefert, dann wäre folgendes dabei heraus gekommen:
    • „It took about five days for word to get to Dany and for her to get back to them. Which is about how long it would take for the ice to freeze enough to support the army of wights. […] The trip from Castle Black to Winterfell is about 600 miles (a little farther from East watch), a raven going full speed (28mph) could probably make that trip in a little over a day.
    • From Winterfell to King’s Landing is about a thousand miles according to Cersei in S5E6, so it would be about the same maybe a little more from Winterfell to Dragonstone. So let’s say it takes the raven four days to get to Dragonstone.
    • Dragons on the other hand, I couldn’t find much info about how fast they can go. So for the sake of argument let’s say they top out with a rider at about 175 mph. So that’s about a 12-hour flight straight to Snow Team 6. So the overall time it takes Danny to get to Jon, is about 5 days. This makes sense considering that they had to wait for the ice to freeze over the lake again.
    • Considering that the ice had to support a huge hoard of wights, the ice would have to be around 8 inches thick. Assuming an average temperature of 10 °F (they’re not that far north) the ice would be growing at 1.5 inches per day. This works out to 7.5 inches of ice. Guys, the math works out.“

#Jonerys: A Song of Ice and Fire

Ja, ich weiß, dass Jon das Minnelied von Feuer und Eis ist, trotzdem. Nach und nach werden Fans mit Wortfetzen von GRRM oder irgendwelchen Produzenten, Regisseuren oder dergleichen geködert, besänftigt und wieder angespornt: Wird die Romanze passieren? Wird sie? Darf sie? Soll sie? Wird sie?

  • Matt Shakman, verantwortlich für S07E04: „In the cave scene, where Jon takes Daenerys to take the cave markings, I think there is a lot of subtle chemistry happening there between the two of them, and even just Daenerys taking that tiny step forward to Jon before she asks him to bend the knee. There’s a lot of tension in that that I think comes from just two great actors in that darker, more intimate location.“ Und Alan Taylor: „But yeah, it’s gonna happen.“
  • Jon und Daenerys sollen doch noch Kinder zeugen können: “Only death may pay for life“ sagte die Hexe zu Daenerys, als sie versuchte Khal Drogo zurück zu bekommen. In diesem Falle könnte der Tod von Viserion darauf hindeuten, dass Daenerys vielleicht doch in der Lage ist einen reinblütigen Erben zu zeugen. Thx Reddit.
  • Vielleicht auch interessant: Daenerys und Jon sind mehr als nur „Tante“ und „Neffe“ – dadurch, dass Daenerys aus einer Inzest-Linie stammt, sind sie sich näher, als gewöhnliche Tanten und Neffen. Aber das stört uns nicht weiter. Thx Reddit: „This means Jon and Dany share 44% of their DNA. Genetically, they are closer to being full siblings than to being aunt/nephew.“

Drachenreiter

  • Dass Drogon, der größte und widerspenstigste Drache, Daenerys persönliches Reittier bleiben wird ist klar. Benannt nach ihrem ersten Mann Khal Drogo, war es Drogon, der in Season 1 auf Daenerys Schulter kletterte und der erste, dem beigebracht wurde auf Kommando Feuer zu speien. Er wurde zweimal verletzt und musste im Gegensatz zu den anderen nicht im Keller verweilen. Das war einer der wenigen Momente, wenn nicht der einzige, in denen ich Daenerys nicht mochte. Sicherlich, hätte sie die Drachen nicht in den dunklen, kalten Kerker gesperrt, hätten die Menschen sie getötet. Arme Drachen. Wer denkt sich sowas aus?
  • Nachdem Rhaegal nach ihrem ältesten Bruder und Vater von Jon benannt wurde, liegt es Nahe, dass Jon sein Reiter wird.
  • Eine Theorie besagt, dass Jon deswegen nicht auf Drogon aufgestiegen ist (nicht, weil er unbedingt den Held spielen muss, und den anderen Rückendeckung gab während sie auf Drogons Rücken kletterten), sondern aus dem einfachen Grund, dass er einst Rhaegal reiten wird und die Reiter offensichtlich nur immer einen Drachen reiten.
  • Vielleicht ist es keine gute Idee, das Überleben eines geliebten Kindes zu sichern, in dem man es nach dem Bruder benennt, der einen an die Dothraki verkaufte und eigentlich mehr Feind als Freund war. Viserion soll im Buch ein ruhiger Drache gewesen sein, der, während die anderen jagen gingen, an der Seite von Daenerys geblieben sei. Nachdem der Night King sich Viserion bemächtigte, muss der Eisdrache seinem neuen Schöpfer dienen – oder darf endlich an erster Stelle stehen. Je nach dem wie man es sehen möchte.

How about Ice Dragons?

  • The Ice Dragon“ ist eine Geschichte von GRRM, eine Lektüre für Zwischendurch, die 20 Jahre vor „A Song of Ice and Fire“ geschrieben wurde. Ob es zwischen den beiden eine Verbindung gibt ist unklar, aber zumindest gibt es die Idee der Eisdrachen. Eines guten Eisdrachen, der gegen die bösen Feuerdrachen kämpfte.
  • Er beschreibt die Eisdrachen folgendermaßen:

„The ice dragon was large, half again the size of the scaled green war dragons that Hal and his fellows flew. Adara had heard legends of wild dragons larger than mountains, but she had never seen any. Hal’s dragon was big enough, to be sure, five times the size of a horse, but it was small compared to the ice dragon, and ugly besides.The ice dragon was a crystalline white, that shade of white that is so hard and cold that it is almost blue. It was covered with hoarfrost, so when it moved its skin broke and crackled as the crust on the snow crackles beneath a man’s boots, and flakes of rime fell off.Its eyes were clear and deep and icy.“

  • In ASOIAF gibt es die Nennung ebenfalls: „The wind was gusting, cold as the breath of the ice dragon in the tales Old Nan had told when Jon was a boy.“ Und: „The road beneath the Wall was as dark and cold as the belly of an ice dragon and as twisty as a serpent.“ Und „The wind was blowing from the east along the Wall, cold as the breath of the ice dragon in the tales Old Nan used to tell.“
    Und in „A World of Ice and Fire“: „Yet the smallfolk of Winterfell and the winter town have been known to claim that the springs are heated by the breath of a dragon that sleeps beneath the castle.“
  • Davon abgesehen, überlegten Fans, ob sich nicht innerhalb der Wall ein Eisdrache befände, auf das Zitat aus ASOIAF Bezug nehmend. Demzufolge würde der Eisdrache leben, wenn das Horn die Wall einreißt.
  • Aber Eisdrachen sind keine Zombiedrachen. Und ein Wight Drache ist etwas anderes als ein White Walker Drache.

Even more Dragon Stuff

  • Wusste der Night King, dass Jon sich in den Norden begibt und Daenerys diesen mit drei Drachen retten wird? Reddit? Ergäbe Sinn, warum sonst sollten Wights vier große Ketten mit sich herum tragen. Aber da, wie schon bestätigt, ein wenig am Zeitrad gedreht wurde, damit alles in akzeptabler cinematografischer Abfolge passieren kann, könnte es auch sein, dass die Ketten eine lange, lange Zeit später erst zum Zug kamen. Tage. Vielleicht auch Wochen.
  • Oft wird auch damit geworben, dass die Wights Jon und Co. einfach überwältigen hätten können – man übersieht jedoch, dass sie erst einen Schritt weiter gingen, als the Hound einen Stein warf – und damit demonstrierte, dass das Eis mittlerweile wieder gefroren ist. Naja.
  • Wie tötet man einen White Walker Drachen? Warum wollen alle Leute Drachen töten? Was ist nur los mit den Leuten? Viserion ist kein Wight-Drache, denn der Night King hatte ihn berührt, das Auge verfärbte sich blau. Nun: White Walker können nicht mit Feuer getötet werden, und so ist Viserion auch Immun gegen das Feuer seiner Brüder. White Walker können mit Dragonglass zerstört werden, aber Dragonglass wird mit dem Feuer eines Drachen geschmiedet und so könnte es sein, dass es bei Viserion weniger Wirkung zeigt. Die einzige Möglichkeit besteht also darin, den Night King zu töten – da offenbar alle mit diesem Borg-esk verbunden sind. Aber da dieser vermutlich erst in der 6. Folge der 8. Season stirbt, gibt es vermutlich noch viel für Viserion zu tun.
  • Wie speien Drachen Feuer?
    • „Unlike what you’ll see in the movies, not everything that’s flammable is always explosive. It matters how that flammable substance is interacting with the elements around it. For example, if you throw a match into a bucket of gasoline (don’t), it wouldn’t explode. The gasoline needs a certain amount of oxygen to ignite, and so only the surface of the gasoline, where the vapor is mixing with the air, would be set ablaze. This stoichiometry–the calculation of relative quantities of reactants and products in chemical reactions–is the reason why gasoline is aerosolized in your car engine. It wouldn’t ignite otherwise.“
    • „When Viserion’s neck erupts in flames, the same process is taking place. The spear must be piercing wherever the pressurized gas is held, which, because of that pressure, pushes itself into the surrounding atmosphere. Now in a ratio with oxygen that allows for combustion, the fire already in the air around Viserion ignites the gas evacuating the puncture, and there’s a conflagration. Poor dragon.“

R.I.P Viserion

Huynh Thi Nhu Y

„Viserion flapped at her and tried to perch on her shoulder, as he had when he was smaller. „No,“ Dany said, trying to shrug him off gently. „You’re too big for that now, sweetling.“ But the dragon coiled his white and gold tail around one arm and dug black claws into the fabric of her sleeve, clinging tightly. Helpless, she sank into Groleo’s great leather chair, giggling.“ („A Storm of Swords“)

 

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„Game of Thrones“, S07E06

Hätte ich nicht in etwa gewusst, was mich erwartet.. immerhin hat das Kissen, dass ich fest umkrallte, überlebt. Meine Güte! Es war eine dumme, dumme Idee in den Norden zu gehen, und wir alle wussten es. Helden, die sich alle zu übertrumpfen versuchen. Kein Wunder, dass dabei sowas heraus kommt. Und dennoch führte diese dumme Idee zu einer notwendigen Erkenntnis. It’s a bittersweet symphony.

Spoiler! und Emotionen.

But first things first

Die Spannungen zwischen Daenerys und Tyrion spitzen sich zu. Er sei zwar kein Held, aber tapfer – und das ist gut so, denn Helden tun dumme Dinge und sterben dabei.

Sofern Daenerys sich entschließt mit drei Drachen und zwei Armeen in King’s Landing einzufliegen, sollte das mit Ruhe geschehen: „If we want to create a new and better world, I’m not sure deceit and mass murder is the way to start.“ Vor allem auch, da Daenerys mit der Regentschaft aus Furcht und Angst brechen möchte.

Tyrion will sicher gehen, dass Daenerys bei dem geplanten Treffen mit Cersei, die sicherlich die eine oder andere Falle stellen wird, nichts „impulsives“ tut. Aha? Daenerys: „When have I lost my temper?“ Tarlys? „That was not impulsive, that was necessary.“ Vielleicht? Oder auch nicht. Vielleicht brauchten sie nur Zeit und eine dunkle Zelle. Übernimmt er jetzt Partei für seine Familie? Natürlich. Tyrion ist ein Stratege, so wie Varys und Lord Baelish. Man muss sich in die Lage seiner Feinde versetzen, um zu wissen, wie sie denken, wie sie handeln und reagieren – um sie zu gegebener Zeit entthronen zu können.

Die Welt die Daenerys erschaffen möchte, wird nicht von heute auf morgen passieren, oder gar übermorgen. Es ist wichtig zu wissen, wer ihr Werk fortführen soll, wenn sie keine Kinder bekommen kann. Wer sitzt nach ihrem Tod auf dem Thron? Sie sollte auf lange Sicht planen. Daenerys verliert allmählich die Geduld und will das alles nach ihrer Krönung diskutieren. Sowieso, wenn sie nicht auf lange Sicht geplant hätten, hätten sie Dorne und High Garden nicht verloren.

Und da gebe ich ihr uneingeschränkt recht. Natürlich würde ich mich zuerst um die Machtergreifung kümmern und dann um die Nachfolge. Sofern es tatsächlich stimmt, und sie keine Kinder bekommen kann, ist es einerlei wer zum Nachfolger ernannt wird, solange dieser nur ihre Ansichten teilt und das Werk fortführt.

Arya und Sansa: Anger and Fear

Arya erzählt eine Geschichte aus Season 1 – wie Ned ihr damals applaudiert hatte, als sie mit Pfeil und Bogen die Mitte traf. Sie tat etwas, was ihr nicht zustand, aber da er lächelte, konnte es nicht so falsch sein. Die Regeln sind falsch. „Now he’s dead, killed by the Lannisters, with your help.“ Sie zückt den Brief. Aber Sansa tritt ihr entgegen. Jon hatte the Battle of Bastards bereits verloren, und erst als die Knights of the Vale einritten, konnte die Schlacht zu ihren Gunsten entschieden werden. Wegen ihr (beziehungsweise Littlefinger) fiel Winterfell zurück in die Hände der Starks.

Nebenbei erwähnt, bekam Sansa eine Einladung aus King’s Landing. Sie schickt Brienne und bespricht sich folgend mit Littlefinger und erkennt etwas wichtiges: Die Lords des Nordens sind biegsam wie Blätter im Wind. Ihre Loyalität fällt und steht mit ihrem Stolz. Sansa fürchtet, dass Jon keine Armee mehr haben wird, wenn er zurück kehrt. Lord Baelish Stimme könnte nicht noch mehr gehaucht sein, denn dann würde nur mehr Rauch aus seinen Kehlen dampfen und er rät dazu, Brienne auf Arya anzusetzen, die allmählich zu einer Art Gefahr werden könnte. Tatsächlich?

Arya hat diese Episode ein gutes Spiel. Sansa sucht in ihrem Zimmer nach Hinweisen und findet die Gesichter. Angewidert frägt sie Arya was das sei und diese antwortet: „My faces.“

Sie beide wollten schon immer was anderes sein, als sie eigentlich sind: „The world doesn’t just decide to let girls be what they want to be.“ Sansa eine Königin, neben einem jungen König auf dem eisernen Thron und Arya eine Kriegerin. Durch die Gesichter kann sie sein, wer sie möchte und wann sie möchte. Wäre es nicht nett, Sansa zu sein und hübsche Kleider tragen zu können? Sie zückt den Dagger, reicht ihn ihr und verlässt das Zimmer. Man bekommt Mitleid mit Sansa. Es beschleicht das Gefühl, dass Aryas Spiel tiefer ist, als wie es zunächst erscheinen mag.

In the North

Tormund: „I can breathe again, down south the air smells like pig shit.“
Jon: „You’ve never been down South.“
Tormund: „I’ve been to Winterfell.“
Jon: „That’s the North.“

Gendry hatte noch nie Schnee gesehen und für Tormund liegt Winterfell im Süden. Er erwähnt Mance und wie viele Leute seines Stolzes wegen sterben mussten. Es wird über Gott und die Welt geredet, und jeder hat seine Geschichte zu erzählen. Jorahs Vater gab Jon das Schwert, er möchte es aushändigen, aber Jorah gibt es ihm zurück. Was ist mit Lyanna Mormont? Eigentlich wäre es ihr Schwert.

Tormund und The Hound finden heraus, dass sie eine gemeinsame Bekannte haben, die Zuhause auf ihn wartet: Brienne von Tarth, „the big woman“, a beautiful women. „I want to make babys with her […] great big monsters, they’ll conquer the world!“ Lasst Tormund am Leben!

„Death is the enemy, the first enemy and the last.“ The enemy always win. Und dieser muss ständig bekämpft werden. Nicht lange auf sich warten lassend, taucht er in Gestalt eines Wight-Bären auf. Thoros wird nieder gerissen und darf das Feuerschwert am eigenen Leibe spüren. Sechsmal hat er Beric wieder zum Leben erweckt. Er lebt fortan sein letztes Leben.

Nach einem Marsch, nicht weit hinter der Wall treffen sie auf die ersten Wights, der Kampf entbrennt und alsbald Jon den zugehörigen White Walker zerschmettert, sterben auch alle anderen. Das auserwählte Opfer wird Mundtot gemacht. Danach geht es schnell. Eine Army of the Dead ist ihnen auf den Fersen. Gendry wird zurück zur Wall geschickt um einen Raben nach Dragonstone zu senden. Mit letzter Not können sie sich auf einen kleinen Vorsprung im Eis retten. Dass Gendry sich in den Schneemassen, die er bis jetzt noch nie betreten hatte, nicht verirrt, wunderte mich etwas. Kurz vor der Wall bricht er zusammen.

NOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO!!!

The Hound, offenbar gelangweilt, wirft einen Stein nach dem anderen. Bis das Eis nicht mehr bricht. Die Toten umzingeln sie, namenlose Wildings (of House Redshirt) sterben den Heldentod im Kampf.

Und plötzlich fliegt Daenerys ein, Grau-weiß gekleidet wirkt sie wie die Eiskönigin selbst. Sie ist es, die die glorreichen Sieben, the Suicide Squad of Westeros, in der letzten Sekunde rettet. Deren Drachen mehrere Wights zerstören und die ihr eigenes Leben und das ihrer Kinder gefährdet um Jon und den Beweis für Cersei in Sicherheit zu bringen.

Drogon, Viserion und Rhaegal brennen alles nieder. Die Musik! Als es Zeit ist, Drogon zu besteigen glauben die Helden sich messen zu müssen und kämpfen weiter. Und weiter. Und weiter. Ein Kampf bei dem man weder Freund noch Feind voneinander unterscheiden kann.

Der Night King zückt einen eisigen Speer. Jon glaubt er müsse noch die letzten Wights erledigen. Meine Güte! Soviel Dummheit! Der Speer trifft Viserion in die Schulter. NOOOOOOO!!!! Er verliert Feuer und Blut und kracht zu Boden. NOOOOOO!!!! Nach und nach verschwindet er im Eisloch. NOOOOOOO!! Rhaegal flieht. Jon wird von zwei Wights gepackt und in die Tiefe gerissen. Wäre er gleich auf Drogon aufgestiegen, hätte Viserion nicht sein Leben lassen müssen. Daenerys blickt hinunter. Der Night King zückt den nächsten Speer. Sie fliegt weg und lässt Jon, der versunken ist, zurück.

Sie alle reiten auf einem Drachen. Sie pfählen den Wight auf Drogons Rücken und Ser Jorah verliert den Halt als Drogon dem zweiten Speer ausweichen muss. Aber sie schaffen es. Und es wäre nicht Jon Snow-garyen, wenn er dem Tod nicht auch ein x-tes mal entgehen könnte. Erneut, das Wasser in Westeros muss eine andere Zusammensetzung haben. Benjen Stark, der immer noch hinter der Wall verweilte, rettet ihn und gibt ihm Pferd und Leben. Benjen Out. RIP Benjen Stark – das wäre dann wohl der Stark-Death in Season 7.

Nur ein Drache fliegt in der Luft. Ein Drache! Wo ist Rhaegal? Mit einem halbtoten Jon auf dem Rücken erreicht das Pferd die Wall. Die armen Drachen :( Nehmt ganz Westeros, aber gebt mir Viserion, Lady und all die anderen Tiere zurück!

A Song of Ice and Fire

Der Wight wird in ein kleines Boot gesetzt. Jon und Daenerys befinden sich unter Deck eines größeren Schiffes. Jon, der eben aufwacht und Daenerys, die ihn ansieht, entschuldigt sich sogleich. Er weiß, dass sie sich in Gefahr brachte, um Alliierte und deren Freunde zu retten. Sie ist nicht wie der Mad King. Sie ist besser. Der Dialog, der folgt, bestätigt Daenerys als anerkannte Queen von Westeros.

Es tut ihr Leid. Ihm tut es Leid. Er bereut es gegangen zu sein, die gesamte Idee. Aber sie nicht. Die Drachen sind ihre Kinder, die einzigen, die sie jemals haben wird, aber sie musste es sehen und sie wird mit ihm kämpfen. Er drückt ihre Hand und nennt sie Dany, wie ihr Bruder. Keine so gute Idee. Wie wäre es mit „My Queen?“ (Bin ich die einzige die für einen Moment dachte, er macht ihr eine Art Antrag?). Sie nimmt seine Hand. Er würde ja das Knie beugen, wenn er nicht gerade im Bett liegen würde, den Oberkörper entblößt. Was ist mit denen, die ihm folgen? Die werden auch ihr für das folgen was sie ist. „I hope I deserve it“ sagt sie und Jon antwortet: „You do“ und greift ihre Hand fester. Die Blicke! Ihre Blicke! Seine Blicke! Und als sie die ihre ihm entziehen will, da hält er sie zurück. Endlich sehen wir an ihrem und seinem Blick, was wir uns alle erhoffen und wünschen und was von Anfang an unausweichlich war: Sexual Tension!

Wehe Bran kommt dazwischen. Wir wollen, ich will, dass diese Romanze passiert, auch wenn Jon zu klein sei. Und auch wenn sie verwandt sind. Who cares! Selbst Tyrion sah es bereits, wie er sie ansah. Ser Davos sah es. WIR sehen es! Noch eine Folge und dann ein gesamtes Jahr(!) warten. Ein Jahr! Sie sind noch nicht einmal gedreht!

Soviele Emotionen. Die armen Drachen.

Artist: Unknown.

 

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Woche #2508

Ist es normal, dass Schildkröten in öligen Gruben schwimmen? Mit der öligen Grube ist ein künstlich ausgehobenes Loch gemeint, welches daraufhin mit Wasser gefüllt wurde. Also genau genommen, nennt man den Teich stattlich „Baggersee“. Er kann sich bis auf 24° erhitzen und bietet Enten wie Schwänen ein wohliges Zuhause. Gegen Ende des Sommers wird der schimmernde Ölfilm dank Sonnencreme immer dicker und dicker und dicker. Gestern erblickte ich eine Schildkröte, die ihren Kopf aus dem Wasser reckte. Da das Thermometer heute wieder über 30° klettern soll, werde ich mich vergewissern ob sie immer noch da ist.

Nachtrag: Barry, die Schildkröte (so nannten wir sie) ist noch da. Und ein kleiner Junge erzählte uns, dass Barry auch eine Schildkröten-Familie habe und seit Jahren im See lebt. Mir fiel tatsächlich eine Last von der Schulter. Aber warum sah ich Barry nicht schon öfters?

Bücherwürmer sind real! In diesem Falle war es eine Raupe, die glaubte, zuerst auf meinem Hals und dann auf meinem Buch Platz nehmen zu wollen. Ich setzte sie wieder in der Natur ab und bemerkte erneut, wie gefährlich es für kleine Käfer und Raupen ist. Soviele Gefahren! Spinnen! Vögel! Große Käfer! Die Kekse stammen noch aus dem letzten Frankreich-Besuch. Das Buch, der zweite Teil Neapel-Saga von Elena Ferrannte erregte weiterhin nur Kopfschütteln. Die letzten 80 Seiten lasen Madame (8) und ich uns am Telefon gegenseitig vor.

Gefahren gibt es auch für Mäuse, denn in meiner Nachbarschaft gibt es viele Katzen. Eine davon schielt. Eine andere ist ein alter Herr namens Bruno. Bruno, sicherlich schon über 12, auch bekannt als „Mausschlächter“, bringt jeden Tag eine Maus mit und isst sie auf. Vor wenigen Tagen beobachtete ich die schielende Katze, wie sie einer Maus nach jagte. Allerdings tötete sie sie nicht. Sie war wohlauf und versuchte der Katze zu entkommen. Das Schauspiel ging ca. 20 Minuten. Ich überlegte, ob ich die Maus retten sollte. Vielleicht war es Mrs Brisby, die immer die Kerne die ich für die Vögel raus werfe, auffrisst. Wer weiß. Jedenfalls beobachtete ich das Schauspiel. Irgendwann hatte sich die Maus, die sicherlich nicht Mrs Brisby war, in einer Hecke verkrochen. Ich glaubte sie sicher. Die Nachbarn vermuteten sie in einem Loch in der dahinter gelegenen Mauer. Da kam Bruno seines Weges, beobachtete die kleine schielende Katze, wie sie ab und an noch nach der Maus tappte und setzte sich hin. Beobachtete das Szenario kurz und mit einem Sprung war die Maus in seinem Maul, zappelnd und bald tot. Ich hätte sie retten sollen als ich noch konnte.. Aber es ist Natur! werden die einen rufen. Aber die arme Maus! sagen die anderen.

Leidet noch wer unter Rückenschmerzen? Krumme PC Menschen tun dies in der Regel. Der Hals nach vorne gestreckt, der Rücken gebeugt, da nützt kein ergonomischer Sessel mehr und nichts. Nun gut, tägliches Training und Übungen und natürlich der feste Vorsatz, weniger Zeit vor dem PC zu verbringen. Aber schon zu früheren Zeiten mussten die Menschen unter Rückenschmerzen gelitten haben. Selbst bei der Feldarbeit war man krumm, und auch der Sammler krümmte sich über seine Nüsse und Beeren. Stellt sich die Frage warum? Aber es muss etwas mit Katzen zu tun haben. Warum auch sonst sollte sich der Rücken in eine für das flauschige Getier perfekte Lage bringen? Der Mensch, ewiger Sklave der Katze. Vielleicht ist es auch nur eine weitere Idee der Katzen die Menschheit auszurotten – wobei, wer öffnet ihnen dann die Dosen?

Achja: Taylor Swift’s neue Single ist seit gestern da. Ich bin gespannt was die Punkrock-Gemeinde auf YouTube damit anstellen wird. Der Song macht stellenweise einen interessanten Eindruck und erinnert tatsächlich etwas an „I’m too sexy“ von Right Said Fred aus dem Jahre 1991. Lassen wir die 1980er nun hinter uns? Wenn schon die 90er, dann bitte keine Silberhosen und Plateauschuhe mehr.

 

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