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„The Walking Dead“, S07E11

Immer noch eine Folge hinten dran.

Nein, wir erfahren in dieser Folge nicht, wie es mit Rick und den Schrottplatzkids weiter geht und nein, wir erfahren noch nicht, ob Tara das Versteck der Amazonen preisgibt, und nein, wir erfahren nicht, wie sich der König schlussendlich entscheiden wird. Diesmal erfahren wir, wie es Eugene ergangen ist.

So wie es aussieht, hat Negan Verwendung für den notorischen Lügner. Alsbald er sich in einer Situation befand, die ihn entlarven hätte können, gibt er sich als mehrfacher Doktor und Mitglied des Human-Gene-Experiment zu erkennen. Doctor Smartypants! Negan hat auf jeden Fall Verwendung für ihn. Ein gemütliches Zimmer mit Bett, Spielkonsole, Microwelle und einem gefüllten Kühlschrank darf er nun zur Gänze sein Eigen nennen. Ob es Hummer gibt? Nein, aber Essiggurken. Was lernen wir daraus? Lernt etwas anständiges oder zumindest zielsicher zu Lügen, dann hat auch der Diktator von Nebenan im Zweifelsfall Verwertung für euch.

Eugene macht währenddessen mit dem Negan-Kollektiv Bekanntschaft und verbringt einen Abend mit drei von Negans Frauen – die ihm beim Computerspielen zu sehen. Sie bieten sich ihm an, aber er verzichtet darauf. Trotzdem, ist es seine Nacht und er zeigt ihnen ein Experiment. Jubelfreude. Später besuchen sie ihn erneut und bitten ihn um Hilfe. Sie beide hätten sich dafür entschieden, Negans „Frauen“ zu sein, aber Amber* gehe es nicht gut. Wir sahen sie trinken und weinen. Sie bitten um Suizidtabletten. MacGyver-Eugene lehnt zunächst ab, willigt dann aber doch ein. Im Camp selbst lügt er erneut, er sei Negans Beauftragter und nimmt sich was er für brauchbar hält oder auch nicht und krallt sich zuletzt ein Stofftier, mit dem er ab sofort stets herum läuft. Also irgendwie wirkt er mittlerweile sympathisch. Negans Frauen besuchen ihn erneut, aber er sagt, dass die Pillen mittlerweile für Negan seien und ich dachte mir: Warum nicht? Opfere die Leute im Camp, die Leibeigenen und all die Negans für einen guten Zweck. Ein kleiner Outbreak könnte vielleicht Wunder wirken und die Zahl an Negans dezimieren. Unethisch, ja. Aber es könnte funktionieren.. Opfere 164 Menschen um Tausende zu retten? Und der zweite Gedanke: Wenn es Negans Frauen sind.. Spitzel? Hallo? Irgendwer?

Gegen Ende bekommt er Besuch von Negan persönlich. Wer er sei? Negan. Und das Internet shitstormed: Hochverrat! Verräter! Wie kann er nur! Töten lassen solle er sich. Bad Eugene. Bad! Eugene versucht eben zu überleben. Das täten wir alle. Wir sind keine Ricks, keine Daryls oder Carols. Wir wären Eugenes. Und was lernen wir daraus: Schaut euch ausreichend MacGyver und die ScienceBusters an und beeindrucket im Falle einer Apokalypse den Diktator von Nebenan.

Und auch von Dwight sehen wir mehr. Dwight, der Mann mit dem verbrannten Gesicht, der selbst in Genuss von Easy Street… And it feels so sweet.. Cause the world is but a treat.. When you’re on easy street kommt. In seinen Sachen, die Daryl unordentlich zurück gelassen hatte, findet er später die Notiz, auf der „Go now“ steht. Die Notiz stammt von Sherry, die ebenfalls weg ist. Dwight wird hinaus geschickt, um sie zurück zu bringen. Schnurstracks sucht er das Haus auf, in dem sie sich immer wieder finden wollten. Er bringt Bier und Brezeln mit. Sherry ist nicht da, aber sie hat einen Brief hinter lassen. Warum sie Daryl raus gelassen hat? Weil er sie an Dwight erinnerte, wie er einst war und „and I wanted to let you forget.“ Sie fügt hinzu: „Sorry that I made you into what you are“ – Dwight allerdings – und so meine Herrschaften, sieht vermutlich wahre Liebe aus – lügt gegenüber Negan und sagt, er hätte sie getötet. Zum Schluss wird der Doktor, der ständig Fragen stellte, ins Feuer geworfen. Er hätte Daryl befreit und anstatt das Oldschool-Bügeleisen aufs Gesicht gepresst zu bekommen, verschwindet er im Ofen.

Am Ende sind sie wohl beide, Eugene und Dwight, Negan. Sie stellen sich vor, aber es bleibt dabei: „We’re Negan“.

* Die Namensvielfalt macht mich wahnsinnig..

Fazit: Joa.. Es tut sich was. The Show must go on..

Dafür einen Link: Just Crazy Enough To Work: All The Best ‚Walking Dead‘ Fan Theories In One Place (moviepilot.com)

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„The Walking Dead“, S07E09 und S07E10

The Walking Dead meldet sich zurück.

Ein Zombie für ein Königreich

Alles in allem geht es mittlerweile darum, das Königreich auf die Seite der Aktiven zu ziehen, und auch der König merkt, es wird knapp. Negan will immer mehr und in immer kürzeren Abständen. Die Bewohner von Hilltop haben sich quasi unter Maggies Führung dazu bereit erklärt, Widerstand zu leisten. Wurden Rick und Co. in der 9. Folge noch von Jesus dem König vorgestellt, geht es in der 10. darum, diesen für sich ein zu nehmen. Aber der König, der dieses Königreich für die Menschen erbaut hatte, hält nichts davon mit Rick gegen Negan in den Krieg zu ziehen. Er hatte schon genügend Leute in den Tod geschickt, damit hätte er abgeschlossen. Der Tiger faucht. Daryl wird Audienz gewährt, und somit bekommt der „sexiest redneck alive“ wieder etwas mehr Screentime. Es wurde aber auch Zeit.

Die gesamte 9. Folge wird von seltsamer Stimmungsgeladener Musik begleitet, die das Mid-Mid-Mid-Winter-Season Finale aus- und den Endspurt einleitet. Kinder üben im Hintergrund den Umgang mit dem Bogen, Soldaten laufen ihre Runden. Das Königreich wirkt einfach strukturiert und ordentlich, es wird gegärtnert und es macht nach wie vor einen sehr soliden und friedlichen Eindruck. Ob das am Tiger liegt?

Zu Beginn der 10. Folge demonstrieren die Saviours erneut ihre Macht, es bauscht sich ein Konflikt auf und Richard, der Mann mit dem kleinen Wagon, der auch schon Carol versuchte zu überreden, ihm zu helfen, provoziert. Morgan wird am Ohr verletzt und verliert seinen Stock.

Daryl erkundigt sich nach Carol, ob sie hier gewesen war und wenn sie hier wäre, dann würde die Situation anders aussehen. Morgan bejaht, und genau deswegen sei sie gegangen. Uns wird erst jetzt bewusst: Carol weiß von nichts. Nichts von Glenn oder Abraham, gar nichts.

Richard leiht sich derweil Daryls Hilfskraft aus, um einige der Saviours abzufangen und zu töten. Und wenn sie versagen, es gäbe nur ein Haus mit einer Frau, die aber sowieso bald sterben würde. Die Szene wird emotional und Daryl frägt, wie die Frau hieße. Nach etlichen Sekunden der Spannung und Wiederholungen, fällt der Name: Carol.

Carol und ein unerwartetes Wiedersehen

Carol trifft im Wald auf den kleinen Benjamin, der sich dem Kampf gegen Negan anschließen will und versucht, den König zu überreden. Carol meint, er solle nicht hier herum rennen, er könnte noch getötet werden, sie habe ihn schon vor Ewigkeiten gehört. Und schon wieder bekommt sie Essen. Irgendwie glauben die Leute, sie schaffe es nicht alleine. Eine arme Frau, alleine im Wald. Benjamin bespricht sich mit dem König und erneut wird darauf hingewiesen, dass es sehr wohl einen Grund gibt, warum Carol es vorzieht alleine am Stadtrand zu wohnen. Es ist eigentlich eine tragische Geschichte.

Das lang ersehnte Wiedersehen zieht sich bis zum Ende der Folge hinaus. Daryl klopft. Es folgt eine kurze Umarmung. Warum sie ging? Sie möchte niemanden mehr verlieren. Carol macht Abendessen und erkundigt sich, wie es den anderen geht. Daryl schweigt. Oder zumindest lässt uns die Dramaturgie glauben, dass er schweigt. Denn eine Minute zu lange und man würde die Tatsachen erahnen. Aber er lügt. Allen geht es gut. Und sie ist glücklich. Sie ist erleichtert. Wenn sie nur wüsste.. Er verlässt ihr Haus. Hält inne. Kehrt zurück und sie umarmen sich.

Gegen Ende der Folge verlässt Daryl das Königreich, dass ihm Asyl gewährte. Zuvor hatte er sich mit dem Tiger angefreundet. Er sei außerordentlich gut mit ihr, und der König wäre beeindruckt. Aber Daryl geht.

Jadis und die Schrottplatzkids: „We take, we don’t bother“

Zu Beginn der 9. Folge sehen wir, wie der Priester das Lager ausräumt und davon fährt. Der Beifahrer lässt sich nur mit einem kurzen Blick erhaschen und das Internet spekulierte sogleich wer oder was das wohl gewesen sein könnte. Mittlerweile wissen wir, es ist die Gruppe um Jadis und die Schrottplatzkids.

Und sogleich denkt man sich: Warum müssen sich Leute in Post-Apokalyptischen Filmen immer dementsprechend kleiden? In Lumpen gehüllte Bewohner des Schrottplatzes, die seit Anbeginn des Outbreaks zusammen waren, stellen sich Rick und der Gruppe entgegen.

„We own your lives“ sagte sie, als sie am Ende der 9. Folge gefangen genommen werden. Rick aber sagt: „The saviours own our life.“ Und wenn sie diesen in die Quere kommen.. dann.. Aber es gibt einen Weg: „Join us.“ Aber Jadis lehnt ab. Übrigens hatte Jadis nur darauf gewartet, dass jemand das Haus im See ausräumte. Es war von vornherein ihre Beute. Interessant aber, dass Jadis und die Schrottplatzkids noch keine Bekanntschaft mit Negan gemacht hatten.

Der Priester befindet sich bei ihnen und Rick darf seine Fähigkeiten gegenüber dem wandelten Tetanusrisiko zeigen. Er begräbt es unter Müll und durchbohrte sich mit dem stachligen Helm die Hand. Das Internet rätselt ob Rick jetzt ein Zombie wird, ob nicht doch etwas Zombie Blut in seine offene Wunde gelangte. Wer weiß. Aber Rick hatte sich bewiesen und sie willigt ein. „Tell us what you want, we get it“ sagt Rick. Sie will Waffen, „to fight your fight“. Halbe Halbe von dem was Negan besitzt. Ein Drittel. Halbe Halbe. Ein Drittel.

Sehr häufig steht Tara im Bild. Natürlich: Weswegen sonst durfte sie Folgen zuvor, Bekanntschaft mit den quasi Amazonen machen, die Waffen wie andere Nahrung horten und auf alles schießen was sich bewegt?

Fazit: Es tut sich was.

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„The Walking Dead“, S07E08

Mid-Season Finale! Endlich tut sich was: No Cliffhanger and the gang is back together! Scooby Doo!

Carol beweist erneut: Frauen brauchen keine Männer. Sie hat Obst, ein hübsches Haus und kommt gut allein zurecht. Und doch bekommt sie Besuch von Ricks gutem Gewissen, Morgan, mehr noch, sie wollte ihn sehen um zu sagen, dass sie in Ruhe gelassen werden will. Es taucht ein weiterer Mitspieler auf, der sie überreden möchte, sich am Kampf gegen Negan zu beteiligen und sicherlich, eine Frau ist wohl kaum im Kampf geschult. Ich lächelte. Aber nein, sie möchte ihre Ruhe haben. Es sei nicht ihr Kampf. Und ich sähe so gerne wie sie Negan einfach eines über zieht. Und auch Morgan sieht den Frieden durch diese Handlung gefährdet. Der Mann, der kam um sie umzustimmen, sodass sie dem König ins Ohr flüstert, wohnt offensichtlich im Wald, wo er dann auch weinend zusammenbricht.

Während Rick das Haus im See bestiehlt, nicht ganz unbeobachtet wie die Schuhe, die gegen Ende ins Bild stapfen, zeigen, macht es sich Negan in Ricks Zuhause gemütlich. Coooral trägt noch immer keine Augenbinde und Michonne sitzt im Auto der rothaarigen Negan-Frau, merkt jedoch schnell: Negan ist überall. Sie haben keine Chance. Ihre Ansprache später gegenüber Rick ist emotional und gleichzeitig stark.

Im Gegensatz zu Carol und Morgan, die sich aus dem Kampf heraus halten, möchten Maggie, Rosita, Coooral, Sasha und noch viele andere etwas an dem Zustand ändern. Maggie übrigens wird schon als „President of Hilltop“ gehandelt, immerhin weiß sie was zu tun ist und tut etwas. Interessant übrigens, laut Executive Producer Robert Kirkmann: „Michonne’s a stronger character than Rick Grimes“ – Manche Dinge sind offensichtlich, nett aber, wenn sie von offizieller Seite bestätigt werden. Rosita, die sich an Abrahams Tod rächen möchte, spricht derweil mit dem Pfarrer, der ihr dazu rät, auf den richtigen Moment zu warten. Und dieser kommt wie gerufen, als Negan Spencer (So war sein Name!) in den Bauch stach, da er sich Negan gegenüber anmaßte Rick in den Rücken zu fallen. Denn Negan gefällt so ein feiges Verhalten nicht: Anstatt Rick direkt zu töten, kommt er hier her und versucht ihn rücklings los zu werden. „You do have guts!“ sagt Negan, als die Eingeweide herauspurzeln. Negan, immer ein Sprüchlein auf der Zunge.

Rosita zieht die Waffe und schießt. Doch die Kugel, die einzige Kugel die sie hatte, landet in Lucille. Und zum ersten mal sieht man Negan richtig wütend. Er verliert fast die Fassung. Wie ein Kleinkind, dem man sein Lieblingsstofftier weg genommen hat. Nicht mehr lächelnd und freundlich und sympathisch (ohne Bart übrigens etwas mehr Psycho-like, aber optisch irgendwie harmloser), sondern aufgebracht und böse. Rosita liegt am Boden, Eugene wird mitgenommen als er sich heroisch zu erkennen gibt und Olivia (ich musste einige Minuten Recherche investieren um den Namen zu finden) stirbt im Zuge dessen. Rick kam in der Zwischenzeit mit den Güterabgaben und Aaron an.

Daryl, „the sexiest redneck alive“, gelingt die Flucht, aber nicht ohne ein Glas Erdnussbutter. Er metzelt noch einen sicherlich Unschuldigen nieder und wird von Jesus begrüßt. Die 60 Minütige Folge endet mit einem Get Together aller Kampferprobten Walkies. Auch Coooral darf dabei sein und muss ausnahmsweise nicht Babysitter für Judith spielen. Und ehrlich gesagt, Cooorals jugendlicher Leichtsinn hat mehr „Guts“ als die meisten anderen, vor allem mehr als Rick. Aber nachdem Rick sein soll, wozu man ihn gerade braucht, wird auch am Ende wieder als dreckiger Held dastehen.

Fazit: Besser. Besser! Es passiert was. Rick ist da und tut etwas. Bereit die Gruppe anzuführen. Es kann zum Showdown gehen. 12. Februar gehts weiter.

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„The Walking Dead“, S07E05, E06 und E07

Wir befinden uns einen Beitrag vor dem Mid-Season-Finale, dass 90 (also vermutlich 60) Minuten dauern soll. Verzeiht die lange Wartezeit, hier nun eine kurze Zusammenfassung der letzten drei Episoden.

Wir freuten uns, Maggie wohlauf in Hilltop zu sehen. Gleich zu Beginn wird der Seher der Frage entlassen, ob das ungeborene Kind überlebt hat. Ja, hat es. Doch sie braucht Ruhe. Gregory aber will sie so schnell wie möglich aus Hilltop weg haben: Durch Rick wurde alles nur noch viel schlimmer. Negan, der vermutlich Ricks Geschichte mit Maggies Tod nicht ganz geglaubt hatte, schickt Handlanger vorbei die sich via Feuer und akustischer Zwangsbeglückung ankündigen. Badass-farmgirl Maggie aber weiß ganz genau was zu tun ist und führt die hilflose Meute an. Nach dem Zwischenfall und dem tatsächlichen Auftritt des Untertanen, werden Maggie und Sasha von Jesus versteckt. Dieser wählte jedoch einen anderen Schrank aus, als wie Gregory vorgeschlagen hatte und so bleiben sie unbeschadet. Negans Handlanger nehmen nochmal die Hälfte von allem mit sowie die gesamte Kiste Wein. Armer Gregory.

Währenddessen sammelt Rick Abgaben, die Negan wöchentlich (oder öfters) verlangt. Es gibt keine Flucht vor Steuern, nicht einmal am Ende der Welt. Cooral kommt der kleinen Enid näher, sie fahren Rollerblades, küssen sich und tun das, was halt Teenies während einer Zombie Apokalypse tun. Enid möchte eigentlich Maggie besuchen und Coooral hat andere Pläne.

In der nächsten Folge lernen wir eine neue Gruppe Überlebender kennen, denen die Saviors massiv zugesetzt haben. Als Tara sich nach fehlgeschlagener Erkundungstour (mit Heath) und Zombieangriff an einem seltsamen Strand wiederfindet und von einer hübschen Frau aufgepäppelt wird, vermutet man ein kriegerisches Amazonenvolk, dass dicht versteckt im Wald haust. Später klärt sich jedoch der eingeschlechtliche Umstand auf: Alle Männer ab 12 wurden von den Savoirs getötet. Neue Verbündete? Tara muss versprechen, dass sie nie wieder zurück kommt, entgeht einer Exkution nur fast und schweigt in Alexandria (noch).

Und irgendwie machen sich alle separat auf die Suche nach Negan: Cooral und Sasha. Rosita besitzt nun eine Kugel (dank an Eugene) und auch Michonne ist auf dem Weg zu Negan. Der Sohn der ehemaligen Alexandria Tante hat ein Gespräch mit dem Priester, denn er mag Rick nicht. Rick sieht man die letzten Tage recht wenig.

In der letzten Episode wohnten wir dem Aufeinandertreffen von little-badass Cooral mit happy-face Negan bei – der, neben Kniefall von seinen Jüngern auch noch einen ganzen Harem besitzt. Jesus und Cooral sprangen gerade noch in den Wagen und während Jesus rechtzeitig absteigt, fährt Coral ins Innere der Negan Fabrik. Dort enttarnt, schießt zwei Männer nieder. Negan zwingt ihn die Augenbinde abzunehmen und meint, so sähe er doch viel böser aus. Oh, ist das nicht toll? Sagt er irgendwann, als ob er mit einem großen Geburtstagsgeschenk spricht. Gegen Ende provoziert ihn Cooral, denn wenn er was täte, hätte er schon was getan, aber er spräche nur leere Worte. Sie fahren nach Alexandria und am Ende der Folge gibt Negan seinem Brutpflegetrieb nach, vergisst all die Grausamkeiten und nimmt Judith auf den Arm. Er wartet auf Rick.

Negan macht in dieser Folge deutlich, wie wichtig Regeln seien. In dieser Geschichte erfahren wir von einem Paar, dass getrennt in Negans Lager wohnt. Sie, die als Haremsdame dient, könne gehen wann sie wolle und bei ihrer Familie wohnen – aber offensichtlich will sie das nicht. Und er hätte er jemals eine von ihnen geschlagen? Nein. Und was sollen sie nicht tun? Cheaten! Er brennt ihrem Freund/Liebhaber/Mann mit einem alten Bügeleisen das Gesicht an. So wie bei good-old Dwight. Oh hey, Daryl! Daryl lebt noch. Warum? Weil er einen guten Soldaten abgeben wird.

Fazit: Negan hat eindeutig viel zu viel Screentime. Er lacht, meiner Meinung nach, immer noch zu viel. Man zeigt seine grausame Seite, doch kurz darüber nachgedacht, kann man seine Handlungen dennoch irgendwo verstehen. Wer würde nicht größenwahnsinnig werden? Und Regeln sind wichtig. Trotzdem wirken die Szenen immer noch zu gestellt und zu übertrieben, selbst wenn der Kniefall des Volkes und der Vorfall mit dem Bügeleisen, am ehesten jedoch der Harem mit den heraus geputzten Frauen, mehr Spuren beim Seher hinterlassen als mit sympathischem Lachen vollzogene Gewalt.

Fazit 2: Wir werden sehen was passiert, vermutlich wird das Mid-Season Finale die ganze Folge nichts passieren und gegen Ende mit einem Cliffhanger beendet werden. Wie immer.

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„The Walking Dead“, S07E04

Wo soll das denn noch hinführen? Negan ist nach wie vor ein freundlicher Charakter: Er lächelt (wenn auch übertrieben häufig), er ist oft gut gelaunt und achtet auf seine Gruppe. Sicherlich, in einer postapokalyptischen Welt muss man gewisse Statements setzen. Und ja, er mag ein Sadist und grausam sein, und es mag ihm Spass bereiten, Leute zu quälen und sie zu schikanieren. Fakt ist: Er wirkt sehr sympathisch, freundlich und auch etwas Klischee gay. Seine schlacksige Figur, die tänzelnden Schritte, der Oberkörper der sanft mit den Bewegungen hin und her schwingt, machen einen fetten Strich durch das Klischee vom massiven Bully. Negan ist ein intelligenter Psychopath, der dem Klischee des Psychopathen in Anzug und Krawatte so gar nicht entspricht. Er ist sich seiner Taten bewusst und kontrolliert die Welt um sich herum. Negan könnte ein ganzes Dorf nieder brennen und wenn er tänzelnd um das Feuer hüpfte und lachte und Witze machte, würde man ihm vermutlich verzeihen. Er muss ja auf seine Leute achten, Rick täte sicherlich das gleiche! Nein, Jeffrey Dean Morgan ist ein zu sympathischer Schauspieler.Vielleicht liegt es auch daran, dass er Negan doch überzeichnet darstellt? Ich brauche die Comics..

Und Rick? Rick ist gebrochen. Rick möchte Frieden und als Negan ihm befiehlt alle Waffen abzugeben, während Matratzen und Einrichtungsgegenstände mitgenommen werden, gibt er zu verstehen, dass die Welt nun so läuft. Und Michonne, wie es sich für eine Amazone ziemt, möchte kämpfen. Sie akzeptiert den Zustand nicht. Und es gibt schon die ersten deutlichen Anzeichen dahingehend, dass sich die Gruppe spaltet. Zumindest ist eine Art Handlung für kommende Folgen gelegt.

Es fehlt eindeutig eine Carol. Carol hätte Negan vermutlich vergiftet oder ihm Lucille über den Kopf gezogen während sie ihn mit ihrem Hausfrauen Lächeln angeschmachtet hätte. Ich mag Carol. Es fehlt der Bad-Ass, denn Negan ist es nicht. Negan, der freundliche Balletttänzer von Nebenan.

Fazit: Kann bitte irgendwas passieren? Ich verstehe, dass Negan böse sein soll, und grausam und all dass – aber, kann bitte etwas passieren? Immerhin gab es ein paar Quotenzombies bei Rosita.

Edit: Morsecode? Wtf?

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„The Walking Dead“, S07E03

Ein jeder hat seine Geschichte zu erzählen. So auch Dwight, dessen Frau Sherry nun die Frau Negans ist. Wir kennen Dwight aus Season 6 (Die Schwester, die Medizin brauchte). Auch er rebellierte einst, kam dann jedoch zur Einsicht, dass es so wohl besser wäre: Es gibt keinen Ausweg und besonders nicht, wenn da noch jemand ist. Daryl, der nackt in einer Zelle sitzt und akustisch Zwangsbeglückt wird, wird von Dwight mit Hundefutter-Burger gefüttert. Systematisch versucht man dessen Willen zu brechen. Und man wird Zeuge davon, dass wohl alle irgendwann gebrochen werden, bis sie „Negan“ sind. Daryl wäre aber nicht Daryl aka „the sexiest redneck alive“, wenn er nicht sich selbst bliebe. Negan bietet ihm Zimmer und Bett an, doch Daryl lehnt dankend ab und dabei täte ihm eine ordentliche Dusche wirklich gut. Er schafft es aus der Zelle zu fliehen, doch Sherry warnt ihn, was auch immer passieren mag, es kann und wird schlimmer werden.

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Die wandelnden Toten sind schon lange nicht mehr die untoten Zombies, die irgendwo am Rand vor sich hin vegetieren, sondern es sind die eigentlichen Verlierer dieser postapokalyptischen Welt: Die Menschen. Denn egal welchen Schritt man unternimmt, der Tod lauert in jeder Form. Zombies auf der Straße, Menschen, Hunger, Zombies die von Brücken fallen, Krankheit, Schwangerschaften und Tod im Kindbett. Lacht, aber letzteres ist nicht zu unterschätzen: Eine Geburt ist und war nie etwas einfaches und ohne ordentlich ausgebildetes Personal kann schnell etwas passieren. Ja, ich weiß darüber mehr, als mir eigentlich lieb ist.

Fazit: Erneut bewegt sich TWD nur sehr langsam und versucht das Innenleben seiner Mitgefangenen zu ergründen. Daryl bricht weinend in der Zelle zusammen und mit Dwight fände sich vielleicht sogar ein Verbündeter, nachdem uns dessen grausame Geschichte erzählt und eine gewisse Verbindung zu Daryl aufgebaut wurde, denn eigentlich sind sich die beiden ja auch etwas ähnlich.

Zu guter Letzt, etwas angenehme Musik für den Abend. Möge der Ohrwurm sich in euren Gehörgängen fest fressen und ihr dieses Lied die nächsten drei Tage und Nächte apathisch vor euch her summen:

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„The Walking Dead“, S07E02

Es war einmal ein König und sein Königreich. Die Welt war gefährlich und zu Leid und Tod verurteilt. Nur im Königreich selbst war das Leben sicher und genehm. Zeitenwechsel: So lernt man in gemischten Klassen und ließt Bücher, man trainiert und singt im Chor. Man pflanzt reichlich Gemüse und Obst an. Eine berittene Truppe verteidigt glorreich (und ästhetisch) das Königreich gegen all das Böse, dass dort draußen lauert, trottet und vermodert. Des Königs Sch0ßkätzchen ist ein Tiger namens Shiva. Ein Tiger, welchen der König einst gerettet, und sich seitdem niemals gegen ihn erhoben hatte. CGI ftw. Des Königs Namen ist Ezekiel, soviel zumindest ist wahr.

Carol lacht und miemt die brave, die gute, die immer lächelnde und einfältige Hausfrau: „Amazing!“ Gerade noch, dass sie sich ihre Fassung behält:

„I would be speechless if I wasn’t already speaking. I don’t know what the hell’s going on in the most wonderful way.“

Ricks Gewissen (Morgan) schiebt sie mit dem Rollstuhl durch das Königreich. Was für ein verdammter Zirkus ist das? Ein Kind bekommt im Hintergrund Reitstunden. Sie muss von hier weg.

Doch der Schein trügt. Hinter den Kulissen werden Schweine gefangen und mit Zombies gemästet, um die wöchentlichen (!) Abgaben an Negan und die Saviors gewährleisten zu können. Morgan begleitet sie. Im Königreich selbst offenbart sich der König als gewöhnlicher Mensch und erklärt Carol, dass die Menschen eine Art „Fairytale“ brauchen und nun trägt er diese Last auf seinen Schultern. Nichts desto trotz mag Carol trotzdem diesen Ort verlassen und er bietet ihr an, zu gehen, oder auch nicht zu gehen. Sie bezieht ein Haus in der Nähe des Königreiches und Ezekiel besucht sie am gleichen Abend mit dem Tiger.

Und wenn sie nicht gestorben, dann wird irgendwer sich wieder selten dumm aufführen und alle in Gefahr bringen. Same old same.

Ende.

Fazit: Ein interessanter Kontrast zur Episode 1. Ich gehe davon aus, der Showdown wird sich zwischen dem Königreich/Rick vs. Negan ereignen? Ob Rick auch König sein möchte? Ich zweifle langsam an seiner Zurechnungsfähigkeit.. armer Rick.

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„The Walking Dead“, S06E16

Du meine Güte, ernsthaft? Wer soll TWD denn jetzt noch ernst nehmen? Erneut ein Cliffhanger? Ein interessanter Thread hierzu auf Reddit („fuck you twd“). Lohnt sich :D

Vergesst das Review hier, klickt den Link.

Zugegeben, die letzten paar Sekunden fieberte ich mit, meine Hände wurden feucht, ich zupfte an meinen Haarspitzen und starrte gebannt auf den Monitor – auch wenn Super-BadAss-Villain-Negan eine Spur zu schlacksig und via Lederjacke in seiner Gesamtgestalt etwas an die Homoerotik der 1980er erinnerte. Oder zumindest einer Parodie darauf. Oder so. Ich stellte ihn mir „mächtiger“ vor, in Gestalt und Wirken. Aber vielleicht täusche ich mich und die wahre Brutalität kommt noch zum Vorschein. Das Gesicht fand ich sympathisch. Schade, dass er jemanden den Kopf zertrümmern musste. Was gäbe seine Gestalt für eine herrliche Liebeskomödie her! Der kleine Serienkiller Coooral dessen Auge an Rick verfüttert wird, das war nett.

Also gut. Carol und das reitende Gewissen fanden offensichtlich neue, mit Speer bewaffnete und berittene Freunde. Soweit, so gut. Bis auf die Tatsache, dass Carols fast-Mörder das Tier lange bevor das Gewissen ihn stellte, hören hätte müssen. Es gibt also noch ein Hintertürchen für Rick und seine Gruppe, die nun Negans Untertanen sein sollen, um die Macht wieder an sich zu reißen. Und natürlich gibt es noch die Dorfbewohner. Arme Dorfbewohner. Also wird das ganze vermutlich so weitergehen: Rick muss das „Angebot“ annehmen und die berittene Belegschaft hilft den „walkies“ aus der Misere. So oder so.

Das war also Season 6, ein unfassbar langwieriger Trailer für Season 7, die nun hoffentlich etwas an Gestalt gewinnen wird. Meine Güte, bin ich gelangweilt von dieser Serie. Ich entschuldige mich für das sinnlose Review und blicke voller Hoffnung in Richtung Game of Thrones (Team Arya und Team Daenerys).

Gute Nacht.

Update am folgenden Morgen:

Weil ich eben über ein Review von Nerdbastards stolperte und meinen drei Lesern nicht vorbehalten möchte: Was, wenn Maggie ihr Kind verliert – es also in ihrem Leib stirbt – dann wird dieses zu einem Zombie, der sie dann von innen her auffrisst bzw. sie schon infiziert hat? Arme Maggie.

Laut diversen Artikeln soll es übrigens Glenn erwischt haben, Comics und so. Und ja verdammt, ich werde vermutlich im Oktober weiter schauen. Dammit.

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„The Walking Dead“, S06E15

Spoiler. Spoiler. Spoiler.

Wobei, ist es ein Spoiler? Mittlerweile traut man TWD und Cliffhangern gar nicht mehr über den Weg. Und laut diversen Meldungen solle man sehr besorgt sein. Und dann passierte es. Blut auf der Kamera. Schnitt und Ende.

Was war das? Ernsthaft? Von hinten angeschossen? Nicht im Kampf gefallen, wie es sich für einen ordentlichen Krieger gehört? Och komm. Das ist seiner nicht würdig. Da wäre der Pfeil im Auge treffender gewesen. Dass die Folge mit einem Cliffhanger in das Season-Finale überleiten muss war zu erwarten. Ich danke jeder einzelnen Serie, die groß teils auf Cliffhanger verzichtet. Ich habe nichts gegen Cliffhanger, sofern deren Einsatz gerechtfertigt ist, aber TWD besteht nur mehr aus solchen. Und die  „krasseste“ Folge „ever“ steht noch bevor. Marketing kann funktionieren (Deadpool), muss aber nicht (Batman V Superman).

Maggie verliert ihr Kind? Arme Maggie und armer Glenn. Es nagt an allen. Eine innige Duschszene, emotional, sich umeinander kümmernd und sorgend. Der bittere Beigeschmack folgt mit der Gewissheit der allgegenwärtigen Gefahr.

„I don’t take chances anymore“ sagte Rick und es ist absolut nachvollziehbar. Nach all dem was bisher war und dem Wissen, dass es vermutlich nie anders sein wird. Ich wiederhole mich. Aber was soll man denn großartig dazu sagen? Die nächsten Gegenspieler haben bereits ausgekundschaftet und wissen Bescheid. Und wenn „Alexandria“ beschützt werden muss, so befinden sich alle draußen im Feld. Wie immer. Hätte ich mich nicht schon längst damit abgefunden, wäre mein cholerisch Gemüt ausreichend angefüttert worden, um weitaus wütendere Beiträge zu verfassen. Lehrte mich Nimoy in jungen Jahren, dass ein gewisses Maß an Logik auch Vorteile haben kann, so muss auf diese bei TWD mittlerweile wohl gänzlich verzichtet werden. Die sich aber und abermals wiederholende Situation lenkt (wieder mal) zur lang ersehnten (und in diesem Fall gehypten) Super-Villain-BadAss-Katastrophe. Yay. And the show must go on.

Alles in allem eine sehr menschliche Folge. Carol geht, das Gewissen und Rick machen sich auf die Suche nach ihr, das Gewissen verlässt Rick. Kommt er zurück? Nein, er soll nicht nach ihm suchen. Er geht und sucht Carol. Aber auch Rick hätte mittlerweile die Kranken verbrannt. Damals, nein. Aber heute, ja. Er nimmt es wie es kommt. Rick akzeptierte den Zustand, und man sieht was aus ihm geworden ist: Eine Art Realitäts-Abfindung in grässlicher Form. Aber eh, verständlich. Und Carol metzelt. Sie will es nicht, aber sie tut es. Immerhin ist sie gut bewaffnet. Ihr Überlebenswillen ist stärker als wie das Leben der anderen und offensichtlich Bösen. Immerhin etwas.

Nur noch wenige Tage, dann hat dieser Schrecken ein Ende. Aber vermutlich gibt es einen Cliffhanger zur nächsten Season. Besteht etwa eine Korrelation zwischen Cliffhangern und Spoilern im Web im Bezug auf die Qualität einer Serie und je nachdem, eine ab- oder zunehmende Lust diese zu sehen? Weniger Cliffhanger, weniger Spoiler, folgend eine angenehmere Serie, weil weniger Spoiler und daher weniger Druck und mehr Gelassenheit, und eventuell eine durchdachtere Story, die nicht nur auf Unterhaltung abzieht? Aber was red ich da. Dummes Geschwätz meinerseits.

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„The Walking Dead“, S06E14

Diesmal mit etwas Verspätung, nicht ganz so emotional und nach etwas Pause bei einbrechender Abenddämmerung verfasst, die aufgrund der Wolken nicht sichtbar ist. Grau wird zu Dunkelgrau.

Also. Let’s fetz.

Vor wenigen Tagen las ich von einem ungewöhnlichen Todesfall. Spoiler, ganz klar. Ich überlas ihn. Aber ich dachte daran: Wer? Ungewöhnlich: Also nicht Carol, Daryl oder Rick. Maggie? Unwahrscheinlich. Glenn? Nope. Jemand vom Nebencast? Eher unwahrscheinlich, weil eigentlich egal. Und ja, es gibt sie, die netten Nebencharaktere – auch wenn es eindeutig im gesamten zu viele sind.

Ruhige Einleitung, ruhiges Ende. Alltägliche Routine, warum sollte es in einer Zombie-Dystopie auch anders sein. Warum fiel mir der Teich nie auf?

Oh, Carol geht? Sie muss kämpfen, um die Gruppe am Leben zu erhalten, aber sie kann nicht mehr: „I can’t love anyone because I can’t kill for anyone.“ Eine grausame Welt. Wir erinnern uns, Carol, die Kindern das Überleben lehrte; Carol, die Leute verbrannte als sie noch im Gefängnis hausten und von einem Virus heimgesucht wurden und Carol, die dann weggeschickt wurde, um zu einem günstigen Zeitpunkt wieder aufzutreten. Carol, die vortäuschte Hausfrau zu sein, nur um dann zuzuschlagen. Carol, das Schlitzohr; Carol, die Überlebenskünstlerin. Manchmal wünschte ich mir ein perfektes Gedächtnis, dann könnte ich Episode und Season nennen. Nein, nicht einmal die Season fällt mir mehr ein, es ist eine Schande.

Eingeleitet mit Eugene und seiner durchdachten Waffen-Farbik und Denise, die die arme, fallen gelassene Rosita und Daryl mit nimmt um diverse Pharmaka zu besorgen. Man ahnte es: Einer von beiden könnte das zeitliche segnen. Und da hatte Daryl das Brecheisen in der Hand. Es gibt eine Szene, ein Bild – das sogar ich kenne weil zig Spoiler-Artikel darauf referieren. Treffen sie endlich auf Super-BadAss-Motherf*cker-Negan? Wird Daryl jetzt getötet? Nein. Rosita? Nein. Sie könnte intensiver in die Geschichte eingeführt werden. Denise? Ihre Ansprache ist leidenschaftlich: Wissen denn die anderen worum es ‚eigentlich‘ geht? Daryl und Rosita sind gute Menschen und Rosita womöglich für das erste mal in ihrem Leben alleine. Nein, sowas sei dumm. Nicht ihr (Denise’s) Verhalten sich in Gefahr zu bringen. Und man ahnt es. Man wartet darauf. Entweder beißt ihr ein Zombie in den Nacken oder sonst etwas passiert. Ein Pfeil durchbohrt ihr Auge. Negan? Denise sagt noch einige Silben, und sackt zusammen. Und vorhin glitzerte schon etwas. Einbildung? Nein, Daryl wollte nicht über die Schienen gehen. Und plötzlich taucht Eugene auf, geknebelt von dem Typen der Daryls Motorrad stahl, im Wald, mit der anderen Frau und eine, die dann starb. Eine Erinnerung kriecht aus dem Dunkel hervor. Ahja, er hätte ihn töten sollen. Ja, hätte er. Ich erinnere mich. Es folgt ein Schusswechsel, Blicke und Eugene beißt dem bösen Mann in die Eier. Yeah Baby! Ich las einst, dass Eugene und Mr. Redhead 1:1 aus dem Comic übernommen worden sind.

Aber erneut eine Situation in derer ein Charakter seine Aufgabe vollendete. Sie sagte, was gesagt werden sollte. Eine Ansprache, die vermutlich schon längst überfällig aber nicht zwangsweise notwendig gewesen wäre, damit eine passende Überleitung in den Ausstieg gegeben ist.

Aber warum gerade sie? Das ergibt keinen Sinn. Sicherlich, sonderlich wichtig war sie nicht, aber auch sie hätte Potential gehabt. Sie war nett. Ich vermisse es, mir eine komplette Season an einem Wochenende anzuschauen („Binge-Watching“, früher hieß es „Serien-Marathon“). Ich habe das Gefühl, dass ich soviel vergesse und verpasse wenn immer 7 oder mehr Tage dazwischen liegen..

Und klar, das Internet wirft AMC Und The Walking Dead nun sicherlich homophobe Absichten vor. Man tötet die Lesbe. Wtf? Seriously? Und in solchen Situationen denke ich nicht einmal daran ob jemand homosexuell oder farbig ist; ein Charakter stirbt und nicht seine Orientierung und/oder seine Herkunft. Es ist jedoch schade, dass das Thema immer noch separiert behandelt werden muss um Aufmerksamkeit, auf die leider immer noch prekäre Situation zu lenken. Was die Gleichstellung von Mann und Frau angeht, da schaltet sich dann aber doch der Fem-Mode ein. /Offtopic off

Die Folge endet so ruhig wie sie begonnen hatte. Carol verlässt die Gemeinde und die Schaukel wippt. Ich hasse dieses Geräusch und es wurde lauter und lauter. Und lauter. Und das gute Gewissen schaut. Er weiß was kommen wird. Er weiß es. Alle wissen es. Es wird immer wieder so sein. Carol hatte recht: Schlage der Hydra einen Kopf ab und es wachsen 2 nach.

Ende.

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