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„Star Wars: The Last Jedi“ & „Star Wars: The rise of Skywalker“ & 4DX

Ich fand die Filme unterhaltsam und verstehe nicht, warum man sie aus dem Kanon verbannen sollte. Und ja, beide. Und ja, da gibt es viel schlimmere. Ich fand sogar, ja finde, dass der Geist von Star Wars durchaus gelungen zeitgenössisch eingefangen wurde. Logik- und Erzählfehler hin oder her.

The last Jedi ist genau so sehr „Star Wars“ wie die die Original-Trilogie, nur etwas weiter entwickelt. Es gibt kein Gut gegen Böse mehr, sondern es geht um die Balance. Es gibt keine großartige Love-Story, die jeder bekrittelt hätte und für jeden war etwas dabei: Tierchen, Raumschiffe, alte Star Wars Charaktere, neue Star Wars Charaktere, Kampfszenen, Trainingsszenen, Jedi-Szenen, Yoda.

Sicherlich, die zig Subplots lenken von der Story ab, und sicherlich zog sich der zweite Teil (eben so der dritte), trotzdessen ist es eine gute Unterhaltung.

Selbiges gilt für The rise of Skywalker, der als schlechtester der Trilogie gilt. Ich fand ihn unterhaltsam und ein gutes Ende. Und nein, ich habe bisher noch keine Kritiken gelesen. Und ja, manches fand ich seltsam. Dass #Reylo noch zustand kam freute mich, dass er sein Leben für sie gab ist wohl dem white angrybois-Fahrservice zu verdanken. Dass die Saga derweil damit beendet ist und wir Lukes verlassenes Zuhause nochmal zu sehen bekamen (und vieles weitere), war nett.

Zu den Kritiken

Der Einfachheit wegen picke ich mir ein wahllos ein paar Kritiken aus Foren und kommentiere diese:

„Es sei nicht mehr Star Wars“ – Nur weil es nicht deiner von Erinnerungen verblendeten Idealvorstellung der Trilogie aus den 70ern und 80ern entspricht, bedeutet das nicht, dass die Episode VII bis IX nicht mehr Star Wars seien. Es ist genau das. Aber eben der Zeit angepasst. Auch die alten Star Wars Filme waren nicht sooooo super. Sie haben eben den Zeitgeist eingefangen, sind unterhaltsam und waren toll anzusehen, aber niemand muss so tun, als sei die Original-Trilogie beste Filmkunst die am weiten hohen Filmhimmel für sich alleine glitzert.

„Rey das Supergirl“ – Tja. Deal with it.

„Der Imperator hat also physisch die vollständige Zerstörung des Todessterns überlebt?!“ Zugegeben … okay, zugegeben. Ja, okay. Ich gebe es zu; dass sich hier und da fragwürdige Momente einschleichen lässt sich nicht vermeiden. So auch, warum Rey den Namen Skywalker annimmt.

„Snoke, der Überraschungshase aus dem Zauberhut des ersten Teils also ein Imperator-Clon?! Warum ging er denn nicht in Serie, um die Macht zu übernehmen?!? Die weitere Frage, warum man Snoke bereits als Schnitzelgesicht im Tank herstellt, ersparen wir den Machern einmal. Rey kann den Imperator nur mit der Folge töten, dass sie selbst zum Sith wird, tut es dann und wird doch kein Sith?!?“ Gut. Okay. Ja, na eh. Star Wars-Fans, die Logik und Geschichte in Fleisch und Blut allgegenwärtig transportieren mögen ihre Probleme damit haben. Nichts desto trotz, war der Film unterhaltsam.

4DX

Tjo. Also.

Wie sag ichs am besten.

Es ist nett. Aber, wie 3D, auch darauf verzichtbar, auch wenn es ein paar gewisse nette Features hat:

  • Wind und Regen sind ganz nett. Wobei Regen ein Hauch von Sprühnebel ist; und beides recht kühl. Aber nett.
  • Die „Schnee“ Imitation ist komplett sinnlos, weil lediglich irgendwas vor der Leinwand rumfliegt. Es sei aber angeblich tatsächlich Schnee, andererseits, merkt man nichts davon. Gar nichts. Es hätten auch Papierfitzelchen sein können.
  • Blitze = Licht ein, Licht aus in epileptischer Geschwindigkeit. Komplett sinnlos. Man hätte zumindest einen Laser durch den Rauch schicken können.
  • Der Todesstern riecht nach… wonach eigentlich? Sollte das „alte Fabrik“ sein? Manchmal kam mir auch vor, man versuchte „verbranntes“ zu imitieren. Naja. Fail.
  • Nebel. Ja, der Nebel wäre cool, wenn er den ganzen Raum füllte und nicht nur das untere 10tel der Leinwand und dann auch noch so spärlich.
  • Die Bewegungen des Stuhles waren manchmal sehr lustig, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Etwas verwirrend war, dass alles einen Ruckler bekam. Jeder Zusammenprall. Jede Wendung. Sinnvoller fände ich es, wenn man sich für eine Seite entscheidet und das ganze vielleicht auch etwas.. wilder macht. Es war schon sehr harmlos.

Verbesserungen:

  • Regen/Wasser/Schnee von oben.
  • Nebel im gesamten Raum, und zwischen den Sitzen.
  • Einzelne Sitze, zwecks Bewegungsfreiheit.
  • Blitze als Laser.
  • Auf Gerüche könnte man verzichten.

Es ist ein nettes Erlebnis, aber wirklich Sinn macht es nur bei Action-geladenen Blockbustern. Wie der Werbe-Trailer, da ließ sich zumindest ein gewisses Potential erkennen.

Zusammenfassung

Wenn jemand bisher noch nie „Star Wars“ gesehen hat und mitten drinnen frägt: „Was macht denn Harrison Ford da?“ dann sollte ich mir das mit dem Heiraten nochmal überlegen, oder? dann ist das durchaus süß und liebenswert, oder? Zumindest muss darf ich mir demnächst jetzt alle Star Wars-Filme ansehen. Auch Episode 1-3.

Ich denke meine Rache wird sein, dass wir uns alle Star Trek-Filme ansehen werden. Zum anteasern die neuen, und dann, alle alten – und nein, die alten Filme sind genau so wenig „gute“ Filme (bzgl. Filmkunst) und sogar teilweise mehr schlecht als recht, aber es ist halt Star Trek. Da, so könnte man sagen, gleichen sich beide: Von ihren Fans heißblütig geliebt und bis auf den Tod verteidigt, die Unterschiede könnten nicht größer sein und dennoch sind sie sich so ähnlich.

Fazit: Nett. Unterhaltsam. Hat schon gepasst. Sogar Poe und Finn, die ich unnötig bis unfassbar nervig empfinde, waren halbwegs erträglich.

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„Captain Marvel“

Die Vorfeld negativen Kritiken gingen an mir vorbei. Der Film hatte mich top unterhalten, einen positiven Eindruck hinterlassen (der sich beim zweiten mal Sehen auch wieder bestätigt und gefestigt hatte) und meine Erwartungen erfüllt: Einer der besseren MCU-Filme mit einer interessanten Hauptfigur, die mächtig ist und eine wichtige Botschaft (neben dem Ausbleiben von High Heels und Lovestory sowie Verzicht auf eine Fuckable-Inszenierung): Wenn Frau sich einen Dreck um die Meinung von Männern schert, wird sie stark. Captain Marvel muss sich niemanden beweisen, auch nicht seinen Hatern und Kritikern.

Captain Marvel geht mit Wonder Woman Hand in Hand. Keiner der Filme ist besser oder schlechter als der andere, gegeneinander auf- oder abzuwerten. Carol Danvers und Diana durchleben ihre Heldenreise um am Ende ihren epischen Moment vollends auskosten zu können. Sie sind Heldinnen für junge Mädchen und Vorbilder.

Schlechte Kritiken, zusammengefasst und Gegenargumente

Wie ich später allerdings sah, schlägt (und besonders auf Facebook) der „Hate“ um sich: wie man nur das MCU mit einem SJW-Charakter vermiesen könne und überhaupt, sei sie zu überpowert (Dudes, ihr habt die Comics nicht gelesen oder?) und schlecht gecastet, Brie Larson zeige keine Emotionen und der Film sei ja nur auf Druck von Feminazis geschossen worden und überhaupt und sowieso.

Warum der Hass? Brie Larson gab feministische Kommentare ab in Interviews und wünschte sie sich mehr als nur die üblichen weißen, männlichen Reporter.

Desweiteren wird die fehlende Tiefe (Es ist ein MCU-Film!) und die schlechten Effekte kritisiert. Sicherlich, De-Ageing steckt noch in den Kinderschuhen, und es hat durchaus einen Vorteil, wenn die Person noch lebt, trotz dessen war der Einsatz von Nick Fury hervorragend und gut passend.

Desweiteren wurden „oberflächliche Witze“ und „unsympathischer Hauptcharakter“ genannt. Erneut: Habt ihr die Comics gelesen? Da wäre noch einiges mehr an Selbstbewusstsein und flotten Sprüchen gegangen, noch einiges. Carol Danvers war, im Vergleich zu den Comics, im Film relativ harmlos.

Dass der Charakter „übermächtig“ sein soll/ist, kann einfach erklärt werden: Ihre Kräfte stammen aus dem Tesserac, dem Space-Gem (den blauen Cube, den auch Loki haben wollte). So wie Carol Danvers sehr mächtig ist, ist auch Wanda alias Scarlett Witch, sehr mächtig (ihre Kräfte stammen aus einem Experiment mit dem Mind-Stone (das Ding, dass Vision am Kopf hat). You see the point? Zudem meldete sich Kevin Feige zu Wort und aktuell ist Scarlett Witch die mächtigste. Meine Güte..

Was ich noch hörte: „für echte Emanzipation war er mir eben zu infantil/kindlich.“ Und warum? Weil er eben Comic-Szenen hat. Wait, what? Dude, du realisiert hoffentlich, dass es sich um eine „Comic-Verfilmung“ handelt oder? Und dass es wieder erkennbare Comic-Szenen gab, war übrigens richtig, richtig cool.

Der Film sei: „überinterpretiert“ – NEIN.

Und natürlich wurde die Musikauswahl kritisiert und irgendwann ereilt einen die Annahme, dass man versucht alles zu kritisieren, um ja etwas haben zu können, dass man kritisieren kann. Auf dieser Basis zerreiße ich euch LOTR und Matrix binnen Sekunden…

Fazit

Er ist genau das, was er sein soll: Eine gute Einführung für einen der stärksten MCU-Charaktere und feministisch, ohne Love-Story und sagt basically aus: Sobald Frauen aufhören sich um die Meinung von Männer zu scheren, sind sie stark. Und diese Message ist wichtig. Schon alleine dass sie keine High Heels trägt ist großartig! Keine Fuckable-Inszenierung. Du meine Güte, das ist ein guter Anfang! Natürlich hassen schwache angry fanbois den Film. Next!

Daher: Absolut sehenswert.

Und:

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