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[#WritingFriday] Week 25

Thx Gina für die Erinnerung zum Writing-Friday; die Erinnerung kam allerdings vorletzten Freitag – und ja. Wirds halt die Woche veröffentlicht, who cares. Ich würde mich gerne öfters aufraffen etwas zu posten, aber mei, was solls.

„Ein Brief an dich

Oh, du lebst noch? Sehr schön. Wie sind die Temperaturen im Altenheim? Sind die Leute nett? Du wohnst doch im Altenheim, oder? Kinder hast du keine und Männer sterben im Schnitt zehn Jahre früher als Frauen. Und nachdem du dich einer 60 Stunden Arbeit immer verweigert hast (wie Vater Staat es in den 20ern angeordnet hat), hat dich also die Altersarmut heimgesucht und du vegetierst halt so dahin. Hast kaum anständig zu essen, aber das haben die anderen auch nicht, gibt eh nix mehr, seit alle Containerschiffe und auch der Flugverkehr abgeschafft wurden; und seit der Boden zu trocken und ausgelaugt ist für die Saat, leben wir alle von Astronautennahrung, aber hey, immerhin steht da: Mit Fruchtzusatz! Und mei, der Klimawandel hat alles ein wenig entrückt, und die Möglichkeiten auswandern, sind aufgrund politischer Intrigen auch nicht besser geworden, also ja, was solls. Ich hoffe zumindest, du hast ein eigenes Zimmer. Immerhin sitzt deine beste Freundin, Madame (8) mit dir im gleichen Altenheim. Sie ist auch arm geworden. Wie du. Das Leben hat euch nach 50 Jahren Funkstille an diesem Ort wieder zusammen geführt. Das ist bitter. Aber immerhin habt ihr euch wieder, ist auch etwas oder?

Aber du hattest ein nettes Leben, oder? Ich hoffe, du hast das beste daraus gemacht, wenn nicht, wäre es sehr dumm von dir gewesen. Bestenfalls schreibst du einen Brief an dein junges Ich und schickst ihn in die Vergangenheit um genau das zu verhindern!

Siehe da, es hat geklappt! Du hast was aus deinem Leben gemacht und dir einen vitalen 70jährigen geschnappt und lebst gemeinsam auf einem Bauernhof mit einem Haufen Katzen, Hunde und Pferden und Schafen. Und natürlich deiner vierspännigen Ziegenbock-Kutsche! Du bist die crazy old lady, die Sonntags mit weißem Gewand und wallendem Haar ausfährt, mit geschnitztem Stab (Luis hat ihn dir zum 3jährigen geschenkt, er hat ihn selbst geschnitzt. Unglücklicherweise hat er sich dabei einen Finger abgeschnitten) auf der Seite, wie eine alte Zauberin durchs Dorf trabt. Auf der Schulter natürlich die Katze, wie es sich gehört.

Ja, diese Zukunft erhoffe ich mir eher für dich, aber seien wir realistisch, es wird erstes Szenario werden. Wenn überhaupt. Wenn die Welt nicht in X Jahren untergehen wird, verbrennen, zerbombt, überschwemmt, ausgetrocknet und die Leute sich gegenseitig für eine Packung Müsli umbringen werden. Aber vielleicht hört die Politik ja auf die Jungen, die jetzt demonstrieren und aufzeigen was Sache ist. Haha! Der war gut. Nein, bleiben wir pessimistisch. Bestenfalls schickst du nochmal einen Brief in die Vergangenheit und bittest dein Ich, auszuwandern, auf den Mars vielleicht? Der soll ja bald besiedelt werden.

Tja dann, genieße dein Leben solange es noch geht!

Grüße von einem jüngeren Ich!“


WEITERE THEMEN:
  • “Julia wollte das alles nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin.” Wie geht die Geschichte weiter?
  • Du kannst plötzlich fliegen. Würdest du jemandem davon erzählen? Was tust du mit dieser neuen Fähigkeit?
  • Deine Vorratsdosen starten einen Aufstand, berichte davon.
  • Was bedeutet Freundschaft für dich?
  • Schreibe einen Brief an dein 80-jähriges Ich.

DIE REGELN:

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spaß und versucht voneinander zu lernen

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Eingeordnet unter Kreatives, Kurzgeschichten

Wähle weise!

Leute – das wars.

Ich gebe das bloggen auf und werde Hipster-Buch-Autorin beziehungsweise Hipster-Cover-Illustratorin. Und seien wir uns ehrlich: Die Cover sehen aus, als könnten die Bücher tatsächlich schon irgendwo erschienen sein, nicht? Und zwar nicht nur als Selfpublisher, sondern bei einem düsteren Hipster-Ende-der-Welt-Verlag. Nicht?

Das ganze wird eine Quadrologie werden. Unglücklicherweise verschwand der vierte Teil auf mysteriöse Art und Weise, während einer unbekannten und ebenso mysteriösen Krankheit (als Erklärung dafür, dass nichts zusammen passt, im vierten Teil übrigens wird alles aufgelöst): Regel Nummer 1, um in die ewigen Gedanken anderer einzugehen: Kreiere ein Mysterium!

Regel Nummer 2: Sei aktuell. Sei anders. Sei normal. Aber nicht so normal, dass der Normalsterbliche sich an deiner Normalität langweilen möchte, nein, sei anders normal. Sei aber auch nicht so anders, dass niemand was damit anfangen kann. Nein. Sei die Hure der Normalität! Der Name, ein Konglomerat aus Moderne, Hipster und Tradition, perfekt geeignet und eine hervorragende Mischung für ein interessantes Projekt.

Und Regel Nummer 3: Lasse die anderen im Ungewissen, ob du es ernst meinst oder dir lediglich einen Witz erlaubst.

Um das ganze etwas spannender gestalten: Ihr dürft entscheiden, welcher Band zuerst geschrieben werden soll – und welchen es dann für nur 2,22€ auf Amazon (Hipster mögen Kapitalismus) zu erwerben geben wird. Ich weiß gar nicht, ob ich die Cover überhaupt verwenden darf, welche ich mit dieser hervorragenden App Snapseed gemacht habe, vermutlich nicht. Wir werden eine Lösung finden. Anyway..

Wählt weise!

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Eingeordnet unter Just about Life, Kreatives, So sei es

Es gibt keine Schreibblockaden

Wie fast jeder von uns, schreibe auch ich an einem Roman oder zwei, an Kurzgeschichten und veröffentlichte unter Pseudonym, zwar erst einmal – aber immerhin. Jemand befand meinen Text für gut – oder, wie manch einer höhnte, die Einsendungen waren knapp. Wie dem auch sei: Auch ich schreibe, wie wir alle – denn wir bloggen. Auch bloggen ist schreiben.

Ein Thema, welches mir auf Social Media und diversen Blogs immer wieder begegnet ist: Die Schreibblockade.

Schreiber jener Blogeinträge, die dieses Thema behandeln, beginnen meist mit „Ich sitze an meinem Tisch, tippe einen Satz und lösche ihn“ – manchmal direkt, manchmal umschrieben, ab und an regnet es, manchmal auch nicht, die Finger sind kalt oder auch nicht und die Klagenden werden oft sehr kreativ – und dann wird darüber philosophiert und reflektiert, warum man unter einer Schreibblockade leidet und ich denke mir: But.. you’re already writing! Und klicke den Beitrag weg. Nein, da können sie noch so toll geschrieben sein, mit Worten gefüllt, die ich nachschlagen muss und schön klingen und von Goethe selbst stammen, es interessiert mich nicht warum jemand darüber schreibt, dass er nicht schreiben kann, wenn er im Zuge dessen ja schreibt.

Auch bloggen ist schreiben – auch wenn es nichts zum Roman beiträgt, den man beenden möchte. Auch eine Kurzgeschichte verfassen, ist schreiben. Den Monolog eines Haupt- oder Nebencharakters zu Papier bringen, ist schreiben. Den Nebencharakter interviewen, was er getan hätte, wenn XY nicht in sein Leben getreten wäre, ist schreiben. Eine Schreibübung zu machen, ist schreiben.

1. Ein Autor, der vom Schreiben leben will, hat keine Schreibblockade

Warum? Weil er dann nicht davon leben könnte.

Die Idee der Schreibblockade hat natürlich auch einen romantischen Unterton. Der Autor oder die Autorin, die mit einer Tasse Kaffee am Vormittag am Tisch sitzen oder Abends mit einem Glas Wein und denen keine Zeile einfallen will. Sie klagen und jammern – anstatt tatsächlich etwas zu tun. Und manch einer ist uns bekannt: er nennt sich Hank Moody (Californication) und vögelt sich derweil durch ganz Hollywood. Thank you, but no thank you.

James Gunn erklärte es in einem Facebook-Post folgendermaßen:

„My inclination is to wait until I am in the mood. But I know, as a professional writer, my feelings are irrelevant. So I’ll write anyway. It is my belief that „writer’s block“ is often the inability to accept that writers write because we must, not because we feel like it, or even because we like what we do. We merely put pen to paper or fingertips to keys, and go.“

In den Kommentaren antwortet er: „It doesn’t matter if I’m motivated or not. That’s not my business. My business is to write. So I do it.

Und Steven King sagt dazu:

„The causes are even more varied. In my experience, I’ve found that writer’s block often is this: the excuse not to write. That may sound harsh, but I’m speaking for myself here, not pointing the finger at anyone else. Sure, we all get stuck sometimes. I’ve had my share of big, gaping plot holes to hurdle. I’ve also experienced creative funk (not the kind of funk that’s rockin’) when I had absolutely no motivation to work. It’s miserable. But often what we blame on writer’s block is nothing more than a lack of tenacity – not being willing to stick with it and write through the block. That said, when I get stuck, it’s usually because I don’t know what happens next.“

2. Es gibt keine Schreibblockade, es gibt nur den eigenen Stolz

Und James Gunns bester Tipp: „Write SHIT“ und „Finish it“:

„I always answer essentially the same way: I don’t believe in writer’s block. When I feel creatively inhibited or I feel like my writing sucks, I just continue to write. I allow myself to WRITE SHIT for hours, or even days. And, eventually, after writing enough shit, the good stuff starts to emerge. What separates the pros from the amateurs is that we write despite what we feel. It’s not letting our emotions dictate our actions (which is a good rule of thumb for relationships as well!)“

Deswegen: Erlaubt euch selbst Scheiße zu schreiben. Alles was am Papier ist, kann entweder weggeworfen, der Katze zum Spielen gegeben oder verbessert werden. Aber es ist da. Ein Schreiberling, der bei einer Schreibblockade tatsächlich nichts schreibt, hat danach nichts, gerät außer Übung und verliert das Ziel außer Augen, fühlt sich für den Beruf unzureichend und lässt es ganz. Dabei muss man nur das tun, was man gerne tut, ganz gleich ob man 100erte Klischees bedient und schlecht ist und niemand lesen will. Geschrieben ist geschrieben.

2.5. Schreibt an etwas, egal was, nur schreibt!

Ein anderer Tipp, der sich zwar mit jenem von James Gunn („Finish it!“) beißt, aber nicht minder interessant ist, kommt von Isaac Asimov, der Zeit seines Lebens über hunderte von Kurzgeschichten verfasste. Manch Autor ist der Meinung, mit Kurzgeschichten verbrenne man seinen Namen und verschwende Potential. Mag sein, aber eine vollendete Kurzgeschichte zwischen 10 000 und 20 000 Zeichen, die locker an einem Abend aus den Fingern läuft, ganz gleich wie schlecht, ist trotzdem geschrieben und schafft ein gutes Gefühl etwas geleistet zu haben. Auch das ist wichtig. Sogar ein einzelner Blogbeitrag kann das. Wertet euch nicht ab!

Isaac Asimov schreibt, dass wenn eine Geschichte nicht funktioniert, man sich an die nächste setzen solle oder ein neues Thema beginnen:

„Frequently, when I am at work on a science-fiction novel (the hardest to do of all the different things I write), I find myself heartily sick of it and unable to write another word. But I don’t let that drive me crazy. I don’t stare at blank sheets of paper… Instead, I simply leave the novel and go on to any of the dozen other projects that are on tap. I write an editorial, or an essay, or a short story, or work on one of my nonfiction books.“

3. Finde heraus, was für eine Art Typ Schreiberling du bist

Brandon Sanderson erklärt in seinen YouTube Lectures (gefunden bei Mario Zakall), die Unterscheidung zwischen „discovery writer“ und „outliner“. Der Blick lohnt sich tatsächlich.

„discovery writers“ sind jene, die „on the go“ schreiben, sprich, während sie schreiben entwickelt sich die Geschichte. Der erste Draft, die „flow-fassung“, die erste Version des Buches ist nicht das Endresultat. Dieses wird danach bearbeitet, Logiklöcher werden gefüllt und Dinge erklärt, die es zu erklären gilt. „outliners“ hingegen plotten ihre Geschichte und schreiben dann.

Achtung, schreibt man die Geschichte „on the go“ und beginnt zwischendurch immer wieder am Plot zu feilen – oder gar eine ganze Welt zu erschaffen, Karten zu zeichnen und sich genötigt fühlen alles erklären und argumentieren zu müssen, kann es durchaus dazu führen, dass man keine Lust mehr hat die Geschichte zu erzählen – und glaubt, eine Schreibblockade zu haben, weil man nicht mehr „kann“ oder „will“, „nichts einfällt“ oder die „Story scheiße“ ist, oder weil die Geschichte schlicht und einfach schon erzählt ist. Da gilt es: Weiterschreiben. Für „outliner“ habe ich leider keine Tipps, aber es gibt unterschiedliche Methoden, Google hilft.

Auch ich komme immer wieder an den Punkt, sehe diesen Zustand aber nicht als Schreibblockade, sondern weiß, dass meine Erwartungen an die Geschichte zu hoch sind, ich mit dem Endresultat nicht zufrieden sein werde oder ich bereits zu viel davon erzählt habe und keine Notwendigkeit mehr sehe, die Geschichte zu beenden. Erneut (und ich sage das auch immer wieder zu mir): Es handelt sich um den ersten(!) Versuch und dieser darf schlecht sein. Und wenn man ein Jahr später drauf schaut, ist es gar nicht so schlecht wie man während des Schreibens meinte.

Und da lässt sich der Bogen zu allem Übel, dem eigenen Stolz, wieder zu schließen:

Je mehr wir übers Schreiben lernen, je mehr wir schreiben, desto besser werden wir – und desto kritischer. Wir lesen die Texte anderer in Schreibgruppen und lernen mehr und mehr, was uns gefällt oder auch nicht. Und sich dann hinzusetzen und wortwörtlich Scheiße zu schreiben liegt uns gar nicht. Die Zeit ist knapp bemessen, wir wollen publizieren und verschicken. Und wer will sich mit schlechten Dingen aufhalten? Aber manchmal ist es notwendig.

Und da heißt es eben: Schreiben. Auch wenn es scheiße ist. Bloggt, schreibt eine Kurzgeschichte und das wichtigste: Ignoriert alle Tipps die das Internet ausspuckt. Sie sind Wegweiser, aber kein Garant, dass es für den Einzelnen funktioniert.

Wenn es also ums schreiben geht, und soweit ich dazu in der Lage bin Empfehlungen zu vergeben, empfehle ich Frau Schreibseele und diese Vorlesung:

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Woche #0612

Falls sich einer meiner treuen Leser wundert, warum aktuell 8 oder mehr Beiträge pro Woche eintrudeln: Keine Sorge, das ist kein Dauerzustand. Das Erwirtschaften des täglich Brots lässt es zu, dass ich mich anderweitig beschäftige – und viele der Beiträge existieren seit Monaten. Wurden fertig geschrieben, drüber gelesen, für noch nicht Veröffentlichungswert/reif befunden und gerieten somit wieder in der Versenkung. 62 Entwürfe! Filme und Serien, anderweitiges Zeug und teilweise sogar interessante Recherchen oder Vorträge. Alles liegt rum und wartet auf eine neutrale Sicht, die x-te Korrektur oder eben das „Schluss jetzt, ab damit“.

Des weiteren ist es kalt. Sehr kalt. Und neblig, was für das Bergdorf selten ist. Ich mag Nebel, hasse aber Kälte.

Auch ein Grund zum Feiern gibt es: Ich beendete letzten Sonntag meinen wohl ersten „Roman“ – mit ca. 42 000 Worten und 250 000 Zeichen darf man zwar nicht wirklich von einem Roman sprechen, aber mit einer Formatierung eines gewöhnlichen Taschenbuches ist man auf 200 Seiten. It’s something! Kurz danach entdeckte ich, dass die Fertigstellung von drei (!) weiteren nicht mehr soviel abverlangt wie zunächst gedacht. Kurzgeschichten ftw! Aktuell befinde ich mich in der lästigen Phase des Überarbeitens. In die Flow-Fassung wird Struktur gebracht, korrigiert, erweitert oder gekürzt und vereinheitlicht. Ob die Geschichte dann in die weite Welt entlassen wird, wird sich im letzten Lvl des „allgegenwärtigen Selbstzweifels“ beim Bossfight „Das ist Scheiße!“ und „Niemand wird das je lesen!“ und „Hahaha, ernsthaft? Vergiss es!“ zeigen. Und ob ich einen neuen Blog für meine Werke anlege und diesen mit den gängigen Social-Media Portalen verknüpfe und quasi ein Lichtlein auf den wohligen Schatten des Pseudonyms, der Sicherheit des Unbekannten, werfen mag.. Fragen über Fragen. Kennt jemand die Antworten? Ich wäre sehr dankbar dafür.

Auch interessant und eine neue Herausforderung: Es könnte sein, dass ich Freitags zum ersten Mal einer Reitbeteiligung nachgehe. Annonce gesehen und mir gedacht: Warum nicht? Es wäre in der Nähe. Als kleines Mädchen lernte ich voltigieren, bekam Reitstunden mit 10 und ritt ein paar Jahre später mit einer Schulfreundin wie kleine Mädchen eben ritten: Ohne Sattel und Helm (und niemand kümmerte es), den ganzen Tag und bis spät in die Nacht auf 20jährigen Kutschenpferden. Die Reitbeteiligung kostet 90€/Monat für „so oft wie du willst“ auf vier Haflingerstuten (Haflinger…). Aber davor gibt es zu klären: Wie sind sie geritten? Englisch? Western? Ist Liberty-Work überhaupt erwünscht? Und was, wenn man sich emotional zu sehr auf das Tier einlässt (ich denke immer noch abundzu an die kleinen Babykatzen in Kreta) und dann wieder gehen muss? Been there, done that. Es brach mir mein kleines Herz als Rocky, ein dreijähriger Oldenburger-Friesenmischling, vom Besitzer verkauft wurde, da er zum wiederholten Male in der Box randaliert hatte. Es war eine der besten Freundschaften die ich je hatte, trotz anfänglicher Schwierigkeiten.

So oder so: Ich sehe mir die Sache an und überlege dann. So oder so, erneut drückte ich mich vor der Arbeit. Und so oder so, wollte ich Madame (8) heute die dezent korrigierte Flow-Fassung zukommen lassen..

Procrastination, running circles in my head
While you sit there contemplating,
You wound up left for dead (left for dead)
Life is what happens while you’re busy making your excuses
Another day, another casualty
And that won’t happen to me..
(Simple Plan – When I’m gone)

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Was tun, wenn man zu viel tun möchte?

Sich zu entscheiden, womit man sich gerade beschäftigen möchte ist schwierig. Vor allem wenn es so viele Dinge sind, die man tun möchte. So fing ich vor einigen Tagen mit „No Man’s Sky“ an, weiß aber, dass wenn ich zu viel Zeit ins spielen investiere, ich nicht zum Schreiben komme – was ich seit geraumer Zeit mit viel Investition und Fleiß verfolge. Von anderen Dingen wie Taylor Swift Songs auf der Gitarre lernen oder Karikaturen für mein Kinderbuch zu malen (denn freundliche Bilder funktionieren bei diesen Geschichten nicht) ganz abgesehen..

Es sind hauptsächlich Kurzgeschichten und zwei Romane. Es stellt sich dann natürlich auch die Frage: Wie damit weiter verfahren? Interessiert sich jemand für Fortsetzungsgeschichten auf einem Blog? Oder Kurzgeschichten generell? Und wie veröffentlicht man Kurzgeschichten? Als Sammlung? Liest das wer? Kann man sich via Patreon finanzieren lassen? Und wenn ja, wie? Einen Verlag zu finden, daran mag ich aktuell noch gar nicht denken. Und es scheint mir, dass viele Autoren davon absehen, ihre Kurzgeschichten auf einem Blog zu verwerten, während viele auch der Meinung sind, dass Kurzgeschichten sowieso Schwachsinn sind und Potential verschleudere. Manche andere allerdings schaffen auch so den Sprung, was aber Werbung und Geschick erfordert und vor allem Glück. Wie also vorgehen? Selfpublishing ist zwar eine interessante Idee, benötigt aber für Lektor, Korrektorat, Cover und Umsetzung mindestens 3000€ wenn nicht mehr. Und woher nehmen, wenn nicht stehlen? Und wo gute Lektoren finden? Fragen über Fragen.

Wie dem auch sei, die Frage, um die es eigentlich geht, ist:

Spielen oder schreiben? Es wäre nicht so, dass ich an Schreibblockaden leiden würde und mich deswegen anderweitig beschäftigen sollte/wollte – vor allem da ich der Meinung bin, dass es keine Schreibblockaden gibt und der zugehörige Beitrag ist quasi schon geschrieben – aber es ist die Zeit, die nur begrenzt verfügbar ist. Die Qual der Wahl und zwar wirklich.

Die Idee „Zwei Stunden schreiben und zwei Stunden spielen“ ist lächerlich. Als Discovery-Schreiberling (wir planen nicht und unsere Geschichten entstehen im „Flow“ und nicht einmal wir wissen, wie sie enden) setzt man sich nicht einfach zwei Stunden davor. Oft sitzt man drei, vier, sechs oder acht Stunden und tippt sich die Finger wund. Und man setzt sich nicht einfach zwei Stunden vor ein Spiel wie „No Man’s Sky“ und loggt sich zwei Stunden danach wieder aus. Sowas passiert nicht. Nicht in der Realität. Das Problem ist ein reales!

Was also tun? Immerhin lässt mir die Arbeit aktuell etwas Zeit, mich um meinen Blog zu kümmern und längst vergessene Beiträge raus schmeißen, deren Relevanz schon lange kaum mehr gegeben ist. Was aber tun? Mag ich spielen? Ja! Mag ich schreiben? Ja! Was mag ich lieber? Ich weiß es nicht.

„Kümmere dich weniger um deinen Blog und schreib!“ wäre eine Idee, aber ausgeschlossen. Auch die neugierige Katze und ihre Leser verdienen Aufmerksamkeit. Außerdem sitze ich in einem öffentlichen Raum. Hinter mir könnten Menschen stehen. Und beobachten was ich schreibe. Nicht jetzt, aber sonst. Oder gelegentlich. Außerdem fehlt die Ruhe.

Ich verbleibe unschlüssig.

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